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Donnerstag 24. März 2016

Sagt mal, habe ich irgendwas versäumt? "Mit dem Schuljahr 2016/17 wird politische Bildung für Schüler ab der sechsten Schulstufe (2. Klasse AHS und Neue Mittelschule, NMS) Pflicht. .... Für das Bildungsministerium ist der neue Lehrplan ein „Meilenstein in der Vermittlung von politischer Bildung und Demokratiekultur“." WTF?!

Nachtrag: Also soweit ich mich dunkel an meine Schulzeit erinnern kann (ja, ich!), hatten wir in Geografie und Geschichte die politische Landschaft, heimische und sogar ausländische Parteien, Demokratie-System, Kommunismus, Kolonial-Geschichte, Königshäuser und so weiter durchgekaut, über politisches Recht, Wahlen, Mitbestimmung, wer wo was ist, Kanzler, Bundespräsident und dergleichen, wer welche Macht hat und so weiter gelernt und es wurde uns beigebracht, dass Wählen wichtig ist und dergleichen. Auch wurden durchaus aktuelle Dinge (z.B. Jugoslawien-Krieg) angesprochen... das war aber in einer ganz normalen, öffentlichen, einfachen Schule(n) und nicht nur auf Basis eines bestimmten Lehrers, sondern auch so in den Büchern Teil dessen und dergleichen. Was ist denn passiert, dass das nun ein Novum ist?! Komme gerade nicht mit - kann mich jemand aufklären? Ôo Oder was lernt man jetzt zusätzlich?!
12:54 Uhr / 24.03.2016 / 20160324124830.txt

Allgemein gültiges Blabla: kommentiert den verdammten Code!! Einfach alles und jedes kommentieren. Und wenn dadurch der Datenumfang steigt, Kommentare lassen sich mit einem Script schnell rausschmeißen, aber kommentiert den Schmarrn doch bitte ausreichend. Und wenn es Anmerkungen sind wie "----hier laden wir nun das Ding und jetzt die Datenbank-Abfrage mit Sicherheitsprüfung, jetzt das, weil damit erspare ich mir später bla, nun klatschen wir XY dazu und jetzt fragen wir den blöden Wert ab, blabla-----" das kann man auch ohne technische Fachsimpelei im Umgangsjargon machen. Es geht nämlich noch immer schneller, als den Code Zeile für Zeile und Element für Element zu durchforsten und zu verstehen, was sich da jemand dabei wie gedacht hat.

Alles immer im Code kommentieren... und wenn sich alle 5 Zeilen eine Anmerkung befindet und es wie ein Tagebuch ausschaut. Hilft einem zudem auch selber, wenn man mal nach Ewigkeiten sich wieder vor sein eigenes, digitales Verbrechen setzt und versucht zu verstehen, was man da eigentlich damals angestellt hat und wie man denn je nur auf sowas kommen konnte.
12:46 Uhr / 24.03.2016 / 20160324124047.txt

Heute mal eben von der Wikipedia-Mailingliste abgemeldet - einerseits ist mir das Aufkommen der Mails zu hoch und abgesehen davon ist es eh nur ein Herumstreiten und gegenseitiges in Fragestellen. Rund laufen tut es auf jeden Fall dort nicht. #fail
12:37 Uhr / 24.03.2016 / 20160324123604.txt

Hrhrhrhrhr! Ich weiß ja, warum ich diese "externen Bibliotheken-Seuche" so fragwürdig finde. Ähnlich wie "total schlanke Blog-Engines" und dann schleppen die kaum eigenen Code mit und sind total fluffig, aber im Helpers-Ordner und dergleichen taumeln 15 verschiedene Fertig-Pakete mitsamt Dutzenden oder mehr Sub-Dateien rum und blähen das kleine Fuffi gleich Megabyte-mäßig auf und kollabieren aber genauso umfangreich, wenn man nur eines der Pakete entfernt. Da passt mir dieser Eintrag sehr gut in den heutigen Tag:

Entfernung von elf Zeilen Code sorgte für Chaos bei Javascript-Projekten.

