Katzen. Sex.

Ich vermute mal, dass sich meine Katzen in meiner Abwesenheit auf ähnliche Art und Weise beschäftigen. Weil danach schaut’s auch immer chaotisch in der Wohnung aus. Allerdings ein recht sinnfreies Video. Wobei Sinn… ha, wozu?
(Video via Uarrr.org)

Mrs. Siri

Köstlich – wirklich! Siri – das neue Sprachdingszeugs vom iPhone… bin gespannt, ob sowas auch mal für mein Android-Handy kommt.

Hallo 2012!

Hallo 2012!!! So schaust Du also aus! Sehr fein… also unter was für ein Motto stellen wir Dich dieses Jahr? Richtig: mehr Spaß, mehr Leben, mehr Freude und Musik! Und natürlich Kreativität. Ach, ich freu mich. So wie über diese klassischen Videos. Herrlich, ich liebe sie bis heute unverändert. Und aja – hallo Mädls! Auf in ein neues Jahr… neues Lebensmotto und neue Ziele bei mir! Haha. Hust – naja, ich sollte bei Schlafmangel vielleicht nicht soviel Schokolade in mich stopfen, da wird man ja richtig wagemutig… Also besser Zeit ins Bett zu gehen und den Zucker mal abbauen… schließlich sollte ich frisch und gesund in die nächste Etappe des Lebens starten. Los geht’s! ;)

Vollständigen Artikel lesen…

Spanien, Wiener Glanz und konservative Mädchen

Gestern Abend war ich mit Miaugotchi im Kino und wir haben uns ‘Nur für Personal’ angeschaut – ein sehr netter, irgendwie auch recht harmloser Film. Gutmütig, sanft amüsant und nahe an dem fiktiven Leben der kleinen, dezenten und recht klischeehaften Alltagsfreuden sowie der Wiederentdeckung seines Ichs – gepaart mit dem spanisch-französischem Flair von Frauen, Musik und schöner Landschaft. Ein Film, aus dem man unbeschwert raus geht, entspannt und auch den Kopf frei hat – und danach auch mal in der Nacht irgendwo in der Stadt durchatmet und einfach die Atmosphäre genießt.

Ich bin nämlich nach dem Film noch einen großen Teil zu Fuss durch die Stadt heimwärts gegangen, in den Ohrstöpseln langsame, spanische Gitarrenmusik und habe die leuchtende Szenerie des heimischen Wohlstandes und des weihnachtlichen Kommerzes irgendwie genossen. Vorbei an den hell erleuchteten Ringstraßen-Hotels, den weihnachtlich geschmückten, um diese Zeit natürlich leeren, Einkaufsstraßen – und entlang den Fenstern diverser Innenstadtlokalen des gehobenen Ambientes.

Eine durchaus schöne Kulisse, wenn man sie in der richtigen Stimmung und abgelöst von der dunklen Wiener Seele und auch mit etwas Abstand betrachtet. Ich mag diese Momente, wenn ich durch die Straßen ziehe und den sich bewegenden, lachenden und sich gegenseitig anstoßenden Schatten in den gedimmten, exklusiven Lokalen zuschaue… das warme Licht, der Glanz des Reichtums, schöne Menschen und kleine Galadinner bei Kerzenschein – es hat etwas von diesem ganz bestimmten “wohlwissendem Genuß”. Ich genieße sozusagen den Schein dieses reichen Glanzes, bin aber froh, dass ich nicht selber aufgerichtet und mit feinen Bewegungen vorsichtig das Tafelsilber schwingen muss, dabei immer wieder dem Gesprächspartner anerkennend zunicken oder womöglich sogar dauerhaft die Haltung des konservativen Reichtums bewahren muss.

Diese Distanz tut gut und hat vielleicht auch etwas mit der Befriedigung zu tun, dass diese Menschen auch nicht unbedingt glücklicher sind als man selber – und dass man auf Dauer in diesem Flair des Ansehens irgendwann sicherlich verknöchert. Aber schöne Bilder schaut man sich halt auch gerne an, ohne sie selber malen zu können oder zu wollen.

