\ō/

Montag 14. März 2016

# John Oliver von der satirischen Last Week Tonight Show zu dem Thema Verschlüsselung und Apple. Ist sogar gut. Ansehen!


# Was mich gerade ein wenig verwundert... gestern gab es nicht nur den Anschlag in der Türkei mit der Autobombe, sondern auch einen Angriff auf Urlauber an der Elfenbeinküste. Laut ORF-Bericht sind auch Europäer unter den Opfern, auch (eine?) Deutsche.

Ein Blick soeben heute morgen in die Online-Ausgabe der FAZ und Süddeutschen... nichts unter den Teasern, stattdessen ein Nebenbericht in einer Unterkategorie. Verwunderlich, denn bei dem ersten Attentat auf Badegäste hatte das schon eine andere Dynamik. Dafür ist eine Schießerei bei einer Hochzeit an der primären Stelle.

Und interessant ist auch, dass die Autobombe in der Türkei bei der FAZ ungewöhnlicherweise eher bereits unter Nebenbei läuft, obwohl gerade die Türkei ein "wichtiger, ausschlaggebender" Partner ist und bisher auch ständig im Fokus war, da waren ja die Schließungen der Zeitungen mehr im Fokus. Da könnte man doch glatt glauben, dass man Ruhe streuen will, um sich nicht einen unnötigen, politischen Nagel einzutreten. Mh.


# Nach bald zwei Jahrzehnten vor der Kiste, fällt mit dem heutigen Tag eine Bastion... ich habe mir tatsächlich einen Clipboard-Manager installiert. Man stelle sich das vor! Ich habe diese Dinge bisher immer abstoßend gefunden und als unnötigen Firlefanz von Featuresüchtigen Pseudo-Nerds gesehen, die zu faul sind und alles vorgekaut wollen... aber nachdem ich vorhin gleich zweimal versehentlich die Zwischenablage verloren habe mitsamt sehr viel Arbeitszeit und Nerven und ich auch nichts davon wiederherstellen konnte, bin ich der Versuchung nun erlegen. Wer hätte das je gedacht?! \ô/


Sonntag 13. März 2016

# "Vom Acker auf den Teller: Wie sich die Deutsche Telekom die Digitalisierung der Lebensmittelproduktion vorstellt."


# Ich habe mir gestern am ächzenden Tablet noch schnell einen Satz aus einem Blog kopiert: "Wir haben es nun einmal mit einer Generation zu tun, die nie aus ihrer Blödheit herausgekommen ist, die nicht mehr Wissen gelernt hat, sondern „Kompetenzen”, auf deutsch: Twittern und Googeln. Für die ist wahr, was in Wikipedia steht. Und in Wikipedia steht, was ihresgleichen da reinschreibt." Wie wahr.

Als ehemaliger Anhänger von Wikipedia und auch natürlich bis heute immer wieder Nutzer dessen, vor allem wenn man in der Google-Suche rumkugelt, sehe ich das Teil immer skeptischer. Vor allem deswegen, weil auch die geistige Elite mehr und mehr dazu übergeht, sich so wie auf Twitter selber hochzuschaukeln, dabei unbemerkt im eigenen Themen-Sumpf einsinkt und daraus neue Gültigkeiten entstehen, die dann demenstprechend auch medial verbreitet werden, da viele Journalisten und Schreiber und so weiter. Da sind Themen wie Hass-Postings und dergleichen ganz empfindliche Wunden und werden sehr umfassend mit Intellekt verstopft und mit einer Würze an emotionaler Naivität in Bezug auf die breite, dumme Masse, die dem Herdentrieb folgt. Führt natürlich zu Konflikten und keine Seite versteht die Andere (oder will sie besser nicht verstehen, weil man will ja nicht auf diesem Niveau enden - egal in welche Richtung).

