\ō/

Donnerstag 05. Mai 2016

# Und wieder nix in der Bitcoin-Geschichte. Da werden unsere Enkel noch davon sprechen und mutmaßen...


# Übrigens muss ich mal anmerken, dass ich früher immer nur ein Gnome-Fan war, mit KDE konnte ich hingegen nie etwas anfangen - ihr leicht? Hatte mir immer zu viel an Bunt & Mac-Style. Aus heutiger Sicht und beim aktuellen Stand würde ich es vermutlich umgekehrt angehen.

Nachtrag: Außerdem hatte ich mich irgendwann mal bei diversen Tests recht schnell in die visuelle Oberfläche des Haiku OS verliebt und deshalb anno dazumal herumgebastelt, so dass mein damaliges Ubuntu die selben Icons und dergleichen verwendete. Hatte für mich so einen Retro-Charme ein bisschen, wegen den Fluffi-Icons und der gelben Farbe bei den Fenstern... so ein Art von modernen Windows 95 im 81er-Style-Look. ^^

Nachtrag: Soweit ich mich übrigens erinnern kann, hatte Haiku damals schon einen soliden Eindruck gemacht. War übrigens das nicht so irgendwie die Basis von diesem komischen System, das mal im Homeshop-Kanal verkauft wurde? Ah, ZETA! Edit: gut, abgekupfert von der gemeinsamen Basis BeOS, aber ich glaube, die waren sich so oder so recht ident und sehr nahe.

Nachtrag: Irgendwie schade, dass bei BeOS bzw. Haiku irgendwie dann nichts mehr weitergegangen ist. Kann mich bei Haiku an eine gute Performance erinnern und es lief stabil, startete flott und war generell wie ein kompaktes, solides Puppy Linux. Aber halt zu eingeschränkt im Alltag mit der Software-Auswahl und der Editor hatte ein grausames Schriftbild und noch zwei-drei Sachen störten mich, aber sonst war es schon sympathisch. Mh.


# "Android ist Windows 95". Herrlich. ^^


# Mal wieder etwas in der Wohnung rumgeräumt, so der Klassiker alle paar Monate. Also eines ist mal klar: Möbel gibt's in meinem Leben definitiv nur mehr portabel, rollbar, tragbar sowie im Kleinformat und wie auch immer - auf jeden Fall flexibel... alleine ein so ein kleines Holz-Kästchen mal von A nach B zu schleifen und aus- und einzuräumen ist echt mühsam. Genervt bin. Und Menschen übrigens, die ihre Wohnung mit schweren, dunklen Möbel ausstatten und mit so riesigen Kastenwänden ganze Wände verstecken... bbrrrr, werde ich nie verstehen. \o/


# Herrschaftszeiten noch einmal... SpaceX will zum Mars. Die nächsten Pflaumen! Gibt's denn noch irgendeine Firma oder Behörde da draußen, die einfach mal nur zum Mond fliegen möchte und dort endlich mal eine Basis aufbaut. Ständig bewohnt. Ich bin schließlich 35 Jahre alt und ich warte jetzt wirklich schon lange darauf... Mars ist schön und gut für Förderblasen und Push-Effekte am Aktienmarkt, aber ich will doch einfach nur, dass meine Generation endlich doch noch die erste, dauerhafte Besiedelung da oben erlebt... seufz! \o/

Nachtrag: Softwarefehler zerstört japanisches Röntgenteleskop im Orbit - das könnte irgendwie auch aus einer Science-Fiction-Geschichte aus den 70ern sein... so der Beginn einer Invasion, es tauchen da und dort Fehler auf und keiner deutet die Zeichen richtig. Gab ja in letzter Zeit sogar prompt einige defekte Satelliten in kurzer Zeit. ^^


# 500 Euro Scheine. Die Grundlage und Wurzel der Kriminalität, besser wir schaffen das Zeug ab!

"Führende deutsche Ökonomen wie der Chef des Ifo-Instituts Clemens Fuest vermuten ... dass es Draghi in Wirklichkeit darum geht, die Zinsen weiter in den Negativbereich zu drücken. Denn bei Bargeld gibt es keine Minuszinsen. Das Horten von Bargeld wird mit kleinen Scheinen nun erheblich schwieriger und teurer." Nom nom nom. (Vorsicht, der Link geht zur Welt.) ^^


Mittwoch 04. Mai 2016

# Hrhrhrhrhr. Telekom will bei eSIM keinen Netzwechsel zulassen... und jetzt sind wir alle ganz überrascht und schütteln ungläubig den Kopf, während wir uns langsam das Popcorn in den Mund schieben. Nein? Doch! Oooohhhhh! \o/


# Und? Ihr ganzen Schlaubis... ihr wusstet sicher was Industrie 4.0 bedeutet, oder? Jeder zweite Mitarbeiter kennt es nicht.

