Vambenepe schreibt auf Cloud Tragedy, dass RSS schon wieder tot sein soll. Egal ob Twitter, Firefox, Facebook oder Apple an sich… alle schicken RSS in ihren Tools und Browsern auf einen Nebenschauplatz. Ich finde das unglaublich schade, denn es ist eines der einfachsten und bequemsten Dinge, um Blogs zu lesen!

Es ist erstaunlich, dass RSS so ein Schattendasein in der breiten Masse genießt, war und ist aber bis heute nur ein reines Kommunikationsproblem. Ich könnte mir sonst eigentlich keine andere Möglichkeit vorstellen, alle meine 240 abonnierten Blogs täglich mal eben kurz zu lesen. Und ich möchte und kann die ja nicht jeden Tag mehrfach abgrasen und schauen, ob es da was Neues gibt? So öffne ich einfach meinen Feedreader (z.B. FeedDemon) gleich in der Früh, wenn ich den Laptop starte – und sehe sofort alle neuen Blog-Einträge, die da und dort seit gestern geschrieben wurden – und lese nur die, die mich interessieren. Wie einfach soll es noch gehen…?
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Kennen sicher so manche… da versucht man jemanden das “Internet” zu erklären, aber das gelingt nicht immer. Zu viele Begriffe, zu komplex und so weiter – speziell dann, wenn jemand so gar keinen (mentalen) Zugang dazu hat. Die Digitale Gesellschaft bei den Deutschen da oben hat sich mal was einfallen lassen und eine recht einfach gehaltene Zusammenfassung erstellt. Leicht verständlich, kurz und bündig. Kann man als PDF runterladen und hilft vielleicht dem einen oder anderen, wenn man sich mal wieder als Erklär-Bär versucht.

Übrigens steht dahinter auch eine Idee – die Netz-Kollegen wollen diese Broschüre nämlich drucken lassen und – ratet mal wem in die Hand drücken – richtig, den lieben Politikern. Sinnvoll kann man da nur sagen. Mehr Infos zu dem Ganzen findet ihr auf der Seite: Digitalegesellschaft.de
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“Recently developed a passion for middle aged surfing, which is like ordinary surfing only slower and fatter.” (Duncan @ Vimeo)
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Das ist ein alter Beitrag aus 2011 – aber irgendwie passt er gerade so gut, dass ich ihn hier nochmal nach vorne schieben möchte, denn sonst müsste ich eigentlich das Gleiche nochmal schreiben…
Manchmal hasse ich es. Diese geistige Abhängigkeit von Fotografie. Fashion. Models. Grafik. Illustrationen. Design. Blogs. Lifestyle. All diese Dinge, die sich bereits seit meiner Kindheit in meinem Kopf manifestiert haben, die mich unaufhörlich antreiben, in diesem Pool ständig einzutauchen. Immer wieder. Es gibt Tage, da möchte ich Facebook, Twitter, die hunderten Blogs, die sich mittlerweile im RSS-Reader angesammelt haben, die vermutlich weit über tausend eleganten Fashion-Bilderchen aus Blogs und Co. auf den Festplatten… einfach löschen. Weg damit. Und nicht schon wieder stattdessen einen tollen, neuen Blog entdecken, der vor lauter Lifestyle beinahe platzt und wo man bei jedem Bild einfach nur “Mhhh” sagt.

Solche Blogs und Fotos wo man sich denkt “Verdammt, warum musste ich das jetzt entdecken?” Jetzt ist man wieder dem Trieb unterlegen, durchstöbert die Postings, die Links, speichert das und jenes Bild ab, weil sie alle großartig sind, unikat – und landen dabei eh nur in einem Ordner bei den anderen tausenden Bildern. Und wieder ein Blog mehr im RSS-Reader. Es kommt dann auch dieser Schub an Inspiration wieder auf… ja, ich will auch solchen tollen Fotos machen, solche Illustrationen, das Projekt und das da und ja, wow – das ist auch toll, so was möchte ich auch machen. Und so weiter. Und dann sitzt man eben da, zeichnet, designt, entwirft, fotografiert, bastelt oder programmiert stundenlang – Stunden. Minuten. Nächte. Wochen. Monate. Jahre. Mehr als 10 Jahre bereits. Und macht es dann – zumindest glaubt man das – eben genauso wie die anderen – man macht diese “coolen” Dinge selber. Toll. Eh. So wie Millionen andere im selben Moment. Und man ist rastlos dadurch.
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Erster Arbeitstag, neue Lebens-Variablen und das herumfeilen und der mühselige Kampf um das eigene Profil – die Kurzfassung des heutigen Tages.
