\ō/

Montag 04. April 2016

# Persönliche Daten von 50 Millionen Türken im Netz. Naja, die neue, vernetzte Welt. Und wir haben früher über die "Science Fiction Bücher" mit solchen Vorkommnissen gelacht.


# Ob Kinder zukünftiger Generationen noch wissen werden, wie eine echte Blumenwiese mit Käfern, Ameisen, Schmetterlingen und so weiter ausschaut und sich anfühlt und anhört?

Ein Feld aus 50.000 LED-Tulpen.


# Ratet mal, was man bei der Welt gerade finden kann? Richtig! \o/

"Wie Wladimir Putin Europa destablisiert! Russland hat nicht die Kraft, die Machtverhältnisse auf dem Kontinent zu verändern. Aber es kann für Unruhe sorgen – und tut dies nach Kräften. Wie sich die Europäer gegen Moskau schützen können."

Bald lernen wir in einer der nächsten Artikel den Kindern wieder, dass, wenn der Blitz kommt, wir uns alle unter dem Tisch verstecken und ganz klein machen und auch die Maske überziehen! Kann sich übrigens aber abseits davon der Journalismus auch mal wieder um das kaputte Ding namens EU intern kümmern? Weil da ist... also der Sprung da... und dort... und da das Geld... und die Banken... und Abhören... und... seufz.


# Vorsicht der Link geht zu Facebook und nachdem ich dort nicht mehr herumeiere aus Gründen, habe ich keine Ahnung, ob das von überall aufrufbar ist, bei mir geht es gerade und ist auf Twitter aufgetaucht: "Ein Aufruf Postkarten zu den Flüchtlingen nach Idomeni zu schicken". Öhm?!

Anscheinend ist damit gedacht, dass man die Flüchtlinge aufmuntern soll oder so?! Also jetzt mal ganz ehrlich... ich löse mein Hab und Gut auf und flüchte aus einer Krisenzone, habe Angst oder lebe am Rande der Gesellschaft, wurde bedroht oder habe keine Zukunftsperspektive, trenne mich vielleicht von einem Teil der Familie, bezahle mit dem größten Teil des restlichen Geldes einen Schlepper, komme mit Glück und knapp gut an, bin halbkrank, müde, hänge seit Wochen fest, bin frustriert, es ist mal kalt und heiß und alle Geschichten, die man mir über das Land erzählt hat, waren anscheinend Märchen und hier ist nur Zelt, Regen und Beton, man hat mir da und dort noch mehr Geld abgenommen und mich ausgenommen, bin durstig und ständig hungrig, da drüben prügeln sich gerade zwei, mein Handy ist zersprungen, ich sitze in irgendeinem Lager an irgendeiner Grenze, ohne zu wissen, wo was wie genau passiert ist, überall heißt es, dass nichts mehr weitergeht, es ist laut, eng, stickig, der Diesel-Generator zwischen den Zelten läuft im Hintergrund 24 Stunden am Tag dröhnend und stinkend ohne Pause, ständig ist Lärm und Bewegung und anscheinend wirkt es so, dass ich wieder abgeschoben und irgendwo anders hinverfrachtet werde, wo ich keine Ahnung habe, was genau passiert, wie ich zurück komme, mit welchem Geld, wo ich lande und es kursieren diverse Horror-Gerüchte im Lager und der Sitznachbar hustet die ganze Zeit verdächtig und fiebert rum...

und dann... halte ich... eine... Postkarte in der Hand?

Von einer deutschen Familie, die vielleicht noch lachend darauf zu sehen mit "Wir freuen uns auf Dich, wir hoffen für Dich und drücken die Daumen! Kopf hoch und durchhalten, es wird alles gut... Mit Liebe, die Lore und der Bertl! Unser kleiner Max grüßt auch, auch unser alter Dackel Lacki! Hier stehen wir übrigens vor unserem Haus, hoffentlich könnt ihr mal herkommen!"? Oder was ist damit gemeint?

