Wandertour: Von Hütteldorf zum Leopoldsberg

Ich habe schon wieder Glück gehabt, dass muss man wirklich sagen! Das Wetter heute war abermals ein Traum – weder zu heiß, noch zu kalt. Sonne und blauer Himmel quietschten fröhlich über meinem Kopf, als ich am Morgen Frühstück holte – also dachte ich mir weiters, dass ich am Vormittag eine kleine Runde mache. Wirklich nur eine ganz Kleine. Irgendwo am Stadtrand, für vielleicht eine oder höchstens zwei Stunden…

Geworden sind es aber 6 Stunden – und eine Wanderung von mehr als 30 GPS-getrackten-Kilometer über die Hügelwelt am Stadtrand von Wien. Irgendwie wurde ich einfach weiter und weiter getrieben, kam an den Punkt, wo das Zurückkehren so einen komischen Beigeschmack von “Und wieder machst Du etwas in Deinem Leben nur so halbert. Entweder Du gehst ordentlich – oder Du süffelst halt körperlich ab und schleppst Dich wieder in die trostlose Wohnung und vergammelst” in sich trug.

Naja, also blieb mir nichts anderes übrig, als gegen mich selber zu rebellieren und einfach bei dem Punkt, wo ich eigentlich umdrehen wollte (so nach ca. 3 Kilometer), dem Waldweg weiter zu folgen. Und weiter und weiter. Das erste Bild am Anfang vom Text war dann übrigens der finale Ausblick vom Leopoldsberg Richtung Korneuburg.

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Ganz ruhig…

Ich sitze gerade bei der Zugstation, der Wind tobt um mich – als würde ich am Meer sitzen – und blauer Himmel mit weißen Streifen schwebt über mir und ich fühle mich sogar gut.

Kommt selten vor, aber heute ist ein wenig Zufriedenheit in mich gekehrt. Nicht nur, dass ich heute mitten in der Nacht begonnen habe, die Projekt-Seite umzustellen, sondern auch der Gedanke an Herbstausflüge und die eine oder andere Radtour macht mir gerade Lust auf’s Leben. Zumindest in einer kleinen Dosis.

Liegt aber sicher vor allem am (grade) schönen Wetter und an der Müdigkeit, die durch die Nachtarbeit entstanden ist – so was setzt sich bei mir dann als entspannte, ruhige und wohlwollende Zufriedenheit fest und lässt mich innerlich den restlichen, grauen Alltag ignorieren.

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Beatmen

Todgeweihtes lebt länger – oder so ähnlich, zumindest geisterte gestern dieser Spruch durch meinen Kopf, als ich einfach kurzerhand das Forum vom Blosoxm-Projekt in die ewigen Jagdgründe schickte.

Littlefuk und Lolicum aus Russland, auch ihre Freundinnen,  wollen nämlich schon länger ihre reizvollen Schmollmünder und langen Beine dort in Textform einpflanzen und nachdem dies langsam die Oberhand gewinnt und ich des ständigen Spamfilterns müde werde, schiebe ich diesen unnötigen Balast eben vom Server… direkt in den elektronischen Mistkübel.

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Radtour: Von Wien nach Tulln an der Donau

Blauer Himmel, strahlende Sonne, praktisch gar kein Wind – ein herrliches Wetter für meinen bereits vor ein paar Tagen geplanten Ausflug nach Tulln an der Donau. Nachdem ich es hier also schon großspurig kundgetan hatte, konnte ich trotz der Trägheit heute morgen um 7 Uhr nicht anders und raffte mich eben auf. Rad mal eben zusammenbauen, etwas zum Essen und Trinken besorgen – und schon ging es los…

Der Start war nach einer zügigen S-Bahn-Hinfahrt eine halbe Stunde zuvor um Punkt 9 Uhr bei Heiligenstadt – der gut ausgebaute und beschilderte Radweg führte dann anschließend entlang der Donau auf der Südufer-Seite in einem Stück bis nach Tulln rüber.

