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Freitag 22. April 2016

Ha, sehr gut und köstlich. The web is Doom.

"First, the good news. The remarkably straight line that charted the web’s creeping bloat over the years to 2015 looks to have softened ever so slightly—the slope is now slightly lower than the historical average. The bad news is that we’re still adding weight almost as fast as before."

Ich bin ja gerade mal wieder (so wie immer) dabei, verschiedene "light" Browser zu testen, also Surf, Uzbl und so weiter, gewöhne mir aber an, generell immer öfter Elinks zu nutzen und bewusst auch dabei zu bleiben. Denn der ganze Schrott, der da so mitgeladen wird, ist echt enorm... beispielsweise kommt bei der FAZ-Webseite mit Chromium in Relation zu Elinks die sieben~achtfache Datenmenge zusammen (leider wissen die bei der FAZ allerdings anscheinend nicht, wie Seiten in der Textversion nutzvoll aufgebaut werden bzw. fehlen barrierefreie Jumpmarks in ihrem Fall und das im Jahr 2016). Sind Bilderchen natürlich, aber vor allem der ganze Javascript-Flow - und übrigens das Alles bei aktiviertem Adblocker.

In dem oberen Beitrag wird übrigens eine Statistik verlinkt, in der die Verteilung der geladenen, durschnittlichen Komponenten bei Webseiten in Diagrammen angeführt wird. Naturgemäß machen Bilder und Videos einen großen Teil aus, aber ansonsten HTML: 66 kB, CSS: 78 kB.... und dann Schriften: 124 kB.... sowie Skripte: 360 kB. Eigentlich sollte es ja fast umgekehrt sein (wobei ich hier auch OpenSans als Schrift mitlade und unglücklich bin, aber es ist netter zum Lesen. Eigentlich jedoch ein völlig unnötiger Request bei jedem Seitenaufruf, auch wenn da und dort der Cache beim User zum Zuge kommt).

Jetzt kann man natürlich kritisieren, dass das einfach die Zeit und der Trend ist - eine Entwicklung und sowohl die Server als auch Computer sowie Browser verdauen das heutzutage problemlos, es geht ja aufwärts. Ja, aber wenn man mal überlegt, wie viele Schwierigkeiten bei dieser Schwemme an "Moderne" da immer mitlaufen, wie viele Stunden da z.B. oft in den Support investiert werden müssen, wieviele Server aufgerüstet werden, weil das Singlepage-Portfolio eines Kunden die Prozesse zuschauffelt, wie kompliziert manche Entwicklungen und Template- sowie CMS-Anpassungen geworden sind, nur um etwas mehr Dynamik für eigentlich Nichts hineinzubringen, dann ist das schon irgendwie eine falsche Richtung.

Ich habe ja ein stilles, privates Forum hier seit längerem eingerichtet (hrhrhr, wollte ich als Kommentarmöglichkeit für den Blog hier irgendwie zusätzlich verwenden), ist ein "altes, traditonelles" PunBB und wer sich die Mühe macht, mal in den Quelltext zu schauen, der wird sehen, wie "leicht" das Ding ist. Klar wird auch JS-Krams bzw. Cookie-Zeugs geladen, weil es bei einem Forum auch Sinn macht (Login, Reload und mobile Darstellung einer komplexen Menü-Oberfläche (könnte man aber sicher auch massiv entschlacken noch)), aber so schaut es aus, wenn man auf unnötigen BlingBling-Ballast verzichtet. Und erstaunlicherweise kann man das aber trotzdem alles noch immer.... einfach bequem lesen! \o/ Man könnte sogar Werbung einbinden, wenn man einfach lokale, statische, reduzierte HTML-Link-JPG/PNG-Banner nimmt (ich glaube ja, dass diese historische Werbeform heute wieder deutlich besser ankommen würde bzw. wäre sie mir hundertmal lieber, als diese unzähligen Reloads von externen Werbe-Agenturen und irgendwelchen dubiosen Tracking-Servern).

