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Freitag 06. Mai 2016

INTERVIEW 0.1 Heute gibt's mal ein Interview mit dem Kopf hinter der selbst gehosteten Kommentar-Lösung Isso, die sich mittlerweile zu einer spannenden Alternative gegenüber Disqus, Discourse und ähnlichen Lösungen entwickelt hat und regen Zuspruch findet. Das Interview wurde selbstverständlich in einer Hochglanz-Textdatei geführt! \o/

Posativ aka. Martin Zimmermann. Beschreib Dich mal kurz - wer bist Du, wie alt bist Du, woher kommst Du und was machst Du denn eigentlich so den ganzen Tag?

Ich bin der Martin. Mitte 20. Komme ursprünglich aus Berlin, aber lebe derzeit arbeitsbedingt in Erfurt. Mein abgebrochenes (sic!) Studium in Bioinformatik habe ich in Jena angefangen, das nur unweit von der Landeshauptstadt (Erfurt!) liegt. Primär benutze ich meine Zeit zum Prokrastinieren - ich bin bei "we love apps" beschäftigt, da mache ich Dinge für Android. Netter, kleiner Laden. Nebenbei lese ich im Internet, spiele gelegentlich Klavier, lese oder spiele Computerspiele.

Du hast also ein eigenes Kommentarsystem "Isso" entwickelt, das mittlerweile regen Zuspruch hat. Was stört Dich denn bei bestehenden Lösungen bzw. den anderen Diensten wie Disqus oder gar Facebook-Kommentaren und Co., so dass Du etwas Anderes wolltest?

Um der einen Frage schon etwas vorzugreifen: ich habe mal ein Web Log ~ Blog betrieben. Die Engine war ein Nebenprojekt während meines Studiums und spuckt statisches HTML aus. Eine Zeit lang habe ich da auch Disqus genutzt, aber das ist ähnlich langsam wie das (aktuelle) Twitter-Webinterface. In dieser Zeit habe ich mich zunehmend mit dem Thema "self-hosting" befasst (ich bin auch leicht paranoid, aber pragmatisch). Facebook hatte und hab ich nicht - die Möglichkeit Kommentare einzubinden, gibt es da noch nicht so lange.

Ich habe die Historie etwas rekonstruiert, erschreckend lang ist das her!
+ Im Oktober 2012 habe ich einen Prototypen gebastelt, dem Commitlog zu entnehmen sogar mit Bootstrap 2.3.2 und jQuery 2.0.3. Hatte allerdings keine Ahnung von beiden "Technologien" und auch noch nie mit dem DOM gearbeitet. Nur etwas CGI konnte ich, aber auch das hatte ich verkackt. Natürlich auf GitHub gepusht, unfunktional wie es war.
+ Etwa ein Jahr später wurde ich von @noqqe angehauen, wie es mit Isso aussieht. Natürlich hat sich nichts getan und ich hab mit den berüchtigten Worten "refactor all the things" das Isso geschaffen und es hat trotz der vielen Fehler guten Anklang gefunden.

Isso habe ich direkt als Disqus-Ersatz gesehen, dass heißt die Integration läuft ähnlich, es gibt ein Migrationstool von Disqus weg. Das Deployment ist in der Standardkonfiguration zwar umständlich, aber sicher. Wichtig für mich ist die Datensparsamkeit, d.h. IP-Adressen werden geloggt, aber verkürzt (den Webserver kann ich natürlich nicht beeinflussen), die E-Mail kann ungültig sein und ist wie der Nutzername optional.

Kannst Du kurz in zwei-drei Sätzen für Ahnungslose erklären, wie Isso denn funktioniert? Kann man das mit dem Kommentar-System bei z.B. Wordpress vergleichen?

