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Samstag 08. Juli 2017

Ich muss ja zugeben, dass ich ja neben zuviel an Schokolade auch an einem anderen, geheimen Laster leide... und zwar seit meiner Kindheit, als ich damals bei Verwandten erstmalig Satelliten-TV schauen und entdecken durfte (damals war das noch ein Novum quasi) und irgendwann in den Sommerferien über einen amerikanischen Sportkanal stolperte. Regelmäßig von Bildstörung-Streifen durchzogen, auf einem kleinen, klobigen Fernseher an der Decke, starrte ich fasziniert auf Live-Übertragungen von NASCAR-Rennen, Monstertrucks und Drag Racing. Für mich - wir hatten zuhause nur zwei heimische TV-Kanäle damals (immerhin gab es die Curiosity Show \o/) - war das enorm spannend, auch weil es diese Dinge bei uns in Europa nicht mal ansatzweise gab (hat sich auch nie durchgesetzt und entspricht wohl nicht der Mentalität der Europäer) und somit hatte das Ganze etwas ungewohnt~fremdartig sehr Spektakuläres an sich. Ab dem Moment freute mich mich in jedem Sommer auf ein paar Tage NASCAR und rauchende Motoren und zählte die paar kurzen Minuten, wenn es mal wieder eine Übertragung gab und ich sie zufällig erwischte, wie Stunden.

Und auch wenn der Alltag sich natürlich dann verändert hat, man wird schließlich irgendwann erwachsen und lebt ganz andere Dinge im Alltag, auch hat sich diese Art von Freizeit eben bei uns nie etabliert, selber liebt man plötzlich widersprüchlich die Natur und lästert über laute, stinkende Alltagsfahrzeuge ab und würde am liebsten Alles in einen Naturpark verwandeln und statt Autos Tierherden durch die Landschaft streifen lassen... aber dennoch ist dieses Feuer in mir nie erloschen.

Allerdings hat sich nach den 80er-90ern auch dieses motorisierte Gebiet verändert - so wie die Formel 1, die sich in Belanglosigkeit verloren hat (wer die Zeiten vor und mit zum Beispiel Ayrton Senna und Co. noch erlebt hat, weiß, was für ein trauriges Spiel die Formel 1 heute bietet und wie sehr sie sich in reinem Technik-Wirtschafts-Punkte-TV-Marketing verloren hat). Irgendwann ist alles noch mehr Regeln unterworfen, wird immer professioneller, auch sicherer und dadurch geformter. Und bei den meisten sportlichen Veranstaltungen bleibt heute kaum noch Lust und Laune übrig, wenn man den ganzen künstlichen TV-Werbe-Rummel davor und danach wegradiert, die übertriebenen Kommentatoren ausblendet und so weiter - trifft aber auf so ziemlich alle Bereiche zu, sogar Tennis und dergleichen. Es fehlt irgendwie diese Stimmung der Aufbruchs- und Entdeckerzeit von damals. Und mit der Meinung bin ich nicht alleine - auch wenn da mein eigenes Alter sicherlich auch mitspielt.

Aber so wie bei der Musik - wenn man sich mal auf Youtube und anderen Seiten die Kommentare durchliest, dann sagen auch jung Geborene, die heute 10, 15 oder 20 oder 25 sind, dass ein deutlicher Unterschied vorhanden ist und man mehr an Emotion und Begeisterung bei den damaligen Aufnahmen spürt. Letztens ja durch Old-School-Hiphops im Zug geklickt und mir gedacht, ob ich als Jemand der in ein paar Jahren die 40 Lebensjahre vermutlich streift, nicht irgendwie schon zu "alt" für diese Dinge bin... und weiß aber zugleich auch die Antwort: nein, bin ich nicht. Ganz im Gegenteil. \o/

