… ein Grund mehr, den Schokoladekonsum zu überdenken. Trifft aber leider auf fast alle dieser Nahrungsmittel zu. Mahlzeit.
Nachdem ich mir gerade auf ARTE den Themenabend rund um Berlusconi, Italien, Rom, Neapel, Mafia, Korruption, Medien und Bestechung und Co. anschaue, arbeitet mein Gehirn automatisch weiter und ersetzt diese Wörter sozusagen on fly mit Begriffen aus unserem österreichischen Alltag. Korruption bei uns? Ja – und zwar ständig und überall. Nur nennt man es bei uns freundlicher und verharmlost es mit dem Begriff “Kavaliersdelikt” oder einfach dem Klassiker “Freunderlwirtschaft”. Und dieses letzte Wort macht es tatsächlich etwas “kleiner”, schwächt es sozusagen ab.
Aber wenn man sich mal mit Vernunft und klarem Verstand so umschaut und die Augen aufmacht… welche der großen Vergaben an Bauaufträgen und Co. läuft denn wirklich sauber ab? Vergabe von höheren Posten? Dienstfahrzeuge? Firmenfusionierungen mit geschönten Eckdaten? Doppel-Förderungen? Steuerliche Vergünstigungen? Da und dort mal gegenseitiger Handschlag und am Fiskus vorbei? Gekaufte Gewerkschaften? Zahlenspiele bei den Behörden? Investitionen am Rande der Vernunft? Preiserhöhungen mit gleichzeitiger Gewinnerhöhung? Versteckte Boni? Rechtliche Verantwortung und Straffähigkeit nicht vorhanden? Jaja, all das ist nicht nur in Italien zu finden, sondern auch schon lange bei uns…
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Sorry, das wird jetzt ein depressiv-genervt-schimpf-Eintrag, aber es ist soooo unglaublich mühsam in den Öffis zu fahren! Nicht wegen den Öffis an sich, sondern wegen den Fahrgästen. Heute musste ich bereits um fünf in der Früh auf und bin um sechs Uhr bereits in der dunklen Stadt und der Straßenbahn unterwegs gewesen. Quer durch Wien – zum anderen Ende der Stadt. Stundenlange Fahrt, die aber noch einigermaßen erträglich war… Abgesehen von dem Termin, der für mich nur Zuschauen und Abwarten bedeutete, war der Vormittag auch noch in Ordnung.
Aber dann ging es den selben Weg durch die mittlerweile belebte Stadt zurück. Straßenbahnen und andere Verkehrsmittel sind durchsetzt von Mitbürgern – und Krankheitserregern. Ich bin ja sonst sehr unbedarft und keiner der ständig mit einer Chlor-Seife sich abschrubbt und jedes Glas und Dose viermal abwischt… ich habe als kleines Kind schon im Dreck und Schlamm herumgewühlt und ich denke, das hat mich auch vor vielen Erkrankungen bewahrt – einfach weil es den Körper abhärtet, er besser Abwehren kann, da geschult und nicht wegen jedem Bazillus gleich kippt. Aber gegen das was in den Öffis und auf den Straßen und Geschäften los ist, ist das ein Dreck dagegen.
Kennt jemand diese Punkte, die Fliegen hinterlassen, wenn sie auf Gläsern, Wänden, Fenstern und Lampen sitzen? Das sind kleine Speicheltropfen. Bei Fruchtfliegen kann man das gut beobachten. Jetzt nehme man diese Hinterlassenschaften und multipliziert sie mit dem Faktor 100. Das enstpricht ungefähr dem “Auswurf” eines Mitbürgers.
Da wird gehustet, gerotzt, geschleimt, gekratzt, geschlatzt und was weiß ich noch alles. Speziell in den Nacken der Mitbürger oder in das Gesichtsprofil.
Ich habe ganze zwei volle Straßenbahnstrecken gebraucht, um einen dieser humanen Bazillenschleudern los zu werden. Erst steht der Typ hinter mir und erstickt fast an seinem eigenen Sekret, das er in regelmäßigen Abständen aus sich rinnen lässt, nur um in der nächsten Straßenbahn sich vor mich zu pflanzen und gezielt einzelne Bazillen, Viren und Sekrete auf mich prasseln zu lassen. Ein Attentat könnte man nicht besser machen… wer braucht Autobomben? Man gehe in eine Menge und rotze und schlatze mal rum – der Effekt ist auch verherrend. Echt. Ich bin richtig angefressen.