So, ich habe schon den Faden verloren und weiß eigentlich nicht mehr, was ich sagen wollte, außer dem üblichen Gejammer über Webseiten, das sich alle paar Wochen 1:1 wiederholt... also lasse ich es mal wieder gut sein. Sorry! /o\
07:04 Uhr / 22.04.2016 / 20160422062817.txt

Mittwoch 20. April 2016

Na schaut mal an, da wird zur journalistischen Sorgfalt aufgerufen. Seltenheitswert!

"Wir sind noch ein bisschen digital naiv, sagte Daniela Kraus, Geschäftsführerin vom Forum Journalismus und Medien Wien (fjum). Die ungeprüfte Veröffentlichung solcher Fotos sei symptomatisch - "erstens für den Ressourcenmangel im Journalismus und zweitens für ein mangelndes Bewusstsein im veränderten Umgang mit Social Media und User-genereated-Content". Journalistische Grundlagen wie Check, Recheck, Doublecheck "gilt für User-generated-Contend offenbar noch nicht", sagte Kraus."
12:12 Uhr / 20.04.2016 / 20160420120741.txt

Schon fein. Ich hatte ganz vergessen, wie fluffig das gute, alte Puppy Linux und vor allem wie schnell das Teil trotz der zahlreichen Tools ist - aber auch kein Wunder, denn Puppy lädt sich komplett in den Speicher und dadurch steht alles quasi auf Knopfdruck zur Verfügung. Wenn man mit eher wenigen Programmen arbeitet (so wie ich es ja tue ~ Surfen, Schreiben, etwas Grafik, FTP) und sonst nur rumspielt, eigentlich ideal.

Ich frage mich ja gerade erneut, warum ich damals nach dem Einstieg eigentlich später auf Linux Mint umgestiegen bin, obwohl ich eh zufrieden war... mmmh?! Vermutlich steht das sogar hier im Blog wo. ^^

Der aktuelle Test tut also schon gut, mein alter Laptop freut sich, als Window manager läuft JWM, der quasi eh sich mit Openbox vergleichen lässt und mittlerweile lassen sich auch - im Gegensatz zu ganz früher in den Anfängen - mal eben auch direkt aus den Ubuntu-Quellen Pakete installieren.

Von Haus aus ist übrigens heutzutage Palemoon zum Surfen eingerichtet - früher war es der instabile Midori oder auch nur Dillo - und zum ersten Mal mag ich ihn, weil er sich dieses Mal deutlich besser anfühlt. Mh, auch interessant.

Ich werde also mal diese Woche bei Puppy picken bleiben, sozusagen heimatliche Gefühle wieder auffrischen und dann ein Fazit ziehen... denn ich habe ja ein ziemliches Problem:

Mein Mint ist einfach durch die Monate und Co. ganz schön zerfleddert und ich würde gerne mal wieder alles ganz neu, leer und frisch bereinigt aufsetzen. Problem ist jedoch das fremde, zu schwache Netzteil... steigt die Prozessor-Last, dann schnappt das Gerät ab einer gewissen Leistung ab - einerseits weil der Prozessor zu heiß wird und zugleich aber zuwenig Strom für die Komponenten wie Prozessor und Kühlung dann zur Verfügung steht. Im Alltag ist das kein Problem, denn es lässt sich die Leistung mittels Task-App "künstlich" reduzieren und damit im Zaum halten. Alles schön und gut... bei einer Installation eines Betriebssystemes jedoch - egal, ob Ubuntu, Mint, Debian pur, Arch und so weiter, fehlt diese Begrenzung naturgemäß während der Installation, da ja noch nichts definiert ist. Soll heißen, der Laptop stirbt während der Installation irgendwann unter Last ab und braucht eine kurze Pause... ein sehr ungünstiger Moment natürlich und man bleibt stecken. Und bis heute habe ich dafür keine Lösung gefunden, also z.B. irgendeinen Parameter übergeben, der die Installation im Slow-Down-Mode sozusagen fährt und im BIOS kann ich auch nichts anpassen - und extra ein Netzteil nur für die Installation auftreiben oder generell ein Neues kaufen, widerspricht meiner inneren Natur und meinem Prinzip. \o/