Naja, wie auch auch immer... in den letzten Tagen schaue ich mir auf jeden Fall so nebenbei immer wieder alte Aufzeichnungen von NASCAR-Rennen an und freue mich wie ein kleines Kind, wenn der Kram irgendwo im Eck läuft und dem Sommer auch akustisch ein wenig Hauch an Lebenskraft untermalt. Genauso wie diverse Aufzeichnungen von einem ziemlich sinnlosen Unterfangen, wo zwei lange Gestelle mit einem Motor nebeneinander zwei Menschen entlang einer Geraden für ein paar Sekunden katapultieren und dann war es das auch schon wieder - Drag Racing. Immer schon großartig gewesen. \o/

Außerdem hatte ich zwei Bildbände (ja, da gab es noch Bücher, kein Tablet), so richtig große, schwere Trümmer - eines eben mit Dragstern und ein Anderes, das durch den Big Foot Monster Truck (Bild) befüllt wurde, inklusive Technik und so weiter. Ich sag es Euch, ich war unendlich fasziniert, wusste alles damals über das Ding und sog dieses Zeugs richtiggehend auf, auch wenn es sich auf diese kleinen Einblicke beschränkte. Youtube war noch nicht erfunden, weder Monster Trucks noch Dragster gab es bei uns jemals wirklich (bis heute und jetzt sowieso nicht mehr) und die TV-Übertragungen waren rar und selten und auch sonst war und blieb es eine ferne Welt. Da und dort eine VHS-Videokassette vielleicht, aber das war es auch schon wieder. Aber nachdem es sowas eben nicht gab, war es natürlich umso spannender. Da gehörten solche Vehikel zum Höhepunkt der kindlichen Naivität und Freude und waren auf gleicher Linie mit Donald Duck und Lustigen Taschenbüchern.

Tja. Was ich jetzt sagen wollte, weiß ich eigentlich gar nicht.... mmmhhh, vermutlich war das ein Gedankenanstoß an Alle, mal diese digitalisierten Kisten in den Händen zur Seite zu legen, einen schönen Waldspaziergang zu machen, den Sommer zu genießen und den Tag dann mit röhrenden Motoren ausklingen zu lassen. ^^

Nachtrag: Und mal ganz abgesehen davon... wenn wir uns ehrlich sind... die Lackierungen und optische Gestaltung war damals ebenso wie die Fahrzeuge einfach besser: Bild. Das hat echten Stil. \o/

Nachtrag: Und wisst ihr, was ich auch noch mag - solche finale Szenen. Großartig! Nicht wie bei der Formel 1 heute, wo man mit Gefährten herumkurvt, die aus brüchigen Glas zu bestehen scheinen.
07:24 Uhr / 08.07.2017 / 20170708052421.txt

Montag 03. Juli 2017

"UNESCO tagt: Rote Liste für Wien droht - Die Rote Liste ist das Instrument der UNESCO, „um die Staaten und die Welt aufmerksam zu machen, dass der außergewöhnliche universelle Wert einer Stätte für die Menschheit in Gefahr ist“, betont man.

Bis dato betreffe dies fast ausschließlich Stätten in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen. „Wien ist eine der ersten Stätten Mitteleuropas, die durch offensive städtebauliche Entwicklungen der letzten Jahre - Vertikalisierung und Verdichtung im historischen Zentrum - ihren außergewöhnlichen Wert zu verlieren droht“, wird gewarnt."


Bei mir im Westen der Stadt fällt das auch auf... in den alten Villenvierteln taucht eine Baugrube nach den Anderen aus und überall lassen die Visualisierungen der Bauvorhaben auf neue, "moderne", eckig-verschachtelte Betonkästen mit Glas und Aluminium erahnen, die, wenn sie mal fertig gestellt sind, das Gesamtbild massiv verändern werden. Von der alten Wiener Seele, den Villenvierteln und in die Jahre gekommene Prachtbauten zu einem gesichts- und charakterlosen In-der-Stadt-Einfamilienreihenhaus-Pimp-Siedlung. Ade Schönbrunner Deutsch und Schrammel-Style. >_<
05:31 Uhr / 03.07.2017 / 20170703033114.txt

Freitag 30. Juni 2017

"Ohne Bienen und andere Insekten, soviel steht fest, bekommt der Mensch ein Problem: Die kleinen Brummer sind als Bestäuber unserer Kulturpflanzen kaum zu ersetzen. Allein Bienen bestäuben 71 der 100 Feldfrüchte, aus denen 90 Prozent der Nahrungsmittel weltweit erzeugt werden."

