The Cardigans

Abgesehen davon, dass sie a nice girl ist, ist ja bis heute das abfärbende Tattoo auf dem Autositz und das fehlende Rückspiegel-Glas ein Diskussions-Thema bei den Fans. Dazu gehören so Kommentare wie “Sie wird von einem Hamster mit Kulleraugen gestalkt”. Köstlich. Aber das sind eben die feinen Retro-Musik-Videos, die gehören sich einfach so.

Unabhängig davon – super Video, das ich immer wieder gerne in der Früh zum aufstehen höre. Wer übrigens die spektakulärer Uncut-Version sehen will (mit den Autos die von der Straße abkommen, sich überschlagen, usw…) klickt mal eben hier drauf. Enjoy.

Ausflug


Heute mal weniger Worte, dafür mehr Fotos… Tofugotchi und ich haben gestern mal wieder einen Ausflug unternommen. Hier ein Hundegotchi auf der Pirsch.


Wer gut im Raten ist, wird schnell feststellen, dass es sich hier um ein Feld handelt. Ja, richtig – ein Feld! Da waren wir Wir waren woanders.


Da waren wir nämlich. Viel besser. Also wir sind da irgendwo hinter der Kamera, der Hund ist da vorne. Da, links im Bild. Ja, genau dort. Der spielt gerade.


Oh. Jetzt spielt er nicht mehr. Und… er kommt. Der will sicher wieder was von uns.

Vollständigen Artikel lesen…

Fernweh

Sommergefühle

Gestern war es richtig schön-sommerlich und lebendig. Am Vormittag gab es eben ein PR-Shooting im Burgenland, wo ich dabei sein durfte – war generell recht amüsant, ziemlich flott und sozusagen sportlich. Unter anderem dabei (wieder) die Vorteile von Car2Go kennen gelernt. Feine Sache – irgendwo steht anscheinend immer einer der kleinen Smart-Flitzer rum, buchen, nehmen, fahren und irgendwo einfach wieder abstellen. Fertig. Für kleine und schnelle Geschichten zwischendurch eine recht praktische und effiziente Sache.

Schon am Vormittag strahlte die Sonne in ganzer Kraft vom blauen Himmel und deshalb schwitzten wir schon bei der Hinfahrt im Auto, kurz darauf dann auch auf dem Dach eines kleinen Mini-Wolkenkratzer – aber egal, es mussten rasch da und dort Fotos gemacht werden – man hat von dort wirklich einen herrlichen Ausblick – und schon ging es dann wieder zurück in die bereits aufgewachte Innenstadt, in der das frühlingshafte Leben nur so aufkeimte… so viele Menschen in der Innenstadt und in den Parks hat man seit dem letzten Sommer nicht mehr gesehen. Kurze Ärmel, umgebundene Jacken, Kind und Kegel an den Leinen. Schön – so hat Wien wieder den fröhlicheren Charakter.

Danach spazierte ich ein wenig durch das Innenstadt-Flair, genoss das Leben und verhungerte dabei fast, bis ich mir endlich in letzter Minute ein Pizzastück in den Mund stopften konnte – sozusagen auf den letzten Drücker, denn sonst wäre ich völlig verdünnt und ausgedürrt zwischen den Asphaltstein-Spalten verschwunden.

Dann folgte ein wenig Koordinationsarbeit und schon saß ich kurz darauf – und wesentlich schneller als erwartet – im Zug und düste im wahrsten Sinne des Wortes in den nördlichen Süden von Wien zu Tofugotchi. Hurra. So schnell war ich noch nie da draußen – keine Ahnung, was das für ein Zug war… ich konnte gerade mal ein paar Schluck Wasser zu mir nehmen und den Sitznachbar dabei anstarren, wie er auf den klappbaren Tisch mit Kugelschreiber kritzelte, bevor ich da war.

Dann ging es auf Zackzack – Tofugotchi war schon fröhlich und gut gelaunt mit den Hunden in Warteposition (also selbstverständlich nach 2 1/4 Stunden Haarföhnen und so) und dann ging es wieder… jetzt kommt die ganz große Überraschung… wieder an das andere Ende der kleinen, unscheinbaren Stadt Wien – und zwar dort, wo sich Donau, Öl und Schwermetalle ‘Gute Nacht’ sagen. Das passende und übliche Umfeld für unsere Ausflüge. Die Anderen gehen in den Wald, wir gehen zu den Pipelines. Perfekt.

