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Dienstag 29. März 2016

# Noch eine Kleinigkeit... es ist erstaunlich wie viele junge Menschen im Netz anderen Menschen vorwerfen, dass sie ja kommunistisch denken oder kommunistisches Gedankengut stärken und das äußerst negativ meinen.

Ich mein, jetzt mal im Ernst: die haben nicht mal den kalten Krieg miterlebt, die haben keine wirkliche Ahnung von der Nachkriegszeit und den damaligen Konflikten, können nicht mal Demokratie richtig beschreiben und verstehen das Wirtschaftssystem kaum, außer dass es Wachsen muss... aber werfen in Diskussionen Anderen munter und selbstsicher "Kommunismus" entgegen!? Das wird immer ärger im Netz.

Nachtrag: Vor allem wird da gerne etwas verwechselt. Der Kommunismus als solches ist ja eigentlich prinzipiell keine schlechte Idee gewesen. Keine Klassen, alle Gemeinsam, gleiches Gut, Soziales Miteinander, keine Herrschaft. Dass er dennoch gescheitert ist, hat aber nichts mit dem Kommunismus als Idee oder Philosophie an sich zu tun, sondern mit den Menschen die ihn falsch ausgelebt - und massiv ausgenutzt - haben. Er wurde nicht tatsächlich umgesetzt bzw. lässt sich vermutlich bei Menschen mit all seinen Facetten auch prinzipiell einfach nicht umsetzen, weil eben unmöglich und Humanoide mit Klassendenken. Aber deswegen ist das Wort "Kommunismus" nicht automatisch schlecht oder gar "dumm". Meine Güte.


# Als Nachtrag zum vorherigen Beitrag noch... auf Twitter "Beunruhigend, dass das FBI Apple-Phones knacken kann!!!" plus traurige Smilies und frustrierte Kommentare. Uff.

Man muss ja wirklich sagen, dass Snowden, Manning, Assange und all die anderen "Aufdecker" eigentlich wirklich Nüsse gebracht haben, speziell in den Köpfen der Menschen. Nutzen alle rege Cloud-Dienste (speziell bei Apple), verschlüsseln keine Emails, Facebooken und Twittern ihren Alltag und politische Meinungen, sharen und syncen ihre Telefonbücher, Whatsappen und laden ihre Fotos auf Instagram hoch, plaudern munter über drei Funkantennen und unbekannte Hotspots über ihre intimsten Details und Wutreden... aber sind jetzt konsterniert darüber, dass die Telefone geknackt werden können, die sie zuvor mit einer ID und Account aktiviert hatten? Hilfe! /o\


# Hrhrhrhr... ich habe ja letztens schon gesagt, dass das alles nur ein Theater für das politische und rechtliche Parkett war. "Die amerikanische Regierung hat es geschafft, ohne den Elektronikkonzern Apple das iPhones eines der beiden Attentäter zu knacken, die im Dezember im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen getötet haben."

Aber es ist eigentlich generell "lustig", denn würde man sowas über Android oder Windows Telefone lesen, würde man vermutlich von der Masse ein kurzes Gähnen hören und das wäre es. Da merkt man, wie hyperventiliert diese Diskussion abgelaufen ist. Aber gut... im Endeffekt haben jetzt alle gewonnen. Das FBI hat die Schwachstellen im Recht und bei der Masse getestet und ermüdet, Apple wäscht nun seine Hand in Unschuld und die Nutzer sind vielleicht ernüchtert und frustriert, aber nachdem FBI und CIA und NSA und Hasiputz eh schon immer machten, was sie wollten, denkt man auch jetzt nicht mehr weiter drüber nach und das Thema ist wieder in der Versenkung verschwunden.

Vor allem ist die Thematik jetzt damit ausgelaugt, soll heißen bei den nächsten Ansuchen durch FBI und Blabla wird es nicht mehr so schnell einen Aufstand geben. Ich nenne das ja die Schlaffi-Taktik. Man bringt unangenehme Thema ein- bis dreimal ans Tageslicht, spielt ganz böse, lässt empören und heizt den Konflikt an, rudert 10 Meter nach vor... lässt das Ganze noch köcheln... und dann rudert man offiziell Zähneknirschend wieder zurück und entschuldigt sich oder schweigt einfach, sucht Alternativen. Man rudert dabei allerdings nur 5 Meter zurück. Die Bevölkerung hat politisch und rechtlich gesiegt "Juhuuuuu, wir haben es denen gezeigt, muhahahahahah!", die Politiker sind froh, dass das Thema wieder einschläft und können sich zudem auf die Fahnen heften "Tja, dank unserer Überzeugung und Kraft konnten wir das Schlimmste abwenden, das Volk ist wichtig, Datenschutz ist wichtig, Zukunft ist wichtig" und alle freuen sich.

