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Montag 04. April 2016

Wirtschaftsblatt: "Eine Studie zur Migration von Millionären liefert alarmierende Erkenntnisse: Immer mehr Reiche verlassen Europa aus Angst vor Anschlägen und religiösen Spannungen."

"Prompt erlebte Tel Aviv einen Zustrom an Millionären. 80 Prozent von ihnen kamen aus Europa."

Tel Aviv. Öhm?! Ôo
10:17 Uhr / 04.04.2016 / 20160404101501.txt

Also es war eh klar... Putin mag ein gefährlicher Mann sein, eine Art von Erdogan und so weiter... aber das jetzt bei den Leaks an erster Stelle in der heimischen Presselandschaft "er und seine Gefolgschaft" stehen und sein Bild da und dort die Titelzeilen beherrscht, obwohl eigentlich jedes Land seinen eigenen, dunklen Fleck hätte, den es nun aufzuarbeiten gilt, ist schon irgendwie so richtig klassisch geworden. Aber gut - wir haben ja Experten für sowas:

"Putin-Kennerin Karen Dawisha sagt: "Er nimmt, was er will. Als Präsident von Russland braucht man keinen schriftlichen Vertrag. Man ist das Gesetz."

An dieser Stelle folgt dramatische Musik und gedanklich flimmert ein schwarzweiß-Film von Putin über den Monitor, wo er seinen nicht vorhandenen Zwirbelbart zwirbelt und gar arg grimmig schaut und schäbig lacht. Übrigens ist diese Karen Dawisha so nebenbei auch US-Politologin. \o/

Ich klaue da mal was vom Fefe, weil es so schön passt, auch wenn man bei ihm und seinen Quellen ja immer vorsichtig sein muss, und verweise deshalb auf den Beitrag von Craig Murray:

"In consequence the first major story, published today by the Guardian, is all about Vladimir Putin and a cellist on the fiddle. As it happens I believe the story and have no doubt Putin is bent. ... But why focus on Russia? Russian wealth is only a tiny minority of the money hidden away with the aid of Mossack Fonseca. In fact, it soon becomes obvious that the selective reporting is going to stink.

The filtering of this Mossack Fonseca information by the corporate media follows a direct western governmental agenda. There is no mention at all of use of Mossack Fonseca by massive western corporations or western billionaires – the main customers. And the Guardian is quick to reassure that "
much of the leaked material will remain private."

Wie passend, dass sich nun das gesamte Bild der letzten Monate und das unangenehme Eingreifen von Russland in Syrien, sowie die verschärfte Rethorik in Europa und bei den Amerikaner (und der Medien-Landschaft), sowie die Ausweitung der Sanktionen und eben unlängst das erweiterte, zukünftige Stationieren von militärischen Verbänden an der Grenze zu Russland zusammenfügt. Jetzt noch der Finanz-Sumpf, Korruption, Steuerhinterziehung und Bereicherung, die es ganz sicher dort rund um und mit Putin umfangreich gibt, aber ebenso auch bei uns eben - und das ist das Problem.

"Do not expect a genuine expose of western capitalism. The dirty secrets of western corporations will remain unpublished. ... Expect hits at Russia, Iran and Syria and some tiny “balancing” western country like Iceland. A superannuated UK peer or two will be sacrificed – someone already with dementia."

Willkommen im nächsten Schritt der Propaganda. Ich war nämlich, bevor ich überhaupt darüber nachdachte, über eine Karte bei irgendeiner der Beiträge zu dem Leak überrascht, dass da der Reihe nach Länder markiert und "bepunktet" sind, aber Europa eher nur eine Randnotiz auf dieser Karte des Betrugs spielt. Bei einer "der größten Wirtschaftsmacht dieser Erde"!? Jetzt kommt mal. Offshore-Firmen-Konstrukte, Politik, Stiftungen, Förder-Netze, Mafia, Schweiz, Steuerflucht,... so wenig Europa (und Amerika) dabei? Dabei 16 Niederlassungen in GB, 17 in Niederlande, 18 in Luxemburg, 19 in Schweiz, 20 in Lichtenstein und 21 in Tschechien. Und das ist nur das Offizielle. Etwas fahl, der Geschmack!

