Das Beruhigende an solchen Videos ist ja, dass Nerds damit nachweislich auch eine stylishe Daseins-Berechtigung haben. Na was für ein Glück… dachte nämlich irgendwie schon, ich bin der Einzige, der so in der Früh durch die Wohnung tanzt… perfekt für das Aufstehen an einem sonnigen Samstag Morgen wie heute! Und wie romantisch – am Schluss ist er nicht mehr alleine…. och schööööön!
Die Glücklichen unter Euch, die so wie ich das Glück hatten, die “gute, alte Zeit” im Netz noch mitzuerleben… also sprich damals, als wir alle gemeinsam angeblich das Netz mit rumzocken und dergleichen ruinierten und alle zu Massenmörder und Psychos wurden und das weltweite Netz ja zu dem was es heute ist machten – einem verkommenen, real gewordenen Science-Fiction-paranoiden Sicherheitswahn, der uns beschneidet und durchleuchtet und so weiter… bla. Bla. Blabla.

Blip Festival 2011 von fletcherjcm bei Flickr
Aber blenden wir das schnell schuldbewusst aus (Asche auf unser Haupt) und wenden uns jetzt wieder der glänzenden Vergangenheit zu… also damals, als man noch ohne Unrechtsbewusstsein Spiele und Co. illegal saugte und dabei den jugendlichen Hauch von Rebellion und Selbstverständlichkeit ohne Nachzudenken verspürte… und da gab es ja unter anderem ja die allseits üblichen Keygens.
Da kann ich nur sagen – Respekt! Mag das sehr.
エミ・マイヤー Mal wieder ein kleiner Blick über die Grenzen unseres Kontinents… ein wenig weiblicher, japanischer Soul zum Aufstehen.
Abgesehen davon, dass sie a nice girl ist, ist ja bis heute das abfärbende Tattoo auf dem Autositz und das fehlende Rückspiegel-Glas ein Diskussions-Thema bei den Fans. Dazu gehören so Kommentare wie “Sie wird von einem Hamster mit Kulleraugen gestalkt”. Köstlich. Aber das sind eben die feinen Retro-Musik-Videos, die gehören sich einfach so.
Unabhängig davon – super Video, das ich immer wieder gerne in der Früh zum aufstehen höre. Wer übrigens die spektakulärer Uncut-Version sehen will (mit den Autos die von der Straße abkommen, sich überschlagen, usw…) klickt mal eben hier drauf. Enjoy.
Man kann nur sagen – super Flow. Beginnt so harmlos, versprüht aber dann eine ganz schöne Kraft. Vor allem, wenn man sich das Ganze mit ordentlichen Boxen anhört. Schön gemacht – und wenn man den Quellen Glauben schenken kann, ist es ein Künstler, der auf Obdachlose aufmerksam machen möchte. (via Mike)