Das Ganze spielt man dann ein paarmal durch, solange, bis das Thema medial nichts mehr auslöst und man nicht mal mehr einen Meter zurück rudern muss. Alle zu schlaff, um sich noch aufzulehnen. Das kann man bei Datenschutzfragen, Geheimdiensten, Dingen wie TTIP und Co. und so weiter beobachten. Klappt eigentlich immer. Man braucht nur mal die Lage von vor 10 Jahren mit heute vergleichen... was gab es da für Demos, politische Bomben, Assange, Snowden, Paragrafen-Grabenkämpfe, Recherchen, Zeitungs- und TV-Berichte, Volksbegehren, Abstimmungen, Podiums-Diskussionen, Gruppierungen und noch mehr... Trotzdem verliert sich Datenschutz und persönliche Freiheiten mehr und mehr - aber jedes Jahr freut sich die Masse, denn "Wir haben es denen wieder gezeigt, hahah! Die können ja nicht machen was sie wollen!". Genau.

Ist ja auch so mit dem Wahnwitz der Löschorgien auf Facebook. Am Anfang hatten noch immerhin ein paar Wenige gerufen, dass damit die freie Meinung durch die Hintertüre im Laufe der Zeit gefährdet wird, weil es auch bald die Falschen erwischen wird... wenn aber jetzt irgendwo ein Thema rund um das Löschen von radikalen oder kritischen Beiträgen auftaucht, ist es nicht mehr so ein "Mmmhh, ob das wirklich alles gut ist?", sondern ein "Wie? DAS ist noch online?" oder "Das wurde gelöscht? Warum passen die nicht ihren Algorithmus besser an!!?" - also es verliert sich die Grundsatzfrage des Prinzips an sich. Es wurde solange breit getreten (leider auch von der "richtigen" Seite, aber falsch), bis es dann schon so alltäglich ist, dass es halt da ist.

Was nicht passt, wird gefiltert. Egal ob zu rechts oder zu links. Und das Schlimme ist ja, dass die junge Generation nun so aufwächst... ich fürchte ja Schlimmes. Wer keinen Widerspruch und andere Meinungen akzeptieren kann - bzw. es gelernt und von Anfang an Erfahren hat, ist schnell auf der emotionalen Palme. Und dann kracht es. Empören ist nicht mehr unschick und dumm, sondern gesellschaftlicher Norm und elegant geworden.

Ganz schlimm. Und ich weiß nicht wie lange man gekämpft hat, dass alle Menschen eben NICHT gleich sind, sondern jeder ein Unikat mit eigenen, ganz persönlichen Meinungen und Erfahrungen ist, die man absolut zu tolerieren hat und Diskussionen und Gegensätze wichtig für den Konsens sind... aber jetzt "Hö, Du hast Grenze gesagt...!? Boah, so ein Arschloch-Pisser. Du bist ja auch so ein braunes, unmenschliches Ego-Pack! Primitiv, egozentrisch und dumm, ihr seid alle gleich! Ertrinke am besten in Deiner eigenen Wortscheiße!" oder "Wie?! Du willst die Grenze umfahren und Flüchtlinge selber versorgen? Schuldbildung und Integration?! Hö, bist also auch so ein RAF-linksradikaler Gesellschaftszerstörer, ein echter Idioten-Gutmensch... Grün-Heinis eben! Weniger Gras rauchen, wegen Dir gehen wir unter, Du Pisser!" \o/ Wir haben es wirklich weit gebracht... können wahrlich stolz auf uns sein. Die nachfolgende Generation wird sich dann mit Keulen auf den Kopf schlagen.

Nachtrag: Kann sich noch jemand an die politischen TV-Diskussionen in den 70ern~80ern~90ern erinnern? Da hatte man gestritten, gesoffen, geraucht, sich angeschrien, beworfen, ausgelacht, mit dem Finger gezeigt, geschubst, Redezeiten gesprengt und hatte massiv unterschiedliche Meinungen... aber man hatte geredet und einen Konsens gefunden. Ein Mitgrund, warum es damals Bewegung und neue Richtungen (positive) politisch und gesellschaftlich gab. Davon zerbröselt es zur Zeit wieder ganz schön Vieles. So... ich bin abgedriftet. Sorry.