Fingerzeig erst mal auf den Anderen da drüben, wir selber... naja, man muss ja nicht übertreiben. Vor allem nachdem jetzt Russland Massenweise Syrer bei militärischen Fehlschlägen getötet hat, mit dem düsteren Assad kooperiert, in der Ukraine eingefallen ist, ein Zivil-Flugzeug abgeschossen hat, den Raketenschild abgelehnt hat und nun auch noch das Geld der Welt aufsaugt und kriminell ist... leichtes Spiel zukünftig. Mag sogar richtig sein, nur warum fallen bei uns keine Galionsfiguren................?

Nachtrag: Natürlich stehen auch andere am Pranger, schon klar... ich bin nicht blind und kann die News auch ohne allzugroße Vorbehalte lesen und fokussiere auch nicht immer auf Russland. Aber die letzten 24 Stunden konnte man beim ORF, Süddeutsche, FAZ und so weiter in erster Linie mal Putin sehen. Wie immer mit einem Portrait von ihm, dieses Mal eher spielerische Gesichtszüge, während bei den militärischen Beiträgen eher wütende oder grimmige Bilder gewählt werden. Ich hätte mir jedoch lieber zum Beispiel Fotos der Vorstände der Raiffeisenbank, Hypo und so weiter gewünscht - also heimische Landschaft, die da auch erwähnt werden. Denn: Dreck immer erst vor der eigenen Türe aufkehren, nicht zum Nachbarn rüber.
05:36 Uhr / 04.04.2016 / 20160404050252.txt

Sonntag 03. April 2016

Der nächste Leak, dieses Mal aus der Finanzwelt und den Reichen und Schönen. Die "Panama Papers", 80 Länder, 400 Journalisten, ein Jahr lang Recherchen.... sie tauchen jetzt innerhalb der letzten Stunden zeitgleich in Medien weltweit auf. Soweit, so gut.

Was ich ja spannend finde ist, dass nun eben Staatschefs und andere Politiker, aber auch Sportler und so weiter im Fokus stehen (und natürlich nützen vor allem deutsche Medien die Gunst der Stunde für ein Putin-Bashing, deswegen sein Konterfei und seine Verknüpfungen überall, lenkt von den heimischen Namen ab), denn es stellt sich ja die Frage: speziell die aus der Politik sind die, die gerne Überwachung und Co. schreien, nicht?! Im Endeffekt fällt aber ihnen nun die eigene Vernetzung, die Datenspuren, das digitale Tracken, die neuen Technologien und so weiter nun in den Rücken - wenn auch vermutlich mit eher geringen Auswirkungen, weil was soll schon passieren? Sie werden sich wohl nur schlecht selber richten... Aber die Frage ist, ob solche Leaks und Recherchen dazu führen, dass noch mehr Überwachung kommt, damit man solche Leaks erst recht verhindert oder ob es dann den Einen oder Anderen gibt, der sagt "Naja, eigentlich ist es wirklich besser, wenn man gar nicht so genau überall alles erfasst und nachschaut, weil Datenschutz, Privatsphäre und so..." - weil ja alle selber Dreck am Stecken haben und schön langsam das Neuland "Internet" und "Vernetzung" begreifen. Mmmhh, interessante Entwicklung auf jeden Fall.

Nachtrag: "Eine SZ-Anfrage zu Erhard Mossack kommt vom Bundesnachrichtendienst ohne Auskunft zurück. Dort lägen zwar Dokumente vor, diese könnten jedoch "das Wohl der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder" gefährden." Hhrhrhr. Ein Teil dieser Aussage könnte Sie verunsichern... \o/
21:49 Uhr / 03.04.2016 / 20160403213908.txt

Ich glaube ja, dass ich das ganz sicher schon mal gefragt habe, aber verwendet jemand von Euch Free- oder OpenBSD im Alltag?

