Gggrrrrrr!

Also der Abend heute hat es in sich. Bin gerade echt genervt und sehr gereizt. Bei keinem der Dinge, die ich heute probiere, klappt etwas. Erst wollte ich eine Anpassung beim Magazin-Projekt machen und bin vollkommen gescheitert. Ich habe die Struktur damalig sogar selber erstellt – und trotzdem greift es nicht und ich verstehe einfach nicht warum… dabei weiß ich ja Zeile für Zeile was passiert. So was macht einem schon extrem unrund…

Dann habe ich probiert, weil ich es ja schon mal erfolgreich gemacht habe, die alten Blosxom-Einträge hier zu importieren. Nein, eh klar – einen Dreck klappt es. Vor 2 Jahren war es kein Problem, jetzt sehr wohl. Warum bitte? Ich bin schon so angespannt jetzt, dass ich die Wände hoch laufen könnte. Aber so richtig. Und natürlich ist es dann ganz klassisch, dass dann gar nix mehr funktioniert, man dann auch noch wichtige Dateien auch gleich im Chaos aus Versehen löscht, irgendwas überschreibt oder zum x-ten Mal die falsche Datei hochlädt.

Außerdem habe ich Kopfweh und bin sowieso extrem genervt von allem. Ich lasse es jetzt gut sein, gebe der Computer-Kiste einen Tritt und werde E-Gitarren-Musik durch meinen Kopf strömen lassen und die verdammte, moderne Technik verfluchen. Warum muss jeder Dreck heute überfeatured und ständig neu gemacht werden? Warum muss man Dinge, die 10 Jahre lang problemlos funktioniert haben, ändern? Nur damit man ein Feature mehr hat… aber dafür 5 andere schmeißen kann? Es könnte manches so einfach sein, wenn es nicht immer irgendwelche Vögel geben würde, die der Meinung sind “Naja, stylish und neu und noch cooler muss es schon sein” – Fuck drauf. Es soll funktionieren – und zwar ohne irgendwelche Zusatz-Features, die alle so komplex für nix sind, dass man wieder 4 weitere Lösungen braucht um alle Eventualitäten abzufangen. Grrr.

Erinnert mich an ein Auto. Da hatte man einen Kübel, der fuhr und fuhr und fuhr – und wenn was defekt war, dann hat man einen Schraubenschlüssel genommen und das Teil einfach ausgetauscht. Heute muss man mit dem Laptop arbeiten, reseten, neu starten, Updaten, kann nichts mehr selber verändern, braucht einen Fachmann und so weiter… nur…. dass das Auto einfach auf der Straße von A nach B fährt… daran hat sich ja dann doch wiederum nichts geändert.

Argh…. bitte. Und der Blog schaut auch besch**** fad aus. Seufz. Ich sollte für heute abdrehen und einfach schlafen gehen.

Minimales Bloggen

Eine ganz schöne Umstellung – von meinem heißgeliebten Blosxom wieder auf WordPress umsteigen ist schon recht ungewohnt nach der langen Zeit. In den letzten Monaten und sogar ein wenig länger waren schließlich alle Beiträge nur einfache txt-Dateien, schnell geschrieben, schnell hochgeladen und klein in ihrer Dateigröße. Kein Backend, keine Administration und keine Updates. Schön minimal und flott. Aber es gibt und gab einige Hindernisse. Zum Beispiel das Trennen von Zugriffen auf geschützte Beiträge. Ich konnte nur sagen, “überhaupt kein Zugriff” lieber Leser – oder Du hast “auf alle Beiträge einen Zugriff”. Und das ist natürlich nicht optimal, wenn man einzelne, bestimmte und private Beiträge nur einem kleinen, geschlossenen Kreis zugänglich machen will. Das geht jetzt mit dem neuen Blog viel besser und einfacher.