Man nehme eine JSON-API, ein eigenständigen JavaScript-Client und CORS. Heraus komt Isso. Isso ist unabhängig und lässt sich nicht in bestehende CMS integrieren, denn es ist eben unabhängig. WordPress bietet neben den Kommentaren auch zufällig Funktionalitäten zum Erstellen einer Website, das ist natürlich einfacher zu "integrieren". Isso lässt sich jedoch sehr gut in einen "stateless" Blog einbauen, z.B. statisches HTML. Witzigerweise nutzen schätzungsweise über 50% Isso in Kombination mit der ehemals gehypten Blog Engine Ghost, ein Node.js Webserver mit Analytics-Dashboard, aber keinen Kommentaren. Was für Hipster... ^^ Ohne besondere Anpassungen läuft Isso auch damit.

Isso - was bedeutet denn dieses Wort überhaupt und wie kommt man darauf?

Das ist schwierig. Ich war~bin jung und naiv und "ist so" und auch "ich schrei sonst" (das kannte ich) kann als "isso" abgekürzt werden. Im Nachinein auch ein tolles Oxymoron für ein Diskussionssystem. Bei der Google-Bildersuche stellt sich auch heraus, dass das auch ein Pokémon ist - daher die offensichtliche Urheberrechtsverletzung im Logo, hüstel. ^^

Und für welche Zielgruppe ist diese Lösung gedacht? Können auch Wordpress, Octopress, usw...-Blogger mal eben etwas damit anfangen? Gibt es ein Plugin dafür, meldet man sich da irgendwo an oder benötigt man technische "Skills"?

Isso ist plattform-agnostisch, wie man es so schön nennt. Letztendlich habe ich das System für mich entwickelt und auch etwas Feedback von @noqqe bekommen. Wenn ein Blogger seine eigene Plattform versteht oder gar eine eigene Engine betreibt oder zum Beispiel Octopress verwendet, dann ist der Weg nicht weit zu Isso.

Du bietest Isso kostenlos an - man muss also nichts dafür zahlen, somit investierst Du viel Zeit und Energie in das Projekt... ohne Bezahlung. Wer macht denn sowas? \o/

Das wüsste ich auch gern. Isso ist mein erstes, größeres "Open Source" Projekt (ich habe schon deutlich mehr auf GitHub und Co. hochgeladen, alles frei wie in MIT/BSD-Lizenz). Meine Meinung hat sich mit Isso sehr geändert...

Ich bin ein großer Befürworter von freier Software und werde jedes private Hobbyprojekt auch weiterhin unter einer wirklich freien Lizenz (kein GPL) veröffentlichen. Ich verwende im Beruf sehr oft freie Projekte und das ist nur möglich, weil ein Großteil unter BSD/MIT-Lizenz steht.

Das Hauptproblem ist die Community. Bei freier Software gibt es viel mehr Nehmen als Geben. Leute sind inkompetent, unfähig (ohne es zu wissen), Leute wollen dies, das und jenes. "Feature XY ist mein Killerfeature, dann würde ich Isso verwenden". Benötigen lange Debugging-Sessions im IRC um ihre Konfiguration zu fixen.

Die Community frisst die Motivation... Das gefällt mir nicht.

Unter welcher Lizenz steht das Projekt? Was passiert denn, wenn jemand einen kostenpflichtigen Dienst auf Basis deiner Lösung entwickelt? Würde Dich das stören?

Vermutlich MIT, ich müsste mal nachlesen. Die Lizenz erlaubt die kostenpflichtige Nutzung und auch Weiterentwicklung (unter anderem Namen) und damit bin ich zufrieden, ansonsten hätte ich auch eine andere Lizenz nehmen können (nebst Anwalt für das Verständnis).

Es gab bisher auch zwei Fälle, die in diese Richtung liefen:
+ Nutzung in einem proprietären Buchverwaltungssystem, das funktionierte nicht, weil ich nicht Feature X und Y nachgeliefert habe.
+ Integration in eine Art Community (Internetprovider) mit Authentifizierung über OAuth. Hier gab es auch eine Zeitlang eine Zuarbeit (aka Pull Requests), die leider im Sand verlief (Desinteresse, Projekt gestoppt, was auch immer).
Die proprietäre Nutzung in erster Form ist, mir sei verziehen, Arschloch-Verhalten. ^^ Die Nutzung in der zweiten Form ist aus meiner Sicht völlig ok. Die Lizenz lässt beide Formen zu.