Ist auch schon wieder so ein völlig idiotisches Buzz-Wort wie Web 2.0 und dieser ganze Kram. Oder so ähnlich, als damals überall ein Beta-Badget bei den Logos dabei klebte. Alles nur visuelle oder akustische Worthülsen für Etwas, dass die Lobpreiser selber nicht vernünftig in Worte fassen können. Teilweise stehen wir nämlich punktuell je nach Gebiet zwischen Industrie 5.0 und Industrie 0.1b oder noch kleiner. Tendenz eher 3.0...


# Ha! ServusTv stellt seinen Betrieb nun doch nicht ein...! Ich finde das insofern köstlich, weil jetzt die ganzen Lobesreden und Bedauern diverser Politiker und Folgschaft gestern sich nun eventuell als Bumerang erweisen könnte. Unsere kleine Dorf-Medien-Landschaft bleibt immer spannend. ^^


# Als Nachtrag zum letzten Eintrag... wie schon üblich, stelle ich alle 5 Jahre fest, dass es nicht das gibt, was ich möchte und weiche somit jedes Mal wieder auf die selben Lösungen aus, auf die ich schon seit Jahren setze, weil eh erprobt. Entweder grafisch TreepadLite oder über die Konsole bzw. Texteditor auf eine Single-Text-Datei. Die ganzen Links zu dem Thema mit "Organize your life in one single textfile" erspare ich Euch dieses Mal, das Thema haben wir früher schon in älteren Blogs vor Jahren mehr als nur umfassend durchgekaut, gefeiert, zelebriert und so weiter.

Und tatsächlich ist es auch aus der heutigen Sicht noch immer die beste und vernünftigste Möglichkeit, nachdem ich mich vorhin wieder geistig gesammelt habe... denn alle anderen Lösungen schleppen nur wieder neue Abhängigkeiten, Anbindungen und so weiter mit, dabei ist die Aufgabenstellung viel simpler als es die Tools meistens selber sind.

Also wir sind am gleichen Stand wie vor Jahren schon... eine fette Textdatei, die tausende Zeilen Code und Einträge schlucken kann, ohne dass sie träge wird (sogar mein alter Laptop kann das aus dem Stehgreif) und darin ist einfach ALLES... Lose strukturiert in lockere Bereiche ~ Kategorien, versehen mit # Sprungmarken (#2 oder #23), an die man sich im Laufe der Zeit schnell erinnert, ebenso mit @ Schlagwörtern (@server oder @blog), mit denen man direkt zu einem bestimmten Eintrag oder Einträgen kommt und ebenso Verweise, die daran erinnern, dass es da was Zugehöriges gibt (+blog - aja, das Snippet war~ist für meinen Blog gedacht).

Schaut dann mal ganz grob umrissen so aus: Screenshot. Das ist der Anfang der Textdatei... für den Fall, dass man mal einen Schlaganfall hat oder eine Katze mir das Genick halb bricht und ich keinen Plan mehr habe, was da jetzt alles so kommt... ich werde mich vermutlich schnell wieder zurecht finden.

Und so schauen dann stark vereinfacht die Einträge aus: Screenshot. Ich kann entweder über die Nummer schnell zu einem Eintrag hüpfen, mich durch die Schlagwörter hangeln oder direkt ein beliebiges Wort im Text suchen, z.B.: "haushaltsversicherung" - und springe in wenigen Sekundenbruchteilen zur passenden Stelle.

Verweise mit einem + erinnern mich daran, dass der Eintrag einen bestimmten Bezug hat: Screenshot. Geht auch bei Freunden... steht bei einem Freund mit dem Namen "Dagobert" der Verweis "+Daisy" dabei, dann weiß ich, dass ich Dagobert über Daisy kennengelernt habe oder sie sind verheiratet oder was auch immer. Es ist quasi eine Gedankenstütze.

Das System ist erprobt, weil ich das bereits sehr lange so verwendet hatte - auf die grafische TPL-Version bin ich eigentlich nur umgestiegen, weil ich damals Verknüpfungen untereinander in Wiki-Form anlegen wollte, aber das hat sich eh irgendwie verloren bzw. nicht durchgesetzt und zudem sammle ich jetzt manche Dinge stattdessen online und offline reduziert es sich hingegen auf meine privaten Dinge bzw. Telefonnummern und so weiter.