WordPress. Ich hasse und liebe es zugleich. Groß, fett und schwer, viele Löcher und zu viele Funktionen für Nichts – und hat mir schon oft auch bei anderen Projekten graue Haare gebracht, andererseits ist es halt auch bequem. Blosxom hat etwas von einem rüstigen, sehr soliden und treuen Käfer, während WordPress ein wenig an einen Standard-Familien-Kombi-PKW erinnert. Und genau das brauche ich. Ich fühle mich wirklich einfach schon zu alt, um noch längere Zeit vor irgendwelche Editoren stundenlang zu verbringen, mich in irgendwelchen technischen Foren herumzutreiben und mich ständig mit technischen Problemen zu beschäftigen. Dabei geht zu viel an kostbarer Zeit verloren, die sich anderweitig besser investieren lässt. Hallo Leben!

Profil-Arbeit

Erster Arbeitstag, neue Lebens-Variablen und das herumfeilen und der mühselige Kampf um das eigene Profil – die Kurzfassung des heutigen Tages.

Heute war es also soweit und ich durfte nicht nur meine neue Arbeitsstelle kennenlernen, sondern auch mein neues Team. Nachdem ich außer einem ersten, sehr positiven Eindruck noch nicht allzuviel sagen kann, beschränke ich es mal auf: ein sehr nettes und offenes Team, es wirkt nach einer guten Umgangs-Atmosphäre. Der erste Einsatztag war (noch) im westlichen Gebiet von Wien, noch dazu in einer sehr schönen Landschaft und ich konnte auch gleich wieder einiges an Wissen und neuen Erkenntnissen sammeln. Mal schauen, was ich in ein-zwei Wochen so mal etwas genauer berichten kann… noch ist ja alles ungewohnt, neu und unbekannt.

Ansonsten arbeite ich seit etlichen Tagen und vor allem Nächten daran, meinen Namen in diversen Suchmaschinen zu “minimieren” bzw. auch zu schärfen und besser zu kontrollieren. Ich habe mich in den letzten Tagen wieder weiter bei insgesamt fast 15 Services abgemeldet, etliche Accounts deaktiviert und auch Kontaktinformationen da und dort eingeschränkt. Zudem auch einen inhaltlichen “Honeypot” eingerichtet, um Lecks und Mißbrauch meines Profiles und/oder meines Namens genauer nachvollziehen und verfolgen zu können. Wie schon letztens geschrieben habe ich auch heute wieder etliche Antworten diverser Anbieter bekommen – und fast alle positiv, sprich man hat (manchmal “kulanterweise”) meine Profile und Daten deaktiviert.

Jetzt wird es vermutlich an die 14 Tage oder so dauern, bis ich die ersten Auswirkungen überprüfen kann. Aber leicht ist das alles nicht – teilweise ist da wirklich ganz schön Recherche-Arbeit notwendig und leider auch manchmal sehr forsch sein. Vor allem die Personen-Suchmaschinen sehen sich abseits der rechtlichen Grundlage oder basieren auf deren Schlupfwegen, vergessen aber, dass negative PR sich schleichend manifestiert (und wird). Aber mal schauen – bin auf 2~3 Rückantworten solcher Seiten gespannt…

Spuren im Sand

Oder so ähnlich… ich habe unlängst mal wieder mich selber gesucht und glücklicherweise gefunden – ein regelmäßiger Vorgang, den ich einmal alle zwei-drei Monate durchführe. Als Blogger, der seine Gefühlswelt offen grillt und zubereitet, sollte man ja da doch immer ein wenig sein Auge darauf haben.

Und nicht weiter überraschend, habe ich natürlich da und dort zum Teil wieder auch die Profile aus dem Jahre 2003 und früher entdeckt, sowie etliche Portfolios auf irgendwelchen Plattformen von anno dazumal. Was mich mittlerweile nun stört, bin gerade dabei, mein Leben wieder aufzuräumen – und natürlich habe ich keinen Plan mehr von den Zugangsdaten, zweitens wüsste ich auch nicht, was ich dort noch machen sollte und einiges bringt mich auch in einen Kontext, in dem ich heute aber nicht mehr stehen will. Also habe ich vor ein paar Tagen begonnen, radikal die Suchergebnisse durchzugehen und die Profile gezielt zu deaktivieren bzw. mich aus den Suchergebnissen da und dort rauszubekommen.

