Ich arbeite mich gerade – mühsam – durch die letzten zwei Kartons an alten Unterlagen, Fotos, Zettel-Zeugs und so weiter… dann wäre auch diese Etappe geschafft. Dabei habe ich auch dieses Bild aus Malta von vor ca. 10 ~ 15 Jahren oder so gefunden. Wir waren damals recht weit abseits der Stadt, eigentlich am anderen Ende der Insel – und damals fuhren wie auf Kuba noch solche alten Oldtimer und Busse trotz des Rostes durch die Gegend. Genau nach meinem Geschmack!

Herrlich – ich wollte diesen Wagen hier unbedingt haben. Ein bisschen aufbauen, restaurieren und so… und dann auf einer Insel wie Malta – oder einer Gegend mit ähnlichem Flair – damit herum kurven. Mhhh, die gute, alte Zeit! Ich mag solche Autos wirklich gerne – auch wenn sie nicht mehr glänzen… aber dafür ein Leben und diese Art von Stimmung in sich tragen. Großartig!

Ich habe es heute wieder getan. Und mir was zum Essen bestellt. Nein, nicht weil ich so reich bin – im Gegenteil – sondern weil meine Küche aufgrund der Umbauarbeiten nicht gerade zum Kochen einlädt. So weit, so gut… nicht besonders spannend. Was ich aber interessant finde, sind die Lieferanten. Nachdem ich bei drei verschiedenen Lieferservices mal da und dort bestelle – und auch in relativ großen Abständen, denn schließlich ist es nicht gerade die billige Lösung für den Abendgenuss – wechseln sich die Liefertypen regelmäßig ab. Aber in einem erstaunlich hohen Maß… und in erstaunlicher Vielfalt.
7915 km. Schaue ich mir gerade auf 3sat an – feiner Film mit feinen Wortmetaphern.
Mh. Wiedermal scheint es soweit zu sein und jemand aus dem Freundeskreis verlässt in einiger Zukunft vermutlich die Stadt. Irgendwie scheine ich ein Händchen dafür zu haben und prinzipiell immer Menschen kennen zu lernen, die einige Zeit darauf dann in neue Gefilde abwandern.
Warum dem so ist weiß ich nicht… aber es ist fast ein Standard geworden. Es gibt kaum noch Freunde in meinem Umkreis, die nicht fortgegegangen sind oder demnächst werden. Das wirft natürlich immer wieder die Frage auch nach dem “Was ist mit mir?” auf. Eine gute Frage, die unglaublich komplex, aber zugleich auch völlig banal ist. Fakt ist auf jeden Fall, dass man für so einen Schritt einiges an Mut aufbringen muss. Und auch Verstand und Vernunft mitbringen sollte. Wie wir wissen, habe ich da nicht all zu viel davon. Ich sage nur Insiderschmäh 10 MB Kopfspeicher und 256 Lebens-RAM.
Abschreckende Beispiele sind ja diverse deutsche TV-Reports, wo Menschen bei der Abwanderung begleitet werden und bei ihren neuen Schritten im fremden, fernen Land begleitet werden… aber oft entweder nur ein einziges Mal in ihrem Leben mal eben ganz kurz dort waren oder nicht mal die Sprache ansatzweise beherrschen, keine Ahnung der Gepflogenheiten oder der Behördenwege habe und nicht mal Kenntnisse über die Wohn- oder Lebenssituation. Solche Menschen sind nicht wagemutig, sondern – sorry – einfach nur dumm. Wer aber sich ein wenig damit auseinandersetzt und dann einen A- aber auch alternativen B-Plan hat – und auch wenn er zu meinem Freundeskreis gehört und ich diesen Menschen dann dadurch “verliere” – dann hat derjenige definitiv meinen Segen. Und das nicht nur deswegen, weil ich mich ein wenig darin selber entdecke… sondern auch, weil ich der Meinung bin, dass wir heute in einer Zeit leben, die es uns ermöglicht.