Ich hatte natürlich meine kleine Kompakt-Kamera dabei und deswegen entstanden fast alle Fotos während dem Fahren aus dem Handgelenk – sorry also für etwaige komische Bildausschnitte. Aber dafür gibt es auch viele Bilder für den “Tour-Bericht”… somit also viel Spass beim Weiterlesen! (PS: es laden viele Bilder!)

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Touren-Philosophieren…

Heute habe ich per Zufall ein älteres Rennrad bei einem unserer Abschnitts-Kontrollen im Dienst entdeckt, leider recht beschädigt sowie leicht verzogen, schaut nach Sturz oder Zusammenstoß aus, und es muss natürlich zudem seinem rechtmäßigem Eigentümer wieder zurückgegeben werden – aber ansonsten habe ich gemerkt, wie extrem gut mir so was gefallen würde (das Foto hier zeigt nur ein in etwa ähnliches Rad, aber zum besseren visualisieren)…

Nicht nur wegen dem Gewicht, das gleich um etliche Kilo unter meinem jetzigen Rad liegt, sondern es fühlt sich auch viel handlicher (und natürlich filigraner) an, als so ein klassisch-klobig-modernes City-Irgendwas-Bike. So eines könnte ich problemlos und viel leichter die Stufen bei mir hoch und auch sonst so in der Wohnung herumtragen bzw. leichter an der Wand befestigen, außerdem gefallen mir die alten, geklebten Schlauchreifen (beim gefundenen Rad handgenäht) und die Bügelgriff-Schaltungen natürlich wesentlich besser…

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Unter Beobachtung…

Krankenhausbesuche haben ja prinzipiell und generell immer etwas abstoßendes an sich, es sei denn man ist ein junger, aufstrebender Medizinstudent(in), der vor Neugierde auf das menschliche Fleisch platzt oder ein Neurotiker, der sich dort seine Nestwärme holt.

Ich gehöre zu keine der beiden Seiten und deshalb überkommt mich, immer noch und bis heute, dieser leichte Schub an Kälte und einer gewissen Müdigkeit, die in der Resignierung des Gemüts ihre Wurzeln hat. So auch gestern…

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wieviele tausende Menschen tagein und tagaus in das AKH strömen und wieder flüchten, der Massenbetrieb ist hier nicht nur eine Bezeichnung, sondern zugleich auch ein Zustand. Zwar verebbt die biologische Masse der Menschen im Inneren des architektonischen Kolosses, aber dennoch – da drinnen Ruhezonen ohne Menschen zu finden, gleicht wohl eher einem Kunststück.

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Treten, lenken und essen. So der Plan.

…und dann – als ich den Zug mit dem Werbe-Aufkleber “Burgenland” entdeckte, hatte ich sogleich kurz beschlossen, vielleicht Anfang der Woche einfach dort ein zu steigen und mal eben rüber an den Neusiedlersee zu fahren. Das Wetter wäre anscheinend und aktuell ideal dazu. Die Massen-Saison ist vorbei, wenig Menschen, es ist glücklicherweise nicht mehr drückend heiß und Wien liegt aktuell und menschlich gesehen gerade ohnehin leer und ausgelaugt unter den Füßen.

Ein kurzer Blick in die Fahrpläne hat mich aber gleich eines besseren belehrt, denn mehr als zwei Stunden lang die Gleise entlang zu fahren (inklusive dem Weg von hier durch die Stadt und dann noch eine weitere halbe Stunde mit dem Bus dort), ist zwar prinzipiell nett und würde mich generell auch nicht sonderlich abschrecken – da aber die Zeit nur auf einen Tag begrenzt wäre – ein wenig zu aufwändig irgendwie.

Dann dachte ich kurz alternativ an eine größere Fahrrad-Tour, auf die ich nämlich schon länger Lust hätte – aber auch hier fehlt wiederum das ausgebaute Radnetz durch die westliche Hügel-Landschaft… und an einer humanoiden Konfrontation mit Autofahrern auf den Bundesstraßen habe ich eigentlich so gar keine Lust. Straßenfahren mit dem Rad ist öd – für beide Seiten.

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