Ich muss übrigens festhalten, dass Tofugotchi dieses Mal nicht – ich wiederhole – nicht in die sprechende Plastikschachtel schaute, sondern sogar aus dem Auto. Und sogar aus der Windschutzscheibe!!! Ja, richtig! Während des Fahrens! Wir kamen also lebendig an. Easy Cheesy!

Am Ziel der Reise angekommen begann der Spießrutenlauf und die Hektik entspannte Spaziergang. Nachdem bei so einem schönen Wetter kaum jemand in der Natur mit seinen Hunden spazierte, waren wir eingepfercht von tausenden Menschen und tausenden freilaufenden Hunden von ein paar vereinzelten Spaziergängern und mussten deswegen in einem durch nur hin und wieder die Wegseite wechseln.

Jaja, denn das ist mit dem kleinen Schlepplift Hund alles nicht so leicht, denn er tut sich halt nicht mehr ganz so leicht mit seinen Augen und so. Der Taschentuch-Hund hingegen schwebte förmlich an der Leine und flatterte nur hin und wieder im leichten Frühlingswind und kann übrigens mittlerweile sogar recht gut nicht nur links – sondern sogar auch rechts von mir gehen. Nicht schlecht, oder? Tja, ich bin eben der geborene Schleppliftbügel-Taschentuch-Packerl Hunde-Führer.

Nachdem wir entspannt und immer fröhlicher durch die Wiesen stapften, übertraten wir dann auch gleich x-Verbote und beschlagnahmten einfach ein – vermutlich mit Schweröl verseuchtes – Sperrgebiet in der Größe von ein paar hundert Hektar und machten es uns in einer der üblichen Graskuhlen auf der herrlichen, weiten Wiese gemütlich. Dort das übliche Bild – Schlepplift-Hund zieht sich wie ein Wischmob durch die Graslandschaft und jagt imaginäre Wiesenhörnchen, Taschentuch-Flocki fordert vehement Zuneigung flatterte entspannt im Wind und wir ließen uns die Sonne auf der Haut zergehen.

Mh, ich mag das – trockenes Gras, Sonnenstrahlen und blauer Himmel. Herrlich! Der Sommer ist schon spürbar.

Währenddessen diskutierten wir über das Auswandern, unsere hoffnungslose hoffnungsvolle berufliche Zukunft und freuten uns über unserern Sumpf des Lebens junges, aufregendes Leben. Danach spazierten wir ein Stück weiter, dazwischen zog der Schlepplift-Hund Tofugotchi quer durch die Pampa und jagte dabei dieses Mal echte Wiesenhörnchen – und erreichten dann kurz darauf eine kleine Lichtung, auf der wir unverrichteter Dinge wegen Myriaden anderer Hunde einfach spaßeshalber wieder umdrehten und quer durch das Sperrgebiet zurückstapften.

Wochen später Minuten später spazierten wir dann fröhlich weiter entlang der Donau – oder so was ähnlichem… was wässriges halt. Könnte auch die Ableitung der Raffinerie sein. Tofugotchi meinte übrigens noch vor Beginn des Ausfluges “Heute gehen wir schwimmen”. Nun gut, ich dachte mir in dem Moment eigentlich, dass es dazu vielleicht doch noch etwas zu kühl sein könnte, aber gut… bei den Gotchis weiß man ja nie, was einem so erwartet.

Nachdem sich das arme Taschentuch-Hündchen ganz fleckig gemacht hatte, musste es also vor der Heimfahrt mit dem Auto natürlich noch baden gehen. Und so ertränkten wir lockten wir problemlos das Hündchen in das seichte Wasser. Gar kein Problem, denn der Abhang ist dort aber sowas von mords-steil und rutschig ganz flach und dadurch kann man nie und nimma besonders bequem zum Wasser hinunter. Den Hund hinein stellen, waschen und wieder mitnehmen. Ja. Und so halt. Recht simpel.

Dann ging es wieder weiter. Später dann beim Auto wringten wir erst das Taschentuch-Hündchen und dann Tofugotchi aus. Ich weiß jetzt allerdings nicht mehr genau, wer tiefer im Wasser war, aber gut – solche Abhänge bei diesen zentimetertiefen Fließgewässern – wie ich ja auch aus beruflicher Erfahrung weiß – können ganz schön vorhersehbar heimtückisch sein.