Ich wette, dass mindestens die Hälfte aller Grippe-Erkrankungen locker vermeidbare wären, wenn sie A) zuhause bleiben würden oder B) sich wenigstens in ihre Jacken, Ärmel oder sonstige verdeckenden Textilien ergießen würden. Man muss doch nicht röchelnd und mit weit offenen Mund quer durch ein Verkehrsmittel husten – noch dazu im 10-Sekunden-Takt, stundenlang. Nicht, dass mir der andere nicht leid tut – aber ein wenig Humanität seitens des Betroffenen ist ja wohl nicht zuviel verlangt?!
Eine der Unsitten ist auch das Schlatzen bei den Stationen. Fruchtfliegen auf einem Kuchen sind ein Dreck dagegen – soviel Speichelfluss können die nicht mal produzieren, als ein – zumeist jüngerer, männlicher – Mitbürger bei einer Straßenbahnstation!? Da rinnen literweise Speichelflüsse vorbei… was da cool sein soll, verstehe ich nicht.
Für Bazillen und Co. sind wir Menschen echt sowas wie Disneyland oder ein anderer Vergnügungspark. Man kann sich austoben und wird dabei noch an der Hand geführt zur nächsten Attraktion.
Also wenn ich morgen nicht krank bin, dann wäre es fast ein Wunder. Ächz.
Ich lese gerne andere Blogs. Mag das. Ein wenig Inspiration bekommen. Und zugleich einen Schub, sich auch zu öffnen. Aber lesenwerte Blogs zu finden… ist wirklich nicht leicht. Und vor allem auch solche, die dann auch noch regelmäßig befüllt werden. Momentan befinden sich beispielsweise mehr als zwanzig Blogs in meinem Feed-Reader unter Beobachtung, aber bei fast allen gibt es höchsten einmal in der Woche etwas neues – wenn überhaupt. Und oft handelt es sich dann nur um ein obligatorisches Foto oder ein Video. Das ist schade und etwas fad…
Überhaupt – ja, natürlich – es gibt tausende Blogs und irgendwo stand auch unlängst, was für eine gigantische Zahl täglich an Blogs hinzukommmt, aber beinahe alle haben eines gemeinsam: nach etwa drei Monaten beginnen sie zu vereinsamen, still zu werden… und dann ist es wieder aus. Solange bis der nächste Blog aufpoppt. Oder deren Leser springen wild hin und her und switchen ständig von einem Blog oder Plattform zur nächsten. Oder quartieren sich eben auf Facebook ein. Aber so richtige Blogs, die kontinuierlich seit Jahren regelmäßig befüllt werden – und sich dabei NICHT nur ausschließlich spezifisch um entweder Technik oder Computer oder Mode oder Fashion oder Lifestyle oder Porno- und Party-Bilder drehen – oder NICHT nur alias Tumblr einfach tausendfach Bilder reposten – sowas zu finden ist wirklich eine mühsame Herausforderung.
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Gerade vorhin habe ich mir den Livestream “Day in a life” auf Youtube angeschaut – die Wiederholung der gestrigen Premiere. 90 Minuten zusammengeschnittenes Film-Material von Menschen auf der ganzen Erde… alle von einem einzigen Tag des Vorjahres. Freude, Trauer, Schicksale und Momente des Lebens von Menschen in verschiedenen Ländern, Kulturen, Religionen und Eigenheiten… war interessant, wobei aber erst am Schluss – finde ich – die Emotion oder das Gefühl für das Ganze erst so richtig enstanden oder aufgekommen ist.
Und der Abschluss hat vielleicht auch so ein wenig etwas von der “Vergänglichkeit” unseres Lebens verdeutlicht. Oder noch besser gesagt, das Leben eines Einzelnen. Unikat, besonders, einmalig… emotional – aber vergänglich. Und ich habe mir gerade die Frage gestellt, was eigentlich bleiben würde, wenn es mich mal nicht mehr gibt…?