# Seid ihr eigentlich nicht auch der Meinung, dass Datensalat und das System oder Backup ausrollen und dergleichen aus der Zeit von Magnetbändern stammen muss? ^^


# Nom nom! Satire: Türkei zitiert deutschen Botschafter ins Außenministerium. Na wie gut, dass wir uns jetzt mit dem Flüchtlings-Deal einen rostigen Nagel eingetreten haben. Ich wette ja, dass aufgrund der gekauften Unterstützung, die ja eigentlich fast ein Flehen und politische Flucht war, solche Vorfälle jetzt sicher mit Samthandschuhen behandelt werden und ich wette sogar, dass glatt der Sender noch von weiter oben eine auf den Rüffel bekommt. Ihr wisst schon... wegen strategischen Bedenken und so.


Freitag 25. März 2016

# Zur Zeit ist es für viele Windows-User schon anstrengend... der eine Verschlüsselungstrojaner kommt nun über Dropbox, der andere über Teamviewer, der nächste über Emails, PDFs, Word-Dokumente, Zips und so weiter, der Andere über Webseiten. Fehlen ja eigentlich glatt nur mehr Disketten. /o\

Nachtrag: Wobei es eigentlich natürliche Selektion ist. "Die Erpresser verschicken E-Mails, die vermeintlich von einem Bewerber stammen, der sich für einen Job im Unternehmen bewirbt. ... Die angeblichen Bewerbungsunterlagen sind bei dem Cloud-Speicherdienst Dropbox hinterlegt, "weil die Datei für die Email zu groß war". ... heißt der Dropbox-Ordner dann auch passenderweise "Bewerbungsmappe" und ist mit einem Bewerbungsfoto ausgestattet. Der Trojaner steckt in der Datei "Bewerbungsmappe-gepackt.exe." Nom nom!


# Fraunhofer SIT und Verschlüsselung... wir müssen alle frei, unabhängig, offen und vertrauenswürdig sein! Gemeinsam, Miteinander, WIR! Yeah! Und nun alle klatschen!!!

Ah, eines noch... ganz kurz: "Als Institut, das den Mechanismen des Marktes unterliegt, können wir nicht Ergebnisse, deren Finanzierung eine beträchtliche Zahl von Personenmonaten erforderte, in Form einer sehr freizügigen Lizenz zur Verfügung stellen. Es ist uns wichtig, dass die Rechte an der Volksverschlüsselungs-Software allein bei uns liegen." Und jetzt alle nochmal klatschen!

Nachtrag: Ich glaube, ich habe das eh schon mal getippt, aber kann man mir mal erklären, warum man ständig krampfhaft versucht, das alte Ding namens Email (mag ich sehr) immer wieder neu zu verpacken und mit wackliger Verschlüsselung zu verstopfen? Warum denn nicht auf neue Protokolle setzen, neue Tools und so weiter? Ah... ich weiß schon: weil man damit nix mehr reißen kann. Wer will denn noch einen neuen Messenger? Der Markt ist dort, wo alle sind. All die Seelen, die vor den Outlooks kleben... snief... deren muss man sich ja annehmen. \o/


# Kann sich jemand an meinen Beitrag hier erinnern? Da ging es um die Bankomat-Gebühren.

Lalalala aus der News-Kiste: Tendenziell werde der Marktführer mit einer Bankomatgebühr starten, die anderen würden folgen. "Der Druck wächst und wir werden eine große Kreativität für neue Gebühren sehen", erwartet Rioual.


Donnerstag 24. März 2016

# Sagt mal, habe ich irgendwas versäumt? "Mit dem Schuljahr 2016/17 wird politische Bildung für Schüler ab der sechsten Schulstufe (2. Klasse AHS und Neue Mittelschule, NMS) Pflicht. .... Für das Bildungsministerium ist der neue Lehrplan ein „Meilenstein in der Vermittlung von politischer Bildung und Demokratiekultur“." WTF?!