Falls das so ist, wie ich das gerade auffasse, dann ist ja das nicht nur grauenhaft, sondern ja fast schon pathologischer Psychoterror. Die sollten von mir aus Postkarten an die Herren und Damen Politiker senden oder an Erdogan sowie diverse Militärs und Kriegstreiber und so weiter und sich überlegen, wie das Smartphone-Ding in ihrer Hand wann unter welchen Umständen produziert wurde und warum das Teil so billig sein kann... und nicht Herzi-Blumen-Postkarten im Lager verteilen, vor allem in Anbetracht dessen, dass es dort nach einer baldig noch ungemütlicheren Zukunft wirkt bei der aktuellen Lage mit den ganzen Abkommen und die Chancen in Europa sinken. WTF Leute?! \o/


# Ich tippe ja recht oft dieses Männchen (Kopf) mit vor - zumeist ironischer - Freude hochgerissenen Armen: \o/

Heute hatte ich mich vertippt und stattdessen \o\ gemacht, was mir auch gut gefällt, denn es hat dieses "Oh, fuck yeah"-Style. Man stelle sich das Männchen in einem Stadion vor, das mitjohlt und mit den Armen mitgrölt. Nur so als Erklärung für Menschen, die das hier lesen und sich jedes Mal denken "Sag mal, fällt denn dem nicht auf, dass er da irgendwelche Sonderzeichen mittippt und übersieht? Oder ist da was im Blog kaputt?" ^^


# Oho, das hätte ich ja fast verpasst! Zwei ehemalige NDR-Mitarbeiter zu ihren Programmbeschwerden bei den Öffentlich-Rechtlichen.

"Im Interview mit Telepolis verdeutlichen sie, dass sich der Qualitätsverlust in der Berichterstattung an der in den Nachrichten verwendeten Sprache ablesen lässt: Wenn etwa von "gemäßigten Rebellen", von "regierungstreuen Kämpfern" oder von der "internationalen Gemeinschaft" die Rede ist, erkennen Klinkhammer (32 Jahre beim NDR) und Bräutigam (21 Jahre beim NDR) einen Journalismus, der Partei ergreift und Objektivität hinten anstellt.

"Als die Tagesschau erstmals über den Maidan berichtete, war ich schockiert über die einseitigen Darstellungen. Zunächst hatte ich versucht - zum Beispiel nach dem Pogrom in Odessa - der Redaktion unmittelbar darzulegen, inwiefern ihre Berichterstattung falsch und verzerrend war und welche wesentliche Punkte ausgelassen wurden."

"Eine Gruppe von NATO-Offizieren, angeführt von einem Oberstleutnant der Bundeswehr, war von angeblich "prorussischen" Autonomisten festgenommen worden. Vollkommen unkritisch übernahm die Tagesschau die Sprachregelung aus Berlin und verkündete, die 13 Militärs seien "OSZE-Militärbeobachter" gewesen. Das waren sie nicht, wie die OSZE sogleich klarstellte. Die Männer waren nicht in Uniform, regelwidrig bewaffnet, ersichtlich auf einem Spionagetrip, ihre Tätigkeit ein Bruch zahlreicher Völkerrechts- und Vertragsnormen."

"So wurden z.B. weitgehende "Privatisierungen" von Programmteilen veranlasst. Irrsinnigerweise wurden die Talk-Shows sogar für Millionen-Summen an Drittfirmen ausgelagert, obwohl jeder weiß, dass das Talk-Format zu den preisgünstigsten TV-Produktionen zählt."


Lesenswert.

Nachtrag: Wer das übrigens am Smartphone liest, damit man es nicht übersieht - der Beitrag geht über vier Seiten (DropDown ganz unten).


# Soziologe: Soziale Medien gaukeln Resonanz nur vor. "Die moderne Gesellschaft steuert nach Ansicht des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa auf ein kollektives Burn-out zu. Immer mehr Menschen hätten das Gefühl, "einer stummen, gleichgültigen Welt" gegenüber zu stehen, sagte Rosa der Deutschen Presse-Agentur. Ein Problem dabei sei, dass Menschen die Welt immer öfter nur noch via Bildschirm von Computer oder Smartphone wahrnehmen."