Bei Puppy fällt das weg... ich kann mir aussuchen, ob ich das System komplett am Stick kleben habe, die persönlichen Daten auf der Festplatte speichere oder Puppy komplett inklusive der Daten auf den Laptop kopiere. Eine großartige Installation in dem Sinn fällt allerdings quasi weg (ist ja eher ein Copy&Past) und das Problem wäre umschifft. Mmmhhh, ich muss das wirklich noch überlegen, aber vor allem erstmal wieder mit Puppy warm werden... Natürlich darf man auch nicht verschweigen, dass ich ein etwas "Älteres" verwende, genauer gesagt Tahrpup (Ubuntu 14.04 Trusty Tahr, von April 2014 mit einer LTS bis 2019).

Gut, wie auch immer, wir werden es sehen - seid ihr auch schon wie Flitzebögen gespannt, für was ich mich entscheide? Vermutlich ist Euch ja so fad (sonst würdet ihr hier kaum mitlesen), dass ihr schon an den Fingernägeln knabbert und die Leertaste dauerhaft durchdrückt... ich weiß, ich weiß, ruhig Blut, Männer und Frauen!

Und weil ich gerade so lustig drauf bin (nicht), klatsche ich hier auch mal ein paar "aktuelle" Screenshots (mal wieder) online, bisschen schauen schadet nicht, auch wenn das natürlich nichts heißt. Schließlich kann man auch Windows schön machen. ^^ Für Nicht-Techniker: das was man hier sieht ist ein Betriebssystem. Sowas wie Windows, also kein Programm wie Word. \o/

Desktop, Desktop mit Menü, Einrichten, Optionen, Zeugs installieren, Ergebnis und das Menü geht auch unten ganz klassisch im Eck. So Browser, Word und so muss ich vermutlich nicht unbedingt zeigen, oder? ^^ Gesamt ist das Teil übrigens 210~ MB groß, überschaubar, vor allem auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Auswahl an mitgelieferten Tools recht umfangreich ist. Irgendwo gibt es auch ein Naked Puppy bzw. die Möglichkeit, sich selber Eines zusammenzustoppeln, da ist man dann weit unter den 100 MB. Wird sicher auch noch so eine Beschäftigung an einem regnerischen Sommertag am Samstag-Nachmittag. \o/

Nachtrag: Die Prozessorlast mit dem Hündchen ist übrigens dauerhaft niedrig, allerdings wollte ich gerade Youtube testen... ja hey! Der Browser wird nicht mehr unterstützt, kein Youtube - also doch Chromium oder Firefox. Seufz... schade, dass es kein Youtube für Texte gibt. ^^

Nachtrag: Bevor ein Schlaubi-Schlumpf kommt: ja, man kann Terminal-Sessions aufzeichnen und bla, so war das aber nicht gemeint.

Nachtrag: Ein zweites Update von Palemoon hat geholfen, YT läuft.
10:45 Uhr / 20.04.2016 / 20160420100428.txt

Dienstag 19. April 2016

Übrigens hier noch eine Grafik bezüglich des Ressourcen-Verbrauchs verschiedener Window manager. Nicht von mir, nicht geprüft.

