Es wird gesäubert

Zur Zeit rollt mal wieder durch das Nachbarland Deutschland eine breite Abmahnwelle gegenüber Bloggern. Wegen nachträglich gesicherter Rechte an Bildern, werden jetzt etliche Blogger im mehrstelligen Tausender-Euro Bereich abgemahnt, darunter auch einige große und bekannte Blogs, aber auch Kleine. Nichts für schwache Nerven, auch wenn bei uns in Österreich so etwas (noch) Seltenheitswert hat.

Aber es wird nicht mehr lange dauern – und vor allem zeigt der aktuelle Fall, wie schwierig es ist, sogar Bilder bzw. Fotos – bei denen eine Zustimmung zur Verwendung vorliegt – abzusichern. Denn anscheinend sind einige der Abmahnungen erfolgt, obwohl es eine Zustimmung gab… nur wurden die Rechte anscheinend, und nach dem aktuellen Stand eben nachträglich, “neu” gesichert seitens der Kläger bzw. der Kanzlei.

Hier in Österreich droht – vernünftigerweise (!) – noch wenig Gefahr… alles andere wäre sowieso tragisch, weil es die Netzkultur komplett flach legen würde und schwierig macht, überhaupt noch zu Themen oder anderen Seiten bzw. Bildern Bezug zu nehmen… aber ich sorge dennoch vor und habe nun beschlossen, alle fremden und externen Bilder (die aber natürlich trotzdem alle damalig entweder genehmigt wurden oder unter einer CC-Lizenz stehen) aus meinem Blog zu entfernen – auch sonstige Contents, wo sich z.B. nachträglich Lizenz-Bedingungen ändern können oder wo man nicht genau sagen kann, wer wirklich der Fotograf ist.

Beim aktuellen Hintergrundbild aus China habe ich mir übrigens vorgestern die schriftliche Bestätigung vom Urheber/Fotograf direkt eingeholt – er ist mit der Verwendung hier im Blog einverstanden… das ist mal so gefestigt.

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Nicht in die Augen schauen!

Wer mich kennt, weiß zwar, dass ich hier großspurig über das Nichts schreiben kann und dabei wild alle möglichen Behauptungen und Beschlüsse aufstellen kann, aber im harten und echten Leben da draußen, schaut das Alles ganz anders aus. Im Gegenteil, ich gehöre da zu dieser ganz ruhigen, wortlosen, versteckten und schüchternen Seite der Gesellschaft.

Ist wohl meistens so – vermutlich kompensiert jeder seine komplizierten Charakter-Eigenheiten und Ängste mit etwas eigentlich völlig Gegenteiligem, dafür aber in einer ganz anderen Form – so wie mit diesem Blog hier. Vermutlich schreibe ich ihn deswegen. Da hat das weltweite elektronische Netz doch glatt mal was Gutes hervorgebracht, man kann nämlich so irgendwie anonym bleiben, auch wenn man sein ganzes Leben hier in der Virtualität ausstreuselt.

Aber da draußen, im Alltag, bin ich einer von denen, die bei mehr als zwei Personen am Tisch gleich verstummen, wortkarg werden, Augenkontakt ist auch nicht immer das Wahre in solchen Fällen und tatsächlich anstrengend und schwierig – und generell fällt das Verhalten meinerseits dann auf das einer Stabheuschrecke zurück – bloß nicht auffallen und ja nicht sichtbar sein. Ab in den undurchdringlichen Blätterwald.

Ich kann mich zum Beispiel erinnern, dass ich mal ein Mädchen für ein Shooting in einem Café getroffen habe – die hat selbstbewusst mir ständig in die Augen geschaut. Aber nicht nur ein bisschen, so wie man das bei normalen Gesprächen macht… man schaut sich in die Augen, dann wieder zur Seite, dann auf den Tisch, in die Ferne, dann wieder in die Augen – es geht so ständig hin und her.