Mal kurz und bündig auf den Punkt gebracht - Bienengift: Neue Belege bestätigen Schädlichkeit.
06:55 Uhr / 30.06.2017 / 20170630045550.txt

Donnerstag 29. Juni 2017

In Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters, das sich überraschenderweise unermüdlich fortsetzt, möchte ich hier mal anmerken, dass ich ja mittlerweile für jede Webseite dankbar bin, deren Schriftgrad ein wenig größer als die einer Mikrobe ist. Selbst als ein ehemaliger Fanatiker in der verflossenen Zeit der digitalen Bits und Bytes, als man noch stolz 6px große Pixelschriften als Menü einsetzte und sich im Ruhm sonnte, wenn kleine Buttons mit 4px Buchstaben besetzt wurden, bin ich mittlerweile der Meinung, dass das einfach nur absurd ist. Und das sage ich auch, obwohl meine Augen bis heute ohne Brille mitspielen, ich noch nicht zu den Uhus gehöre, die in 10 Zentimeter Entfernung vor dem Monitor kleben und sich darin die Augen Tellergroß spiegeln. All das ist mir erspart geblieben, ich sehe nah und fern gut und die Abstriche gegenüber der Adleraugen-Jugend sind dem natürlichen Prozess des Lebens recht gut angepasst. Ich kann nicht klagen.

Aber wenn ich mich heute durch die Bloglandschaft lese, bin ich für klare, nicht zu klein, nicht zu groß und nicht zu kontrastlos geschriebene Wörter wirklich dankbar und fühle mich dann erst recht der Lesung dessen und dem Inhalt verpflichtet. Mittlerweile nutze ich ja auch Browser-Settings, die mir meine Schriftart setzen und die der Webseiten überschreiben. Aber das gelingt nicht immer.

Und nachdem ich selbst mein häufigster Korrektur-Leser bin, habe ich mal die Schriftgröße und den Zeilenabstand hier auch ein wenig erhöht. \o/
08:49 Uhr / 29.06.2017 / 20170629064925.txt

Dienstag 27. Juni 2017

Übrigens hatte ich vor einiger Zeit mal ein Holzstück in der Hand, so eine lange Kantleiste, wusste nicht so recht was ich damit tun könnte... und bin kurz darauf wie ein Indianer durch die Wohnung gestapft und habe imaginäre Fliegen mit Pfeil und Bogen gejagt. Eine Schnur und zwei Nägel machten es möglich. Auch wenn in ein paar Jahren bereits das 40. Lebensjahr auf mich wartet (erschreckend), bleibt das Kind in mir erhalten. Finde ich gut. Ja nicht den Fehler machen und noch schnell ein Erwachsener werden, der sich krampfhaft an seinem wackligen Konstrukt des Alltagsrealismus klammert und von Ängsten, Depressionen und Krankheit gebeutelt wird und alles todernst sieht. Das wäre das endgültige Ende. Tatsächlich sollte man genau die gegensätzliche Richtung anstreben, der einzige Fluchtweg in einen fröhlichen Alltag - weil besser wird es im späteren Erwachsenenleben ja auch nicht wirklich.

Nachtrag: Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass meine Überlebenskünste mit einer Bauholz-Jagdwaffe äußerst begrenzt sind. Es würde vermutlich für ein totes Suppenhuhn reichen. Aber für ein paar Sekunden Kopfkino war es in Ordnung, denn: wieder Lebenszeit gerettet! \o/
08:22 Uhr / 27.06.2017 / 20170627062238.txt

Ich sage es Euch. Mir geht das Bloggen schon ziemlich ab. Sowohl hier als auch da drüben, am anderen, den Meisten nicht weiter bekannten Ort, was jedoch natürlich durchaus auch Absicht ist. Aber ich komme einfach nicht dazu.

