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Mittwoch 27. April 2016

# "Achtung! Achtung, hier spricht die Polizei! Mit unseren vernetzten , interaktiven Streifenwagen, unseren Live-Kameras und moderner Software für das Auftragsmanagement nehmen wir sie fe... nehmen wi... neh... ahm... kruzi... des... klumpert... herst...?!"

Wie aus Polizeikreisen verlautet, steht eine komplette Rückgabe der Fahrzeuge an den Ausrüster im Raum. ^^


# Das ist immer so ein gefährliches Thema, weil man da schnell ein Fettnäpfchen erwischt... aber ich wollte es trotzdem kurz festhalten. In meinem näheren Umfeld gibt es ja eine sehr liebe LKW-Fahrerin, die das auch als ihre Berufung sieht und Schwerlasten quer durch das Land mit ihrem Schlepper transportiert. Tagsüber, aber auch Nachtfahrten. Mehrfach-Mutter, Haushalt... und eben der LKW. Und sich sogar nach einem schweren Unfall aus technischen Gründen inklusive Brand sowie in Bruchstücken quer über die Leitplanke schon wieder nach Gesundung auf das Führerhaus freute. Und das Alles auch glücklicherweise als normal versteht. Und nein, man sieht ihr es nicht an, wie jetzt vielleicht einer gleich denkt, sie könnte auch in einer Innenstadt-PR-Agentur arbeiten.

Heute stehe ich an der Kreuzung bei mir unten und da rollt quietschend und krachend einer der ganz großen Baustellen-Kipplaster mit Bagger-Aufsatz heran. Eines von den sehr schweren Ungetümen, staubig, älteres Modell, wie frisch durch einen Beton-Dschungel gedonnert oder gerade aus Syrien importiert und so einer, der mit seinem Kühlergrill sicherlich so manchen Kastenwagen vernaschen könnte. Hinter dem Lenkrad weit über mir (bin beim Eck gefühlte mehrere Meter weiter "unten" gestanden) eine junge, schlanke Frau. Lange, blonde Haare und eindeutig in ihrem Element. Bretterte dann bei vibrierendem Boden weiter quer über die holprige Kreuzung und das fast energischer und flotter als so mancher 40-Jahre-Bierbauch-Brummi-Fahrer.

Mir gefällt das, weil es einfach völlig normal wirkt (durch deren Art und Weise) und man sich dann eigentlich schon fragt, warum um das immer so ein Thema gemacht wird?! Würde meine kleine Schwester, die gerade ihre ersten Schuljahre bestrampelt, eines Tages LKW-Fahrerin werden wollen (da fahren sie dann eh schon autonom allerdings), würde ich das durchaus "lässig" finden. Warum auch nicht!? Darf natürlich auch Medizin studieren, die 3. Welt retten oder Friseurin werden, aber ein Kipplaster? Oder Bagger? Schweißen? Glasfaserkabel-Knüpfen? Boxerin? Klar! \o/ (Vermutlich stehe ich da aber mit der Meinung in meinem inneren Umkreis eher alleine da... da wäre wohl Tierärztin so die ideale Verkörperung der Lebensziele. ^^)


# Ich war ja mal in Zeiten der technischen Ausuferungen recht lange ein ziemlicher Fan von Opera (und ja, ganz klassisch bis zu der großen Änderung). Er war flott, solide und stabil, IRC, RSS und Emails waren eingebaut, irgendwelche Probleme mit Seiten hatte ich auch nie und generell hatte es sowas von einem in sich geschlossenen Workflow. Öffne Opera und du bist im Netz mit allem drum und dran, was Anderes brauchst Du nicht. Damals gab es kein Thunderbird, Pigdin, Irssi und so weiter extra, sogar Live-Editieren konnte man damals schon.

Aber sie haben dann eben rumgebastelt und die Engines geswitcht, ging wie üblich schief, Nutzer liefen weg und dann dümpelte das Teil rum, wurde an den einen oder anderen Entwickler und Inhaber verschoben und dann... ja, dann kommt nun Vivaldi. So eine Art Nachfolger.

