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Donnerstag 25. Februar 2016

Ein neues Hörbuch aus der digitalen Bibliothek anhören und gleich wieder abdrehen, weil die Geschichte gut ist, aber der Sprecher eben ein Anderer ist. Das geht ja mal gar nicht!
14:34 Uhr / 25.02.2016 / 20160225143343.txt

Und wenn wir schon bei der analogen Technik sind und den rumkursierenden alt-neuen Meldungen, dass Eingaben via Funk-Mäusen und -Tastaturen abgefangen werden können... ich habe mittlerweile aus Prinzip seit längerem wieder die alte Maus mit Kabel - ebenso wie bei der an den Laptop angehängten Tastatur. Einfach eine simple Kabelanbindung. Reinstöpseln und aus... Kein lästiges Aufladen von Batterie oder Akku, keine Verbindungsprobleme, auch kein Stolpern, wenn man mehrere Tasten gleichzeitig drückt, kein Konfigurieren, kein Funk-USB-Stecker, kein aktives Dauer-Bluetooth am Laptop aktiviert, noch sonstige Probleme. Ebenso kein raumförmiges Verstreuen und Ausstrahlen der eingetippten Inhalte, auch kein Abhören und keine Gedanken darum machen.

Effizienz und Vernunft ist wichtiger. Und billiger sind die Teile ebenfalls. Kabel-Mäuse gibt's ab 5 Euro, Kabel-Tastaturen ab 9 Euro und wer Laptop, Tablet und Handy sein Eigen nennt, ist sowieso bereits verlor... dem ist das sowieso egal.
14:14 Uhr / 25.02.2016 / 20160225140329.txt

Noch so eine Randnotiz... eh schon gestern angekündigt, aber das selbstgehostete Pastebin-Ding habe ich in die ewigen Jagdgründe geschickt. Nicht nur ist es vor einiger Zeit massivst mit Spam-Einträgen überrollt worden, sondern auch nach einem kurzen, abermaligen Antesten geht es schon wieder los. Jetzt ein Captcha reinfrimmeln, IP-Begrenzungen und Blabla, ist zwar ein Aufwand von nur 2 Minuten, aber nicht mal der lohnt sich dafür, da es außer mir eh keiner je verwendet hatte. Stattdessen habe ich in guter, alter Manier ebenfalls nun auch dort ein Wiki installiert und werde das eventuell als Code-Snippet-Collection nützen - denn zumindest die Wiki-Lösung kommt (noch) ohne spezielle Absicherungsmaßnahmen aus.

Sollte es allerdings auch da zu Angriffen kommen, dann stelle ich sowieso alles auf eine statische Lösung um. Nach 15 Jahren von Blosxom bis hin zu Typo3, Redaxo, Joomla, Wordpress, Symphony, MediaWiki, Dokuwiki, phpBB, MyBB, Fluxbb, einigen selbstgestrickten Tools und wie auch immer sie alle sonst noch heißen, bleibt das Fazit, dass man 60%+ der Zeit, Energie und des Codes dafür aufwendet, vor allem andere Menschen (respektive Bots) davon abzuhalten, irgendwie das Ding zu stören und mit Schwachsinn zu befüllen, zu missbrauchen oder gleich ganz zu zerstören. Anonym geht heute inhaltlich auch nichts mehr, abgesehen von der Haftung und dergleichen sowie ganz modern das Hyper-Wort "Hass" und "Online-Mobbing", und mit Registration und User-Accounts interessiert sich kein Schwein mehr für kleine No-Name-Seiten, außer Datensammler, um die Einträge dann auf Pseudo-Kriminellen Plattformen zu verscherbeln.

