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	<description>Muli.nl - Leben, Gedanken und sowas. Aus Wien von Emanuel Sprosec.</description>
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		<title>Montag</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 02:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[War kein guter Tag. Kurzfassung &#8211; in der Früh recht hektisch wegen Besorgungen, Post, der gesamte Abfluss der Wohnung hat sich auch verabschiedet, Wasser schöpfen, also Installateur checken &#8211; der war recht schnell da, trotz halber Stunde Verspätung, der Arme hat aber allerdings geschuftet, geschwitzt und geflucht und auch eher nur zufällig dann auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>War kein guter Tag. Kurzfassung &#8211; in der Früh recht hektisch wegen Besorgungen, Post, der gesamte Abfluss der Wohnung hat sich auch verabschiedet, Wasser schöpfen, also Installateur checken &#8211; der war recht schnell da, trotz halber Stunde Verspätung, der Arme hat aber allerdings geschuftet, geschwitzt und geflucht und auch eher nur zufällig dann auf den 9. Anhieb das Problem gelöst, viel Dreck und Wasser überall. Dann war noch ein Gotchi-Ausflug geplant, nichts geworden &#8211; denn nicht nur zu spät dran und Bus versäumt, sondern auch noch ein ausgelaufener Saft im Supermarkt, der sich über die Hose verteilte. Zuhause wieder dann beinahe den kleinen Zeh an der Bettkante gebrochen, hinter der Waschmaschine stundenlang eine Schere hervor gefrimmelt und eine schlaflose Nacht jetzt auch noch dazu. Was für ein Tag.</p>
<p>Dienstag. 4 Uhr in der Früh. Ich bin gespannt, was der heutige Tag bringt.</p>
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		<title>Retro: Blosxom Lebenszeichen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 04:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blosxom]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende gab es eine kleine und sehr erfreuliche Begebenheit, denn Eric, der gemütlich im Norden von Frankreich wohnt und mit dem ich gemeinsam auf Facebook eine kleine, völlig verschlafene 4-Personen-Fan-Gruppe zu der Retro-Blog-Engine Blosxom voriges Jahr erstellt habe, meldete sich mit einem neuen Impuls bei mir. Er hatte bereits vor vielen Jahren für sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende gab es eine kleine und sehr erfreuliche Begebenheit, denn Eric, der gemütlich im Norden von Frankreich wohnt und mit dem ich gemeinsam auf Facebook eine kleine, völlig verschlafene 4-Personen-Fan-Gruppe zu der Retro-Blog-Engine Blosxom voriges Jahr erstellt habe, meldete sich mit einem neuen Impuls bei mir. Er hatte bereits vor vielen Jahren für sich ein kleines Backend, damals in VB6, für Blosxom geschrieben und hat nun aber beschlossen, dieses &#8220;Tool&#8221; als OpenSource zu releasen. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/believekevin/4400678220/" title="best arcade players von believekevin bei Flickr"><img src="http://farm3.staticflickr.com/2715/4400678220_80a2689127_b.jpg" width="1024" height="791" alt="best arcade players"></a><br />
<small>(Foto via <a href="http://ascii.textfiles.com/archives/1442">Textfiles.com</a>: &#8216;Best Arcade Players&#8217; Life magazine, 8. November 1982, Iowa)</small></p>
<p>Es wird zwar noch einige Zeit dauern, aber es gibt ein paar konkrete Überlegungen und eine Mini-Mini-Roadmap dazu&#8230; nach seinem Release werde ich das Ganze dann auf <a href="http://muli.cc">Muli.cc</a> featuren und vielleicht damit ein kleines, anregendes Lebenszeichen an die restliche Developer-Community senden &#8211; sofern da noch welche übrig sind. Man darf es nicht wortwörtlich nehmen, aber die stirbt nun mal zusehends aus und die Wenigen, die es noch gibt, sind vor allem im asiatischen Raum aktiv, aber auch hier eher als Einzelgänger. </p>
<p><span id="more-4029"></span></p>
<p>Das Backend ermöglicht ein leichteres Verfassen von Beträgen und nimmt einige Arbeitsschritte ab &#8211; zwar lässt sich unter Linux das ebenso relativ leicht umsetzen mit ein paar Zeilen Code, aber unter Windows sind User gerne schöne Fenster und Felder gewöhnt, die man ausfüllen kann&#8230; warum ihnen also nicht entgegen kommen? Auch werde ich die Muli-Blosxom-Seite neu gestalten und die Inhalte sowie Plugin-Sammlung überarbeiten im Laufe des Sommers &#8211; und sei es aus reiner Nostalgie. </p>
<p>Für all jene übrigens, die gerade null Plan haben, was ich da so vor mich fasle, noch einmal ein kurzer Einblick&#8230; eines der ersten &#8220;Tools&#8221; anno dazumal um online zu Bloggen war &#8220;<a href="http://www.blosxom.com/">Blosxom</a>&#8220;. Das ist einfach ein kleines Skript in der Programmiersprache Perl. Dieses kleine Skript hat man einfach auf seinen Webserver hochgeladen &#8211; und konnte danach mit jedem einfachen und simplen Texteditor Blogeinträge schreiben&#8230; diese Textdateien musste man nur mehr zum Skript dazu hochladen und schon hatte man für alle sichtbar im Internet ein Online-Tagebuch &#8211; man würde heute eben auch Blog dazu sagen. </p>