Jetzt verrate ich Euch ein Geheimnis (eh schon zum zweiten Mal, oder?): Ich hatte schon mal vor, diesen Blog rein aus Spaß an der Freude auf ganz dünnes, billiges Papier regelmäßig zu drucken, also auf sowas wie Luftpost~Butterbrotpapier oder sogar dünner, mit Grauton, in ganz niedriger Quali, dur‏chaus durchscheinend, in irgendeinem Retro-Schreibmaschinen-Font-Style, fleckig, simpel, in ganz klein, also so wie A7 oder dergleichen und das wie eine Guerilla-Wurfpost-Zeitschrift aus Spaß an Freunde, Bekannte oder dergleichen in Intervallen monatlich zu verschicken. Via Brief oder auf Postkarten angeheftet und ohne viel Aufwand. Kann man dann im Sommer im Grünen auf der Wiese durchblättern und sich freuen. Ganz analog und ohne Smartphone.

Ein bisschen angelehnt auch an die ersten Online-Magazine, die damals unter DOS und Co. auf Disketten unter den Namen Diskmag vertrieben wurden... kleine Dosfensterchen mit Inhaltsverzeichnis und einer Textausgabe - was heute nicht funktionieren würde, weil wer ladet schon noch "Irgendwas" runter und dann Mac, Windows, Linux und überall lauffähig, kompatibel und was ist mit Smartphones...? Mühsam. Und als modernes Online-Ding, nun ja - wer weiß, was ich früher gemacht hat, kann sich da vielleicht an mein Mitwirken an so einem recht großem Online-Magazin rund um Mode und Fotografie gut erinnern, war ja viele Jahre lang ein wichtiger Alltags-Teil meines Lebens. Aber das ist irgendwie nicht so ein Ding mehr für mich und ebenso aus heutiger Sicht schon ausgereizt. Da wären so kleine Miniatur-Junk-purer-Text-Blätter-Heftchen fast witziger, die könnte man sogar zerknüllen oder in einer kleinen Schachtel mit Retro-Charm sammeln.

Schon wieder diese Frage... wie hießen die Kopier-Dinger in der Schule bei uns Oldies? Damals, wo der Lehrer das Papier durchkurbelte und es nach Spiritus roch? Mmmmmhhh, aja, Matritzendrucker bzw. Hektographie!? So in diesem Style. Ich hatte auch schon mal Lust, simple Anleitungen aus dem Netz so quasi "um's Eck" (illegal) hust hust zu sammeln und dann in dieser Form als Mini-Junk-Sammelheftchen an Menschen zu versenden, die immer wieder im Alltag mit Alltagsdingen am Computer kämpfen. So "Schaue doch mal in Deiner Kiste nach, ob da nicht ein Anleitungsheftchen für das Einrichten von Outlook rumkullert." Aber halt alles so auf DIY-Junk-Billig-im-Hinterzimmer-farbiziert-Style. Falls sich jemand so nebenbei noch an die Zeit erinnern kann, als man zu jedem Auto sich ein Heft~Buch kaufen konnte "Ich repariere mein Auto selbst", ich glaube, das gab es recht umfangreich auch für die meisten Typen und Serien, hat sich dann aber eh schon nach den 90ern aufgehört langsam. Für meinen Wagen habe ich ja unlängst mal die einzige, voll umfängliche Anleitung im gesamten Netz mit Bildern für alle Reparaturen an allen Teilen, Motor, usw... gefunden, ein 100+ MB PDF. Auf... russisch und schlecht eingescannt. ^^

Aber ich mag diesen Retro-Charm irgendwie. Vielleicht mache ich mal spaßeshalber so ein kleines Heftchen. Disketten habe ich ja leider keine mehr, wobei das eigentlich auch extrem "herzig" wäre, so was heute anzubieten. Oder auf Kassetten-Magnetbänder. Kann halt kein Schwein mehr was damit anfangen. Lochkarten wären die Krönung... in Form von ganz fein perforierten Lochpostkarten mit Motiv, Briefmarke und lieben Grüßen darauf. Ha! \o\

Nachtrag: Jetzt komme ich gerade in Laune. Wer sich noch an Postcardware, Beerware und dergleichen erinnert und aus der Ära stammt, zeigt auf und freut sich! Hach... ^^

Nachtrag: Moment, bevor da jemand laut ruft "Hö, klingt ja so, als ob Du Dich selber gerne lesen würdest!?" - so ist das nicht gemeint, der Inhalt wäre eigentlich egal, der Blog hier ist halt das einzige Zeug, das ich regelmäßig in kleinen Bröckchen so nebenbei als Text erzeuge, bietet sich halt an, aber mir ginge es da eher um das Fluffi-Papier-Ding in der Hand an sich. Quasi wie ein DIY-YPS-Spaß-Nerd-Faktor.