Das Ganze hat also mehrere Vorteile...

A) Die Datenbank ist eine schlichte Textdatei und die kann locker mehrere Megabyte groß werden, ohne dass es Probleme gibt (und das ist sowieso nur schwer zu schaffen, aktuell hat dieser Blog beispielsweise 918 Einträge mit sehr viel Zeugs, die zusammengefasst dennoch nur 1.1 MB groß sind).

B) Das Format ist langlebig und lässt sich mit praktisch jedem Texteditor, egal ob Konsole oder mittels grafischer Oberfläche durchsuchen und bearbeiten.

C) Keine Formatierung, kein bestimmtes Aufbauformat mit Sonder-Elementen... dadurch immer lesbar und kompatibel.

D) Lässt sich auch so ausdrucken, weitergeben und was auch immer und jeder versteht es.

E) Sollte ich morgen tot umfallen oder mit dem Auto verunglücken, können auch meine Familie oder Freunde auf mein Wissen problemlos zurückgreifen und müssen sich nicht durch irgendein Tool quälen oder haben keine Ahnung, was wo überhaupt zu tun ist - so etwas ist wichtig, denn digitale Hinterlassenschaften sind meistens eine Katastrophe für viele Angehörige, weil ja meistens nix auffindbar oder dokumentiert ist und kaum einer eine Ahnung hat, wo man überhaupt denn einen Account hat(te), geschweige denn was und wo die Passwörter sind. Und was ein Treepad, PasswortToolXY, TrueCrypt-Container und Co. sind, soll einer da mal so nebenbei erklären. Hust.

F) Bin ich unabhängig. Kein Git, keine Programmier-Sprachen, kein fremder Programmierer, von dem ich abhängig bin, kein eigenes Skript-Gerüst-Bastel-Werk, es kann eigentlich keine System~Update~Kompabilitäts~Probleme je irgendwie geben, egal auf welchem System, ich muss nichts installieren, nichts anpassen und es gibt kein sonstiges Framework rundherum und diese Textdatei lässt sich zudem jederzeit leicht kopieren und davon ein Backup anlegen.

G) Es ist eine Textdatei! Mein Leben in einer Textdatei... wir sind also wieder zu Hause, wie vermutlich Vielen gerade dämmert und die sich an die Jahre vor 2010 erinnern, wo dieses Thema sehr umfangreich behandelt wurde. Ich habe mich also nicht weiterentwickelt, denn eigentlich haben wir~ich eh bereits damals schon die höchste Stufe erreicht. Minimaler und einfacher geht es nicht mehr. Tmux und in einem Fensterchen die Textdatei offen haben, jederzeit durchsuchbar bzw. durchspringbar. Ich vergesse das nur gerne oder schweife hin und wieder ab. ^^

Nachtrag: Heul. Rotz. Jammer. Aber die Sicherheit! Alles darin, was ist denn, wenn die Datei verloren geht oder sich ein fieser Hacker über die ASCII-Porno-Seite in deinen Rechner hackt und damit alles auslesen kann??? Du brauchst TrueCrypt! Und das Pufferauslesen und das Zwischenablagen-Abgreifen und das visuelle Tracken und das... Gute Frage, ganz schön scheiße dann. Eine einfache Mal-eben-Verschlüsselung der Datei wäre natürlich nett als lockere Ergänzung (bcrypt? Ist das noch aktuell?). So quasi open txt.txt -meinsecretkey oder dergleichen... aber seufz. Ja, immer ist was und es ist ein wunder Punkt. Schauen wir mal.

Nachtrag: Das wird und ist doch ein Chaos, da muss man ja diszipliniert sein!? Ja, sollte man, aber muss man nicht. Es macht auch in der Wohnung mehr Spaß, wenn man weiß, wo die Bücher sind und welches Buch wo in etwa steht. Aber zugleich ist das Herzstück das Suchen nach Begriffen oder Schlagwörtern, so gesehen ist es fast egal, wo was in der Datei steht. In einer SQL-Datenbank ist es mir auch egal, ob der Eintrag XY in der Zeile oder Spalte so und so steht, sondern ich will einfach schnell zum Wort hasiputzi oder der ID 354453 kommen. Fertig. Und so ist das auch da.

