Nicht wundern…

Falls sich jemand über die kleine Stille wundert, ich erarbeite mir gerade nebenbei, so zwischen Schlafen, Aufstehen und Frühstücken ein neues Outfit für diesen Blog.

Und ich muss gestehen, es wird ziemlich fad, konservativ und erinnert an ein Design aus 1999, kleiner, übersichtlicher und auch unübersichtlich zugleich und in feste Strukturen gedrängt. Vereinfacht gesagt, der Blog wird – sofern ich mich dazu überwinde dann und nicht wieder alles über den mentalen Berg werfe kurzerhand – ein kleines Kasterl.

Zu dick aufgetragen fühle ich mich in diesem Layout zur Zeit, wobei es dafür freundlich ist. Hell und nett – vielleicht kann ich das noch übernehmen, aber ansonsten wird’s ein wenig seriöser und dezenter.

Natürlich auch weiterhin Handy-tauglich, aber auch ein bisschen lesbarer am normalen Bildschirm – jetzt wirkt oft alles zu groß, so flächig… Ich will wieder kompakter werden und mich dadurch selber anreizen lassen, viel zu schreiben, um die Kompaktheit zu füllen. Wenn ich je fertig werde.

Heute wird es schon mal nicht klappen – keine Zeit. Ein erfreulicher Tofugotchi-Ausflug steht nämlich auf der Tagesordnung.

Es wird nun…

Entgegen aller Überlegungen – und diverser Vorschläge von umstehenden Menschen – habe ich mich nun endgültig entschlossen. Es wird weiß. Ein weißes Rennrad.

Die letzten zwei Tage habe ich geschliffen, poliert und lackiert und dann wieder erneut abgeschliffen, poliert und war dann wieder ratlos. Es passte einfach nicht und zudem muss man auch sagen, dass auch ich überlege, ob ich es nicht machen lasse. Der Kostenfaktor dürfte ident sein.

Aber zurück zur Farbe… stundenlang habe ich probiert, gesucht, Kombinationen ausprobiert und jedesmal wusste ich, es wird zu keinem Ziel führen.

Somit der für mich erlösende und zufriedenstellende Beschluss, dass ich das Fahrrad in einem zarten Weiß mit einem kleinen Tropfen an Beige-Creme lackiere, der Sattel, das Lenkerband sowie diverse Befestigungen (Riemen, kleine Satteltasche,…)  werden braun, aus klassischem, alten Old-School-Leder oder in Kork-Style, der Rahmen verziert mit netten, eleganten und geschwungenen Schriftzügen in braun, rein-weiß und mit einem dunklen Gold und vielleicht findet sich irgendwo ein kleines Mini-Decór mit dunklem Rot.

Die Farbkombination von klassischem Beige-Weiß mit dem braunen Sattel, Lenker sowie Pedalriemen hat was von Wertigkeit, wirkt einerseits sportlich aber zugleich auch solide und irgendwie bodenständig. Mit ein paar Gebrauchsspuren dann wird es dann den leichten Nostalgie-Charme einer alten (hier aber positiv besetzten) Lederjacke oder Schulranzen aus den 70ern haben, mit einem Mini-Schuss an Adidas oder ähnlichem.

Mit den richtigen “Aufklebern” kann man es dann recht flott machen und wenn man mal den Flow ändern will, dann reicht der Umtausch des Sattels und Lenkerbands auf was Rotes bzw. Freches – und schon hat man was Neues.

Ich bin zufrieden. Aber ich weiß nun ebenfalls nach den letzten Tagen, dass das Projekt tatsächlich Monate in Anspruch nehmen wird… macht nichts, Geduld ist eine Tugend!