Heute war es also soweit und ich durfte nicht nur meine neue Arbeitsstelle kennenlernen, sondern auch mein neues Team. Nachdem ich außer einem ersten, sehr positiven Eindruck noch nicht allzuviel sagen kann, beschränke ich es mal auf: ein sehr nettes und offenes Team, es wirkt nach einer guten Umgangs-Atmosphäre. Der erste Einsatztag war (noch) im westlichen Gebiet von Wien, noch dazu in einer sehr schönen Landschaft und ich konnte auch gleich wieder einiges an Wissen und neuen Erkenntnissen sammeln. Mal schauen, was ich in ein-zwei Wochen so mal etwas genauer berichten kann… noch ist ja alles ungewohnt, neu und unbekannt.
Ansonsten arbeite ich seit etlichen Tagen und vor allem Nächten daran, meinen Namen in diversen Suchmaschinen zu “minimieren” bzw. auch zu schärfen und besser zu kontrollieren. Ich habe mich in den letzten Tagen wieder weiter bei insgesamt fast 15 Services abgemeldet, etliche Accounts deaktiviert und auch Kontaktinformationen da und dort eingeschränkt. Zudem auch einen inhaltlichen “Honeypot” eingerichtet, um Lecks und Mißbrauch meines Profiles und/oder meines Namens genauer nachvollziehen und verfolgen zu können. Wie schon letztens geschrieben habe ich auch heute wieder etliche Antworten diverser Anbieter bekommen – und fast alle positiv, sprich man hat (manchmal “kulanterweise”) meine Profile und Daten deaktiviert.
Jetzt wird es vermutlich an die 14 Tage oder so dauern, bis ich die ersten Auswirkungen überprüfen kann. Aber leicht ist das alles nicht – teilweise ist da wirklich ganz schön Recherche-Arbeit notwendig und leider auch manchmal sehr forsch sein. Vor allem die Personen-Suchmaschinen sehen sich abseits der rechtlichen Grundlage oder basieren auf deren Schlupfwegen, vergessen aber, dass negative PR sich schleichend manifestiert (und wird). Aber mal schauen – bin auf 2~3 Rückantworten solcher Seiten gespannt…
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Oder so ähnlich… ich habe unlängst mal wieder mich selber gesucht und glücklicherweise gefunden – ein regelmäßiger Vorgang, den ich einmal alle zwei-drei Monate durchführe. Als Blogger, der seine Gefühlswelt offen grillt und zubereitet, sollte man ja da doch immer ein wenig sein Auge darauf haben.
Und nicht weiter überraschend, habe ich natürlich da und dort zum Teil wieder auch die Profile aus dem Jahre 2003 und früher entdeckt, sowie etliche Portfolios auf irgendwelchen Plattformen von anno dazumal. Was mich mittlerweile nun stört, bin gerade dabei, mein Leben wieder aufzuräumen – und natürlich habe ich keinen Plan mehr von den Zugangsdaten, zweitens wüsste ich auch nicht, was ich dort noch machen sollte und einiges bringt mich auch in einen Kontext, in dem ich heute aber nicht mehr stehen will. Also habe ich vor ein paar Tagen begonnen, radikal die Suchergebnisse durchzugehen und die Profile gezielt zu deaktivieren bzw. mich aus den Suchergebnissen da und dort rauszubekommen.
Und ich muss offen sagen, dass ich einige Überraschungen erlebt hatte. Denn fast jeder kennt diverse “Spam-Seiten”, die einfach sich irgendwelche Daten aus dem Netz saugen und gesammelt dann online stellen. Dazu gehören die automatisierten Personen-Suchmaschinen, die eine absolute Pest darstellen und das Netz und die Sichergebnisse radikal verseuchen, aber auch Portale, die einfach Webseiten-Contents abgraben. Im Normalfall scheitert man beim Austragen – denn entweder es wird Geld verlangt und man bezieht sich auf dubiose Gesetzesgebungen oder es gibt einfach keinen Kontakt, geschweige denn Impressum oder halt keine Antwort und der Server liegt in Russland oder Spanien.
Ich habe es dennoch probiert und mich bei mehr als 10 dieser Seite abgemeldet – teilweise über mühsame Ecken den Kontakt gesucht und um ein Austragen gebeten. Erstaunlicherweise hat es bei 6 der Seiten auf Anhieb geklappt, sogar mit Rückantwort und meine Daten sowie Profile sind tatsächlich entfernt worden. Ganz ehrlich – damit hätte ich nicht gerechnet. Es bleibt zwar eine Frechheit, dass man überhaupt ungefragt meine Daten zentral zusammenführt auf fremden Seiten, die mit eingeblendeter Werbung Geld verdienen – also sprich mit meinen Contents und Inhalten… aber ich fühle mich ein wenig freundlicher gestimmt, wenn man auf meine Aufforderung auch tatsächlich reagiert.
Ich werde das in den nächsten Tagen mal fortsetzen und genau schauen, was wo und wie über mich so rumschwirrt und sozusagen mein Online-Profil schärfen und “kompaktieren”. Nur die allseits bekannten Personensuchmaschinen, auf die ich echt sauer bin und die zum Teil falsche Daten anzeigen, werde ich mir extra vorknöpfen. Denn ich persönlich gebe Google den Zugriff, ja (ansonsten sperre ich den Suchrobot), und damit die Zustimmung zur Erfassung meiner Contents – das habe ich den anderen aber nicht eingeräumt bzw. wurde ich auch nicht danach gefragt. Und das geht so nicht.