Und das ist irgendwie auch die Gefahr bei Wikipedia - weil dass die Inhalte nicht nur aus harten Fakten bestehen, sondern auch aus Emotionalität und aktuellen Geisteshaltungen im positiven und negativen Sinn, ist ja wohl recht klar. Und speziell die junge Nutzermasse, die sich dann auch mal austobt, ist da schon so ein Faktor - weil eben langes Recherchieren oder Prüfen von Inhalten nicht unbedingt eine Stärke ist (was auch nicht leicht ist, in einer entfremdeten Zeit heutzutage, wo man kaum noch weiß, was ist, wie es ist). Und wenn die ihre Thesen der Masse füttern und sich selber gegenseitig, formt sich ungefähres Wissen zu Sachwissen, das sich dann ja ironischerweise belegen lässt - just mit den kruden Thesen, die vorher mal eben gedankenverloren in irgendwelchen Blogs oder News-Blättern und wackligen "Studien" publiziert wurden. Und dann ist eine Sache oder Fakt auch nicht mehr falsch.

Intelligenzbolzen sagen nun natürlich, das gab es Alles schon immer so und früher sogar noch mehr, weil es noch schwieriger war, da gegenzuprüfen. Ich sage, ja, das sicherlich - aber gerade ist da irgendwie so ein neuer Schwall dabei, sich deutlich zu festigen und das Fahrwasser zu richten - und die Gegenkontrolle bleibt nach einer eher kritischen Ära jetzt wieder auf der Strecke... weil man mag ja emotional und gesellschaftlich nichts falsch machen. Die Ironie dabei ist aber, dass es genau das anrichtet wiederum. Blabla. Egal.


# Ich stelle mal folgende Behauptung auf: dass Foren mehr und mehr und weiter in der Versenkung verschwinden, liegt auch daran, dass sich die wenigstens Foren-Bastler-Teams und auch die großen Foren zu verschiedenen Themen schlicht und ergreifend einfach nicht um eine saubere, mobile Umsetzung kümmern und in völlig veralteten Layouts stecken. Da tut sich einfach nichts mehr und das Lesen am Smartphone besteht aus Zoomen, Wischen, Verschieben, Wegzoomen, Buttons mit Glück treffen und wieder Zoomen und Rumfitzeln. Aber dafür gibt es massenweise aktuelle Plugins für Facebook und Co... was ja auch irgendwie absurd ist, in einem älteren, sterbenden Forum auf ein mobil angepasstes Forum eines Großkonzernes zu verweisen?!

Nachtrag: Der geneigte Leser weiß natürlich, was das tragischerweise heißt. Richtig, ich schnüffel schon wieder (! \o/ ) in Foren-Lösungen rum und teste Installationen nebenbei. Ich kann es einfach nicht lassen. Das ist so dieses Steckenpferd, das einem nicht los lässt. So wie andere mühsame Menschen, die dann partout Etwas extra kompliziert immer und immer wieder machen, dann einem fragend anschauen, weil es nicht klappt und jedem auf den Nerv gehen, anstatten es einfach sein oder machen zu lassen. Man könnte es fast als digitales Tourette-Syndrom bezeichnen. Tja, ist halt so.


Samstag 12. März 2016

# Na, tut mir leid. Heute bin ich schon angefressen aufgestanden und der ganze Tag ist irgendwie nur sinnlos rumgeiert, nichts hat geklappt und Dinge, die sich Computer nennen, machen mich gerade fertig. Karma-Level gerade bei -1. Der Tag ist mal abgehakt für heute. So ein Fehlschlag in alle Richtungen.

Nachtrag: Und wie üblich steht man kurz vor dem Abschluss einer Bastelarbeit und es scheitert an einem so einem Fuck-Ding. Einem Kugellager, also besser gesagt der Fixierung. Also zum nächsten Baumarkt gekrabbelt... nö, Kugellagerhalterungen... hab ma nicht. Gut, der andere Baumark ein paar Auto-Kilometer weiter hat die nämlich auch nicht. Dreck. Nun gut, umdisponieren und ein anderes Gedankenprojekt vorschieben... brauche zwei lange Metallstäbe. Hat der letztgenannte Baumarkt, aber natürlich nicht der, bei dem ich heute war. Der hat überhaupt nichts, der ist wirklich was für Weichbastler. Und außerdem wird es immer schlimmer... man bekommt auch in Baumärkten vermehrt nur mehr Fertig-Produkte und nicht mehr das Baumaterial an sich und wenn dann nur eingeschränkt in ein oder zwei Varianten.

