
Uff – heute war der Gegenwind schon recht kräftig. Irgendwie hat es aber auch gut getan, ein wenig an Naturgewalt zu spüren, vorbeifliegende Äste und Blätter – und schöne Lichteffekte am Himmel zu beobachten. Nur – natürlich freut man sich dann trotzdem über eine beheizte Unterkunft und ein warmes Getränk… vor allem, wenn man die Handschuhe beim Fahrradfahren vergessen hat. Ich Depp.
Alltag Beruf Sonnenuntergang

Etwas Orangen-Spass zwischendurch zur Auflockerung muss schon auch sein…
Beruf Essen Experimente Team

Kennt ihr das, wenn man etwas sehr mag, es ein Teil von einem ist, man aber irgendwie die Verbindung und das Gefühl dafür verloren hat? Ähnlich einem Foto oder Musikstück, das man irgendwann erstellt hat, aber einem nach Jahren irgendwie dann fremd und weit entfernt vorkommt. Ein Teil des Lebens, der nicht mehr ganz passt, auch wenn es nicht am Foto an sich liegt, sondern an dem, was darauf zu sehen ist… so geht es mir zur Zeit. Ich muss mir da wirklich ernsthaft Gedanken drum machen.
Übrigens ist es auch heute sehr kalt. Zwei paar Handschuhe, Sturmhaube, Kappe und Kaputze plus Sicherheitsjacke – das stellt jetzt den Standard da. Aber so ein Sonnenaufgang über der vereisten Wiese ist schon nett und auch wenn über den Wasserflächen langsam und ganz leicht Nebel aufsteigt…
Beruf Natur