Es ging dann weiter hinaus, an die Randbezirke, wo wie immer am Abend dutzende junge Mädchen da und dort mit Taxis und Co. in die Innenstadt strömen. Und bin jedesmal völlig überrascht, dass die heutige Generation im Alter von 14 bis 18 sich dermaßen konservativ kleidet. Fast alle haben diese kleinen, schwarzen Schühchen an, die mich eher an Tanzschulen oder ähnliches erinnern, fast alle transparente, matte Strümpfe, ein schwarzes kleines, schmuckloses Täschchen in der Armbeuge und das Kleid – meist auch schwarz – geht bis knapp an die Knie und ist ebenfalls eher schmucklos, fast unauffällig. Auch findet sich recht viel MakeUp (rote Lippen??? die waren noch nie schön in einer 1 Zentimeter Schicht) und idente, recht klassische, schulterlange Haarschnitte. Das Ganze lässt mich jedesmal fast unverweigerlich an die 50er, 60er oder so denken. Ich verstehe es nicht.

Wo sind die knappen Miniröcke hin, die High Heels und Pumps, enge oder knappe Jeans, Tops, bauchfrei oder hochgeschlossen, verschiedene Farben, das Partyfeeling, lange Haare, Ponys oder Kurzhaarfrisuren? Natürliche Ausstrahlung oder gefärbte Haare?

Bei der jungen  Innenstadt-Generation dürfte das irgendwie nicht gang und gäbe sein, man bewegt sich hier seit einiger Zeit immer mehr und mehr auf einem eher konservativen Parkett. Seltsam… wirklich. Warum ist das so?

Gefühlsblick

Wie könnte es anders sein, habe ich bei dem Wetter beschlossen, ein wenig in die frische Natur zu gehen, den Blick über die Stadt zu genießen, den Wind, der den Blütenduft mit sich trägt, ein wenig in der Sonne zu schlafen und den beiden hübschen, jungen Mädchen, die sich wie kleine Katzen auf einer Decke in der Sonne räkeln, zuzuschauen.

Der Frühling bringt immer die schönsten Seiten der Natur vor… ich bin gerade unter blühenden Bäumen, durch einen dicht verwuchterten Wald und weite Wiesen spaziert und habe einen herrlichen Ausblick über die Stadt von der Bank hier. Es ist leider ein wenig dunstig, aber dafür treten aber die Silhouetten der Mikro-Wolkenkratzer unsere Stadt im Sonnenlicht um so deutlicher hervor. Der Geruch ist so herrlich und intensiv, dass man fast eine Überdosis bekommt – anscheinend sitze ich genau in der Windlinie… schön, mag das!

[ Foto ]

Die beiden jungen Mädchen faszinieren mich insofern, weil sie eben nicht nur wie verspielte Katzen in der Sonne wirken, sondern weil sie mir bereits im Wald entgegen gekommen sind. Nur mit T-Shirt und Co. und bunten Handys in der Hand. Sonst nichts. Wie die es aber nun geschafft haben, nur fünf Minuten später hier mit Decken, Essen, Getränken, Sonnenbrillen und Co. es sich hier bequem zu machen, ist für mich erstaunlich – und es gibt weit und breit niemand anderen oder eine Möglichkeit für ein verstecktes Lager. Seltsam. Aber gut, gehört wohl zu einem der sagenumwobenen Rätseln dieser Erde.