Bleibt noch der Single-Selbstzweck für den eigenen Digital-Alltag, aber der ist ja bei mir überschaubar geworden und beschränkt sich eben auf eine Wiki-Lösung, die das alles abrundet und zusammenfasst. Immerhin passt das Alles wenigstens auf eine Diskette, auch wenn das jetzt auch nicht mehr viel zur Sache tut. Dennoch Prinzip-Sache.
14:02 Uhr / 25.02.2016 / 20160225134642.txt

Falls da jemand damals mitgelesen hatte (da, da und da), wollte ich ja mir ein Offline-Wiki in der Wohnung einrichten - installiert auf einem Raspberry Pi mit Nginx und einem simplen 1-File-Wiki mittels PHP. Das Wiki ist extrem simpel einzurichten, benötigt keine Datenbank oder andere Abhängigkeiten, verwendet Textdateien und läuft einfach solide, siehe mein Online-Wiki hier. Nginx selber ist als Serverplattform Leichtgewicht genug für den kleinen Bastelrechner der ersten Generation und mehr benötige ich ja nicht. Gut.

Offline-Wiki deshalb, weil mein Ziel war, das Ding ohne Anbindung an das Internet und auch ohne Anbindung an meinen UPC-Router zu betreiben, sprich also komplett Abkapseln von der bösen, gemeinen Welt da draußen - ganz schlicht aus Sicherheitsgründen. Ich habe keine Lust, meine privaten Daten im lokalen Wiki aus Versehen über einen löchrigen Router im Netz zu verstreuen oder irgendwann mal private Dinge auf Pastebin zu entdecken. Falls jemand die News in den letzten Tagen gelesen hat, einer der Router-Anbieter muss jetzt beispielsweise 20 Jahre lang regelmäßig unabhängige Audits (Überprüfungen) seiner Produkte bzw. Software zulassen, weil die Sicherheit der Router dermaßen schlecht war, dass es einfach eine Sauerei war und ist. Auch klappten die Updates nicht, weil sie ins Leere liefen und dem User vorgaukelten, dass das System am neuesten Stand ist. Nicht mit mir, denn ich vermute, das trifft auf die meisten Router zu.

Bisher war also der Gedankenplan so, dass ich meinen alten, zweiten Router irgendwo aufstelle und dort einen Raspberry Pi anhänge und damit zuhause ein eigenes, unabhängiges WLAN ausstrahle. Hat mich bisher nicht gefreut, denn ich hasse es, zu viele Dinge unbeaufsichtig an der Steckdose dauerhaft zu betreiben, nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus Bequemlichkeit und wegen der Brandgefahr. Außerdem ist der Router ein fettes, unförmiges, stehendes und wirklich hässliches abgerundetes Teil, außerdem so sehr mit Konfigurationsmöglichkeiten zugestopft, dass das Ganze für ein kleines Textwiki völlig und absolut übertrieben ist. Deswegen lag die Idee da einfach nur so im Gedankendümpel rum.

Heute stolpere ich zeitig in der Früh per Zufall über einen Beitrag, wie man mittels einem Rasperry Pi und einem Edimax-WLAN-Stick sich einen kleinen Router zulegt. Mein Kopf ratterte kurz, denn ich habe ja natürlich genau diesen dezenten Nano-WLAN-Stick für meine Pis. Der Stick kostet knappe 8 Euro, ist also harmlos und davon hat man schnell einen (und arbeitet vorzüglich mit dem Pi zusammen). Aber der als Access Point?

Bisher bin ich ganz instinktiv und natürlich davon ausgegangen (ich bin nicht so der Netzwerk-Techniker und hatte da nur selten ein großes Faible dafür), dass so ein kleines Billig-Teil schwach ist und schon gar nicht als eigener, losgelöster Zugangspunkt irgendwas taugt, ich habe da ganz konservativ im Kopf eben einen fetten Router bzw. eine WLAN-Kiste mit lauter kleinen Antennen im Kopf mit eigenem Netzteil und so weiter, aber nachdem ich dieser Anleitung gefolgt bin und alles tatsächlich auch läuft, bin ich beeindruckt, dass der kleine Knopf nicht nur einfach funktioniert, sondern sogar fast eine ähnliche WLAN-Abdeckung bietet als mein fetter UPC-Router?! \o/