Die Heimfahrt war dann völlig problemlos – hinten der Schlepplift-Hund, der sogar im Sitzen aufrecht schlafen kann, das braun-gefleckte Taschentuch-Hündchen, neben mir Tofugotchi ganz im ‘Lara-Croft-ich-komme-gerade-aus-der-Wasserhöhlen-Expedition’-Style und ja… ich halt. Wir waren dann übrigens wieder recht schnell zuhause – keine Ahnung, warum alle Fahrten gestern so schnell vorbeigingen – wo wir dann gemütlich auf dem Balkon in der Sonne vor dem Laptop chillten.

Aja, jetzt hätte ich fast vergessen, dass wir ja aus dem Keller unten noch so ein gigantisches kleines Sesselchen holten, das auf den Millimeter genau durch die ganzen Türen passte. Da merkt man übrigens, dass sich regelmäßiges Fototaschen und Stative tragen auszahlt. Die 360-Kilo Korbflechten-Tonnen paar Gramm verknüpftes Körbchensesselchen waren damit kein Problem.

Dann ging es leider wieder heim, auch diese Zugfahrt war verdächtig kurz und ich fiel dann doch recht müde zwischen den Katzen ins Bett. In der Früh hatte ich keine Socken an – ob es daran lag, dass ich den Katzen zu wenig zum Fressen gab oder sie doch auszog, weiß ich jetzt nicht mehr…

Alles in allem also ein feiner und netter Tag. Davon sollte es mehr geben!

Nachtmüde

Ausnahmsweise habe ich meine eigene Regel des täglichen Bloggens gestern gebrochen, aber gestern und heute blieb einfach keine Zeit dazu.

Es sind gerade die Tage, wo alles zusammenkommt und man praktisch 16 Stunden am Tag von A nach B unterwegs ist. Immerhin gab es jetzt am Abend ein schönes und entspanntes Essen (ich halte fest: vegetarisch) in der Nähe einer der alten Stadtbögen – gemeinsam mit Miaugotchi. Ein wenig abschalten. Eigentlich wollte ich von der Gemüselasagne ein Foto machen, aber so wie jedesmal wenn ich mit jemanden fortgehen, vergesse ich darauf. Manche Sachen ändern sich nie.

Und es sind auch die Tage, wo alles schief geht. Beispielsweise vorhin die Fahrt in die Stadt – erst die Straßenbahn versäumt, dann endlich kommt sie, dann gleich bei der nächsten Ecke verstellt ein Auto den Weg, ewig lange warten, es geht weiter, dann ein paar hundert Meter weiter prompt Straßensperre, weil ein Rettungshubschrauber landen musste auf der Straße, mitten in Wien und im dichten Verkehr, dann die U-Bahn versäumt, tausende Menschen stopfen sich rein und dann eine Station zu früh ausgestiegen. Die Rückfahrt war in etwa das Selbe.

Allerdings bin ich ein Stück zu Fuss heimgegangen durch die Nacht – mit dem Lied von Los Super Seven (das Video hier – aber natürlich die ganze CD auf dem MP3-Player- herrlich). Love it – es klingt jetzt vielleicht pervers, dumm und platt – aber am Abend entlang der Bahnlinien, den Brücken, durch den multikulturellen Straßenstrich und deren ‘Schönheiten’ die sich dutzendenfach um die Autos scharen und vorbei an den rosa und rot leuchtenden Bars, an den Kreuzungen, die von einsamen Neonlichtern ausgeleuchtet werden… und dann die Musik im Ohr und dabei ein leichter warm und kühlender Wind… das hat irgendwas von “Leben”. Eine Ich-bin-kein-Havana-aber-versuche-sowas-ähnliches-zu-sein-Stadt.

Das sind die Momente, wo ich gerne Schriftsteller wäre. Ein Hemingway und Co. – einer der es schafft, diese Szenerie in lyrischen und wohlgeformten Wörter lebendig zu malen, die Stimmung sozusagen aufzeichnen mit gesprochenen Phrasen… vielleicht schaffe ich das mal. Aber ich mag – obwohl ich ein Sonnenanbeter bin – im Frühling bzw. Sommer die Nacht als Stimmungsgeber. Und auch wenn die Gegend hier abgewohnt, heruntergekommen und die Illegalität blüht, schenken ihr genau diese Elemente das Leben. Und am Abend tauchen die Bar- und Straßenlichter das Ganze in eine unwirkliche und zugleich völlig reale Szenerie.

