Minimalisierung

Nachdem das Wetter heute nicht gerade ideal für einen langen Ausflug war und ich zudem einige organisatorische Dinge erledigen musste, habe ich trotzdem heute ein kleines Zeitloch genutzt und ein wenig herumgebastelt. Und so nebenbei ein neues Template für diese Seite erstellt, das ich aber trotzdem nicht verwenden werde. Zumindest nicht vorläufig.

Ich wollte nämlich die etwas verlorenen Kategorien, Tags und Co. unten hervorholen und seitlich platzieren, um dadurch das Navigieren sowie das Herumstöbern etwas zu erleichtern. Am Ende bin ich aber doch wieder in den Minimalismus gekippt – gut so – und habe stattdessen die Twitter-Zeilen hier auf der Frontpage am Anfang entfernt (man kann sowieso mit dem Link direkt auf Twitter springen und dort meine kleinen Neben-News lesen) und es verringert die Ladezeit des Blogs hier deutlich.

Außerdem habe ich das Ganze jetzt so umgeändert, dass bei mobiler Ansicht die Navigation oben vollständig ausgeblendet wird, denn die wenigsten mobilen User benötigen sie – die wollen eher schnell reinschauen und kurz lesen… und wer sich tatsächlich für mehr und meine Person interessiert, findet am Ende der Seite sowieso alles notwendige dazu.

Weiters erspart man sich ein paar Zentimeter an Scrollen am Handy, auch da sind die Ladezeiten durch das Weglassen von der Twitter-Einblendung spürbar geringer und besser – und es wirkt gleich noch mehr aufgeräumt.

Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich kippe – denn was mich schon reizen würde, wäre eine responsive 3-spaltige Version der Seite hier. Der Ansatz von Inuit.css gefällt mir gut – eine Art von Framework, das mit dem “Grid”-System arbeitet und mobile Unterstützung in sich trägt. Einzig – ich mag diese fertigen Frameworks nicht wirklich, weil sie einfach für meine Zwecke viel zu aufgeblasen sind und Tonnen an Code rumschleppen.

Nachdem ich mir schon mal mein eigenes, minimales Grid-Layout gebastelt hatte, werde ich das demnächst wieder probieren – in einer sehr schlanken Version. Vielleicht so wie 1KB CSS Grid, aber eben mit mobiler Unterstützung bzw. responsiven Verhalten. Aber dazu muss erst ein toter Regentag und keine Termine her, bevor mich die Muse dazu küsst. Und sofern ich es nicht selber mit meinem minimalistischen Verlangen torpediere…

Sommergefühle

Gestern war es richtig schön-sommerlich und lebendig. Am Vormittag gab es eben ein PR-Shooting im Burgenland, wo ich dabei sein durfte – war generell recht amüsant, ziemlich flott und sozusagen sportlich. Unter anderem dabei (wieder) die Vorteile von Car2Go kennen gelernt. Feine Sache – irgendwo steht anscheinend immer einer der kleinen Smart-Flitzer rum, buchen, nehmen, fahren und irgendwo einfach wieder abstellen. Fertig. Für kleine und schnelle Geschichten zwischendurch eine recht praktische und effiziente Sache.

Schon am Vormittag strahlte die Sonne in ganzer Kraft vom blauen Himmel und deshalb schwitzten wir schon bei der Hinfahrt im Auto, kurz darauf dann auch auf dem Dach eines kleinen Mini-Wolkenkratzer – aber egal, es mussten rasch da und dort Fotos gemacht werden – man hat von dort wirklich einen herrlichen Ausblick – und schon ging es dann wieder zurück in die bereits aufgewachte Innenstadt, in der das frühlingshafte Leben nur so aufkeimte… so viele Menschen in der Innenstadt und in den Parks hat man seit dem letzten Sommer nicht mehr gesehen. Kurze Ärmel, umgebundene Jacken, Kind und Kegel an den Leinen. Schön – so hat Wien wieder den fröhlicheren Charakter.

Danach spazierte ich ein wenig durch das Innenstadt-Flair, genoss das Leben und verhungerte dabei fast, bis ich mir endlich in letzter Minute ein Pizzastück in den Mund stopften konnte – sozusagen auf den letzten Drücker, denn sonst wäre ich völlig verdünnt und ausgedürrt zwischen den Asphaltstein-Spalten verschwunden.

