Gewitter-Stimmung

Mhhhhh! Ich liebe Gewitter! Gerade eben zieht eine Front über die Stadt und Umgebung. Es grummelt angenehm tief, man spürt dieses leichte Dröhnen und die Luft bekommt diesen ganz eigenen Geruch. Gewitter sind einfach herrlich und im Laufe der Zeit für mich auch so was wie Glücksbringer geworden – obwohl ich ansonsten keinerlei Bezug zu diesen eher abergläubischen Dingen habe.

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Foto: Gewitter-Wolken von minasanor @ Flickr

Erst unlängst habe ich einem Gotchi erzählt, dass schon anno dazumal ein Gewitter fast immer ein Garant für einen Erfolg in meinem Leben war. Zum Beispiel hatte ich die besten Momente in meiner kläglichen und dunklen Schulzeit, wenn es draußen blitzte und donnerte und ich dabei gerade mein Wissen mündlich oder schriftlich unter Beweis stellen musste… ich konnte mich fast hundertprozentig darauf verlassen, dass ich eine gute Note bekam. Aber auch meinem Körper ging es nach einem Gewitter immer deutlich am Besten. Und als Erwachsener ist die Bedeutung für mich noch intensiver geworden als früher – Gewitter sind sozusagen so was wie Schokolade für meine Seele.

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Pierrot Le Fou

Völlig unüberraschend für treue Leser muss ich wieder mal hier festhalten, dass ich alten Film-Klassiker immer mehr und mehr mag. So zum Beispiel auch den Film Elf Uhr nachts aus dem Jahre 1965, den ich vorhin gerade zum ersten Mal sah. Besonders die Szenen am Meer (Mhhh… Freiheit!) und die überlagerte Stimme mag ich sehr (zumindest in der deutschen Fassung vorhanden).

Diese Form der Erzählung oder Gedanken findet man bei vielen Filmen von anno dazumal und hat mich immer schon sehr angesprochen. Ähnlich einem Autor, der aus seinem Buch vorliest – nur dass das Gelesene sich vor einem visualisiert und dabei zum Leben erwacht.

Aso – die Handlung… Pierrot (gespielt von Jean-Paul Belmondo) ist von seinem Leben gelangweilt. Gerade erst hat er seinen Job bei einem Fernsehsender verloren. Nun muss er sich mit seiner Ehefrau auf öden Partys der gehobenen Pariser Gesellschaft herumtreiben. Als seine Ex-Geliebte Marianne als Babysitterin eingestellt wird, beschließen die beiden, diesem gesellschaftlichen Gefängnis zu entfliehen. Auf ihrer Flucht in den französischen Süden wird das Paar jedoch von algerischen Waffenschmugglern verfolgt, die es auf die undurchsichtige Marianne abgesehen haben…

Aufgeschnappt – verlorenes Bloggen

Normalerweise versuche ich ja brav zu sein und – ausgenommen der Musikvideos – so wenig fremden Content wie nur irgendwie möglich hier in den Blog zu klatschen. Oder vorher zu fragen. Heute bin ich mal so frech und kopiere da kurz was aus einem anderen Blog, einfach weil es mir gut gefällt. Frau J von Quartier-Vier.de hat nämlich über das “alte Bloggen” anno dazumal kurz was geschrieben… wo ich nur zustimmen und mit dem Kopf nicken kann.

“Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich in der Anfangsphase meines Bloggens in eine sehr gute Zeit hineingeraten bin, nämlich in die, in der Leute damals noch gar nicht wussten, was das ist. Da kam auch keiner auf die Idee, mich zu googlen, was heute ja das erste ist, was man so tut, um über jemanden mehr zu erfahren. Und ich lese das alles heute noch gerne. So schwulstig es teilweise doch war.”

“Ich bin dankbar dafür, einfach nur geschrieben zu haben, ohne nachzudenken, wer mich finden könnte, weil es die Art zu bloggen ist, die ich mal liebte, und der ich heute nicht mehr nachgehen “kann” oder will. Der viele heutzutage nicht mehr nachgehen. Gefühle und etwas tiefgründigere Gedanken im WWW darzustellen ist heute mehr als “verpöhnt”, weil es ja jeder nachlesen und demnach auch jeder darauf herum trampeln kann. Oder die Angst, dass jeder nun “zu viel” weiß.”

