Absurde Datenschutz-Diskussion

Zugegeben – man wird schon etwas müde im Laufe der Zeit. Dieses ewige Diskutieren rund um die Themen Datenschutz, Privatsphäre, ACTA, SOPA, Vorratsdatenspeicherung und so weiter… kann schon recht anstrengend und immer öfter auch hoffnungsloser werden. Alle reden davon, aber ändern tut sich nichts.

Bei der Re:publica, zu der ich übrigens gerne gegangen wäre, gab es anscheinend einige Diskussionen dazu – bei der FAZ findet man diesen folgenden und sehr guten Einwand:

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Fade Nocken

Ich muss ja mal so ganz nebenbei sagen, dass ich es wirklich sehr schade finde, dass es kaum jemanden in meinem nahen privaten und ganz persönlichen Freundeskreis gibt, der bloggt. Ein paar Ansätze hat es mal da und dort gegeben, aber im Endeffekt ist nie was draus geworden.

Zwar bin ich so oder so in der Blogosphäre und da und dort auch näher mit anderen verknüpft, aber es wäre schon irgendwie noch eine Spur feiner, wenn auch nahe Umstehende in meiner privaten Welt auch ihren Senf eintippen würden. Passiert aber nicht… und das Wenige, dass man so auf Facebook oder Google+ lesen kann ist halt auch nicht gerade berauschend oder nahrhaft genug, um mental satt zu werden.

Schade, dabei hätten so viele von Euch spannende Dinge zu erzählen… Sonnenschein über das Leben in fremden Ländern, Marygotchi über Kunst und Filmdrehs, Tofugotchi über herzige Geschichten und leckere Rezepte, Mike über Games und Partys, Miaugotchi über ökologischen Anbau und Ressourcen-Alternativen, Grisu über die Welt von Comics und Filme und so weiter und so fort…

Tja. Fade Schnuffis.

Blogs stalken… ein verlorenes Wissen?

Vambenepe schreibt auf Cloud Tragedy, dass RSS schon wieder tot sein soll. Egal ob Twitter, Firefox, Facebook oder Apple an sich… alle schicken RSS in ihren Tools und Browsern auf einen Nebenschauplatz. Ich finde das unglaublich schade, denn es ist eines der einfachsten und bequemsten Dinge, um Blogs zu lesen!

Es ist erstaunlich, dass RSS so ein Schattendasein in der breiten Masse genießt, war und ist aber bis heute nur ein reines Kommunikationsproblem. Ich könnte mir sonst eigentlich keine andere Möglichkeit vorstellen, alle meine 240 abonnierten Blogs täglich mal eben kurz zu lesen. Und ich möchte und kann die ja nicht jeden Tag mehrfach abgrasen und schauen, ob es da was Neues gibt? So öffne ich einfach meinen Feedreader (z.B. FeedDemon) gleich in der Früh, wenn ich den Laptop starte – und sehe sofort alle neuen Blog-Einträge, die da und dort seit gestern geschrieben wurden – und lese nur die, die mich interessieren. Wie einfach soll es noch gehen…?

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Blosxom’s Tod

Wie einige von Euch wissen, habe ich vor längerem von Douglas die Seite “Unofficial Blosxom User Group” übernommen und hoste auf Muli.cc das alte Archiv der Blosxom-Community mit hunderten Plugins und Co. Erstaunlicherweise gibt es durchaus immer wieder Zugriff und beinahe täglich werden immer wieder mal diverse Zusätze heruntergeladen. Es ist schön, das beobachten zu können und es freut mich, dass die Seite jemanden etwas bringt und dass es noch immer Blogger gibt, die Blosxom eine Chance geben. Aber es gibt ein “aber”.

Keine Neuentwicklung
Als ehemaliger und grundsätzlich treuer Blosxom-Fan beginnt es aber auch in meinen Augen nun zu “sterben”. Es fehlt die Neuentwicklung, es fehlt die Adaptierung an die heutige Server-Generation und eine vernünftige Abwärts-Kompabilität der zahlreichen Plugins, die somit vermutlich alle neu entwickelt werden müssten… etwas sehr utopisch. Ein neues Blosxom war zwar mal in diversen Entwickler-Kreisen vor Monaten und Jahren ein Thema, aber nirgendwo hat sich langfristig etwas getan und auch die Ideen waren teilweise ein wenig zu “überstrebend” oder im Endeffekt nur die Neuerfindung bereits bestehender Blog-Systeme und eine Form von “nachhinken” an das aktuelle Zeitgeschehen.