Nachtrag: Also soweit ich mich dunkel an meine Schulzeit erinnern kann (ja, ich!), hatten wir in Geografie und Geschichte die politische Landschaft, heimische und sogar ausländische Parteien, Demokratie-System, Kommunismus, Kolonial-Geschichte, Königshäuser und so weiter durchgekaut, über politisches Recht, Wahlen, Mitbestimmung, wer wo was ist, Kanzler, Bundespräsident und dergleichen, wer welche Macht hat und so weiter gelernt und es wurde uns beigebracht, dass Wählen wichtig ist und dergleichen. Auch wurden durchaus aktuelle Dinge (z.B. Jugoslawien-Krieg) angesprochen... das war aber in einer ganz normalen, öffentlichen, einfachen Schule(n) und nicht nur auf Basis eines bestimmten Lehrers, sondern auch so in den Büchern Teil dessen und dergleichen. Was ist denn passiert, dass das nun ein Novum ist?! Komme gerade nicht mit - kann mich jemand aufklären? Ôo Oder was lernt man jetzt zusätzlich?!


# Allgemein gültiges Blabla: kommentiert den verdammten Code!! Einfach alles und jedes kommentieren. Und wenn dadurch der Datenumfang steigt, Kommentare lassen sich mit einem Script schnell rausschmeißen, aber kommentiert den Schmarrn doch bitte ausreichend. Und wenn es Anmerkungen sind wie "----hier laden wir nun das Ding und jetzt die Datenbank-Abfrage mit Sicherheitsprüfung, jetzt das, weil damit erspare ich mir später bla, nun klatschen wir XY dazu und jetzt fragen wir den blöden Wert ab, blabla-----" das kann man auch ohne technische Fachsimpelei im Umgangsjargon machen. Es geht nämlich noch immer schneller, als den Code Zeile für Zeile und Element für Element zu durchforsten und zu verstehen, was sich da jemand dabei wie gedacht hat.

Alles immer im Code kommentieren... und wenn sich alle 5 Zeilen eine Anmerkung befindet und es wie ein Tagebuch ausschaut. Hilft einem zudem auch selber, wenn man mal nach Ewigkeiten sich wieder vor sein eigenes, digitales Verbrechen setzt und versucht zu verstehen, was man da eigentlich damals angestellt hat und wie man denn je nur auf sowas kommen konnte.


# Heute mal eben von der Wikipedia-Mailingliste abgemeldet - einerseits ist mir das Aufkommen der Mails zu hoch und abgesehen davon ist es eh nur ein Herumstreiten und gegenseitiges in Fragestellen. Rund laufen tut es auf jeden Fall dort nicht. #fail


# Hrhrhrhrhr! Ich weiß ja, warum ich diese "externen Bibliotheken-Seuche" so fragwürdig finde. Ähnlich wie "total schlanke Blog-Engines" und dann schleppen die kaum eigenen Code mit und sind total fluffig, aber im Helpers-Ordner und dergleichen taumeln 15 verschiedene Fertig-Pakete mitsamt Dutzenden oder mehr Sub-Dateien rum und blähen das kleine Fuffi gleich Megabyte-mäßig auf und kollabieren aber genauso umfangreich, wenn man nur eines der Pakete entfernt. Da passt mir dieser Eintrag sehr gut in den heutigen Tag:

Entfernung von elf Zeilen Code sorgte für Chaos bei Javascript-Projekten.

Nachtrag: Ach was verlernt... wozu selber schreiben, wenn man alles vorgekaut bekommt? Wir sind um Duplo-Zeitalter. Zusammenstecken und spielen. Ein Mitgrund, warum so viele Projekte dann straucheln. Ursprünglich schlank und rank, vielleicht etwas schlecht geordnet, weil "gewachsen", aber dann "Hey, wir machen alles GANZ neu!" und dann stecken sie einfach alle Bibliotheken und Frameworks, die im Netz so rumschwirren in einen Ordner, garnieren das Ganze mit ein paar Code-Klammern und tackern es zu einem total Feature-reichen, slidigen, 3-fach-reload, touch-tap, hover-over, vierfach-responsive, Template-Plugin-API-5-fach-Docker-Schnittstellen Monster und platziere das Ganze auf einer hippen One-Page-Blog-Seite mit fetten Header-Bildern und alle tweeten sich zu Tode vor Freude.

