Na aber!?

Ahahaha – und schon haben wir wieder Kommentare hier in diesem lausigen Blog. Funky. Meine Güte Kinder, das ist ja wirklich wie im Kindergarten hier. Da hat man sowieso kaum Meinungen, die hier abgegeben werden, dann entfernt man eben die Kommentar-Box einfach – und bekommt 24 Stunden später sofort eine auf den Deckel. Pffff… also, ich hoffe, Eure durchlauchte Großzügigkeit, dass nun alles Ihrem Gefallen entspricht?!

Was gibt’s sonst noch so? Nu, net soviel wie man glauben möchte oder erhofft. Nachdem ich gerade mein Arbeitswochenende wild feiere und dabei bis zum umfallen Kernöl-Chips futtere, MTV-Schrott nebenbei laufen habe oder in den guten, alten Folgen von Quincy schwelge, zocke ich nebenbei dieses nette Spiel Tricky Truck (Spiel!!! Ich! Nach 3002 Jahren wieder… so muss sich Ötzi gefühlt haben, als er dann wieder seinen SNES auspackte und Donkey Kong spielte). Ja, klingt nach einem billigen Automatenspiel im Wettbüro unten, ist es aber natürlich nicht, sondern eher ein physikalisches Game, wo man mit einen Truck durch schwieriges Gelände kurvt, je nach User-generierter Landschaft gibt es dann auch komplexe Vorgänge, wo man ein wenig mit der Physik von Schwerkraft und Schaltern spielen kann oder muss. Ja… soviel dazu.

Habt ihr mitbekommen, dass Monsanto ebenfalls nach gefühlten 3000 Jahren jetzt verklagt worden ist? Zwar “nur” wegen einem Bauern, aber immerhin. Ob’s hält? Wäre aber spannend, weil normalerweise ist es ja genau umgekehrt… Äh, waz iz denn Monzantooo? Ruhig Kinder, still sitzen! Das sind die Freaks, die auf ihre Samen Patente angemeldet haben – und dadurch müssen die Bauern ihnen alles immer jeweils abkaufen, dürfen nicht darüber quatschen und die dürfen auch nichtmal Samen aufheben oder neu ausstreuen, sondern müssen die immer neu kaufen.

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Projektlosigkeit

Wie schon letztes Jahr umfangreich hier im Blog ausgeführt, bin ich ja aus dem langjährigen Teamprojekt ausgestiegen – um mich selber und auch meine “Freizeit” ganz neu auszurichten. Im Hinterkopf schwebte aber dennoch immer der ganz kleine Gedanke, doch im neuen Jahr wieder ein neues Projekt zu starten. Kleiner, überschaubarer und minimalistischer, auch auf eine viel kleinere Zielgruppe ausgerichtet, sozusagen ein nettes, sympathisches Nischenprojekt, das viel Spass macht, nur mittelschwere bis leichte Freizeitarbeit bedeutet und die Türen für neue Kontakte öffnet.

Jetzt ist fast die Hälfte von Jänner vorbei – Streß oder Zeitzwand bei dieser Sache habe ich keine (wozu auch?), aber dennoch juckt es mich ganz leicht in den Fingern “irgendetwas” wieder zu machen. Aber. Es gibt ein Aber… ich empfehle vor dem Weiterlesen diesen Beitrag vom Luca zu lesen – der greift in manchen Punkten bereits vor.

Mir geht es ähnlich. Aufhören und alles hinschmeißen in endgültiger, radikaler Form und kein Internet und keine Projekte – das gibt es auch bei mir jetzt nicht… ganz verabschieden werde ich mich also auch nicht, dazu bin ich zu sehr manifestiert und auch ein Nerd… und zu lange “dabei”.

So – jetzt aber zum Aber. Aber… es ist wirklich schwierig geworden…es gibt einfach schon so viele Blogs und Online-Magazine und dergleichen. Wirklich viele,,,, sehr viele. Und es werden ständig immer mehr – und sie werden auch immer größer. Der klassische kleine Liebhaber-Blog… natürlich gibt es die noch und auch weiterhin, aber sie werden von der Welle an Blogs überrollt, die größer aufgezogen sind, sich überall vernetzen, zu Tode verlinken und im 8 Stunden-Rythmus neue Beiträge online stellen – und jeden noch so kleinen Trend und Hype auf das Podest heben.

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So schwierig…

Ich lasse diverse Weihnachtsgeschichten und Erlebnisberichte der letzten Tage, sowie die zugehörige Familienfeier mit ihrem russischen und rumänischen Wodka und die heitere Tischrunde hier im Blog mal einfach (oder besser) aus… und widme mich dahier etwas viel Faderem und Ernsthafterem. Oder doch nicht?

