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Montag 07. März 2016

# Ich würde da gernen einen Schwall dazu schreiben, aber wir haben Montag und es ist erst am Morgen, also lassen wir das. Aber eine Sauerei ist das schon. "Glyphosat... in Brüssel umgehört und festgestellt, dass das Thema jedem irgendwie unangenehm ist. Zu erfahren ist aber vor allem eines: Zuständig ist (immer) jemand anderer." Nicht wegen dem Glyphosat an sich, denn da bin ich zu sehr Laie um hier ausreichend beurteilen zu können (auch wenn der instinktive Bauch natürlich dagegen ist), sondern alleine wegen der Tatsache, dass hier Menschen (sprich Politiker), die selber Familien, Kinder, Bekannte und Verwandte in ganze Europa haben, ihre Angehörigen somit Dingen und nicht einschätzbaren Gefahren und Risiken aussetzen, von denen sie selber anscheinend keine Ahnung bzw. dafür ausreichendes Verständnis und Interesse haben, selber wohl nicht wirklich überzeugt sind oder sich einfach mal eben auf finanzieller, politischer oder persönlicher Ebene kaufen lassen.

Das ist echt verbrannte Erde, die da hinterlassen wird - und das Ganze eigentlich mit Vorsatz, sonst gäbe es nicht solche Reaktionen wie im Beitrag. Quasi "Oh, hallo meine kleine Tochter! Na, gut geschlafen? Heute hat Dein Papa ein Gesetz beschlossen, damit ein Mittel in der Natur eingesetzt wird, wo wir wahrscheinlich aber davon ausgehen, dass es weder gesund noch sinnvoll ist und irgendwie ist das Ganze auch seltsam... aber mh, ja, dafür gibt es eine neue Puppenstube jetzt! Schau, die steht hinten auf der Wiese neben unserem Feld, geh doch mal raus und spiel damit! Ich will nämlich nur das Beste für Dich!" Schizophren, oder?


# An manchen Tagen könnte man ja glatt glauben, Europäer bekriegen sich untereinander deswegen bald, weil die einen die Amerikaner und die anderen die Russen in ihren Meinungen unterstützen und man es dem Anderen jeweils aggressiv als Fehler unterstellt. Das wäre dann eigentlich glatt sowas wie ein Stellvertreterkrieg im wahrsten Sinne des Wortes... hrhrhr.


Freitag 04. März 2016

# "Der Aufstieg von reichen Menschen und reichen Firmen in armen Ländern ist Ausweis einer gesunden Wirtschaft", glaubt Caroline Freund dennoch. Der Gedanke dahinter: In einer solchen gesunden Wirtschaft, in der Wettbewerb nicht staatlicherseits behindert wird, ziehen die effizientesten Firmen automatisch Arbeitskräfte und Kapital an.

Diese Unternehmen wachsen. Und das ist gut für Wertschöpfung und Löhne. Denn, so Freund: Besser ein hochproduktives Unternehmen mit 10.000 Beschäftigten als 1000 typischerweise eher ineffiziente Firmen mit jeweils zehn Leuten. Besser Großunternehmen, die sich unter dem Druck internationalen Wettbewerbs bewähren, als Kleinbetriebe, die es sich auf einem übersichtlichen Binnenmarkt heimelig machen."
Aha... mhm.


# Aha, Wien bekommt einen Schwesternableger des Chaos Computer Clubs. Na ich bin gespannt... hoffentlich endet das nicht in der üblichen Vereinsmeierei und lebt dann nur noch vorwiegend von dem Diskutieren über Statuten und wer der Schriftführer ist und so weiter.

Ich war ja mal bei so einem unabhängigen, journalistischen Online-Blatt kurz (die sind dann vom Kellerloch später in einer der großen Zeitungen eingegliedert worden) und ich muss ehrlich sagen, das einzig Relevante, das ich an Eindrücken von dort mitgenommen habe, war, dass man sich sehr viel Gedanken um den Status und politische, persönliche Agenden gemacht hatte. Aber auch bei einem Treffen von so Monatszusammenkünften im Open Source Bereich, wo ich mal dabei war (ebenfalls Wien), fühlt man sich recht schnell an einen Kleingartenverein erinnert und die gelebte Offenheit gegenüber Neuen bzw. Interessierten versumpert oftmals dann in "Wir sind 'ne Clique, wennste dazu gehörn möchtest, Fluffi, dann zeich mal erst, dass du aus dem selbn Holz gschnitzt bist, gell?" und das Ganze jetzt aber nicht auf diese flauschige Art und ist man mal dabei, dann dreht es sich vor allem um die persönlichen Egos und dessen eigener Ziele als Aktive und nicht so sehr um die Gesamtheitliche Bewegung an sich. Hoffentlich wird das anders.