Dann folgte ein wenig Koordinationsarbeit und schon saß ich kurz darauf – und wesentlich schneller als erwartet – im Zug und düste im wahrsten Sinne des Wortes in den nördlichen Süden von Wien zu Tofugotchi. Hurra. So schnell war ich noch nie da draußen – keine Ahnung, was das für ein Zug war… ich konnte gerade mal ein paar Schluck Wasser zu mir nehmen und den Sitznachbar dabei anstarren, wie er auf den klappbaren Tisch mit Kugelschreiber kritzelte, bevor ich da war.

Dann ging es auf Zackzack – Tofugotchi war schon fröhlich und gut gelaunt mit den Hunden in Warteposition (also selbstverständlich nach 2 1/4 Stunden Haarföhnen und so) und dann ging es wieder… jetzt kommt die ganz große Überraschung… wieder an das andere Ende der kleinen, unscheinbaren Stadt Wien – und zwar dort, wo sich Donau, Öl und Schwermetalle ‘Gute Nacht’ sagen. Das passende und übliche Umfeld für unsere Ausflüge. Die Anderen gehen in den Wald, wir gehen zu den Pipelines. Perfekt.

Ich muss übrigens festhalten, dass Tofugotchi dieses Mal nicht – ich wiederhole – nicht in die sprechende Plastikschachtel schaute, sondern sogar aus dem Auto. Und sogar aus der Windschutzscheibe!!! Ja, richtig! Während des Fahrens! Wir kamen also lebendig an. Easy Cheesy!

Am Ziel der Reise angekommen begann der Spießrutenlauf und die Hektik entspannte Spaziergang. Nachdem bei so einem schönen Wetter kaum jemand in der Natur mit seinen Hunden spazierte, waren wir eingepfercht von tausenden Menschen und tausenden freilaufenden Hunden von ein paar vereinzelten Spaziergängern und mussten deswegen in einem durch nur hin und wieder die Wegseite wechseln.

Jaja, denn das ist mit dem kleinen Schlepplift Hund alles nicht so leicht, denn er tut sich halt nicht mehr ganz so leicht mit seinen Augen und so. Der Taschentuch-Hund hingegen schwebte förmlich an der Leine und flatterte nur hin und wieder im leichten Frühlingswind und kann übrigens mittlerweile sogar recht gut nicht nur links – sondern sogar auch rechts von mir gehen. Nicht schlecht, oder? Tja, ich bin eben der geborene Schleppliftbügel-Taschentuch-Packerl Hunde-Führer.

Nachdem wir entspannt und immer fröhlicher durch die Wiesen stapften, übertraten wir dann auch gleich x-Verbote und beschlagnahmten einfach ein – vermutlich mit Schweröl verseuchtes – Sperrgebiet in der Größe von ein paar hundert Hektar und machten es uns in einer der üblichen Graskuhlen auf der herrlichen, weiten Wiese gemütlich. Dort das übliche Bild – Schlepplift-Hund zieht sich wie ein Wischmob durch die Graslandschaft und jagt imaginäre Wiesenhörnchen, Taschentuch-Flocki fordert vehement Zuneigung flatterte entspannt im Wind und wir ließen uns die Sonne auf der Haut zergehen.

Mh, ich mag das – trockenes Gras, Sonnenstrahlen und blauer Himmel. Herrlich! Der Sommer ist schon spürbar.

Währenddessen diskutierten wir über das Auswandern, unsere hoffnungslose hoffnungsvolle berufliche Zukunft und freuten uns über unserern Sumpf des Lebens junges, aufregendes Leben. Danach spazierten wir ein Stück weiter, dazwischen zog der Schlepplift-Hund Tofugotchi quer durch die Pampa und jagte dabei dieses Mal echte Wiesenhörnchen – und erreichten dann kurz darauf eine kleine Lichtung, auf der wir unverrichteter Dinge wegen Myriaden anderer Hunde einfach spaßeshalber wieder umdrehten und quer durch das Sperrgebiet zurückstapften.

Wochen später Minuten später spazierten wir dann fröhlich weiter entlang der Donau – oder so was ähnlichem… was wässriges halt. Könnte auch die Ableitung der Raffinerie sein. Tofugotchi meinte übrigens noch vor Beginn des Ausfluges “Heute gehen wir schwimmen”. Nun gut, ich dachte mir in dem Moment eigentlich, dass es dazu vielleicht doch noch etwas zu kühl sein könnte, aber gut… bei den Gotchis weiß man ja nie, was einem so erwartet.

