Die mag ich nicht.

Ich mag keine Blogs über Religion. Ich mag keine Blogs über Politik. Ich mag keine Blogs, wo Tag für Tag Wirtschaftsphilosophien gestrickt werden, die aber sowieso nie eine fundierte Basis haben und sterbenslangweilig sind. Ich mag (mittlerweile) schon gar keine Blogs über Soft-Hardware-Nerd-Kram, wo man heute dauerhaft und ununterbrochen mit iPads, iPhones, Tablets und Smartphones beschallt wird. Ich mag keine einschläfernden Blogs über Literatur, deren Inhalte seitenweise aus selbstgestrickten Rezensionen bestehen (da lese ich doch gleich ein Buch in der Zeit). Und ich mag schon gar keine Blogs, die ständig über Gesellschaftsrichtungen, Links-Rechts-Philosophien, Sozialismus, Marxismus, sonstige Blablabimus oder Anti-Pro-Kommerz-Konzern-Wahn-Zeugs schwafeln, um die eigene politische Wunschvorstellung unters Volk zu mischen. Und wenn, dann darf das nur ich. Ich.

Nur mal so nebenbei. Blog-Vorschläge in diese Richtungen sind also zwar nett, aber sie landen bei mir umgehend im virtuellen Papierkorb. Blogs jedoch, die einfach ziellos und unnötig über das Leben schwafeln und wenigstens eine Update-Rate haben, die höher ist als der Schlupfrhythmus von Motten, sind hingegen sehr willkommen…!

Analoge Grüße gewünscht…

Was eure müden Augen da am frühen Morgen hier erblicken, ist meine kleine Postkarten-Wand. Gibt eigentlich nicht viel dazu zu sagen, außer dass die halt da rumkleben (und manchmal in der Hitze wieder abfallen, weil sich der Kleber frech und avanciert in eine zähflüssige Masse verwandelt). So weit, so gut – damit könnte man den Eintrag auch schon wieder beenden, gäbe es da aber nicht noch einen kleinen Haken – sie ist recht klein und unscheinbar.

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Pseudo-Lebensweisheiten

Ich habe gerade beschlossen, dass ich mir ein Neues Lebensgefühl auferlege. Das wurde mir nämlich gerade beim Bahnfahren klar, als ich über die sonnige, flache Landschaft der nord-westlichen Pampa schaute, heimwärts fahrend in den Moloch der Großstadt.

Es ist endlich Zeit, in mir selber dieses “Pah, wozu mir die Welt erklären? Ich weiß alles…” endlich hochzustilisieren und als gelebte Anschauung des Alltags nicht nur zu philosophieren, sondern auch so zu handeln. Mit 31 Jahren auf dem durchhängenden Kreuz muss da nämlich mal Schluss sein. Vorbei mit der inneren Erniedrigung des eigenen Beileids zur Unterentwicklung innerhalb der Gesellschaft.

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Arroganz

Menschen, die bloggen, hängt ja generell der Ruf und Geruch von ‘Arroganz’ nach, die dadurch entsteht, dass man sich wohltuend erdreist, sein echtes oder gefaktes Leben nach außen zu kehren, zu durchleuchten und in wohlgeformten Häppchen im weiten Netz zu präsentiert – noch dazu in der Annahme, dass das auch jeden interessiert und der geneigte Leser voller Gier die Wörter in sich schlingt, alles aufsaugt und als Grundlage für das eigene, weiterführende Denken nimmt, sich mit wohlwollendem Nicken den Text zu Gemüte führt und diese gewisste Bestimmtheit in sich trägt, dass der Blogger dabei auch allen aus der Seele spricht.

Kann ich nur bestätigen. Mit erhobenen Haupt.

Dezenter Frust

Bin gerade angeödet. Von gewissen Umständen, Zuständen und Begebenheiten, in deren Sog man sich unverweigerlich ziehen lässt, weil man ja leider gar nicht anders kann irgendwie und man sowieso keine wirklich Wahl in dem Umfeld da hat.

Das ärgert mich. Ich habe ja eigentlich selber durchaus und schon genug damit zu tun, für mich als Mensch die Verantwortung zu übernehmen, mich selber sinnvoll zu koordinieren und zu organisieren – sprich zu ‘leben’. Und bin deshalb auch froh, wenn Umstehende das bei sich selber auch hinbekommen und versuchen, die zahlreichen Möglichkeiten unserer hiesigen Welt zu nützen – oder zumindest es zu probieren und diesen Willen von Eigen-Arroganz zu zeigen, der dazu führt, dass man im Leben fest am Boden steht und vielleicht sogar weiter kommt.

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