\ō/

Dienstag 13. Dezember 2016

# Jetzt muss man sich wirklich langsam um die EU Sorgen machen. Das Ei. Kein weiteres Kommentar.

Nachtrag: Man stelle sich die Schlagzeilen vor, wenn China oder Nordkorea so ein Ei-Ding bauen würde. Die News-Medien würden sich vermutlich königlich darüber amüsieren.


# Ich finde es ja immer so nett, wenn man vom Netz-Anbieter einen Brief bekommt, dass sich das Service um ein paar Euros pro Monat erhöht, weil alles teurer und besseres Service und schneller und Blabla. Und dann der nette Zusatz, dass man aber natürlich das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen und problemlos sofort aus seinem Vertrag aussteigen kann. Hatte ich beispielsweise damals bei meinem Handy-Anbieter A1 zu einem passenden Moment getan und weg war ich und nutze seitdem eine Wertkarte um 1/6 des früheren Preises.

Jetzt erhöhen sich also wieder mal die Kosten für den Heim-Anschluss, der zugegeben bei mir immer funktioniert und auch nur mehr sehr selten Ausfälle hat, schnell ist und dergleichen... aber sogar wenn man wechseln wollen würde... ja zu wem denn? In Wien ist man mehr oder weniger von zwei Platzhirschen umgeben und das war es dann. "Du kannst jederzeit aussteigen und Dich digital völlig abkapseln oder mehr zahlen und in der Gemeinschaft bleiben - wähle weise. Und solltest Du dann wieder zurück wollen, zahlst Du das Doppelte."

Nachtrag: Ich muss mal tracken, wieviele GigaBytes ich so im Monat am Laptop hier verbrauche. Habe ich auch schon seit Jahren nicht mehr getan. Vielleicht gibt es da ja doch bessere Alternativen und... oh, ich hatte vergessen! Da gibt es ja Webbastler, die das Netz mit tausenden Zusätzen, Bibliotheken und fünf Server-Anbindungen unnötig zustopfen, Videos automatisch starten lassen, Content ungefragt nachladen und Bilder mit 4000 Pixel unkomprimiert einbinden und... nope. Die Frage hat sich schon erledigt. Danke! \o/


# Food-Coops. Ach ja... die Kolchos-Idee lebt wieder auf. ^^


# Skynet wird greifbar. Drohnenschwärme für den vernetzten Krieg.


# Und noch so ein Nachtrag... man hat ja auch den ganzen Kram eingebunden, um zum Beispiel endlos zu scrollen oder weitere Inhalte auf der selben Seite zu laden und so weiter. Gerade vorhin war ich auf ein paar größeren Seiten von diversen Anbietern unterwegs, alle natürlich modern, mit allen Raffinessen und so weiter.

Aber ganz ehrlich: der Schmarrn lädt genauso schnell oder langsam, als wenn ich gleich unten auf die nächste Seite blättere. Klick und fertig. Ganz unkompliziert. Kein Ladebalken, keine Bibliothek dazu und hey, ich kann die Seite neu laden, zurück gehen oder was auch immer und es geht einfach. Ganz ohne Aufwand. Und die Abfragen bzw. Requests an den Server sind auch nicht mehr, sondern sogar weniger, weil ich den ganzen Kram schon von Grund auf nicht mit laden muss.

Nachtrag: "Emanuel, das wird deswegen gemacht, weil es User animiert und es auch ein Anreiz ist, länger auf der Seite zu bleiben und er nur mehr sliden und nicht mehr klicken muss." Ja ja, aber das habt ihr den Usern auf's Auge gedrückt und jetzt sind sie verwöhnt. Heute ist ja alles nur mehr ein Fluss und alles nur mehr eine Bewegung, eine Revolution, blabla. Man blättert nicht mehr, man slidet. Man schreibt nicht mehr, sondern slidet die Buchstaben. Man scrollten nicht mehr, sondern slidet den Inhalt. Man navigiert nicht mehr, sondern slidet durch das Menü. Aber das könnt ihr wenden und drehen wie ihr wollt - es ist eine fettige Schmierei. Nicht nur am Display, sondern auch technisch. Tut mir leid, da bleibe ich erzkonservativ und rückständig.

Und nein, man war früher nicht deswegen langsamer im Netz unterwegs, weil alles so bescheuert & primitiv zu klicken war und konnte erst durch die moderne JavaScript-Technik besser und schneller werden und sonstige Supermarkt-Hausverstand-Weisheiten, sondern es war das Netz einfach langsamer. Die Geräte schwächer und die Netzanbindung geringer. Ruft heute mal eine der "primitiven Seiten" mobil ab. Da macht es ZACK. Und sie ist da. Wären sie damals auch schon gewesen.