Nachtrag: Hier gibt es übrigens die neue Seite des CCC Wiens.


# Weil da Amazon gerade die Verschlüsselung der Daten auf Tablets als Feature einstellt und alle so verwundert und überrascht sind... ich weiß nicht. Einerseits bin ich mir auch ziemlich sicher, dass es in Wirklichkeit nur ganz Wenige gibt, die die Vollverschlüsselung verwenden (und die Schicht kauft vermutlich eher kein Amazon Tablet mit Werbung und Co. vollgepackt) und außerdem ist es insofern bequemer für Amazon, weil sie damit sich nicht mit Rechtsansuchen rumschlagen müssen, so wie Apple gerade - inklusive negativer PR bei einem "Präsenzfall". Könnte mir vorstellen, dass auch das etwas mitschwingt und der Konzern solche Situationen von Grund auf vermeiden will im Sinne von "Leute, verschlüsselt Eure Daten selber, dann brauchen wir uns keine Gedanken mehr darum machen und sparen uns einen Rechtsanwalt für etwaige Terror-Prozess-Forderungen zukünftig". Aber schauen wir mal, was da noch so auftaucht an etwaigen Gründen...


# Muss das hier vom Fefe mal erwähnen... Kosten für Zeitungsabos und ihr Tod. Da hat er schon recht.


# Jetzt kommt ja bald die Neuauflage von Ghostbusters in das Kino... dieses Mal mit Frauen. Und was passiert? Der Trailer süffelt in den Bewertungen ab, erhält auch Dislikes und eher negatives Feedback und sofort wird medial darüber diskutiert, dass es hier ein Akzeptanz-Problem gibt und Frauenrecht und so weiter.

Also ganz ehrlich - das liegt wohl eher daran, dass das dem Trailer nach einfach wirklich nur ein banaler Aufguss mit neuen Marionetten ist, er eher nicht wirklich lustig ist (und der Humor der 80~90er heute auch nicht mehr greift und zu still dazu ist) und vor allem ist das so wie mit zum Beispiel Knight Rider 2 und all diesen Dingen... Gegen das Original kommt man halt nicht an und jede Adaption ist dann meistens ein simples Zusammenstückeln der Best ofs des ersten Teils, weil es da eben funktioniert hatte und das war es aber auch schon wieder. Da muss man aber nicht gleich mit der Gesellschaftskeule und zahlreichen Diskussionen kommen.

Und interessanterweise hätte ich mir übrigens persönlich gedacht, dass die Frauenfiguren generell eher dem modernen Zeitgeist entsprechen, also taffer und so - stattdessen wird der naive Touch der damaligen, männlichen Darsteller imitiert und das Ganze verkommt zu der nachgespielten Komödie, die aber eben heute altbacken wirkt... speziell für all Jene, die das Original anno dazumal gesehen haben.

Nachtrag: Er könnte aber beim Nachwuchs - also der neuen Generation - durchaus gut ankommen, denn die haben kaum Bezugspunkte zum Original. So wie in der Familie ein junges Mädchen mit ihren 6 Jahren. Biene Maja, Knight Rider, Ghostbuster und so weiter... alles unbekannt. Eh klar. Wer weiß, vielleicht wird für die Generation das der neue Kultfilm. ^^

Nachtrag: Es gibt auch euphorische Lobeshymnen (mit Rundumschlag gegen Kritik). "Die nerdy Technikern des neuen Teams, gespielt von Kate McKinnon, mit dem blonden Wasserstoffscheitel hat es mir besonders angetan.". Aja, ich verstehe. Und der Link ist auch gleich mal passend aufgebaut "ghostbusters-3-trailer-maennerrechtler-antifeministen-hudson-sexismus" Klick, klick. ^^


# Nachdem ich letztens wieder über stolze Blog-Besitzer gestolpert bin, die nun nicht mehr Wordpress einsetzen, sondern nun ganz lässig eine statische Blog-Engine verwenden, werfen wir doch mal einen fokussierten Blick auf die Dateigröße. Ursprünglich wollte ich ja auch was Statisches beim Blog, aber was mich noch mehr gestört hat, als das ewige neue Rausrendern bei den ganzen Static Engines, wenn man mal eben zum 5. Mal einen Tippfehler ausbessern oder Ergänzung beifügen will, ist die... Dateigröße.