Habe mir mal das Teil gerade näher angeschaut. Prinzipiell ja eh nett. Aber trotzdem kann ich mich irgendwie mit der Optik noch nicht anfreunden. Außerdem pullt er die Seiten gefühlt langsamer und was mich vor allem stört, ist die visuelle Dynamik. Ich muss da irgendwie an Google+, Hangouts und Co. denken, wo erst etwas einfächert oder geblendet wird und der Ladebalken kurbelt. Und das war auch die Assoziation... es erinnert mich an so eine Social Network-Seite oder App-Oberfläche. Da tue ich mir schon schwer, die schleppen sich immer irgendwie.

Eine Sache unter Linux Mint, die mich zudem etwas unrund machte kurz, ist das Thunderbird gleich mal auf ihn zurückgreift - sprich, da hat er sich mal reingemogelt anscheinend, der Gute - aber vielleicht auch nur ein Zufall. Was aber nett ist, ist die Anzeige des Datenvolumens in der Adressleiste, die eine Webseite so beim Aufrufen zieht, ebenso die Anzahl der externen Aufrufe je Seite. Ebenso die farbliche Anpassung des Tabs an die jeweilige Webseitenfarbe. Außerdem belastet er interessanterweise meinen Lüfter weniger als Chrome~ium.

Hat jemand von Euch schon generell Erfahrungen gesammelt bzw. ein Feedback?

Nachtrag: Nur da musste ich schnell wegschauen... "Wir verwenden JavaScript und React, um die Benutzerschnittstelle mit Hilfe von Node.js und einer langen Liste von NPM Modulen zu erschaffen." ^^

Nachtrag: Ich relativiere etwas, er ist recht flott bzw. nicht anders als Chrome~ium (basiert ja auch auf der selben Engine). Vielleicht liegt es auch nur an den visuellen Ladebalken, die sich hier psychologisch äußern.

Nachtrag: Er lässt meinen alten Laptop erstaunlich ruhig laufen, allerdings ist es auch gerade echt saukalt in der Wohnung (in Kärnten herrscht ja sogar gerade wegen Schnee Lebensgefahr, immerhin tröpfelt es da bei uns in Wien nur minimal bis gar nicht mehr, aber bbrrr) - sogesehen mal abwarten, wie sich der Lüfter bzw. Prozessor-Temperatur an einem wärmeren, "normalen" 20-Grad-Wohnungs-Tag äußern wird. Messen macht irgendwie keinen Sinn bzw. freut mich jetzt auch nicht wirklich.

Nachtrag: Animationen lassen sich eh auch deaktivieren. uBlock Origin läuft auch. Mmmhh.


# "Apps und soziale Medien bringen kaum etwas für Produktivität und Wohlstand, meint der renommierte US-Ökonom Robert J. Gordon." Nein! Doch! Ohh! \o/


# Man kann ein Land wirklich ruinieren:

"Mitte April erregten die Kunststoffabfälle auf Wiesen in Hohenems und Lustenau erneut die Öffentlichkeit. Ein Bauer soll an die 1.400 Tonnen Stallmist - versetzt mit Plastikteilchen der Skiindustrie - ausgebracht haben.

Die zuständige Behörde verwies auf bereits abgeschlossene Prüfungen und Verfahren. ... (Anmerkung: wurde damals als nicht so schlimm bewertet)

Kritik: Die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn habe das Tierschutzgesetz nicht angewendet. Mäuse, Hasen und Vögel hätten die Plastikteilchen fressen können, auch Haus- und Nutztiere. ...

Trotzdem hätten weder die BH Dornbirn noch andere Behörden in diese Richtung ermittelt.

Bezirkshauptmann Helgar Wurzer räumt ein, die Plastikteilchen seien eine Gefahr für Tiere. Für ein Strafverfahren nach dem Tierschutzgesetz hätte allerdings ein konkretes Tier gefährdet oder gequält werden müssen, so Wurzer. Wenn etwas als allgemein gefährlich betrachtet werde, reiche das nicht. "


WTF?! Da werden erst Tonnen und mehr an Plastikmüll da und dort in Dämmen vergraben, Plastik auf Wiesen ausgestreut, dann kommt man offiziell drauf, dann finden Gutachten statt und dann befindet man alles als nicht gefährlich für die Pflanzen- und Tierwelt. Und jetzt nach Kritik, naja, eigentlich schon eine Gefahr (ach was), aber ist ja nur die große Masse.....