Nachtrag: "Aber Emanuel, mobil ist das Alles ein bisschen anders!" Mhm, genau. Vermutlich liest Du gerade meinen Blog hier am Smartphone, oder? Ja sowas aber auch?! Ha! \o/ Und später scrollst bei Fefe vorbei, gell? Und weißt Du was? Ich tippe den Text hier gerade auf einem Tablet. Vom Bett aus, um fünf in der Früh. Mit Touchdisplay. Erstaunlich, es funktioniert trotzdem. Sapperlot aber auch! Aber um Dir nicht die Illusion zu nehmen... ich sitze natürlich da, setze die selbstgeschnitzten Druckbuchstaben aus Holz ein und presse das Ganze mit alten Tintenpatronen auf einen USB-Stick, während ich mir dabei die Haare zerraufe und fluche, dass ich kein jQuery hier eingebunden habe. Mhmmmm.


Montag 12. Dezember 2016

# Nein und nochmals Nein. Ich habe schon einmal gesagt, dass ich nichts gegen JavaScript habe. Es geht mir um den Einsatz prinzipiell.

Als Beispiel die Farben-Geschichte auf diversen Tool-Webseiten. Anstatt, dass einfach eine simple Liste der Farben dargestellt wird, gibt es meistens einen "geschmeidigen" Color-Picker in tollen Formen, Variationen und so weiter. Jaja, gut gemacht, aber mit deaktiviertem JavaScript ist die Seite nicht mal mehr in Ansatz nutzbar. Also wieder 5 Bibliotheken und URLs freigeben, die da so im Hintergrund nachgeladen werden. Danke, hach wie toll! \o/

Mal eben aus Versehen im Browser zurück gehen oder neu laden? Darfst erneut picken und mit Glück die selbe Farbe nochmal erwischen. Außerdem bremst es natürlich die Seite wieder ein Stückchen mehr aus. Für keinerlei Mehrwert oder Nutzen, außer ein wenig Platz-Ersparnis und die ist nun wirklich sekundär.

Man kann selbstverständlich sinnvolle, kleine Fluffis mit JavaScript erstellen, beispielsweise Hinweise, Benachrichtigungen, Menüpunkte oder sortierbare Listen und so weiter. Aber in 90% der Fälle ist es - wenn man sich mal nicht selber in die Tasche lügt - unnötig.

Erinnert mich auch gleich an den Grund, warum ich gerne wieder einen Old-school MP3-Player hätte. Die Audio-App am Smartphone erfährt nämlich ein Update nach dem Anderen. Das Einzige, das sich jedoch verändert hat ist, dass jetzt alles noch mehr slidet, scrollt, bewegt und animiert wird. Dafür stürzt das Ding umso schneller und öfter ab, ist träger und futtert eindeutig mehr Ressourcen. Für wirklich null Mehrwert und die Hauptfunktion leidet prompt darunter.

Es heißt ja auch immer gerne, dass "die Menschen" das wollen und so toll finden... Ich bin eher der Meinung, dass man es als Entwickler selber fördert und in der Hand hat, was der User tatsächlich will und mit was er sich zufrieden gibt. Die Meisten sind nämlich dankbar, wenn eine Webseite, App und was auch immer, sofort startet, schnell ist und am besten mit sowenig Interaktion wie möglich auskommt und schlicht und ergreifend überall funktioniert. Auch unter widrigen Voraussetzungen. Ich höre nämlich eigentlich recht selten von Jemanden, dass eine Seite jetzt wirklich besser nutzbar geworden ist, weil nun irgendwo ein Slider wild herumscrollt oder sich vier Layers hineinschieben oder man nun endlos scrollen kann. Es ist eher ein "Die Anderen haben das ja auch alle so!"-Gesülze der Webbastler, "also wir auch".

Manche Bastler können sich Webseiten-Konzepte ohne solche Zusätze zudem oft gar nicht mal mehr vorstellen und stammeln gerne was von "Das braucht man wegen der mobilen User und den Kompabilitäten!" Schwachsinn. Als lose Ergänzung ja und wenn Du nicht 3 MB schwere Bibliotheken dafür einbindest. Ansonsten lerne Dein Handwerk neu. Und noch was... es ist doch sowas von schnurzegal, wenn irgendwo ein div-Container oder eine Schrift einen Pixel größer oder kleiner ist oder das Logo in dem Browser eine Nuance anders wirkt. Kommt schon! Wir sind ja nicht mehr im Kindergarten.

