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Dienstag 09. Februar 2016

Achtung... jetzt kommt eine Schlagzeile, die wohl nur schmuddelige Theoretiker sich zuvor ausdenken konnten:

"Erdoğan wird die Flüchtlingskrise nicht für Europa lösen - Präsident Erdoğan wird den Preis für seine Gefälligkeiten ständig hinauftreiben. Niemand muss sich wundern, dass weiter Tausende Migranten über die Ägäis kommen. Denn erst vergangene Woche hat die EU die versprochenen drei Milliarden Euro Flüchtlingshilfe für die Türkei endlich freigegeben. Inzwischen fordert Ankara fünf Milliarden."

Pardauz!! Das kann doch gar nicht sein? \o/ Ich bin wirklich total überrascht! Ihr auch?

Nachtrag: Flüchtlingskrisen muss man vor Ort lösen und vor allem nicht zuvor Jahre lange in anderen Ländern herumfuhrwerken oder still dabei zuschauen, wenn es "Partner" machen und heimlich die Früchte dessen ernten. Alles hausgemacht und auf Kosten von zig-tausenden Menschen, die jetzt zwischen zwei Welten gefangen sind. Aber was soll ich auch sagen - ich habe ja einen Balken vor den Augen und nur ein verächtliches Lächeln im Gesicht, wie wir ja im letzten Beitrag umfangreich gelernt haben.

Nachtrag: Merkel ist gerade wieder ganz entsetzt über die russischen Angriffe in Syrien - denn: "Der türkische Premier machte auch schnell die Russen für die neue Flüchtlingswelle verantwortlich." #indiehändeklatsch
08:30 Uhr / 09.02.2016 / 20160209082256.txt

Uff, echt... meine Ader auf der Stirn pocht. Die Welt wird immer mehr und mehr zum roten Tuch.

"Sollten Verschwörungstheoretiker zum Psychiater? Im Internetzeitalter ist die Verschwörungstheorie immer nur einen Klick entfernt. Was aber macht Menschen dafür anfällig? Der Philosoph Karl Hepfer behauptet: Es ist die Sehnsucht nach dem Schöpfer."

Die Sehnsucht nach dem Schöpfer... also die ganzen ITler, die damals schon behaupteten, es gibt eine umfassende Überwachung, wurden als Verschwörungstheoretiker bezeichnet - und hatten dann doch recht - und ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass die auf der Suche nach dem Schöpfer waren. Schwachsinn. Aber bezeichnend ist ja die genaue Wortwahl, wenn man den Text liest, denn so heißt es weiters - nachdem eine gar nicht so dumme Anführung von Verstrickungen bei Anschlägen und so weiter angeführt wird:

"Worin also unterscheiden sich schmuddelige Verschwörungstheorien neben ihrer martialischen Sprache genau von ihren auf der Beletage des öffentlichen Diskurses residierenden Vettern? Hauptsächlich dadurch, dass sie zwar keinen der wirklichen oder vermeintlichen Splitter im Auge der von ihnen bekämpften Auffassungen übersehen, den Balken in ihrem eigenen Auge aber geflissentlich ignorieren."

Genau. Und der Journalismus wundert sich, wenn man ihm vorwirft, keine Objektivität mehr zu besitzen, den Anschluss an das dumme Volk verpasst zu haben und politisch verwässertes Gewäsch zu verbreiten.

Nachtrag: Ich bin ja so ein schmuddliger Verschwörungstheoretiker mit einem dicken Balken vor den Augen, radikal links-rechts-quer, dumm und ungebildet und deswegen ist es schon auffällig, dass solche Artikel immer dann erscheinen, wenn es aktuell politische Stolpersteine gibt, wie bezüglich der Safe-Harbor-Nachfolger ("Bei den Verhandlungen mit den USA über einen Nachfolger für das gekippte Safe-Harbor-Abkommen steht die EU offenbar davor, in allen für den Datenschutz wichtigen Punkten einzuknicken. Der US-Datenzugriff sei überhaupt noch nicht geklärt.") oder das UN-Gutachten zu Assange (ohne jetzt den Typen als Ikone zu sehen, tue ich nämlich nicht).