Nachtrag: Ach was verlernt... wozu selber schreiben, wenn man alles vorgekaut bekommt? Wir sind um Duplo-Zeitalter. Zusammenstecken und spielen. Ein Mitgrund, warum so viele Projekte dann straucheln. Ursprünglich schlank und rank, vielleicht etwas schlecht geordnet, weil "gewachsen", aber dann "Hey, wir machen alles GANZ neu!" und dann stecken sie einfach alle Bibliotheken und Frameworks, die im Netz so rumschwirren in einen Ordner, garnieren das Ganze mit ein paar Code-Klammern und tackern es zu einem total Feature-reichen, slidigen, 3-fach-reload, touch-tap, hover-over, vierfach-responsive, Template-Plugin-API-5-fach-Docker-Schnittstellen Monster und platziere das Ganze auf einer hippen One-Page-Blog-Seite mit fetten Header-Bildern und alle tweeten sich zu Tode vor Freude.

Dann kommen noch mehr Features und Sonderwünsche, dann entsteht ein Template-System rundherum, ebenso unzählige JS-Plugins und der kleine User, der nur mal eben die Öffnungszeiten auf der Webseite abfragen wollte, ladet sich mit 12 Bibliotheken, 18 Datenbankabfragen, 5 Reload-Grafiken in der Fußzeile, einem hakligen Slider von rechts und dem tollen Hover-Effekt über dem Logo, das beim Touch am Smartphone hängen bleibt ins digitale Jenseits oder es bleibt gleich leer und eine weiße Seite übrig, weil ein Adblocker eine der Bibliotheken mal eben blockt. \o/

Und dann wird es so unübersichtlich, dass DAUs auch nichts mehr beitragen können, die wenigen Profis mit Durchblick verlieren die Lust, weil statt den nicht mehr so coolem Ruby, Laravel und dem Nginx-Docker-Server-Hype gibt es jetzt dafür das hippe Biber oder das Libellen-Framework und eine Taufliegen-Datenbank und das einst so tolle Projekt von vor gerade erstmal 8 Monaten steht verlottert und einsam auf Github und Support-Anfragen dümpeln ins Leere. Ja, so ist das.

Und neu anfassen möchte das Ding auch keiner, weil es so viele Abhängigkeiten hat, zudem sobald mal eine der Grundbibliotheken ein Update bekommt, schießt sich plötzlich Alles gegenseitig ab, also lässt man es sowieso erst recht bleiben und das Gefrickel hat seinen Namen verdient. Und unter dem Strich kann und konnte das Ding aber auch nicht mehr, als das simple, billige 30-Datei-PHP-Projekt um's Eck auf Github, das schon seit Jahren stabil läuft und regelmäßig Updates publiziert und einfach aus sauber kommentierten Dateien aufgebaut ist und keine externen, vorgekauten Bibliotheken verwendet, die ja zudem auch meistens zu 90% Funktionen und "etwaige Möglichkeiten" bereit stellen, die in dem Projekt sowieso nie verwendet werden und somit reiner Ballast für Nichts sind. \o/

Nachtrag: Bootstrap! Genau... das liebe ich ja ganz heiß. Da ladest Dir eine ganz kleine Blog-Engine, die aus 5 Dateien besteht und einem schlichten, zwei-spaltigen HTML-Layout in der Ausgabe... aber womit ist das Design der 90er aufgebaut? Richtig! Mit Bootstrap - und zwar dem kompletten Rucksack. Für Nichts! Da kommt mir jedesmal das Kotzen, wenn ich weiß, dass das Teil auch dabei ist und fünffach größer ist, als das Ergebnis.

Nachtrag: "Heul! Aber dann muss man ja immer alles doppelt machen?!! Und außerdem die Sicherheit! Wenn jeder alles selber schreibt, sterben wir alle!" Mag sein, aber wozu das Zeug einbinden, wenn es sowieso nicht ausgereizt wird? Das ist wie wenn ich mir einen kleinen Toyota kaufe, aber sicherheitshalber verwende ich die Antriebs-Technik von Kipplastern aus einem Bergwerk und mische es mit der Einspritzfunktion von Formel 1-Autos. Alles erprobt, langjährig erprobt, vom Feinsten und sauber abgestimmt. Nützt aber alles nichts, wenn ich den Toyota in der Stadt fahre, er nicht mehr als 140 km/h erreicht und die Motorhaube sich ab 120 km/h einfach ablöst und die Scheibenwischer sich verbiegen und die Vorderräder nicht mal den Boden berühren, weil ja hinten noch eine Kranvorrichtung angebaut ist... für den Fall der Fälle versteht sich! Aber immerhin ist er sicher. Eh klar. Weil ihn keiner fahren wird oder er ja so nicht mal aus der Parklücke überhaupt rauskommt.