<p>Das Ganze ist schon mehr als ein Jahrzehnt her und somit eigentlich so was wie &#8220;Retro-Zeugs&#8221; von damals und heute kaum noch in Verwendung &#8211; ausgenommen einiger, treuer und immer weniger werdenden Anhänger, die ihre Blogs damit noch betreiben. Somit ist das Ganze eigentlich eher als tot anzusehen, dabei würde Blosxom sehr wohl heute wieder gute Chancen haben&#8230; Kleine Blogs lassen sich damit schnell und unkompliziert ermöglichen, da weder Datenbanken noch dergleichen dazu benötigt werden. Hat sozusagen so einen &#8220;Take away and copy &#038; past&#8221;-Style. Die heutige Generation an modernen Servern kommt auch mit großen Mengen an Textdateien (Flatfiles) nun völlig problemlos zurecht und in Zeiten, wo neue Geräte wie Tablets und Micro-Computer sowie Cloud-Daten-Netzwerken die eigene Festplattengrößen wieder reduzieren, machen einfache sympathische Textdateien nun wieder einen Hauch mehr Sinn.</p>
<p>Zudem habe ich von Douglas aus den Vereinigten Staaten voriges Jahr seine inoffizielle Gruppe und Sammlung an Plugins zu Blosxom <a href="http://muli.cc/about.html">übernommen</a>, welche ich eben unter Muli.cc hoste. Bis heute gibt es täglich Zugriffe darauf und beinahe jeden Tag werden Plugins herunter geladen &#8211; es scheint also einen kleinen Bedarf zu geben.</p>
<p>Einzig &#8211; Blosxom hat nur eine Chance zu einem &#8220;Reborn&#8221;, wenn eine eventuelle Neuauflage eines Tages genauso klein bleibt, wie das Skript aktuell ist, weiterhin keine besonderen Abhängigkeiten hat und &#8211; jetzt kommt der eventuelle Todesstoß &#8211; es Apps für Android-Geräte, iPhones, iPads sowie Windows-Tablets gibt. Ohne die ist es sinnlos. Sogar ich schreibe schon die Hälfte der Beiträge am Handy mittels der Klapp-Tastatur und via einer App für diesen Blog hier&#8230; ohne so einer Weiterentwicklung ist Blosxom verloren&#8230; immerhin gibt es also noch jemanden wie Eric, die aktiv es tun. Andere Ansätze und Neuauflagen sind zwischenzeitlich wieder im Sand verlaufen.</p>
<p>PS: das Bild hat übrigens gar nix mit Blosxom zu tun, aber der Retro-Touch, den es ausströmt, passt irgendwie gut zu dem Projekt und dem Gedanken. So könnte es nämlich mal wieder werden&#8230; ein neuer Retro-Lifestyle mit Blosxom.</p>
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		<title>Verlorene Dokumentation</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 06:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Das wird jetzt einer dieser altvaterischen Einträge, die nur solche Blogger schreiben können, die ständig jammern, dass ja alles früher besser war und so. Ich weiß. Man sollte immer nach vorne schauen und es tun sich ja auch immer wieder neue, andere Chancen auf, aber ich sudere jetzt trotzdem mal ein bissl rum und schwelge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wird jetzt einer dieser altvaterischen Einträge, die nur solche Blogger schreiben können, die ständig jammern, dass ja alles früher besser war und so. Ich weiß. Man sollte immer nach vorne schauen und es tun sich ja auch immer wieder neue, andere Chancen auf, aber ich sudere jetzt trotzdem mal ein bissl rum und schwelge in der unnützen Nostalgie.</p>
<p>Und zwar darüber, dass das Zeitalter der Naturdokus immer mehr und mehr verschwindet. Und nein, ich meine damit jetzt nicht die quietschbunten und Action-geladenen Reality-TV-Doku-Serien, wo ein begnadeter Selbstdarsteller der Spannung wegen Spinnen futtert oder sich in Mäusekot suhlt&#8230; sondern &#8211; Achtung, jetzt kommt ein echt hartes, grausames Wort, also besser die Augen zu machen &#8211; Dokus, die noch etwas von &#8220;Bildung&#8221; in sich tragen. Jaja, Bildung. Kennt das Wort noch jemand? Bissl verstaubt ist es ja tatsächlich. Also solche Dokus, die ernsthafteres und vor allem detaillierteres Wissen verbreiten. Starker Tobak, ich geb&#8217;s ja zu &#8211; klingt schon langweilig, wenn man es hier nur so liest.</p>
<p>Wer von den alten Semestern unter Euch kann sich noch so an Filme beziehungsweise Serien wie &#8220;Werner Fend &#8211; Mein Dschungelbuch&#8221; oder die Nachmittags-ORF-Sendung mit Konrad Lorenz und seiner Graugans erinnern? Oder an einen der Klassiker wie &#8220;Paradies der Tiere&#8221;? Kaum noch jemand, oder? Es hat sich wirklich viel geändert.</p>
<p><span id="more-4025"></span></p>
<p><iframe width="780" height="559" src="http://www.youtube.com/embed/IA91i-UrgTQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zappt man sich heute durch die elektronische TV-Landschaft, dann ist das Zeitalter der Tier- und Pflanzen-Dokus deutlich und merkbar stark zurück gegangen. Es gibt kaum noch ausführliche Sendungen zu diesen Themen, die meisten beschränken sich auf einen kurzen Überblick, verpacken alles in spektakuläre Luftaufnahmen, Zeitraffer-Effekte und dergleichen, picken sich die visuell stärksten Szenen raus und kreieren aus diesen Elementen dann ein leichtes, süßes Schmankerl, das dann leicht im Gehirn liegt und sich genauso schnell wieder abbaut. Der Informationsgehalt ist irgendwie bei beinahe null mittlerweile &#8211; und hat auch diesen Tenor &#8220;weil man eh schon alles weiß&#8221; in sich. </p>
