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Dienstag 08. März 2016

Also mehrere Anläufe später... auch wenn ich generell ja der absolute Freund von selbst gehosteter Software und Unabhängigkeit bin, kann ich mich mit OwnCloud einfach nicht anfreunden. Noch immer ist das Teil in meinen Augen zu schwerfällig (und wird es noch mehr), die mobile Anbindung ist auch so eine Sache und ebenso die Sync-Abgleiche. Außerdem steckt in dem Ding jetzt schon wieder so viel an Code-Geraffel, das es fast an eine aufgeblähte, wacklige Boardsoftware aus den 2009ern erinnert - und damit bleibe ich skeptisch und auf Abstand. Alternative? Na, kann ich Keine benennen, dazu fehlt mir auch die Zeit für so eine Liste, aber OwnCloud ist es auf jeden Fall weiterhin nicht.

Vor allem wenn man dann das hier liest: "So lassen sich jetzt Kommentare an Dateien heften, um beispielsweise freigegebene Fotos mit Erklärungen zu versehen. Betrachter können die Kommentarfunktion dann nutzen, um über die Fotos zu diskutieren. ... In Zusammenarbeit mit Collabora wurde die Online-Version von LibreOffice in OwnCloud integriert, was eine gemeinsame Arbeit an Dokumenten in Art von Google Docs erlauben soll. ... Außerdem enthält OwnCloud 9 die Videokonferenz-Software von Spreed."

Was wird das, wenn es mal fertig ist...? Ein Facebook-Instagram-phpBB-FileDirectory-VideoChat-WebDoc-Konglomerat? Das kann einfach nicht gut gehen, hat auch schon bei den Bulletin Board Systems nur so halbert geklappt, sobald mal Dateien dazugekommen sind. Und ich bin froh, dass ich in so einem Ding nicht hunderte oder gar tausende Dateien gelagert habe, womöglich mit Freunden das Ganze teile und dann ein Update bzw. eine neue Version einspielen muss, aber bitte so, dass das Ding morgen früh für Alle sauber läuft... Mahlzeit, da kenne ich amüsantere Hobbys. Außerdem wird das Ding mit jedem Zusatz und Gebastel recht bald dann munter regelmäßig platzen. Die Imgur- und PasteBin-Community wird sich freuen.

Nachtrag: Also sagen wir so... das Ding wird wohl ein zweites Wordpress.
20:20 Uhr / 08.03.2016 / 20160308201012.txt

Der nächste, ganz kleine Schritt, an den man sich später wohl nicht mehr erinnern wird - entweder weil dann die neue Welt aufregender ist oder weil uns ein Krieg wieder zurückgeworfen hat...

"Und es zahlte sich aus: Die Pflanzen wuchsen auf den simulierten Mars- und Mondböden fast so gut wie auf irdischer Vergleichserde, wie die Forscher berichten. Vor allem im Mondboden, in dem im ersten Durchgang alle Pflanzen eingegangen waren, haben diesmal alle überlebt und Kräuter und Gemüse geliefert – und das nicht zu knapp.

Denn auch die Ernte fiel im Marsboden kaum geringer aus als in der Erde. "Das war eine echte Überraschung für uns", sagt Wamelink. "Das zeigt, dass vor allem der Marsboden großes Potenzial hat, wenn er richtig vorbereitet und gut gewässert wird."

18:20 Uhr / 08.03.2016 / 20160308181920.txt

Ja, toll! Wähler bevorzugen am ehesten erpresserische Egoisten.

Aso... Hinweis: es handelt sich dabei um Ironie meinerseits.
12:19 Uhr / 08.03.2016 / 20160308121908.txt

Montag 07. März 2016

Also noch eine Meldung aus der religiösen Welt: Liesinger Kirchen läuten gegen FPÖ an. So löblich das auch sein mag im Sinne von positiven Zeichen, muss man aber schon sagen, dass man ich weiß nicht wie lange dafür gekämpft hat, dass Kirche und Staat wenigstens oberflächlich nichts miteinander zu tun haben und getrennt sind. Und jetzt bezieht die Kirche damit ein öffentliches Statement gegen eine ganz bestimmte politische Partei?