Und ich muss offen sagen, dass ich einige Überraschungen erlebt hatte. Denn fast jeder kennt diverse “Spam-Seiten”, die einfach sich irgendwelche Daten aus dem Netz saugen und gesammelt dann online stellen. Dazu gehören die automatisierten Personen-Suchmaschinen, die eine absolute Pest darstellen und das Netz und die Sichergebnisse radikal verseuchen, aber auch Portale, die einfach Webseiten-Contents abgraben. Im Normalfall scheitert man beim Austragen – denn entweder es wird Geld verlangt und man bezieht sich auf dubiose Gesetzesgebungen oder es gibt einfach keinen Kontakt, geschweige denn Impressum oder halt keine Antwort und der Server liegt in Russland oder Spanien.

Ich habe es dennoch probiert und mich bei mehr als 10 dieser Seite abgemeldet – teilweise über mühsame Ecken den Kontakt gesucht und um ein Austragen gebeten. Erstaunlicherweise hat es bei 6 der Seiten auf Anhieb geklappt, sogar mit Rückantwort und meine Daten sowie Profile sind tatsächlich entfernt worden. Ganz ehrlich – damit hätte ich nicht gerechnet. Es bleibt zwar eine Frechheit, dass man überhaupt ungefragt meine Daten zentral zusammenführt auf fremden Seiten, die mit eingeblendeter Werbung Geld verdienen – also sprich mit meinen Contents und Inhalten… aber ich fühle mich ein wenig freundlicher gestimmt, wenn man auf meine Aufforderung auch tatsächlich reagiert.

Ich werde das in den nächsten Tagen mal fortsetzen und genau schauen, was wo und wie über mich so rumschwirrt und sozusagen mein Online-Profil schärfen und “kompaktieren”. Nur die allseits bekannten Personensuchmaschinen, auf die ich echt sauer bin und die zum Teil falsche Daten anzeigen, werde ich mir extra vorknöpfen. Denn ich persönlich gebe Google den Zugriff, ja (ansonsten sperre ich den Suchrobot), und damit die Zustimmung zur Erfassung meiner Contents – das habe ich den anderen aber nicht eingeräumt bzw. wurde ich auch nicht danach gefragt. Und das geht so nicht.

Aber zumindest als erstes Fazit – man kann sich da und dort doch austragen, sogar auf den düstersten Spam-vollgestopft-Webseiten… zumindest manchmal.

Blosxom – Remake

Es scheint ein wenig Fahrt in die Blosxom-Geschichte zu kommen und es beginnen bereits da und dort diverse Überlegungen, wie man das Ganze angehen sollte… mal meinen Senf.

Blosxom :: the zen of blogging – steht für minimalistisches Bloggen und ist meiner Meinung nach der ganz große, fette Bonuspunkt mit dem man müde WordPress-User und Co. am besten auch ansprechen und neugierig machen kann.

Ein Remake und Relaunch von Blosxom birgt etliche Gefahren, die bei fast allen der neuen “kleinen” Blog-Engines in den letzten 3~4 Jahren passiert ist – sie wollten dann doch alle zu viel… und eines Tages dann war es ein fettes, vollgestopftes Ding und man hatte erst recht wieder das, was man eigentlich nicht wollte. Wenn man sich den Ursprung von WordPress, Joomla (Mambo) anschaut oder anderen – die ersten Versionen und dann heute die Erschlag-mich-mit-Millionen-Funktionen-Versionen vergleicht, weiß man wie schnell das geht.

Deswegen hier mein Input an die Profis als ehemaliger Hard-Core WordPress-, Symphony-, Redaxo- (die haben aber die Kurve wieder gepackt), Joomla-, Serendipity-, Textpattern- und Co.-User.

Meine Ideen für einen neuen Blosxom-Core sind:

Das “Zen” erhalten.

Blosxom sollte auf jeden Fall weiterhin so ‘minimalistisch & klein’ bleiben wie es ist (es waren mal 500 Zeilen oder so), um nicht WordPress nach zu hecheln oder so wie andere CMS eines Tages plötzlich doch wieder wieder alles bieten zu wollen, überladen zu sein und dutzende Dateien und Include-Files mitzuschleppen.