<p>Die inhaltlich billigen Plastik-TV-Produktionen mit selbsternannten Stars, die in Australien, Afrika und Südamerika gegen Asseln, Rochen, Spinnen, Muränen oder sonstige Dinge kämpfen und die Hälfte davon &#8211; natürlich mit Detailaufnahmen und ekel-verzerrten Gesichtern &#8211; dann mal eben weg futtern, sind weder eine Alternative, noch ein Ersatz &#8211; und bieten pro Tier oder Pflanze vielleicht 2 oder 3 Merkmale und aus. Das war es. Zu lernen gibt es da nicht mehr, als in einem Bilderbuch für Kinder.</p>
<p>Ungefähr so, wie wenn ich mit einer Menschengruppe vor einer Kuh stehe und erkläre &#8220;Das ist eine Kuh, lebt hier auf einer Wiese und frisst Gras. Man kann sie essen und melken. Sie haben mehrere Mägen. Man hält sie in Herden&#8221;. Und fertig. Das Tragische daran ist, dass speziell die jüngeren Zuseher &#8211; sofern sie so was überhaupt noch schauen &#8211; denken, dass diese Information tatsächlich ausreicht und das Ding (Tier oder Pflanze) damit sozusagen geistig und gedanklich abhaken. Kenne ich, schon mal gesehen, schon mal gehört, weiß eh alles &#8211; passt. </p>
<p>Meiner Meinung nach eine gefährliche Entwicklung, speziell in einer Natur, die extrem komplex aufgebaut ist &#8211; aber auf der anderen Seite muss man auch ehrlich sein&#8230; die Zeit ist tatsächlich einfach vorbei. Oder würde sich jemand heute tatsächlich freiwillig eine zweieinhalbstündige Doku über den Zitronenfalter und seine Ernährungsweise anschauen? Wohl kaum. Weder die Nerven noch das Interesse wäre bei den Meisten dazu da. Nicht mal bei mir im Großen und Ganzen, was mich selber ein wenig traurig stimmt.</p>
<p>Zwar kann man sich heute mit Wikipedia und Co. recht gut aushelfen, aber dieses elektronische Wissen setzt noch viel mehr und stärker voraus, dass man selber aktiv sich hinsetzt und &#8220;liest&#8221;. Und da Lesen bei den Jüngeren sowieso out ist und zudem Infos, die nicht im Zeitstream der Facebook-News oder auf Twitter auftauchen, sowieso kaum wahrgenommen werden, entstehen immer größere Defizite &#8211; was das Ganze immer weiter und weiter voran treibt.</p>
<p>Ich habe übrigens den oberen Block schon vor ein paar Tagen geschrieben gehabt, irgendwann mal zwischendurch und nebenbei &#8211; trifft sich aber gut, denn zufällig ist dieser Beitrag zwischenzeitlich aufgetaucht &#8220;<a href="http://oesterreich.orf.at/stories/2533156/">Bio vom Weg abgekommen</a>&#8220;. Auch wenn man einem Lampert und seiner ebenfalls kommerzielle Schiene immer vorsichtig gegenüberstehen muss, hat er in diesen Punkten recht. </p>
<p>Dieses ganze &#8220;Bio&#8221;-Zeugs und der unglückliche Umstand, dass der Begriff für die Vermarktung komplett ausgeschlachtet wurde in den letzten Jahren, hat die Sichtweisen vollständig verschoben. Wir sehen eine großes Plantagen-Gebiet, hören und sehen dazu das Schlagwort &#8220;Bio&#8221; im TV (sonnengereifte Früchte, ganz biologisch, usw&#8230;.) und speichern dann das auch so ab. Die Älteren wissen es besser, aber die Jugend und Kinder nicht. Für die wird recht bald eine Mono-Kultur, eine Massen-Plantage und kleine Hühnerkäfige mit 1m² &#8220;Auslauf-Zone&#8221; als voll-bio angesehen und eine natürlich, gesunde Form in ihren Augen darstellen Welches Zukunftsbild daraus entsteht, kann man sich anhand dessen gut ausmalen.</p>
<p>Aber ich drifte schon wieder ab &#8211; zurück zu den verlorenen Dokus. Mir ist bewusst, dass es in den damaligen Dokumentationen und Filmen haufenweise noch viele Wissenslücken oder auch ganz andere Auffassungen gab, natürlich ebenso vieles vereinfacht dargestellt wurde &#8211; also war auch nicht alles ganz perfekt und toll &#8211; und heutzutage für diese Dinge natürlich ebenso kein Budget mehr vorhanden ist, ebenso wenig wie die notwendigen Zuschauerquoten. Es ist das Zeitalter vorbei.</p>
<p>Speziell eine z.B. Doku über die heimische Pflanzenwelt in Österreich würde bei ca. 98% der Zuseher ein sofortiges Gähnen auslösen, als unnötig abgetan und &#8220;urfad, da schlafe ich ja schon bei der Vorschau ein&#8221;. Geht man aber jedoch mal in einer einigermaßen intakten Natur durch eine kräftig bewachsene Wiese und schaut sich mal ganz genau an, wie viele unterschiedliche Pflanzen es gibt,  wie viele Insekten sich alleine auf 10cm² finden und so weiter, dann ist es leichter verständlich, dass es da unglaublich viel zu entdecken gibt. Auch wenn vieles davon sowieso schon in Sammlungen, Schriften und wissenschaftlichen Unterlagen abgelegt wurde&#8230; aber diese Ansicht oder Neugierde gibt es eben kaum noch. </p>