Nachdem sich das arme Taschentuch-Hündchen ganz fleckig gemacht hatte, musste es also vor der Heimfahrt mit dem Auto natürlich noch baden gehen. Und so ertränkten wir lockten wir problemlos das Hündchen in das seichte Wasser. Gar kein Problem, denn der Abhang ist dort aber sowas von mords-steil und rutschig ganz flach und dadurch kann man nie und nimma besonders bequem zum Wasser hinunter. Den Hund hinein stellen, waschen und wieder mitnehmen. Ja. Und so halt. Recht simpel.

Dann ging es wieder weiter. Später dann beim Auto wringten wir erst das Taschentuch-Hündchen und dann Tofugotchi aus. Ich weiß jetzt allerdings nicht mehr genau, wer tiefer im Wasser war, aber gut – solche Abhänge bei diesen zentimetertiefen Fließgewässern – wie ich ja auch aus beruflicher Erfahrung weiß – können ganz schön vorhersehbar heimtückisch sein.

Die Heimfahrt war dann völlig problemlos – hinten der Schlepplift-Hund, der sogar im Sitzen aufrecht schlafen kann, das braun-gefleckte Taschentuch-Hündchen, neben mir Tofugotchi ganz im ‘Lara-Croft-ich-komme-gerade-aus-der-Wasserhöhlen-Expedition’-Style und ja… ich halt. Wir waren dann übrigens wieder recht schnell zuhause – keine Ahnung, warum alle Fahrten gestern so schnell vorbeigingen – wo wir dann gemütlich auf dem Balkon in der Sonne vor dem Laptop chillten.

Aja, jetzt hätte ich fast vergessen, dass wir ja aus dem Keller unten noch so ein gigantisches kleines Sesselchen holten, das auf den Millimeter genau durch die ganzen Türen passte. Da merkt man übrigens, dass sich regelmäßiges Fototaschen und Stative tragen auszahlt. Die 360-Kilo Korbflechten-Tonnen paar Gramm verknüpftes Körbchensesselchen waren damit kein Problem.

Dann ging es leider wieder heim, auch diese Zugfahrt war verdächtig kurz und ich fiel dann doch recht müde zwischen den Katzen ins Bett. In der Früh hatte ich keine Socken an – ob es daran lag, dass ich den Katzen zu wenig zum Fressen gab oder sie doch auszog, weiß ich jetzt nicht mehr…

Alles in allem also ein feiner und netter Tag. Davon sollte es mehr geben!

Ausblick

Heute wieder für ein kleines Shooting unterwegs – dieses Mal mit einem herrlichen Ausblick in die weite Landschaft vom Dach eines kleinen “Wolkenkratzers” aus. Richtig schönes & tolles Wetter!

Shooting

Gestern gab es übrigens ein längeres Shooting mit Models und mit einem netten Set-Aufbau in einer (recht chaotischen) Halle, deswegen habe ich gestern auch nicht so viel vom schönen Wetter mitbekommen, aber das bisschen was ich dann am späten Nachmittag noch erhascht habe, war ja doch recht nett. Die Innenstadt bereits voll belebt, ebenso die Parks und zusätzlich auch dieser immer im Frühjahr wiederkehrende Mix von Menschen mit kurzen Ärmel-T-Shirts und dicken Jacken. Mal schauen, wie es so die nächsten Tage läuft – heute sollte doch ein wenig mehr Sonne drinnen sein…

Edit: zum ursprünglichen Posting hier und dem Layout-Wechsel: habe das Design wieder zurückgestellt.

Emacs

Ein wenig Geek-Stuff zwischendurch wieder. Ich schreibe das am Besten immer gleich am Anfang dazu, damit all jene, die sich für so was gar nicht interessieren, den Eintrag gleich überspringen können. Wer aber brav mitgelesen hat (also die sympathischen Schleimer unter Euch), der hat ja mitbekommen, dass ich meine Organisation des Alltages in Textdateien ausgelagert habe.

Ich habe übrigens letztens noch geschrieben, dass ich nur eine einzige Textdatei verwende, musste aber aus Synchronisationsgründen das Ganze doch splitten, damit ich sensible und weniger sensible Daten voneinander leichter trennen kann.

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Ausblick

Kurzfassung: gestern unterwegs um Fotos zu machen und dabei auch ein wenig Agentur-Alltag kennengelernt. Bin auf mehr gespannt. Am NM & Abend dann gab’s noch ein Abendessen mit einem ehemaligen Kollegen – auch sehr fein und amüsant. Bild oben: Blick vom 14. Stock/Dach im ländlichen Nirwana. Vermutlich die höchste Erhebung in der gesamten Umgebung dort – ganz weit in der Ferne sieht man übrigens sehr verschwommen (Handy lässt grüßen) den Neusiedlersee.