Wüsstes ihr ad hoc, wo ihr eben mal Metallleisten herbekommt, um selber Profile zu schweißen? Lange Metallstäbe ohne Gewinde? Eine kleine, 1 Zentimeter dicke Metallplatte? Federn? Und so weiter... so was konnte man früher einfach beim nächsten Baumarkt XY kaufen. Aber heute ist das ein großes Fragezeichen.

Außerdem bin ich sicherlich nicht handwerklich begabt oder hab eine umfangreiche Ahnung, aber der Sachverstand hilft da. Wenn man den Beratern bei Kundengesprächen zuhört... die haben ja überhaupt keinen Plan! Stehen vor den passenden Schrauben und rätseln neben dem Kunden und man merkt, dass im Kopf nur eine große, leere Blase vorhanden ist, die mit Zeitschinden gefüllt wird.

Nachtrag: Letztes Mal latsche ich durch den anderen Baumarkt, suche so Kastenbefestigungen für Jemanden. "Guten Tag, suche die hier..." - "Na, bin nicht von da..." Hat aber eine Jacke mit "Service" an. Ich entschuldige mich, war wohl ein Arbeiter mit so einer Jacke, aber er bekräftigt ausdrücklich nochmal, dass das mit der Jacke nur Zufall ist. Gut, latsche weiter rum, läuft noch so ein Vogel vorbei, frage den... großes, angestrengtes Überlegen. Fotoabgleich, Nummernabgleich, Kollege 2 fragen, Kollege 3 daneben fragen, der ganz direkt sagt, dass er es lustig findet, dass keiner was weiß... latsche mit dem Typen zum Rechner, der sagt, es liegt eh im Regal, wieder zurück... suchen, nichts... und siehe da, fragt der Mitarbeiter plötzlich den Service-Jacken-Typ. Na klar, ist ja auch seine Abteilung, plötzlich verlegen und wortkarg. Das Aas. \o/


Freitag 11. März 2016

# Spielen wir mal ein kleines Gedankenexperiment durch? Ich bin ja technischer Laie (hust), wie wir wissen und gehe mal davon aus, dass jedes Handy eine Signatur hat. Nun kann man ein registriertes Handy doch relativ einfach einer Person zuordnen, nämlich der, die es angemeldet hat. Ein Wertkarten-Telefon eher nicht, vor allem bei einer Barzahlung. Bei einer elektronischen Zahlung könnte ich mir vorstellen, dass bei der Kassa-Erfassung eine ID mitgenommen wird und mit der Bankomat-Karte des Kunden verknüpft wird - also zuordenbar ist.

Bleiben wir jetzt bei dem Wertkartenhandy, das bar in einem kleinem Geschäft unbekannt mal eben gekauft wurde... Und meistens lassen wir unser tolles Smartphone ja den ganzen Tag laufen, speziell im Alltag unterwegs auf den Straßen. Zurück also zu dieser Signatur. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, einem Handy an einem bestimmten Ort eine ID zu entlocken, egal jetzt ob Gerätenummer oder dergleichen oder die von der Wert-Simkarte und so weiter. Irgendeine ID, die dieses Handy damit erfassbar macht. Eine solche Erfassung bei zum Beispiel einem Supermarkt oder Kleidungsgeschäft wäre dann ein Leichtes.

In unmittelbarer Kassa-Nähe wird bei einer Bezahlung die Handy-Signatur erfasst und der in dem Fall dann Bankomat-Karten-Zahlung zugewiesen. Emanuel kauft dieses T-Shirt um diese Uhrzeit in diesem Geschäft in der und der Größe und Farbe und das Handy AC2367494d55, das beim Bezahlvorgang in einem Umkreis von einem Meter beim Zahlungsterminal aktiv war, wird ebenfalls mitgespeichert. Das klappt nicht immer und es könnte auch die drängelnde andere Kundin sein, aber spätestens bei einer anderen Zahlung in einem anderen Geschäft, beginnt die Wahrscheinlichkeit bei einem positiven Abgleich zu steigen und spätestens nach dem dritten Protokolleintrag könnte man das Handy als erfasst und einer Person zugewiesen sehen.