Konvertiere ich aus Markdown-Files oder was auch immer einen statischen Blog, habe ich am Schluss die Markdown-Files und in einem anderen Ordner die generierten HTML-Seiten. Also schon mal doppelt alles. Außerdem noch ein paar Skripte, mit Pech auch noch Templates und Config-Dateien und sonstige Helper, Plugins oder was auch immer.

Die erstellten HTML-Seiten sind natürlich superflott und laden schnell am Server, sind quasi nicht angreifbar und so weiter - allerdings schleppen sie jedes Mal den Header, Footer und Co. mit sich rum. Klar, man kann das alles Cachen und der Browser lädt auch nicht immer alles jedesmal neu, aber dennoch erzeuge ich da unnützen Datenstaub für jeden einzelnen Eintrag. Ebenso kommen dann oft noch eine Archiv-Seite dazu, die ich persönlich nur sehr selten bei anderen Blogs nutze und beim Rausrendern ebenfalls Zeit auffuttern, ebenso die Pagination, die dann immer wieder neu angepasst werden muss und so weiter und so fort.

Mal ein aktueller Blick hier in den Blog: Momentan lümmeln an die 700 Beiträge hier im Blog rum, soll heißen ~700 einzelne Text-Dateien liegen am Server. Plus noch ein Header, eine Content-Klammer und ein Footer zum Garnieren und ein Perl-Script zum Darstellen von dem ganzen Zeug. Gesamtgröße aller Dateien zusammen bzw. des Blogs an sich: nicht einmal ~800 kb.

Ich habe mal den Test gemacht und vor längerem mit weniger Beiträgen das Ganze statisch Artikel für Artikel rausgerendert... hatte gar nicht damit gerechnet, weil ich nicht darüber nachgedacht habe - also genauso erstellt wie mit Jekyll, Octopress und wie auch immer sie alle noch heißen - und hatte plötzlich naturgemäß... Megabytes (ich glaube es waren 5~ MBs oder sogar noch mehr?) auf der Platte liegen. Für den selben Inhalt, den selben Blog.

Ist dann ganz toll statisch, muss aber bei jedem neu Erstellen nicht nur den einen neuen Beitrag hochladen, sondern auch alle Seiten, wo die Pagination neu ist oder zumindest die Index-Seite zusätzlich, ebenfalls eine Archiv-Seite. Und bei einem Tippfehler wieder neu rendern und man kann nur hoffen, dass die Engines zu denen gehört, die nicht den gesamten Blog und alle Seiten abermals rendert.

Seitdem hat sich das Thema mit den statischen Blog-Engines für mich erledigt. Sinnloser Datenstaub, sofern man einfach nur ein paar Texte online stellt, vielleicht noch eine Suche und eine Pagination. Dazu braucht man den ganzen Schrott wirklich nicht. Klatscht man sich noch schlimmer ein Wordpress am Server, dann rotzen da gleich mal 15 leere Megabyte am Server rum, plus noch der ganze Overload in der Datenbank mit Revisionen und so weiter sowie den dutzenden Klassen und Co. für Templates und Plugins... und dann schaut der Blog aber genauso schrottig aus wie meiner hier und kann auch nicht mehr.

Und teuer statische Rendern für jeden Tippfehler und dann noch den anderen Rattenschwanz auch nochmal hochladen (beispielsweise Tippfehler am Anfang - Teaser-Seite plus Artikelseite neu plus RSS) und unnötig Datenstaub aufzubauen... nein, danke.

Dann lieber so wie hier ein billiges, dynamisches Skript, das übrigens bald 15 Jahre alt ist und noch immer updatelos läuft, gerade mal 27 kb groß ist und simple Textdateien, die so wie sie sind genutzt werden. Textdatei hochschupsen und fertig, nicht mehr dran denken. Und ja, wenn ich wollte, könnte ich hier auch Titel, Tags, Kategorien und RSS einbinden bzw. aktivieren, aber lohnt ja nicht wirklich bei meinem Gesülze - aber gehen würde es, ebenso wie Teaser, Index, zum Beispiel Titel gibt es, ich zeige sie nur nicht an, wozu auch, Tags und Kategorien würden halt ein paar KB mehr bedeuten und RSS ist nur stillgelegt, aber vorhanden. Also ist "genauso viel Blog" wie jeder Andere auch. Und für das rudimentärer Design-Auftreten kann das Skript nichts, das entspricht meiner visuellen Kreativität (hust). Und bezüglich der Ladezeiten - ja, die Suche mittels zweitem Skript mit 11 kb könnte flotter sein, dafür brauche ich aber auch keine andere, externe Lösung oder artfremdes Zusatztool oder eigenen Suchindex und ansonsten ist kaum ein Unterschied bei der Schnelligkeit zur statischen Variante.