Leute?! Ihr versaut Euer eigenes Land. Der Grund und Boden, wo die eigene Familie, Kinder und Angehörige sowie Freunde leben. Die heimische Natur in ihrer Vielfalt, die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Österreich ein einigermaßen gesundes, gern besuchtes, stabiles, ruhiges Land ist. Und dann: des mocht nix, des bissl Dreck do. Is jo nur Plastik. Sauerei.


Dienstag 26. April 2016

# "Ein vom Salzburger Unternehmer Maximilian Mayr-Melnhof gegen den Wiener Verein gegen Tierfabriken angestrengter Prozess wegen Besitzstörung hat heute am Bezirksgericht Oberndorf in Salzburg eine unerwartete Wendung genommen... Der Vorsteher des Bezirksgerichts selbst war an der Wildschweinjagd in dem abgezäunten Gatter beteiligt." \o/


# Passend zu dem vorherigen Eintrag und vom Fefe geklaut: Clinton und Sanders-Anhänger löschen sich auf Facebook gegenseitig. Es lebe die Meinungsfreiheit! \o/


# Kann sich jemand noch an den alten Beitrag aus dem Vorjahr erinnern? Das war herrlich (und zugegeben gemein). ^^ Nun, der heimische Ableger hat jetzt auch noch eine DVD mit 2.000 - zum Teil Patientendaten - verloren. "Das sei beim Wechsel des Callcenter-Anbieters für das Patientenservice geschehen. ... Die Zurückhaltung bei der Information der Öffentlichkeit argumentierte die Sprecherin damit, dass man keinen Hype bezüglich des Verbleibs der DVD entfachen habe wollen." Mhmhmhm.


# Zukunft: ThyssenKrupp will Aufzüge über Cloud warten

Vergangenheit: Netzwerkfehler legte Wiener U-Bahn-Aufzüge lahm.

Es lebe der technische Fortschritt. ^^


# Ich lese ja da und dort in einigen Mailinglisten mit... So wie überall, egal ob IRC, Foren oder eben Mailinglisten, kommt es immer wieder zu Verfallerscheinungen, weil die Älteren sich neuen Dingen widmen oder einfach ermüdet sind von dem ganzen Quatsch und die Jungen besitzen hingegen durch das dezentrale, schnelllebige Massenangebot im heutigen Netz auch nicht mehr so die Treue und kommen und gehen in größerer Zahl und Fluktuation, als es früher vielleicht üblich war. Da gab es die ganzen sozialen Netze der heutigen Zeit mit ihren Likes, Selfies und so weiter in der Form noch nicht und naturgemäß erliegt man da schnell der Verlockung, anstatt in nüchternen Gruppen Monate oder gar Jahre lang irgendwo über faden Emails oder hierachischen Forenkategorien zu kleben.

Was aber auch auffällig ist, ist der Sinneswandel, der sich weiter verstärkt und zwar im negativen Aspekt - mehr und mehr User bzw. Mitposter glauben, dass ihnen das Netz oder die Einrichtungen oder gar die Plattformen gehören, dabei hat es sich in den letzten Jahren genau anders herum entwickelt... mehr und mehr Daten, Server und so weiter gehören wenigen Firmen, inklusive dem, was der~die UserIn hineinstellt. Aber das scheint sich einfach nicht gefestigt zu haben (erinnere an diverse Empörungswellen, wenn die großen Plattformen Änderungen vornehmen und Leute entsetzt sind, wie denn das nur sein kann und darf und warum sie nicht gefragt werden). Außerdem schreien die Leute, wenn unpassende Meinungen gepostet werden und die nicht der allgemeinen Ansicht entsprechen, schnell "Moderation", beschweren sich aber ironischerweise, wenn ihre eigenen Dinge gelöscht bzw. gesperrt werden. Speziell dieses "Filtert doch" entwickelt sich da und dort rasant - tragischerweise.