Ja, aber dazu müsste man bei jedem Terminal so eine Vorrichtung einbringen? Jein, prinzipiell ja, man könnte es schließlich auf die Spitze treiben und einen lokalen Hotspot nehmen, der gleich den Bereich mit mehreren Kassen zeitgleich erfasst, erhöht die falsche Zuordnungswahrscheinlichkeit, aber dann dauert es eben vier Erfassungen, bis man hier relativ sicher von einer Zuordnung bei unterschiedlichen Geschäften und Uhrzeiten sprechen kann. Kann man dann weiter verifizieren, wenn die Verbindungsdaten über die nächste Funkzelle mit weiteren Zahlungen in der Gegend zusammenpassen. Und Bankomat~Kreditkarten-Zahlungen finden regelmäßig statt. Ein gutes Beispiel wären Tankstellen - besetzte oder auch automatische. Oder der Bankomat selber in einem Shoppingcenter. Die Transaktionen und Auszahlungen erfassen und den unmittelbaren Kunden vor dem Gerät elektronisch "abtasten".

Kombinieren wir das weiter - eine Wertkartenhandy-ID oder der Name ist noch nicht detailliert zugeordnet oder vollständig. Die nächste U-Bahn-Überwachungskamera mit lokalem Tracker erfasst das Handy, beispielsweise bei einer Fahrschein-Schleuse, wo der Passant durch eine vorgegeben Stelle gehen muss und nimmt das Gesicht zu der zugehörigen Handy-ID auf. Name, Gesicht und Wertkartenhandy ist damit bekannt und der Datensatz vollständig.

So gesehen sind Wertkartenhandys zwar nett, aber als sicher betrachte ich sie eigentlich nicht. Aber vielleicht spricht mir auch ein Telekommunikations-Techniker diese Möglichkeiten der Erfassung ab. Lasst hören...!

Nachtrag: Vermutlich gibt es dazu schon diverse Unterlagen im Netz verstreut - freue mich über Links und weitere Hinweise zu dem Thema. Thx!


# Es ist schon absurd, wenn einflussreiche Blogger dramatische Appelle und Aufrufe zu Datenschutz und den Abhörvarianten der diversen Regierungen schreiben und online publizieren, sich ganz groß und stark gegen deutsche Bundestrojaner und dergleichen aussprechen... aber auf der anderen Seite das neueste Smartphone, Tablet und die allerneueste App lobpreisen und bei mindestens 30 Services gleichzeitig eingeloggt sind, der Blog vor Werbung platzt und Tracker im Quellcode verteilt sind und ein Like-Button nach dem Anderen eingebunden ist. Versteht man, was ich sagen will?


# "Nur 55,1 Prozent der städtischen Mitarbeiter seien zufrieden mit der Informationstechnik auf ihren Schreibtischen und den dahinterliegenden Infrastrukturen. ... So gibt es neben dem zentralen Dienstleister für Informations- und Telekommunikationstechnik IT@M eine Stelle für das "dezentrale Informations-, Kommunikations-, und Anforderungsmanagement" (Dika) und eine für Strategie, Steuerung und Kontrolle (Strac). ... Die Crux seien weder "die grundsätzliche Reform des früheren IT-Flickerteppichs noch die Open-Source-Entscheidung (LiMux) ... Das Hauptproblem liegt für Roth darin, dass das 3-Häuser-Modell "eher ein aufreibendes Gegeneinander von Eigeninteressen bedeutet, als dass alle in der IT an einem Strang ziehen"." Klassiker.


# Schon eine Absurdität, wie nach der Entdeckung der Konzern erschrocken und bedrückt war, dass das "passiert ist". "Als die US-Umweltbehörde CARB VW bereits im Visier hatte, sollen Dieselautos ein Software-Update bekommen haben, durch das die Motorenmanipulation verfeinert wurde. ... Dafür verantwortlich sei aber nur ein "kleiner Kreis" von Mitarbeitern, die ohne Wissen der Führungsebene von Volkswagen handelten." Ganz sicher. Ist schlichter und einfacher Betrug und der oder die GFs tragen eben die Verantwortung. So ist das halt. Man mache das mal als KMU... da landet man im Gefängnis und die Firma wird zugesperrt. Aus.