Momentan (eigentlich Dauerzustand) gelingt privat nur alles halb und angefangen, aber so wirklich abschließen lässt sich kaum Etwas, denn es fehlt schlicht und ergreifend die Zeit und ich stecke irgendwie fest. Die Altbau-Hitze, die sich im Sommer ansammelt, trägt auch nicht wirklich dazu bei und ich muss sogar ganz ehrlich sagen, dass eine gut laufende Computerkiste auch zum Verweilen, Surfen, Lesen und Nachdenken einlädt, aber Naturgemäß bedeutet das Zeitverlust auf der anderen Seite, die mir irgendwie fehlt. Dabei gibt es unendlich viele Worte und Kopfkonstruktionen, die man niedertippen und digital fixieren könnte, auch wenn sie keinen tatsächlichen Wert in sich tragen und auch keine Funktion im Weltgeschehen. Aber. Aber! Seufz. Ab nächster Woche beginnt ein weiterer, neuer beruflicher Schritt vorwärts, der vielleicht auch zeitlich ein wenig mehr Ruhe in sich bringt und vor allem neue Aufgaben, die bisher nebenbei gelaufen sind, aber zukünftig fokussiert und hauptsächlich erledigt werden können. Ob sich dann Worthülsen zum Befüllen hier finden werden?! Ich hoffe es. \o/
08:01 Uhr / 27.06.2017 / 20170627060132.txt

Samstag 24. Juni 2017

Hach ja. Sommer. Hitze. Schweiß. Eine riesige Wespe im Wohnzimmer. Fangen. Fangen. Faaaangen. Fangen..... Herr Gott nochmal.... FANGEN. Fangen.... Du ** Ding...... fangen. Freilassen. Noch mehr Schweiß. Kaputt. Keuch. Sommer! >_<
11:24 Uhr / 24.06.2017 / 20170624092425.txt

Geleakte Dokumente: Kritik an EU-Japan-Handelsabkommen.

"Von mehr Transparenz, die die EU nach der Kritik an den Verhandlungen der Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und mit Kanada (CETA) versprochen hatte, kann keine Rede sein. ... Laut Greenpeace könnten die in JEFTA vorgesehenen Sonderklagerechte für ausländische Investoren noch problematischer ausfallen als in CETA."

"Auf Nachfrage von ORF.at wollte ein Sprecher der Kommission nicht auf den Stand der Verhandlungen eingehen. ... Auch auf die inhaltlichen Knackpunkte wollte der Kommissionssprecher nicht eingehen. Auch nicht darauf, ob es bei einem der umstrittensten Punkte, dem Schiedsgericht, das beide Seiten im Falle von Streitfällen anrufen können sollen, eine Einigung gibt."

Nein? Doch. Ohhhhhh! \o/
10:39 Uhr / 24.06.2017 / 20170624083915.txt

Also ich habe ja jetzt eine Woche lang den Vivaldi unter Windows durchgehend intensiv weiterverwendet und ich muss sagen, es ist ok und ich habe mich umgewöhnt. Er hat sich doch ein wenig gegenüber dem letzten Versuch verbessert und trägt auch ein bisschen den Hauch vom damals geliebten Opera in sich. Ist also ok, kann man schon sagen. Auf die technischen Hintergründe achte ich allerdings nicht mehr, also keine Ahnung, was dagegen oder dafür spricht - er muss sich halt gut anfühlen und das tut das Ding durchaus und vor allem fällt er nicht auf. Eine wichtige Eigenschaft.

Ob es tatsächlich Sinn macht, kann man eigentlich auch nicht sagen, denn Chrome bietet prinzipiell alles, was man so braucht, aber vermutlich ist das auch einfach die übliche, willkommene Veränderung im Alltag. "Mal was Anderes". \o/

Auch mag ich das etwas kantigere Outfit (allerdings im dezenten und unauffälligen Grau) und vor allem die integrierten Mausgesten, an die man sich sehr schnell (wieder) gewöhnt. Auch die frei belegbaren F-Tasten sind für mich sehr schmackhaft. Vielleicht geht das sogar auch unter Chrome, aber dort wäre es mir zumindest nicht bewusst aufgefallen. Also wieder einen Schritt zurück zur Opera-Zeit.