<p>Hauptsache man hat eine Bio-Orange oder Bio-Apfel in der Hand. Letztens übrigens einen Sack Blumenerde im Supermarkt gesehen, mit der Aufschrift &#8220;Echte Bio-Erde!&#8221;&#8230; das muss man sich erst mal vorstellen. Vor zehn Jahren hätte ich über so was laut gelacht.</p>
<p>Es gibt von Konrad Lorenz ein sehr schönes, ruhiges und angenehm zu lesendes Buch &#8220;Das Jahr der Graugans&#8221;, ein äußerlich vielleicht eher fad wirkendes Buch und man müsste sicherlich die ersten Seiten als Uninteressierter mit Vorsatz lesen, aber im Gesamten dann ein sehr schöner, feiner, nicht zu wissenschaftlicher Eindruck und Einblick in das Leben einer Graugans-Gruppe. Von der Geburt von Nachwuchs, die ersten Flugversuche und diverse soziale Begebenheiten. Leichte Kost &#8211; und man bekommt ein wenig Gefühl und Interesse vermittelt &#8211; nicht nur alleine durch die schön beschriebene Gegend (Oberösterreich).</p>
<p>Ebenso das humorvolle und sehr amüsante Buch &#8220;Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen&#8221; &#8211; mein absoluter Lese-Tipp bis heute, um bei jemanden ein wenig Spass und Interesse an Tieren und der Wissenschaft zu wecken. Werner Fends Dschungeltagebuch im TV wäre ebenso ein guter Genuss, im Gegensatz zu Büchern muss man da nichts lesen, aber wie gesagt&#8230; diese Ära ist vorbei. </p>
<p>Ebenso ist die &#8220;einfache Naturkunde&#8221; verloren gegangen. Was ich damit meine? Wenn jemand heute von Wissenschaft, Natur und Forschung spricht, dann denkt man fast automatisch an computergestützte Analysen, Mikrobiologie, Genforschung, chemische Rezeptoren, Neuronen-Netzwerke und so weiter. Ja, schön &#8211; die Zukunft und so soll es auch sein und sie wird neue spannende Möglichkeiten und Chancen bieten (und kann genauso spannend und interessant sein)&#8230; </p>
<p>Aber wenn man dann irgendwo spazieren geht und weder man selber noch der Andere neben einem kann mehr sagen, was das für eine Pflanze ist, was für ein Schmetterling, was für ein Käfer und was für ein Strauch &#8211; in der eigenen Heimat, auf dem Boden, auf dem man aufgewachsen ist&#8230; dann beginnt mich das mittlerweile ein wenig zu schmerzen. </p>
<p>Auch wenn ich selber wieder immensen Aufholbedarf und viel an Erlerntem von früher fast vollständig vergessen habe, weiß ich auch&#8230; im Großen und Ganzen sind es alles bereits verlorene Dokumentationen und Wissen. Es wird verschwinden, mit ihr die bisherige Umgebung (was man nicht kennt und nicht sieht, vermisst man nicht) &#8211; und ich weiß jetzt schon: alle, die heute das belächeln, werden die Ersten sein, die dann laut schreien&#8230; weil ihr Brunnen austrocknet, der Boden zu trocken ist, die Ernte nicht mehr ertragreich genug ist, Wasser teurer wird, die Apfel- und sonstigen Bäume nicht mehr bestäubt werden und zu wenig Früchte tragen und Schädlinge mit teuren Mitteln bekämpft werden müssen. Das ist nämlich die weitere Folge, wenn man eine Generation ohne tieferes Wissen aufzieht.</p>
<p>Schade alles, aber gut &#8211; so dreht sich das Zeitgeschehen eben. Auch das muss man irgendwann akzeptieren. Es ist das Zeitalter der verlorenen Dokumentation (die absurderweise und verrückterweise umfassender und leichter zugänglich geworden ist als früher &#8211; siehe Wikipedia und Co.)&#8230;</p>
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		<title>Ach ja&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 06:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie steht diese Woche unter einem anderen Stern &#8211; und der ist völlig abseits von Computer und Co. Ich habe diese Woche zum Beispiel kaum TV geschaut (wenn ich so überlege &#8211; eigentlich gar nicht), war nur wenig online, habe kaum Mails geschrieben, wie man sieht auch kaum gebloggt &#8211; dabei gäbe es tausende Dinge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie steht diese Woche unter einem anderen Stern &#8211; und der ist völlig abseits von Computer und Co. Ich habe diese Woche zum Beispiel kaum TV geschaut (wenn ich so überlege &#8211; eigentlich gar nicht), war nur wenig online, habe kaum Mails geschrieben, wie man sieht auch kaum gebloggt &#8211; dabei gäbe es tausende Dinge, die schon darauf warten, hier veröffentlicht und eingetippt zu werden und so weiter und so fort.</p>
<p>So habe ich zum Beispiel einen halbfertigen, elendslangen Beitrag geschrieben, wie schade es ist, dass es keine Zitronenfalter-Dokus mehr gibt. Oder wiedermal einen Hunde-Ausflugs-Kino-Essen-Spaziergang-Abenteuer-Beitrag. Oder einen, der sich mit den Abgründen von Menschen und ihrer fehlenden Sozialität beschäftigt. Oder über mein minimales Wohnungsprojekt, wo ich mich gestern endlich wieder dazu aufraffen konnte. Oder über die verschwommenen, ungreifbaren Zukunftspläne. Oder über Politik und Urheberrecht. Alles liegt so halb-fertig in der Entwurfs-Liste&#8230; ich müsste sie nur noch fertig tippen.</p>