Naja, von mir aus abgekürzt und vereinfacht… zu der Großfamilie in das Dorf zu fahren ist jedes Mal wie eine Reise in den tiefsten Osten der frühen 90er… graue, leergefegte und abgelegene Straßen, keine Menschen zu sehen, graue, eckige Gebäude, denen die Depression vom Verputz fällt, alles ein wenig staubig-winter-grau… Schachtelwohnungen in Wohnblöcken, darin kleine Wohnungen, mit schweren Stoff-Vorhängen vor den Fenstern, der Balkon im ersten Stock mit der Blickrichtung in den nackten, leeren und grauen Betoninnenhof, Kekse, Geschenke, Gläser, Flaschen, Kerzen und sonstiges Zeugs quer auf dem Tisch verteilt, rundherum auf Sofas und diversen beigestellten Sessel eine Großfamilie, die alle laut, lachend und wild durcheinander reden, ständig quer über den Tisch, sich dabei gegenseitig und gleichzeitig zurufen, sich köstlich über den Wodka amüsieren und dabei aus Kristallgläser mit den Verpackungs-Aufklebern trinken. Danach wird geseufzt, etwas gejammert, dann wird wieder ein bisschen gelacht und dann wird es plötzlich hektisch und man beginnt herum zu räumen und dann in diversen Grüppchen aufzubrechen. So schaut Weihnachten zumindest in einem Teil der Familie aus…

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Menschen und Vorlieben

Was mich immer wieder auf’s Neue erstaunt ist, dass es oft Blogs gibt, die völlig nichtssagend ausschauen, einen eher faden, aber sehr aufgebauschten Inhalt haben und mit Werbung völlig überfrachtet sind – aber dennoch hohe Userzahlen haben. Das ist deswegen für mich interessant, weil man darin dann auch oft markante Sprüche findet wie “Klicken Sie jetzt hier und erleben sie hautnah die Sicht eines Berliners” oder “Jetzt neu – unverfälscht, echt und tiefsinnig. Mein Blog.”…

Ich meine ganz ehrlich – spricht sowas wirklich die Leute an? Anscheinend. Das fasziniert. Weil die Form dieser Selbstbeweihräucherung erinnert mich eher ungut an den Homeshop-Kanal – an so Dinge wie energetische Stoffdelfine um über 100 Euro das Stück – “Kaufen Sie jetzt. Jetzt zuschlagen, nützen Sie Ihre einmalige Chance, denn das ist das Beste für Sie!” oder auch an Buchcover, auf denen der Autor des Buches mit einem selbstgefälligen Portrait in amerikanischer Ich-sitze-vor-meinem-Kamin Manier sitzt und allwissend in die Kamera schaut – mit Titeln alias “Jetzt die ganze Wahrheit über mich”. Das Bestseller-Buch.

Ist diese Mentalität von Pseudo-Ego-Marketing tatsächlich so erfolgreich? Ich selber schrecke vor solchen Angeboten eigentlich zurück – genauso wie wenn Blogger oder Künstler auf ihren Webseiten dann Pressetexte oder selbstgeschriebene Biografien über ihre Person dort stehen haben – “Susi schreibt hier in ihrer außergewöhnlichen und tiefsinnigen Art über das Leben. Es gelingt ihr dabei, besonders die schwachen Momente des Lebens in eine blablabla….” – wohlgemerkt selbst verfasst. Ich meine, dass man sich selber in Gedanken auf den Thron setzt ist das eine, aber in öffentlichen Darstellungen sich selber als das Non-plus-ultra darzustellen, finde ich erstaunlich und irgendwie auch etwas fragwürdig.

Mich stößt sowas ab und vor allem sind mir Angebote, Blogs und Co., die sich in dieser Form anbiedern, sehr suspekt. Ob jemand gut schreibt oder ein Gespür dafür hat, kann – oder besser sollte – doch noch immer von den anderen bewertet werden… oder? Denn sich selber sieht man schließlich fast immer an der Spitze der Evolution und irgendwie als etwas Besonderes… das ist aber keine große Kunst. Ein bisschen mehr Bodenständigkeit wäre also zumindest meiner Meinung nach durchaus öfter angebracht. Selbstverliebtheit ist wichtig – aber die Dosis macht auch da das Gift.

Aber der breiten Masse gefällt es so ‘platt’ anscheinend… sonst gäbe es zum Beispiel keine Bestseller, die schon Bestseller sind (und dann auch werden), bevor sie in den Handel kommen und auch keine Blogs, die trotz 300 Werbefenster und schwachem Inhalt Fuore machen… aber gut, schließlich steht ja auch drinnen “Ein besonderer Blog mit außergewöhnlichen und spannenden Eindrücken meines aufregenden Alltages. Geschrieben von dem Erfolgsblogger Thomas Soundso.” Mh, ja… was soll man da nich sagen.

Ich versteh nicht, warum so was immer so gut ankommt. Hat denn keiner mehr eine gesunde Skepsis heutzutage?