Nachtrag: Übrigens war diese Zeit damals meine Goldgräber-Zeit. Damals gab es ein Projekt nach dem Anderen, das Netz war noch anders gestrickt und Alles hatte so einen aufregenden Touch. Da wurde damals noch nicht konsumiert, sondern erforscht. Ein bisschen wie MTV und Viva anno dazumal vs. heute (gibt's den Sender überhaupt noch?). \o/
10:32 Uhr / 24.06.2017 / 20170624083248.txt

Freitag 23. Juni 2017

Ich hatte ja letztens im Nachtrag auf ein Hörbuch hingewiesen.

Wenn man nun diese Schlagzeilen liest... GENAUSO HAT ES AUCH IM BUCH BEGONNEN. \ô/
21:25 Uhr / 23.06.2017 / 20170623192512.txt

Sonntag 18. Juni 2017

Und wenn wir schon bei Natur, ökologischen Themen und so weiter sind. Mein Auto ist gestern - nicht unerwartet - so richtig schön durch die Pickerlprüfung geflogen und steht mal still. Bei bald 200.000 Kilometer aber auch kein Wunder und es handelt sich eben um die klassischen Verschleißteile Betriebs- und Feststellbremse, die neu gemacht werden müssten. Man muss aber sagen, dass das Fahrzeug dennoch treu ist und auch seitens des Technikers als durchaus solide und ansonsten in gutem Zustand bezeichnet wird. Und dieses Modell aus der Serie gehört auch in Foren zu Dauerläufern mit Kilometerständen ab 200t ~ 250t. Ob und wie ich aber da weitermache, weiß ich dennoch noch nicht. Eigentlich ist ein Auto in der Stadt wirklich schwachsinnig, wenn man gute Anbindungen vor der Haustüre hat. Der Kostenfaktor und auch Stressfaktor im Alltag mit ununterbrochenen Staus, Werkstatt, ständiger Parkplatz-Suche, Kratzern, Rempeleien, Treibstoffkosten und so weiter, steht eigentlich nicht wirklich in Relation zu dem Freizeitvergnügen, das man punktuell für wenige Stunden mal am Wochenende hat. Und darüber muss ich nachdenken. /o\

Nachtrag: Abgesehen von der Relation Marktwert vs. zu erwartende Lebensdauer vs. Reparatur-Kosten.
08:40 Uhr / 18.06.2017 / 20170618064009.txt

Als Kind war ich ja eine richtige Leseratte und verschlang damals ein Buch nach dem Anderen, vorwiegend Texte über Forschung, Wissenschaft, Entdeckungen und all diese Dinge, die in irgendeiner Form einen realen Bezug oder Hintergrund hatten. Auch bei Science-Fiction und anderen, fiktiven Geschichten war es mir immer wichtig, dass ein starker technischer, wissenschaftlicher, medizinischer und so weiter Bezug vorhanden war. Es musste sozusagen greifbar und möglich sein. Und es war für mich selbst ebenso die Zeit der Entdeckungen neuer Welten, Lebewesen, Sterne und meiner eigenen Position in dieser Welt.

Doch dann tauchte der Lebensabschnitt mit täglicher Arbeit, dem Stress des Erwachsenen-Seins und auch der gewissen Frustration darüber auf, dass der Mensch den Fokus ununterbrochen verliert und sich selber tagtäglich in das Bein schießt. Entweder durch Ignoranz, Raubbau und des "Vergessens". Da kommt der Punkt, wo man Geschichten und das Thema zu all diesen Dingen nicht mehr wirklich sehen mag, weil es einfach nur traurig und müde macht. Und abseits von Makro~Nano~Mikro~Biologie, Quantenphysik und Supercomputer sowie globalen, ökologischen Diskussionen um ungreifbare, politische Inhalte, von denen sich ein Individuum nicht betroffen fühlt, tut sich heutzutage nicht mehr wirklich viel in der Öffentlichkeit und auch eher selten mittlerweile in der Literatur - wenn man reißerische Themen in kommerziellen Fachpublikationen oder Boulevard-Magazinen weglässt.