Aber zumindest als erstes Fazit – man kann sich da und dort doch austragen, sogar auf den düstersten Spam-vollgestopft-Webseiten… zumindest manchmal.
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Nachdem ja die meisten meiner Leser eher aus dem “Ich bin kein IT-Freak”-Eck kommen und ihre Zeit deshalb auch nicht so wie ich völlig unnötig vor ein paar leuchtenden Bits und Bytes versumpern, habe ich mir gedacht, helfe ich ein wenig nach, um Euch ebenfalls auf die dunkle und einsame Seite der Macht zu ziehen.
Ich weiß es leider selber nicht mehr genau, denn diese Blogeinträge sind hier nicht mehr archiviert worden meinerseits, aber ich habe vor vermutlich 3 Jahren – oder noch länger – einmal über die Idee sinniert, wie man das weltweite Netz noch stärker miteinander verknüpfen kann. Und dabei eine Idee mit Textdateien gehabt – so simple Dateien, in denen ein paar Basis-Infos enthalten sind und die man als etablierter Standard überall verwerten, auslesen und so weiter kann. Nun – ich Gegensatz zu meiner Fauligkeit, haben sich ein paar Leute ebenso dieser Idee näher gewimdet und so entstand das Projekt Humans.txt – We are People, not Machines.
Die Idee ist ziemlich simpel und einfach – im Hauptverzeichnis einer Webseite legt man eine einfache Text-Datei ab – humans.txt. Darin enthalten sind die Namen, der jeweiligen an der Seite beteiligten Personen sowie sonstige Shortcuts. Es erinnert ein wenig an die Meta-Daten bei Webseiten im Header-Bereich. So weit so gut – in der Textdatei sind diverse (noch nicht vollständig standardisierte) Shortcuts wie “Name, Location, usw…” enthalten. Leicht lesbar – für Menschen als auch Maschinen. Die genauen und näheren Hintergründe rund um diese Idee finden sich auf der Webseite.
Was bringts – das ist die große Frage, die bereits jetzt eifrig diskutiert wird. Ich denke – oder zumindest wenn ich an meine Idee zurückdenke vor vielen jahren – dass eine standardisierte “Visitenkarte” bei Webseiten prinzipiell keine schlechte Idee ist. Es gibt ja Vcards und dergleichen, aber genauso bunt und vielfältig wie Webseiten sind, genauso bunt und vielfältig sind Namen, Kontaktdaten und Co. auf den Webseiten eingebaut, versteckt oder auch vergessen worden. Ich sehe es also nicht als Ersatz für die Kontakt-Seite oder ein Impressum an, sondern als eine – vielleicht, sofern sich das Projekt durchsetzen sollte – standardisierte Kontakt-Datei für Webseiten. Man weiß dann sofort bei jeder Seite, wer für die Webseite zuständig ist. Immer – die Infos befinden sich eben in dieser humans.txt-Datei.
Sollte sich dieses bis dato noch sehr kleine und eher unbekannte Projekt durchsetzen und standardisieren, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Browser-Addons, Plugins und Co. entstehen und auch Suchmaschinen sich dieser Idee annehmen… und vielleicht sogar auch Browser-Hersteller selbst – wo es dann die Möglichkeit gibt, egal auf welcher Webseite und jeweiligen Page man ist, mittels Knopfdruck im Browser die Kontakt-Datei aufzurufen. Hätte und könnte also schon Sinn machen und vieles vereinfachen. Ich öffne lieber auf Knopfdruck diese Datei als eine Seite mit tausenden Footer-Leisten und Sub-Pages mich nach dem Verantwortlichen zu hangeln.
Ich habe meine Muli-Blog-Seite hier ebenfalls bei Humans.txt eingetragen und nehme an dem Projekt teil. Ein Shortcut zu meiner Datei findet ihr links unter der Seitenleiste. Und wer mitmachen mag – los geht’s. Das ganze kann schnell wieder einschlafen, aber es könnte auch eines Tages ein netter Standard werden. Und zudem – es sind ja Textdateien…. mhhhhhh!!!!! Love it!
PS: Datenschutz – einerseits wird kritisiert, dass man besser Webseiten selber so gestalten soll, dass man die Infos schnell findet und man deswegen auf so eine Idee verzichten soll (also sprich dort Standardisieren) – andererseits fällt schnell das Stichwort Datenschutz und Mißbrauch und Verknpüfung solcher Daten. Also was jetzt? Soll man die Konakt-Daten nun schnell finden können oder möchte man sie doch versteckt haben? Ich denke, solange es bei einem freiwilligen Standard bleibt mit dieser Datei und ein zusätzliches Service ist… why not?
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