Ich finde das nicht in Ordnung. Und vor allem, wo beginnt es und wo hört es zukünftig auf? Läuten die Glocken auch dann, wenn mal ein SPÖ oder ÖVP-Politiker neue Grenzen für Österreich fordert oder sich gegen ein Wohnheim für Flüchtlinge ausspricht? Oder werden da dann die Augen fest zugemacht, weil es sind ja Freunde? Finde ja solche Stimmungsbewegungen eher riskant und sehr unnötig im Sinne der Vermischung von Staat und Religion.

Aber noch besser ist ja, dass mit dem Läuten die zeitgleiche FPÖ-Kundgebung bewusst gestört werden soll. Zugleich heißt es aber: "Petra Kollars, die organisatorisch für den Kirchenprotest verantwortlich ist, kennt laut eigenen Angaben die Sorgen der Bevölkerung. Sie befand gegenüber der Kathpress, „dass die Befürchtungen teilweise auch nachvollziehbar sind“. Lautstark gegen die neue Unterkunft zu protestieren, sei aber falsch." Man lese sich den letzten Satz nochmal durch... lautstark sei falsch. Mhm.

Und interessant, dass man die Befürchtungen der Bevölkerung mal eben mit Kirchenläuten wegläuten möchte. Kopf > Tischplatte. Wird sicher ganz viele Sympathien schaffen, vor allem bei Menschen, die die Kirche sowieso kritisch sehen, und zudem plötzlich - ein amüsantes Wortspiel - geläuterte Menschen hervorzaubern, die dann wieder zum Glauben und zur Nächstenliebe finden. \o/

Wie wäre es denn, stattdessen mit den Leuten direkt zu sprechen, sie einzuladen und ansonsten Demokratie, auch wenn sie sehr oft unschön ist, Demokratie sein zu lassen und sich um das zu kümmern, für das die Kirche eigentlich stehen sollte? Und nicht für politische PR-Hasen-Fuchs-Jagden, die von Grund auf bitter sind?! Was geht hier eigentlich ab? Es kippt wirklich alles immer weiter und weiter und die Bastionen, für die die vorherige Generation noch gekämpft hat, brechen der Reihe nach munter ein. Seufz.
19:07 Uhr / 07.03.2016 / 20160307185424.txt

"Prostituierte erpresste Priesterseminaristen - Die Prostituierte soll den Mann wiederholt aufgefordert haben, ihr Geld zu geben, da sie ansonsten der Leitung des Seminars erzählen werde, sie hätten Sex gehabt. Der Mann soll in Summe mehr als 400.000 Euro an sie gezahlt haben."

400.000 Euro mal eben für so eine Geschichte gezahlt... als zukünftiger Priester, der sich dem Glauben und der göttlichen Liebe hingibt. Was hat der zuvor gemacht? Immobilienmakler, Aktienhändler oder reich geerbt? Also irgendwas habe ich eindeutig falsch gemacht im Leben?!
16:05 Uhr / 07.03.2016 / 20160307155912.txt

Bildrechte. Das beliebte Thema. Schon mal einen Screenshot von der Karte bei Bing gemacht und in den Blog gestellt? Keine Angst, kostet nur 1700 Euro.
12:04 Uhr / 07.03.2016 / 20160307120251.txt

In Wien überlegt man (mal wieder), die U-Bahnen auszubauen. Dazu ebenfalls ein ORF-Beitrag unter anderem mit dem Satz "Zum ersten Mal wird auf Basis der gewonnenen Daten ein dreidimensionales Baugrundmodell erstellt. Dieses Computermodell erleichtert den U-Bahn-Technikern die Planung der Trassen." Zum ersten Mal... Und ich dachte, dreidimensionale Modelle der Beschaffenheit der Böden sind schon länger Alltag, speziell und erst recht bei solchen Bauprojekten mitten in der dichten Stadt und den unterschiedlichen Böden? Aha.
08:37 Uhr / 07.03.2016 / 20160307083344.txt