Bin außerdem über einen alten USB-Stick gestolpert, auf dem noch ein Puppy läuft... und hey, ich hatte es anno dazumal richtig schön und fein eingerichtet, die Oberfläche und Shortcuts angepasst, optisch kommt es damit einem frischem Linux Mint eigentlich ziemlich nahe, aber läuft mit JWM und am Stick kleben gerade mal in Summe 200 MB (inklusive Programme und einigen Fotos) und schnurrt wie ein junges Kätzchen aus dem Speicher. Mmmhh, da habe ich doch glatt mal wieder Blut geleckt... muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen, immerhin habe ich in Wirklichkeit eigentlich erst mit Puppy als Initialzünder meinen Weg zu Linux gefunden. DSL, Slax, Slitaz und so weiter hatten mich damals und bis zu dieser Zeit kaum gereizt oder in den Bann gezogen, erst mit Puppy (DSL war mir zuwenig) wurde ich neugieriger, weil es eben so schön fluffig war und deshalb gleich mal ein Jahr Windows-Abstinenz damit gefeiert, sogar mit Skype noch und so weiter (wenn auch zugegeben mit einigen Schwierigkeiten, da es dort doch etwas anders läuft und so ein Puppy immer schon vor allem in der frischen "Installation" wirklich dermaßen hässlich und vergessen ausschaut, dass man eigentlich massiv abgeschreckt ist... hatte beispielsweise nie die unglaublich schäbigen Wallpapers verstanden)... es ist wieder Zeit für aktualisierte Nostalgie! \o/
22:49 Uhr / 19.04.2016 / 20160419222721.txt

Ich habe mir ja bei diversen Spielereien mit Window managern meine Xfce-Einrichtung zerfasert bzw. ein bisschen zu viele Tools durchgetestet und Aufgaben übergeben, die sich gegenseitig im Weg standen... anfangs war das durchaus ärgerlich, aber es hatte anscheinend doch etwas Gutes, denn mein alter Laptop-Lüfter ist jetzt unerwartet etwas ruhiger unterwegs. Bisher hatte ich da eigentlich keine besondere Korrelation gesehen, mich aber auch nicht weiter um Auslastung und dergleichen einzelner Prozesse groß gekümmert bzw. da sozusagen nachgemessen, um den Schuldigen zu finden, aber gut - da war doch irgendwas "Indiviuelles" schuld. Sei's drum, keine Zeit und Lust, es läuft etwas besser. Also: aha, auch gut.
22:20 Uhr / 19.04.2016 / 20160419220730.txt

Immer nett und interessant zu hören, deswegen der Hinweis auf den neuen Alternativ-Podcast von Frank & Fefe (und Gästen).
22:07 Uhr / 19.04.2016 / 20160419220545.txt

Mal etwas Retro-Erinnerung an die jüngere Zeit des Lebens: "Zehn bis zwölf Stunden täglich am Rechner, ständig neue Regeln und bessere taktische Möglichkeiten durch Big Data: Eine Karriere als E-Sportler ist außergewöhnlich hart."

Hach, da muss ich gleich nostalgisch an die Zeit zurückdenken, als ich in Nascar Racing 2003/2004 Season Runde um Runde am PC gedreht habe, über Wochen und Monate hinweg und nur um ein paar Zentelsekunden noch schneller zu werden, ganz alleine... \o/ Diese Zeit damals habe ich wirklich geliebt, speziell an Regentagen im Sommer ging es von einem stundenlangen Rennen zum Nächsten - da hatte ich tatsächlich im Vorfeld trainiert und bin völlig hineingekippt - speziell die Talladega-Strecke... mmmmhhh! War aber wirklich auch ein großartiges Spiel für die damalige Zeit. Unfälle, Überschläge, Rauch, röhrende Motoren, Boxenfunk und das Alles in rudimentärer Grafik aus heutiger Sicht, aber es hatte trotzdem schon so einen kleinen Hauch von visuellem Realismus.

Nachtrag: Ebenso großartig und von mir heiß geliebt war damals übrigens Grand Prix 4 - eines der wenigen Spiele (wie Nascar), das, wenn man alle Spieler-Hilfen deaktiviert hatte, so war, dass man tatsächlich bei jeder Runde ernsthaft kämpfen musste und nie ganz sicher war, ob man es wirklich aus der Kurve schafft oder vielleicht doch noch das Hinterteil auf der Gerade ausbricht, weil der Wagen schnell bockig wurde und die Geschwindigkeiten hoch waren.