Nachtrag: Übrigens dreht sich der Artikel bei der Welt vor allem mal wieder (so wie immer) um die amerkanischen Belangen, jedoch "Ein hartgesottener Verschwörungstheoretiker hat für derartige Gegenerwägungen freilich nur ein verächtliches Lächeln übrig. ... Verschwörungstheorien gehören zum Inventar der Moderne und illustrieren deren vielbeschworene Dialektik. An ihnen lässt sich studieren, wie leicht eine dauererregte Reflexionsbereitschaft, die nicht durch Urteilskraft gebändigt wird, ins Pathologische umschlagen kann." Läuft! \o/
08:19 Uhr / 09.02.2016 / 20160209080627.txt

Montag 08. Februar 2016

Mal Etwas aus der ungewöhnlichen Ecke: "Gehirnerschütterungen erhöhen das Suizidrisiko einer kanadischen Studie zufolge um das Dreifache. Die Gefahr eines Selbstmords ist demnach noch größer, wenn sich die Gehirnerschütterung an einem Wochenende ereignet. Bei Männern ist die Suizidrate demnach zudem doppelt so hoch wie bei Frauen.
Die Ergebnisse der im „Canadian Medical Association Journal“ erschienenen Studie bestätigen frühere Untersuchungen, wonach Gehirnerschütterungen dauerhafte physiologische Veränderungen auslösen können, die einem medizinischen Scanner verborgen bleiben."

21:24 Uhr / 08.02.2016 / 20160208212247.txt

Ich denke, da gehöre ich wohl eher zu Typ 1... Personality Test
18:25 Uhr / 08.02.2016 / 20160208182436.txt

Na das ist ja mal was Anderes und amüsant... SUBJECT: URGENT WARNING. \o/

Nachtrag: Ich mag ja übrigens seine Startseite. So schön puristisch, große Schrift und schlicht. Sehr sympathisch... so wird bald auch mein generelles Portfolio ausschauen.
18:21 Uhr / 08.02.2016 / 20160208181947.txt

Falls jemand (im Gegensatz zu mir - hrhrhr) sich für den Laptop neue Batterien bzw. einen Ersatz-Akkupack kauft... und das Zeug wird dann aber nicht aufgeladen, weil das System es glatt aus "Sicherheitsgründen" verweigert... dann empfehle ich diesen Blogbeitrag Unlocking my Lenovo laptop von Matthew zu lesen.
14:04 Uhr / 08.02.2016 / 20160208140101.txt

Falls sich jemand fragt, warum ich den lokalen Wiki-Server zuhause so gerne vom eigentlichen Netz abtrennen möchte... genau aus solchen und ähnlichen Gründen... "Netgear-Router-Software: Schwachstelle ermöglicht Dateiupload und Download." Ich traue Routern ja genau so viel wie einem USB-Stick, der in einem Internet-Cafe herumgewandert ist. Immer Bauchweh dabei.
13:57 Uhr / 08.02.2016 / 20160208135624.txt

Sonntag 07. Februar 2016

Uff, ich hatte mich vorhin damit herumgeschlagen, in Elinks den/die aktuelle Seiten-URL per Copy und Past zu übernehmen, obwohl ich das Teil nun schon seit Jahren+ verwende. Keine Ahnung, einfach nie benötigt. Also einfach mal in das WWW schauen, was da die Leute so schreiben... Hey und gleich eine einfache, klassische Linux-Antwort entdeckt:

"Start your browser, get the URL to show up, click CRTL a, CRTL [ and use arrow keys to get the cursor at the start of URL, click ENTER, arrow keys to end, click ENTER. Switch to vim using CRTL a and number of screen and hit i and CRTL a, CRTL ]. That should do it. Much easier, than it reads."

Es lebe die Konsole! Köstlich, der Abend scheint immerhin einen fröhlichen Abschluss zu bieten...