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Auf bald…

Gestern war der letzte, gemeinsame Ausflug von mir und Tofugtochi für vermutlich längere Zeit… denn die Ferne ruft sie wieder zurück in ein anderes Land. Das ist immer so ein “Mhhhhrrr”-Moment, der einem gar nicht freudig macht. Ich mag keine Abschiede. Deswegen lasse ich das hier auch aus.

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The Cardigans

Abgesehen davon, dass sie a nice girl ist, ist ja bis heute das abfärbende Tattoo auf dem Autositz und das fehlende Rückspiegel-Glas ein Diskussions-Thema bei den Fans. Dazu gehören so Kommentare wie “Sie wird von einem Hamster mit Kulleraugen gestalkt”. Köstlich. Aber das sind eben die feinen Retro-Musik-Videos, die gehören sich einfach so.

Unabhängig davon – super Video, das ich immer wieder gerne in der Früh zum aufstehen höre. Wer übrigens die spektakulärer Uncut-Version sehen will (mit den Autos die von der Straße abkommen, sich überschlagen, usw…) klickt mal eben hier drauf. Enjoy.

Sinnfreies um das Nichts

Alt. Geschrieben. Gelöscht. Wieder hervorgeholt. Geändert. Sinnfreie Gedanken ohne großen Bezug relauncht: “Gestern hat mir ein Gotchi eine Lebensfrage gestellt… darf man jemand anderen und anderes mögen, wenn man bereits jemanden und etwas anderes liebt? Darf man lieben und nochmal lieben? Ich weiß es nicht. Es ist eine der Frage, die je nach Lebensalter, nach Erziehung, nach Kultur und nach dem eigenen Weltbild wohl immer anders beantwortet wird.

Als wir “jung” waren und Erfahrungen sammelten, gehörte das Thema von lieben und noch jemanden lieben einfach immer dazu. Es gab die Mitlebenden in der Jugend, die jede Möglichkeit nach mehrfacher Liebe nachgingen… sie lebten, sie sauften, sie grölten und sie zogen durch die Emotions-Gebiete der Unbedarftheit der damaligen Zeit. Und es gab die, die sich nur einmal verliebten und darauf dann fixiert waren, sich nicht mehr lösen konnten oder auch wollten. Die, die eine Person auserkoren hatten, sich ihr verschrieben, in ihr aufgingen und ihre ganze Liebe in diesen einen Menschen investierten. Einige haben es bis heute geschafft, viele sind gescheitert.

Es wurde geredet, diskutiert und gestritten, geweint und gelacht. Man war sich einig… nein, es gibt nur die eine Liebe im Leben. Und danach ging es wie üblich weiter… jeder mit jedem oder mit dem anderen. Die einen nur, die anderen hin und wieder, ein paar nur ein bisschen und manche gar nicht. Ich war damals – so wie viele – der Meinung, man kann nur einen lieben. Man kann sich nur einem einzigen Menschen im gegenwärtigen und dauerhaften Moment öffnen. Nur ihm kann man sich voll und ganz verschreiben, das geht mit mehreren Menschen nicht.

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Sommergefühle

Gestern war es richtig schön-sommerlich und lebendig. Am Vormittag gab es eben ein PR-Shooting im Burgenland, wo ich dabei sein durfte – war generell recht amüsant, ziemlich flott und sozusagen sportlich. Unter anderem dabei (wieder) die Vorteile von Car2Go kennen gelernt. Feine Sache – irgendwo steht anscheinend immer einer der kleinen Smart-Flitzer rum, buchen, nehmen, fahren und irgendwo einfach wieder abstellen. Fertig. Für kleine und schnelle Geschichten zwischendurch eine recht praktische und effiziente Sache.