Blosxom sollte also ein Kompetitor der ‘anderen Art’ bleiben, da genau der Minimalismus (nur ein kleines Script, solide Textfiles als Content-Träger,…) der große Bonus ist, mit dem es heutzutage gegenüber den Full-Feature-Engines wieder stark punkten kann – und sich von anderen Blog-Engines und CMS deutlich unterscheidet und damit hervorsticht.

Sonst entsteht schnell ‘nur’ eine Art von MT, Melody, Symphony CMS oder Redaxo ~”Light” Version- damit zu punkten wird einerseits heute schwierig sein und ist zudem auch eine Frage der Sinnhaftigkeit und Brauchbarkeit (siehe Remake Melody = MT, da kann man eher dort ansetzen).

Eine Datenbank-Anbindung sollte auf jeden Fall optional bleiben, da die Nicht-Anbindung an DB’s ebenfalls einer der großen und angenehmen Bonuspunkte bei Blosxom ist, auch Mini-Bonus gegenüber Moveable Type und auch zB. neue WordPress-Aussteiger oftmals anspricht und es dadurch auch bis heute ohne große wiederkehrende Updates und Anpassungen lauffähig geblieben ist – auch Versionen aus 2003 laufen problemlos.

Denn – es gibt nichts nerverendes für einen User als eine Meldung zu lesen alias “Es wird mindestens MySQL 4.5 benötigt, ihre Version ist jedoch 4.0.”. Außerdem bleibt es damit portabel – ein Blogumzug benötigt keine Datenbank-Einspielungen und Dumps, sondern nur ein FTP-Copy&Past – ist also für jeden kleinen User ‘beherrschbar’.

Zudem läuft es auch weiterhin auf jedem kleinen No-Name-Provider, unabhängig von MySQL-Versionen/Updates, Provider-Einstellungen, Hacks und Co – zumindest bei meinen Tests mit mehr als 6 verschiedenen Providern (Webspaces).

Wenn man also das “Zen” erhalten kann, dann kann man Modern Blosxom heute gut verbreiten und problemlos argumentieren auf die Frage “Was, noch eine der üblichen, alternativen Light-Blog-Engines? Gähn.”

Die Installation für DAUs sollte im Idealfall alias “Drag and Drop” möglich sein, ohne dass er extra DBs einrichten muss oder sowas kennen sollte. Solange er etwas per FTP hochladen kann, weiß was eine Textdatei ist – geschafft.

Fein wäre es, Zusätze wie Kommentare, Online-Administration/Editor und Co. als unabhängige Module bzw. Plugins einzuhängen, um den Main-Core von Blosxom selber immer so extrem schlank, unabhängig und überschaubar zu halten – und man damit den Update-Zyklus auch punktuell auf die Module selber beschränkt.

Als bildliches Beispiel: User sollten sich ähnlich wie bei diversen Linux-Distributionen sich ihr Wunschpaket bzw. Umfang zusammenstellen können. Lauffähig muss es aber auch so wie Blosxom jetzt mit einer Datei sein.

Ein Online-Texteditor (vermutlich unablässig für die Masse). Meine persönliche Bevorzugung wäre eine Formatierung mit einem Markdown- oder Textile-Editor, das hat sich zumindest in meinem Umkreis am besten integriert und lässt alles sauber – und läuft solide. Diverse klassische Full-WYSIWYG-Editoren richten nämlich in den falschen User-Händen noch immer katastrophale Ergebnisse an und hinterlassen Formatierungs-Code-Leichen je nach Browser und Version. Stichwort Validation und Einfachkeit – und meine Erfahrung nach ~10 Jahren Webseiten erstellen und betreuen.

Kommentare. Die sind ein schwieriges Thema, da immer recht umfangreich – es wird eine Administration, Email-Benachrichtigung, Freischaltung, Spamschutz in mindestens zwei Stufen und so weiter benötigt, sicher muss es auch sein… Bei anderen ‘kleinen’ CMS ist das nämlich immer einer der Punkte die dann dauerhaft auf ‘wackligen’ Beinen stehen und nie so richtig klappen oder nicht die Features bieten wie bei WP (Trackbacks, FB-Integration, Auto-Login via OpenID-, FB-, Twitter-, Google-Account und Co. lassen grüßen). Heute mag sich keiner mehr extra wo neu registrieren oder einloggen – rechtlich muss man es aber als Blogbetreiber einfordern, sonst folgt die Abmahnung.