# Gestern wurde ich gefragt, warum ich keine "richtigen" Kommentare hier will, also einfach ein komplettes Kommentar-System, so zum Beispiel die sehr gute Alternative Isso, die ich übrigens gerne an dieser Stelle empfehlen möchte. Vergesst Disqus und diese ganzen externen, datensaugenden Anbieter, die noch dazu einen ordentlichen Rattenschwanz meistens mitschleifen, sondern schaut Euch eben das Teil von Martin an - selbstgehostet, unter eigener Kontrolle und eben fluffig.

Aber jetzt wieder zu den Texten hier bzw. meinem eigenen Prinzip hier... ich habe mich ja ganz bewusst dagegen ausgesprochen, hier bei jedem Beitrag Kommentare zuzulassen. Das habe ich hier im Wiki auch eher umfangreich begründet. Aber Kurzfassung ist...

A) Es lesen hier kaum Menschen mit (bin ich mir ziemlich sicher, ich betreibe ja kein Social-Bla dazu), also gibt es kaum Kommentare im Schnitt realistisch gesehen und es wäre irgendwie überfunktional somit (klingt hart, meine drei Fans, ich weiß!) Und bei dem Blödsinn, den ich so verzapfe, speziell bei politischen und medialen Ansichten, kann sowas schnell ausufern und kompliziert werden. Auch will ich mich nicht drum kümmern müssen, eine Haftung tragen oder gar entscheiden, was filtere ich, was nicht, davon habe ich schon woanders mehr als genug. Außerdem hemmt es mich - da könnte mich ja jemand auf Fehler in meinen Texten hinweisen. ^^

B) Der Blog läuft mit einem Perl-Script und den paar Textdateien auf einem schlichten Shared-Webspace-Hosting-Paket, ist also das was auch Tante Emma für ihren gehackten, schludrigen PHP-MySQL-Greißlershop verwendet. Keinen Shell-Zugriff, keine Server-Konfigurationsmöglichkeiten, keine Zusatzinstallationen von Paketen oder dergleichen. Ist bewusst so - ich mag mich in meiner privaten Freizeit nicht zusätzlich mit Server-Configs, Updates oder gar der Absicherung rumschlagen müssen. Deswegen ist das hier ein "Yeah, take my money Cheap-Online-Fastfood-Account". Da gibts bissi CGI, bissi PHP. Aus. Die Serverspielerein hebe ich mir für meine Server in der Wohnung auf, aber die mag ich ja wiederum nicht mit der bösen, großen, dunklen und gemeinen Welt da draußen koppeln. Lalala.

C) Ein Kommentar-Ding müsste im Single-File-Bereich und einer Textdatei als Inhaltsspeicher laufen, so wie ich mal früher so eine Shoutbox laufen hatten, da war nicht mehr dahinter (bis auf den lästigen Spam), denn alles Andere wäre größer als der Blog selbst wiederum und da beginnt es zu übertrieben zu werden.

D) Einzig, wenn ich mal eine bestimmte Frage habe, wäre eine adaptive Antwortmöglichkeit bei einem Beitrag natürlich praktisch, weil Twitter umschiffen viele oder es fehlt ihnen der Account, ist manchmal auch ungeeignet (und wird außerdem irgendwie immer träger beim Laden, oder?) und Emails an Fremde schicken ist für Viele sowieso eine Hemmschwelle. Da müsste man ja seine eigene Email-Adresse mitschicken und so... ^^ Aber zugegeben ist auch die Retro-Single-File-Shoutbox ein Irrweg, weil sie schnell von Spam überrollt wird oder wieder mit Recaptcha und Co. abgesichert werden muss und da beginnt es schon wieder eine Nuance "zu viel" zu werden. Es ging ja um Losgelöstheit, Fluffigkeit, kaum Dateien, keine Abhängigkeiten, usw...