Nachtrag: Wirklich besser so. Schon alleine, dass ich andere Tools erst installieren und erlernen muss, um Etwas in eine Textdatei ogansiert zu speichern, anstatt sozusagen den Text selber als Tool zu verwenden... warum kippe ich da nur immer wieder völlig unnötig in andere Gefilde???! \o/

Nachtrag: Ganz schlaue Intelligenzbolzen haben sicherlich festgestellt, dass im ersten Screenshot unten die Hinweise auf die Abkürzungen falsch sind, das war auf die Schnelle falsch getippt: so ist es richtig - Screenshot.


# Ich frage mal hier im Blog und solche, die besonders gerne in der Konsole leben: ich suche ein konsolen-basierendes Notiz-Ding, ähnlich wie mein jetziges TreePadLite (Screenshot). Das Teil verwende ich tagtäglich mehrfach und ist sozusagen mein lokales Wiki bzw. mein digitales, zweites Gehirn und mittlerweile sehr umfangreich - Telefonnummern, Kontakte, Accounts, Webseiten, privates Unterlagen/Dokumente-Blabla und so weiter.

Allerdings stört es mich, dass ich das Teil immer extra öffnen, in dem Verzeichnisbaum die Kategorie auswählen und dort den entsprechenden Eintrag mit Inhalt visuell raussuchen muss. Ich hätte gerne unter der Konsole (ähnlich wie Taskwarrior und dergleichen) ein Fluffi, in das ich zum Beispiel:

$ note add muli 1:muli.nl 2:hasiputzi 3:fluffikugel K:Webseiten

eintippe - also in dem Fall ein Schlagwort und dann ein paar Zeilen mit Account, Passwort, Notiz, Telefonnummer oder was auch immer. Und mir dies dann auch einfach via:

$ note muli

$ show muli K: Webseiten 1: muli.nl 2: hasiputzi 3: fluffikugel

angezeigt wird. Oder ich suche nach note find mu und bekomme alle Einträge, wo das Wort mu drinnen steckt. Oder kann einschränken mit note find mu -k webseiten (beschränkt auf Kategorie Webseiten). Und so weiter. Also so ein Konsolen-Wiki, gemischt mit ToDo, Task(warrior) und dergleichen von der Funktionalität. Oder eine durchsuchbare, einfache Konsolen-Datenbank alias Excel, aber mit Schlagwortsuche bzw. Tabellenstichwort-Suche. Ich will schnell zu meinem Eintrag kommen und das Ergebnis haben. note find Dagobert > Dagobert Telefon: 233334344334.

Hat da jemand einen guten Tipp für mich? Minimal und klein, gerne auch mit lesbaren Textdateien im Hintergrund. Und nein, ich will jetzt nicht in DIY-Manier mittels find, greb und Co. arbeiten, dass das geht, ist schon klar... Emacs-Erweiterung wie der Org mode - nope, danke - hatte ich lange genug. Zuviel Basis-Paket und verwende im Alltag tatsächlich nur nano und Co. Und eine große Textdatei ("One big fat textfile") hatte ich jahrelang als Philosophie gelebt und früher auch oft darüber gebloggt, aber ich will es jetzt ein bisschen effizienter. Freue mich also über Hinweise: thx! \o/


# Weil gerade da und dort Artikel herumschwirren, dass in Whatsapp abermals unzureichende Emojis eingebunden sind - Lachender Kothaufen, aber keine einzige Frau mit Job - nachdem man aber jetzt schon die Hautfarbe auswählen kann und sowieso bereits von hunderten Icons erschlagen wird... jetzt mal ganz ehrlich.... es wäre wirklich besser und gesellschaftlich vernünftiger, wenn wir einfach wieder zu

:) =) :D :( >(

und so weiter zurückkehren. Da spielt das Geschlecht keine Rolle, die Hautfarbe nicht, es wird überall gleich dargestellt, die paar getippten analogen Emotionen werden sofort verstanden und sind bekannt... und den Rest schreibt man einfach. Deutlich weniger Streits durch fehlerhafte Interpretationen oder unterschiedliche App-Versionen und überhaupt ist dieses "Es muss alles abgedeckt werden" schon fast zu einem Wahn heutzutage verkommen. Schon alleine, dass ich bei einem Icon sechs verschiedene Hautfarben auswählen kann, ist absurd - weil da sind definitiv noch immer nicht alle abgedeckt. Und wie ein User auf Google+ anmerkt: wo sind dann die Hausmänner und der König, der Mann der winkt, wo die Frau mit Arbeiterhelm und die Polizistin, usw... das ist eine unendliche Geschichte.