Ich würde da gernen einen Schwall dazu schreiben, aber wir haben Montag und es ist erst am Morgen, also lassen wir das. Aber eine Sauerei ist das schon. "Glyphosat... in Brüssel umgehört und festgestellt, dass das Thema jedem irgendwie unangenehm ist. Zu erfahren ist aber vor allem eines: Zuständig ist (immer) jemand anderer." Nicht wegen dem Glyphosat an sich, denn da bin ich zu sehr Laie um hier ausreichend beurteilen zu können (auch wenn der instinktive Bauch natürlich dagegen ist), sondern alleine wegen der Tatsache, dass hier Menschen (sprich Politiker), die selber Familien, Kinder, Bekannte und Verwandte in ganze Europa haben, ihre Angehörigen somit Dingen und nicht einschätzbaren Gefahren und Risiken aussetzen, von denen sie selber anscheinend keine Ahnung bzw. dafür ausreichendes Verständnis und Interesse haben, selber wohl nicht wirklich überzeugt sind oder sich einfach mal eben auf finanzieller, politischer oder persönlicher Ebene kaufen lassen.

Das ist echt verbrannte Erde, die da hinterlassen wird - und das Ganze eigentlich mit Vorsatz, sonst gäbe es nicht solche Reaktionen wie im Beitrag. Quasi "Oh, hallo meine kleine Tochter! Na, gut geschlafen? Heute hat Dein Papa ein Gesetz beschlossen, damit ein Mittel in der Natur eingesetzt wird, wo wir wahrscheinlich aber davon ausgehen, dass es weder gesund noch sinnvoll ist und irgendwie ist das Ganze auch seltsam... aber mh, ja, dafür gibt es eine neue Puppenstube jetzt! Schau, die steht hinten auf der Wiese neben unserem Feld, geh doch mal raus und spiel damit! Ich will nämlich nur das Beste für Dich!" Schizophren, oder?
08:29 Uhr / 07.03.2016 / 20160307081953.txt

An manchen Tagen könnte man ja glatt glauben, Europäer bekriegen sich untereinander deswegen bald, weil die einen die Amerikaner und die anderen die Russen in ihren Meinungen unterstützen und man es dem Anderen jeweils aggressiv als Fehler unterstellt. Das wäre dann eigentlich glatt sowas wie ein Stellvertreterkrieg im wahrsten Sinne des Wortes... hrhrhr.
08:17 Uhr / 07.03.2016 / 20160307081444.txt

Freitag 04. März 2016

"Der Aufstieg von reichen Menschen und reichen Firmen in armen Ländern ist Ausweis einer gesunden Wirtschaft", glaubt Caroline Freund dennoch. Der Gedanke dahinter: In einer solchen gesunden Wirtschaft, in der Wettbewerb nicht staatlicherseits behindert wird, ziehen die effizientesten Firmen automatisch Arbeitskräfte und Kapital an.

Diese Unternehmen wachsen. Und das ist gut für Wertschöpfung und Löhne. Denn, so Freund: Besser ein hochproduktives Unternehmen mit 10.000 Beschäftigten als 1000 typischerweise eher ineffiziente Firmen mit jeweils zehn Leuten. Besser Großunternehmen, die sich unter dem Druck internationalen Wettbewerbs bewähren, als Kleinbetriebe, die es sich auf einem übersichtlichen Binnenmarkt heimelig machen."
Aha... mhm.
20:17 Uhr / 04.03.2016 / 20160304201644.txt

Aha, Wien bekommt einen Schwesternableger des Chaos Computer Clubs. Na ich bin gespannt... hoffentlich endet das nicht in der üblichen Vereinsmeierei und lebt dann nur noch vorwiegend von dem Diskutieren über Statuten und wer der Schriftführer ist und so weiter.

Ich war ja mal bei so einem unabhängigen, journalistischen Online-Blatt kurz (die sind dann vom Kellerloch später in einer der großen Zeitungen eingegliedert worden) und ich muss ehrlich sagen, das einzig Relevante, das ich an Eindrücken von dort mitgenommen habe, war, dass man sich sehr viel Gedanken um den Status und politische, persönliche Agenden gemacht hatte. Aber auch bei einem Treffen von so Monatszusammenkünften im Open Source Bereich, wo ich mal dabei war (ebenfalls Wien), fühlt man sich recht schnell an einen Kleingartenverein erinnert und die gelebte Offenheit gegenüber Neuen bzw. Interessierten versumpert oftmals dann in "Wir sind 'ne Clique, wennste dazu gehörn möchtest, Fluffi, dann zeich mal erst, dass du aus dem selbn Holz gschnitzt bist, gell?" und das Ganze jetzt aber nicht auf diese flauschige Art und ist man mal dabei, dann dreht es sich vor allem um die persönlichen Egos und dessen eigener Ziele als Aktive und nicht so sehr um die Gesamtheitliche Bewegung an sich. Hoffentlich wird das anders.