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Retro-Chair-Blogger

Ich geb’s ja zu… ich hätte gerne im Rucksack einen eingebauten Klappsessel, den man mit einem Knopfdruck ausfahren kann – und auf der Seite klappt dann wie bei den alten Schulsesseln so ein Stützbrett raus – darauf ist dann eine alte Tasten-Tastatur und ein kleiner Röhrenmonitor, daneben schiebt man eine lange Funk-Antenne aus und man kann bloggen. Das wäre echt fein. Immer dann, wenn einem etwas einfällt… einfach sofort und auf der Stelle hinsetzen (egal wo man ist) und sofort los schreiben… und dann wieder weitergehen. Wäre vielleicht am Anfang etwas befremdlich für die meisten Mitmenschen, aber wenn es sich mal ausbreitet, wäre es genauso normal wie die mit sich selbst sprechenden Freisprech-Telefonierer. Es muss ein neuer Trend her.

Und kommt mir ja jetzt nicht mit irgendwelchen Handy-Applikationen. Old school Kinder, old school! Retro-Chair-Blogger!

TXT-Wünsche

Liebes Christkind Weihnachtsmann Osterhase Storch Programmierer! Nachdem ich ja die letzten Jahre ein sehr braver Blogger war, wünsche ich mir bitte folgendes von Euch – und zwar eine neue TXT-basierende Blog-Engine.

Und nein, ich will kein Perl, Ruby, Django oder dergleichen verwenden. Und nein, wehe ihr kommt mit dieser idiotischen Idee von SQL-Datenbanken, um ein paar Text-Dateien anzuzeigen. Und nein, ich will keine ****-Smarty-Template-Engine. Und nein, ich will kein sonstiges Template-Framework und keine zusätzlichen Controller und Modul-Einheiten. Und schon gar keinen WYSIWYG-Editor. Und ohne extra Outliner-Tools arbeiten. Und nein, ich brauche keine Plugins! Ja. Ernsthaft! JA, ERNSTHAFT! Notepad zum Schreiben reicht.

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Minimalisierung

Nachdem das Wetter heute nicht gerade ideal für einen langen Ausflug war und ich zudem einige organisatorische Dinge erledigen musste, habe ich trotzdem heute ein kleines Zeitloch genutzt und ein wenig herumgebastelt. Und so nebenbei ein neues Template für diese Seite erstellt, das ich aber trotzdem nicht verwenden werde. Zumindest nicht vorläufig.

Ich wollte nämlich die etwas verlorenen Kategorien, Tags und Co. unten hervorholen und seitlich platzieren, um dadurch das Navigieren sowie das Herumstöbern etwas zu erleichtern. Am Ende bin ich aber doch wieder in den Minimalismus gekippt – gut so – und habe stattdessen die Twitter-Zeilen hier auf der Frontpage am Anfang entfernt (man kann sowieso mit dem Link direkt auf Twitter springen und dort meine kleinen Neben-News lesen) und es verringert die Ladezeit des Blogs hier deutlich.

Außerdem habe ich das Ganze jetzt so umgeändert, dass bei mobiler Ansicht die Navigation oben vollständig ausgeblendet wird, denn die wenigsten mobilen User benötigen sie – die wollen eher schnell reinschauen und kurz lesen… und wer sich tatsächlich für mehr und meine Person interessiert, findet am Ende der Seite sowieso alles notwendige dazu.

Weiters erspart man sich ein paar Zentimeter an Scrollen am Handy, auch da sind die Ladezeiten durch das Weglassen von der Twitter-Einblendung spürbar geringer und besser – und es wirkt gleich noch mehr aufgeräumt.

Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich kippe – denn was mich schon reizen würde, wäre eine responsive 3-spaltige Version der Seite hier. Der Ansatz von Inuit.css gefällt mir gut – eine Art von Framework, das mit dem “Grid”-System arbeitet und mobile Unterstützung in sich trägt. Einzig – ich mag diese fertigen Frameworks nicht wirklich, weil sie einfach für meine Zwecke viel zu aufgeblasen sind und Tonnen an Code rumschleppen.

Nachdem ich mir schon mal mein eigenes, minimales Grid-Layout gebastelt hatte, werde ich das demnächst wieder probieren – in einer sehr schlanken Version. Vielleicht so wie 1KB CSS Grid, aber eben mit mobiler Unterstützung bzw. responsiven Verhalten. Aber dazu muss erst ein toter Regentag und keine Termine her, bevor mich die Muse dazu küsst. Und sofern ich es nicht selber mit meinem minimalistischen Verlangen torpediere…

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