Retro: Blosxom Lebenszeichen

Am Wochenende gab es eine kleine und sehr erfreuliche Begebenheit, denn Eric, der gemütlich im Norden von Frankreich wohnt und mit dem ich gemeinsam auf Facebook eine kleine, völlig verschlafene 4-Personen-Fan-Gruppe zu der Retro-Blog-Engine Blosxom voriges Jahr erstellt habe, meldete sich mit einem neuen Impuls bei mir. Er hatte bereits vor vielen Jahren für sich ein kleines Backend, damals in VB6, für Blosxom geschrieben und hat nun aber beschlossen, dieses “Tool” als OpenSource zu releasen.

best arcade players
(Foto via Textfiles.com: ‘Best Arcade Players’ Life magazine, 8. November 1982, Iowa)

Es wird zwar noch einige Zeit dauern, aber es gibt ein paar konkrete Überlegungen und eine Mini-Mini-Roadmap dazu… nach seinem Release werde ich das Ganze dann auf Muli.cc featuren und vielleicht damit ein kleines, anregendes Lebenszeichen an die restliche Developer-Community senden – sofern da noch welche übrig sind. Man darf es nicht wortwörtlich nehmen, aber die stirbt nun mal zusehends aus und die Wenigen, die es noch gibt, sind vor allem im asiatischen Raum aktiv, aber auch hier eher als Einzelgänger.

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Gleich….

Noch etwas Geduld, dann geht es hier im Blog wieder weiter – die letzten Tage waren anderweitig “belegt”. Waren jetzt eh 5 Tage Pause, das muss reichen. Aber trotzdem – ein wenig warten müsst ihr schon noch.

Minimaler Laptop

Was gibt es Neues? Die letzten zwei-drei Tage habe ich vor allem damit verbracht, mein elektronisches Leben vom alten Stand-PC auf den Laptop umzulegen… und habe mich dabei aber selber überrascht – denn irgendwie war das alles schneller vorbei als gedacht. Im Endeffekt waren dazu eigentlich nur wenige Minuten und ein kleiner USB-Stick notwendig.

Auch sitze ich bereits vor dem Laptop, als wäre es nie anders gewesen, und auch die Programme und dergleichen sind somit 1:1 wie zuvor am alten Gerät vorhanden. Außer dem kleineren Laptop-Bildschirm unterscheidet sich also eigentlich nichts gegenüber früher – bis auf eine Sache… hier am Laptop ist nun alles wesentlich sauberer und organisierter.

Keine tausenden Ordner, unbekannte Dateien, vergessene Programme, ein zugemüllter Desktop und was weiß ich was. Auf das achte ich nun viel stärker als früher. Jedes Dateifutzel ist eines zu viel. Wir alle sind heutzutage sowieso schon unglaubliche Datenmüll-Erzeuger geworden… am PC zuhause und im sozialen Wolken-Netz im Internet. Überall lassen wir unsere Reste, Daten, Informationen und so weiter liegen, sichern sicherheitshalber immer alles in tausenden Backups – ohne uns aber je ernsthaft zu überlegen, ob das alles wirklich so seinen Sinn macht.

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So schaut das also aus…

Ja, genau so. Das neue Layout hat etwas von 1995 bis 2003, aber das ist alles ganz bewusst – ernsthaft. Ich hatte gestern Abend diverse etliche, wirklich sehr elegante und durchgestylte, frische Templates vor mir, modern und dem Zeitgeist von 2012 angepasst, ein paar davon auch schon in diversen Projekten und Portfolios immer wieder mal im laufen oder noch immer, natürlich alle mit responsiven Verhalten und minimal aufgebaut. Halt so klassische Themes, die einen Blog optisch erst so richtig interessant machen. News-Liste, hervorgehobene Beiträge und kleine Vorschaubilder, diverse Slideshows und so weiter und so fort. Warum also dann doch wieder so ein kantiges, rohes Erscheinungsbild?

Weil ich es – wie immer – sehr minimalistisch und vor allem einfach wollte. So wenig Grafik-Elemente wie möglich, einfachste Struktur und vor allem ganz bewusst ein rohes Layout, weil die irgendwie die Funktionalität am ehesten erhalten… ganz platt gesagt: “Man weiß, was man anklicken muss”. Links sind einfach erkennbar, man weiß, was das Logo und was die Überschrift ist und man weiß, wo sich die Navigation befindet.