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Wein schlürfen ist (k)eine Kunst

Ich sag’s ja ehrlich – ich habe von Wein gar keine Ahnung. Also ein bisschen schon natürlich, so wie jeder, der sich nie durch das Nachtleben schleppt, aber im Großen und Ganzen eigentlich gar nicht und nicht mal ansatzweise. Und gehöre zudem zu dieser aussterbenden Spezies an Mann, die in der hippen Gesellschaft ja völlig am Rande stehen, weil sie vorm Weinregal im Supermarkt nach dem Preis und dann nach der Farbe der Flasche gehen – und nicht nach dem, was da so drauf steht oder woher sie kommt. Ach so – ja, was Französisches, das klingt immer gut. Oder was Heimisches – gehört sich angeblich.

Übrigens, muss ja mal gesagt werden: “Trocken” – ich meine ganz ehrlich… wer kommt auf so was? Schon mal ein Fanta getrunken, danach den Geschmack über die Zunge und Gaumen fließen lassen und das Ganze dann anschließend nasal mit hoher Stimme bewertet “Mhh, nun… etwas bitter im Abgang, sanft prickelnd, vielleicht zu lange gelagert – aber trotzdem angenehm trocken.” Gratuliere. Am besten ins Gesicht schütten und man erspart sich das Handtuch – trocken!

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Code 46

Beeindruckender Film – habe ihn mir gerade zum ersten Mal angeschaut. Der Film ist etwas schwer zu erklären – einerseits spielt er in einer möglichen Zukunft, aber andererseits werden darin nur Elemente und Aufnahmen unseres alltäglichen Lebens verwendet.

Die gesamte Szenerie als Zusatz macht das Ganze zu einer Mischung zwischen Emotion, Hoffnung und zugleich Depression – mit einem Schuss eines unsichtbaren Thrillers. Liebe über genetische Grenzen hinweg und eine gespaltene Gesellschaft. Nicht nur die langen, stillen und wortlosen Moment-Aufnahmen, sondern auch der schöne Soundtrack tun zudem ihr übriges. Interessant, dass mir der Film aus dem Jahr 2003 bisher völlig durch die Finger gerutscht ist. Sehenswert auf jeden Fall!

Hier gibt’s den Trailer dazu!

Die andere Seite des Lebens

An manchen Tagen merke ich, wie sehr nahestehende Menschen wo ganz wo anders sind. Weit weg, in einer ganz anderen Realität, in einem ganz anderen Leben und dennoch im gleichen Alltag. Die Gespräche am Tisch sind vertraut, man kennt das alles – aber dennoch ist es nicht greifbar.

Die Dimensionen, mit denen hantiert wird, sind völlig unterschiedlich, eigentlich völlig fremd. Die Problemstellungen sind die Gleichen, aber dann auch wieder nicht. Schwer zu erklären.

Und schwer damit umzugehen. Wie spricht man mit jemanden, der das selbe Leben führt, aber trotzdem auf einem ganz anderen Level lebt? Und dabei ist das Level nicht unbedingt höher, sondern auf der gleichen Ebene, aber eben woanders. Wie erklärt man jemanden seinen Alltag, wenn der andere dabei sein Sektglas schlürft? Im gehobenen Ambiente noch dazu.

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Wie jetzt?

Ich mag meinen Blog – bis auf den ständigen Kampf mit der dunklen Seite der Blogosphäre. Wer einen eigenen Blog schreibt, kennt nämlich Spam zur Genüge. Und wer gar ohne Filter bloggt, der kann sich mit bis zu hunderten Kommentaren am Tag herum schlagen – bei einer Löschquote von praktisch 99 Prozent oder mehr. Aber sogar wenn man einen Filter hat, gibt es trotzdem immer wieder welche, die durch schlüpfen und wo man auch mit viel Erfahrung kurz stutzig wird. So wie ich heute morgen im Halbschlaf…

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