E) Mir ist nicht zu helfen. Ich will Alles, aber ohne Dateien, Abhängigkeiten und Co... was natürlich nicht möglich ist, deswegen ist das hier eine ständige Berg- und Talfahrt und ihr seid live mit dabei, indem ich Euch in die Lore mitnehme und wir gemeinsam die Steilkurven durchkreiseln. ^^

F) Und außerdem sollt ihr alle - anstatt zu kommentieren - gefälligst selber endlich (regelmäßig und oft) bloggen, damit ich wieder ordentlichen Lesestoff habe! Grummel, grummel! Ihr seht ja, wohin das führt... sonst süffel ich auf den News-Portalen rum, das ist ja nicht gesund! \o/

G) Ist in einem Monat eh wieder Alles ganz anders.


# Wirtschaftsblatt: "Eine Studie zur Migration von Millionären liefert alarmierende Erkenntnisse: Immer mehr Reiche verlassen Europa aus Angst vor Anschlägen und religiösen Spannungen."

"Prompt erlebte Tel Aviv einen Zustrom an Millionären. 80 Prozent von ihnen kamen aus Europa."

Tel Aviv. Öhm?! Ôo


# Also es war eh klar... Putin mag ein gefährlicher Mann sein, eine Art von Erdogan und so weiter... aber das jetzt bei den Leaks an erster Stelle in der heimischen Presselandschaft "er und seine Gefolgschaft" stehen und sein Bild da und dort die Titelzeilen beherrscht, obwohl eigentlich jedes Land seinen eigenen, dunklen Fleck hätte, den es nun aufzuarbeiten gilt, ist schon irgendwie so richtig klassisch geworden. Aber gut - wir haben ja Experten für sowas:

"Putin-Kennerin Karen Dawisha sagt: "Er nimmt, was er will. Als Präsident von Russland braucht man keinen schriftlichen Vertrag. Man ist das Gesetz."

An dieser Stelle folgt dramatische Musik und gedanklich flimmert ein schwarzweiß-Film von Putin über den Monitor, wo er seinen nicht vorhandenen Zwirbelbart zwirbelt und gar arg grimmig schaut und schäbig lacht. Übrigens ist diese Karen Dawisha so nebenbei auch US-Politologin. \o/

Ich klaue da mal was vom Fefe, weil es so schön passt, auch wenn man bei ihm und seinen Quellen ja immer vorsichtig sein muss, und verweise deshalb auf den Beitrag von Craig Murray:

"In consequence the first major story, published today by the Guardian, is all about Vladimir Putin and a cellist on the fiddle. As it happens I believe the story and have no doubt Putin is bent. ... But why focus on Russia? Russian wealth is only a tiny minority of the money hidden away with the aid of Mossack Fonseca. In fact, it soon becomes obvious that the selective reporting is going to stink.

The filtering of this Mossack Fonseca information by the corporate media follows a direct western governmental agenda. There is no mention at all of use of Mossack Fonseca by massive western corporations or western billionaires – the main customers. And the Guardian is quick to reassure that "
much of the leaked material will remain private."

Wie passend, dass sich nun das gesamte Bild der letzten Monate und das unangenehme Eingreifen von Russland in Syrien, sowie die verschärfte Rethorik in Europa und bei den Amerikaner (und der Medien-Landschaft), sowie die Ausweitung der Sanktionen und eben unlängst das erweiterte, zukünftige Stationieren von militärischen Verbänden an der Grenze zu Russland zusammenfügt. Jetzt noch der Finanz-Sumpf, Korruption, Steuerhinterziehung und Bereicherung, die es ganz sicher dort rund um und mit Putin umfangreich gibt, aber ebenso auch bei uns eben - und das ist das Problem.

"Do not expect a genuine expose of western capitalism. The dirty secrets of western corporations will remain unpublished. ... Expect hits at Russia, Iran and Syria and some tiny “balancing” western country like Iceland. A superannuated UK peer or two will be sacrificed – someone already with dementia."

Willkommen im nächsten Schritt der Propaganda. Ich war nämlich, bevor ich überhaupt darüber nachdachte, über eine Karte bei irgendeiner der Beiträge zu dem Leak überrascht, dass da der Reihe nach Länder markiert und "bepunktet" sind, aber Europa eher nur eine Randnotiz auf dieser Karte des Betrugs spielt. Bei einer "der größten Wirtschaftsmacht dieser Erde"!? Jetzt kommt mal. Offshore-Firmen-Konstrukte, Politik, Stiftungen, Förder-Netze, Mafia, Schweiz, Steuerflucht,... so wenig Europa (und Amerika) dabei? Dabei 16 Niederlassungen in GB, 17 in Niederlande, 18 in Luxemburg, 19 in Schweiz, 20 in Lichtenstein und 21 in Tschechien. Und das ist nur das Offizielle. Etwas fahl, der Geschmack!