Die Kommentar-Funktion sollte also vielleicht wie ein eigener, zusätzlicher und vollständig unabhängiger Core mit einzelnen Modulen gehandhabt werden – auch hier um Update-Zyklen/Umfänge beim Main-Core von Blosxom beschränkt zu halten. Wer mag, kann auch Disqus und Co. verwenden alternativ (das ist recht praktisch für WordPress-Umsteiger, die ihre Kommentare mitziehen wollen – Export/Import lässt grüßen).

Wünschenswert wäre damit eigentlich:

-) Weiterhin eine kleine Mini-Datei mit der man minimalistisch Bloggen kann und die aber kein Perl-Klon vom PHP SNEWS-CMS und Co. ist.

-) Bloggen mit Textdateien. Der Bonus.

-) Kategorien weiterhin in Folder-Struktur.

-) Ein simpler Online-Editor zum anlegen von Textdateien mit Markdown oder Textile.

-) Eine rudimentäre Upload-Funktion von Bildern mit Anpassung der Größe (resize).

-) Archiv-Funktion bzw. Liste

-) Erstellung von statischen HTML-Dateien, solange Textfiles als deren Basis erhalten bleiben

-) Die geringsten technischen Anforderungen an einen Webspace/Provider und User überhaupt.

-) Weiterhin ein simples HTML-Template-System, wo man jedes x-beliebige CSS-Free-Template in wenigen Handgriffen ohne große HTML-Kenntnisse anpassen kann.

-) Entwicklung von simplen Desktop/Android/iPhone-Editoren, die nichts anderes tun, als Textdatei schreiben ermöglichen/erstellen und in gewünschten Ordner am Server hochladen.

Und im Idealfall… wird Blosxom nicht größer und umfangreicher als die alten Versionen, sondern nur flexibler. Auch ein Grund, warum ich das Archiv auf [Muli.cc](http://muli.cc) überarbeiten werde und nur die wichtigsten hervorhebe. Blosxom steht für minimalstes, einfachstes und schnellstes Bloggen… bzw. sollte stehen. Bei richtiger “Promotion” und Unterstreichung dieser Punkte kann man sicherlich auch mit genau den “eingeschränkten” Funktionen am meisten Punkten.

Die User sehnen sich wieder nach Einfachkeit, Überschaubarkeit und dem “simple Zen-Lifestyle”. Nicht umsonst heißt es: Less is more!

(Alle anderen sollen zu WordPress, MT, Textpattern, GetSimple XML und Co. gehen. :) Schade, dass ich nicht PERL programmieren kann – ich hätte sowas wie Blosxom schon vor vielen Jahren und vermutlich noch kleiner, minimaler programmiert. Und es dann “Zen Muli” genannt. :D

Blosxom – Relaunched

Wie ihr ja bereits wisst, verwende ich Blosxom für diesen Blog – dieses ältere, kleine, unscheinbare Perl-Skript. I love it, aber es hat ein “kleines” Problem… denn das Projekt und dessen Entwicklung ist irgendwie tot und praktisch eingeschlafen. Zeit, das zu ändern!

Nachdem treue Leser wissen, dass ich beim Aufbau des Blogs hier damalig immer wieder daran gescheitert bin, dass die meisten Seiten rund um Blosxom mit Infos, Plugins und Co. einfach tot, nicht erreichbar oder gar dessen Entwickler verstorben sind – und hunderte Links einfach ins Leere laufen, falsch oder unvollständig sind – oder die Infos und Tutorials zum Teil aus dem Jahr 2003 stammen und sich keiner mehr um die Aktualisierung kümmert, habe ich kurzerhand Douglas von der “Unofficial Blosxom User Group” vor einiger Zeit kontaktiert und angeboten, dass große Plugin-Archiv meinerseits als Spiegelung zu hosten.