Nicht nur in den Mailinglisten, sondern auch auf Google+ und ebenso Twitter herrscht abermals dieser Trend, dass man unbedingt hier gewisse Leute sperren muss. Das hat damals schon mit dem massenweisen Twitter-Account-Bashing vor ein paar Jahren begonnen, wo man in Gruppen bestimmte Personen abgeschossen hat, ging dann weiter zu Boykott-Aufrufen und der Spam-Meldung von kritischen Usern und hat sich - nicht zuletzt durch die politische Entwicklung und dieser Dauerempörung (Facebook-Sperren) - nun mittlerweile als alltäglich gefestigt.

Eine ungefilterte Liste oder Diskussionsplattform ist für viele User mittlerweile kaum mehr vorstellbar... und das macht mich zunehmend ratlos und ist frustrierend. Anstatt durch die Entwicklung des Netzes zu erlernen, unpassende Beiträge schlicht und ergreifend zu ignorieren bzw. andere Meinungen still zu schlucken oder zu diskutieren, sperrt man sie einfach. Wegfiltern, die Welt schön machen und das "Andere" ausblenden. Und verrückterweise - und das ist die ganze Irrsinnigkeit dabei - kommt das speziell aus der Ebene, auf der eigentlich das Gegenteil proklamiert wird. Miteinander, freie Meinung, weg mit der staatlichen Zensur, offene Worte, Menschen vor Maschinen, alle Ansichten sind wichtig, Diskussion als Weiterentwicklung... und so weiter. Es ist schizophren.

Und schlimm ist ja, dass die junge Usermasse, die da heran wächst, damit nun sozusagen groß wird, die kennen das ja eigentlich nur so. Würde man so Einigen z.B. 4chan und diverse andere ImageBoards und Co. vor die Nase setzen (und zwar noch in der früher ganz ungefilterten Form), würden die wohl verzweifeln und sogar ganz laut nach Serversperrlisten rufen. Die würden das "nicht packen".

Die Politik hat also alles richtig gemacht - erst wollen sie filtern, alle schreien auf, man zieht sich wieder zurück, dann treten moderne, digitale, selbsternannte Gruppierungen als die Retter der freien Meinung auf, lassen die sperren, die die freie Meinung nicht in der gleichen Form äußern, stellen dann Regeln für ein freies, offenes Miteinander auf, damit das Gute siegt... und was haben wir jetzt? Ein gefiltertes Netz mit Wohlfühlblasen, eine Unverträglichkeit gegenüber anderen Ansichten oder Überlegungen, weil man es auch nicht mehr gewohnt ist, wenn einmal direkte Kritik geäußert wird (die kann man ja glücklicherweise wegklicken und muss sich nicht näher damit auseinandersetzen), ungeschriebene, aber gelebte Regeln von gesellschaftlichen Normen, die sich in Richtung Prüderie (und damit meine ich jetzt nicht den sexuellen Aspekt oder Gleichberechtigung, sondern konservatives Denken und Umsetzen der gelebten Diskussions-Kultur) entwickeln und ein generelles Klima von "Das gut, das schlecht". Die Mitte gibt es im Netz nur mehr selten und interessanterweise passt dies auch zu den Wahlergebnissen und auch sonstigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa.

Ich bin ja sehr dafür, dass man bereits im Kindergarten sowie Volksschule schon beginnen sollte, wöchentliche Diskussionstunden zu führen. Bei den Kleinen über den gemeinsamen Ausflug, bei den Älteren bestehende Konflikte, Weltanschauungen und so weiter... und nicht in Form von "Wir schreiben alles auf ein Blatt und zerknüllen es dann", sondern im Sesselkreis. Von Angesicht zu Angesicht - jeder kommt zu Wort, jeder muss den Anderen ausreden lassen und schlussendlich ein Kompromiss gefunden werden, dem beide Seiten zustimmen. Das sollte fester Unterrichtsbestandteil sein, denn die neue Generation ist zwar schnell in der Meinungsbildung und Reaktion, aber andere Ansätze begutachten oder zulassen... da fehlt die Erfahrung. Und das Netz ist da ein großer Bestandteil des Problems und ebenso der Journalismus, der sich selbst verlernt hat (siehe den Eintrag dazu).