Nachtrag: Zur Erklärung - ich dachte nämlich unbewusst und ganz automatisch, es gibt in Elinks ein einfaches Tastaturkürzel dafür, als sozusagen den ganzen Weg über screen (bzw. in meinem Fall tmux). So alias drücke Taste l um den aktuellen Link zu kopieren, weil ja auch sonst alles über g, d, h, b,... und so weiter läuft und ich hatte es bisher übersehen oder es ist quasi "versteckt" irgendwo angeführt. Aber gut, dem ist nicht so...
21:47 Uhr / 07.02.2016 / 20160207214004.txt

Sehr amüsant. Ausnahmsweise muss ich zum Danisch mal wieder verlinken, umschiffe aber da aber eine Stellungsnahme zu seinen sonstigen Inhalten, aber damit hat er mir ausnahmsweise noch den Abend gerettet:

"Jede Menge Edelstudenten und solche Leute (Anm.: im Starbucks), die man früher als "Yuppies" bezeichnete, alles schon von der Kleidung und Stil her in so einem modernen Einheitslook (die Sorte Mensch, die ohne Not einen Schal trägt und ihn auf die neue Einheitsweise bindet, weil das jetzt dazu gehört, sich aber viel darauf einbildet, keine Krawatte zu tragen, obwohl die Krawatte historisch exakt so entstanden ist). Der Neonkonformismus schlechthin."

Die Bemerkung zur Krawatte hatte ich mir nämlich auch schon öfters in einem solchen Ambiente gedacht. Köstlich. Abgesehen aber davon ist aber auch die Beobachtung der Szene bezüglich Windows und Linux im Beitrag lesenswert, der ich ebenso leider zustimmen muss. Linux-User in Cafes und Co. sind wirklich sehr selten zu entdecken. Aber stimmt... die haben ja Internet zu Hause - im Gegensatz zu den Yuppies. ^^
21:39 Uhr / 07.02.2016 / 20160207212956.txt

Heute kurz mit meiner Nachbarin geplaudert und sozusagen Tauschgeschäfte an der Türe betrieben... und so nebenbei einen alten Landkartenmesser geschenkt bekommen. So ein altes Teil - aus den 70ern, mechanisch mit Zahnrädchen, Metall und mit Stielgriff - mit dem man Distanzen auf Landkarten inklusive den Kurven messen konnte (und kann). Mit einer Skala für die verschiedenen Maßstäbe. Irgendwie ein feines, gutes Stück und sogar noch ohne Akku, ohne Updates, ohne zerbrechliches Display oder Knöpfen - optisch fast ident zu dem Teil hier.

Werde ich wohl im Alltag vermutlich und natürlich nicht so oft einsetzen, aber sowas ist ja vielleicht mal bei einer Wanderung oder dergleichen aus Spaß lustig (oder gar nützlich, wenn ein Braunbär das Smartphone verschluckt hat und ein Wolf das Ladekabel und man zudem nackt und nur noch mit dem Kurvenmesser und einer Landkarte aus den 90ern da steht und heim möchte).
16:16 Uhr / 07.02.2016 / 20160207160731.txt

Bei der Wikimedia-Mailingliste wird gerade eine Alternative zu der Mailingliste in einem Beitrag angeboten bzw. diskutiert. Eine mit JS-Krams vollgestopfte Discourse-Installation. Aha. "Why should they come here? Try out this alternative to wikimedia-l mailinglist. Here you can like posts!" Yeah, großartig... Einträge liken... das hat natürlich noch gefehlt! Endlich der gleiche Schrott wie bei allen anderen Plattformen, es geht aufwärts... Und bunte Smilies gibt es auch! Ja, jetzt ist alles gut.

(Ich gehe mal kurz weinen...)
16:04 Uhr / 07.02.2016 / 20160207155910.txt

Psychedelisches Geschichts-Video über Japan. \o/
11:43 Uhr / 07.02.2016 / 20160207114320.txt

Frage: Ist jemand von Euch bei den (mittlerweile eh schon medial vergessenen) Alternativen wie Diaspora, GnuSocial, Twister, LiberTree, Movim oder wie auch immer sie alle sonst noch so heißen? Nützt das wer rege und ist dort aktiv? Die paar Versuche meinerseits dort Fuß zu fassen, haben fast immer in einer recht umfangreichen, nüchternen Langeweile geendet, weil sich nichts getan hat (schon paar Jahre her alles)...
09:31 Uhr / 07.02.2016 / 20160207092413.txt

Irgendwie geht mir das "Internet" gerade aus.