Der große Router steht im Wohnzimmer in einer Altbauwohnung mit dicken Ziegelwänden (und viel Sand) und Rohren in den Wänden und so weiter, dementsprechend ist der Empfang im kleinen Zimmer hinten im Eck eher spärlich und je nach Ausrichtung des Handys oder Laptop mal ausreichend, mal sterbenslangweilig. Der Nano-Stick leistet dennoch noch ein-zwei Empfangs-Stricherl, obwohl er direkt neben dem Großen an dem Rasperry Pi drüben angesteckt ist. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Das Pi-WLAN-Stick-Ding ist so konfiguriert, dass es keine Internet-Anbindung hat und eben als zweites Offline-WLAN nun zuhause fungiert und zudem erspare ich mir einen Haufen Kabelsalat, ein weiteres Gerät und einen Steckdosenplatz. Und ich bin ja gemein, denn den Strom für den WLAN-Pi beziehe ich hinterlistig einfach vom großen Router - hrhrhrhr, wo ich den dortigen Anschluss für USB-Sticks und dergleichen als Stromquelle nutze.

Jetzt fehlt also nur noch die nutzvollere Einbindung zweier WLANs am Laptop (danke da nochmal an Martin) - oder ich switche einfach bei Bedarf um, denn ich verwende das Wiki eher fokussiert und punktuell. Mal schauen. Das Feine ist, dass ich jetzt ohne zweites Routergerät und nur mit dem kleinen Stick am Pi auch mit Handy und Co. jederzeit bei Bedarf auf das Wiki zugreifen kann. Und die paar Nachbarn rund um mich, werden sich vielleicht über den neuen WLAN-Namen in ihrer Netzwerk-Liste kurz Gedanken machen, aber Passwortschutz ist da und allzu groß ist die Reichtweite nun auch nicht naturgemäß. Ich bin zufrieden (für den Anfang und den ersten Schritt mal).

Nachtrag: Ich bin mir sicher, dass sich der eine oder andere Leser denkt "Naja, was hast denn Du geglaubt, das Nano-Stick-Ding empfängt und strahlt gleichermaßen und klar hat das Leistung. Da hast jetzt was entdeckt, das so eher dem Kindergarten-Anfänger-Niveau entspricht... Willkommen in der neuen Welt!" Nur trotzdem. Dass der kleine Knopf fast so ein ausreichendes WLAN von der Sendeleistung ermöglicht, wie ein 70 Euro Router in großer Bauweise oder Einer mit lustigen, kleinen Antennen... mh. Lasst mir einfach meine naive Entdeckung und Freude. \o/

Nachtrag: Foto. UPC-Router vs. Raspberry Pi mit Wlan- und USB-Stick.
09:23 Uhr / 25.02.2016 / 20160225084313.txt

Mittwoch 24. Februar 2016

Oha, das dürfte wirklich zu einem Problem werden. Mal Zeit wieder, überall alles auf Updates zu checken und Sicherungen in vollem Umfang gesondert zu erstellen, denn: Krypto-Trojaner befällt hunderte Webserver. Wie gut, dass ich heute für jemanden ein Wordpress übertragen und neu eingerichtet habe... hüstel.

Nachtrag: Mein kleines Single-File-Pastebin habe ich ja übrigens unlängst stillgelegt, nachdem binnen weniger Stunden unzählige Einträge jenseits der 1000+ alles zustopfte. Und ich glaube, dass ich es damit auch gut sein lasse - irgendwie fehlt mir die Lust heutzutage. Man verbringt fast mehr mit dem Absichern, als mit dem Anwenden. Sinn machen praktisch nur mehr statische Webseiten oder kompletter .htaccess-Zugriffsschutz, wenn man sich nicht ewig lange Absicherungen und Co. widmen möchte.
15:44 Uhr / 24.02.2016 / 20160224154029.txt

Oh, da hat nun Jemand jetzt tatsächlich meine Textdatei-basierende Schreibmaschine gebastelt. Genauso ein Teil wollte ich immer - eine elektronische Schreibmaschine mit txt-Ausgabe. Aus heutiger Sicht mittlerweile Schwachsinn, denn jeder alte Laptop mit Linux ohne grafischer Oberfläche oder eben auch ein Raspberry Pi mitsamt Tastatur und kleinem Display ermöglicht das im Eigenbau... aber immerhin. Vor 15 Jahren hätte ich mich enorm darüber gefreut, jetzt denke ich mir... das baut man sich selber um 1/4 des Betrages. Pi, einfache mechanische Tastatur, billiges LCD-Display und ein Gehäuse aus Balsaholz oder Modellbau-Plastikzeugs, paar Kabel und Schalter um wenige Euro.