Denn das originale Archiv hat regelmäßig mit Ausfällen bei der Erreichbarkeit zu kämpfen, es platzt fast vor Spam-Kommentaren und wird seit 2008 nicht mehr gepflegt – schade, denn es ist trotz der aktiven SourceForge und Co.-Gruppe noch immer irgendwie eine zentrale Anlaufstelle. Und Douglas hat zu der Idee “Ja” gesagt, denn er möchte seine Seite sowieso demnächst abdrehen – und damit freue ich mich, Euch ein wenig vorab den Relaunch des Archivs präsentieren zu dürfen.

Heute Nacht habe ich die Spiegelung der Plugins und anderen Downloads von der originalen Seite abgeschlossen und alles – natürlich noch sehr roh und unfertig – auf http://muli.cc online gestellt. Da meine Zeit begrenzt ist, wird es nur in kleinem Maße da und dort schrittweise Updates geben und somit etwas dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Aber zukünftig wird es dann ein durchsuchbares Archiv, kurze Tutorials und die wichtigsten Fragen & Antworten dort geben sowie einige HTML/CSS-Templates für Anfänger.

Da ich selber kein Perl-Programmierer bin, auch kaum einen Schimmer davon habe und auch definitiv nicht vorhabe, mich darin mehr zu vertiefen – auch weder Zeit noch Energie dazu habe, bleibt die laufende Entwicklung, Programmierung und Erweiterung sowie die technische Ausführung weiterhin bei den aktiven Entwicklern bzw. Programmierer auf SourceForge, während ich nur die Infos “zentralisiere” und versuche, dem Ganzen ein wenig mehr “aktiven Lebens-Glanz” zu verpassen – und damit wieder die Neugierde auch bei DAU-Usern wecken will.

Und auch zeigen, dass Blosxom-Blogs nicht alle wie aus dem Jahr 2003 ausschauen müssen. Accessibility und andere Argumente, die ich schon mal als Begründung hören musste, sind heute nicht mehr ans Design gebunden – für diesen Kenntnisstand bin ich nach ein paar Jahren als Webredakteur bei einer internationalen NGO mit Schwerpunkt Blindheit mehr als genug vertraut und kann daraus schöpfen. Heißt aber auch, dass die neue Seite noch adaptiert werden muss – aber gut Ding will Weile.

Zur Frage, warum nicht die bestehenden Seite von Blosxom zu adaptieren oder dort zu aktualisieren – ganz einfach… entweder es fehlen die Ansprechpartner, sind nicht auffindbar oder vorhanden oder sie liegt im Rahmen von SourceForge, wo ich jedoch die Erfahrung gemacht habe, dass solche Seite von DAU-Usern eher aus unerfindlichen Gründen umgangen werden – und ich auch der Meinung bin, dass dort zudem sowieso eher der technische Schwerpunkt präsentiert werden sollte, aber nicht der breite Massen-Blabla-Quatsch.

Sagen wir also vereinfacht – Muli.cc ist zukünftig die billige, platte Allerwelts-Popmusik-Radio-Variante, während SourceForge und Co. das gehobene Klassisches-Orchester-Ensemble verkörpern.

Ich bin auch sehr entspannt mittlerweile bei solchen Dingen, lieber am Tag nur noch 10 Minuten investieren und dafür Sonne genießen, als stundenlang rumschuften und dann frustriert sein. Das funktioniert, bis auf kleine organisatorische Fehltritte, immer besser. Ein Ergebnis kommt so oder so raus – und bei Blosxom, dass seit 2003 und länger schon “herumschwirrt” kommt es auf ein paar Wochen oder Monate auch nicht mehr an. Außer “tot” sein, kann nicht viel passieren. Irgendwie hat die Spiegelung gerade was von einem Retro-Archiv – als würde ich alte Amiga und Atari-Spiele hosten… :D

We are humans

Nachdem ja die meisten meiner Leser eher aus dem “Ich bin kein IT-Freak”-Eck kommen und ihre Zeit deshalb auch nicht so wie ich völlig unnötig vor ein paar leuchtenden Bits und Bytes versumpern, habe ich mir gedacht, helfe ich ein wenig nach, um Euch ebenfalls auf die dunkle und einsame Seite der Macht zu ziehen.