Nachtrag: ich muss mir irgendwann mal eine einfache, simple Antwort-Möglichkeit einfallen lassen, ohne gleich ein ganzes Kommentar-System hier einzurichten, was ich ja nicht will. So Shoutbox-mäßig vielleicht, im Idealfall aber auf Flatfiles basierend (Perl oder PHP und leichtgewichtig) und recht fluffig portabel. Tipps dazu sind ebenfalls willkommen!
11:31 Uhr / 03.04.2016 / 20160403112841.txt

Was ich mich auch gerade frage, was eigentlich ~2014 im Netz passiert ist? Sehr viele Blogger haben da aufgehört, ihre Blogs regelmäßig zu befüllen, viele Linux-Distributionen sind in dem Zeitraum ab da entweder eingeschlafen oder haben ihren letzten Versionsschub bekommen, viele Foren sind seitdem ausgestorben, ebenso viele private Webseiten seit damals "vergessen" worden und da und dort wurden diverse Online-Community-Projekte im OpenSource-Bereich beendet oder der Support eingestellt... kann das noch jemand so Gefühlsmäßig bestätigen? Oder hat eine Idee, was da der Auslöser sein könnte?
10:09 Uhr / 03.04.2016 / 20160403100653.txt

Es kommt jetzt etwas sehr absurdes... wisst ihr, was mir eigentlich bei Computern am meisten auf den Nerv geht? Abseits von Stand-PCs mit ihren Container-Gehäusen, die ich nicht mehr sehen (geschweige denn hören) kann? Und zwar Bildschirme!

Beispielsweise mit Raspberry Pi-Fluffis. Ich hätte (oder habe) ja ein kleines Linux mit diversen Konsolen-Tools auf einer~einem Pi laufen, das Teil ist irgendwo unterm Tisch angenagelt und führt ein angenehmes Nebenbei-Dasein. Nimmt keinen Platz weg, macht keinen Lärm und fällt auch sonst nicht auf, man sieht es nicht mal und hätte ich es nicht dorthin geklatscht, wüsste man nicht mal, dass das Teil überhaupt existiert. Tastaturen hingegen selber finde ich nicht so störend, vor allem wenn sie klapprig sind... die verkörpern ein wenig Analoges, erinnern an alte Schreibmaschinen und die dürfen auch am Tisch liegen. Aber Bildschirme nerven wirklich. \o/

Die fetten Kabel hinten, das sperrige HDMI-Kabel, das unbiegsame Stromkabel, alles so wuchtig und noch dazu unflexibel, das Teil nimmt viel an visuellen Raum ein, speziell wenn es nur so ein "mal eben Gerät" ist für zwischendurch und der Monitor frei im Raum stehen würde. Und jedes Mal umstecken ist genauso lästig, mühsam und so weiter. Eine Bildschirm-Ausgabe auf das Tablet wäre vielleicht eine Alternative, aber das ist schon wieder so ein Brrr-Bastel-Ding.

TV habe ich keinen mehr aufgestellt und den will ich auch nicht mehr aufstellen. Das Pi-Fluffi an den Laptop anschließen ist irgendwie absurd, weil wozu dann das Pi-Teil? Es bräuchte irgendwie so einen kleinen Bildschirm wie ein Buch, der kullert einfach optisch nett irgendwo im Zimmer rum und bei Bedarf connected man ihn. Am liebsten wäre mir so eine Beamer-Projektion aus einem Eck, aber die Teile sind 20 Mal größer und lärmen erst recht wieder rum und kommen mir sicher nie ins Haus.