Nachtrag: Hier gibt es übrigens die neue Seite des CCC Wiens.
18:03 Uhr / 04.03.2016 / 20160304175115.txt

Weil da Amazon gerade die Verschlüsselung der Daten auf Tablets als Feature einstellt und alle so verwundert und überrascht sind... ich weiß nicht. Einerseits bin ich mir auch ziemlich sicher, dass es in Wirklichkeit nur ganz Wenige gibt, die die Vollverschlüsselung verwenden (und die Schicht kauft vermutlich eher kein Amazon Tablet mit Werbung und Co. vollgepackt) und außerdem ist es insofern bequemer für Amazon, weil sie damit sich nicht mit Rechtsansuchen rumschlagen müssen, so wie Apple gerade - inklusive negativer PR bei einem "Präsenzfall". Könnte mir vorstellen, dass auch das etwas mitschwingt und der Konzern solche Situationen von Grund auf vermeiden will im Sinne von "Leute, verschlüsselt Eure Daten selber, dann brauchen wir uns keine Gedanken mehr darum machen und sparen uns einen Rechtsanwalt für etwaige Terror-Prozess-Forderungen zukünftig". Aber schauen wir mal, was da noch so auftaucht an etwaigen Gründen...
13:50 Uhr / 04.03.2016 / 20160304134457.txt

Muss das hier vom Fefe mal erwähnen... Kosten für Zeitungsabos und ihr Tod. Da hat er schon recht.
13:35 Uhr / 04.03.2016 / 20160304133428.txt

Jetzt kommt ja bald die Neuauflage von Ghostbusters in das Kino... dieses Mal mit Frauen. Und was passiert? Der Trailer süffelt in den Bewertungen ab, erhält auch Dislikes und eher negatives Feedback und sofort wird medial darüber diskutiert, dass es hier ein Akzeptanz-Problem gibt und Frauenrecht und so weiter.

Also ganz ehrlich - das liegt wohl eher daran, dass das dem Trailer nach einfach wirklich nur ein banaler Aufguss mit neuen Marionetten ist, er eher nicht wirklich lustig ist (und der Humor der 80~90er heute auch nicht mehr greift und zu still dazu ist) und vor allem ist das so wie mit zum Beispiel Knight Rider 2 und all diesen Dingen... Gegen das Original kommt man halt nicht an und jede Adaption ist dann meistens ein simples Zusammenstückeln der Best ofs des ersten Teils, weil es da eben funktioniert hatte und das war es aber auch schon wieder. Da muss man aber nicht gleich mit der Gesellschaftskeule und zahlreichen Diskussionen kommen.

Und interessanterweise hätte ich mir übrigens persönlich gedacht, dass die Frauenfiguren generell eher dem modernen Zeitgeist entsprechen, also taffer und so - stattdessen wird der naive Touch der damaligen, männlichen Darsteller imitiert und das Ganze verkommt zu der nachgespielten Komödie, die aber eben heute altbacken wirkt... speziell für all Jene, die das Original anno dazumal gesehen haben.

Nachtrag: Er könnte aber beim Nachwuchs - also der neuen Generation - durchaus gut ankommen, denn die haben kaum Bezugspunkte zum Original. So wie in der Familie ein junges Mädchen mit ihren 6 Jahren. Biene Maja, Knight Rider, Ghostbuster und so weiter... alles unbekannt. Eh klar. Wer weiß, vielleicht wird für die Generation das der neue Kultfilm. ^^

Nachtrag: Es gibt auch euphorische Lobeshymnen (mit Rundumschlag gegen Kritik). "Die nerdy Technikern des neuen Teams, gespielt von Kate McKinnon, mit dem blonden Wasserstoffscheitel hat es mir besonders angetan.". Aja, ich verstehe. Und der Link ist auch gleich mal passend aufgebaut "ghostbusters-3-trailer-maennerrechtler-antifeministen-hudson-sexismus" Klick, klick. ^^
11:15 Uhr / 04.03.2016 / 20160304110634.txt

