Rehflüstern

Heute bin ich, wie es für einen Sonntag gut passend ist, schon sehr zeitig in den Wald gestapft – raus in die frische Natur, das Ganze auch bei einem relativ milden Wetter und leider einem sehr gatschigen Waldboden. Dafür waren die Gerüche des Bodens und der Bäume umso intensiver… man sollte eigentlich glatt Zelten gehen!

Rehaugen

Unterwegs sind mir, wie so oft in der Gegend, auch etliche Rehe über den Weg gelaufen und so Manche waren sogar recht furchtlos, wenn nicht sogar neugierig. Mhhh, sehr fein sowas… auch der Ausblick über die Landschaft hat der inneren Seele gut getan, auch wenn es leider recht dunstig war und die Sonne nur sehr zaghaft einen Blick durch die Wolkendecke wagte.

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Retro-Schutz im Netz

Nachtrag: Der Beitrag ist übrigens auch für technisch uninteressierte Leser gedacht!
Wer ein bisschen nerdig unterwegs ist, der hat vielleicht mitbekommen, dass es nun auch den Anbieter Evernote erwischt hat – denen wurden aktuell bei einem Einbruch auf deren Server Email-Adressen, Passwörter und Benutzernamen “gestohlen”. Abgesehen davon, dass das nun bei den größeren Diensten (Facebook, Twitter,…) mittlerweile schon fast zum Alltag gehört, hat Evernote immerhin durchaus schnell reagiert und alle Benutzer verpflichtend ein neues Passwort vergeben lassen. Der sinnvollste und schnellste Schritt.

Sicherheit im Netz

Soviel zum Einleitungsbrei. Die Frage, die sich nun stellt – was passiert, wenn man sein (immer gleiches) Passwort nicht nur bei einem Dienst verwendet, sondern gleich bei mehreren Anbietern? Schlecht! Mehr kann man da heute einfach nicht mehr dazu sagen – und vor allem selber schuld, wenn man plötzlich nicht mehr an seine Accounts rankommt oder die Freunde in den Netzwerken mit Spam von den eigenen Accounts überflutet werden… oder wenn plötzlich private Nachrichten, die Selfmade-Nacktfotos und brilliante Projekt- und Geschäftsideen irgendwo unkontrolliert im Netz rumschwirren.

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Amüsanter Beginn

Gerade erst aufgestanden, habe ich einfach mal recht blind im Netz da und dort geklickt… und bin zufällig über eine Chrome-Applikation gestoßen, also über ein Spiel – interessiert mich genau null, aber zum Lesen ist es sehr amüsant. Man liest folgendes:

Ein großer Spaß ist wieder online. Nehmen Sie auf dem neuen Job als *** an. Schließen Sie sich Millionen von Spielern an, die bereits dieses Spiel spielen. Wenn Sie dieses Spiel Spaß macht, empfehlen Sie Ihren Freunden! Süchtig machendes Spiel. Premium-Spiel! Beliebt! Spaß und Spannung!

Und dann die Meinung der User daneben: “worst game in the history of the world / if this game cost anything then the person who made it should be put in prison / peeps its that bad / Rubbish / To be honest this game was the worst game that i have ever played in my life / Its just disgusting / I will never play it again / It really feels like it’s not a game. Its just..bad / Horrible!” und so weiter und so fort…

Ich amüsiere mich gerade sehr! *nerdstuffende*

CERN-Hangout

Mehr und mehr fühle ich mich bei Google+ wohler und es tut sich auch immer mehr dort. Unabhängig von den zahlreichen und schön ausführlichen, textbasierenden Diskussionen machen mir auch die Hangouts immer mehr und mehr Spaß.

CERN Hangout

Ein Hangout ist nichts anderes, als eine Online-Diskussion bzw. Online-Konferenz… also mehrere User hängen sich mit ihren Laptops bzw. Webcams dabei in einen gemeinsamen “Hangout” zu einer vorher ausgemachten Uhrzeit (Event) und können sich dann mittels Video-Live-Schaltung direkt miteinander austauschen und so weiter. Skype lässt da natürlich grüßen, im Gegensatz dazu sind aber viele Google+ Hangouts auch gleich auf Youtube eingespielt bzw. sind auch dort live zu sehen.

