Argh. Ich ärgere mich schon wieder. Über diese Enstirnigkeit von “Selbstverständlich sind wir alleine im Universum, das kann kein Zufall sein”. Warum, warum, warum nur? Warum tue ich mir solche Diskussionen nur an – sie machen einem nur psychisch fertig. Wirklich. Wie kann man nur als Mensch auf sich selber so kleben, sich selber behindern und seine eigene Sicht so enorm verstellen? Tut mir leid, ich gehöre zur anderen Fraktion. Das Universum ist so “fett” und “groß”, es sind so viele Billionen, Myriaden und mehr Brösel da draußen und dann will mir jemand erzählen, dass wir da im Mittelpunkt der Intelligenz und des Seins stehen. Na klar – und die Sonne dreht sich um die Erde.
Ich habe da mal eine – vom Maßstab her mit den Sandkisten sicherlich völlig falsch – Visualisierung erstellt. Unsere Erde ist in einem Sonnensystem. Das sind schon paar Brösel. Von diesen Sonnensystemen gibt es noch viel mehr, die bilden alle zusammen auf einem gewaltigen Haufen Galaxien. Aber auch von denen gibt es wiederum wirklich enorm viele, die auch in Haufen herumkurven. Die bilden wiederum weitere Haufen bzw. Cluster, die wiederum noch größere Super-Haufen bilden die dann – nach dem heutigen Wissensstand – fast schaumartig herum wabbern. Was danach kommt, weiß man nicht… aber unabhängig davon, muss man sich doch mal diese gigantische Menge schon alleine bei den Galaxien mal vorstellen. Und sich klar machen, dass wir zwar weit schauen können, aber nicht mal unsere eigene Galaxie richtig erforscht haben (so gut wie “kaum”), geschweige denn, dass wir nicht mal einen vollständigen Einblick in unsere Sonnensystem haben – und sogar noch über Pluto und Co. streiten bzw. wieder deklassifizieren.
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Gesellschaft Glauben Menschen Religion Universum Vorstellung
Wirklich – manchmal tut es echt gut, wenn man nicht weiterliest. Und Blogs einfach ignoriert – und deren Menschen. Ich habe heute einen beinahe etwas unfreiwilligen Streifzug in die Abgründe der Menschen begangen, aus dem man vor lauter Faszination kaum aussteigen konnte. Das erste war ein Blog, den ich eigentlich des Designs wegen besuchte, aber als ich mir dann auch die Inhalte etwas näher zu Gemüte führte, war es vorbei mit meiner entspannten Idylle.

Der Blog war dermaßen platt radikal (rechts), dass es schon beim beiläufigen Hinsehen weh tat. Nichts gegen unterschiedliche Ansichten oder Meinungen – und ich bin für absolute Meinungsfreiheit auch im Netz – aber bei der “Plattheit” gehört fast ein Verbot – und Schmerzensgeld für jeden Besuch. Da werden Hassparolen der niedrigsten Form ausgestreut, Rollen- und Klischee-Bilder aus alten Zeiten und Verallgemeinerungen, dass man sich sogar, wenn man offen für diese Themen wäre, einfach nur an die Stirn greifen müsste. Aber – erschreckend und auch das tut weh – ist wie sehr das Ganze auf fruchtbaren Boden fällt. Die Anzahl der positiven Kommentare ist erstaunlich und auch ihr ebenfalls gleichwertiges Niveau. Man darf mich nicht falsch verstehen – wie gesagt, jeder soll und darf und sowas regt immer Diskussionen an – aber wir leben im Jahre 2012 und da sollte man doch – zumindest in unseren Breitengraden – eine Basis an rudimentärem Allgemeinwissen und Verständnis für die Umgebung haben.
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Ansichten Community Gesellschaft Menschen Religion Soziales Wissen
Langjährige und sehr treue Leser der alten Blogs meinerseits können sich vielleicht noch etwas dunkel und schwammig an meine “textbasierenden” Abschweifungen erinnern, in denen ich nicht nur die eigene Sprache Minumu “erbaute”, sondern auch die Religion des “Mulismus”. Dazu gab es sogar ein kleines Wiki mit der gesamten historischen Geschichte, Grundsätzen und Regeln des Zusammenlebens. Durchgelesen hat sich die 20 Kilometer an Text damals – bis auf Sonnenschein – vermutlich niemand… aber gut, dass ist auch irgendwie verständlich bei dem ganzen Stuß den man darin finden konnte.