Also solange nicht jemand daherkommt, der beim selben Umfang mit einer anderen Lösung um die Hälfte weniger Datenstaub antreibt, wird mich keine andere Idee mehr überzeugen. Auch keine statischen Blog-Engines, die außerdem gerne das Problem mitschleppen, dass sie 5 oder gleich 12 zusätzliche Abhängigkeiten irgendwelcher Libraries haben, um überhaupt mal laufen zu können.

Nachtrag: Und noch etwas, was mich unrund macht... bei vielen StaticEngines baut man die MD-Inhalte nach einem Schema auf... so alias
=
- Titel: Hasiputzi
- Meta-Tags: Banana
- Tags: Affe
- Link: hasiputzi-affe
- Template: default
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Hier der Text. Hier der Text. Hier der Text.

Wozu im Namen des gerösteten Speicheriegels braucht es den ganzen Quatsch rundherum? Warum nicht einfach erste Zeile Titel, zweite Zeile Tags ohne den ganzen Trennern, Sonderzeichen, Bezeichnungen, Abständen, usw... man weiß ja nach dem ersten Text, was in welche Zeile kommt? Wozu die =-Zeichen und ähnliche Variationen? Bei mir ist das Datum und die Uhrzeit der Titel und zugleich Link eines Beitrages und dieser steht einfach in der ersten Zeile... ohne Erklärung, Doppelpunkte, Bindestrich und so weiter. Das erzeugt alles digitalen Staub für nichts, möchte man seine Beiträge mal eben Tippen und man hat keine Vorlage, darf man das auch alles jedes Mal Zeile für Zeile dazufitzeln...? Na sicher nicht!

Nachtrag: Hier noch ein Screenshot der Textdatei hier. Die br sind deswegen da, weil ich ich mir alle Optionen offen halten möchte langfristig und besitzen einen Tasten-Shortcut, mit denen ich diesen doppelten Zeilenumbruch kompromisslos in Markdown vollziehe - es würde auch anders und ohne gehen, aber ich war damals zu bequem für eine unnütze Anpassung. Aber wie man sieht, da gibt es auch keine Trenner, Sonderzeichen oder dergleichen beim Header, die man bei anderen Engines sogar dann braucht, wenn man sie gar nicht ausfüllt...

Nachtrag: Das ist übrigens keine nörgelnde Kritik und Selbstbeweihräucherung, sondern soll eher ein Ansporn sein, den Feature-Reichtum zu überdenken und "bessere" Blog-Engines zu bauen und zu verwenden, die leichter, kleiner und vor allem auch so wenig Abhängigkeiten wie nur irgendwie möglich haben. Und ja klar, ist das bei heutigen Servern nicht mehr relevant, weil deren Leistungsfähigkeit ein Vielfaches von dessen überschreitet - aber es geht um das Grundkonzept. Kleiner und leichter ist fokussierter, schneller und Wartungsfreier, unabhängiger und "portabel" sowie auch leichter abzusichern und oftmals auch verständlicher für den Nutzer und so weiter.


# "Nordkoreas Staatsführung hat einem Medienbericht zufolge angeordnet, das Atomwaffenarsenal des Landes bereit zum sofortigen Einsatz zu machen. Erst am Mittwoch hatte der UNO-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die die bisher schärfsten Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang nach einem jüngsten Atom- und einem Raketentest vorsieht.

Ein US-Vertreter im Weißen Haus rief Nordkorea auf, alle Provokationen zu vermeiden, die die Spannungen verschärfen könnten.

Die USA und Südkorea starten voraussichtlich am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver. Zehntausende Soldaten sollen daran beteiligt sein. Nordkorea sieht das als eine Provokation an."


Lalala.