Ein Rätsel und auch – um ein wenig Frust abzulassen und mehr Freude im Leben zu haben – ist mir auch, wie sogar Projekte, die eigentlich dem Tode nahe sind, sich weiterhin verbissen gegen “fremde” Einflüsse wehren. Eigentlich habe und wollte ich unter Muli.cc eine Seite rund Blosxom einrichten und habe dazu etliche Blogger und Entwickler, die damit ihre Seite betreiben, angeschrieben. Bis auf zwei wirklich sehr nette und extrem hilfsbereite BloggerInnen, die schon seit vielen Jahren damit rumwerkeln, waren alle anderen eher negativ eingestellt. Das gehört da umgeschrieben, das stimmt so schon mal gar nicht nicht, das ist überhaupt eine falsche Philosophie und es sollen ja auch in Wirklichkeit nicht alle was damit anfangen können, das ist ein geschlossener Kreis, richtet sich an erfahrene Programmierer und so weiter und so fort. Sehr erstaunlich. Mein erster Gedankenansatz war “Was solls, mache ich es halt komplett alleine” – aber dann irgendwie ist in mir dieser bittere Geschmack aufgekommen, wo ich mir denke, ich war im Leben schon oft genug “lieb und nett” – und habe auch immer gerne meine Freizeit her geschenkt… aber heute nicht mehr. Keine Lust dazu. Es muss mal Schluss sein.

Ich werde schon was anderes finden – eine ganz kleine, insgeheime und niedliche Idee schwebt mir schon vor – ein wenig angesteckt durch Humans.txt. Das Positive an der Idee, die sich soeben gerade in dieser Sekunde manifestiert (ihr seid live damit Zeugen dieses beeindruckenden Prozesses, Luft anhalten), dass es keinen technischen Hintergrund, sondern einen rein philosophischen hat. Textfiles – die alternative Computer-Lebensweise. Dazu ein paar ebenso witzig gezeichnete Maxerl aus Spass – und das ganze ohne Ziel und ohne “Inklusion” anderer. Das ist es. Und falls ihr nicht versteht, um was es geht – macht nix. Wenn’s irgendwann mal so weit sein sollte, gibt’s einen Link.

[ Foto ]

Na gut – sehr schön. Ihr habt nun erlebt, wie innerhalb von einem Absatz meine Stimmung von “Naja” auf “Freu” umgeswitcht ist. Der Hund auf dem einen Foto übrigens ist mein neuer, treuer Gefährte. Also aus seiner Sicht heraus, er hat es sich bei mir bequem gemacht und weicht nicht mehr von der Seite und verbringt die Zeit mit mir.

Das eine der beiden Mädchen hat sich gerade aufgesetzt und ihr langen Haare wehen total weich im Wind. Schon schön sowas. Erinnert mich jetzt an eine Mischung von Katze und einem jungen Fohlen, das auf einer saftigen Löwenzahnwiese grast und herumtollt, die Sonne glänzt dabei im Fell. Mhhhh. Beide blicken jetzt über die Stadt… es ist schon seltsam wie ruhig hier diese Welt sein kann. Zwar zwitschern rund mich die Vögel wie verrückt, fast lauter als eine Stereoanlage in einem unnötigen Golf GTI, und eine Hummel summt gemächlich vorbei – aber es ist friedlich und “leise”. Wenn man aber daran denkt, was sich da unten jetzt in der Innenstadt, U-Bahnen und Co. gerade so abspielt… mh, danke. Auch sehr eigen – als Stadtkind der ersten Sekunde meines Lebens, das auch bisher alle relevanten Atemzüge in den Straßenschluchten Tag für Tag gemacht hat und wenn dann nur maximal für ein paar Stunden oder Tage mal “draußen” war, zieht es mich so wie die anderen Stadtkinder hinaus. Wie könnte es anders sein – diejenigen die am Land aufgewachsen sind, können es sich gar nicht mehr vorstellen, wieder zurück zu gehen. Für die ist die Stadt der heilige Graal – und für die Städter wiederum das Land. Aber vermutlich eh immer so. Allerdings ein Dorf würde mich auch nicht reizen, das “Dorfleben” – danke nein. Eher so ein 5 Minuten nach Stadtrand und Öffi-Anbindung ein Haus mit herrlichem Weitblick. So wie hier. Kann auch eine Wohnung sein, ich bin kein “Häuslbauer”.