<p>Also somit ein großer ToDo-Punkt für den morgigen, freien Tag. Außerdem bastel ich gerade an einer Webseite für jemanden rum, weiters versuche ich nach wie vor, meine Computer-Organisation komplett umzugestalten, blablabla&#8230; wenn nur genug Zeit da wäre. Momentan gibt es ständig was zu tun, bin viel unterwegs und hatte außerdem etwas zu wenig Schlaf in letzter Zeit &#8211; da muss ich einiges nachholen. </p>
<p>Ob ich es je im Leben schaffe, alle Aufgaben-Punkte, die ich gerne erledigen will und möchte, abzuhaken?</p>
<p>Außerdem bin ich von unserer lieben Post (wiedermal) genervt. Ich sollte seit Donnerstag eine kleine Sendung in meinen Händen halten&#8230; tja. Heute ist Sonntag, natürlich ist es in der Zwischenzeit nicht angekommen und der Online-Tracker ist auch hilflos. Ich befürchte ja, dass das nichts mehr wird. Frust. So. Ende für heute. Morgen ist ein neuer Tag!</p>
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		<title>Gleich&#8230;.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 05:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Update]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch etwas Geduld, dann geht es hier im Blog wieder weiter &#8211; die letzten Tage waren anderweitig &#8220;belegt&#8221;. Waren jetzt eh 5 Tage Pause, das muss reichen. Aber trotzdem &#8211; ein wenig warten müsst ihr schon noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch etwas Geduld, dann geht es hier im Blog wieder weiter &#8211; die letzten Tage waren anderweitig &#8220;belegt&#8221;. Waren jetzt eh 5 Tage Pause, das muss reichen. Aber trotzdem &#8211; ein wenig warten müsst ihr schon noch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Montag-Pixel</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 09:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
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		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Diamonds Are Forever&#8221; wusste schon der gute James Bond. Und auch John Lautner, der das Elrod House, das man aus dem Bond-Streifen kennt, 1968 gebastelt hatte. Wie &#8211; ihr könnt Euch nicht mehr erinnern? Na dann schaut mal beim MC Winkel hier vorbei, der hat nämlich Bilder davon. Das zwar nur am Rande und ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Diamonds Are Forever&#8221;</em> wusste schon der gute James Bond. Und auch John Lautner, der das <em>Elrod House</em>, das man aus dem Bond-Streifen kennt, 1968 gebastelt hatte. Wie &#8211; ihr könnt Euch nicht mehr erinnern? Na dann schaut mal beim <a href="http://www.whudat.de/the-james-bond-house-in-palm-springs-as-seen-in-diamonds-are-forever-1968-15-pics-clip/">MC Winkel hier</a> vorbei, der hat nämlich Bilder davon. Das zwar nur am Rande und ohne Pixel, aber es gefällt mir!</p>
<p>Da ich ja auch überlege, was ich mir so an die Wand zuhause hängen könnte, habe ich bei <a href="http://www.langweiledich.net/">Maik</a> diese <a href="http://www.lauravidal.me/portfolio/scrambled-videogame-characters-posters">nette und feine Idee hier</a> von Laura aufgeschnappt. Klassiker-Spiele, allerdings auf ganz wenige Pixel reduziert&#8230; und dann als Poster zum Aufhängen an die Wand rausgezogen. Das wäre doch was&#8230; neutral, bunt, Retro aber recht modern. Was will man mehr?</p>
<p>Invader? Sagt das jemanden was? Und zwar im Sinne von Straßen-Kunst? Nö? Na, man könnte sagen, dass er sowas wie der britische Straßen-Künstler Bansky ist&#8230; nur das Invader statt Wandgemälden kleine Fliesen und Kacheln da und dort anklebt&#8230; mit Pixel-Grafiken. Ich bin ein absoluter Fan von so was &#8211; und deswegen gibt&#8217;s <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=gBXjpfX576w">hier ein Making-Of-Video</a>, welches ich zufällig beim <a href="http://www.andreherrmann.de/">André</a> gefunden habe.</p>
<p>Aja, du meine Güte&#8230; könnt ihr Euch noch an die ersten Handys erinnern? An diese tragbaren Telefonzellen und so? Sehr fein, ich auch &#8211; finde die noch immer super und deswegen ist <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=6g6Ky4SIdyg">dieses Video auf Youtube</a> amüsant &#8211; den es zeigt die ersten tragbaren und somit mobilen Spielekonsolen-Babys aus den Jahren 1977 bis 1997.</p>
<p>Und Geekophile Menschen, die nicht die Finger von kleinen, unschuldigen Pixelgames lassen können oder sich generell gerne im Indie-Independent-Sektor bewegen, sollten mal bei <a href="http://tiggit.net/">Tiggit</a> vorbeischauen. Sozusagen so was wie Steam, aber halt im OpenSource-Style und es finden sich nur Freegames oder Demos darin. Aktuell sogar über 300 &#8211; reicht doch, oder? </p>
<p>Passenderweise nennt sich diese Seite dann noch <a href="http://nolife-radio.com/">NoLife-Radio</a> und ist für alle jene Nerds, die so abseits des realen Lebens sind, dass sie auch nach dem Computer spielen noch immer dringend In-Game-Musik hören müssen. Kleines, feines Stream-Radio mit den Klassikern aus früheren und heutigen Games. (Ich höre gerade den SNES F-Zero-Soundtrack &#8211; yeah!)</p>