Dann kommen noch mehr Features und Sonderwünsche, dann entsteht ein Template-System rundherum, ebenso unzählige JS-Plugins und der kleine User, der nur mal eben die Öffnungszeiten auf der Webseite abfragen wollte, ladet sich mit 12 Bibliotheken, 18 Datenbankabfragen, 5 Reload-Grafiken in der Fußzeile, einem hakligen Slider von rechts und dem tollen Hover-Effekt über dem Logo, das beim Touch am Smartphone hängen bleibt ins digitale Jenseits oder es bleibt gleich leer und eine weiße Seite übrig, weil ein Adblocker eine der Bibliotheken mal eben blockt. \o/

Und dann wird es so unübersichtlich, dass DAUs auch nichts mehr beitragen können, die wenigen Profis mit Durchblick verlieren die Lust, weil statt den nicht mehr so coolem Ruby, Laravel und dem Nginx-Docker-Server-Hype gibt es jetzt dafür das hippe Biber oder das Libellen-Framework und eine Taufliegen-Datenbank und das einst so tolle Projekt von vor gerade erstmal 8 Monaten steht verlottert und einsam auf Github und Support-Anfragen dümpeln ins Leere. Ja, so ist das.

Und neu anfassen möchte das Ding auch keiner, weil es so viele Abhängigkeiten hat, zudem sobald mal eine der Grundbibliotheken ein Update bekommt, schießt sich plötzlich Alles gegenseitig ab, also lässt man es sowieso erst recht bleiben und das Gefrickel hat seinen Namen verdient. Und unter dem Strich kann und konnte das Ding aber auch nicht mehr, als das simple, billige 30-Datei-PHP-Projekt um's Eck auf Github, das schon seit Jahren stabil läuft und regelmäßig Updates publiziert und einfach aus sauber kommentierten Dateien aufgebaut ist und keine externen, vorgekauten Bibliotheken verwendet, die ja zudem auch meistens zu 90% Funktionen und "etwaige Möglichkeiten" bereit stellen, die in dem Projekt sowieso nie verwendet werden und somit reiner Ballast für Nichts sind. \o/

Nachtrag: Bootstrap! Genau... das liebe ich ja ganz heiß. Da ladest Dir eine ganz kleine Blog-Engine, die aus 5 Dateien besteht und einem schlichten, zwei-spaltigen HTML-Layout in der Ausgabe... aber womit ist das Design der 90er aufgebaut? Richtig! Mit Bootstrap - und zwar dem kompletten Rucksack. Für Nichts! Da kommt mir jedesmal das Kotzen, wenn ich weiß, dass das Teil auch dabei ist und fünffach größer ist, als das Ergebnis.

Nachtrag: "Heul! Aber dann muss man ja immer alles doppelt machen?!! Und außerdem die Sicherheit! Wenn jeder alles selber schreibt, sterben wir alle!" Mag sein, aber wozu das Zeug einbinden, wenn es sowieso nicht ausgereizt wird? Das ist wie wenn ich mir einen kleinen Toyota kaufe, aber sicherheitshalber verwende ich die Antriebs-Technik von Kipplastern aus einem Bergwerk und mische es mit der Einspritzfunktion von Formel 1-Autos. Alles erprobt, langjährig erprobt, vom Feinsten und sauber abgestimmt. Nützt aber alles nichts, wenn ich den Toyota in der Stadt fahre, er nicht mehr als 140 km/h erreicht und die Motorhaube sich ab 120 km/h einfach ablöst und die Scheibenwischer sich verbiegen und die Vorderräder nicht mal den Boden berühren, weil ja hinten noch eine Kranvorrichtung angebaut ist... für den Fall der Fälle versteht sich! Aber immerhin ist er sicher. Eh klar. Weil ihn keiner fahren wird oder er ja so nicht mal aus der Parklücke überhaupt rauskommt.

Nachtrag: Unlängst ein Joboffer im IT-Bereich gesehen, eher privat... so ganz High-End-IT-Blabla. Das Ganze auf einer Haupt-Webseite mit genau 4 Seiten (plus Impressum-Seite). Layout 1998, Bilder von ca. 2005 und das klassische Blaue-Linien-mit-weißem-Schatten-IT-Design und Herr mit Anzug mit freundlichem Geschäftslachen. Ratet mal... genau, die 4+1 Seiten ohne Irgendwas und noch dazu statisch (das einzig Dynamische ist die klickbare Kontakt-Email-Adresse), läuft Alles mit.......... Typo3. /o\ Kein weiteres Kommentar. Habe ganz vergessen zu schauen, ob womöglich das Layout Boostrap geküsst hat oder gar eine 8-fach längere CSS-Reset-Datei mitschleppt, als das fertige Layout darstellt.