Ach ja – abseits von diesem Thema… das Video sollte man gesehen haben. Ich sage nur “Atlantis Matrix Quantenheilungs-Code”.

[ Video entfernt ]

Die vergessene Entdeckung

Ach ja! Was für eine feine Freude, als ich heute in einer kleinen Pause unterwegs einen Eintrag in meinem mobilen Gefährten namens “Handy” entdeckte, den ich schon längst vergessen hatte. Und zwar eine kleine Liste an sehr guten Blogs, die sich zum Lesen wirklich lohnen. Die Links dazu lasse ich jetzt deswegen weg, weil ich hier nicht über 100 Links wie eine kleine, nervende Spamschleuder einstellen möchte – aber vereinfacht gesagt, hat das Stöbern und Lesen darin überflugsweise soviel Spass gemacht, dass ich gleich Lust hatte, selber irgendwas zu schreiben. Damit entsteht gerade dieser wirklich sinnfreie Eintrag ohne besonderen Mehrgewinn für den Leser.

Aber wenn man wiederum auf die Liste schaut, dann kann ich auch ruhigen Gewissens sagen, dass die besten Einträge da und dort sich genau um das Nichts drehen. Also Einkaufen, Kaffee trinken oder ähnliches, im realen Alltag völlig unscheinbare Dinge. Nachdem ich blogologisch gesehen (ich erfinde das Wort mal schnell eben, in Anlehnung an psychologisch und so was) ein sehr unstetiger Mensch bin und einmal total verausgabt was dahin tippe und das nächste Mal wieder brav dezent fad, um völlig harmlos zu sein, tut es erfrischend gut, sich Input von anderen Blogologen (auch so ein Wort) zu holen. Also halt bei anderen Freaks, die glauben, sie müssen ihr Leben transparent wie abgelaufene Milch-Rückstände online posten und auch noch daran glauben, dass sie damit der Allgemeinheit irgendwas schenken oder sogar Gutes damit tun – außer, dass sie (und ich) Werbemenschen, Firmen und Identitätsklauern das Leben leichter machen.

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Blosxom ist tot. Lange lebe Blosxom!

Ich bin überrascht. Wirklich. Vor einiger Zeit hatte ich ja die Seite Muli.cc online gestellt – das ehemalige Archiv von Douglas, das er mir freundlicherweise vollständig zur Verfügung gestellt hatte. Es ist eine Sammlung von Plugins, Erweiterungen und ähnlichen Zusätzen für die alte/solide Blog-Engine “Blosxom”. Ein simples Perl-Script, welches schon seit mehr als einem Jahrzehnt mehr oder weniger unverändert geblieben ist, noch immer aus einer Datei besteht und absolut minimales Bloggen ermöglicht. Und treu wie ein Käfer läuft… und läuft… und läuft…

Das für mich Erstaunliche nun ist, dass ich nach dem Einrichten von einem Statistik-Tool kürzlich feststellte, dass pro Tag sich durchaus an die 10 User auf der Seite herumtreiben. Das ist nicht viel für normale Webseiten heutzutage – ja. Aber in Relation zu der kleinen Community an Blosxom-Bloggern weltweit und einer wirklich sehr, sehr kleinen Handvoll an (halb-) aktiven Seiten im gesamten Netz wie meine Muli.cc-Seite, ist es spannend zu sehen, dass es doch noch immer Interesse und Bedarf daran gibt. Den User-Statistiken nach werden fast täglich Plugins und Co. von der Seite herunter geladen – und auch die Seiten, die aufgerufen werden, zeugen davon, dass sich die User länger und intensiv mit dem Thema/der Blog-Engine auseinander setzen.

Ich finde das schön. Die Seite bringt also jemanden etwas… so soll es sein!

Die Qual der Wahl

Es ist wirklich mühsam. Die Sammlung der sogenannten “Bookmarks” oder Favoriten – also Webseiten-Links, die man sich für später aufhebt. Ich bin seit jeher einer, der ständig durch die Weiten des Netzes tigert, auch immer wieder einfach einer Webseite folge und dann der Nächsten und so weiter – sozusagen den Spuren im Schnee folge… dabei entdeckt man immer wieder völlig überraschende oder ungewöhnliche Dinge, Projekte, Design & Layouts oder spannende Menschen. Es macht Spass und hat halt ein wenig von Schatzsuche, vermischt mit etwas Abenteuer. Auch findet man dabei immer wieder neue und interessante technische oder konzeptionelle Ideen, die man mal später gut gebrauchen bzw. anderweitig auswerten kann – oder auch Wissen, das man bei einer bestimmten Gelegenheit verwenden möchte.

Und so sammeln sich im Laufe von einer Woche zwischen zehn bis hundert solcher Links in meiner Sammlung an. Meistens aufgeteilt in Technik, Design, Leben, Blogs, Mode & Fotografie, Architektur und Musik. Und dann gibt es noch Diverses. So weit, so gut.

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