Und jetzt gleich nochmal festhalten: Es ist piepegal, ob wir schon fast im Zukunftsjahr 2017 leben und alle diese tollen Möglichkeiten haben, ausschöpfen und nutzen können und man glücklicherweise nicht mehr an das spröde HTML & CSS-Gerüst gekettet ist. Es geht aber trotzdem noch immer um Sinnhaftigkeit und Nutzen. Das Ziel muss es prinzipiell sein, eine Webseite so schnell, unkompliziert und ressourcensparend zu erstellen, wie nur irgendwie möglich. Und mit so wenig Fremdbibliotheken, Anbindungen und Abhängigkeiten. Liegt aber irgendwie eh auf der Hand, oder?

Nachtrag: Dieses ganze JavaScript-Kleben erinnert oft an das Ankleben von Neon-Plastikstoßstangen an Autos und sonstige Ergänzungen. Schauen aus der Ferne unter Umständen toll aus, aus der Nähe hingegen billig, scheitern an der kleinsten Bodenwelle und brechen und splittern beim ersten Steinschlag, während sich der Sprühlack in der Sonne von selbst ablöst.

Nachtrag: Aja, da fällt mir auch zum Beispiel ein Webseiten-Statistik-Tool ein, das unglaubliche 39+ MB groß ist und ungefähr 12 Bibliotheken und Co. mitschleppt und aus hunderten Ordnern besteht. Für ein paar simple Auswertungen auf Perl-Basis. Vollkommen absurd. Vermutlich sind 90% der Webseite fünfmal kleiner als das Log-Ding selber. \o/

Nachtrag: Und natürlich wird es Sudertanten geben, die nun sagen: "Hör mal Emanuel, das Web entwickelt sich weiter... Touch, Slide, neue Sprachen, neue Formen, neue..." Herrschaftszeiten, hört auf mit dem Käse! Es ist vollkommener Blödsinn. Wer lange genug dabei ist, der weiß A) es ist inhaltlich nichts besser geworden, sondern nur Anders. B) der Umgang mit den Seiten hat sich nur unwesentlich verändert und schon gar nicht wirklich verbessert. Sie schauen vielleicht nur cleaner und freundlicher heutzutage aus, aber das wäre früher auch schon möglich gewesen, wenn ein anderer Zeitgeist geherrscht hätte, war aber auch damals schon von der Technik unabhängig. C) und nein, es ist keine Weiterentwicklung, wenn ich für die selben Texte heutzutage fünf Workarounds, Bibliotheken, Anbindungen und Abhängigkeiten brauche, die man früher auf einer simplen 3kb HTML-Seite mit Inlay-CSS genauso lesen konnte.

Nachtrag: Das ist auch bei CMS zu beobachten. Für jeden kleinen Firlefanz benötigt man heutzutage ein Backend. Auch für Seiten, die vielleicht einmal im Jahr punktuell ein bisschen aktualisiert werden, wird gleich mal ein Wordpress auf den Server geklatscht. Machen ja alle so. Mittlerweile lerne ich auch immer öfter Menschen kennen, die Alternativen zu Wordpress gar nicht mal mehr kennen oder davon ausgehen, dass andere Lösungen gar nicht solche Möglichkeiten bieten. Und wenn man bei einem drei Seiten-Portfolio fünf Plugins installiert, drei Slider und fünf verschiedene Schriftarten und das Ergebnis 4 kb groß ist, das Backend aber 25 Mb, dann ist wirklich Feuer am Dach. Verstehen tut es aber kaum jemand, weil "über sowas muss man heute ja nicht mehr nachdenken. Der Server kann das schon und so..." Mhm. Genau - als ob das das Problem wäre! \o/


Sonntag 11. Dezember 2016

# Falls Jemand auf der Suche nach Hörbüchern ist und gerne den Abend mit etwas Retro-Flow ausklingen lassen möchte, dem empfehle ich einen Blick in das Archive.org. So zum Beispiel X Minus One. Ein - aus heutiger Sicht - durchaus amüsantes Hörspiel aus dem Jahre ~1955. ^^


# In dunklen, absurden Momenten würde ich gerne eine Werbeagentur aufmachen, deren kommerzielle Basis eine handvoll Textdateien sind, deren Inhalte beziehungsweise einzelne Werbezeilen mit drei Zeilen Perl oder PHP mittels einer Random-Funktion ausgelesen werden und recht schlicht per Zufallsreihenfolge auf Webseiten eingeblendet werden.