Ausgerechnet die, die das Netz offiziell retten wollten, haben es aufgrund dessen zu einer gefilterten Bubble-Landschaft geformt, die dadurch erst recht dunkel und böse geworden ist. Weil sie das versteckt, das eigentlich ausgesprochen und aufgearbeitet gehört, damit sich das Düstere nicht zu sehr manifestiert. Ängste setzen sich nur dann fest, wenn man nicht darüber spricht. Je offener man damit umgeht, um so besser kann man ihr begegnen. Sogesehen muss also eigentlich zynisch gratulieren: Die "Wir haben uns lieb und wollen für Alle das Gute"-Community der Menschheit ist ihr eigener und aller Tod. Und züchtet eine neue Usermasse heran, die ungefilterten Digitalstaub nicht mehr versteht oder sich entsetzt abwendet. Und lässt die Blume der dunklen Seite damit ungesehen heranwachsen.

Nachtrag: Weil das unlängst mal wieder durch das Netz gegeistert ist, aber es passt irgendwie auch... die heutige User-Landschaft nähert sich wieder diesem Zeitalter an: der Zeit der Badekarren. Lässt sich auch auf das Netz und das Surf- & Meinungsverhalten umlegen. Wehe, da rennt mal einer nackt und laut lachend vorbei und schmeißt sich erfreut und genußvoll in die Fluten! So ein Frevel und Missachtung der Ehre, des Verstandes und der gesellschaftlichen Norm! Du bist nicht einer von uns, also hinfort mit Dir, auf den Scheiterhaufen, Du rechts-blau-links-grün-radikaler-Islamisten-Flüchtlings-Nazi-Freund! Wer wirft die erste Fackel?! \o/


Montag 25. April 2016

# Die letzten Tage stoppel ich mir immer wieder ja so mein gewünschtes "leichtes" System weiter zusammen und langsam freunde ich mich vielleicht doch noch mit Openbox an. Zumindest hatte ich zum ersten Mal die Nerven dazu, selber an den Settings, Menü-Einträgen und am Theme zu tippen, so dass Alles schön langsam (für mich) ansprechender wird.

Stand der Dinge ist ein leeres, nacktes Debian (in der VirtualBox), Openbox eben, Tint2, htop, feh, nitrogen, MidnightCommander & PCmanFM, (leider) Chromium & Elinks, Filezilla, Sylpheed (~ Thunderbird, pendle da seit Jahren immer hin und her), Leafpad, aria2, ImageMagick, Inkscape. Obmenu macht das Leben einfacher und Pulse für das Akustische. Also ganz klassisch und das übliche Setting, was man in dieser Form aber sowieso eh überall findet - aber trotzdem irgendwie etwas unrund gemischt. Aber rein Konsolen-basierend klappt der Alltag dann ja doch leider nicht, zumindest bei mir.

Komischerweise jedoch macht mich z.B. tint2 auch zudem nicht glücklich, die anderen Leisten~Bars und so weiter ebenso nicht, egal wie sie aufgebaut sind. Mich stören ja nämlich eigentlich die Symbole und Fensterchen prinzipiell, auf der anderen Seite mal eben da und dort zu klicken bzw. auch WLAN-Stand und Uhrzeit immer sichtbar zu haben, ist schon fein. Aus~Einblenden auf Knopfdruck oder mit der Maus und dergleichen will ich aber ebenso nicht, es ist vermutlich eher das grundlegende Konzept einer Bar & Taskleiste, das mich stört, ohne dass es eigentlich Alternativen dazu gibt (nein, ein Terminal-Fensterchen ist keine Lösung)... eventuell ein adaptiertes Conky - sozusagen als flächiger Hintergrund. Mmmhh.


# "Geh zur Post, mein Junge! Da bist gut aufgehoben." Ich vermute, viele werden so einen Spruch kennen. Und in der vorherigen Generation galt er als Garant für ein klassisches Angestellten-Leben mit einer ruhigen Pension und erstrebenswert.

Aktuelle Überlegungen in Deutschland und sicher auch bald Österreich: Postbank will Mitarbeiter durch Automaten ersetzen. Bbrrrrbbrrrr... bitte werfen Sie eine Münze ein! \⦾/


Sonntag 24. April 2016

# Auch naiv ist mal wieder, dass der Bildungsgrad direkt als solches als die Ursache für blaue Wähler festgelegt wird - also ja, aber hat dann wohl eher mit der anschließenden Arbeitssituation als solches zu tun. Da sollte man differenzieren. Wer in "kleineren" Jobs tätig ist - von Mechaniker, Friseur, Gärtner über Dachdecker und so weiter, also die Lehrberufe oder noch weiter darunter, der hat es naturgemäß auch eher mit Konkurrenzkampf mit "ausländischen Firmen" bzw. billigeren Lohnarbeitern zu tun, als gut Gebildete in höheren Positionen.

