see-23

Asozial und trotzdem vernetzt

Mir fallen nie passende Titel ein, die kurz genug sind, damit sie nicht an einer blöden Stelle hier umbrechen oder den ganzen Raum schlucken – und ebenso keine, die irgendwie in der Kürze Sinn machen. Aber egal, eigentlich ist das hier jetzt nur ein kurzer Zwischenruf, den ich kurz festhalten wollte… vor kurzem habe ich ja meinen Facebook-Account komplett gelöscht, so wie einige von Euch, und ich muss wirklich sagen, dass mir der Account bis dato kein einziges Mal abgegangen ist. Im Gegensatz zum ersten Versuch vor längerer Zeit mal.

Warum mir das gerade eingefallen ist? Weil ich gerade etwas verspätet über die Schlagzeile gestolpert bin, dass nun auch Fotos von stillenden Müttern auf Facebook erlaubt sind. Denn das war es bisher nicht, schließlich hallten Nippel-Gates und die allseits bekannte Prüderie gewisser Staaten und die damit einhergehende Zensur in den Richtlinien der Plattform nach.
Weiterlesen…

Journalismus

Neu aufgekochter Journalismus?!

Das wollte ich übrigens nur so nebenbei kurz erwähnen… vielleicht habt ihr ja mal zufällig mitbekommen, dass da vor einiger Zeit eine neue “Idee” durch das Netz geisterte, die den klassisch deutschen Namen “Krautreporter” trägt. Ein Sammelsurium an Journalisten, die von der Crowd, also Usern im Netz, finanziert werden und nun richtigen Journalismus treiben wollen.

Anfänglich gab es natürlich einen Begeisterungssturm – endlich wird der kaputte Journalismus von der verfänglichen Werbung getrennt, endlich kann bewiesen werden, dass User bzw. Leser lieber gehaltvolle, gut recherchierte Artikel lesen, als irgendwelche Copy&Past-Schlagzeilen der üblichen Medien, die sich ja in der Online-Welt bisher immer noch ein wenig schwer tun oder das Geld in eine leere, reaktionslose Masse ohne viel Einnahmen pulvern.
Weiterlesen…

Kranke Erkenntnis

Was man mit Grippe so lernt…

Zur Zeit laboriere ich sehr ungünstig an einer Grippe… also eigentlich ist sie schon im Finale, aber der Zeitpunkt ist und war trotzdem ungünstig, denn bei 30 Grad plus mit Schnupfen in einer stickigen Wohnung die Nacht zu verbringen ist durchaus anstrengend und ganz schön fordernd. Körperlich und geistig und auch in sonstiger Hinsicht. Vielleicht hätte ich nicht so viel schwimmen gehen sollen am Vortag?

Auch Halsweh ist übrigens interessanterweise bei schwülem Wetter nicht minder angenehm, als bei Minusgraden oder bei eisigem Wind im Dezember. Es kratzt nämlich dennoch. Aber ganz unabhängig davon – und auch von der Frage, wie man sich bei 30 Grad plus überhaupt verkühlen kann – hat mir diese stille Zeit insofern etwas gebracht, als dass ich abermals einige Dinge gelernt habe.
Weiterlesen…

Nachtfahren

Alphatierchen auf dem Esel

Meine Güte, diese Alphatierchen, die sich da auf ihren Rädern beweisen müssen. Da fährt man viel zu spät und völlig erschöpft bei Sonnenuntergang nach getaner Arbeit heim, will eigentlich im Halbdunklen der Stadt gemütlich die Wege entlang flanieren und seinem Drahtesel ein wenig Speichenluft bieten, aber nein… das geht nicht.

55 Jahre alt – geschätzt – ein klappriges Klappfahrrad aus Zeiten des frisch gezogenen Eisernen Vorhanges, ein Rücklicht, das eine Melancholie einer Grabkerze verströmt, unrasiert und von der optischen Erscheinung wie ein eingelaufener Don Camillo, der zu lange als Dachdecker und Asphaltierer gearbeitet hat, die Jacke entsprach dem typischen Fundus des östlichen Flohmarkts kurz nach der Stadtgrenze jedes Wochenende und auch sonst suchte ich unbewusst beim Gegenüber irgendwie nach der Zigarette und einem kleinen Schluck Undenberg.
Weiterlesen…

Radfahren

Kollektives Treten

Ich bin ja schon seit einiger Zeit wieder auf diversen Rollen unterwegs… also nicht nur auf denen der Schiene, sondern auch auf denen des Scooters, aber ebenso immer wieder jetzt auf denen meines Drahtesels. Abgesehen davon, dass ich noch immer unbequemerweise das Rad jeden Tag aus der Wohnung die Stufen rauf und runterschleppe, fahre ich jetzt zeitweise sogar die komplette Strecke in die Arbeit und verzichte auf den Zug dazwischen.
Weiterlesen…

The Stars by H. A. Rey

Ich werde bequem

Aha… da bin ich gestern nach einer langen Tagestour im beruflichen Alltag heimgekommen, habe mich kurz darauf dann an meinen Schreibtisch gesetzt und mir am Laptop die ganzen Ordner am Desktop angeschaut. Und da schaue ich so, klicke einen an und dann plötzlich… ja, da war er weg. Oha! Ich blicke auf meine Hand und siehe da: ich war das?!
Weiterlesen…

fruehlingswald-07

Blieplos

Weil ich gerade Lust und Laune hatte, habe ich auf dem Handy mal eben Facebook und Twitter entfernt. Schon seit Tagen geht es mir auf den Nerv, dass ich irgendwie automatisch “nachhöre”, ob da eine neue Nachricht “aufbliept”. Bliep! Kennt ihr das, wenn beim Supermarkt an der Kassa alle automatisch zum Handy greifen?
Weiterlesen…