Nicht schön, nicht unbedingt vorteilhaft – aber es funktioniert. Und mehr will ich hier auch nicht… dafür wird es in Kürze wieder eine Blogroll mit Lese-Empfehlungen geben, das habe ich schon lange auf meiner ToDo-Liste. Wer auf Darstellungsfehler hinweisen will, Kritik oder Senf abgeben möchte, darf gerne (konstruktiv) kommentieren.

Neues Update

Es gibt zwei kleine Änderungen hier im Blog. Für mobile Leser habe ich wieder den Blog-Titel oben verlinkt, denn die haben ja die Haupt-Navigation nicht und konnten bisher nur via Wisch-Bewegung oder dergleichen am Smartphone wieder zurück auf die Startseite, wenn sie direkt einen Artikel öffneten. Jetzt kann man auch wieder das Logo antippen bzw. klicken und kommt zur Frontseite zurück – ist einfacher.

Zudem – nachdem mein Hoster Hosttech freundlicherweise (und sehr flott – danke!) heute einige Änderungen am Server für mich vorgenommen hat, läuft jetzt endlich auch das Cache-Plugin so wie es soll… der Geschwindigkeitsschub, den die Seite jetzt hat, ist wirklich deutlich spür- und sichtbar! Auch ihr solltet das deutlich merken… nochmal zur Erinnerung – Einträge werden beim ersten Aufruf durch einen Leser in den Cache geschrieben und stehen danach weiteren Lesern statisch zur Verfügung. Damit steigert sich nach dem erstmaligen Laden die Geschwindigkeit des Blogs wirklich um einen größeren Faktor. Und nachdem ich als Schreiber sowieso direkt nach dem Publizieren die Beiträge selber aufrufe, sind neue Artikel sowieso auch gleich im Cache abgelegt. Smartphone-Leser sollten also wesentlich schneller unterwegs sein.

Auch habe ich übrigens ein paar Plugins wieder eingestampft und auch sonst wirklich alles auf das notwendigste reduziert. Einfacher und schneller wird’s also wohl vorläufig nicht gehen… enjoy!

Aufgeschnappt – verlorenes Bloggen

Normalerweise versuche ich ja brav zu sein und – ausgenommen der Musikvideos – so wenig fremden Content wie nur irgendwie möglich hier in den Blog zu klatschen. Oder vorher zu fragen. Heute bin ich mal so frech und kopiere da kurz was aus einem anderen Blog, einfach weil es mir gut gefällt. Frau J von Quartier-Vier.de hat nämlich über das “alte Bloggen” anno dazumal kurz was geschrieben… wo ich nur zustimmen und mit dem Kopf nicken kann.

“Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich in der Anfangsphase meines Bloggens in eine sehr gute Zeit hineingeraten bin, nämlich in die, in der Leute damals noch gar nicht wussten, was das ist. Da kam auch keiner auf die Idee, mich zu googlen, was heute ja das erste ist, was man so tut, um über jemanden mehr zu erfahren. Und ich lese das alles heute noch gerne. So schwulstig es teilweise doch war.”

“Ich bin dankbar dafür, einfach nur geschrieben zu haben, ohne nachzudenken, wer mich finden könnte, weil es die Art zu bloggen ist, die ich mal liebte, und der ich heute nicht mehr nachgehen “kann” oder will. Der viele heutzutage nicht mehr nachgehen. Gefühle und etwas tiefgründigere Gedanken im WWW darzustellen ist heute mehr als “verpöhnt”, weil es ja jeder nachlesen und demnach auch jeder darauf herum trampeln kann. Oder die Angst, dass jeder nun “zu viel” weiß.”

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Freundlicher lesen

Ich habe übrigens vorhin ein neues Plugin installiert, welches den Blog nun wieder ein Stückchen schneller machen sollte. Cachify macht sozusagen nichts anderes, als erstmalig aufgerufenen Seiten quasi zu “rendern” und so gespeichert “statisch” abzulegen. Beim nächsten Aufruf wird die Seite dann direkt aus dem Cache angezeigt… ich habe das vorhin am Handy probiert – es ist ein deutlicher Unterschied (nur die Youtube-Videos bremsen). Ich hoffe also, dass diese Erweiterung das Muli für alle mobilen Leser unter Euch wieder ein weiteres Stück freundlicher macht.

EDIT: Damn it – musste es kurz wieder deaktivieren… Probleme mit Schreibberechtigung am Server. I’ll check das.