Donnerstag 03. März 2016

# Ich weiß gerade nicht, was ich davon halten soll. Lese so über Syrien, Flüchtlingskrise, politische Konflikte, Waffenruhe, gesellschaftliche Umwälzungen, weiterklicken, Vergewaltiger werden gesucht, Wirtschaft schwächelt doch wieder, wer ist der nächste Kanditat bei den Wahlen im Krisengebiet, weiterklicken und dann ist da plötzlich der Blog der Zeit. Ich hatte automatisch erwartet, dass ich da jetzt über politisch motivierte Wirtschaftsprobleme lese oder dergleichen...

Aber nein. Sondern wie man sich nie wieder mit verwickelten Kopfhörern rumschlagen muss. oÔ

Leute... was ist da draußen los im Netz? Und die Blog-Schreiber sind Autoren und Redakteure. Und das in einer Zeit, wo der Journalismus eh schon am Pranger steht und Viele fragen, wo sind die umfassenden Recherchen, die kühle Sachlichkeit und die professionellen, ausführlichen Geschichten und wer kümmert sich endlich wieder darum?

Nachtrag: Köstlich. Wie auf Twitter aufgeschnappt, hat die Süddeutsche auch ein Video etwas früher zu diesem Thema gepostet. Alles wird also gut, man muss sich keine Gedanken mehr um die Zeitungen von Morgen machen... sie löschen sich einfach von selber aus.


# Wow. Habe nach gefühlten Jahrzehnten mal wieder die Online-Ausgabe vom Stern besucht. Das ist ja noch tiefer am Grund, als in Erinnerung. "So soll ihn die Polizei überführt haben" - "Dieses Adele-Foto macht die Welt verrückt" - "Warum Eichhörnchen gefährlicher als chinesische Hacker sind" und mittendrin dann noch ein großes Foto einer nackten Frau, lasziv auf dem Bett drapiert mit dem Titel "Rein in die Federn!". Vermutlich war es immer schon so seicht, aber ich hatte das irgendwie anders, eine Spur "besser" abgespeichert. Mh.

Nachtrag: Immerhin, jetzt haben wir mal wieder eine wichtige, pädagogische Sache im Leben gelernt! Verkaufe Deinen Körper, denn nur so hast Du Erfolg. Hast Du die falsche Kleidung, dann bist du das reine Nichts, stattdessen teuer oder knapp Bekleiden für den gesellschaftlichen Aufstieg! So die Moral der Geschichte. \o/


# Was ist genau das Ding, das in der Datenschleuder Whatsapp noch gefehlt hat? Na? Naaa?

Richtig! PDF-Support. Ausgerechnet. \o/


# Was ich übrigens ebenfalls absurd finde, ist, wie sich dieses Thema "Das Internet der Dinge" so rasch durchsetzt und massentauglich geworden ist. Ich meine, da platzen reihenweise Datenbanken, man stellt fest, dass vom Mac, Windows bis hin zu Linux, Routern und anderer Hardware so ziemlich alles löchrig ist, die User kaum mit Passwörtern und Co. zurecht kommen und die Anbieter überfordert sind und es eigentlich kaum gesamtheitliche Sicherheitssysteme gibt... deswegen verschlüsseln wir jetzt das "WWW" (ich noch nicht wie man sieht), kleben uns Fingerabdruckscanner in die Smartphones und zahlen bald mit Foto an der Supermarkt-Kassa... und hängen dann aber munter tausende Sensoren, Kühlschränke, Toaster, Garagentüren und Co. ins Netz, wo noch nichtmal klar ist, wie man die schützt oder verarbeiten soll im großen Maßstab.

So gesehen sind die ganzen Feinheiten-Diskussionen, wie jemand seinen Server auf drei Quadrillionen High-Tech-Arten mit 73838.833994934 Bit absichern kann, um seine Familienfotos zu schützen, obsolet, wenn der Kühlschrank und Toaster im Hintergrund munter per offenen WLAN und Netzanbindung ausplaudert, welche Cornflakes sie in der Früh um welche Zeit futtern und wer von ihnen den Kakao wegschlürft. Da verlieren sich mehr und mehr die Relationen.

Das wurde auch paarmal schon in der Krypto-Mailingliste angesprochen - dass oft wochenlang in Threads diskutiert wird, wo man noch mehr Drübersalzen kann bei der Verschlüsselung der digitalen Tür von einem XY-Container, aber zugleich macht sich kaum einer Gedanken um die Rückwand von dem Ding, die wie Papier ist.