Nachtrag: Mmmmmhhhhhh... da wird gerade das Bastelerherz in mir erweckt. \o/
13:26 Uhr / 24.02.2016 / 20160224132010.txt

Kinder... es ist soweit! Wir können schön langsam unsere Sachen einpacken und neue Zufluchtsstätte suchen. Denn die neue Version des Roboters "Atlas" ist präsentiert worden. Und das Teil ist faszinierend und etwas mmmhh.... gruselig zugleich. Eine hochspannende Entwicklung, die man hier im Reifen und Optimieren sehen und miterleben kann. Die kitschigen Roboter-Filme der 50-90er hatten damit recht und auch die Aluhut-Utopisten in ihren Büchern - die Geschichten wurden tatsächlich bereits vorab geschrieben.

Zum sehr beeindruckenden Video.

Nachtrag: Übrigens ist er menschliche 175 Zentimeter groß und 81 Kilo schwer und dank Akku ungebunden. Und wie auch da und dort richtig angemerkt wird, ist Atlas bei Boston Dynamics geboren worden, gehört seit einiger Zeit damit zu Google und entsprang ursprünglich einer militärischen Forschungseinrichtung - und da stellt sich die Frage, wie weit sind die nicht öffentlichen Projekte bzw. wie viele Halb-Brüder gibt es da draußen, die keine Kisten tragen, sondern bereits testweise eine "Standardwaffen-Ausbildung" erhalten... ich glaube, wir werden in den nächsten 5-25 Jahren noch äußerst spektakuläre, gute & böse Entwicklungen erleben.

Nachtrag: Mich überholen ja schon meine eigenen Vorhersagen.

Nachtrag: Und wie auch in den Kommentaren da und dort angemerkt wurde, sieht man am Video auch schön, wem man trauen darf. Dem Roboter schon, aber eindeutig nicht den Menschen... die sind und bleiben gemein.
12:41 Uhr / 24.02.2016 / 20160224123654.txt

Haben sicher viele mitbekommen... Wien ist mal wieder weltweit an der Spitze, wenn es um die Lebensqualität geht. Aber kann denn das alles einfach so stimmen? Gefühlsmäßig ist Wien als meine Heimatstadt sicherlich ein Glücksfall, um darin geboren zu werden und zu leben. Etwas mehr Kritik an dem Blickwinkel schadet aber dennoch nicht - denn nur so bleibt das Gesamtbild sauber:

"Kritik an der Studie findet kaum Erwähnung. Der "Standard" schreibt dazu: "Gegenstimmen üben indes Kritik an der Liste, weil sie vermeintlich nur die Lebensqualität für Top-Manager misst. Tatsächlich werden die Städte anhand von 39 Faktoren in 10 Kategorien verglichen, die zumeist die Lebensqualität alle Bewohner betreffen". Nun, lieber "Standard", die medizinische Versorgung betrifft tatsächlich alle Bewohner_innen. Nur liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen einer Behandlung auf der Basis einer privaten Versicherung und dem stundenlangen Ausharren in den Warteschlangen des AKH. Der Knackpunkt ist weniger die Frage, ob die erfragten Kategorien alle Bewohner_innen "betreffen", sondern wer überhaupt befragt wird. Glaubt jemand ernsthaft, dass das Ergebnis dasselbe wäre, wenn Arbeiter_innen in Simmering oder Pfleger_innen im AKH befragt werden würden?"
07:18 Uhr / 24.02.2016 / 20160224071358.txt

Noch so ein Tool aus dem Dunstkreis der amerikanischen Behörden:

"Investigating Crime in the Digital Age - With over 900 million Facebook users and 400 million daily tweets, finding incriminating data is sometimes overwhelming. But, mining and organizing data collected from these massive sources is paramount to the success of the 21st century investigative agency. SocioSpyder is the key to solving the complexities of this multifaceted problem."

