Passend zur sommerlichen Saison… so schaut auch mein Alltag aus. Oder so ähnlich… naja, vielleicht das Ganze um 5 Zeitlupen-Stufen reduziert… oder 10… oder noch ein bisschen mehr. Aber so in etwa… (hust)!
Sehenswert ist auch das Video hier – Abfahrt durch die Favelas in Brasilien. (Video via Inasabi)
Völlig unüberraschend für treue Leser muss ich wieder mal hier festhalten, dass ich alten Film-Klassiker immer mehr und mehr mag. So zum Beispiel auch den Film Elf Uhr nachts aus dem Jahre 1965, den ich vorhin gerade zum ersten Mal sah. Besonders die Szenen am Meer (Mhhh… Freiheit!) und die überlagerte Stimme mag ich sehr (zumindest in der deutschen Fassung vorhanden).
Diese Form der Erzählung oder Gedanken findet man bei vielen Filmen von anno dazumal und hat mich immer schon sehr angesprochen. Ähnlich einem Autor, der aus seinem Buch vorliest – nur dass das Gelesene sich vor einem visualisiert und dabei zum Leben erwacht.
Aso – die Handlung… Pierrot (gespielt von Jean-Paul Belmondo) ist von seinem Leben gelangweilt. Gerade erst hat er seinen Job bei einem Fernsehsender verloren. Nun muss er sich mit seiner Ehefrau auf öden Partys der gehobenen Pariser Gesellschaft herumtreiben. Als seine Ex-Geliebte Marianne als Babysitterin eingestellt wird, beschließen die beiden, diesem gesellschaftlichen Gefängnis zu entfliehen. Auf ihrer Flucht in den französischen Süden wird das Paar jedoch von algerischen Waffenschmugglern verfolgt, die es auf die undurchsichtige Marianne abgesehen haben…
Heute gab es einen kleinen Filmdreh in der Stadt bzw. auch außerhalb am Land… dem Regen und Wind zum Trotz. Hat wie immer Spass gemacht und ich konnte vor allem auch (wiedermal) ein weiteres Stück an Wissen und Erfahrung für mich mitnehmen… so was tut gut.
Sonst gibt es von heute nicht viel zu berichten, außer dass ich begonnen habe, Tonnen von Daten zu verschieben und zu archivieren – denn ich habe nun endgültig beschlossen, meinen Desktop-Computer einzumotten und ebenfalls im kleinen Alltag unter die portablen Schlepptop-User zu gehen, der große PC wird also zukünftig nur mehr für Groß-Einsätze – wie eben Filmschnitt und dergleichen – angeworfen und dazu im kleinen Zimmer verstaut – für den Surf-Alltag, Fotos und die Kommunikation dient somit zukünftig der kleine mobile Schleppi. Wird zwar alles noch ein paar Tage dauern, aber ich arbeite bereits brav darauf hin…
Etwas verspätet, aber doch noch – Tofugotchi und ich waren natürlich letztens wiedermal unterwegs. Und normalweise ist es ja so, dass wir einfach ein bisschen auf eine Wiese spazieren gehen oder wir trinken einen Café oder gehen ins Kino oder gehen Eis essen oder Einkaufen oder was auch immer. Dieses Mal natürlich nicht, wäre ja viel zu einfach…
Im Gegenteil – wir haben nämlich ALLES gemacht. Ja, richtig – alles. An einem einzigen Tag. Etwas, das uns kaum einer nachmachen kann. Begonnen hat alles zuerst mit einer harmlosen Nachricht “Heute schneiden wir Hundegotchi die Haare”. Mh, nun gut. Wie auch immer das funktionieren soll, wir schneiden dem Hündchen halt die Haare – soll mir recht sein. Gesagt, getan – ich kurvte also gleich mal in die Pampa außerhalb von Wien und schon stand Tofugotchi freudestrahlend mit einer Miniatur-Spielzeugschere mit einem professionellem Schneidegerät in der Hand in der Türe.
Da sitzt man gemütlich zuhause und wird plötzlich aus dem Tagtraum gerissen… der Postbote steht vor der Türe und winkt mit einen geheimnisvollen Umschlag, dessen Übernahme ich sogar bestätigen muss. Aha, ok?! Was kann das sein? Also öffnen und eine anonymisierte DVD ohne Beilage darin… geheimnisvoll. Absender ein gewisser “Chr”, der hier schon in den Kommentaren öfter vertreten war – zwecks Vereinfachung nenne ich ihn zukünftig hier einfach Grisu… ja, der kleine Zeichentrick-Drache da, der anno dazumal Feuerwehrmann werden wollte (hahaha, ich höre den Seufzer von “Chr” bis hierher).
Also wenn mir der herzige Drache Grisu ein Kuvert mit einem Film schickt, rechne ich eigentlich am ehesten entweder mit Comic-Zeugs, alten Serien-Klassikern, Pornos oder Urlaubsfotos. Nein, nichts davon… im Gegenteil: viel besser. Denn der gute Grisu hat das fast Unmögliche geschafft und einen der alten Filmklassiker aufgetrieben – einen, nachdem ich selber schon lange erfolglos gesucht habe (und er ebenso). Den gibt es nämlich bei uns nur schwer zu kaufen in den Geschäften und auch sonst schaut es im Netz recht mau aus. Nicht mal Amazon oder anderen Online-Shops kennen den… er gehört quasi zu der Sorte von Filmen, die langsam aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwinden, obwohl sie eigentlich Klassiker sind. Das Mädchen von Hongkong!!!
Marygotchi wird kommende Woche über Wien abgeworfen und wenn es gut geht, auch hier in einem Stück landen – und dann wird es aber bereits recht flott losgehen. Denn wir nützen die Chance, um unsere chaotische Kreativität zu bündeln. Filmdreh. Also besser gesagt – ein filmisches Portrait über ihre kreative Arbeiten sozusagen. So weit so gut.
Mein inneres Konzept ist bereits fertig und ich weiß natürlich schon ganz genau, wie es ausschauen wird, welche Schnitte, welche Soundkulisse, welche Locations und so weiter. Ja. Es wird natürlich dann ganz anders ausschauen, als ich es mir vorstelle – die sanften Kameraschwenks, Unschärfe gepaart mit feiner Tiefenschärfe und die warmen Farben werden dann wohl verwackelt, ausgewaschen oder überblendet sein, der Ton rauschig und scharf und die Schlagschatten werden die Nasenspitze beschlagen. Oder so ähnlich. Und alles diesen grausigen Charme von “Die Schulklasse 3c der Volksschule hat da mal ein Videoprojekt gemacht” haben.