Ich habe leider den Fehler gemacht und bin einem Blogeintrag gefolgt, wo es darum ging, ob es *das* oder *der* Blog heißt. Bei uns in Österreich heißt es zumeist durchgängig *der* Blog, in Deutschland historisch abgeleitet von Weblog (Logbuch) *das* Blog. Das Blog ist so gesehen natürlich richtiger… Die Diskussionen und Initiativen dazu sind jedoch erstaunlich, belustigend, amüsant und auch nervtötend. Ich gebe nur meinen Senf kurz dazu ab, bei mir heißt es dennoch *der* Blog, ganz einfach weil es in meiner “Region” üblich ist und sich auch beinahe standardisiert hat – und ich es zudem als eigenständiges Wort betrachte. Als Fantasie-Kreation und Kurzform eines englischen Wortes, das ich auch als “neu” sehe – deswegen zerbreche ich mir da nicht den Kopf. Genauso wenig wie über den Unterschied von das Joghurt oder der Joghurt, der Quark, das Quark und vieles mehr.
Ich finde generell, dass dieses ganze Sprachregel-System einfach zu technisch und zu krampfhaft betrachtet wird. Sprache war und ist immer schon ein dynamisches Ding gewesen – das in ein Korsett zu sperren und Regeln zu unterwerfen finde ich traurig. Natürlich – Kulturen und Mentalitäten sind hier verbunden, historische Elemente wollen erhaltet werden – aber ganz ehrlich… da müsste man sich schon die Wiener, die Tiroler, die Bayern, die Schweizer und Co. mal schnappen und sich deren Satzbau und Co. näher anschauen und vergleichen. Alleine da gibt es unglaublich viele Varianten – und trotzdem sind sie nicht “falsch”. Es ist einfach Sprache, die auch leben soll und auch ruhig geformt werden darf… man findet schon zusammen. Und die “neue deutsche Sprache” und Regelwerke würden jemanden aus dem 18. Jahrhundert auch schmerzen.
Der Witz ist ja, dass sprachliche Missverständnisse eher dadurch entstehen, dass man sie zu starken, festen Regeln unterwirft – ich bin der Meinung bei mehr Dynamik werden oder würden die Grenzen viel offener. Außerdem ist der ständige “Flow” in der Sprache sowieso nicht vermeidbar und fast natürlich. Und die Natur siegt immer.
Abseits von diesem Thema, das man stundenlang diskutieren kann, bin ich bei etlichen der klassischen und grausigen SEO-Spam-Blogs über die belustigenden Einträge zu “Wie blogge ich richtig? Wie wird mein Blog zum Erfolg? Wie schreibe ich richtig Blogs?” gestoßen. Es tut so weh. Ich verstehe nicht, warum auch hier immer alle krampfhaft versuchen, Regelwerke aufzustellen. “Nur so bloggt man. Nur so wird es ein Erfolg. Nur so ist man ein Profi…” Hallo? Es gibt da kein richtig und falsch – warum will das niemand sehen?
Da stehen auch die Klassiker-Fad-Schnarch-Sprüche drinnen, wie “Schreiben Sie nicht zu lange Beiträge”. Die gehören ja überhaupt verboten – meiner Meinung nach. Ganz ehrlich – dieser neue Trend, dass nichts zu lange sein darf, bloß nicht mehr als eine Zeile lang sein soll und man unbedingt einfache Wörter verwendet – genau dieser Ansatz lässt alle “verblöden”. Die meisten, die zum Beispiel den Blog hier sehen, werden vermutlich überfordert sein wegen der “sooo langen Einträge”. Es ist etwas anderes, wenn man sagt “Ich habe nicht soviel Zeit, das alles zu lesen”… das ist ok und hat mein vollstes Verständnis. Aber viele scheitern eher daran, dass sie dem Text nicht “folgen” können, den Faden verlieren und bei Sätzen mit drei Zeilen nicht mehr wissen, was am Anfang stand. Sie sind einfach überfordert. Seltsamerweise war das in der vorigen Generation nicht so – da gab es auch noch richtige Bücher, Erzählungen, Geschichten, Romane und vieles mehr… die auch wertvoll in ihrem sprachlichen Aufbau waren. Man vergleiche einen Generations-Leser dieser Bücher und einen Nicht-Buch-Leser mal sprachlich in ihren Wort-Variationen… Lesen und Schreiben bildet, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Und Bildung führt zur Erkenntnis.