Das Schreiben…

Ich muss wieder schreiben. Mehr. Ich war in letzter Zeit irgendwie etwas gehemmt und distanziert mit der Online-Welt, dabei könnte es so schön aus mir sprudeln – vor allem jetzt gerade, wo zwei Buntspechte über meinem Kopf hinweg fliegen, Fliegen vorbei summen, die Vögel im Geäst zirpen und ich gerade die herrlichste Aussicht seit langem genieße…

Ein Blick quer über die Stadt, weit bis zum Leithagebirge, die Föhrenberge, dazwischen und noch weiter Richtung Süden… und doch bin ich auf der anderen Seite des Molochs der Großstadt und fast direkt drinnen.

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Nostalgie-Schrauber

Ja, dass ich eine Schraube locker habe, weiß nicht nur jeder, der mich lange genug und meine diversen sinnlosen Projekte kennt – auch geistig und natürlich auch gerade eben schaut es da nicht anders aus. Also eine ist gut. In mentaler Sicht mag das vielleicht zutreffen, wobei sich hier die Patina des Älter-werdens auch schön langsam durchschlägt – da tut sich nicht mehr viel… die mentale Schraube hat sich quasi festgesetzt und wird sich weder mehr lockern noch festziehen lassen.

Aber abseits von dem Geschreibsel hier lockere und ziehe ich gerade viele andere, handfeste Schrauben da und dort fest – denn mein Radprojekt nimmt langsam eine Form an. Und so habe ich bereits aus dem – ich nenne es jetzt hier mal einfach “Flohmarkt-Fundus”, denn eine andere Bezeichnung wäre nicht passender und ist auch nicht weiter notwendig – Bremsen, Schaltung und Co. ausgebaut und beginne mit einer langsamen und gemächlichen Begutachtung, Vor-Säuberung und Sortierung.

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Wandertour: Von Hütteldorf zum Leopoldsberg

Ich habe schon wieder Glück gehabt, dass muss man wirklich sagen! Das Wetter heute war abermals ein Traum – weder zu heiß, noch zu kalt. Sonne und blauer Himmel quietschten fröhlich über meinem Kopf, als ich am Morgen Frühstück holte – also dachte ich mir weiters, dass ich am Vormittag eine kleine Runde mache. Wirklich nur eine ganz Kleine. Irgendwo am Stadtrand, für vielleicht eine oder höchstens zwei Stunden…

Geworden sind es aber 6 Stunden – und eine Wanderung von mehr als 30 GPS-getrackten-Kilometer über die Hügelwelt am Stadtrand von Wien. Irgendwie wurde ich einfach weiter und weiter getrieben, kam an den Punkt, wo das Zurückkehren so einen komischen Beigeschmack von “Und wieder machst Du etwas in Deinem Leben nur so halbert. Entweder Du gehst ordentlich – oder Du süffelst halt körperlich ab und schleppst Dich wieder in die trostlose Wohnung und vergammelst” in sich trug.

Naja, also blieb mir nichts anderes übrig, als gegen mich selber zu rebellieren und einfach bei dem Punkt, wo ich eigentlich umdrehen wollte (so nach ca. 3 Kilometer), dem Waldweg weiter zu folgen. Und weiter und weiter. Das erste Bild am Anfang vom Text war dann übrigens der finale Ausblick vom Leopoldsberg Richtung Korneuburg.

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Ganz ruhig…

Ich sitze gerade bei der Zugstation, der Wind tobt um mich – als würde ich am Meer sitzen – und blauer Himmel mit weißen Streifen schwebt über mir und ich fühle mich sogar gut.

Kommt selten vor, aber heute ist ein wenig Zufriedenheit in mich gekehrt. Nicht nur, dass ich heute mitten in der Nacht begonnen habe, die Projekt-Seite umzustellen, sondern auch der Gedanke an Herbstausflüge und die eine oder andere Radtour macht mir gerade Lust auf’s Leben. Zumindest in einer kleinen Dosis.

Liegt aber sicher vor allem am (grade) schönen Wetter und an der Müdigkeit, die durch die Nachtarbeit entstanden ist – so was setzt sich bei mir dann als entspannte, ruhige und wohlwollende Zufriedenheit fest und lässt mich innerlich den restlichen, grauen Alltag ignorieren.

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