Es bräuchte quasi so einen Miniatur-Beamer~Virtualizer in USB-Stick-Größe, den legt man einfach am Tisch und schon hat man seinen Bildschirm vor sich angezeigt. Knopf drücken und er ist weg, Rest des Tages kullert das Ding in der Hosentasche rum oder in einer Schale am Tisch... so wäre das fein. Zukunft... strenge dich an! Seufz.
10:02 Uhr / 03.04.2016 / 20160403095010.txt

Samstag 02. April 2016

Kopf > Tischplatte. Ein Blick nach Deutschland. "Grußwort von Bundeskanzlerin Merkel an die Redaktion - Die "Welt" ist meinungsbildend und zeichnet sich durch "klare Analysen" sowie "kluge Kommentare" aus, findet Angela Merkel." Na sowas aber auch... ja, so ist das eben, wenn man linientreu schreibt. Sowas sollte in Zeiten wie diesen, wo es überall gerade kracht, einem eigentlich eher bedenklich stimmen, wenn man von der Regierung gelobt, statt kritisiert, wird... oder?! Naja. Was soll's. Wir drücken uns eine verschämte Träne der Peinlichkeit aus dem Auge und gehen wieder zu 4chan.
20:29 Uhr / 02.04.2016 / 20160402202505.txt

Aja, das wollte ich mal loswerden, weil das in Diskussionen immer wieder auftaucht und anscheinend falsch verstanden wird. Sicherheit von Passwörtern... vielleicht habe ich das schon sogar mal getippt.

Beispiel: "Dieses Passwort mit der Länge von so und so vielen Stellen benötigt durchschnittlich 100 Jahre bei aktueller Leistung heutiger Computer, bis es alle Variationen durch sind und es damit geknackt ist."

Viele denken nun, dass das Passwort somit unknackbar ist in dieser Generation. Aber nein, das ist nur die theoretische Annahme. Wenn der Angreifer zum Beispiel die Anzahl der Stellen kennt, kann er natürlich bei 0 beginnen und sich quer durchs Alphabet durcharbeiten und dann in Kombinationen mit Sonderzeichen und Zahlen und ja, braucht dann vielleicht 100 Jahre. Wenn ein Angreifer es anders angeht und es quasi auf gut Glück blind per Zufallsgenerator und allen Variationen probiert, kann es tatsächlich sein, dass er das richtige Passwort bereits auch beim ersten Mal und nach wenigen Sekunden trifft. Oder bereits beim 50. oder 250. Mal nach wenigen Stunden... Und ja, ist wie Lotto-Gewinn, aber auch da gibt es wöchentlich Gewinner.

Nur weil das Passwort vom Rechenprinzip und der allgemeinen Umgangs-Schwafelei hunderte Jahre benötigt, ist das nur ein rechnerischer Richt-Wert, schließt aber einen Treffer beim 1. oder von mir aus 430. Mal nicht von Grund auf natürlich aus. Somit kann auch ein noch so sicheres Passwort und mit viel Pech durchaus nur wenige Sekunden halten - auch wenn das jetzt nicht weiter relevant ist im Alltag (was soll man denn auch dagegen tun), aber dennoch finde ich es wichtig, dass das zumindest als Gedankenmodell nicht vergessen wird. Nicht jeder Angreifer geht automatisch geordnet vor und nicht jeder Richtwert sagt einen exakten Zeitpunkt vorher. Ich würde eher sagen "mit dieser Verschlüsselung kann es 0 bis 100 Jahre dauern, bei der hier sogar 0 bis 1000 Jahre und dieses Passwort hier immerhin noch 0 bis 10 Stunden". Wäre, glaube ich, sinnvoller für das Erlernen von Sicherheiten und dem Gefühl dafür, speziell in der breiten Masse.
19:59 Uhr / 02.04.2016 / 20160402194624.txt

Also ich muss schon sagen... ich habe ja mal brav für Wikipedia gespendet und zwei-drei Jahre lang dort auch als Schreiber mitgetippt, bis auch mir diese Grabenkämpfe um Einträge und dergleichen zu mühsam waren - und wenn man sich die Mailingliste mal längere Zeit durchliest bzw. mitverfolgt... Geld ist nicht wirklich das Problem, eher die internen Strukturen. Umso mehr ist nun so eine Spenden-Bitte über 50% der Seite - siehe hier Screenshot - schon zu viel des Guten irgendwie. Die klatscht sich bei mir nun schon das dritte Mal rein.
19:43 Uhr / 02.04.2016 / 20160402193801.txt