Gut, Du hast da also Etwas auf die Beine gestellt, das viel Interesse auslöst und von vielen Bloggern mittlerweile eingesetzt wird. Mal so ein generelles Résumé: würdest Du aus heutiger, "frischer" Sicht etwas anders machen bzw. zum Beispiel die Basis völlig neu angehen (z.B. PHP oder dergleichen verwenden) oder irgendetwas Anderes?

Ja, natürlich! Du musst wissen, dass ich erst 2010 mit Programmierung angefangen habe. Drei Jahre später ist mein Pythonwissen zwar durchaus sehenswert ~ ok, aber gerade das Konzept ist nicht gut ausgearbeitet.
Wenn ich neu anfangen würde (ich spiele manchmal mit dem Gedanken), dann weiterhin in Python oder einer modernen Sprache á la Rust, mit folgenden Änderungen:

+ keine GitHub Issues
+ eine Datenbank-Abstraktion
+ Webinterface
+ noscript-Support (z.B. manuell gerendert)
+ kein Support für System X/Y/Z (siehe Punkt 1)
+ mehr Interoperabilität (z.B. RSS, SSL Proxy, E-Mail Benachrichtigung)
+ das Datenbankschema ist naiv und einer der Hauptgründe für die schwierige Erweiterbarkeit

Aber mit Abstand am Wichtigsten ist die Unterstützung von Nutzern, das heißt per OAuth/Login/Foo kann der Kommentator seine Echtheit verlinken. Um es wissenschaftlich zu beschreiben, es geht um die Reputation von den Nutzern. Aktuell ist es IP-basiert und natürlich kann es hilfreich sein, nur Nutzer von GitHub, Twitter oder auch gar Tor oder einer eigenen Community zuzulassen. Dabei soll Isso nicht den Monolith-Tod sterben, die Authentifizierung soll über Drittanbieter passieren (zum Beispiel eben OAuth).

Gibt es irgendeine Idee oder "Sache", die Du gerne im Rahmen von Isso noch umsetzen möchtest oder gerne würdest? Oder erfüllt es bereits all deine Vorstellungen?

Ich bin sehr zufrieden mit dem aktuellen System. ^^

Das Feedback der User... in letzter Zeit meinen Viele, dass der Umgangston vieler User heutzutage oft eher fordernder geworden ist, weil sie gewöhnt sind, Tools und Lösungen kostenlos zu bekommen bzw. etwas "verwöhnt" sind. Wie siehst Du das? Und gibt es auch negative Erfahrungen oder eine Erkenntnis, die Du mitnimmst?

Das habe ich oben angesprochen, aber ja... Ich muss niemandem etwas verkaufen. Ich freue mich über Spenden oder einfach auch nur einem Kommentar á la "Danke für Isso". Wer eine proprietäre Lösung verwenden will, der soll dies tun... Das ist nicht mein Problem. Mit einem offenen Kommentarsystem lässt sich die Welt nicht ändern.

Wie siehst Du generell die Entwicklungen von Kommentaren in Blogs? Bei vielen Online-Zeitungen gibt es beispielsweise heutzutage starke Filter, manche öffnen die Kommentare nur mehr tagsüber, auf vielen Seiten muss man sie erst mit einem Klick einblenden und damit sichtbar machen und da und dort finden sich Blogger, die aus unterschiedlichen Gründen gleich ganz auf Kommentare verzichten, während der Rest externe Lösungen wie eben von Facebook und Co. einsetzt - wohin geht der Weg?