Twitter ist mehr und mehr unergiebig, vor allem weil sich in den journalistischen Kreisen alles nur mehr um Flüchtlingspolitik und Links und Rechts dreht, andere Themen werden nur mehr am Rande gestreift oder man verliert sich in der Hyperventiliation wegen der Umstellung auf eine andere, optionale Sortierung der Postings bei Twitter (wobei das auch für mich uninteressant wäre), auf Google+ lassen die Kommentare irgendwie mehr und mehr nach und werden weniger inhaltsreich, Facebook, Ello, Xing - und wie sie alle noch heißen - sind mittlerweile völlig uninteressant, verursachen höchstens Kopfschmerzen, weil Leute glauben, sie können dort alles posten unbemerkt und man bekommt es nicht mit, jaja, und die meisten Newsportale schreiben das Selbe und zumeist noch dazu voneinander ab.

In Foren regt sich auch wenig, bis auf die paar alten Kampfposter, die sind meistens eher anstrengend und mühsam, die paar technischen Blogger, die ich so in meiner Liste haben, posten ja auch nichts mehr und dümpeln vermehrt still und fad auf Github rum und die paar wissenschaftlichen Seiten, die früher immer sehr lesenswert waren, werden in ihren Publikationsintervallen immer träger. Und bei ein paar Mailinglisten ist auch gerade eine Flaute. Scheint wohl bereits eine Frühjahres-Müdigkeit zu grassieren...?

Nachtrag: Mal einen Blick auf die deutschsprachige Huffington Post geworfen... nach 30 Sekunden wieder geschlossen. Aber sowas von politisch verwässert. Ich packe diesen Meinungsjournalismus gar nicht mehr (das darf nur ich!) - egal ob bei der FAZ, Welt, Spiegel, Presse oder so Chaos-Dingern wie der Huffington Post. Mehr und mehr vetrete ich ja die Meinung, das selbstlernende Computer anhand von grundsätzlichen Algorithmen die Nachrichten übernehmen sollten - und ganz nüchtern und sachlich emotional logische Ansichten präsentieren. Und wenn es in Stichwörtern ist.

Nachtrag: Beispiel: Nordkorea-Langstrecken-Raketen-Test... alle Welt regt sich darüber auf, dass die das einfach machen, tun und noch dazu auch nicht fragen... Nein? Doch! Ooohhh! Mhm. Als ob die Amerikaner, Deutschen, Franzosen, Russen oder Länder wie Australien, Indien und Japan da mal vorher nachfragen oder sich um die Ansichten der Anderen kümmern würden bei ihren Raketentests. Tun ja das Selbe ebenso einfach nach Lust und Laune. Aber auch bei uns der große (eindeutig amerikanisch übernommene) Aufschrei und der laute Ruf nach "KONSEQUENZEN!" und "Bruch von irgendwelchen Vereinbarungen". Wenn wenigstens alle ehrlich offen und laut sagen würden, dass sie einfach selber gerne an der Spitze des Hebels sitzen möchten, die Mächtigsten sein wollen und die Anderen sollen am Besten unbedingt so klein wie möglich bleiben. Dann wäre das Ganze nicht so verlogen und billig übertüncht mit Empörung, ist ja fast schon peinlich!?!
09:21 Uhr / 07.02.2016 / 20160207085612.txt

Egal, wie dramatisch das Ganze prinzipiell ist: Attentäter sprengt sich aus Flugzeug - und dann sieht man das kleine Loch dort... es ist sowas von völlig absurd, verrückt und voller Ironie. Fast amüsant, wenn es keinen ernsten Hintergrund hätte. Die Menschheit ist wirklich schon komplett verblödet. Da wird man mühselig in das Leben geworfen, lernt mühsamst reden, aufrecht gehen, sich bewegen, mit seiner Umwelt zu agieren und so weiter - und dann sprengt man sich mal eben aus einem Flugzeug raus. Kopf > Tischplatte.
08:19 Uhr / 07.02.2016 / 20160207081715.txt


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