Nachtrag: Unlängst ein Joboffer im IT-Bereich gesehen, eher privat... so ganz High-End-IT-Blabla. Das Ganze auf einer Haupt-Webseite mit genau 4 Seiten (plus Impressum-Seite). Layout 1998, Bilder von ca. 2005 und das klassische Blaue-Linien-mit-weißem-Schatten-IT-Design und Herr mit Anzug mit freundlichem Geschäftslachen. Ratet mal... genau, die 4+1 Seiten ohne Irgendwas und noch dazu statisch (das einzig Dynamische ist die klickbare Kontakt-Email-Adresse), läuft Alles mit.......... Typo3. /o\ Kein weiteres Kommentar. Habe ganz vergessen zu schauen, ob womöglich das Layout Boostrap geküsst hat oder gar eine 8-fach längere CSS-Reset-Datei mitschleppt, als das fertige Layout darstellt.

Nachtrag: Mich erstaunen schon die wütenden Kommentare da und dort - und viele sind ganz schön sauer auf den Typen. Aber hey... wenn er nicht mag, dann mag er halt nicht mehr. Einfach selber neu tippen, das ist ja das Großartige in dem Metier. Ist ja nicht so, als wäre DAS ein Teil des Kernes aller Dinge?! Es zeigt viel eher, wie sehr sich viele Projekte, Firmen und Co. auf vorgefertigte Tools und "andere Menschen" ohne eigene Backup-Lösungen verlassen und darauf aufbauen. Gehört zum Open Source Bereich auch dazu und Teil des Konzeptes, aber immer unter der Prämisse, dass Einer auch mal sagt (und sagen kann) "Mag nimma" oder "so nicht" - ohne gelyncht zu werden.

Nachtrag: Falls jemand eine gegensätzliche Meinung hat, nur her damit und zusenden. Finde ich auch interessant und diskussionswürdig.
10:46 Uhr / 24.03.2016 / 20160324103307.txt

Now Manufacturers Are Locking Down Routers.
10:32 Uhr / 24.03.2016 / 20160324103154.txt

Einmal Experte sein. Irgendwie gerade sehr österreichisch. Da weiß der Kronen-Zeitungs-Leser vermutlich genauso viel.
06:50 Uhr / 24.03.2016 / 20160324064900.txt

Dienstag 22. März 2016

Dass Online-Überwachung die Meinungsvielfalt verändert, kann ich ebenfalls bestätigen - speziell bei den erwähnten Themen wie Snowden und dergleichen. Mit amerikanischen Gesprächspartnern, in Foren oder auch im Freundeskreis, wird zwar hier in Österreich privat durchaus darüber gesprochen, aber online in Chats wird das Thema merkbar umschifft oder recht knapp beantwortet. Speziell wenn man die Landesgrenze mehrfach übertritt und sich jedesmal der "Border" stellen muss und das Risiko besteht, plötzlich abgewiesen bzw. nicht eingelassen zu werden.

Aber auch ich selber merke das Spiel und frage mich, was sich wohl an Konsequenzen ergeben, wenn man gewisse Themen noch breiter tritt oder fokussiert behandelt. Nicht, dass ich die Qualifikationen dazu habe oder der Blog hier dazu relevant ist, aber auch einfache Meinungsbilder reichen aus... da ich hier mittlerweile im Gegensatz zu einigen vorherigen Blogs unter meinem richtigen Namen schreibe, bin ich da naturgemäß ganz instinktiv vorsichtiger und denke an eventuelle Konsequenzen, auch beruflich. Auch wenn ich das eigentlich nicht möchte.

Nachtrag: Mini-Anekdote am Rande - als ich früher nebenbei auch mit der Modeszene in Österreich zu tun hatte, hatte ich regelmäßig Pressezugang und Einladungen zu Veranstaltungen und Shows. So auch einmal für eine Modeshow, die auf mehrere Teile im Rahmen eines Großevents gedehnt war, ich glaube, es war damals das Nr. XY (keine Ahnung mehr) Festival for Fashion & Photography in Wien oder so - und bereits am Vormittag hatte ich ein Foto der aktuellen Show damals noch auf Facebook gepostet, wo der Laufsteg in meinen Augen viel zu hoch gelagert war (Brusthöhe oder mehr) und die Fotografen-Blogger-Meute direkt am Rand gedrängt rundherum eigentlich nur eine visuelle Perspektive hatte... nämlich von unten dem Model zwischen die Beine fotografieren, das Kleidchen über den Rock war so auch nicht sichtbar aus der Position heraus - da hätte man die Stellplätze besser organisieren müssen. Hatte das aber eher amüsiert als Bildunterschrift unter dem Foto angemerkt (muss das glatt mal aus den Backups suchen), bereits nach zwei Stunden hatte ich dann aber auch schon meine Ausladung der PR-Agentur für die Nachmittagsveranstaltung, weil "plötzlich das Kontingent der Presse-Karten zu knapp wurde und man neu zuteilen musste". Hrhrhr, hatte damit nicht gerechnet und war ein Unikat - aber man las mit. Kleiner Klassiker, aber es ist schon die Frage, wie sehr zum Beispiel mittlerweile auch automatisiert heutzutage im Netz bei Blogs direkt getrackt wird, wenn es um politische Gesinnung, Meinungsbilder oder natürlich auch Job-Profile geht (nicht nur aus Marketinganalysen und Klicktracking heraus sowie Thementrendbeobachtung durch PR-Agenturen).
20:19 Uhr / 22.03.2016 / 20160322200038.txt

