… noch schnell ein kleines Update vor der kurzen Nacht. Die letzten zwei-drei Tage war es hier etwas still, denn ich habe neben dem langen Routine-Alltagseinsatz auch meine kleine Freizeit damit verbracht, ein Forum für eine kleine Online-Gruppe einzurichten und lange aufgeschobene Mails abzuarbeiten. Das war schon länger fällig und es tut gut, da wieder bei null zu sein.
Die Sache mit dem Forum passt amüsanterweise recht gut zu einer aktuellen Begebenheit… treue Leser hier kennen mittlerweile sicherlich das Textfile-Archiv von Jason Scott und unter anderem gibt es in seinen zigtausenden Text-Sammlungen Auszüge aus der BBS-Zeit anno dazumal – also vereinfacht gesagt, aus der Zeit, als Diskussionsforen noch so was wie Mailboxen waren und man sich zuhause langwierig mittels Telefon in eine DOS-ähnliche Oberfläche einwählen musste…
Die Glücklichen unter Euch, die so wie ich das Glück hatten, die “gute, alte Zeit” im Netz noch mitzuerleben… also sprich damals, als wir alle gemeinsam angeblich das Netz mit rumzocken und dergleichen ruinierten und alle zu Massenmörder und Psychos wurden und das weltweite Netz ja zu dem was es heute ist machten – einem verkommenen, real gewordenen Science-Fiction-paranoiden Sicherheitswahn, der uns beschneidet und durchleuchtet und so weiter… bla. Bla. Blabla.
Aber blenden wir das schnell schuldbewusst aus (Asche auf unser Haupt) und wenden uns jetzt wieder der glänzenden Vergangenheit zu… also damals, als man noch ohne Unrechtsbewusstsein Spiele und Co. illegal saugte und dabei den jugendlichen Hauch von Rebellion und Selbstverständlichkeit ohne Nachzudenken verspürte… und da gab es ja unter anderem ja die allseits üblichen Keygens.
Johan aus Schweden hat sich mal eben hingesetzt und innerhalb von 48 Stunden den alten Klassiker Super Mario nachgebastelt. Allerdings etwas gequetschter als üblich – und deswegen ist ein Level nur so breit wie das sichtbare Fenster.
Wie üblich geht es darum, die Münzen einzusammeln, den kleinen Schwammerln auf den Kopf zu hüpfen und auf die Fahnenstange zu kommen. Hier geht’s zum Spiel – online im Browser. Ich wünsche viel Spass! (via aptgetupdate)
Die Yps-Zeitschrift… einer der Jugenderinnerungen all jener, die das Glück hatten, zwischen 1975 bis 2000 als Kind auf der Welt herumzukugeln. Neben den Lustigen Taschenbüchern und Clever & Smart einer der Pflichtlektüren damals. Wer kann sich noch an die Urzeitkrebse erinnern? Oder an die Klatschhand, die man übrigens herrlich an die Wohnzimmer-Decke klatschen konnte? Herrlich, oder? Ich glaube, da überkommt jeden aus meiner Generation eine wohltuende Gefühlswelle an Kindheitsemotionen! Aber das Glück ist ein Vogerl und deswegen war es dann irgendwann eingestellt. Es begann ein dunkles und fades Zeitalter…
Doch jetzt taucht plötzlich die Meldung auf, dass das Yps-Heft angeblich wieder auf den Markt kommt. Der Egmont Ehapa Verlag plant nämlich für Oktober anscheinend eine Neuauflage. Laut Presse-Infos, und u.a. bei der Neuen Presse, ist ab 2013, sofern die erste Ausgabe ein Erfolg wird, eine regelmäßige Erscheinungsweise geplant. Aber – anders als früher soll Yps jedoch keine Kinder mehr als Zielgruppe haben, sondern als Magazin für Männer (also erwachsene Kinder) erscheinen.