Nachtrag: So wie hier zum Spaß mit ein paar Testsätzen auf der alten Seite hier. Ohne Tracking, ohne JavaScript, Funktionen, Autoplay und so weiter. Einfach nur Text. Aus. Ende. Keine sonstigen Features, keine Plugins, keine Anforderungen, kaum Ressourcen-Verbrauch. Mit so einer primitiven Text-Werbung ohne Schnickschnack könnte ich im Alltag auch als User durchaus leben, man würde sich den ganzen Werbeblocker-Kram sparen und Webseiten saugen nicht Megabyte-weise Daten ab. Aber ja, da bin ich fast 20 Jahre zu spät dran. Ich weiß.


# Was mich auch nervt sind Seiten, die für die primitivsten Dinge mit JavaScript, Slidern und so weiter vollgestopft sind und zusätzlich haufenweise Werbung einblenden... nur für beispielsweise ein paar simple Farbcodes. Seufz.

Deshalb habe ich mir meine eigenen Farbcodes zusammengestellt.

Nachtrag: Ein kleines Update noch - ich habe die Palette der Farben erweitert und zudem gibt es die Ansicht geordnet und ungeordnet, auch der Mauszeiger hebt eine Farbe jetzt hervor, das macht das Ganze appetitlicher und zudem besser einschätzbar. Ein Doppelklick reicht um den Code zu markieren (um dann zu kopieren), ich verzichte bewusst auf irgendwelche Click to Clipboard-JavaScript-Spielereien und so weiter. Und ja, der IE hat vermutlich Probleme damit, Safari vielleicht auch... aber ganz ehrlich: ist mir gerade schnuppe.


# Was halt schon so eine Sache ist, dass Anschläge immer irgendwie politisch gerade passend passieren und sich die "Bösen" prompt damit selber schwächen. Ich bin und bleibe da ein Skeptiker.


Samstag 10. Dezember 2016

# Ich sag Euch was... ich bin genervt. Ich würde gerne unterwegs im grauen Alltag der Arbeitsstrecke meine MP3s und Hörbücher hören (und wenn ich sie dazu illegal entcoden muss), aber nicht über den Klotz namens Smartphone. In meinen jungen Jahren gab es da mal so kleine, Daumengroße MP3-Player. Ja, ernsthaft. Und sogar ohne unnötigem Display, Touch-Funktion, Licht-Spielerei, Bluetooth-Kram und was weiß ich was. Einfach vier Tasten und ein Loch für den Klinkenstecker. Ende.

Manche jungen Nachwüchsler kennen das vermutlich nicht mal mehr. Ein simples, langlebiges, unkompliziertes, ewig lang laufendes, kleines Plastik-Ding, das MP3s abspielen konnten und an keine Cloud, WorldWideWeb oder gar Hersteller gebunden war. Das Ding konnte nur eine Sache gut und nichts anderes. Hatte man in der Jacken- oder Hosentasche, war meistens unverwüstlich und Erschütterungs-resistent und Aufladen war vielleicht irgendwann mal an einem Wochende in der Nacht wieder notwendig, wenn überhaupt.

Gibt's nicht mehr. Habe mal so rumgeschaut. Die paar Relikte, die noch rumschwirren, haben alle Displays und so einen Schrott, sind unhandlich groß oder so teuer wie ein Senioren-Tasten-Handy mit Kamera- und MP3-Funktion. Traurig.


# Zug. Menschen. Drei Mädchen, recht jung. Vermutlich noch keine 14 Jahre alt. Gespräch:

"Haste Dich bei ihr letztens entschuldigt?" - "Na, wiessso?" - "Na, isch frag nur, sag es tut Dir leid oda so." - "Wozu entschuldign, he, wer entschuldigt sich heute no? Macht doch keina heutzutage, das machen nur alte Leute und so. Nicht entschuldigen, ja?! Is doch egal, sind keine Kinder, he! Wenn sie ein Problem damit hat, ihr Pech oida." - "Ja, eh... eh egal, was solls." - "Nie entschuldigen, mach das ja nicht, nicht gut, ja?!" - "Jaja, eh nicht, he, mir isch das eh egal."