# Ich persönlich glaube ja, dass diese Flüchtlingskrise in all ihren Varianten auch langfristig von einer anderen Seite noch ein ziemliches Fiasko bedeuten wird. Es gibt sicherlich viele unter den (echten) Flüchtlingen, die vor was auch immer geflohen sind und ihr ganzes Hab und Gut, ihre Existenz und so weiter aufs Spiel gesetzt haben und sehr viel für die Flucht aufgeben mussten. Vor allem Familien, die gemeinsam fliehen. Auto verkauft, tausende Euros für Überfahrten und Co. gezahlt, vielleicht sogar einen Anhang unterwegs verloren oder jemand ist dabei sogar verunglückt. Dann landen sie hier und die Welt bricht nochmal zusammen, weil ihnen natürlich etwas Anderes erzählt worden ist und viele eben keine Ahnung haben, dass hier doch nicht alles so fein und nett und einfach ist - und dann ziehen Viele zwangsläufig wieder zurück, geben auf oder werden eben abgewiesen oder abgeschoben.

Nun wieder zurück, wo auch immer, viel Geld verloren, eventuell ist Wohnung, Haus, Auto oder was auch immer vor Krieg, Krise, Konflikten oder irgendwelchen Wahlen da war, auch weg und somit ist die Existenz erst recht wiederum damit grundlegend und langfristig im eigenen Land abermals zerstört.

Und ich kann mir gut vorstellen, dass es die Anti-Sympathien gegenüber Europa, auch wenn sie aus Missverständnissen, falschen Vorspielungen falscher "Freunde", Schlepper oder gar durch Propaganda durch die Gegenseite gezielt platziert wurden (Soft-Säuberung unerwünschter Bevölkerung) oder eben chaotischer Politik je nach Land mit unterschiedlichen, wechselnden Ausrichtungen und so weiter... sicher nicht mit Vorsatz oder aus Böswilligkeit passieren. Aber jemand, der zum Beispiel vor Ort in seiner Heimat für einen europäischen Konzern gearbeitet hat (egal ob Öl, Textil, irgendwelche Frucht-Plantagen oder sonstige Rohstoffe, die wir tagtäglich bequem im Supermarkt oder Baumarkt kaufen) und sich dort vielleicht bereits etwas ausgenutzt und unterbezahlt vorkam, dann erst in Europa und dann am Schluss wieder daheim landet - ohne Geld und ohne Job nunmehr... da wird der Eindruck vom reichen Europa, das sich nur dann bequem zeigt, wenn es etwas zu holen gibt, sicherlich kein Guter sein. Und was das langfristig für Folgen haben kann, sieht man, wenn zum Beispiel dann radikalen Gruppen mit Anti-Europa-USA-Russland und Co.-Manifesten vermehrt Zulauf finden.

Mit diesem Ganzen hin und her und mal so oder so und mal ganz offene Grenzen, mal ganz geschlossen, mal breite Unterstützung, mal harte Abgrenzung, mal Ausbildung und Wohnung für Alle, mal nur tempörer Aufenthalt ohne Irgendwas und Grenzen wir nicht, aber die schon - und umgekehrt - und zugleich aber nicht in der Lage sein, die zum Teil selbst heraufbeschworenen Konflikte in den Ländern direkt aus strategischen Interessen (und Eifersuchtsgeplänkel zwischen USA und Russland und Europa biedert sich meinungslos mal sicherheitshalber den Ersteren an) zu lösen, sondern zu verschleppen... irgendwie macht man alles falsch, was man machen kann.