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Karottensaft-Nepp

Aus der Kategorie Alltag. Da spaziert man so wie üblich durch die Regale einer der hiesigen Supermärkte. Genau durch den, den ich von Grund auf nicht leiden kann, weil das Personal einfach nicht dem entspricht, was man sich eigentlich erwarten kann oder sollte. Vielleicht vier oder fünf Kunden im ganzen Geschäft am Vormittag, einer davon – nämlich ich – bei der Käse-Wurst-Brot-Theke, dahinter drei Mitarbeiter. So wie immer schon und seit Jahren nun.

Karotten-Saft

Der eine packt gerade irgendwas ein, der andere putzt und der andere läuft von A nach B. Und selber wartet man. Man wird auch gesehen… und man wartet noch immer. Und das tatsächlich ziemlich lange – und ich rede da nicht von zehn Sekunden, sondern schon von mehr als einer Minute – oder noch mehr. Irgendwann rafft sich dann einer auf und man bekommt das, was man wollte. Manchmal gehe ich auch wieder und nehme mir vor, dort nicht mehr einkaufen zu gehen oder mache mich lautstark und provokant bemerkbar. Auch mühsam?!

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Blog-Lizenz. Nochmal von vorne…

Was macht man, wenn man gerade wegen einer baldigen Reise gesund bleiben möchte – und dabei ständig und rücksichtslos von unzähligen Menschen in der Umgebung permanent angehustet und angerotzt wird und einem die Hardcore-Grippeviren nur so um die Ohren fliegen? Richtig, man bastelt still und nebenbei immer wieder an der Lizenz-Idee weiter. Allerdings wird die – vielleicht hat mich ja doch ein Erreger erwischt – immer abstruser und wirrer. Und so habe ich mich heute entschlossen, den technischen und etwas sperrigen Namen SC|NFC wieder im Mistkübel zu entsorgen.

yak-licence_full

Stattdessen habe ich mich entschieden – und wer sich bissl mit OpenSource beschäftigt, weiß schnell, woher die Idee kommt, Stichwort GNU – die Lizenz in meinem Fall einfach kurz und bündig “YAK” zu nennen. Ein kurzes Wort, es ist einprägsam und ich mag die Tiere… der einzige Schönheitsfehler ist, dass es keine direkte Ableitung der Buchstaben gibt, die die Herkunft des Wortes im Zusammenhang mit meiner Lizenz erklären. Aber das war der Begriff SleepyCat irgendwie auch nicht… :)

Also nochmal – ich möchte meine Blog-Einträge hier so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen und ihnen dabei natürlich auch ermöglichen, die Texte problemlos weiter zu verwenden, wie es in der Blogosphäre üblich und normal ist. Mal eben ein wenig zitieren, den Auszug eines Eintrages bloggen, darauf verlinken und sonst irgendwie darauf Bezug zu nehmen und dabei Inhalte von meinem Blog zu verwenden… möchte aber natürlich zugleich verhindern, dass Content-Grabber sich nochmal einfach so an den Inhalten bedienen oder das Ganze mit Werbung oder dergleichen verpappen. Da will ich eine eindeutige, rechtliche Handhabe und Klarstellung haben, aber zugleich auch trotzdem so nahe wie möglich an den freien Creative Commons-Lizenzen bleiben – also Raum für offenes und freies Wissen sowie erlaubtes Teilen, Kopieren und Vervielfältigen. Denn die bieten leider diese Feinheit der “Trennung” (noch) nicht.

Somit entsteht jetzt eben die YAK-Lizenz, die das (zumindest für meinen Blog) ermöglichen soll. Die Lizenz soll frei bleiben und auch von jedem eingesetzt werden dürfen – und sie soll auch kein Gegenstück, Konkurrenzidee oder dergleichen gegenüber den CC-Lizenzen werden, sondern eher sowas wie eine Brücke oder Stützgerüst. Eine vereinfachte und offene Lizenz, die aber dennoch (begrenzte) Restriktionen besitzt, die schwarzen Schafen und “Missverständnissen” das Leben etwas schwerer machen soll.