Fingerzeig erst mal auf den Anderen da drüben, wir selber... naja, man muss ja nicht übertreiben. Vor allem nachdem jetzt Russland Massenweise Syrer bei militärischen Fehlschlägen getötet hat, mit dem düsteren Assad kooperiert, in der Ukraine eingefallen ist, ein Zivil-Flugzeug abgeschossen hat, den Raketenschild abgelehnt hat und nun auch noch das Geld der Welt aufsaugt und kriminell ist... leichtes Spiel zukünftig. Mag sogar richtig sein, nur warum fallen bei uns keine Galionsfiguren................?

Nachtrag: Natürlich stehen auch andere am Pranger, schon klar... ich bin nicht blind und kann die News auch ohne allzugroße Vorbehalte lesen und fokussiere auch nicht immer auf Russland. Aber die letzten 24 Stunden konnte man beim ORF, Süddeutsche, FAZ und so weiter in erster Linie mal Putin sehen. Wie immer mit einem Portrait von ihm, dieses Mal eher spielerische Gesichtszüge, während bei den militärischen Beiträgen eher wütende oder grimmige Bilder gewählt werden. Ich hätte mir jedoch lieber zum Beispiel Fotos der Vorstände der Raiffeisenbank, Hypo und so weiter gewünscht - also heimische Landschaft, die da auch erwähnt werden. Denn: Dreck immer erst vor der eigenen Türe aufkehren, nicht zum Nachbarn rüber.


Sonntag 03. April 2016

# Der nächste Leak, dieses Mal aus der Finanzwelt und den Reichen und Schönen. Die "Panama Papers", 80 Länder, 400 Journalisten, ein Jahr lang Recherchen.... sie tauchen jetzt innerhalb der letzten Stunden zeitgleich in Medien weltweit auf. Soweit, so gut.

Was ich ja spannend finde ist, dass nun eben Staatschefs und andere Politiker, aber auch Sportler und so weiter im Fokus stehen (und natürlich nützen vor allem deutsche Medien die Gunst der Stunde für ein Putin-Bashing, deswegen sein Konterfei und seine Verknüpfungen überall, lenkt von den heimischen Namen ab), denn es stellt sich ja die Frage: speziell die aus der Politik sind die, die gerne Überwachung und Co. schreien, nicht?! Im Endeffekt fällt aber ihnen nun die eigene Vernetzung, die Datenspuren, das digitale Tracken, die neuen Technologien und so weiter nun in den Rücken - wenn auch vermutlich mit eher geringen Auswirkungen, weil was soll schon passieren? Sie werden sich wohl nur schlecht selber richten... Aber die Frage ist, ob solche Leaks und Recherchen dazu führen, dass noch mehr Überwachung kommt, damit man solche Leaks erst recht verhindert oder ob es dann den Einen oder Anderen gibt, der sagt "Naja, eigentlich ist es wirklich besser, wenn man gar nicht so genau überall alles erfasst und nachschaut, weil Datenschutz, Privatsphäre und so..." - weil ja alle selber Dreck am Stecken haben und schön langsam das Neuland "Internet" und "Vernetzung" begreifen. Mmmhh, interessante Entwicklung auf jeden Fall.

Nachtrag: "Eine SZ-Anfrage zu Erhard Mossack kommt vom Bundesnachrichtendienst ohne Auskunft zurück. Dort lägen zwar Dokumente vor, diese könnten jedoch "das Wohl der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder" gefährden." Hhrhrhr. Ein Teil dieser Aussage könnte Sie verunsichern... \o/


# Ich glaube ja, dass ich das ganz sicher schon mal gefragt habe, aber verwendet jemand von Euch Free- oder OpenBSD im Alltag?

Nachtrag: ich muss mir irgendwann mal eine einfache, simple Antwort-Möglichkeit einfallen lassen, ohne gleich ein ganzes Kommentar-System hier einzurichten, was ich ja nicht will. So Shoutbox-mäßig vielleicht, im Idealfall aber auf Flatfiles basierend (Perl oder PHP und leichtgewichtig) und recht fluffig portabel. Tipps dazu sind ebenfalls willkommen!