Schon am Vormittag strahlte die Sonne in ganzer Kraft vom blauen Himmel und deshalb schwitzten wir schon bei der Hinfahrt im Auto, kurz darauf dann auch auf dem Dach eines kleinen Mini-Wolkenkratzer – aber egal, es mussten rasch da und dort Fotos gemacht werden – man hat von dort wirklich einen herrlichen Ausblick – und schon ging es dann wieder zurück in die bereits aufgewachte Innenstadt, in der das frühlingshafte Leben nur so aufkeimte… so viele Menschen in der Innenstadt und in den Parks hat man seit dem letzten Sommer nicht mehr gesehen. Kurze Ärmel, umgebundene Jacken, Kind und Kegel an den Leinen. Schön – so hat Wien wieder den fröhlicheren Charakter.

Danach spazierte ich ein wenig durch das Innenstadt-Flair, genoss das Leben und verhungerte dabei fast, bis ich mir endlich in letzter Minute ein Pizzastück in den Mund stopften konnte – sozusagen auf den letzten Drücker, denn sonst wäre ich völlig verdünnt und ausgedürrt zwischen den Asphaltstein-Spalten verschwunden.

Dann folgte ein wenig Koordinationsarbeit und schon saß ich kurz darauf – und wesentlich schneller als erwartet – im Zug und düste im wahrsten Sinne des Wortes in den nördlichen Süden von Wien zu Tofugotchi. Hurra. So schnell war ich noch nie da draußen – keine Ahnung, was das für ein Zug war… ich konnte gerade mal ein paar Schluck Wasser zu mir nehmen und den Sitznachbar dabei anstarren, wie er auf den klappbaren Tisch mit Kugelschreiber kritzelte, bevor ich da war.

Dann ging es auf Zackzack – Tofugotchi war schon fröhlich und gut gelaunt mit den Hunden in Warteposition (also selbstverständlich nach 2 1/4 Stunden Haarföhnen und so) und dann ging es wieder… jetzt kommt die ganz große Überraschung… wieder an das andere Ende der kleinen, unscheinbaren Stadt Wien – und zwar dort, wo sich Donau, Öl und Schwermetalle ‘Gute Nacht’ sagen. Das passende und übliche Umfeld für unsere Ausflüge. Die Anderen gehen in den Wald, wir gehen zu den Pipelines. Perfekt.

Ich muss übrigens festhalten, dass Tofugotchi dieses Mal nicht – ich wiederhole – nicht in die sprechende Plastikschachtel schaute, sondern sogar aus dem Auto. Und sogar aus der Windschutzscheibe!!! Ja, richtig! Während des Fahrens! Wir kamen also lebendig an. Easy Cheesy!

Am Ziel der Reise angekommen begann der Spießrutenlauf und die Hektik entspannte Spaziergang. Nachdem bei so einem schönen Wetter kaum jemand in der Natur mit seinen Hunden spazierte, waren wir eingepfercht von tausenden Menschen und tausenden freilaufenden Hunden von ein paar vereinzelten Spaziergängern und mussten deswegen in einem durch nur hin und wieder die Wegseite wechseln.

Jaja, denn das ist mit dem kleinen Schlepplift Hund alles nicht so leicht, denn er tut sich halt nicht mehr ganz so leicht mit seinen Augen und so. Der Taschentuch-Hund hingegen schwebte förmlich an der Leine und flatterte nur hin und wieder im leichten Frühlingswind und kann übrigens mittlerweile sogar recht gut nicht nur links – sondern sogar auch rechts von mir gehen. Nicht schlecht, oder? Tja, ich bin eben der geborene Schleppliftbügel-Taschentuch-Packerl Hunde-Führer.

Nachdem wir entspannt und immer fröhlicher durch die Wiesen stapften, übertraten wir dann auch gleich x-Verbote und beschlagnahmten einfach ein – vermutlich mit Schweröl verseuchtes – Sperrgebiet in der Größe von ein paar hundert Hektar und machten es uns in einer der üblichen Graskuhlen auf der herrlichen, weiten Wiese gemütlich. Dort das übliche Bild – Schlepplift-Hund zieht sich wie ein Wischmob durch die Graslandschaft und jagt imaginäre Wiesenhörnchen, Taschentuch-Flocki fordert vehement Zuneigung flatterte entspannt im Wind und wir ließen uns die Sonne auf der Haut zergehen.