[ Foto ]

Naja, wobei – nachdem ich letztens wieder ein architektonisch besonderes und beeindruckendes Holzkonstrukt gesehen habe – so eine Art von Wohnmodul auf Stelzen, aus Naturholz und großen Glasflächen mit weiten und offenen Innenräumen, alles hochmodern, aber völlig aus Holz und warmen, hellen und unbehandelten Natur-Farben, vermischt mit etwas versteckter Elektronik – das könnte ich mir schon vorstellen. Sogar zum selber bauen. Würde man mir die nächsten Jahre Zeit geben, genug Geld und genug Holz und eine schöne, ruhige Wiese abseits der Zivilisation… ich könnte sofort loslegen. In meinem Kopf habe ich an die 12 Entwürfe, die ich in tiefen, schlaflosen Nächten bis ins Detail durchgedacht habe – angefangen von wie natürlich belüften lassen, wie Kabel- und Wasser-Rohre möglichst modulartig integrieren, wie die Ausrichtung in Bezug auf Licht, wo und wie eine Fussboden-Heizung, die sich durch eine nahegelegen Quelle speist und dessen Wasser mehrfach wiederverwerten wird, bis hin zu einer Integration von Solarzellen innen und außen zur Stromreduktion…. und so weiter. Könnte damit ganze Seiten füllen.

Leider hat ja mein 3D-Grafik-Programm den Geist aufgegeben, die neue Version ist unleistbar, illegal cracken mag ich nicht mehr und mit den anderen komme ich nicht so gut zu recht wie mit meinem Gewohnheitsarbeitstier – ansonsten würde ich nämlich zur Zeit sicherlich einen Entwurf nach dem anderen raus schleudern. Aber es ist eh gut, dass ich mich einschränke. Team-Projekt, Blog und Textdateien. Die bewährte 3er-Regel.

Übrigens ärgere ich mich gerade, dass ich mir nichts zum Essen mitgenommen habe… denn sonst wäre ich jetzt schon längst beim Futtern und anschließendem Dösen. Mh, ich mag den Frühling. He – ich bekomme einen leichten Sonnenbrand auf den Armen… sehr witzig.

Marzipanröllchen-Regel

Lange Haare. Schlank, ein schönes Gesicht. Jung. Sehr jung. Aber Augen, die ein bewusstes Ich zeigen. Ein Blick von ihr in die Sonne, sie schließt die Augen, genießt, öffnet die Augen… schaut wissend wieder in die Welt. Wind weht und spielt mit den Haaren. Das Outfit verkörpert etwas rebellisches und unabhängiges.

Ich mag solche Mädchen und man erkennt sie auch – die etwas im Kopf haben, die mehr wissen als die anderen. Lebensweisheit. Und sie war so eine. Und da stand sie drüben. Ginge es nach mir, dann würde ich sie in Marzipan einrollen. So ganz zart, das Röllchen dann mit feinen Nußstreusel berieseln lassen, darüber dann eine feine Schokoladen-Soße, die in dünnen Linien über dieses Marzipan-Röllchen aufgetragen wird. Und sie dann aufessen. Mhhhh!

Aber sie muss sich nochmal umdrehen, ich mag sie nochmal sehen. Der Bus bleibt stehen. Natürlich genau vor ihr. Kann ja auch nicht anders sein. Irgendwie ist das immer so… immer dann, wenn irgendwo auf der gegenüberliegenden Seite eine hübsche, in Gedanken bereits zukünftige Gefährtin des Lebens steht, bleibt der Bus, die Straßenbahn, ein Auto, die U-Bahn oder ein Mitmensch der Umwelt genau vor dem Objekt der Begierde stehen. Klar, muss so sein und dürfte eines der Mulischen Naturgesetze sein.