Wisst ihr, was mir übrigens so nebenbei aufgefallen ist? Also eh auch schon früher, aber auch zum Beispiel aktuell bei Let's Plays und anderen Aufnahmen... Ist nicht nur eine Theorie, sondern eine bewusste Beobachtung. Je mehr und länger sowie intensiver Menschen ihre Zeit am Computer verbringen, umso weniger und seltener schauen sie nach oben. Klingt komisch, aber ich konnte das wirklich schon oft beobachten. Menschen, die eher selten beispielsweise Computer-Spiele nutzen, schauen in solchen Spielen überall hin, auch nach oben, rundherum und so weiter. Aber nicht nur dort, sondern auch im realen Alltag. Beim Wandern, im Wald, auf der Straße und so weiter.

Freaks und Nerds hingegen schauen in vielen Spielen nur selten nach oben, sondern blicken in der Spielwelt meistens nur gerade oder leicht nach unten, auch fallen ihnen im echten Leben Dinge an Häusern, Bäumen und dergleichen weiter oben nicht so oft auf, wie dem "normalen Menschen". Gerade vorhin in einem Let's Play abermals gut zu beobachten... da wird gesucht, geflucht und so weiter, aber der Blick hinauf in den Raum... auf den wartet man umsonst, dabei ist dort die Lösung zu finden. Oder auch bei virtuellen Räumen, Computer-Menschen schauen immer gerade aus oder halb nach unten, "DAUs" immer wieder auch nach oben (bzw. einfach wesentlich öfter) und generell offener in alle Richtungen.

Ich finde das faszinierend. Als ob durch das langjährige Tastaturblicken sich die Blickrichtung verändert oder man oberhalb im Raum einfach nichts erwartet mehr, weil gerade aus ja nur der Monitor ist und halb unten Tastatur und Maus bzw. die Statusleiste und man das auf den realen Alltag und körperliche Bewegungen ummünzt...

Leute! Schaut auch mal nach oben! Nicht nur in Spielen, sondern auch im echten Leben. Im Wald, die Bäume, die Wipfel, die Vögel, Sonne, Wolken, Berge, usw. Falls übrigens jemand eine Idee hat, woran das liegen könnte... lasst es mich wissen! Und beobachtet selber mal andere Menschen... Nicht-Computer-Menschen vs. Computer-Menschen und ihre Blickrichtungen.
16:48 Uhr / 02.04.2016 / 20160402163927.txt

Ich finde diesen Text mit dem Titel Demokratie stiftet keine Identität nicht uninteressant, ohne ihn genau einordnen zu können, aber nicht zuletzt auch wegen diesem Absatz ist er auf jeden Fall lesenswert: "... sie macht nicht nur niedrig qualifizierte Jobs überflüssig, sondern in wachsendem Maß auch die Jobs der Mittelklasse. Bislang wurden die verlorenen Jobs durch neue ersetzt. Erst war man Farmer, dann Fabrikarbeiter, danach arbeitete man im Servicecenter. Das ist vorbei. Dass technologischer Fortschritt zuverlässig neue Jobs produziert – von dieser Gesetzmäßigkeit können wir nicht länger ausgehen. So wird Technologie zur Belastung für die Demokratie, genauso wie die Erderwärmung und andere Grenzen des Wachstums."
11:28 Uhr / 02.04.2016 / 20160402112635.txt

Ha, ich habe ja jetzt schon vorhin erwähnt, dass ich die alten Texte auch mal online bringen will und bin jetzt gerade bei der Suche nach den alten Archiven auf einen Ordner gestoßen und siehe da... da sind sie ja! Und gleich der erste, blinde Klick auf irgendeine der Dateien bringt zum Beispiel diesen Text hervor: Uuuaaahhh - die gute alte Zeit. ^^