Apple und die User-Landschaft haben sich ja zumindest offiziell bislang gewehrt, eine Backdoor für das FBI in das iPhone reinzubasteln bzw. zu helfen, es zu cracken. Nun hat das FBI diesen Antrag zurückgezogen. Ich würde mal sagen, ein kluger Schachzug. Das gesetzliche Durchbringen hat halt nicht geklappt, die Aufregung war groß, also ist man gescheitert, stattdessen sagt man jetzt "Egal, wir kommen mittlerweile auch so rein"... alle User und Nutzer nun "Na toll, damn it", Apple ebenfalls "Na toll, aber immerhin haben wir nicht dazu beigetragen"... dann lässt man etwas Zeit verstreichen und probiert einen neuen Anlauf alias "Jetzt ist es eh schon geknackt, also lassen wir die Psychospielchen und machen es doch offiziell, niemand hat das Gesicht verloren, keiner kann sich jetzt noch groß aufregen, also standardisieren wir das Ganze".

Die User sind träge und regen sich über die gleichen Dinge Monate oder Jahre später selten ein zweites Mal auf, Apple ist aus der offiziellen, breiten Schusslinie und hat seinen Ruf gepflegt und das FBI hat ebenso am Schluss das erreicht, was sie wollten... Zugang. Schauen wir mal, ob das so passieren wird. (Abgesehen davon wette ich sowieso, dass die schon länger Zugang haben und sei es, dass z.B. Entwickler gekauft sind - es wird also so oder so nur ein PR-Schauspiel sein und der Versuch der offiziellen Legitimation für die Zukunft...)
18:07 Uhr / 22.03.2016 / 20160322180102.txt

Spannend wird es ja nun nach den Anschlägen, welche neuen Forderungen aus der Politik und den Sicherheitsbehörden kommen werden... Noch mehr Abhören? Noch mehr Durchleuchten? Noch mehr Aufzeichnen und Protokollisieren? Noch mehr Kameras? Läuft ja eh schon alles in umfangreicher Form. Maximal könnte man es auf der Gesetzesgrundlagen-Ebene noch weiter festigen, aber sonst ist eigentlich schon recht viel ausgereizt.

Nachtrag: Egal, wie man das Alles sehen mag, ich wette in 10~30 Jahren erscheint dann mal ein Buch (Ebook), in dem sich dann Hinweise finden, dass "damals" viele Terrorzellen querfinanziert waren oder über drei Ecken bewusst und unbewusst von europäischen und amerikanischen Diensten mitfinanziert oder gar erst in der Form ermöglicht wurden. Also eine ähnliche Geschichte, wie viele Talibangruppen in den 90ern oder Gruppierungen im Jugoslawienkrieg. Da wird es dann ebenfalls heißen, dass man nicht damit rechnen konnte bzw. da hatte sich etwas verselbstständig oder man hatte zu langsam agiert oder es gar gewusst~geahnt, wollte aber Operationen nicht aufdecken. Oder es zugleich als politisches Zugpferd nützen. Muss da nämlich glatt an Gladio denken. Mag hier unter Umständen jetzt nicht ganz passen in diesem Fall, aber den einen oder anderen Querlink gibt es sicher auch bei den europäischen Terrorzellen, davon bin ich überzeugt - durchaus aber auch, ohne dass es die andere Seite womöglich (aktuell) direkt weiß.

Nachtrag: "Er sei von Personen aus dem Staatsapparat gedeckt worden und das Attentat Teil einer umfassenden Strategie gewesen. Ferner sagte er im Prozess: "Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um größere Sicherheit zu bitten. […] Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann. ... Terror eignet sich mehr als irgendeine andere militärische Strategie dazu, die Bevölkerung zu manipulieren." Lesenswert auch die Strategie der Spannung.