Lasst es gut sein. Ein Doppelpunkt, Klammer, Sternchen und zwei~drei weitere Zeichen reichen und die haben wir bereits schon alle. Und sie sind wertneutral und fair gegenüber Jedem und Jeder und Jedes und Jedex und Jede_xsr+~#...


Dienstag 03. Mai 2016

# Oha! Servus TV wird eingestellt. Für Nicht-Österreicher: das war und wäre eigentlich der Sender, wie der öffentlich-rechtliche ORF sein sollte. Immer wieder Dokus, interessante, wenn auch manchmal kitschig-heimatliche Einblicke in das Land, dennoch durchaus hohe Qualität und so weiter. So ein klassischer, heimischer Sender, der aber modern und in hoher Bildqualität sendet und ein wenig Tradition einfließen lässt- aber genauso Motorsport und andere Sachen überträgt... oder übertrug. Mh, schon schade. Egal, was da die genauen Gründe sind und auch wenn ich selber kein TV mehr schaue, aber das die restliche TV-Landschaft so mickrig ist, ist auch ein Zeichen des kulturellen Verlustes.

Nachtrag: Reaktionen zum Aus von Servus TV... Es ist ein Alarmsignal.

Nachtrag: Und wieder mehr als 240 Menschen aus der Branche auf Job-Suche. \o/


# Also ich weiß ja nicht, aber der Titel und Text zu "Lehrer sollen weniger Fachwörter benutzen – Migranten zuliebe", um für mehr Bildung zu sorgen, mag auf eine gewisse Art und Weise nachvollziehbar sein... aber jetzt mal ganz nüchtern gesehen? Uff.

Ja, klar lernt man eine Sprache besser, wenn man schneller und leichter mit ihr umgehen kann, auf der anderen Seite festigt sich damit auch das Niveau und bleibt allzu gerne stecken. Jetzt im alltäglichen Unterricht zu beginnen, alles noch einfacher zu machen, wo eh schon die Limits in den letzten Jahren herunter gefahren wurden, das Sitzen bleiben mehr oder weniger (zumindest in Österreich) vorsätzlich ausstirbt, die Benotung in den ersten Jahren ausgesetzt wurde, man die Normen bei Einstufungen herunterschraubt und Tests verallgemeinert... dann sehe ich da in solchen Vorschlägen eine wirklich riskante Idee. Man höre sich mal den Sprachschatz vieler Jugendlichen - auch österreichischer oder deutscher Muttersprachlern - mal an. Da ist nicht der nur Slang anders ("Isch schwöre, oida!"), sondern er ist generell einfacher und kürzer geworden - egal ob Migrant oder "Einheimischer".

Genauso wie der Trend im Netz sich im Laufe der Jahre zunehmend in die Richtung von "kurz, einfach, knackig" bei Texten etabliert hat oder Bücher immer kürzere Sätze aufweisen, damit sie ja überhaupt gelesen und verstanden werden, weil es der Durschnittsbürger ja mittlerweile nicht mehr über 5 Zeilen oder 2 Absätze schafft, dem Sinn noch zu folgen bzw. zu erfassen... Mmmh. Es sollte eigentlich eher in die Gegenrichtung laufen, weil früher oder später steht man nach der Schule oder Ausbildung in einer komplexen Welt, die dann jedoch nicht mehr einfach ist. Und wenn wir die Welt bzw. den Alltag jetzt gesamt auch noch vereinfachen, um auch das abzufedern, nun dann steht bald kein Stein mehr auf dem Anderen - weil der Boden für "einfaches Denken" und in Folge dessen politische, wirttschafliche und gesellschaftliche Fehltritte weiter wächst.

Besser selektive Schule, gezielte Kleingruppen-Sprachunterstützung und fokussierte Ausbildung, als allgemein breite, lose, einfache Allerwelts-Lösungen, die dann einfach alles abdecken bzw. besser gesagt: bequem überdecken.


# "TTIP ist auf absehbare Zeit die wohl letzte große Chance, den Welthandel im transatlantischen Interesse mitzugestalten und demokratische Prinzipien für fairen und freien Handel zu verankern". Halt schwer, wenn man eine Decke drüberlegt und nicht sieht, was darunter so vorgeht und diskutiert wird. Einfach offen legen alles - auch die Zwischenschritte und offen darüber diskutieren. Fertig.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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