Halsweh

Großartig. Seit zwei Tagen plagt mich dieser unangenehme Geist der tiefen, sonoren Stimme, kratzt sich durch meinen Alltag und belästigt zudem frech meine Nachtruhe. Mühsam – wirklich.

Es war wohl ein Mix aus einem bunten Wasser-Eis und einem recht säuerlichen Zitrus-Fruchtsaft-Getränk, sozusagen eine Mischung zwischen Kalt und Verätzung. Nun ja, so brumme, kratze und schlucke ich kräftig durch die Gegend und blicke mit breiten und dunklen Augenringen auf das grelle Display hier.

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Minimalistisch Leben VI

Ha – und wieder ist ein weiterer Schritt geschafft und ich bin wieder ein Stückchen näher an meinem Ziel vom einfachen, minimalen und ruhigen Leben. Nachdem ich ja schon seit Ewigkeiten auf alten, klobigen Trümmern wie Herd, etlichen Laden von einem Metall-Kästchen, Teile einer alten Matratze und so weiter sitze – und die schon seit langem ständig los werden wollte, war es gestern endlich so weit.

Geplant war, alles in ein Auto zu stopfen und zum hiesigen Sperrmüllplatz zu fahren… nichts besonderes also. Aber der Aufwand, die Zeit, das Herumschleppen, das Hinfahren und so weiter – das sind halt alles Dinge, die mühsam und anstrengend sind und mit denen man im Regelfall eigentlich nicht seine kostbare Freizeit vergeuden möchte. Aber irgendwann muss es einfach sein, um seine Etappenziele vom minimalistischen Leben zu erreichen.

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Der fehlende Don Emanuel

Ich ärgere mich. Wiedermal über das gleiche Problem. Darüber, dass ich nicht schon von Anbeginn an meines Blogger-Lebens vor mehr als einem Jahrzehnt mir eine zweite Identität aufgebaut habe. Ein zweites, getrenntes Ich. Einen Gegenspieler und einen Freund. Einen zweiten Menschen in mir drinnen, der diese Online-Welt hier ausgiebig lebt, nutzt und darüber spricht und schreibt – und Ich selber, der dieses zweite Ich nur liest und vielleicht hin und wieder sogar kommentiert.

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Oh, wie bitter…

Eigentlich wollte ich gerade ein paar Worte schreiben und im Idealfall zu sinnvollen Sätzen zusammenfassen, aber Franzi aus Frankenberg bei unseren deutschen Nachbarn da drüben, hat ein paar der Dinge schon so geschrieben, wie ich es gerne gesagt hätte – vermutlich sogar noch viel besser.

Ich will vor allem auch mal sagen dürfen, dass ich das nicht will. Ohne dass mich irgendwelche Leute anstarren mit diesem “Oh wie bitter, du willst also keine Karriere und keinen Erfolg”-Mitleidsblick.

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Die hippen Traumschäume

Heute mag ich mal nicht selber was schreiben, sondern einerseits Don Alphonso zitieren, aber auch Rainer Meyer aus einem Beitrag bei der FAZ… über die hippe, trendige Generation der Online-Menschen. Und habe ein paar Auszüge ausgewählt, die sich gut ergänzen. Ich bitte, die beiden Beiträge auch wirklich vollständig zu lesen, damit die Kontexte erhalten bleiben.

Sonst nichts. Da ist einfach kein Platz, keine Chance für die lockeren Hipster dieser Welt. Und es wird sie dort auch keiner vermissen. Gentrifizierung heisst auch: Leute mit Bierflaschen in der Hand sind unerwünscht, Kreativität nur bitte mit Vermögen. Das Selbstbild dieser Leute, dass sie für die Atmo wichtig wären, und das Viertel heiter und jung machen – das täuscht.

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Ein Blick… dann noch einer.

Ich stand da, sie stand da. Wir schauten uns beide an. Kein Wort, nichts. Was soll man auch tun? Rundherum rufende Menschen, Autos, Motorräder, ein Geschäft, eine Straßenbahn – mit einem Wort… Lärm. Viel Lärm.

Wir schauten also beide nur verstohlen, mal auf den Boden, mal auf die gegenüberliegende Straße, dann wieder der zufällige Blick zum anderen, der aber natürlich nicht direkt ist, sondern ja eigentlich nur sehr zufällig und knapp an der Wange vorbei streift.

Wer hätte das gedacht? Entpuppt sich diese Miniatur-Alltags-Situation bei der Station als Möglichkeit, einem hübschen Mädchen einen tollkühnen Blick zu zuwerfen? Schlank, gleich groß, durchaus hübsch, aber dezent und nicht aufgetragen, dem Blick nach ein interessantes Wesen und trägt eine Art von anliegendem Sommerkleid. Spannend.

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Abgeschnitten

So ein Mist. Ich bin Handylos und damit auch ein wenig vom Blog abgeschnitten. Hat sich doch das Teil mit einem Systemfehler verabschiedet und wollte nicht mehr starten. Und so stand ich gestern im A1-Shop und nach einem kurzen frustrierendem Blabla dort mit einem Ken-Barbie-Typen ist mein treues Handy nun auf dem Weg in die Reparaturwerkstätte.

Normalweise mache ich so was nicht, denn diese Plastikdinger sind ja eigentlich eher Einweg-Produkte geworden und zerbröseln sowieso nach spätestens zwei Jahren – der Aufwand einer Reparatur übersteigt den Nutzen. Aber dennoch… ich will mein Baby zurückhaben – denn der Typ dort hat mir eröffnet, dass auch auf längere Sicht – zumindest aktuell – keine Handys mehr mit Tastatur geplant sind bzw. erscheinen werden. Es bleibt bei den Touchscreens, welche mit ausklappbaren Tasten gibt es einfach nicht mehr.

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