Ich werde morgen in einem Zeitloch die erste Basis hier reinstellen – und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt. :) Und als Erinnerung, wozu es denn überhaupt eine Lizenz oder “Erlaubnis” braucht… rechtlich gesehen sind alle Texte, Fotos und Videos im Netz urheberrechtlich geschützt und “gehören” jemanden. Immer und ganz automatisch und ohne jeglichen Hinweis. Und das darf man dann natürlich nicht so ohne weiters für seine Zwecke verwenden – mit einer Lizenz hingegen räume ich meinen Lesern mit meiner Zustimmung mehr Freiheiten ein und “erlaube” mehr Dinge zu tun, als nur die Texte zu lesen. Eben kopieren, weitergeben, usw… nur das muss man alles eben genau definieren. Damit habe ich die Kontrolle und der User ist auf der sicheren Seite uns weiß genau, was er darf und was nicht. That’s the reason…

Nachteule

Mitten in der Nacht ein Joghurt aufgemacht, so ein ganz tolles Bio-Ding, und nach dem ersten Löffelschluck wieder hingestellt. Schmeckt wie Erbrochenes von einem Kleinkind, so zart säuerlich-wässrig-schleimig. Ist aber noch gut laut Aufdruck, aber halt der “echte” Geschmack. Weg damit. Ein anderes aufgemacht, bisschen andere Geschmacksrichtung – das Selbe. Frust. Nicht schlafen können und dann sowas. Mahlzeit. Wo ist mein chemisches, flüssig-süßes Plastikfutter-Joghurt?

Nicht schlafen können heißt auch, dass man sich mitten in der Nacht Podcasts rund um Creative Commons anhört und Diskussionen um den “Netzkontex” und dabei genüsslich aufsaugt, dass das reine Anklicken von Petitionen kein Widerstand ist. Richtig, danke für das bestätigende Statement, denn genauso ist es. Also alles nett heute Nacht, wenn da nicht die Augenringe wären, die sich dezent unter den Augenlidern ansammeln.

Dann irgendwann um drei die hiesige Lizenzidee in den Müll gekippt und 5 Minuten später wieder rausgeholt und da ist sie wieder. Für alle verschlafene Seelen, die es nicht schaffen, die Kommentare hier im Blog zu lesen, weil sie durch Facebook-Likes schon stumpfsinnig geworden sind, es gibt jetzt hier eine grobe, aber noch nicht gültige Lizenz für den Blog hier. Wobei das Wort Lizenz schon von Grund auf lächerlich ist, deswegen sagen wir mal eher, dass es sich darum um meine offizielle “Erlaubnis” handelt, die festlegt, was ihr mit meinen Sachen hier im Blog machen dürft. Aber wie gesagt, ist noch lange nicht fertig, bisschen Geduld noch – weil mir fehlt auch gerade die Zeit dazu.

Außerdem komme ich mir dabei so niederträchtig vor, dass ich jetzt als Creative Commons-Fan, Befürworter und Unterstützer desselben, jetzt sozusagen eine bösere Form erstelle, die dem freien Gedanken nur mehr zu Hälfte entspricht – aber wie es so schön in einem Podcast-Kommentar gesagt wurde… die hiesige Gesellschaft hat das Thema noch immer nicht aufgearbeitet, fühlt sich überfordert und 90% der User da draußen verstehen den Ansatz sowieso nicht genau oder gar nicht. Keine Ahnung, wie man das verbessern kann, aber vorläufig schütze ich mal zumindest meine elektronischen Brocken – man kann schließlich auch anderweitig versuchen, ein Gefühl für freies Wissen und Inhalte zu schaffen. Zumindest probiere ich das.

Im übrigen, wenn wir schon am Bodensatz in der Suppe sind – die Fotos, die ich in zeitlosen Stunden der Fröhlichkeit mit dem Handy oder der alten, klapprigen Ixus machen, stehen jetzt dennoch unter einer CC-Lizenz. Bei Bildern ist das irgendwie leichter als bei Texten. So, Schluss jetzt – ich muss schon wieder düsen.