<p>Aja&#8230; zum Schluss ein &#8211; eh schon alter &#8211; Hut wieder, aber für meine treuen Computer-Abstinenz-Leser noch der kleine Easter-Egg-Tipp &#8211; wenn Euch wiedermal die Ergebnisse bei der digitalen Suche auf die Nerven gehen, dann sucht doch mal nach &#8220;<em>Zerg rush</em>&#8221; in <a href="http://www.google.at/">Google</a>. Ihr müsst nicht viel machen, nur kurz warten&#8230; und Euer Google wird mal eben aufgefuttert. Solltet ihr aber doch die elektronische Welt retten wollen, dann müsst ihr einen flinken Mausfinger haben&#8230; viel Spass!</p>
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		<title>Alle für einen, einer für&#8230;?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 18:56:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Frisch via Fefe gerade gefunden, gelesen und gedacht &#8211; wenn das, was ich da gerade lese, stimmt&#8230; tja, dann passt das Posting (Absurde Datenschutz-Diskussion) von heute, das ich eigentlich unter dem Titel &#8220;Aufgeben&#8221; veröffentlichen wollte, erst recht. Der globale Internet-Schalter ON/OFF. Er wird ist Realität. Aber lest mal selber den ganzen Text. Zur kurzen Erklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch via <em>Fefe</em> gerade gefunden, gelesen und gedacht &#8211; <em>wenn</em> das, was ich da gerade lese, stimmt&#8230; tja, dann passt das Posting (<a href="http://muli.nl/2012/05/aufgeben/">Absurde Datenschutz-Diskussion</a>) von heute, das ich eigentlich unter dem Titel &#8220;Aufgeben&#8221; veröffentlichen wollte, erst recht. Der globale Internet-Schalter ON/OFF. Er <strike>wird</strike> ist Realität.</p>
<p><img src="http://muli.nl/wp-content/uploads/watchout-800x332.jpg" alt="" title="watchout" width="800" height="332" class="aligncenter size-large wp-image-3988" /></p>
<p>Aber lest mal selber <a href="http://www.pastie.org/3867284">den ganzen Text</a>. Zur kurzen Erklärung &#8211; mit <em>Whois</em> kann man abfragen, wem ein Domain und dergleichen gehört, bei wem er läuft und all diese Dinge. Also wer steht sozusagen dahinter.</p>
<p>Versucht den Text zu verstehen &#8211; und was das bedeutet&#8230;! </p>
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		<title>Und so halt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 13:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://muli.nl/wp-content/uploads/IMG_7043_small.jpg" alt="" title="Sonne" width="780" height="505" class="aligncenter size-full wp-image-3981" /></p>
<p><img src="http://muli.nl/wp-content/uploads/IMG_7044_small.jpg" alt="" title="Berg" width="780" height="505" class="aligncenter size-full wp-image-3982" /></p>
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		<title>Absurde Datenschutz-Diskussion</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 06:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Zugegeben &#8211; man wird schon etwas müde im Laufe der Zeit. Dieses ewige Diskutieren rund um die Themen Datenschutz, Privatsphäre, ACTA, SOPA, Vorratsdatenspeicherung und so weiter&#8230; kann schon recht anstrengend und immer öfter auch hoffnungsloser werden. Alle reden davon, aber ändern tut sich nichts. Bei der Re:publica, zu der ich übrigens gerne gegangen wäre, gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben &#8211; man wird schon etwas müde im Laufe der Zeit. Dieses ewige Diskutieren rund um die Themen Datenschutz, Privatsphäre, ACTA, SOPA, Vorratsdatenspeicherung und so weiter&#8230; kann schon recht anstrengend und immer öfter auch hoffnungsloser werden. Alle reden davon, aber ändern tut sich nichts.</p>
<p>Bei der <a href="http://re-publica.de/12/">Re:publica</a>, zu der ich übrigens gerne gegangen wäre, gab es anscheinend einige Diskussionen dazu &#8211; bei der FAZ  findet man <a href="http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/computer-internet/bloggerkonferenz-re-publica-was-ist-los-mit-dem-internet-11739536.html">diesen</a> folgenden und sehr guten Einwand:</p>
<p><span id="more-3973"></span></p>
<blockquote><p>Überraschenderweise war es gerade eine Politikerin, die bei Re:publica auf das paradoxe Verhalten vieler Kritiker der großen Drei hinwies. Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die digitale Agenda, hörte nach ihrem Vortrag aus dem Publikum immer wieder den Vorwurf, dass Google und die anderen eine Monopolstellung besäßen und die Politik einschreiten müsse. Doch zur gleichen Zeit, antwortete Kroes, sehe sie überall Leute mit iPhones und iPads, die fleißig Google und Facebook benutzten. </p></blockquote>
