Montag

War kein guter Tag. Kurzfassung – in der Früh recht hektisch wegen Besorgungen, Post, der gesamte Abfluss der Wohnung hat sich auch verabschiedet, Wasser schöpfen, also Installateur checken – der war recht schnell da, trotz halber Stunde Verspätung, der Arme hat aber allerdings geschuftet, geschwitzt und geflucht und auch eher nur zufällig dann auf den 9. Anhieb das Problem gelöst, viel Dreck und Wasser überall. Dann war noch ein Gotchi-Ausflug geplant, nichts geworden – denn nicht nur zu spät dran und Bus versäumt, sondern auch noch ein ausgelaufener Saft im Supermarkt, der sich über die Hose verteilte. Zuhause wieder dann beinahe den kleinen Zeh an der Bettkante gebrochen, hinter der Waschmaschine stundenlang eine Schere hervor gefrimmelt und eine schlaflose Nacht jetzt auch noch dazu. Was für ein Tag.

Dienstag. 4 Uhr in der Früh. Ich bin gespannt, was der heutige Tag bringt.

Und so halt…

Schlepptop

Und dann sage ich so “Ja, aber das ist schon praktisch“.
Und ich dann zurück “Ja, komm – es gibt immer einen Grund, wenn man einen finden will“.
Ich zu mir dann “Du bist immer dagegen, sei offener“.
Ich schau mich an und sag “Bitte nerv mich nicht. Dann tu’s halt“.
Und ich “Naja, vielleicht hast eh recht, aber worauf warten?“.
Und antworte mir “Ja, schon – aber morgen schaut es wieder anders aus – dann ärgerst Dich.
Denke kurz nach und sag “Stimmt. Aber das tue ich andersrum auch dann?“.
Und ich wieder “Du kannst keine Entscheidungen treffen.
Ich zu mir “Uff, ja – scheint so, hilft jetzt aber auch nicht?!“.
Und dann sage ich so “Ja, aber es wäre schon praktisch“.
Und ich dann zurück “Ja, da wären wir jetzt wieder beim Anfang“.

Sinnfrei. Morgens im Badezimmer.

Frühjahrsputz

Und weil es gerade so passend ist, auch diese alte Zeichnung hier…

Frühstück

Sinnfreies um das Nichts

Alt. Geschrieben. Gelöscht. Wieder hervorgeholt. Geändert. Sinnfreie Gedanken ohne großen Bezug relauncht: “Gestern hat mir ein Gotchi eine Lebensfrage gestellt… darf man jemand anderen und anderes mögen, wenn man bereits jemanden und etwas anderes liebt? Darf man lieben und nochmal lieben? Ich weiß es nicht. Es ist eine der Frage, die je nach Lebensalter, nach Erziehung, nach Kultur und nach dem eigenen Weltbild wohl immer anders beantwortet wird.

Als wir “jung” waren und Erfahrungen sammelten, gehörte das Thema von lieben und noch jemanden lieben einfach immer dazu. Es gab die Mitlebenden in der Jugend, die jede Möglichkeit nach mehrfacher Liebe nachgingen… sie lebten, sie sauften, sie grölten und sie zogen durch die Emotions-Gebiete der Unbedarftheit der damaligen Zeit. Und es gab die, die sich nur einmal verliebten und darauf dann fixiert waren, sich nicht mehr lösen konnten oder auch wollten. Die, die eine Person auserkoren hatten, sich ihr verschrieben, in ihr aufgingen und ihre ganze Liebe in diesen einen Menschen investierten. Einige haben es bis heute geschafft, viele sind gescheitert.

Es wurde geredet, diskutiert und gestritten, geweint und gelacht. Man war sich einig… nein, es gibt nur die eine Liebe im Leben. Und danach ging es wie üblich weiter… jeder mit jedem oder mit dem anderen. Die einen nur, die anderen hin und wieder, ein paar nur ein bisschen und manche gar nicht. Ich war damals – so wie viele – der Meinung, man kann nur einen lieben. Man kann sich nur einem einzigen Menschen im gegenwärtigen und dauerhaften Moment öffnen. Nur ihm kann man sich voll und ganz verschreiben, das geht mit mehreren Menschen nicht.

Vollständigen Artikel lesen…

Das unnötige Zeugs

Jaja, die haben damals schon gewusst, was Sache ist… Den ganzen Text findet ihr im ATARI-Museum.
Bild: Stiftung Warentest: Ausgabe 10/1984