Ich mag es zum Beispiel auch, wenn die Straße staubig ist, ein der Straßenlaternen flackert und ein Zeitungspapier, angetrieben von Wien, leicht raschelnd sich einen Weg durch den Straßenzug bahnt. So eine Mischung zwischen minimalistisch, abgelebt, einsam und dennoch dann ja wiederum mit Menschen.

So, ich schaue jetzt kitschig “Tiger & Dragon” im TV – und werde wohl bald sehr müde einschlafen.

Gefühlsblick

Wie könnte es anders sein, habe ich bei dem Wetter beschlossen, ein wenig in die frische Natur zu gehen, den Blick über die Stadt zu genießen, den Wind, der den Blütenduft mit sich trägt, ein wenig in der Sonne zu schlafen und den beiden hübschen, jungen Mädchen, die sich wie kleine Katzen auf einer Decke in der Sonne räkeln, zuzuschauen.

Der Frühling bringt immer die schönsten Seiten der Natur vor… ich bin gerade unter blühenden Bäumen, durch einen dicht verwuchterten Wald und weite Wiesen spaziert und habe einen herrlichen Ausblick über die Stadt von der Bank hier. Es ist leider ein wenig dunstig, aber dafür treten aber die Silhouetten der Mikro-Wolkenkratzer unsere Stadt im Sonnenlicht um so deutlicher hervor. Der Geruch ist so herrlich und intensiv, dass man fast eine Überdosis bekommt – anscheinend sitze ich genau in der Windlinie… schön, mag das!

[ Foto ]

Die beiden jungen Mädchen faszinieren mich insofern, weil sie eben nicht nur wie verspielte Katzen in der Sonne wirken, sondern weil sie mir bereits im Wald entgegen gekommen sind. Nur mit T-Shirt und Co. und bunten Handys in der Hand. Sonst nichts. Wie die es aber nun geschafft haben, nur fünf Minuten später hier mit Decken, Essen, Getränken, Sonnenbrillen und Co. es sich hier bequem zu machen, ist für mich erstaunlich – und es gibt weit und breit niemand anderen oder eine Möglichkeit für ein verstecktes Lager. Seltsam. Aber gut, gehört wohl zu einem der sagenumwobenen Rätseln dieser Erde.

Ein Rätsel und auch – um ein wenig Frust abzulassen und mehr Freude im Leben zu haben – ist mir auch, wie sogar Projekte, die eigentlich dem Tode nahe sind, sich weiterhin verbissen gegen “fremde” Einflüsse wehren. Eigentlich habe und wollte ich unter Muli.cc eine Seite rund Blosxom einrichten und habe dazu etliche Blogger und Entwickler, die damit ihre Seite betreiben, angeschrieben. Bis auf zwei wirklich sehr nette und extrem hilfsbereite BloggerInnen, die schon seit vielen Jahren damit rumwerkeln, waren alle anderen eher negativ eingestellt. Das gehört da umgeschrieben, das stimmt so schon mal gar nicht nicht, das ist überhaupt eine falsche Philosophie und es sollen ja auch in Wirklichkeit nicht alle was damit anfangen können, das ist ein geschlossener Kreis, richtet sich an erfahrene Programmierer und so weiter und so fort. Sehr erstaunlich. Mein erster Gedankenansatz war “Was solls, mache ich es halt komplett alleine” – aber dann irgendwie ist in mir dieser bittere Geschmack aufgekommen, wo ich mir denke, ich war im Leben schon oft genug “lieb und nett” – und habe auch immer gerne meine Freizeit her geschenkt… aber heute nicht mehr. Keine Lust dazu. Es muss mal Schluss sein.