Nachtrag: Das Video hier anschauen (die Aufnahmen am Anfang kennt man ja visuell von den letzten Stunden), schadet ebenfalls nicht. Nicht aufgrund von Verschwörungsfantasien, sondern einfach um den eigenen Geist sauber, aktiv und aufmerksam zu halten. Übrigens beleuchtet die Doku auch den damaligen Ursprung der heutigen US-Überwachung und Spionage in Europa.
14:48 Uhr / 22.03.2016 / 20160322143959.txt

"Limonaden sind in Österreichs Supermärkten um fast 60 Prozent teurer als in Deutschland, Mineralwasser um fast 40 Prozent", führt er an und schiebt ein weiteres Beispiel nach. Die gleichen Butterkekse kosten in einem Wiener Supermarkt um fast 70 Prozent mehr als in München. ... So zahle man für eine Dose Nivea Creme in Deutschland unter drei Euro, in Österreich dagegen fast sechs Euro. Als Ursachen für diese Situation "mit unverhältnismäßig hohen Preisen" ortet Glatz den Österreich-Aufschlag, die hohe Marktkonzentration und illegale Preisabsprachen."
07:43 Uhr / 22.03.2016 / 20160322074147.txt

Video-Tipp des Tages: Gregor Gysi über Rebellion & Revolution in der heutigen Zeit - oder auch nicht. Durchaus sehenswert, egal, mit welchem politischem Hintergrund man es anschaut. Also sogar sehr sehenswert.
06:48 Uhr / 22.03.2016 / 20160322064649.txt

Na, drei Tage lang nichts getippt und heute Nacht soviel geträumt, dass ich das Gefühl in mir trage, ein anderes Leben wie in einer Nachtschicht abgearbeitet zu haben. Sogar mit Fensterputzen und dabei intensiv darüber nachdenken, ob ich dieses Haus überhaupt und eigentlich gemietet oder gekauft habe? Diese knifflige und absurde Frage war dann auch ausschlaggebend, dass ich sehr flott dann doch aufgewacht bin. Eh klar. Aber uff... ich bin gerade fertig. ^^
06:32 Uhr / 22.03.2016 / 20160322062844.txt

Freitag 18. März 2016

"Mit Subgraph OS soll ein neues, sicheres Linux mit innovativer Sandbox entstehen. Wir haben mit den Entwicklern gesprochen und das System ausprobiert - und sind trotz Alphastatus angetan."

Basiert auf Debian und "Wir wollen, dass der Nutzer keine Sicherheitsentscheidungen treffen muss", es gibt eine umfassende Sandbox für das gesamte System und jede Anwendungen - ok, das finde ich ja noch alles vernünftig bzw. als Grundlage für neue Entwicklungsansätze (auch wenn die Einzelösungen nicht neu sind). Tor läuft auch, ist gleich mal ein radikaler Minuspunkt in meinen Augen, weil ich der Meinung bin, dass man hier zu bequem einer illusorischen Blase aufsitzt, die in ein paar Jahren dann sowieso auch mal offiziell platzen wird (abgesehen vom komplizierte Umgang des Userverhaltens, der da reinpfuscht), aber immerhin sind auch die Entwickler hinter Subgraph OS nicht glücklich damit.

Interessant ist übrigens der Nebensatz, dass sich der Gnome-Taschenrechner mit den Servern des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) verbindet. Soso. Weiters interessant ist, dass auf einen eigenen Benutzernamen im System verzichtet wird - da muss ich glatt an Puppy Linux denken (wobei man da als Dauerroot hantiert, zumindest in den älteren Versionen).

Gut, soweit dazu. Und jetzt das "Aber" - die xy-neueste Distribution hat ja meistens den Flow, dass nach 2-3 Jahren Bekanntheitsgrad die Entwicklung stagniert, zu viele Features auf Userwunsch eingepumpt werden und es damit holprig wird. Die meistens Distros (nehmen wir mal die großen Global-Player aus der Rechnung) verdümpel zumeist schnell in einer kleinen Usermasse, Ausnahme-Entwicklungen wie das ehemalig kleine Crunchbang (hat mittlerweile das Zeitliche gesegnet) mögen vorhanden sein, aber im Großen und Ganzen passiert da nur selten was. Denn auch der größte Teil der Linux-User hängen am internen Massenmarkt.