Nachtrag: Mich erstaunen schon die wütenden Kommentare da und dort - und viele sind ganz schön sauer auf den Typen. Aber hey... wenn er nicht mag, dann mag er halt nicht mehr. Einfach selber neu tippen, das ist ja das Großartige in dem Metier. Ist ja nicht so, als wäre DAS ein Teil des Kernes aller Dinge?! Es zeigt viel eher, wie sehr sich viele Projekte, Firmen und Co. auf vorgefertigte Tools und "andere Menschen" ohne eigene Backup-Lösungen verlassen und darauf aufbauen. Gehört zum Open Source Bereich auch dazu und Teil des Konzeptes, aber immer unter der Prämisse, dass Einer auch mal sagt (und sagen kann) "Mag nimma" oder "so nicht" - ohne gelyncht zu werden.

Nachtrag: Falls jemand eine gegensätzliche Meinung hat, nur her damit und zusenden. Finde ich auch interessant und diskussionswürdig.


# Now Manufacturers Are Locking Down Routers.


# Einmal Experte sein. Irgendwie gerade sehr österreichisch. Da weiß der Kronen-Zeitungs-Leser vermutlich genauso viel.


Dienstag 22. März 2016

# Dass Online-Überwachung die Meinungsvielfalt verändert, kann ich ebenfalls bestätigen - speziell bei den erwähnten Themen wie Snowden und dergleichen. Mit amerikanischen Gesprächspartnern, in Foren oder auch im Freundeskreis, wird zwar hier in Österreich privat durchaus darüber gesprochen, aber online in Chats wird das Thema merkbar umschifft oder recht knapp beantwortet. Speziell wenn man die Landesgrenze mehrfach übertritt und sich jedesmal der "Border" stellen muss und das Risiko besteht, plötzlich abgewiesen bzw. nicht eingelassen zu werden.

Aber auch ich selber merke das Spiel und frage mich, was sich wohl an Konsequenzen ergeben, wenn man gewisse Themen noch breiter tritt oder fokussiert behandelt. Nicht, dass ich die Qualifikationen dazu habe oder der Blog hier dazu relevant ist, aber auch einfache Meinungsbilder reichen aus... da ich hier mittlerweile im Gegensatz zu einigen vorherigen Blogs unter meinem richtigen Namen schreibe, bin ich da naturgemäß ganz instinktiv vorsichtiger und denke an eventuelle Konsequenzen, auch beruflich. Auch wenn ich das eigentlich nicht möchte.

Nachtrag: Mini-Anekdote am Rande - als ich früher nebenbei auch mit der Modeszene in Österreich zu tun hatte, hatte ich regelmäßig Pressezugang und Einladungen zu Veranstaltungen und Shows. So auch einmal für eine Modeshow, die auf mehrere Teile im Rahmen eines Großevents gedehnt war, ich glaube, es war damals das Nr. XY (keine Ahnung mehr) Festival for Fashion & Photography in Wien oder so - und bereits am Vormittag hatte ich ein Foto der aktuellen Show damals noch auf Facebook gepostet, wo der Laufsteg in meinen Augen viel zu hoch gelagert war (Brusthöhe oder mehr) und die Fotografen-Blogger-Meute direkt am Rand gedrängt rundherum eigentlich nur eine visuelle Perspektive hatte... nämlich von unten dem Model zwischen die Beine fotografieren, das Kleidchen über den Rock war so auch nicht sichtbar aus der Position heraus - da hätte man die Stellplätze besser organisieren müssen. Hatte das aber eher amüsiert als Bildunterschrift unter dem Foto angemerkt (muss das glatt mal aus den Backups suchen), bereits nach zwei Stunden hatte ich dann aber auch schon meine Ausladung der PR-Agentur für die Nachmittagsveranstaltung, weil "plötzlich das Kontingent der Presse-Karten zu knapp wurde und man neu zuteilen musste". Hrhrhr, hatte damit nicht gerechnet und war ein Unikat - aber man las mit. Kleiner Klassiker, aber es ist schon die Frage, wie sehr zum Beispiel mittlerweile auch automatisiert heutzutage im Netz bei Blogs direkt getrackt wird, wenn es um politische Gesinnung, Meinungsbilder oder natürlich auch Job-Profile geht (nicht nur aus Marketinganalysen und Klicktracking heraus sowie Thementrendbeobachtung durch PR-Agenturen).



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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