Schöne, neue Welt. \o/


# "Polizei sperrte BMW-Dieb aus der Ferne im Auto ein."

In Zukunft wird es wohl so sein, dass bei Verkehrskontrollen die Beamten einfach am Straßenrand stehen und auf ein Knöpfchen drücken werden. Das gewünschte Fahrzeug fährt dann von selbst rechts ran, öffnet automatisch Türen und Kofferraum, schaltet die Innenbeleuchtung ein, stellt den Motor ab und aktiviert alle Scheinwerfer und Blinker zur Kontrolle. Außerdem werden zeitgleich die Daten der letzten 100 Kilometer übertragen, auf denen anhand der Route ablesbar ist, wo man zu schnell gefahren ist bzw. zu schnell beschleunigt hatte und wo der Blinker nicht getätigt wurde.

Und ich bin mir sicher, dass wir das momentan Alle noch für eine kühne Überlegung halten, aber nicht mehr lange und es wird tatsächlich so sein. Zur Sicherheit aller.

Nachtrag: Da fällt mir noch der Beitrag ein: Diebe horteten Beute in Hotelzimmer. Da steht unter anderem auch "Sie hatten eine Einkaufstasche mit verschiedenen gestohlenen Parfüms bei sich, einer hielt zudem noch einen Störsender für den Diebstahlsalarm des Geschäftes in der Hand."

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich noch gar nicht an diese Möglichkeit gedacht hatte. Denn realistisch gesehen verlässt sich die Verkaufskraft im grauen Alltag auf die Schranken beim Rausgehen und reagiert - wenn überhaupt - nur bei einem Alarm. Aber wenn nichts piept, dann werden Kunden ja nicht weiter ernsthaft beachtet. Dass man das natürlich bequem mit einem Störsignal umgehen kann, zeigt schön, wie sich technologischer Fortschritt gegenseitig kompensiert.


# "Super Mario Run" ist erstes "Mario" mit Onlinezwang. Es wird nicht besser.


# "Gericht bestätigt Haftung für Urheberrechtsverletzungen auf verlinkten Seiten."

"Der Seitenbetreiber hatte argumentiert, dass er nie auf die Idee gekommen sei, bei der verlinkten Seiten nachzufragen, ob deren Inhalte rechtlich einwandfrei veröffentlicht wurden. Seiner Ansicht nach, sei das Aufgabe jener, die das Foto auf ihrer Seite veröffentlicht haben. Das ist in den Augen des Gerichts jedoch irrelevant."

Jetzt sind sie wirklich alle durchgeknallt. Ich dachte, dass man dieses erste Urteil ohne viel Aufsehen recht schnell revidieren wird, aber so bröselt die letzte Vernunft dahin...

Ich hätte mir früher tatsächlich nie gedacht, dass sich das WWW in diese Richtung entwickelt - ganz im Gegenteil. Meine Vision vor 16~ Jahren, als ich damals meine ersten, eigenen digitale Schritte in der Wolke unternahm, war ein pulsierendes, verwobenes, grenzenloses und freies Netz in nicht allzu ferner Zukunft... aber es war wirklich naives Denken. Radikal naiv. Lächerlich eigentlich.

Mehr und mehr kann man über das ganze WWW nur mehr den Kopf schütteln und sich regelmäßig an die Stirn greifen. Auch, weil es nur Wenige außerhalb der Filterbubble interessiert. Es wäre schlussendlich wohl doch besser gewesen, wenn man dieses Ding nicht Massentauglich gemacht hätte.

Nachtrag: Gestern war ich wieder mit dem Zug unterwegs und wir haben ja alle mitbekommen, dass Facebook und Andere unter Beschuss waren oder sind, weil sie beispielsweise bei Wahlen nur eine sehr enge Sichtweise auf die analoge Umgebung bzw Gesellschaft ermöglichen.

Außerdem dachte ich, dass der Hype vorbei ist... aber nein. Um mich waren fünf Menschen mit Smartphones und alle scrollten auf Facebook rum. /o\

Nachtrag: Ich bin ja wirklich sehr froh, dass es hier keine Kommentare, Werbung oder Dienstleistungen oder was auch immer meinerseits gibt und ebenso auch keine Bilder. Allerdings wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis es dann auch keine Links geben wird. Eigentlich absurd.



Privater Meinungsblog von Emanuel aus Wien, ressourcensparend zusammengestoppelt aus aktuell 1707 Textdateien. Befüllt mit wechselnden Meinungen, chaotischen Gedankengängen und gemischten Gefühlen. Revidierungen finden immer wieder statt, Tippfehler runden das Ganze ab. Mein Blog = meine Meinung. Hier der schludrige RSS-Feed und hier der Kontakt. Keine Kommentare. Keine Herzchen. Kein Tracking. Kein Javascript. Keine Cookies. Keine Werbung.
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