Heute bin ich per Zufall über diesen Blog hier gestoßen – Manfred bloggt über das nicht immer einfache Leben in einem kleinen Häuschen in Schweden. Abgesehen von der spannenden Lebensgeschichte, findet sich darin auch ein kleiner Einblick in den Alltag von Holzhäuschen, Winter und den Bastelein… inspirierend.
Ich habe mich die letzten zwei Tage unterwegs immer wieder in diversen Blogs verloren, ebenso abermals (Überraschung!) des Prinzips von “Less is more”, “Live on less” oder “Simple living”. Denn in letzter Zeit habe ich wieder begonnen recht nachlässig zu werden, auch beginne ich manchmal wieder, so kleine Wohnungsaufgaben zu verschleppen und so weiter… und das ist ja ein Kapitel, das ich abschließen wollte. Das beginnt bei dem noch immer existenten Berg im Vorzimmer an alten Schachteln mit Zeugs zum aussortieren bis zum Badezimmer, wo ich endlich mal den Boden richten wollte.
Argh. Ich ärgere mich schon wieder. Über diese Enstirnigkeit von “Selbstverständlich sind wir alleine im Universum, das kann kein Zufall sein”. Warum, warum, warum nur? Warum tue ich mir solche Diskussionen nur an – sie machen einem nur psychisch fertig. Wirklich. Wie kann man nur als Mensch auf sich selber so kleben, sich selber behindern und seine eigene Sicht so enorm verstellen? Tut mir leid, ich gehöre zur anderen Fraktion. Das Universum ist so “fett” und “groß”, es sind so viele Billionen, Myriaden und mehr Brösel da draußen und dann will mir jemand erzählen, dass wir da im Mittelpunkt der Intelligenz und des Seins stehen. Na klar – und die Sonne dreht sich um die Erde.
Ich habe da mal eine – vom Maßstab her mit den Sandkisten sicherlich völlig falsch – Visualisierung erstellt. Unsere Erde ist in einem Sonnensystem. Das sind schon paar Brösel. Von diesen Sonnensystemen gibt es noch viel mehr, die bilden alle zusammen auf einem gewaltigen Haufen Galaxien. Aber auch von denen gibt es wiederum wirklich enorm viele, die auch in Haufen herumkurven. Die bilden wiederum weitere Haufen bzw. Cluster, die wiederum noch größere Super-Haufen bilden die dann – nach dem heutigen Wissensstand – fast schaumartig herum wabbern. Was danach kommt, weiß man nicht… aber unabhängig davon, muss man sich doch mal diese gigantische Menge schon alleine bei den Galaxien mal vorstellen. Und sich klar machen, dass wir zwar weit schauen können, aber nicht mal unsere eigene Galaxie richtig erforscht haben (so gut wie “kaum”), geschweige denn, dass wir nicht mal einen vollständigen Einblick in unsere Sonnensystem haben – und sogar noch über Pluto und Co. streiten bzw. wieder deklassifizieren.
Der eine mag es kühl, der andere steril, der eine modern, der andere aus Plastik und Leute wie mich – wie man sehr gut sehen kann – die mögen es bunt und lebendig-chaotisch. Heute war es also soweit… die Holzplatte hat ihre Beine bekommen, ihr Spülbecken, den Wasserhahn, bisschen Öl und etwas Leben. Aber der Reihe nach… wer die Vorgeschichte zu dem Ganzen wissen möchte, der sollte sich erst durch die alten Beiträge lesen, um zu verstehen, was da so alles im Hintergrund gelaufen ist.
Für treue Blog-Leser geht’s gleich ans Eingemachte, den der erste Schritt nach dem Aufstehen führte mich bei strahlend schönem Wetter ins Bauhaus. Dort Schrauben, Schlauchverlängerungen, Zwischengewinde und Co. gekauft und schon ging es wieder munter zurück. Nicht lange fackeln war meine Devise, aus Prinzip wird auf Maßband und sonstige Sachen verzichtet – stattdessen nimmt man einfach Gegenstände, die irgendwie das richtige Maß haben – halt so in etwa ungefähr irgendwie. Bohrmaschine, Winkelblech und Schrauben waren also die Ersten, die heute dran glauben mussten.