# Dass Österreicher und Deutsche sich gegenseitig lieben und hassen, ist ja nichts Neues. Dass sie sich relativ ähnlich sind und dann doch wieder nicht, ebenso. Aber was mich immer wieder fasziniert oder beeindruckt als Österreicher, ist die Vehemenz bei Deutschen und IT-Themen, wenn es um die gesetzliche Zulassung von Dingen geht. Also egal ob autonome Fahrzeuge, Drohnen oder passives WLAN~Funksender und solche Dinge.

Eines der ersten Argumente ist fast immer "Geht nicht, weil kann nicht zugelassen werden, ist illegal, weil Gesetz das verbietet und bekommt nie Freigaben und würde sowieso gegen was auch immer alles verstoßen - sinnlose Idee."

Ich als Österreicher denke mir das auch bei vielen Dinge, so quasi da brauchst erstmal 35 Formulare und Genehmigungen und dann bekommst erst recht eine Anzeige vom Nachbar, weil Du mit der Drohne die Zufahrt von seinem Grundstück versehentlich überflogen hast... aber weiß auch, dass sich Gesetze ändern und allzu gerne anpassen, wenn wirtschaftliche Interessen auftauchen oder der Politik zuträglich ist und so weiter. Also nur weil ein Gesetz da ist, ist es ja nicht unmöglich.

Autonome Fahrzeuge sind rechtsmäßig nicht zulässig wegen der Haftung! Jo mei, do sog i, sobald mal Geld damit lukriert werden kann und Wirtschaftsraum damit geschaffen wird, wird es auch ein Gesetz geben, die sie zulassen. Fertig. Oder die Versicherungssummen werden höher. Aber das ist ja alles kein reales Hindernis. Um ehrlich zu sein, sind Gesetze für mich das letzte, gedankliche Hindernis, wenn es um Entwicklungen geht, weil wenn nicht hier, dann eben woanders. Die IT findet immer einen Weg und ein williges Land. Egal ob Drohnen, Roboter, die frei am Parkplatz mit Hunden spielen oder was auch immer. Aber warum manche Menschen da so ein stures Rechts-Denken in diesem Gebiet in sich tragen und das bei Deutschen in Online-Diskussionen verstärkt zu Tage tritt, fällt mir wirklich schwer zu verstehen (Ja, wir als Ösis haben dafür: moch ma schon... oda so).


# Ich habe ja nun schon seit Wochen oder länger (?) am stationären Linux-Schlepptop das Tool f.lux am Laufen. Ihr wisst schon, dieser Pseudo-Hype, dass das blaue Licht am Abend von den Bildschirmen den Schlafrythmus und Tiefe beeinflusst und man muss sich davor schützen, sonst stirbt man einen schlaflosen Tod und die Welt geht unter. Also hatte ich das Teil probiert, es läuft sang- und klanglos und arbeitet gewissermaßen autark.

Für ganz Ahnungslose nochmal: Monitoren süffeln ein blaues Licht ab, das man so nicht ganz wahrnimmt, zerstört aber den Menschen, deswegen gibt es Tools oder Apps, die das blaue Licht rausfiltern oder wegblenden auf Softwareebene und am Abend den Monitor in wärmere Farben tauchen und sich dem Sonnenstand anpassen. Damit ist man wieder ganz nahe an der Natur in der Serengeti-Steppe, blickt in den digitalen Sonnenuntergang und schont damit angeblich auch die Augen etwas. Diese Tools laufen alleine still vor sich hin und justieren den Monitor bzw. die Einstellungen von selber nach Gutdünken quasi.

Manchmal fällt mir das Zeug auf, manchmal nicht - aber jetzt gerade dürfte offizieller Sonnenuntergang gewesen sein und schwupp, gab es wohl einen Hänger im System, denn dieses Mal war es ein schlagartiger, unerwarter Übergang... ich dachte deshalb im ersten Moment, ich erliege jetzt einem Kreislaufkollaps oder verliere mein Sehvermögen, weil plötzlich sich die Farben veränderten und das Licht dünkler wurde. Du meine Güte... ^^

Nutzt das eigentlich jemand von Euch ihr Nerds? Schlaft ihr besser? Ich wüsste keinen Unterschied, um ehrlich zu sein. Allerdings muss man schon sagen, wenn man am späten Abend mal das Ding nach einiger Zeit deaktiviert, ist der Kontrastunterschied heftig.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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