Muli-Regel 1: Immer dann, wenn ein hübsches Mädchen wo steht und man möchte einen näheren Blick erhaschen, stellt sich ein Hindernis in den Weg, das den Blick vollständig verdeckt – oder sie dreht sich einfach nicht um. Prinzip-Sache. Ist IMMER so. IMMER. Ja, IMMER! Wirklich IMMER.

Muli-Regel 2: Immer dann, wenn man jemanden schnell am Computer etwas schicken oder zeigen möchte, ist die Verbindung unglaublich langsam. Und zwar langsamer, als sie je war und ist und überhaupt sein kann. Oder sie fällt gleich komplett aus. Immer. Und immer wenn man eine Webseite sucht, die man jemanden eben mal senden wollte, ist sie in dem Moment völlig unauffindbar – lässt sich aber den Rest des Lebens täglich auf Anhieb finden, egal ob man das überhaupt will oder nicht.

Muli-Regel 3: Immer dann, wenn Wochenende ist, kauft man am Samstag Vormittag ausreichend Essen ein, schleppt unzählige Mengen und Tonnen an Nahrung in seine Höhle und ist um eine gewaltige Summe Geld ärmer. Spätestens am Samstag Abend treten die ersten Kreislaufprobleme aufgrund von Nahrungsmangel auf und man stellt fest, dass man nichts zum Essen hat und verbringt den Sonntag mit zittrigen Finger, hungrig und völlig geschwächt sowie apathisch. Es ist alles voll, aber nichts da.

Muli-Regel 4: Immer wenn schönes Wetter ist und man plant noch schnell hinaus zu gehen, verplempert man die Zeit zum fertig machen unnützt noch schnell mit irgendeinem Firlefanz, der ja eh nur ein paar Minuten dauert. Sobald man dann zwei Stunden später hinaus geht, ist die Sonne weg.

Muli-Regel 5: Immer dann wenn man einkaufen geht, steht in der Schlange bei der Kassa vor einem ein Typ, der Schnupfen und Grippe hat und alles daran setzt, einen anzustecken. Außerdem erwischt man prinzipiell immer die Kassa, wo der neue Praktikant sitzt und Schwierigkeiten hat, zwischen Ein- und Zwei-Euro-Münzen zu unterschieden. Kommt man endlich dran, dann ist die Papierrolle bei der Kassa aus und er hat sich vertippt und braucht den Schlüssel. Den Schlüssel, den niemand die nächsten zwanzig Minuten griffbereit hat.

Muli-Regel 6: Immer wenn man eine Käse-, Wurst- oder ähnliche Semmel bestellt, ist bei jedem zweiten Mal trotz der zweimaligen Aufforderung anschließend doch kein Gurkerl drinnen. Tryphina-Gotchi hat das unlängst auch festgestellt. Dafür hat man eine teure und vertrocknete Kaisersemmel verrechnet bekommen.

Muli-Regel 7: Immer, wenn man ein sehr wichtiges Mail mit Anhang verschickt, kontrolliert man natürlich dreimal vor dem Absenden, ob der Anhang eh dabei ist. Und stellt dann wenige Minuten später nach dem Absenden fest… man hat den Anhang vergessen.

Muli-Regel 8: Immer dann, wenn man im Leben glaubt “Aber jetzt ist mal für ein paar Tage Ruhe”, kommt irgendetwas daher, das nicht nur ungut ist, sondern auch tagelang streßt. Prinzip-Sache.

Muli-Regel 9: Immer dann, wenn man sich gerade versehentlich den kleinen Zeh angehaut hat, fetzt man mit genau dem gleichen Zeh gegen die nächste Türkante… und zwar genau an der, an der man sonst täglich zweihundertmal vorbeigeht – ohne Probleme.

Muli-Regel 10: Immer dann, wenn man bewusst das Risiko eingeht und sich ein Getränk und Essen am Abend mit ins Bett nimmt – und extra aufpasst, dass ja nichts passiert… schüttet man entweder den kompletten Saft über Decke, Kopfpolster und Matraze gleichzeitig aus oder macht sich irgendwo Flecken rein, die man nicht mehr wegbekommt. Und die man erst Tage später entdeckt.