Mh, ich mag das – trockenes Gras, Sonnenstrahlen und blauer Himmel. Herrlich! Der Sommer ist schon spürbar.

Währenddessen diskutierten wir über das Auswandern, unsere hoffnungslose hoffnungsvolle berufliche Zukunft und freuten uns über unserern Sumpf des Lebens junges, aufregendes Leben. Danach spazierten wir ein Stück weiter, dazwischen zog der Schlepplift-Hund Tofugotchi quer durch die Pampa und jagte dabei dieses Mal echte Wiesenhörnchen – und erreichten dann kurz darauf eine kleine Lichtung, auf der wir unverrichteter Dinge wegen Myriaden anderer Hunde einfach spaßeshalber wieder umdrehten und quer durch das Sperrgebiet zurückstapften.

Wochen später Minuten später spazierten wir dann fröhlich weiter entlang der Donau – oder so was ähnlichem… was wässriges halt. Könnte auch die Ableitung der Raffinerie sein. Tofugotchi meinte übrigens noch vor Beginn des Ausfluges “Heute gehen wir schwimmen”. Nun gut, ich dachte mir in dem Moment eigentlich, dass es dazu vielleicht doch noch etwas zu kühl sein könnte, aber gut… bei den Gotchis weiß man ja nie, was einem so erwartet.

Nachdem sich das arme Taschentuch-Hündchen ganz fleckig gemacht hatte, musste es also vor der Heimfahrt mit dem Auto natürlich noch baden gehen. Und so ertränkten wir lockten wir problemlos das Hündchen in das seichte Wasser. Gar kein Problem, denn der Abhang ist dort aber sowas von mords-steil und rutschig ganz flach und dadurch kann man nie und nimma besonders bequem zum Wasser hinunter. Den Hund hinein stellen, waschen und wieder mitnehmen. Ja. Und so halt. Recht simpel.

Dann ging es wieder weiter. Später dann beim Auto wringten wir erst das Taschentuch-Hündchen und dann Tofugotchi aus. Ich weiß jetzt allerdings nicht mehr genau, wer tiefer im Wasser war, aber gut – solche Abhänge bei diesen zentimetertiefen Fließgewässern – wie ich ja auch aus beruflicher Erfahrung weiß – können ganz schön vorhersehbar heimtückisch sein.

Die Heimfahrt war dann völlig problemlos – hinten der Schlepplift-Hund, der sogar im Sitzen aufrecht schlafen kann, das braun-gefleckte Taschentuch-Hündchen, neben mir Tofugotchi ganz im ‘Lara-Croft-ich-komme-gerade-aus-der-Wasserhöhlen-Expedition’-Style und ja… ich halt. Wir waren dann übrigens wieder recht schnell zuhause – keine Ahnung, warum alle Fahrten gestern so schnell vorbeigingen – wo wir dann gemütlich auf dem Balkon in der Sonne vor dem Laptop chillten.

Aja, jetzt hätte ich fast vergessen, dass wir ja aus dem Keller unten noch so ein gigantisches kleines Sesselchen holten, das auf den Millimeter genau durch die ganzen Türen passte. Da merkt man übrigens, dass sich regelmäßiges Fototaschen und Stative tragen auszahlt. Die 360-Kilo Korbflechten-Tonnen paar Gramm verknüpftes Körbchensesselchen waren damit kein Problem.

Dann ging es leider wieder heim, auch diese Zugfahrt war verdächtig kurz und ich fiel dann doch recht müde zwischen den Katzen ins Bett. In der Früh hatte ich keine Socken an – ob es daran lag, dass ich den Katzen zu wenig zum Fressen gab oder sie doch auszog, weiß ich jetzt nicht mehr…

Alles in allem also ein feiner und netter Tag. Davon sollte es mehr geben!