Aber sinnergreifendes Lesen ist ja sowieso out. Beinahe verpönt. Fremdwörter und lange Wörter sowieso. Am besten einfach, kurz und in “Leichter Lesen”-Form. Habe ich eh schon mal beklagt hier im Blog – oder sogar öfter. Traurig – denn diese Generation stumpft ab. Und das sage ich als absoluter Anti-Grammatik- und Sprach-Regel-Gegner. Ich weiß bis heute weder was ein Substantiv, Adjektiv, Konjunktiv, Akkusativ und Co. ist. Ja, haltet Euch fest… wirklich…. und es kratzt mich auch nicht mal ansatzweise. Ich kann trotzdem schreiben, hatte in Deutsch sogar einen Einser und kann, wenn ich will, mich auch durchaus gewählt und nasal ausdrücken. Wozu muss man das also alles wissen? Einfach lernen durch Sprechen. Und aus. Im Gegenteil – mich hat in der Schule das langweilige Konjungieren (???) extrem gebremst und behindert… und den Spass gekostet. In der Zeit könnte man besser literarisch wertvolle und spannende Bücher in der Gruppe und Gemeinschaft lesen. Die Grammatik-Regeln haben mich auch in Französisch anno dazumal scheitern lassen. Jahrelang nur von einer Grammatik-Regel zur nächsten. Ganz ehrlich? Ich lerne in ein paar Wochen mehr “Sprache”, wenn ich mich in einem französischem Untergrund-Forum herumtreibe, in dem es um Mangas geht – als in einem klassischen Schuljahr mit einem Grammatik-Buch.
Aso – abgedriftet (abgetrieben) – bloggen kann man nicht lernen. Man kann bloggen nur “wollen”. Egal was man bloggt, welche Sprache man in welcher Form spricht… man kann immer etwas Schreiben und es wird sicherlich auch immer Menschen geben, die es interessiert. Das eine Thema mehr, das Andere weniger. Und wer Erfolg haben will, passt seinen Inhalt dementsprechend und mit Bauchgefühl an. Gilt für Anzahl der Absätze, Bilder und Formatierung genauso.
Nach den klassischen Ratgebern wäre dieser Eintrag übrigens zu lange, die Sätze sind zu kompliziert, es fehlt der Anfang, der Kern und das Ende im klassischen Sinn, es werden komplizierte Wörter verwendet und die Formatierung ist schlecht gewählt, ein Bild fehlt sowieso und das Thema ist sterbenslangweilig. Aber hey… ich blogge! Gröl!
Also gleich mal vorneweg – ich bin kein Theatermensch, ich bin kein Bühnenmensch, ich habe nie etwas Richtung Schauspiel gemacht (außer diesem Blog – ahahaha) und ich bin zwar sehr an moderner Kunst und Architektur und all diesen tollen Sachen interessiert, ich mag herrliche Theaterstücke – habe aber jetzt nicht besonders viel Ahnung von dieser ganzen Materie. Da weiß ich eher, in welcher Folge Spongebob Schwammkopf seine Hose verkehrt an hatte. Also – damit hier nicht irgendwelche abstrusen Missverständnisse auftreten – und auch, weil ich hier mal Frust ablade. Und ja, Kunst ist frei, jeder wie er will… erspart mir das.
Das was man so zur Zeit wieder (…wieder…) so auf den Bühnen, Theatern und Opern-Häuser sehen kann – tut mir leid, aber das ist alles einfach nur *shit*. Aber so richtiger *shit*. Ich finde es fast eine Frechheit, was man heutzutage in den exklusiven Häusern der Welt-Bühnen so sehen “darf”. Kalt, nackt, Mord, Metall, Stille, Vergewaltigungen. Das Ganze betrifft leider auch den Ausdruckstanz. Irgendwie wird heute einfach jeder Schrott vermarktet und das gehobene, natürlich elegante und gediegene Publikum lauscht und klatscht brav mit, bloß keine Blöße geben, schön Aufmerksamkeit zeigen und mit gerunzelter Stirn wissend und anerkennend modern und kunstvoll nicken. Pah.