# Was ich mich auch gerade frage, was eigentlich ~2014 im Netz passiert ist? Sehr viele Blogger haben da aufgehört, ihre Blogs regelmäßig zu befüllen, viele Linux-Distributionen sind in dem Zeitraum ab da entweder eingeschlafen oder haben ihren letzten Versionsschub bekommen, viele Foren sind seitdem ausgestorben, ebenso viele private Webseiten seit damals "vergessen" worden und da und dort wurden diverse Online-Community-Projekte im OpenSource-Bereich beendet oder der Support eingestellt... kann das noch jemand so Gefühlsmäßig bestätigen? Oder hat eine Idee, was da der Auslöser sein könnte?


# Es kommt jetzt etwas sehr absurdes... wisst ihr, was mir eigentlich bei Computern am meisten auf den Nerv geht? Abseits von Stand-PCs mit ihren Container-Gehäusen, die ich nicht mehr sehen (geschweige denn hören) kann? Und zwar Bildschirme!

Beispielsweise mit Raspberry Pi-Fluffis. Ich hätte (oder habe) ja ein kleines Linux mit diversen Konsolen-Tools auf einer~einem Pi laufen, das Teil ist irgendwo unterm Tisch angenagelt und führt ein angenehmes Nebenbei-Dasein. Nimmt keinen Platz weg, macht keinen Lärm und fällt auch sonst nicht auf, man sieht es nicht mal und hätte ich es nicht dorthin geklatscht, wüsste man nicht mal, dass das Teil überhaupt existiert. Tastaturen hingegen selber finde ich nicht so störend, vor allem wenn sie klapprig sind... die verkörpern ein wenig Analoges, erinnern an alte Schreibmaschinen und die dürfen auch am Tisch liegen. Aber Bildschirme nerven wirklich. \o/

Die fetten Kabel hinten, das sperrige HDMI-Kabel, das unbiegsame Stromkabel, alles so wuchtig und noch dazu unflexibel, das Teil nimmt viel an visuellen Raum ein, speziell wenn es nur so ein "mal eben Gerät" ist für zwischendurch und der Monitor frei im Raum stehen würde. Und jedes Mal umstecken ist genauso lästig, mühsam und so weiter. Eine Bildschirm-Ausgabe auf das Tablet wäre vielleicht eine Alternative, aber das ist schon wieder so ein Brrr-Bastel-Ding.

TV habe ich keinen mehr aufgestellt und den will ich auch nicht mehr aufstellen. Das Pi-Fluffi an den Laptop anschließen ist irgendwie absurd, weil wozu dann das Pi-Teil? Es bräuchte irgendwie so einen kleinen Bildschirm wie ein Buch, der kullert einfach optisch nett irgendwo im Zimmer rum und bei Bedarf connected man ihn. Am liebsten wäre mir so eine Beamer-Projektion aus einem Eck, aber die Teile sind 20 Mal größer und lärmen erst recht wieder rum und kommen mir sicher nie ins Haus.

Es bräuchte quasi so einen Miniatur-Beamer~Virtualizer in USB-Stick-Größe, den legt man einfach am Tisch und schon hat man seinen Bildschirm vor sich angezeigt. Knopf drücken und er ist weg, Rest des Tages kullert das Ding in der Hosentasche rum oder in einer Schale am Tisch... so wäre das fein. Zukunft... strenge dich an! Seufz.


Samstag 02. April 2016

# Kopf > Tischplatte. Ein Blick nach Deutschland. "Grußwort von Bundeskanzlerin Merkel an die Redaktion - Die "Welt" ist meinungsbildend und zeichnet sich durch "klare Analysen" sowie "kluge Kommentare" aus, findet Angela Merkel." Na sowas aber auch... ja, so ist das eben, wenn man linientreu schreibt. Sowas sollte in Zeiten wie diesen, wo es überall gerade kracht, einem eigentlich eher bedenklich stimmen, wenn man von der Regierung gelobt, statt kritisiert, wird... oder?! Naja. Was soll's. Wir drücken uns eine verschämte Träne der Peinlichkeit aus dem Auge und gehen wieder zu 4chan.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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