Die Regeln könnt ihr nach belieben endlos selber weiterführen… Man hat es nicht leicht. Wirklich. Kein Marzipanröllchen und die Verbindung lahmt gerade auch. Und das Mail darf ich nochmal schicken. Dafür darf ich die vertrocknete Semmel knabbern. Danke.

Das Netbook erinnert mich gerade: “Dein Akku ist bald leer. Sie ist noch zu 14% gefüllt”. Oh, das elektronische, arme Marzipanröllchen.

Mädchen-Galopp

Heute habe ich wieder den *Mädchen-Galopp* beobachten dürfen. Man merkt daran, dass der Sommer bereits in den Startlöchern scharrt. Denn dann beginnen sie alle in der Sonne wie junge Pferde zu galoppieren.

Es ist bereits eine etwas ältere Geschichte, aber vor etlichen Jahren bin ich im nahegelegenen Schloßpark ein wenig spazieren gegangen, als hinter mir die Laufschritte einer Frau zu hören waren. So weit nichts ungewöhnliches, denn Jogger und Joggerinnen gibt es hier täglich haufenweise… kein Grund also sich umzudrehen. Das Einzige, was mich dann aber plötzlich doch aufhorchen ließ, war, als der Laufschritt plötzlich ausfallend wurde und in einen Trab-Schritt überging. Klack, Klack, Klack-da-klack, Klack Klack,…. Und schon galoppierte zügig eine ältere Dame mit weißen Haaren und einem Zopf an mir vorbei. Sicherlich zwischen 60 und 80 Jahre alt, hüpfte und trabte sie fröhlich summend wie ein kleines Mädchen mit hohen Sprüngen an mir vorbei und verschwand langsam in der Ferne des langen Weges. Wie ein junges Fohlen.

Ein unglaublich schöner Moment von Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Unbeschwertheit. Ein paar andere haben eher skeptisch und verwundert geschaut, aber mir hat das gut gefallen… warum denn nicht? Ich finde es schön, wenn jemand in dem Alter noch diese kindlichen Züge in sich trägt und tragen kann – und es einfach auslebt.

Seitdem habe ich bereits mehrer solcher Frauen und Mädchen-Galopps beobachten dürfen, speziell im Frühling bzw. am Sommer-Anfang… dürfte so eine weibliche Geschichte sein – und gestern Abend ebenfalls wieder. Am Nachmittag waren Tofugotchi und ich auf einen kleinen Talk-Lebens-Chill mit Blick über die Stadt in der Sonne unterwegs, danach bin ich noch ein größeres Stück zu Fuss heimwärts gegangen. Und direkt vor mir – aus einem Supermarkt – spazierte ein Pärchen mit Einkaufssackerl aus der Schiebetüre und wanderte vor mir die selbe Seitengasse entlang. Ganz männlich schleppte der junge Freund etwas leise fluchend anscheinend sämtliche Einkaufssackerl und Getränke, während seine elegant-gestylte Lipgloss-Freundin mit Sonnenbrille, Luxusuhr, Handy und Autoschlüssel hinter ihm ging. Und dann plötzlich von einem Augenblick auf den anderen – unbemerkt von ihm – verfiel sie in diesen Galopp. Hüpfte und sprang wie ein 7-jähriges Mädchen von einem Bein auf das andere vorwärts, summte dabei ebenso fröhlich und tauchte in eine andere Welt ein.

Auch nett und zugleich witzig zu beobachten… beide dürften um die 30 gewesen sein – und als sie bei ihrem Auto ankamen, ließ sie sich nichts mehr anmerken und verhielt sich wieder völlig “normale”. Mich hatte sie übrigens auch nicht bemerkt.

Ich mag das. Diese durchgehende Leichtigkeit.

12