Ich muss mich ja entschuldigen, dass ich zur Zeit erstens wenig schreibe und zweitens kaum Neues präsentiere – aber noch ein~zwei Tage und es wäre geschafft. Heute waren die Holzstreben dran, morgen folgen dann als finale Winkelblech und Schrauben – und der Küchenplatte wird der Einschnitt für die Spüle verpasst. Langsam wird es ja was, auch wenn es jetzt doch länger gedauert hat, als geplant. Aber so ist es halt, wenn man mit sperrigen Dingen herum werkt.
Übrigens die Holzleisten sind ganz simpel rau gesägte Bauholzlatten/streben…. herrlich billig – gerade mal 12~14 Euro dafür gezahlt, dabei sind es doch an die 10 Meter insgesamt gewesen. Ich werde später dann mal je nach Lust und Laune mit dem Bandschleifer drüber gehen und ebenfalls mit Öl einlassen, dann bekommen die auch ein “feineres” Gesicht – auch wenn sie so oder so im Hintergrund stehen und kaum zu sehen sind bzw. beachtet werden. Aber gut Ding braucht Weile und hat auch keine Eile. Die Streben werden mit gebohrten Löchern und Schrauben via Winkelblech verbunden, damit ist das Ganze jederzeit Abbaubar bzw. flexibel bleibt. Und “kaputte” Teile lassen sich um wenige Euros umtauschen oder auch generell erweitern.
So, morgen gibt’s dann ein größeres Update als heute… PS: und das dunkle Holzbrett auf den Bildern – das ist was anderes und eine eigene Geschichte für ein anderes Mal.
Und es geht munter weiter… dieses Mal waren das Spülbecken, eine klassische Mischbatterie mit nostalgischen Drehknöpfen sowie Schüsseln, Besteckbehälter und Co. dran. In Kürze folgen dann – wenn alles gut geht – endlich die fehlenden Stützbeine und diverse Rohre und Co. um das Spülbecken auch anzuschließen und die Platte richtig aufzustellen. Das Spülbecken wird via Stichsäge in die Buchenholzplatte eingeschnitten und eingehängt – die passenden Klammern, die man unter der Platte fixiert für die Einhängung sind bereits beim Kauf dabei gewesen. Rundherum auf der Unterseite ist auch eine Gummiabdichtung, die aber dann noch mit Extra-Silikon – genauso wie beim Mischhahn – zusätzlich verstärkt wird.
Der Mischhahn ist praktisch Plug-Play, hier muss man ebenfalls nur noch ein Loch in die Holzplatte sägen – das könnte vielleicht noch eine kleine Herausforderung werden, aber ist vom Prinzip her trotzdem sehr simpel und in wenigen Minuten erledigt. Die notwendigen Halterungen zur Fixierung unter der Platte sind ebenfalls auch hier beim Kauf dabei gewesen. Zwei Flaschen Holzöl ohne Zusätze bzw. Giftstoffe, extra für den Küchengebrauch, liegen übrigens ebenfalls bereit – damit wird dann nach dem Zuschnitt und der Säuberung die Oberfläche der Holzplatte eingelassen. Unten dann noch die Vierkantholz-Beine und Querstreben – und das Holzplatten-Küche-Projekt nähert sich ihrem ersten Finale.
Kurz und bündig heute der Eintrag. Die Buchen-Holzplatte ist da. Mit ihren 80 oder mehr Kilo erst die Stufen hoch schleppen und dann mit der Stichsäge zuschneiden. Geschafft, ein 50 cm Stück steht noch frei zur Verwendung und wird als Kochfeld-Unterlage oder zu zwei Schneidebrettern verarbeitet – ich überlege noch. Arbeitsaufwand inklusive Stufen, herum wuchten, abmessen und schneiden: ca. 20 Minuten. Das geht ja sogar. Stützbeine und Spülbecken folgen noch. Auch das Holz muss noch mit Öl eingelassen werden… aber der aufwendigste Schritt bei dem ganzen Projekt ist damit abgehakt.
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