Aber das Feuer in mir ist nie wirklich erloschen und als ich vor einiger Zeit so nebenbei mal wieder über Hans Hass gestolpert bin und dann weiter zu Jacques-Yves Cousteau, dann wieder im Kreis zurück zu Konrad Lorenz, Otto König, Werner Fend, weiter zu den anderen Klassikern wie David Attenborough... verschlinge ich wie in den alten Tagen eine Dokumentation nach der Anderen und deren zugehörigen Literatur. Fühlt sich wirklich gut an - auch wenn es erschreckend und dramatisch ist, wie sehr sich die Welt gegenüber den letzten 20~30~40 Jahren geändert hat. Speziell wenn man Fotos und Filmaufnahmen von damals vs. heute sieht. Veränderungen, die radikal sind, aber trotzdem so schleichend, dass sie nicht bewusst auffallen... Stichwort Zitronenfalter, was ich hier schon mehrfach ausgeführt hatte. Wenn man etwas nicht kennt oder vergisst, dann vermisst man es auch nicht.

Nachtrag: Keine Ahnung, warum ich das hier festhalten wollte, aber dazu hat man eben ein digitales Logbuch. Eine kurze Momentaufnahme des eigenen Lebens. \o/

Nachtrag: Übrigens höre ich gerade das Buch "Der Schwarm" in Hörbuch-Form (Hörprobe vorhanden). Großartig! Wissenschaftlicher Einschlag, gepaart mit ausführlichen Schilderungen, Fiktion und Momente im Leben verschiedener Menschen - und der Natur. Kann ich nur empfehlen, vor allem in der ungekürzten Form mit 38 Stunden, es ist wirklich gut. Auch werden grundsätzliche Fragen von Mensch, Natur und dem dauerhaften Zwiespalt anschaulich und so nebenbei mal eben als Randnotiz verarbeitet.
07:50 Uhr / 18.06.2017 / 20170618055002.txt

Samstag 17. Juni 2017

Du meine Güte... weil ich gerade ein wenig über den Browser Vivaldi gelesen habe... da fällt mir ein... da gab es ja noch... Firefox!1!! Gibt es den denn noch überhaupt? Schon lange nichts mehr darüber gehört oder gesehen - zumindest in meinem privaten und beruflichen Alltag. ^^

Nachtrag: Und ja, ich teste mal wieder den Vivaldi-Browser so nebenbei. Just for fun. \o/
13:43 Uhr / 17.06.2017 / 20170617114317.txt

Donnerstag 15. Juni 2017

Zum ersten Mal in diesem Jahr war ich schwimmen... ungewohnt, aber gut. Kleine Miniwellen im Gesicht, Segelboote am Horizont und blauer Himmel, durchkreuzt von weißen Kondensstreifen und untermalt von dem Gekreische von Möwen. Das ist Sommer. \o/
11:09 Uhr / 15.06.2017 / 20170615090950.txt

Mittwoch 14. Juni 2017

Was ja den Alltag wirklich traurig macht ist, dass ich mir gerade einen alten Doku-Film über das Meer und frühe Expeditionen anschaue, den es heutzutage sonst nirgendwo mehr gibt... weder im TV, noch zu kaufen oder dergleichen. Aber dafür auf einer Webseite mit pornografischen Hintergrund, so dass mich die ganze Zeit während dem Anschauen im Eck ein aufgetakeltes Bild einer woherauchimmer-Schönheit anstarrt und auch sonst leicht bekleidete Humanoide sich reihenweise im Hintergrund präsentieren. Der Stellenwert der visuellen Wissenschaft heutzutage. -.-
07:02 Uhr / 14.06.2017 / 20170614050255.txt


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