Nachdem ich letztens wieder über stolze Blog-Besitzer gestolpert bin, die nun nicht mehr Wordpress einsetzen, sondern nun ganz lässig eine statische Blog-Engine verwenden, werfen wir doch mal einen fokussierten Blick auf die Dateigröße. Ursprünglich wollte ich ja auch was Statisches beim Blog, aber was mich noch mehr gestört hat, als das ewige neue Rausrendern bei den ganzen Static Engines, wenn man mal eben zum 5. Mal einen Tippfehler ausbessern oder Ergänzung beifügen will, ist die... Dateigröße.

Konvertiere ich aus Markdown-Files oder was auch immer einen statischen Blog, habe ich am Schluss die Markdown-Files und in einem anderen Ordner die generierten HTML-Seiten. Also schon mal doppelt alles. Außerdem noch ein paar Skripte, mit Pech auch noch Templates und Config-Dateien und sonstige Helper, Plugins oder was auch immer.

Die erstellten HTML-Seiten sind natürlich superflott und laden schnell am Server, sind quasi nicht angreifbar und so weiter - allerdings schleppen sie jedes Mal den Header, Footer und Co. mit sich rum. Klar, man kann das alles Cachen und der Browser lädt auch nicht immer alles jedesmal neu, aber dennoch erzeuge ich da unnützen Datenstaub für jeden einzelnen Eintrag. Ebenso kommen dann oft noch eine Archiv-Seite dazu, die ich persönlich nur sehr selten bei anderen Blogs nutze und beim Rausrendern ebenfalls Zeit auffuttern, ebenso die Pagination, die dann immer wieder neu angepasst werden muss und so weiter und so fort.

Mal ein aktueller Blick hier in den Blog: Momentan lümmeln an die 700 Beiträge hier im Blog rum, soll heißen ~700 einzelne Text-Dateien liegen am Server. Plus noch ein Header, eine Content-Klammer und ein Footer zum Garnieren und ein Perl-Script zum Darstellen von dem ganzen Zeug. Gesamtgröße aller Dateien zusammen bzw. des Blogs an sich: nicht einmal ~800 kb.

Ich habe mal den Test gemacht und vor längerem mit weniger Beiträgen das Ganze statisch Artikel für Artikel rausgerendert... hatte gar nicht damit gerechnet, weil ich nicht darüber nachgedacht habe - also genauso erstellt wie mit Jekyll, Octopress und wie auch immer sie alle noch heißen - und hatte plötzlich naturgemäß... Megabytes (ich glaube es waren 5~ MBs oder sogar noch mehr?) auf der Platte liegen. Für den selben Inhalt, den selben Blog.

Ist dann ganz toll statisch, muss aber bei jedem neu Erstellen nicht nur den einen neuen Beitrag hochladen, sondern auch alle Seiten, wo die Pagination neu ist oder zumindest die Index-Seite zusätzlich, ebenfalls eine Archiv-Seite. Und bei einem Tippfehler wieder neu rendern und man kann nur hoffen, dass die Engines zu denen gehört, die nicht den gesamten Blog und alle Seiten abermals rendert.

Seitdem hat sich das Thema mit den statischen Blog-Engines für mich erledigt. Sinnloser Datenstaub, sofern man einfach nur ein paar Texte online stellt, vielleicht noch eine Suche und eine Pagination. Dazu braucht man den ganzen Schrott wirklich nicht. Klatscht man sich noch schlimmer ein Wordpress am Server, dann rotzen da gleich mal 15 leere Megabyte am Server rum, plus noch der ganze Overload in der Datenbank mit Revisionen und so weiter sowie den dutzenden Klassen und Co. für Templates und Plugins... und dann schaut der Blog aber genauso schrottig aus wie meiner hier und kann auch nicht mehr.

Und teuer statische Rendern für jeden Tippfehler und dann noch den anderen Rattenschwanz auch nochmal hochladen (beispielsweise Tippfehler am Anfang - Teaser-Seite plus Artikelseite neu plus RSS) und unnötig Datenstaub aufzubauen... nein, danke.