Ich war vor 5~6 Jahren also auch schon so drauf - ganz vergessen! \o/

Nachtrag: Es wird immer köstlicher... meine Zeit, als ich den alten Blog mit Jekyll betrieb. "Nun, Jekyll basiert auf Ruby, Rubygems und vielen anderen kleinen Zusätzen bzw. Anforderungen ... Und wie schon gesagt - ich will vollkommen unabhängig sein im elektronischen Leben. Mit Vim, selbst eingerichteten Shortcuts und kleinen, extrem simplen Shell-Befehlen könnte ich diesen Blog in identer Form führen und weiter befüllen. Dazu würde dann tatsächlich jedes x-beliebige Linux in quasi jeder x-beliebigen Version mit quasi jedem x-beliebigen Alter und Ausstattung ausreichen..." Hrhrhr.
10:29 Uhr / 02.04.2016 / 20160402102934.txt

Weil ich das im vorherigen Beitrag erwähnt habe - also die alten Blogbeiträge - da schwant mir gleich etwas "Bribbliges"... die Textdateien hier werden ja mit einem etwas zerklopften alten Blosxom-Script-Gerüst ausgespuckt. Normalerweise wird einfach das Erstellungsdatum der Datei am Server zur Reihung verwendet, modifiziert man aber nachträglich Beiträge, so wie ich das ja ständig tue, herrscht dann Chaos, weil sich dann ständig die zuletzt bearbeitete Textdatei nach oben schieben würde.

Also hilft ein kleiner Zusatz und vergibt jeder Datei einen UNIX-Zeitstempel beim erstmaligen Laden und sammelt das in einer Archiv-Datei. Die ist quasi zuständig für die Reihung der Beiträge hier. Soweit ich mich dunkel erinnere, habe ich von den alten Texten und Blogs diese Zeitstempel jedoch nicht mehr, zudem habe ich auch die Textdateien damals anders benannt (heute mit Datum und Uhrzeit)... wie ich die also jemals hier sinnvoll chronologisch reihen soll, ist mir gerade ein Rätsel. Zudem ist die Frage, bei aller Liebe zu dem Rudimentären hier, ob die Reihung, Pagination und vor allem die Suche bei der Masse an Textdateien am Ende im 5000er-Bereich auch noch so gut performt?! Mmmhhh.

Nachtrag: Schon gelöst, ich mache das nämlich ganz Anders und sammle die alten Texte nebenan im Wiki. Das wird vermutlich einfacher gehen und ich kann sie auch in den damaligen Ordnern belassen und dort muss nichts von einem Script gereiht oder sortiert werden, sondern ein Link ruft einfach die entsprechende Datei auf. Und so eine Beitragsübersicht kann man sich ja anhand der Titel in den Dateien leicht ausspucken lassen, inklusive Link. Wiki-Style eben. Hoffe ich zumindest mal, dass sich das leichter umsetzen lässt. Vor allem hatte ich früher ja noch nett und so richtig sinnvoll ordentliche Beiträge und Erlebnisse im Alltag (be)geschrieben, heute tippe ich hier ja nur mehr einen kurzen Blödsinn nach dem Anderen. Besser nicht mischen. Immerhin weiß ich aber nun, was ich bei einem der nächsten grauen, kühlen Regentage so machen werde. ^^
09:00 Uhr / 02.04.2016 / 20160402084907.txt

Gut, wir haben ja den gestrigen 1. April-wir-lachen-uns-so-halb-tot-Tag überstanden, es ist also wieder Zeit, das Blog-Fluffi hier mit Text zu befüllen. Bin ja heute irgendwann zeitig in der Früh über ein paar (eh bekannte) Auto-Bilder gestoßen mit "Linux" als Kennzeichen, also weitergeklickt und nach Langem wieder erneut über die Seite von Marc gestolpert... meine Güte, auch schon Jahre her... aber hey, der erste Blick beruhigt: es hat sich optisch nichts geändert. Pures HTML, kein unnötiger Javascript-Schrott und weiterhin rudimentär. Großartig! Warum machen das nicht mehr so? :(