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Eigentlich bin ich schon seit drei wach und völlig müde und fertig… warum auch immer. Zudem habe ich gerade entdeckt, dass es geschneit hat… ah, wie schön. Eigentlich mag ich ja Winterlandschaften und so… aber doch nicht heute an dem Montag. Naja, egal…
Aber zurück zum eigentlichen Thema: gestern haben einige von Euch ein Rund-SMS von mir bekommen, einige leider nicht, mein Handy düfte die lange Liste nicht ganz gepackt haben leider – sorry. Aber wer eines bekommen hatte, der wurde aufgefordert in dem Moment ein Foto von seiner Umgebung zu machen bzw. was man halt gerade in dem Moment sieht. Der Kreis war recht klein im Endeffekt, so dass leider nur zehn Bilder zustande gekommen sind, aber immerhin! DANKE!
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Finde es schon spannend, der eine liegt noch im Bett, der andere wandert schon, jemand schaut sich ein Tischtuch an, der andere sucht nach Essen in einer Speisekammer und so weiter. Wirklich spannend wird es natürlich mit noch viel mehr Leuten… an die hundert Teilnehmer im besten Fall. Es gab vor Jahren ein ähnliches, weltweites Projekt mit Fotos von tausenden Teilnehmern, war recht interessant und man konnte trotz der verschiedenen Kulturen sehen, dass dennoch alle im Auto fahren, im Wald spazieren oder im Büro sitzen – oder im Bett rumkullern. War damals ein gigantisches, zusammen gestückeltes Bild und sehr farbenfroh und bunt. Ein [ähnliches Projekt](http://www.youtube.com/lifeinaday) läuft gerade auf YouTube übrigens – nur da mit Videos… in ein paar Tagen ist es soweit.
Diese Dimensionen wirds hier nicht geben, aber ich würde das Experiment gerne wiederholen! Nur diesmal mit einer ungefähren Vorankündigung und gleich etwas breiter den Freundeskreis angelegt und ich hoffe, ihr macht alle mit! Ich sage mal in 2-4 Wochen, wieder an einem Wochenende, genaue Uhrzeit wird natürlich nicht verraten, um “gestellte” Bilder zu verhindern. Werde mal eine kleine Info-Seite erstellen dazu… und dann freue ich mich, wenn ihr das auch verbreitet… just for fun das Ganze. Das Foto/die Fotos werde ich dann auch auf einer eigenen Seite online stellen, alle eventuellen Gesichter werden natürlich unkenntlich gemacht.
Weil es übrigens die Frage gab – man soll nicht sich selber fotografieren oder extra ein Motiv suchen, sondern wirklich das fotografieren, was man gerade Sekunden vorher angeschaut hat. Um einen Eindruck aus dem Blickwinkel der jeweiligen Person zu bekommen… alle zur gleichen Uhrzeit.
Also: Danke fürs Mitmachen! Und das nächste Mal wird etwas besser organisiert bzw. vorangekündigt.
Weil ich gerade dabei war, diverse Tools und Programme am Rechner zu aktualisieren, deren Lizenz zu verlängern oder sie zu deinstallieren und nach Möglichkeit mit OpenSource-Produkten zu ersetzen – bin ich unter anderem über eine Diskussion bei Golem.de gestoßen, wo es wiederum mal um das Thema Raubkopierer geht. Vielfältige Diskussionszweige jeder der verschiedenen Seiten, Ansichten und Begründungen – ohne, dass man aber auf einen Nenner kommt.
Nachdem ich schon seit vielen Jahren im Netz hänge und natürlich auch in meiner Jugend Computerspiele bis zum umfallen verzehrte, gehöre ich vermutlich auch einer der frühen Bewegungen an, die anno dazumal hin und wieder natürlich auch mal ein Programm untereinander getauscht oder weitergereicht hat. Aber Blick nach vorne…
Vor einem halben Jahr wollte ich in einem damaligen Anfall von Archivierung meine sekundäre Fotosammlung von der Festplatte wegbekommen und auf Flickr uploaden. Dort gibt es den freien Account, aber auch einen kostenpflichtigen – den Premium-Account. Nun gut – zweiteres hätte die Vorzüge gehabt, die mich interessiert hätten, also versuchen wir einen zu kaufen.
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