Die im Beitrag erwähnte eigene Email-Lösung klingt für mich übrigens fast eher nach einer Warnung, weil das ist keine Kleinigkeit, denn da hängt schließlich ein enormer Rattenschwanz dran und der wird im Schnitt alle 5 Monate neu erfunden. Seit Jahrzehnten nun jedoch, geändert hat sich aber noch immer nichts. Hat seine Gründe und die werden hier sicherlich auch wieder ausschlaggebend sein.

Außerdem sind ja die meisten Schwachstellen die menschlichen Zellhaufen vor den Geräten, das kann man zwar einpacken und mit digitaler Luftpolster-Folie umhüllen sowie begrenzen, ja sinnvoll und eh gute Entwicklung - aber führt trotzdem vermutlich dazu, dass sich der User erst recht kaum noch Gedanken um das Ganze macht. Wie ein Leser in die Kommentare schreibt: man müsste so wenig Tools wie möglich installieren... und nicht Dutzende zulassen und die alle verstaubt rumgurken lassen, so wie es ja dann meistens der Fall bei den Usern ist.

Dieses Kommentar finde ich ebenfalls passend: "Es ist zwar klar, dass diese Distribution einfache Nutzbarkeit zum Ziel hat, doch indem man stets dafür sorgt, dass der Nutzer nicht länger denken muss, fördert man unter Linux denselben Nutzerstamm wie es oft unter Windows der Fall ist. Und ein lohnenswertes Ziel ist das nicht." \o/

Nachtrag: Prinzipiell gute Entwicklung als Konzept gesehen, klar - also schon sinnvoll. Kein Voll-Rant.
09:23 Uhr / 18.03.2016 / 20160318084431.txt

Donnerstag 17. März 2016

Bei diesem "neuen" Plan zwischen EU und der Türkei und "Einer der entscheidenden Punkte dabei: Die Türkei nimmt auf den griechischen Inseln ankommende Flüchtlinge zurück. Die EU soll für jeden Abgeschobenen einen anderen syrischen Flüchtling aus der Türkei aufnehmen"... stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein weiteres Land in der Gegend wieder akut kippt?

Und "Insgesamt geht es dabei um zunächst 72.000 Flüchtlinge, die im Rahmen bereits bestehender Beschlüsse zu Umsiedlungsprogrammen verteilt werden sollen. ... Entgegen der Ablehnung vieler EU-Staaten hielt EU-Präsident Martin Schulz am Donnerstag an einer Verteilung der Flüchtlinge in der Union fest." Und mit den Flüchtlingen und ihren Zielen und Wünschen haben sie auch Rücksprache gehalten? Dass vorgebene Länder da nicht so gut ankommen bzw. klappen, sollte auch bereits bekannt sein.

Und spannend wird die neue Abhängigkeit auch dann, wenn die Türkei mit anderen Ländern in Konflikt tritt oder die Sache mit Zypern zum Knarzen beginnt... aber schlußendlich bleibt, den meisten Flüchtlingen wird so nicht geholfen und das EU-Konstrukt bröselt weiterhin - mit fragwürdigen, langfristigen Folgen beim momentanigen Kurs und Situation innerhalb der Türkei. Sollte man dort tatsächlich "Flüchtlinge auslagern", wird es irgendwann eine neue Welle geben, denn versuchen werden sie es weiterhin und auch die Türkei hat schließlich wie Rest-Europa eigene Probleme abseits dessen zu stemmen - nicht nur Flüchtlingslager. Und wie die Behörden dann zudem reagieren werden, wenn Flüchtlinge partou weiterwollen.... mmmhhh. Der Fleckerlteppich wird immer schwammiger. Irgendwie versagt Europa weiterhin vollkommen und jetzt lagert man halt die Probleme aus, verschiebt sie aber nur mal eben.

Nachtrag: Spiegel-Korrespondent verlässt Ankara.
20:01 Uhr / 17.03.2016 / 20160317194307.txt

So macht man die Lage ganz sicher besser. Und spielt auch ganz sicher nicht den Rechten mittelfristig in die Hände... /ironieoff

Wiener Schuldirektorin erhält "Maulkorb-Erlass". Solche Probleme noch immer zu negieren, hilft ja niemanden und dass das gesellschaftliche Karma durch Schüler mit unzureichender Bildung, Deutschkenntnissen und dergleichen nicht besser wird, ist eigentlich auch irgendwie klar. Und das sind hard facts und haben nichts mit links, rechts, mitte, quer oder was auch immer zu tun. Seufz.
07:15 Uhr / 17.03.2016 / 20160317070514.txt


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