Die Kommentarsektion unter Online-Zeitungen oder auch Online-Portalen wie z.B. Golem sind neben Facebook meiner Meinung nach ein großes Übel. Belustigend und beängstigend zugleich. Letztendlich sind die Kommentare stark vom eigenen Internetauftritt abhängig. Ich finde, dass sich Kommentare gut für direktes Feedback zum jeweiligen Beitrag eignen. Allerdings ist der Übergang zu einem Forum/Community fließend (siehe Ars Technica oder auch Facebook Fanpages).

Mir gefällt die eingeschränkte Nutzung von Kommentaren mit Isso daher sehr gut. Denn es ist super nützlich für kurzes Feedback, aber definitiv die falsche Form um Bugreports zu diskutieren: siehe hier.

Allgemein problematisch sehe ich natürlich "Facebook und Co." an, gerade weil ich ohne Facebook-Konto einerseits nicht an Diskussionen teilnehmen kann aber auch vom Inhalt ausgesperrt werde. Stichwort: walled garden.

Man kann via Github, einer Mailingliste und mittels IRC mit Dir in Kontakt treten, wenn es um Isso geht... was bevorzugst Du und wie schätzt Du die Gewichtung der einzelnen Lösungen ein - wo findet die meiste Aktivität und "Nutzen" statt? Ist IRC noch relevant?

Tickets werden oft für "aah-bin-bin-zu-dumm-fuer-deine-software" genutzt, ich bevorzuge daher IRC. Einerseits weil die Kommunikation schnell ablaufen kann (Chat) oder auch verzögert (durch einen Bouncer). Im IRC-Channel helfen auch andere Nutzer, das entlastet mich.

Ich finde das Medium E-Mail schwierig, primär weil das Konzept aus IMAP, MTA, MUA und was auch immer super nervig ist und die RFCs alle nur halb umgesetzt sind. Aber das ist nur meine persönliche Präferenz. Support-Anfragen zu Isso per E-Mail kommt häufiger, aber das wird dann einfach ignoriert.

Gefährlich finde ich die neuen, hippen Lösungen á la Slack, Gitter, etc... Warum sollte ich meine Kommunikation auf 10.000 Nachrichten und einem "free" Modell beschränken? Davon abgesehen, dass ich für GitHub-Projekte keine Push-Benachrichtigungen für Support will.

Würde übrigens Github von heute auf morgen zusperren, welches Service würdest Du stattdessen am ehesten nutzen bzw. warum greifst Du hier auf diesen externen Dienst zurück, anstatt alles beispielsweise auf deinen eigenen Server laufen zu lassen?

Ich habe schon länger eine eigene Infrastruktur. Es gibt leider keine ansprechende Lösung für Tickets, da bin ich auf externe Dienste angewiesen. Warum ich mein Zeug auf GitHub habe: früher war es hip, heutzutage ist es sehr einfach aufzufinden (für andere User).

Du hast ja übrigens auch eine eigene Blog-Engine programmiert - vielleicht ein paar Worte dazu... was, wie, warum - und hängt sie mit Isso zusammen?

Mein erstes Projekt um in die Programmierung einzusteigen. Es gab zwei Ansätze: einmal mit CGI und danach als "static blog compiler". Auch wenn ich nicht mehr aktiv blogge, bin ich sehr zufrieden mit meiner Engine.

Hier übrigens am Rande eine kleine Erklärung, warum ich zur Zeit nicht aktiv blogge: Der Hauptgrund ist, dass ich meinen Schreibstil sehr nervig finde. Ich schweife aus, komme nie zum Punkt. Ich schreibe Programmcode besser als Deutsch... ^^ Wenn ich wieder mit dem Bloggen anfange, dann auch als Neustart in anderer Engine und lockerer, so ähnlich wie bei dir.

Schlussfrage: Mit welchen Tools arbeitest Du so am liebsten und welcher Umgebung?