Vor allem mag ich solche Seiten ja auch deswegen, weil man beim Weiterklicken immer irgendwie viel entdecken kann, denn solche Leute sammeln im Laufe der Jahre und mehr sehr viel an Lesekram, so dass man jedesmal wieder irgendwo eine neue Seite entdeckt... ganz im Gegensatz zu den modernen hipster One-Page-Blogs, die nach 30 Sekunden ausgelesen sind und in 4 Monaten eh wieder anders ausschauen (habe ich übrigens schon erwähnt, dass ich zur Zeit für ein Familienmitglied ein stylishes One-Page-Wordpress-Template zusammenklopfe? Hüstel. Mit Javascript-Kram, smooth scrolling und dergleichen... Furchtbar! Schon alleine die interne Wordpress-Template-Vorschau mit der Anpassungs-Funktion, wo es dann in den Quelltext auch die Editier-Seitenleiste reinhaut und so weiter. So ein Käsebröselhaufen.)

Na egal, wie auch immer... mein übliches Plädoye zum heutigen Samstag: baut nackte HTML-Seiten oder so was wie das hier im Blog ohne viel Kram. Ich herze das.

Nachtrag: Man weiß ja nie, was das Leben noch so bringt - vielleicht gehe ich heute Einkaufen, erleide dort bei der Berührung einer Kakao-Packung einen allergischen Schock und sterbe oder werde nächste Woche von einem Sack Kartoffeln erschlagen (vorgestern lagen so ein Kilo-Sack auf einem Fenstersims im dritten Stock eine Gasse weiter), also man kann eh nichts planen... aber sollte ich noch viele Jahre das Netz mit Buchstaben volltippen dürfen, hoffe ich ja, dass ich eines Tages auch so eine umfangreiche Blog-Wiki-Mischung mit hunderten oder gar tausenden Seiten an Kram befüllt habe, so dass ich dann - wenn ich großväterlich ein Malzzuckerl lutsche und dabei tief brumme - auch auf so ein Art "Damals Kinder, da war alles noch ganz anders und besser, schaut her, hier, das war 2016, als ich mit meinem selbstgedruckten Linux-T-Shirt Katzenhaare sammelte... und hier, das war 2015, da saß ich zum ersten Mal in meinem 9 Jahre alten Auto... und hier bereits 2011 schrieb ich "Boah, diese Javascript-Seiten, so eine Sch###". Klingt absurd, aber es wäre tatsächlich irgendwie nett und heimelig. ^^

Nachtrag: Irgendwann muss ich ja mal alle alten Blog-Beiträge der letzten mittlerweile schon bald 15+ Jahren hier online stellen. Momentan stehen wir bei 780 Einträgen seit September oder so - mit dem alten Texthaufen der Jahre zuvor sind es vermutlich dann 5000+. Das muss ich wirklich mal angehen, so ein Gesamt-Archiv. Einfach, weil es da ist und sonst irgendwann verloren geht, verteilt auf dutzende Festplatten und dergleichen. Wäre fast schade darum (für mich persönlich), auch wenn das Alles kein Mensch je lesen würde... nicht mal ich selber.
08:32 Uhr / 02.04.2016 / 20160402082116.txt

Freitag 01. April 2016

Irgendwie sind die ganzen April-Scherze genauso lustig wie der Villacher Faschingsgschnas. Sterbenslangweilig, aufgesetzt, unlustig und so künstlich, dass man beschämt weiterscrollt. Vermutlich ist das Ganze nur mit einer Flasche Wein intus ertragbar... blöd jedoch, dass ich keinen Alkohol trinke.
18:21 Uhr / 01.04.2016 / 20160401181846.txt


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