Ich weiß es leider selber nicht mehr genau, denn diese Blogeinträge sind hier nicht mehr archiviert worden meinerseits, aber ich habe vor vermutlich 3 Jahren – oder noch länger – einmal über die Idee sinniert, wie man das weltweite Netz noch stärker miteinander verknüpfen kann. Und dabei eine Idee mit Textdateien gehabt – so simple Dateien, in denen ein paar Basis-Infos enthalten sind und die man als etablierter Standard überall verwerten, auslesen und so weiter kann. Nun – ich Gegensatz zu meiner Fauligkeit, haben sich ein paar Leute ebenso dieser Idee näher gewimdet und so entstand das Projekt Humans.txt – We are People, not Machines.

Die Idee ist ziemlich simpel und einfach – im Hauptverzeichnis einer Webseite legt man eine einfache Text-Datei ab – humans.txt. Darin enthalten sind die Namen, der jeweiligen an der Seite beteiligten Personen sowie sonstige Shortcuts. Es erinnert ein wenig an die Meta-Daten bei Webseiten im Header-Bereich. So weit so gut – in der Textdatei sind diverse (noch nicht vollständig standardisierte) Shortcuts wie “Name, Location, usw…” enthalten. Leicht lesbar – für Menschen als auch Maschinen. Die genauen und näheren Hintergründe rund um diese Idee finden sich auf der Webseite.

Was bringts – das ist die große Frage, die bereits jetzt eifrig diskutiert wird. Ich denke – oder zumindest wenn ich an meine Idee zurückdenke vor vielen jahren – dass eine standardisierte “Visitenkarte” bei Webseiten prinzipiell keine schlechte Idee ist. Es gibt ja Vcards und dergleichen, aber genauso bunt und vielfältig wie Webseiten sind, genauso bunt und vielfältig sind Namen, Kontaktdaten und Co. auf den Webseiten eingebaut, versteckt oder auch vergessen worden. Ich sehe es also nicht als Ersatz für die Kontakt-Seite oder ein Impressum an, sondern als eine – vielleicht, sofern sich das Projekt durchsetzen sollte – standardisierte Kontakt-Datei für Webseiten. Man weiß dann sofort bei jeder Seite, wer für die Webseite zuständig ist. Immer – die Infos befinden sich eben in dieser humans.txt-Datei.

Sollte sich dieses bis dato noch sehr kleine und eher unbekannte Projekt durchsetzen und standardisieren, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Browser-Addons, Plugins und Co. entstehen und auch Suchmaschinen sich dieser Idee annehmen… und vielleicht sogar auch Browser-Hersteller selbst – wo es dann die Möglichkeit gibt, egal auf welcher Webseite und jeweiligen Page man ist, mittels Knopfdruck im Browser die Kontakt-Datei aufzurufen. Hätte und könnte also schon Sinn machen und vieles vereinfachen. Ich öffne lieber auf Knopfdruck diese Datei als eine Seite mit tausenden Footer-Leisten und Sub-Pages mich nach dem Verantwortlichen zu hangeln.

Ich habe meine Muli-Blog-Seite hier ebenfalls bei Humans.txt eingetragen und nehme an dem Projekt teil. Ein Shortcut zu meiner Datei findet ihr links unter der Seitenleiste. Und wer mitmachen mag – los geht’s. Das ganze kann schnell wieder einschlafen, aber es könnte auch eines Tages ein netter Standard werden. Und zudem – es sind ja Textdateien…. mhhhhhh!!!!! Love it!

PS: Datenschutz – einerseits wird kritisiert, dass man besser Webseiten selber so gestalten soll, dass man die Infos schnell findet und man deswegen auf so eine Idee verzichten soll (also sprich dort Standardisieren) – andererseits fällt schnell das Stichwort Datenschutz und Mißbrauch und Verknpüfung solcher Daten. Also was jetzt? Soll man die Konakt-Daten nun schnell finden können oder möchte man sie doch versteckt haben? Ich denke, solange es bei einem freiwilligen Standard bleibt mit dieser Datei und ein zusätzliches Service ist… why not?