Uhm, ich schreibe dir meine Tools auf, allerdings mit dem Hinweis, ob ich zufrieden bin oder nicht.
+ OS: Linux (Gentoo) – geht so
+ DM: X11 mit Herbstluftwm – ist mir im Wege
+ Terminal: urxvt – schei? Unicode ^^
+ Shell: fish
+ E-Mail: notmuch/alot, heute temporär auf Thunderbird migriert, der Schmerz war unerträglich
+ Browser: Chromium (mit uMatrix)
+ Editor: Vim – gute Bindings, viel Unwissen
+ IDE: IntelliJ – would recommend again
+ IRC: mosh + screen + weechat

So viel mehr nutze ich täglich nicht. Vieles läuft inzwischen im Browser oder Terminal. Für die nächsten Jahre plane ich technisch ein deutlich "suckless"eres Setup als aktuell. ^^

Dankeschön Martin! \o/
17:37 Uhr / 06.05.2016 / 20160506173005.txt

Ja, schau mal einer an... wer hätte sich das gedacht?! Ôo

"EU-Ratspräsident Donald Tusk hat vor der Vision eines europäischen Superstaates nach dem Vorbild der USA gewarnt. Ein Projekt der EU als ein einziger Staat wäre nicht nur total unrealistisch, sondern auch zerstörerisch für ihre Zukunft ... „Europa ist ein Versprechen, aber ein Versprechen, das nicht eingehalten wurde“ ... Generationen von Europäern hätten Opfer erbracht, damit das Versprechen Europas von mehr Jobs, mehr Dienstleistungen und mehr Wachstum erreicht werde, zumindest für die Kinder. Doch jetzt verlangten die Staats- und Regierungschefs noch mehr Opfer, weniger Dienstleistungen, höhere Steuern, „um was zu tun? Die Banken zu retten“, sagte Schulz."
11:42 Uhr / 06.05.2016 / 20160506113609.txt

Ich hatte gestern oder vorgestern bei Twitter einfach die Farbe Blau als Profilbild-Ersatz verwendet, weil ich an die blaue Link-Farbe bei HTML-Seiten gedacht habe... uff, gerade aber ist mir erst bewusst geworden, dass das ja womöglich auch politisch ausgelegt werden könnte. Jössas! \o/ Gleich wieder entfernt. Und noch dazu tippe ich diese Zeilen gerade in einem blauen H & M-Sweater und eine blaue Kappe liegt auch wo rum... ich muss wohl mein Outfit ändern. Ôo
07:51 Uhr / 06.05.2016 / 20160506074715.txt

Auch spannend, gerade per völligem Zufall noch schnell kurz bei der Live-Übertragung der JCSAT-14 Mission von SpaceX gelandet und genau in dem Moment landet das Teil aufrecht stehend - erst alle so im Hintergrund "Oohhh. (viel Licht) Oh. (alles dunkel, nichts zu sehen) OOOOOHHHH!!! (sie steht doch)". Jubel. ^^
07:35 Uhr / 06.05.2016 / 20160506073012.txt

"Letztlich zählen die Fakten. Wir haben eine Rekordarbeitslosigkeit, Rekordstaatsschulden, eine noch nie da gewesene Steuerquote und überbordende Bürokratie, den stärksten Anstieg der Lohnstückkosten der westeuropäischen Industriestaaten seit dem Jahr 2000. Und besonders schlimm ist, dass wir seit 2009 sinkende Realeinkommen haben. Die Menschen können sich immer weniger leisten, weil der Staat immer mehr braucht. Stünde ein Unternehmen so da... Wir erleben in Österreich das Ende eines Systems, an das sich die Menschen viel zu lang geklammert haben. Die Sozialpartner, die sich historische Verdienste erworben haben, sind zu Hütern überkommener Strukturen geworden. Niemand sollte über die aktuellen Entwicklungen überrascht sein. Die Menschen spüren, wenn etwas aus dem Lot läuft. Es reicht einfach nicht, Jahr um Jahr nur zu verwalten und Macht zu horten."