<p>So ist es. Und es gibt noch ein anderes Absurdum &#8211; die Anonymität. Die einen wollen die völlige Freiheit, einen Platz für gesicherte Anonymität und Privatsphäre&#8230; dann gibt es aber wieder Kritiker, die genau mit dem Gegenteil das Gleiche erreichen wollen &#8211; die Klarnamen-Politik. Sprich die Anonymität im Netz soll aufgehoben werden zum Schutze der Privatsphäre &#8211; soll weiters heißen, wenn es keine &#8220;bösen, versteckten Cracker und Raubkopierer&#8221; mehr gibt, die brave, wirtschaftliche Institutionen als Vernichtungs-Ziel auserkoren haben, dann besteht eben weder Bedarf noch eine Grundlage für neue, schärferer Gesetzgebungen, ACTA&#8217;s, SOPAs und so weiter. So zumindest die Meinung der anderen Datenschützer.</p>
<p>Das Schlimme ist, dass beide Seiten recht haben. Beides stimmt und beides passt aber genauso wenig zusammen. Durch eine Gesetzlosigkeit im Netz wird man mehr und mehr versuchen die Schrauben anzuziehen, durch eine offene, transparente Netzkultur geht dafür wiederum die persönliche Freiheit ebenso verloren, ist aber geschützter. </p>
<p>Aber &#8211; es geht weiter. Sascha Lobo, der als großer Guru gehandelt wird, dem ich jedoch zeitweilig kritisch gegenüber stehe, ihm aber hier beipflichten muss, meinte <a href="http://orf.at/stories/2118404/2118408/">laut ORF</a>:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) doch auch er rief dazu auf, Inhalte auf selbst kontrollierte Seiten zu stellen: &#8220;Nur ein Blog gehört dir.&#8221; (&#8230;) Es sei Zeit für eine Renaissance von Weblogs, also Angeboten, die auf eigenen Websites laufen, nicht auf Facebook. (&#8230;) Lobo rief nicht nur Berater für Social Media dazu auf, Blogs zu empfehlen und 2012 zum Jahr der Blogs zu machen. &#8220;Überzeugt eure Familie, überzeugt eure Freunde“, denn die Inhalte auf eigenen Blogs könnten nicht so einfach verkauft werden&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Können schon, aber in der Tat &#8211; es ist nicht ganz so leicht. Man überträgt keine Rechte an den Inhalten irgendeiner privaten bzw. kommerziellen Firma &#8211; wie es zum Beispiel Facebook und Co. ist (vergessen viele). Auch ich bin der Meinung, dass Blogs eigentlich wieder eine Renaissance erleben und sie wieder mehr in den Fokus der User rücken sollten&#8230; und Social Media Kanäle eher nur zum &#8220;connecten&#8221;.</p>
<p>Nur es ist blauäugig und funktionslos in dieser Form einer Meinung. Die breite Masse ist dazu schon viel zu sehr angepasst, schafft es auch nicht zu Bloggen &#8211; in meinem direkten, unmittelbaren Freundeskreis bin ich der Einzige, der da konsequent ist &#8211; und ist mit den neuen Smartphones heute sowieso schon automatisch in die Netzwelt eingebunden. Zwar wird es, so wie immer in der Geschichte der Menschheit sicherlich wieder eines Tages eine Rückbesinnung geben, aber ich glaube auch, dass das noch lange dauern wird und es erst einen ernsthaften Knall dazu benötigt. Davon ist aber eben nichts zu sehen bisher&#8230;.</p>
<p>Zwar hat man als vielseitiger User im Netz vielleicht heute den Eindruck, dass Privatsphäre, Datenschutz und Recht und Ordnung im Netz heutzutage wieder mehr im Fokus der Medien und der Masse stehen und öfter als ernsthaftes Thema behandelt wird &#8211; aber der Augenschein trügt (wiedermal nur meiner Meinung nach) &#8211; denn in der selben Geschwindigkeit, in der wir alle über diese Themen diskutieren und Lösungen suchen, laufen wir mehr und mehr in diese Netzfalle. Neue Smartphones ohne Community-Anbindung sind undenkbar heute und so wie aktuell mal eben wieder &#8220;neue&#8221; Cloud-Dienste wie Google Drive, Microsofts Skydrive, Dropbox und Co. aus dem Boden gestampft werden, hängen sich die User sofort ein und teilen ganz praktisch ihre Daten &#8211; diskutieren aber währenddessen munter angestrengt über mögliche Folgewirkungen.</p>
<p>Ich bin also genervt. Von der zunehmenden Abstinenz an Selbstverantwortung der User, dem mangelndem Verständnis von Datenschutz und dem Abwälzen an Politik und Co.</p>
<p>Aktueller Fall gestern &#8211; ein Fotograf kommentiert auf Google+ ein Foto, findet es schön und fragt dann in den Kommentaren, &#8220;ob man das Bild eh verwenden kann&#8230; oder ist das womöglich geschützt oder so?&#8221; Lieber User &#8211; jedes Bild, das nicht anders ausgezeichnet ist oder keine Freigabe zur Verwendung seitens des Urhebers trägt, ist geschützt. Natürlich unterliegt es also einem Urheberrechtsschutz &#8211; so wie grundsätzlich alle Bilder &#8211; aber das sollte man als Fotograf doch erst recht wissen?</p>
<p>Und so ist es im Netz &#8211; alle reden und diskutieren laut, beschweren sich über das Durchleuchten und Co&#8230; und twittern dann wie verrückt von einer Re:publica und diskutieren die Themen auf Facebook. </p>
<p>Es ist absurd. </p>