Da liegt meiner Meinung das Problem und nicht in der "bildungslosen Dummheit" von blauen Wählern, sondern weil Migranten und Co. ebenfalls selber in der unteren Schicht feststecken (mit erschwerten Aufstiegschancen) und damit ist der Konflikt auf der Ebene untereinander höher als in der "gebildeten" Berufsebene. Und das wirkt sich natürlich bei den Wahlen aus, weil das Umfeld anders erlebt wird. Ein Mechaniker macht sich eher Sorgen, dass sein Arbeitsplatz mit einem billigeren "Migranten" ersetzt wird, als ein heimischer Journalist, Innenstadt-Office-Typ oder Neubaugassen-Designer-Lokal-Kunst-Betreiber. Man fahre mal zu einer der Auto-Service-Ketten zum Reifenwechsel oder schaut mal, wer die Böschungen der öffentlichen Infrastruktur in der Umgebung schneidet und die Kennzeichen der temporären Sub-Sub-Firmen dabei an - das macht den Leuten Angst und hier verlieren die großen Parteien massiv, weil sie diese schwierigen Themen umschiffen, auslassen oder nicht wahrnehmen. Und so kommen dann solche bedenklichen Ergebnisse raus, wie es heute passiert ist.

Denn naturgemäß muss ein größerer Prozentsatz der Bevölkerung in den "niederen" Berufen tätig sein, denn nicht jeder kann in der Innenstadt arbeiten oder im Kunstlokal sitzen bzw. Journalist spielen - geht nicht nur rein rechnerisch nicht. Das wollen aber Viele nicht sehen oder verstehen und sind dann "entsetzt" und "überrascht" wie man nur Blau wählen kann und kein Wunder, die haben ja alle keine Matura und sind strohdumm und naiv. Ich glaube, dass man damit erneut die Situation falsch einschätzt und sich schön redet damit. Das ist dann eigentlich dumm.


# Naja, dass die Bundespräsidenten-Wahlen den blauen Touch haben, ist nur für Naive und solche überraschend, die es aus ihrer Blase nicht mehr raus schaffen und gefiltert leben (Twitter lässt da grüßen). Der SPÖ und ÖVP fehlt mittlerweile wirklich komplett das Gespür für das Volk, denn die FPÖ ist ja nicht an sich stärker geworden, sondern es haben die Anderen einfach noch mehr versagt und weiterhin zu lange zugeschaut und sich abräumen lassen. Kein schönes Ergebnis und emotional geprägt, aber so schaut gelebte Demokratie nun mal eben aus, das muss man akzeptieren, und auf der anderen Seite ist es vielleicht auch endlich mal ein Weckruf für die Anderen, wieder zur Besinnung zu kommen und sich tatkräftig zu aktivieren. Dass es diese mögliche Seite gibt, zeigt andererseits nämlich auch wiederum das Abschneiden des grünen Kandidaten.

Nachtrag: Hoffentlich hören zudem nun auch mal diese unnützen, mühsamen "Sind ja alles nur Deppen, die Blau wählen" auf - denn die Aussage ist mittlerweile gefährlich naiv und kurzsichtig geworden. Man verschätzt sich da am laufenden Band und kehrt auf der falschen Etage den Staub unter die Türmatte - seit Jahren schon. Und seitdem wächst zugleich die FPÖ dadurch weiter und weiter. /o\

Nachtrag: Übrigens ist die SPÖ schwächer als ich es mir gedacht habe. Schwach ja, aber so schwach... puh, da läuft was gehörig schief. Auf der anderen Seite fast klar mit dieser Besetzung. Und ja... ich sehe die BP-Wahl als Stimmungsbarometer für zukünftige Wahlen an. Das getrennt zu sehen, wäre ebenso naiv.


# Naja, die Panama-Papers sind auch schon wieder in den News versunken... der große Gau, wie da und dort angekündigt, wurde das wohl nicht. ^^



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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