Erstens – irgendwie gleichen sich alle Bühnenbilder zur Zeit, nicht wahr? Entweder einfach nur schwarz oder einfach nur weiß. Meistens irgendein shit-Bauelement, das quer über die Bühne liegt, hängt, in den Raum ragt und aus. Oder ein minimales Brett. Oder ein Sessel. Oder gar nichts. Und fertig. Dazwischen laufen Schauspieler in Business-Anzügen herum, die dem visuellen Chargon von Wasserleichen gleichen, ausgeleuchtet oder besser ausgebleicht von kalten blau-weißen Strahlern, die die Trostlosigkeit in Perfektion porträtieren, man wälzt sich vorzugsweise halbnackt und schreiend am schwarzen, leeren Boden… lässt sich schlagen, peitschen, erniedrigen, vergewaltigen, erbricht… verliert literweise Blut und bespritzt alles damit. Dazwischen werden Haare ausgerissen, man steht stumm und wortlos da, verschwitzt und stöhnend und ergibt sich in epileptischen Zuckungen (Achtung: Tanz!), beschimpft das Publikum und versucht so unkrampfhaft wie möglich, so modern und inhaltlich unbestimmt zu bleiben, wie es nur geht. Die wahre Kunst ist ja schließlich nicht greifbar und entzieht sich dem niedrigen Publikum… oder so.
Danach folgt ein tosender Applaus, ein Interview mit dem jungen, ausgezeichnetem Regisseur, der natürlich wie alle – wie kann es anders sein – etwas zerzaust, wuschelig aussieht, vermutlich seit Jahren nicht schlafen kann und sich jede Nacht im Bett wälzt, da die Gedanken ihn überfluten und vereinnahmen, er ist sehr bestimmt, wirft mit der erhobenen Nase tolle, literarische Wörter in den Raum, in seinem Mund werden Emotionen und die dunkle Seite der Menschen ausgeformt. Es ist das Spiegelbild, ich wollte etwas Neues, etwas Anderes schaffen, es ist eine Kritik an der Gesellschaft, an der Politik, an der Perversion des Ganzen und überhaupt. Gähn… Dazwischen noch sehr sinnierend da sitzen, fast etwas verzweifelt und mit einer langsamen, ruhigen Geste, den glasigen Augen sich mit dem Finger über die Lippen fahren. Genau.
Wenn nicht schon in den ersten 10 Minuten beim Stück selber, könnte ich spätestens hier auszucken. Kunst? Anders? Neu? Emotionen? Tanzen? Diese ganze Welt leidet an einer völligen Verblendung ihrer selbst. Ernsthaft. Was ihr da produziert momentan ist völliger…. lassen wir das. Blöderweise… hust… Glücklicherweise dürft ihr machen was ihr wollt und wem es nicht gefällt – soll’s sich nicht anschauen. Seufz, eh!
Nur – all diese Bühnen schauen gleich aus – so ganz “modern” (uiiiii) – also auf Deutsch gesagt, völlig ideenlos, Schrott, trostlos, fad. Und da ist es mir schnurz-egal, dass der vielleicht wochenlang dieses Metallband geplant hatte, was einfach am Boden rumliegt. Und sorry, es ist “kunstlos” sich in jedem Stück auf den Boden zu werfen, schreiend, nackte Körper, die sich ineinander wälzen und dann noch der übliche, entsetzliche Meuchelmord, natürlich so plastisch wie es nur irgendwie geht. Dann der irre, verzweifelte Blick ins Nichts und Leere… und aus. Klatsch, klatsch. Heimgehen.
Die Kritiken bestätigen natürlich dieses fantastische Aufwühlen der inneren Konflikte der Menschen, das Durchleuchten der Gedankenwelten und die großartige, gewagte Neuinterpretation von Blablabla. Uff.