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		<title>Abends&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Emanuel Sprosec</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; noch schnell ein kleines Update vor der kurzen Nacht. Die letzten zwei-drei Tage war es hier etwas still, denn ich habe neben dem langen Routine-Alltagseinsatz auch meine kleine Freizeit damit verbracht, ein Forum für eine kleine Online-Gruppe einzurichten und lange aufgeschobene Mails abzuarbeiten. Das war schon länger fällig und es tut gut, da wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; noch schnell ein kleines Update vor der kurzen Nacht. Die letzten zwei-drei Tage war es hier etwas still, denn ich habe neben dem langen Routine-Alltagseinsatz auch meine kleine Freizeit damit verbracht, ein Forum für eine kleine Online-Gruppe einzurichten und lange aufgeschobene Mails abzuarbeiten. Das war schon länger fällig und es tut gut, da wieder bei null zu sein. </p>
<p><a title="By Jason Scott [CC-BY-SA-3.0-us (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/us/deed.en)], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ACommunity_memory_terminal.jpg"><img width="782" alt="Community memory terminal" src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bf/Community_memory_terminal.jpg"/></a></p>
<p>Die Sache mit dem Forum passt amüsanterweise recht gut zu einer aktuellen Begebenheit&#8230; treue Leser hier kennen mittlerweile sicherlich das <a href="http://textfiles.com">Textfile-Archiv</a> von Jason Scott und unter anderem gibt es in seinen zigtausenden Text-Sammlungen Auszüge aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mailbox_(Computer)">BBS-Zeit</a> anno dazumal &#8211; also vereinfacht gesagt, aus der Zeit, als Diskussionsforen noch so was wie Mailboxen waren und man sich zuhause langwierig mittels Telefon in eine DOS-ähnliche Oberfläche einwählen musste&#8230; </p>
<p><span id="more-3950"></span></p>
<p>Eine Ära, die in zarten Zügen bereits in den 70ern auflebte und dann so nach 1995 langsam mit dem Einzug des &#8220;Internet&#8221;, so wie wir es heute kennen, mehr oder weniger endete. Bei den Amis alles wesentlich ausgeprägter und gelebter als bei uns im deutschsprachigen Raum &#8211; die Kosten für Telefon und Co. waren halt damals schon eine Preistreiberei &#8211; aber trotz allem der Anfang des kommunikativen Austausches, der zumindest damals noch (wenn man den Berichten von ehemaligen BBSlern folgt) bei der gemeinsamen Pizzeria endete&#8230; ganz im Gegensatz zu heute, wo man eher distanzierter ist und nur online bleibt.</p>
<p>Zurück aber zum Kern &#8211; unterwegs lese ich mir also immer wieder Diskussions-Auszüge von anno dazumal durch, irgendwann und irgendwie bin ich dann bei einer weiterführenden Mini-Recherche bei einer anderen Seite gelandet und entdeckte prompt zwei User-Namen in einer Textdatei aus dem Jahre 1982, die mir sehr bekannt vorkamen&#8230; und siehe da, es waren tatsächlich und prompt die Gleichen dahinter, mit denen ich schon mal beim <a href="http://muli.cc">Blosxom-Projekt</a> zu tun hatte. Weitere Details dazu sind hier unpassend und unwichtig, aber man muss schon sagen: die Welt ist unglaublich klein. Und passiert mir jetzt schon zum zweiten Mal.</p>
<p>Sogar wenn man in &#8220;uralten&#8221; Diskussionsbeiträgen liest, in kleinen archivierten Textdateien mit Texten von tausenden von Usern, stößt man plötzlich auf Gleichgesinnte, die man praktisch direkt ums Eck kennt und zu denen man erst vor kurzem Kontakt hatte. Die beiden sind älteres Semester und haben, im Gegensatz zu mir, die BBS-Ära direkt mitgelebt und waren da recht aktiv &#8211; ich war dazu leider zu spät dran&#8230; Aber zu der Entdeckung noch &#8211; das ist ungefähr so, als würde man in die Nationalbibliothek gehen und blindlings ein altes Buch aus den Tausenden, die in den Regalen stehen, raus ziehen, irgendeine Seite blindlings aufschlagen und dabei plötzlich den (damals jungen) alten Nachbarn darin finden, dem man gerade eben vorher noch im Stiegenhaus gegrüßt hatte. Verrückte Welt.</p>
<p>Passend ist das auch zudem, weil ich beim Einrichten des Forums gemerkt habe, wie da richtige Retro-Gefühle plötzlich auftauchen&#8230; schließlich ist es schon länger her, dass ich Eines komplett unter meinen Fittichen hatte und guten oder bösen Admin spielen durfte. Ich mag und mochte es immer schon irgendwie, selber kleine und aktive Foren zu betreuen oder zu moderieren &#8211; das hat immer was von &#8220;Community und Austausch&#8221; an sich und heute für mich auch von &#8220;Retro&#8221;.</p>
<p>Aber schon schade, dass es diesen Anno-dazumal-BBS-Style in der Form nicht (kaum und sinnvollerweise) mehr gibt&#8230; aber heute sind eben Mailing-Listen, moderne Foren und Social-Media-Kanäle an dessen Stelle getreten. Dabei würde mir die Bezeichnung <em>Sysop</em> (irgendwie nicht mehr üblich heute) und die Optik der alten Boards für das Forum definitiv besser gefallen. <img src='http://muli.nl/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aja, wieder ein kurzer Wissenshappen für das Leben &#8211; wer die Grundzüge von BBS in einfacher Form wissen will &#8211; hier ist ein <a href="http://ascii.textfiles.com/archives/1789"> kurzer Erklärbär-Beitrag</a> vom Jason.</p>
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