Die offenen, freien Grenzen waren ein naiver Fehler, weil er falsche Hoffnungen erweckt hat, die nicht mal ansatzweise erfüllt werden oder erfüllbar sind je nach Land (war aber absehbar irgendwie und Griechenland frustete seit zig-Jahren schon und auch schon weit und lange vor der großen Krise damals, dass sie mit den Flüchtlingen völlig überfordert sind und es wurde dennoch immer aus Brüssel als griechisches Problem beiseite gewischt, Stichwort chaotisches Frontex und Co.) und das völlige Abschotten ist zugleich aber ebenso der nächste Fehler.

Man hat - wie schon oft zuvor - bereits vor zig Jahren die Fehler gemacht und muss nun mit den Ergebnissen dessen hantieren. Die naiven arabischen, durch Europa planlos blind und begeistert unterstützten Frühlinge und bereits weit davor mit dem wirklich idiotischen Irakkrieg, der ja mehr oder weniger die eigentliche Lawine so richtig ins Rollen gebracht hat. Sadam und Co. waren unbequem und den Ländern und Menschen nicht unbedingt zuträglich, aber die Zeit davor war "relativ" stabil, mal abgesehen von den US-Interventionen. Damals gab es natürlich massive Menschenrechtsverletzungen, nur die gibt es jetzt jedoch auch noch immer, aber plus Autobomben und willkürliche Justizen durch dutzende Parteien und Interessen und Flüchtlingswellen. Es ist nicht mal gleich geblieben, sondern eher schlimmer geworden. Und Europa hat damals bereitwillig und mit viel zu wenig zaudern und der üblichen "Wir haben keine gemeinsame Meinung und streiten nur" zugeschaut, als die Amerikaner ihren Stellvertreterkrieg nach den Anschlägen durchzogen haben. Kein ausreichender Widerstand, kein Nachdenken, kein Planen und außerdem geht es um die eigenen Interessen, also sind wir mal still. Lalala. Ist das gleiche wie mit den ganzen Datenschutzabkommen... eine Bastion nach der Anderen fällt, kommt Monate später erneut hoch und wird erneut in abgeschwächter Form durchgewunken und das Spiel wiederholt sich solange, bis dann doch alle Punkte umgesetzt sind. Möglich, weil Europa eben nicht ein gemeinsames Europa ist. Bis heute.

Ich hatte damals die EG (Europäische Gemeinsschaft) als sinnvoll betrachtet und als die Chance für Europa wahrgenommen, sich nicht gegenseitig zu zerfleischen. Abkommen mit Import und Export und gut wäre es gewesen. Stattdessen der übliche, geschichtsträchtige Größenwahn, noch mehr Länder planlos und ohne Kontrolle aufzunehmen (es wusste zudem und abgesehen davon beispielsweise jeder auch damals schon, dass Länder wie Griechenland, Spanien und so weiter marode sind, ebenso wie diverse Ostländer, aber man sah großzügig darüber hinweg und heute zeigt man mit mahnender Stimme mit dem Finger auf sie - was unglaublich lächerlich und peinlich ist, weil keine Überraschung) und man hat mal eben irgendwelche "gemeinsame" Gesetze geschafft und eine Einheitswährung, den harten Schilling und die solide deutsche Mark und andere Währungen, völlig unnötig abgeschafft und sich nach Jahren der immer größere werdenden Annäherung zwischen Europa und Russland in meiner Jugendzeit (Ende des kalten Krieges und gemeinsame Geschäfte, freundlicher Umgang) neuerlich selber einen frischen Keil abermals hineingetrieben. Völlig unnötig. Die Ukraine jetzt war doch auch nur plötzlich politisch und medial interessant, nachdem es zuvor das Raktenschild-Programm und andere Aktionen aus der Richtung gab, ansonsten hätte es doch gar nicht dieses Chaos damit oder gar das Interesse dafür gegeben (so wie bei anderen Ostländern zuvor ja auch nicht in der selben Situation).