Nachtrag: Und Richard Burns Rally! \o/ Mein bester Freund und ich bezeichneten es ja immer als das "Kartonschachtel-Rennen", weil es kein Schadensmodell gab und bei Unfällen die Autos wie Schachteln einfach umkippten bzw. sich holprig überschlugen und nichts passierte. \o/

Nachtrag: Vermutlich habe ich das Alles schon mal getippt, oder?
08:54 Uhr / 19.04.2016 / 20160419082809.txt

"Die Menschen stellen uns Fragen in der Technologie des 21. Jahrhunderts, Politiker verstehen diese in der Sprache des 20. und antworten mit den Lösungen des 19. Jahrhunderts." Zumindest da hat sie recht.
08:26 Uhr / 19.04.2016 / 20160419082346.txt

Ein kleiner Einblick in die Welt des digitalen "Knacken" von Systemen. Die Anleitung - ungeprüft, in Spanisch, also Translate verwenden und Obacht bei den dortigen Links (paar schlagen an). Und ein bisschen hier bei Golem lesen.
06:47 Uhr / 19.04.2016 / 20160419064215.txt

Diesen Trend, Smartphones beim Telefonieren wie Funkgeräte zu halten und damit zwischen Ohr und Mund hin und her zu pendeln, habe ich irgendwie noch nicht ganz verstanden. Vor allem verwendet man die Dinger genau deswegen, weil sie sich eben weiterentwickelt haben. Ist ungefähr so, als würde ich einen neuen, modernen PKW, Baujahr 2016, nehmen und dann wie beim Reiten am Dach auf Decken sitzen oder ein Pferd vorspannen.
06:36 Uhr / 19.04.2016 / 20160419063328.txt

"Und sie wiederholt sich deswegen, weil immer wieder unwissende Menschen dieselben Fehler machen wollen. Und diese Wiederholung wird man letztlich nur dann verhindern können, wenn man über diese Fehler aufklären kann – etwa über ein gut dokumentiertes Gedächtnisarchiv, wie es heise online, Telepolis etc. heute hat. Der eine oder andere wäre überrascht, dass sich die Argumente derjenigen, die versuchen die Bürgerrechte immer weiter auszuhöhlen, über die letzten 20 Jahre nicht verändert haben."


06:21 Uhr / 19.04.2016 / 20160419061811.txt

Montag 18. April 2016

Ganz toll. Diverse Window manager ausprobiert (TinyWm, Openbox, Awesome, Ratposion und so weiter), ihren Verbrauch ein bisschen beobachtet und im Gegensatz dazu gleich mal meine angepasste Xfce-Oberfläche gekillt. Ich bin genervt.

Nachtrag: Natürlich nicht absichtlich. Aber erneut eine Erinnerungen daran, dass es schon Sinn macht, auf minimalistische Standard-Einstellungen zu setzen. Die Krönung wäre natürlich TinyWm ohne viel Radau langfristig, aber dazu bin ich wieder zu verwöhnt~bequem.
16:40 Uhr / 18.04.2016 / 20160418163617.txt

Sonntag 17. April 2016

Dass die Leute sehr oft Conky mit 50.000 Werten auf ihren Monitoren laufen haben, ist schon auch so eine Sache wie blaue Lichter unter dem tiefergelegten VW, oder? ^^
12:41 Uhr / 17.04.2016 / 20160417123944.txt

Ich besitze ja keinen Garten oder dergleichen, sondern grundel in einer Seitengasse in Wien rum, aber trotzdem gibt es so Überlegungen, sich zumindest am Fensterbrett wieder mal etwas Blühendes anzulegen. Ich hatte ja mal eine kleine Wildkräuterblumen-Wiese in einer Tasse am Fensterbrett. Hatte zwei Monate gedauert, aber dann blühten tatsächlich bunte, heimische Blumen von der Wiese immer wieder da und dort auf... feine Sache (wenn man keine Katzen hätte). So weit so gut, aber die große Schwierigkeit dabei war und ist ja, an "saubere" Samen zu kommen.