Dann lieber so wie hier ein billiges, dynamisches Skript, das übrigens bald 15 Jahre alt ist und noch immer updatelos läuft, gerade mal 27 kb groß ist und simple Textdateien, die so wie sie sind genutzt werden. Textdatei hochschupsen und fertig, nicht mehr dran denken. Und ja, wenn ich wollte, könnte ich hier auch Titel, Tags, Kategorien und RSS einbinden bzw. aktivieren, aber lohnt ja nicht wirklich bei meinem Gesülze - aber gehen würde es, ebenso wie Teaser, Index, zum Beispiel Titel gibt es, ich zeige sie nur nicht an, wozu auch, Tags und Kategorien würden halt ein paar KB mehr bedeuten und RSS ist nur stillgelegt, aber vorhanden. Also ist "genauso viel Blog" wie jeder Andere auch. Und für das rudimentärer Design-Auftreten kann das Skript nichts, das entspricht meiner visuellen Kreativität (hust). Und bezüglich der Ladezeiten - ja, die Suche mittels zweitem Skript mit 11 kb könnte flotter sein, dafür brauche ich aber auch keine andere, externe Lösung oder artfremdes Zusatztool oder eigenen Suchindex und ansonsten ist kaum ein Unterschied bei der Schnelligkeit zur statischen Variante.

Also solange nicht jemand daherkommt, der beim selben Umfang mit einer anderen Lösung um die Hälfte weniger Datenstaub antreibt, wird mich keine andere Idee mehr überzeugen. Auch keine statischen Blog-Engines, die außerdem gerne das Problem mitschleppen, dass sie 5 oder gleich 12 zusätzliche Abhängigkeiten irgendwelcher Libraries haben, um überhaupt mal laufen zu können.

Nachtrag: Und noch etwas, was mich unrund macht... bei vielen StaticEngines baut man die MD-Inhalte nach einem Schema auf... so alias
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- Titel: Hasiputzi
- Meta-Tags: Banana
- Tags: Affe
- Link: hasiputzi-affe
- Template: default
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Hier der Text. Hier der Text. Hier der Text.

Wozu im Namen des gerösteten Speicheriegels braucht es den ganzen Quatsch rundherum? Warum nicht einfach erste Zeile Titel, zweite Zeile Tags ohne den ganzen Trennern, Sonderzeichen, Bezeichnungen, Abständen, usw... man weiß ja nach dem ersten Text, was in welche Zeile kommt? Wozu die =-Zeichen und ähnliche Variationen? Bei mir ist das Datum und die Uhrzeit der Titel und zugleich Link eines Beitrages und dieser steht einfach in der ersten Zeile... ohne Erklärung, Doppelpunkte, Bindestrich und so weiter. Das erzeugt alles digitalen Staub für nichts, möchte man seine Beiträge mal eben Tippen und man hat keine Vorlage, darf man das auch alles jedes Mal Zeile für Zeile dazufitzeln...? Na sicher nicht!

Nachtrag: Hier noch ein Screenshot der Textdatei hier. Die br sind deswegen da, weil ich ich mir alle Optionen offen halten möchte langfristig und besitzen einen Tasten-Shortcut, mit denen ich diesen doppelten Zeilenumbruch kompromisslos in Markdown vollziehe - es würde auch anders und ohne gehen, aber ich war damals zu bequem für eine unnütze Anpassung. Aber wie man sieht, da gibt es auch keine Trenner, Sonderzeichen oder dergleichen beim Header, die man bei anderen Engines sogar dann braucht, wenn man sie gar nicht ausfüllt...

Nachtrag: Das ist übrigens keine nörgelnde Kritik und Selbstbeweihräucherung, sondern soll eher ein Ansporn sein, den Feature-Reichtum zu überdenken und "bessere" Blog-Engines zu bauen und zu verwenden, die leichter, kleiner und vor allem auch so wenig Abhängigkeiten wie nur irgendwie möglich haben. Und ja klar, ist das bei heutigen Servern nicht mehr relevant, weil deren Leistungsfähigkeit ein Vielfaches von dessen überschreitet - aber es geht um das Grundkonzept. Kleiner und leichter ist fokussierter, schneller und Wartungsfreier, unabhängiger und "portabel" sowie auch leichter abzusichern und oftmals auch verständlicher für den Nutzer und so weiter.
08:28 Uhr / 04.03.2016 / 20160304075354.txt


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