Es ist zwar heute wirklich sehr schön, sonnig und blauer Himmel… aber andererseits wirklich eiskalt unten in den Anlagen. Auch das Wasser selber hat gefühlte Minusgrade und lässt die Finger schnell einfrieren – und eine verschlossene Türe zu einem alten Schacht lässt sich nicht öffnen, weil sie zugerostet und anscheinend auch seit Jahren nicht mehr bewegt wurde. Mh, muss das nächste Mal nochmal probiert werden.
Naja, wir müssen weiter, jetzt einen Abhang hinauf, quer durch die Vegetation und dann wieder hoffentlich bald ins Warme. Die Sonne hilft zwar ein klein wenig heute, aber die ist gerade hinter den Bäumen versteckt… kalt!
Beruf Natur
Heute war es ein wenig turbolenter – so ein “bisschen” Regen kann tatsächlich ganz schön “viel” Wasser ergeben – und das innerhalb kürzerster Zeit. Und so habe ich zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, wenn man angezogen und mitsamt dem Fahrrad einfach in den nächsten Pool springt – natürlich nur bildlich gesprochen. Nachdem es ja unter anderem zu meiner beruflichen Aufgabe gehört, bei Hochwassergefahr das betreute Gebiet sofort zu räumen und zu sperren, bin ich und mein Kollege heute deshalb auch durch wahre Sturzbäche von hochliegenden Auslässen durchgefahren, durch knöcheltiefes Wasser, welches innerhalb von nur einer Minute den Steg überspülte – und durch eine Regenwand mit Blitzen, so dass man eigentlich kaum was sehen konnte.
Aber Aufgabe erfüllt – und auch diese kleine Ratte da oben hat es überlebt. Wenn auch sehr, sehr zittrig, benommen und ziemlich wacklig auf den Beinen… die dürfte vermutlich eher unfreiwillig einen recht weiten Weg durch die Kanalisation zurückgelegt haben. Sie war sogar so zittrig, dass sie Mühe hatte, nicht bei jeder Bewegung umzukippen… der zweite Geburtstag also für das kleine, strupplige Ding.
Und wie stark Wassermassen werden können – auch bei einem eher kleinen “Flüsslein” – war heute recht gut zu sehen. So ein kleiner Kanalausfluss neben dem Weg reicht aus, um Handgroße, schwere Steine problemlos zu verteilen und Stege zu überspülen, die eigentlich einen Meter höher liegen – einfach aufgrund des Wasserdruck, welcher das Wasser nach oben abprallen lässt. Damit wieder eine Erfahrung mehr – und bessere Einschätzung solcher Begebenheiten.
Alltag Beruf Gedanken Wasser
…wird es wohl wieder Zeit mal ein wenig zu schreiben. Die letzten Wochen waren etwas turbolent bzw. auch ungeplant zum Teil – Zeit wieder in den Normal-Modus zurückzukehren und der Seite hier wieder Leben einzuhauchen.
Die letzten Tage war ich im Infodienst, was bei dem Wetter sicherlich leichter ist, als bei der mobilen Einheit in der Hitze zu fahren – dafür galt es zwischen Computer, Telefon und Besuchern hin und her zu springen. Neben den obligatorischen Beschwerden über fehlende Beschilderungen und Markierungen, agressive Hundebesitzer, Einsiedler und dergleichen, wurde das ganze durch Anfragen zu Veranstaltungen und natur-biologisch ausgerichteten Interessen aufgelockert, aber auch Probleme mit reservierten Zonen sowie ein verunfalltes Kind mit Armbruch und Abschürfungen gehörten dazu.
Vollständigen Artikel lesen…
Alltag Beruf Gedanken Wasser
Langsam beginne ich mich zu sortieren und neu zu kategorisieren. Wie soll meine Zukunft ausschauen? Wer ein wenig länger dabei ist oder direkten Bezug zu mir hat, der weiß, dass ich meinen alten Job ganz bewusst und auf Eigen-Initiative über Bord geworfen habe und mich damit nun neu orientiere.
Ich klebe seit bald 10 Jahren auch beruflich immer am Bildschirm und irgendwann fühlt man sich selber wie ein Aufklebebild am Monitorrand. Nichts gegen die viereckigen, summenden Container-Schachteln alias Computer und der virtuellen, klickbaren Welt. Aber ein wenig umschichten ist immer gut. In den letzten Tagen ist ein paarmal ein “Angebot” gekommen für Dinge wie Grafiker, Layout-Designer und ähnliches – natürlich nicht uninteressant und wieder eine Nuance mehr ins kreative Eck, wo man seinen eigenen Senf heimlich einfließen lassen kann. Ich denke zur Zeit ernsthaft näher darüber nach…
Zugleich versuche ich mich auch zu erinnern, welche Berufe ich mal als Kind ausüben wollte? Eigentlich recht überschaubar, interessanterweise war ich da bereits relativ fixiert. Also mal näher betrachten.
Einer der größten Wünsche war Tierfilmer und Forscher. Ich war enorm angetan von Konrad Lorenz und seinen Graugänsen, Werner Fends Dschungelbuch und dergleichen. Diese alten, bärtigen Haudegen ließen mich immer von einer eigenen Tierstation und Graugänse-Zucht träumen und Abenteuerreisen mit einer großen Filmkamera auf der Schulter. Durch Afrika, Indonesien, Südamerika, Kanada und dergleichen… mit den Vögeln mitziehen, jahrelang ein Tier-Pärchen wie Bären oder Wölfe porträtieren. Auch Ameisenforscher (lacht nur, ihr Sterblichen) wollte ich werden, ich denke dazu kann auch meine Familie Anektoden erzählen – und es ist noch gar nicht lange her, dass ich eine Kolonie Lasius Niger bei mir beheimatete. Solange bis das schmale Formicarium wegen zu viel Feuchte in der Erde aufplatzte… ahaha, weiß jemand übrigens (bis auf Mike), dass ich mal eine größere Fruchtfliegen-Zucht hatte, weil ich anno dazumal in das Kapitel Genetik gekippt bin?
Auch wollte ich unbedingt mein eigenes Wolfsrudel aufzüchten und mit ihnen abseits der Menschheit im Wald leben. Hat auch nicht geklappt. Mh.
Was noch? Ich wollte unbedingt Autodesigner werden und schon damals so Hybrid-ähnliche moderne, elegante High-Tech-Dinger entwerfen, aber auch technischer Designer und dann Testpilot für Experimental-Flieger.
Abgesehen von Weltraum-Experimenten und Kampfjetflieger gab es dann noch Vulkan-, Regenwald-, Polar-, Meeres- und Wolken-Forscher.
Weiter geht die Linie dann zu Aufdecker-Journalist und Kameramann in Krisengebieten, Revolutionär und Putsch-Führer, Rebell, Autoschieber, Mafiaboss und Bombenentschärfer.
Schlußendlich in die realen Gefilde wieder – Webdesigner, Grafiker, Animations-Freak, Fotograf (mag sich eigentlich jemand fotografieren lassen, suche Testperson für Detailaufnahmen (Augen, Lippen)?) und Agentur-/Magazin-Mensch. Diese letzten Punkte immerhin habe ich ein wenig ausgebaut und tatsächlich umgesetzt in den letzten Jahren. Na wenigstens was.
Aja, Verhaltensforscher war auch ein großer Punkt – indogene Völker erforschen und mit ihnen leben sowie bis hin zu Verhaltensforschung von Kleinstlebewesen oder Mitarbeiter beim Hubble-Teleskop. So und als Nachtrag – ich bin fast schockiert gerade, dass es weder auf Youtube noch sonstwo irgendeiner der alten TV-Serien und Dokus von Fend oder Lorenz gibt… die Zeit vergeht wirklich schnell. Keine Spuren mehr.
Alltag Beruf Träume Zukunft