Man hätte es bei der EG belassen sollen. Gemeinsame Import- und Export-Abkommen, Warenwirtschaftsabkommen sowie Fachkräftetausch und ansonsten harte Eigenlandwährungen, eigenes, an das Land und Mentalität angepasste politische und gesetzliche Führung und erleichterter Reise- und Ausbildungsverkehr zwischen den Ländern. Den unnützen Irak-Krieg auslassen, Russland normal begegnen und ich vermute, die umgebende Welt wäre etwas stabiler (soferne es nicht andere Interventionen gegeben hätte) und weniger stolprig. Weil da hilft es auch nicht, dass es heutzutage weniger Anschläge als in den 80ern gibt, weniger Flugzeugentführungen, RAF, ETA und und andere lokale Terror-Gruppierungen, wenn etwas viel Kritischeres brennt... das soziale Gefüge. Das ist gefährlicher als eine Entführung oder eine am Flugfeld gesprengte Maschine. Und bekannterweise gehen rechts- und oder linksradikale Mentalitäten nicht mal eben wieder ganz weg, sondern fast immer erst nach der "Läuterung" durch massive Konflikte mit Blut.

Sogar wenn es jetzt ruhiger wird unter Umständen - ich glaube nicht, dass die Rechts-Tendenzen in Europa dadurch schwinden und ich glaube auch nicht, dass Tausende von gescheiterten Flüchtlingen, die nun erst recht vor dem Nichts und wieder ernüchtert im Heimatland stehen, langfristig die richtige Beruhigungstablette sind. Zumal Europa oft als Vorbild, Ziel und Orientierung für Viele in den südlichen Ländern galt und als das angestrebte Level... ich glaube, die nachfolgende Generation, die gerade mit der aktuellen Situation aufwächst, wird das zukünftig ganz anders wahrnehmen und deutlich kritischer sein. Zum Nachteil aller Seiten, weil die Alternativen sind genauso unförmig und folgen ebenso keiner Stabilität.

Man hat sich mit dem verdammten Rumfuhrwerken und strategischen Spielen in den Ländern selber keinen Gefallen getan und der Umgang mit der Flüchtlingssituation ebenso nicht. Auf den Kopf fällt das echten Flüchtlingen, die nun zwischen den Welten stehen und dem kleinen EU-Bürger, der sich zermahlen fühlt in Zeiten von Landflucht und Dorfsterben und Arbeitslosigkeit und steigenden Mieten in den Großstädten bei mehr und mehr Belastung und schwindenden Pensionen, während unten nach der Befriedung eine Autobombe nach der Anderen platzt oder Menschen LKW-weise hingerichtet werden. Man muss sich schon fragen: Was hat man da bloß getan? So unglaublich viel davon war unnötig.

Nachtrag: Warum ich das hier wieder schreibe, weiß ich auch nicht, weil eh schon totgeschrieben alles und zu Tode gekaut... aber es musste halt gerade raus.


Donnerstag 10. März 2016

# Mein persönlicher Lebenstipp... in jeden guten Haushalt, in dem hin und wieder Etwas gebastelt wird, gehört eine gute Tischbohrmaschine. Die erleichtert das Leben enorm. Ich habe keine, da mal eben durch mehrere Lagen ein völlig geradliniges Loch im rechten Winkel zur Kante durch Hartholz zu bohren, damit Kugellager dann auf den Millimeter genau gleich gelagert und ausgerichtet sind, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Etwas genervt bin. \o/


# Würde mich nicht wundern, wenn jetzt ein beauftragter Hacker abgetaucht und ziemlich nervös ist. Hacker vertippten sich - und vermasselten Milliarden-Bankraub


# "Das mexikanische Model Laura Elena Zuniga will nicht mehr mit der Ehefrau von Drogenboss Joaquin "El Chapo“ Guzman verwechselt werden. ... Mehrere Medien veröffentlichten bereits Fotos von ihr und schrieben sie fälschlicherweise Coronel zu. Sie war 2008 in ihrem Bundesstaat zur Miss Sinaloa gekürt worden.

Zuniga war Ende 2008 mit ihrem Freund und sieben mutmaßlichen Mitgliedern des Juarez-Kartells festgenommen worden, nachdem in ihrem Auto Sturmgewehre und 45.000 US-Dollar in bar gefunden worden waren. Sie wurde später freigelassen. Das Juarez-Kartell konkurriert mit „El Chapos“ Sinaloa-Kartell."
Hrhrhrhr... ^^



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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