Aber lustig und interessant war es… denn wenn man sich mal wirklich ernsthaft hinsetzt – und versucht eine Logik in das Ganze zu bringen, einen richtigen geschichtlichen Ablauf, eine Begründung der ineinandergreifenden Gedanken des Regelwerks, alle Bereiche eines Glaubens abzudecken, Antworten, die neue Fragen aufwerfen, abzufangen,… dann wird einem erst bewusst, wie komplex diese Dinge sein können. Vergleichbar ist so ein Unterfangen also in etwa mit den 5000+ Folgen von ‘Reich und Schön’ – oder gar ‘Schatten der Leidenschaft’ mit mehr als 9000 Folgen (sic!) – und seinem nie enden wollendem Geflecht an Namen, Beziehungen und Intrigen (so gesehen war übrigens meine Urgroßmutter zu Lebzeiten eine wahre Großmeisterin dieser Religion, weil sie jede einzelne der Folgen auswendig kannte und auch verstand).
Leider habe ich diese Seite nie gesichert und in einem Anfall von “Ihr könnt mich alle mal” wieder gelöscht – für die ganze Arbeit, die darin steckte, eigentlich verrückt. Aber angesteckt durch eine zufällig visuell aufgeschnappte Reportage über das alte China und seine Meister, habe ich mich jetzt ein paar Tage lang mit der sogenannten “Mao-Bibel” auseinander gesetzt und ein wenig darin geschmökert. Wobei man die richtige Bezeichnung “Worte des Vorsitzenden Mao Tsetung” verwenden sollte. Ein interessantes Werk, auch inhaltlich und denkwürdig finde ich es, wenn man daran erinnert, dass es früher üblich war, sich mit einem der Zitate aus dem roten Büchlein zu begrüßen.
Alle Reaktionäre sind Papiertiger. Dem Aussehen nach sind sie furchterregend, aber in Wirklichkeit sind sie nicht gar so mächtig. Auf lange Sicht haben nicht die Reaktionäre, sondern hat das Volk eine wirklich große Macht. (August 1956)
Ob ihm hier das wackligen Standbein des Staatsapparates bewusst war? Nichtsdestotrotz hat mich das ganze Gerede an die Mao-Bibel, die Religionen und die eigene Sprachform wieder an meine eigenen Experimente erinnert. Und zudem auch daran, dass ich ja einmal jährlich diesen Blog aus konservativen und archivarischen Gründen als Buch drucken lasse. Zwei gibt es bereits, im Herbst wird es dann das Dritte geben. Und das wiederum bringt mich weiters auf die Idee, für diese Mulismus-Minmu-Geschichte eine kleine Sammlung zu erstellen und bei Gelegenheit auf Papier zu bringen. Dieses Mal in einem ganz besonders kleinen Format in Taschenbuchgröße – in weiß für das Schaf und braun für das Muli. Mulischaf. Und das altbekannte Orange für Minmu.
Problematisch stellt sich leider nur die Wiederherstellung der alten Fakten dar. Minmu könnte ich mit einigen Schwierigkeiten wieder zum Leben erwecken, doch der Mulismus ist längst unter den Sedigmenten der Blogleben verschüttet. Somit hoffe ich, dass mich die Muse mal bei Gelegenheit küsst und in einer glorreichen Stunde der Erinnerung einiges wieder das Tageslicht erblickt.