Nerd-Outing! Was ist – nach Sex, Schokolade, Fotos machen und mit Freunden abhängen – das Beste, was man mit 31 Jahren als erwachsener und ernsthafter Mann, der felsenfest und seriös mitten in der Blüte seines Leben steht, so nebenbei am Abend machen kann…? Richtig!
Und wer sich übrigens ebenfalls zu den Nerds oder Geeks zählt oder mehr darüber wissen möchte, sollte am Samstag, dem 28. April um 22 Uhr ARTE schauen – da gibt es den Dokumentarfilm “Nerd-Alarm! Von Gamern, Geeks und großen Brillen“. Über das Klischee von verlorenen Nerd-Losern und erfolgreichen Geeks mit ihren gesellschaftlichen und finanziellen Erfolgen.
Und nein, ich habe keine Brille oder Kontaktlinsen. Ich glotze auch so in das Kasterl. Und nein, ich bin nicht übergewichtig. Und nein, ich trinke kein Cola, sondern trinke Bio-Karottensaft und futtere Kernölchips.
Völlig unüberraschend für treue Leser muss ich wieder mal hier festhalten, dass ich alten Film-Klassiker immer mehr und mehr mag. So zum Beispiel auch den Film Elf Uhr nachts aus dem Jahre 1965, den ich vorhin gerade zum ersten Mal sah. Besonders die Szenen am Meer (Mhhh… Freiheit!) und die überlagerte Stimme mag ich sehr (zumindest in der deutschen Fassung vorhanden).
Diese Form der Erzählung oder Gedanken findet man bei vielen Filmen von anno dazumal und hat mich immer schon sehr angesprochen. Ähnlich einem Autor, der aus seinem Buch vorliest – nur dass das Gelesene sich vor einem visualisiert und dabei zum Leben erwacht.
Aso – die Handlung… Pierrot (gespielt von Jean-Paul Belmondo) ist von seinem Leben gelangweilt. Gerade erst hat er seinen Job bei einem Fernsehsender verloren. Nun muss er sich mit seiner Ehefrau auf öden Partys der gehobenen Pariser Gesellschaft herumtreiben. Als seine Ex-Geliebte Marianne als Babysitterin eingestellt wird, beschließen die beiden, diesem gesellschaftlichen Gefängnis zu entfliehen. Auf ihrer Flucht in den französischen Süden wird das Paar jedoch von algerischen Waffenschmugglern verfolgt, die es auf die undurchsichtige Marianne abgesehen haben…
Da sitzt man gemütlich zuhause und wird plötzlich aus dem Tagtraum gerissen… der Postbote steht vor der Türe und winkt mit einen geheimnisvollen Umschlag, dessen Übernahme ich sogar bestätigen muss. Aha, ok?! Was kann das sein? Also öffnen und eine anonymisierte DVD ohne Beilage darin… geheimnisvoll. Absender ein gewisser “Chr”, der hier schon in den Kommentaren öfter vertreten war – zwecks Vereinfachung nenne ich ihn zukünftig hier einfach Grisu… ja, der kleine Zeichentrick-Drache da, der anno dazumal Feuerwehrmann werden wollte (hahaha, ich höre den Seufzer von “Chr” bis hierher).
Also wenn mir der herzige Drache Grisu ein Kuvert mit einem Film schickt, rechne ich eigentlich am ehesten entweder mit Comic-Zeugs, alten Serien-Klassikern, Pornos oder Urlaubsfotos. Nein, nichts davon… im Gegenteil: viel besser. Denn der gute Grisu hat das fast Unmögliche geschafft und einen der alten Filmklassiker aufgetrieben – einen, nachdem ich selber schon lange erfolglos gesucht habe (und er ebenso). Den gibt es nämlich bei uns nur schwer zu kaufen in den Geschäften und auch sonst schaut es im Netz recht mau aus. Nicht mal Amazon oder anderen Online-Shops kennen den… er gehört quasi zu der Sorte von Filmen, die langsam aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwinden, obwohl sie eigentlich Klassiker sind. Das Mädchen von Hongkong!!!