Ösi-Mentalität: "Jo, wos? Des hob ma imma scho so gmocht! Imma des sudern, oiso wirkli...!"

Realität? Recht hat der Gute. Und das sage sogar ich... über einen Voestalpine-Generaldirektor.
06:53 Uhr / 06.05.2016 / 20160506065045.txt

Fehlprognose - US-Journalist muss eigene Kolumne essen. Ich finde, das sollte man als Standard einführen! (Der Text ist auf der Seite ein paar Absätze weiter unten)
06:36 Uhr / 06.05.2016 / 20160506062313.txt

Was für eine Nacht. Gestern ausnahmsweise eine Pizza vom Mafia-Lokal um's Eck geholt, nur bin ich so fettes Knoblauch-Essen gar nicht mehr gewöhnt - momentan erarbeite ich mir ja wieder seit längerem die schlanke Linie. Heißt also, statt Traumland gab es ein Rumwälzen und so weiter, aber immerhin habe ich irgendwann um drei in der Früh endlich verstanden, dass ich das Problem auf dem Nexus-Tablet (es stoppen nämlich manche Videos bzw. einige Kanäle und deren Videos oft nach 1~3 Minuten... der Ton läuft dabei weiter, aber das Video nicht, egal ob mit der neusten Youtube-App oder auch wenn ich das Gerät komplett rücksetze und mit einer Uralt-Version die Videos anschaue) umschiffen kann, in dem ich die Videos nicht über die App, sondern im Old-School-Style über den Browser anschaue. Hatte ich gar nicht im Sinn, weil es immer unabhängig von der App-Version und Updates aufgetreten ist und ich das Nexus an sich dafür verantwortlich gemacht habe, aber gut... scheint wohl doch so zu sein. Wieder was gelernt und gelöst.
06:21 Uhr / 06.05.2016 / 20160506052848.txt

Donnerstag 05. Mai 2016

Und wieder nix in der Bitcoin-Geschichte. Da werden unsere Enkel noch davon sprechen und mutmaßen...
20:25 Uhr / 05.05.2016 / 20160505202518.txt

Übrigens muss ich mal anmerken, dass ich früher immer nur ein Gnome-Fan war, mit KDE konnte ich hingegen nie etwas anfangen - ihr leicht? Hatte mir immer zu viel an Bunt & Mac-Style. Aus heutiger Sicht und beim aktuellen Stand würde ich es vermutlich umgekehrt angehen.

Nachtrag: Außerdem hatte ich mich irgendwann mal bei diversen Tests recht schnell in die visuelle Oberfläche des Haiku OS verliebt und deshalb anno dazumal herumgebastelt, so dass mein damaliges Ubuntu die selben Icons und dergleichen verwendete. Hatte für mich so einen Retro-Charme ein bisschen, wegen den Fluffi-Icons und der gelben Farbe bei den Fenstern... so ein Art von modernen Windows 95 im 81er-Style-Look. ^^

Nachtrag: Soweit ich mich übrigens erinnern kann, hatte Haiku damals schon einen soliden Eindruck gemacht. War übrigens das nicht so irgendwie die Basis von diesem komischen System, das mal im Homeshop-Kanal verkauft wurde? Ah, ZETA! Edit: gut, abgekupfert von der gemeinsamen Basis BeOS, aber ich glaube, die waren sich so oder so recht ident und sehr nahe.