Denn schon der große Muli sagte 2004: *Nichts ist wichtiger als das gesprochene Wort, kein Geld, kein Wohlstand oder Erfolg. Nur das Wort ermöglicht es uns, beim Greißler ums Eck Schokoriegel in rauhen Mengen zu verlangen… und darin liegt das tiefe, wohlige Glück.*
Kultur Menschen Religion Sprachen
Unspektakulärer Titel, aber mir ist nichts besseres eingefallen. Und um ehrlich zu sein, den heutigen Tag habe ich leider etwas versandet und genau die Dinge nicht gemacht, die ich eigentlich machen wollte und sollte. Vermutlich muss etwas Sonne her, um den eigenen Lebens-Beat wieder aufzufrischen. Schließlich gilt es ja, die gegebene Zeit des Daseins zu nützen. Aber – damit nicht alles heute verloren ist – klopfe ich ein paar Zeilen über das Leben in den Computer… oder nein, besser gesagt, über die Ansichten, die wir als Menschen über das Leben haben. Denn im TV gab es heute eine interessante Doku über Stephen Hawkins und sein Wirken, gar nicht so sehr inhaltlich im wissenschaftlichen Sinn, sondern eher um das Herangehen an das Thema von Universum, Entstehung, Leben und so weiter. Und es ist immer wieder interessant, wie völlig unterschiedlich wir Menschen unser Lebensumfeld und eine Erklärung des Seins sehen. Vermutlich auch unter Euch – würden wir unsere Ansichten miteinander vergleichen… es wären wahrscheinlich Welten, die an Gräben unsere Meinungen durchpflügten.
Deshalb und um die Zeit mit loser Sinnhaftigkeit zu nutzen, versuche ich in wenigen Sätzen zusammenzufassen, wie ich unsere umgebende Welt erfasse oder für mich selber erkläre – also meine Sichtweise und Verständnis. Wichtig ist, da das gesamte Thema extrem komplex und in jedem Kopf auf eine eigene unikate Art und Weise verarbeitet wird, nicht wortwörtlich alles aufzufassen – denn sonst landen wir bei elendslangen Diskussionen um Nichts.
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Gedanken Leben Religion Weltall Zukunft
Also der Titel ist – weil ich heute etwas unkreativ bin – eine Kombination zwischen “Intelligentes Design” und “vollkommenen Scheitern” – zwei Dinge, die rein gar nichts miteinander zu tun haben, ich aber trotzdem mal hier in einen Eintrag zusammen klatsche. Wenden wir uns mal der Intelligenz zu – also der mutmaßlichen Intelligenz, die uns ja angeblich erschaffen hat. Heute gab es auf Scienceblogs ein Artikel zum Thema Intelligente Kreativität und wie weit Zufall, Masse und Co. in der Evolution eine Rolle spielen. Und da werden wieder die Diskrepanzen zwischen dem naturwissenschaftlichen Ansatz und dem – ja doch sehr stark religiös und kulturell angehauchtem – Ansatz des intelligenten Designs sichtbar. Gleich vorneweg um es festzuhalten – es war vermutlich auch nicht anders zu erwarten – ich bin eher der sachliche, der naturwissenschaftlichen und der Evolution zugewandten Seite angehörig. Liegt aber vermutlich auch daran, dass ich persönlich mit Religion nur bedingt etwas anfangen kann.
Als grober Grundriss kann man sagen, dass ich durchaus einen religiösen Zug in mir trage, also den Begriff Gott oder “höheres Wesen” – nur dass für mich diese Wörter einen rein symbolischen Charakter für die Natur bzw. das Universum haben. Für mich sitzt nirgendwo da oben ein bärtiger Mann, der uns liebt und straft zugleich, der uns Intelligenz angeblich geschenkt hat und zugleich uns beim Denken einschränkt – beispielsweise heißt es ja immer, die Bibel (oder andere religiöse Schriften anderer Kulturen und Glaubensrichtungen) sind die einzige Wahrheit und nach diesen gilt es sich zu richten, man soll sie sozusagen nicht hinterfragen (bzw. wird es in diesen Gesellschaft meist nicht toleriert)… da stelle ich mir beispielsweise die Frage, wenn uns tatsächlich ein höheres “Wesen” erschaffen hat, warum hat es uns dann soviel Intelligenz und Neugierde geschenkt, dass wir nun in der Lage sind, dieses “Wesen” zu hinterfragen, es skeptisch zu betrachten und es sogar eventuell auszuschließen? Darin liegt für mich kein Sinn bzw. würde es dann ein fehlerhaftes Design bedeuten. Und das kann nicht sein?! Oder – radikal und sehr abstrakt gesehen – man hat uns tatsächlich soviel Intelligenz “geschenkt”, dass wir eines Tages endlich in der Lage sind, um zu begreifen, dass es eben diesen ursprünglichen Vater (Mutter) nicht gibt – was aber in sich gesehen wiederum die Frage nach der nicht vorhandenen Existenz einer Gottheit aufwirft.
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