Ganz ehrlich – wann gab es das letzte Mal (und kommt mir jezt nicht mit einem Ami-London-Tournee-Plastik-Kitsch-Musical-Beispiel daher) ein schönes, aufwendiges und fein gearbeitetes Bühnenbild? Eines mit Liebe zum Detail? Verzierungen und dergleichen? Eines, das von sich aus eine Stimmung erzeugt – mehr als den heute üblichen Tiefgaragenflair? Ein verträumtes oder gar greifbares Bild? Eine Landschaft, die nicht aus zwei Tüchern, einem Scheinwerfer sowie einem Handy-Sendemast besteht? Schauspieler, die farblich nicht wirken wie aus einem billigen, deutschen Krimi, die seit zwei Wochen versoffen im Bergwerk leben?
Oder – ganz gewagt – ein Inhalt der Freude macht?! Gibt oder gab es überhaupt in letzter Zeit ein “modernes” Stück an den großen Häusern, wo das Publikum ernsthaft lachen musste – ganz ohne der höfischen Tradition? Denn darin liegt doch die wahre Kunst… Jemanden zum weinen zu bringen, zu schockieren und dergleichen ist nämlich einfach. Ganz ehrlich – ich bräuchte jetzt am Abend nur ein großes Küchenmesser schnappen und wild schreiend – aja, vorzugsweise nackt und ganz viel zerzaust, am besten noch blutüberströmt – durch die Straße laufen und dabei rufen “Das Ende. Das Ende. Du ruchloser Gott Du!”. Und dann mich bestialisch vor dem nächsten Supermarkt im Müll wälzen und damit unsere Konsumgesellschaft kritisieren. Der Effekt ist der Selbe – und er ist billig. Aber jemanden zum Lachen zu bringen… und womöglich sogar noch 200, 400 oder mehr Zuschauer – DAS ist ein Kunststück! Wann hat man zum letzten Mal bei einer der gepriesenen Neuauflagen irgendwelcher Stücke in “der modernen Fassung” herzhaft lachen müssen? Mit Freudentränen? Mir fällt da nichts ein… Wer hat es geschafft in letzter Zeit ein Publikum wirklich zu verzaubern? Ja, richtig – zu verzaubern… so dass man heimgeht und sich denkt “Wow, das war ein Traum! Ein geträumter Traum!”
Aso – Ausdruckstanz… es gab mal eine Zeit, da waren Tanzstücke wirklich beeindruckend. Tolle Körper, unerwartete visuell ausgeformte Bewegungen, sichtbare Emotionen und eine Handlung – Achtung: der man folgen konnte. Aber heute? Heute wirft man sich zu Boden, bäumt sich dreimal auf, greift sich an die Stirn, sitzt eine Minute lang weinend und stumm schreiend am Boden und zappelt dann wild herum – auch hier wieder mit dem Tenor “Bloß ungreifbar sein, unbedingt so ganz modern und ‘anders’ sein”… Und ich habe schon viele Tanzstücke gesehen und viel Tanz-Choreographie in künstlerischer Form – aber in den letzten Jahren vergeht einem echt die Lust darauf. Es gab mal früher so eine Art von einer “Grenze” zwischen dem “Volk” und der “Kunst” – das Gefühl “Wow, da sieht man etwas besonderes, tatsächlich etwas ungreifbares” – aber heute? Zappel, werf, zappel, werf. Stöhn. Aus.
So schade. Anscheinend hat der junge, künstlerische Nachwuchs entweder wirklich einen völlig trostlosen Geschmack – oder sie wagen es nicht, dem herrschenden Bühnen-Style zu widersprechen. Oder sie wissen nicht, wie man jemanden zum Lachen bringt. Denn Tod, Trauer und Perversion bringt jeder Triebtäter in wenigen Minuten auf die Bühne. Kein Kunststück… Irgendwie eine arme Generation. Und das liegt jetzt nicht nur an mir und meiner verengten Sichtweise. Oder?