Systemanforderungen: Windows und Flash-Player for Internet Explorer.
Lalala. \o/
04:33 Uhr / 24.02.2016 / 20160224043126.txt

Dienstag 23. Februar 2016

Großartiger Text, mal wieder vom Florian Aigner: "Es ist ein absurdes Phänomen: Gerade die alternativen Eltern, die sich gegen das Beurteilen und Kategorisieren von Kindern aussprechen, wollen ihrem Kind dann unbedingt einen offiziellen Besonderheits-Stempel aufdrücken. Man spricht sich gegen Klassendenken und Konkurrenzdruck aus und erfindet dann die Klasse der „Indigokinder“, um dadurch erst recht wieder in Konkurrenz mit anderen zu treten." Denn: Diese Kinder sind feinstofflich hochbegabt.
12:50 Uhr / 23.02.2016 / 20160223124946.txt

"Für die jetzt veröffentlichten Dokumente hatte die NSA 13 Telefonnummern angezapft, die zu Regierungsmitgliedern und Regierungsbüros in Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und der Schweiz gehören. Bis auf eine der 13 gelisteten Telefonnummern sollen laut The Intercept alle noch von Regierungen genutzt werden. Manche Gespräche wurden direkt abgehört, andere NSA-Berichte wurden nach abgehörten Schilderungen von Regierungsmitarbeitern verfasst." Wetten, dass bei uns dieses Thema kaum breit getreten wird... schon gar nicht auf politischer Ebene?
11:43 Uhr / 23.02.2016 / 20160223114212.txt

Sonntag 21. Februar 2016

Kann mir mal jemand was erklären? Wenn man sich heutzutage Wohnhäuser anschaut und diese mit jenen aus der früheren "Blüte" des Stils vergleicht, ist der Unterschied ja recht drastisch. Heute dominieren zarte Pastelltöne, wenn überhaupt und ansonsten die klassische, einfache, eckige, minimalistische und schnelle Bauweise. Nicht ganz so schlimm wie die Plattenbauten in den 50er-70ern, aber im Großen und Ganzen könnte man es primitiv und einfach nennen (ja, da und dort wird mal elegant Glas und dergleichen verbaut, aber es folgt dem kühlen, minimalistischen Stil). Es wird billig gebaut.

Früher hingegen gab es Verzierungen, Stuckarbeiten, Fensterumrandungen, Figuren über den Türen, Kupfer, Bleche, Schmiedeeisernere Tore mit verschlungenen Mustern, großzügige Dachaufsätze, gemusterten Fliesenboden in den Gängen, verzierte Türnummern, farbige Streifen, Geländer mit geformten Holzgriffen, sogar die Türstopper bei den Eingangstüren der Häuser waren verziert und wer sich zum Beispiel bei den alten Häusern in Wien mal ein wenig umschaut... aufgemalter Efeu, Rosenblätter, Tiere oder sogar Sprüche, Gedichte oder Gedenken an was auch immer.

Warum gibt es das nicht mehr? Fast allen, die ich so kenne, gefällt das "reichhaltigere" besser oder zumindest da und dort. Oft liest man, dass sich das heute keiner mehr leisten kann, zu teuer und aufwendig ist, nicht massentauglich und der schnellen, effizienten Bauweise im Weg steht... WTF? Es kann mir doch keiner erzählen, dass es früher billiger oder dass es notwendig war, dass das Geländer verschnörkelt ist. Oder dass am Dach ein kunstvolles Ziermuster montiert ist oder bei der Regenrinne eine Tierkopf den "Schnabel" formt. Oder die bunten Mosaik-Fliesen in den Stiegenhäusern. Früher war es sogar mühsamer, solche Dinge zu transportieren - da gab es keine mal eben bequeme hydraulische "Ameise" zum transportieren, keinen Lift, keine modernen Kräne oder Hebebühnen, keine modernen, leisen und billigen LKWs, keine Klebstoffe oder Schnellschraubfixierungen, mit denen man ein Wandpanel einfach montieren oder tauschen konnte, keine vorgegossenen Stiegenelemente oder Fensterflügel mit vorgefertigter Dämmung oder großflächige Fliesenböden von der Stange.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass der Bau durch die Arbeiter leichter, schneller oder billiger war - ganz im Gegenteil. Das Gewicht der Elemente war höher und unflexibler, Bodenkacheln musste im großen Umfang gebrannt werden und Schmiedeeiserne Tore montieren sich auch nicht mal eben. Oder der Spruch an der Wand, der mit der Hand aufgetragen wurde.