Wenn man sich anschaut, wie die Leute in den Supermärkten und Baummärkten stupide massenweise Blumen, Samen, Knollen und Co. kaufen, ohne aber irgendwie zu überlegen, woher kommen denn die Dinger eigentlich, wer ist der Produzent, in welchem Land werden die produziert bzw. "industriell gesammelt" und sind sie überhaupt heimisch oder ortsfremd und so weiter... dann ist das schon frustrierend.

Auch fehlt Vielen das Gefühl, dass diverse Zierpflanzen oder artfremde Anpflanzungen sich ja auch durch Wind, Gartenabfälle, Schuhe, Tiere und so weiter verteilen und sich somit ungewollt in der Wildnis breit machen (manche glauben ja wirklich, dass ein Gartenzaun schützt - vermutlich sind das die gleichen Menschen, denen ein Atomkraftwerk im Nachbarland egal ist, weil "da ist ja eh die Grenze dazwischen"), abgesehen davon, dass diese Samen-Sackerl natürlich nicht liebevoll von der Hand in dem Garten ums Eck gesammelt werden, sondern massiv selektiert~gezüchtet sind und aus anderen Ländern und Großzuchten fernab importiert werden - wer sich da schon mal den Aufwand gemacht hat, die Firmennamen zu googlen und weitere Verbindungen nachzuspüren, der wird feststellen, dass die Meisten dieser Säckchen schlussendlich von 4~5 großen Firmen stammen, darunter welche mit zweifelhaftem Ruf oder Solche, die auch in anderen industriellen, wirtschaftlich-radikalen Agrar-Bereichen eine Rolle spielen und dabei teilweise in der Kategorie Monsanto und Co. zu finden sind.

Und das Zeug streuen sich dann Viele glücklich und zufrieden in ihren Familiengarten und glauben, der Natur nun was Gutes zu tun. Da werden Misch-Blumenwiesen aus irgendwelchen schön ausschauenden Fotocollagen ausgewählt und angelegt, weil "gut für die Natur", aber die heimischen, ortsgebundenen Insekten vor Ort verhungern dann trotzdem, weil ihre Körper, Münder, Rüssel und so weiter an diese Blumen gar nicht angepasst sind oder sie zur falschen Zeit blühen und dergleichen.

Auch mähen die Leute einfach ihre Gärten in einem Stück glatt ab, ohne "Fluchtstreifen" dazwischen übrig zulassen bzw. einige Ecken oder Stellen später zu mähen, um die Wiesenpopulation stabil zu halten. Zugleich schütten viele dann irgendeine Pseudo-Spezial-Mischung an Erde auf und verteilen sie munter, berücksichtigen aber die Düngemittel darin nicht oder dass die Mischung gar nichts mit den örtlichen Bodenbedingungen zu tun hat.

Und dann wundern sich alle, wo die echte Natur geblieben ist und freuen sich zugleich, wenn mal - so wie heute - eine importierte Zierpflanze den Wegrand mitten im Wald ziert... \o/ Ich bleibe dieses Jahr vermutlich bei Löwenzahn, Gänseblümchen und etwas Klee, sofern ich mich endlich ranhalte und nicht wieder darauf vergesse bei der nächsten Tour. Das freut Bienen und andere Insekten (wobei die schaffen es eh nie bis daher in meine Gasse) und sind eigentlich immer schön.
12:13 Uhr / 17.04.2016 / 20160417114223.txt

Ich hatte ja diesen Eintrag mal eben gepostet und der Martin hatte gleich den fachmännischen Verdacht geäußert, dass da was nicht stimmen kann. Zu recht, denn es tauchen nun auch überall da und dort die Hinweise auf, dass es sich um einen viralen Hoax handelt.

Nachtrag: Hier die Geschichte (deutsch hier) dazu. Alles nur virales Marketing.
11:24 Uhr / 17.04.2016 / 20160417112148.txt


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