Nachtrag: Irgendwie schade, dass bei BeOS bzw. Haiku irgendwie dann nichts mehr weitergegangen ist. Kann mich bei Haiku an eine gute Performance erinnern und es lief stabil, startete flott und war generell wie ein kompaktes, solides Puppy Linux. Aber halt zu eingeschränkt im Alltag mit der Software-Auswahl und der Editor hatte ein grausames Schriftbild und noch zwei-drei Sachen störten mich, aber sonst war es schon sympathisch. Mh.
20:13 Uhr / 05.05.2016 / 20160505200229.txt

"Android ist Windows 95". Herrlich. ^^
17:21 Uhr / 05.05.2016 / 20160505172059.txt

Mal wieder etwas in der Wohnung rumgeräumt, so der Klassiker alle paar Monate. Also eines ist mal klar: Möbel gibt's in meinem Leben definitiv nur mehr portabel, rollbar, tragbar sowie im Kleinformat und wie auch immer - auf jeden Fall flexibel... alleine ein so ein kleines Holz-Kästchen mal von A nach B zu schleifen und aus- und einzuräumen ist echt mühsam. Genervt bin. Und Menschen übrigens, die ihre Wohnung mit schweren, dunklen Möbel ausstatten und mit so riesigen Kastenwänden ganze Wände verstecken... bbrrrr, werde ich nie verstehen. \o/
17:18 Uhr / 05.05.2016 / 20160505165829.txt

Herrschaftszeiten noch einmal... SpaceX will zum Mars. Die nächsten Pflaumen! Gibt's denn noch irgendeine Firma oder Behörde da draußen, die einfach mal nur zum Mond fliegen möchte und dort endlich mal eine Basis aufbaut. Ständig bewohnt. Ich bin schließlich 35 Jahre alt und ich warte jetzt wirklich schon lange darauf... Mars ist schön und gut für Förderblasen und Push-Effekte am Aktienmarkt, aber ich will doch einfach nur, dass meine Generation endlich doch noch die erste, dauerhafte Besiedelung da oben erlebt... seufz! \o/

Nachtrag: Softwarefehler zerstört japanisches Röntgenteleskop im Orbit - das könnte irgendwie auch aus einer Science-Fiction-Geschichte aus den 70ern sein... so der Beginn einer Invasion, es tauchen da und dort Fehler auf und keiner deutet die Zeichen richtig. Gab ja in letzter Zeit sogar prompt einige defekte Satelliten in kurzer Zeit. ^^
16:50 Uhr / 05.05.2016 / 20160505164042.txt

500 Euro Scheine. Die Grundlage und Wurzel der Kriminalität, besser wir schaffen das Zeug ab!

"Führende deutsche Ökonomen wie der Chef des Ifo-Instituts Clemens Fuest vermuten ... dass es Draghi in Wirklichkeit darum geht, die Zinsen weiter in den Negativbereich zu drücken. Denn bei Bargeld gibt es keine Minuszinsen. Das Horten von Bargeld wird mit kleinen Scheinen nun erheblich schwieriger und teurer." Nom nom nom. (Vorsicht, der Link geht zur Welt.) ^^
09:38 Uhr / 05.05.2016 / 20160505093724.txt

Mittwoch 04. Mai 2016

Hrhrhrhrhr. Telekom will bei eSIM keinen Netzwechsel zulassen... und jetzt sind wir alle ganz überrascht und schütteln ungläubig den Kopf, während wir uns langsam das Popcorn in den Mund schieben. Nein? Doch! Oooohhhhh! \o/
20:28 Uhr / 04.05.2016 / 20160504202717.txt

Und? Ihr ganzen Schlaubis... ihr wusstet sicher was Industrie 4.0 bedeutet, oder? Jeder zweite Mitarbeiter kennt es nicht.

Ist auch schon wieder so ein völlig idiotisches Buzz-Wort wie Web 2.0 und dieser ganze Kram. Oder so ähnlich, als damals überall ein Beta-Badget bei den Logos dabei klebte. Alles nur visuelle oder akustische Worthülsen für Etwas, dass die Lobpreiser selber nicht vernünftig in Worte fassen können. Teilweise stehen wir nämlich punktuell je nach Gebiet zwischen Industrie 5.0 und Industrie 0.1b oder noch kleiner. Tendenz eher 3.0...
17:45 Uhr / 04.05.2016 / 20160504174213.txt


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