Warum ist es also heutzutage nicht möglich, dass moderne Wohnhäuser ein bisschen mehr an individuellem Charme haben, kräftigere Farben oder bunte Muster, Wandverzierungen oder verschnörkelte Griffe an den Türen? Hat da jemand eine erleuchtende Erklärung für mich?

Nachtrag: Klar, braucht das nicht jeder und ich pendle auch zwischen Zierde und Minimalismus, aber etwas mehr "Stil" und Abwechslung im baulichen Alltag hin und wieder muss doch möglich sein? An den Kosten kann es doch nicht wirklich liegen?!
19:20 Uhr / 21.02.2016 / 20160221181457.txt

Hach, schaut mal... Autos im Größenvergleich heute vs. gestern. Auch wenn der Sicherheitsaspekt nicht erwähnt wird (Airbags, Seitenaufprallschutz, usw...) gefallen mir die kleineren Varianten dennoch deutlich besser.
18:08 Uhr / 21.02.2016 / 20160221180233.txt

Hier zwei aufgeschnappte Screenshots Bild 1 & Bild 2 aus einem Schulungs-Video für ein Fingerabdruck-System der US-Behörden (und eventuell anderen Ländern, ungeprüft). Schaut auch die Bilder mal näher an... was bemerkt man sofort? Internet Explorer unten und am Desktop völlig wahlos massenweise Dateien verstreut - Dokumente, Bilder, Videos und HTML-Seiten. Könnt Ihr Euch da vorstellen, dass da Datensicherheit an oberster Stelle steht? Ich irgendwie nicht.

Nachtrag: Ich habe mir mal die Webseite von diesem Software-Anbieter angeschaut... klickt Euch mal durch die Produkte, da finden sich weiter unten jeweils Screenshots der Tools. Also ganz ehrlich, die wirken alle wie aus den 90ern und erinnern an so Shareware-Tools. Die meisten Dinge könnte man vermutlich mit ein paar Skripten im Terminal lösen und auch sicherlich eleganter visuell verpacken. Da dürfte wohl generell viel Access und Co. zum Einsatz kommen. CSI-Style? Nope.

Nachtrag: Natürlich ist nicht die Optik relevant, sondern der technische Ablauf und das Zusammenspiel der Daten... ist aber klar. Aber sie lässt oft auf das gesamte, technische Bild schließen.
10:37 Uhr / 21.02.2016 / 20160221102849.txt

Samstag 20. Februar 2016

Gesprächskultur: Können denn eigentlich alle nur noch Smalltalk? "Auf ähnlich verkümmertem Niveau unterhalten sich mittlerweile viele Menschen. Und das hat nichts mit dem Buchstaben zu tun, unter dem ihr Jahrgang im XYZ-Generationenalphabet läuft. Es ist ein Phänomen, das ältere und jüngere betrifft, Männer, Frauen, über das es Videos (siehe oben) und Artikel gibt. Es stimme, dass es in Gesprächen immer häufiger darum geht, sich selbst darzustellen und das möglichst gut, hat auch die Sprachwissenschaftlerin Doris Märtin bemerkt. Märtin erklärt in Büchern und Seminaren, wie gute Kommunikation funktionieren kann und sagt: "Ein echter Gedankenaustausch kann so nicht entstehen."
20:09 Uhr / 20.02.2016 / 20160220200852.txt


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