Ich werde schon was anderes finden – eine ganz kleine, insgeheime und niedliche Idee schwebt mir schon vor – ein wenig angesteckt durch Humans.txt. Das Positive an der Idee, die sich soeben gerade in dieser Sekunde manifestiert (ihr seid live damit Zeugen dieses beeindruckenden Prozesses, Luft anhalten), dass es keinen technischen Hintergrund, sondern einen rein philosophischen hat. Textfiles – die alternative Computer-Lebensweise. Dazu ein paar ebenso witzig gezeichnete Maxerl aus Spass – und das ganze ohne Ziel und ohne “Inklusion” anderer. Das ist es. Und falls ihr nicht versteht, um was es geht – macht nix. Wenn’s irgendwann mal so weit sein sollte, gibt’s einen Link.

[ Foto ]

Na gut – sehr schön. Ihr habt nun erlebt, wie innerhalb von einem Absatz meine Stimmung von “Naja” auf “Freu” umgeswitcht ist. Der Hund auf dem einen Foto übrigens ist mein neuer, treuer Gefährte. Also aus seiner Sicht heraus, er hat es sich bei mir bequem gemacht und weicht nicht mehr von der Seite und verbringt die Zeit mit mir.

Das eine der beiden Mädchen hat sich gerade aufgesetzt und ihr langen Haare wehen total weich im Wind. Schon schön sowas. Erinnert mich jetzt an eine Mischung von Katze und einem jungen Fohlen, das auf einer saftigen Löwenzahnwiese grast und herumtollt, die Sonne glänzt dabei im Fell. Mhhhh. Beide blicken jetzt über die Stadt… es ist schon seltsam wie ruhig hier diese Welt sein kann. Zwar zwitschern rund mich die Vögel wie verrückt, fast lauter als eine Stereoanlage in einem unnötigen Golf GTI, und eine Hummel summt gemächlich vorbei – aber es ist friedlich und “leise”. Wenn man aber daran denkt, was sich da unten jetzt in der Innenstadt, U-Bahnen und Co. gerade so abspielt… mh, danke. Auch sehr eigen – als Stadtkind der ersten Sekunde meines Lebens, das auch bisher alle relevanten Atemzüge in den Straßenschluchten Tag für Tag gemacht hat und wenn dann nur maximal für ein paar Stunden oder Tage mal “draußen” war, zieht es mich so wie die anderen Stadtkinder hinaus. Wie könnte es anders sein – diejenigen die am Land aufgewachsen sind, können es sich gar nicht mehr vorstellen, wieder zurück zu gehen. Für die ist die Stadt der heilige Graal – und für die Städter wiederum das Land. Aber vermutlich eh immer so. Allerdings ein Dorf würde mich auch nicht reizen, das “Dorfleben” – danke nein. Eher so ein 5 Minuten nach Stadtrand und Öffi-Anbindung ein Haus mit herrlichem Weitblick. So wie hier. Kann auch eine Wohnung sein, ich bin kein “Häuslbauer”.

[ Foto ]

Naja, wobei – nachdem ich letztens wieder ein architektonisch besonderes und beeindruckendes Holzkonstrukt gesehen habe – so eine Art von Wohnmodul auf Stelzen, aus Naturholz und großen Glasflächen mit weiten und offenen Innenräumen, alles hochmodern, aber völlig aus Holz und warmen, hellen und unbehandelten Natur-Farben, vermischt mit etwas versteckter Elektronik – das könnte ich mir schon vorstellen. Sogar zum selber bauen. Würde man mir die nächsten Jahre Zeit geben, genug Geld und genug Holz und eine schöne, ruhige Wiese abseits der Zivilisation… ich könnte sofort loslegen. In meinem Kopf habe ich an die 12 Entwürfe, die ich in tiefen, schlaflosen Nächten bis ins Detail durchgedacht habe – angefangen von wie natürlich belüften lassen, wie Kabel- und Wasser-Rohre möglichst modulartig integrieren, wie die Ausrichtung in Bezug auf Licht, wo und wie eine Fussboden-Heizung, die sich durch eine nahegelegen Quelle speist und dessen Wasser mehrfach wiederverwerten wird, bis hin zu einer Integration von Solarzellen innen und außen zur Stromreduktion…. und so weiter. Könnte damit ganze Seiten füllen.

Leider hat ja mein 3D-Grafik-Programm den Geist aufgegeben, die neue Version ist unleistbar, illegal cracken mag ich nicht mehr und mit den anderen komme ich nicht so gut zu recht wie mit meinem Gewohnheitsarbeitstier – ansonsten würde ich nämlich zur Zeit sicherlich einen Entwurf nach dem anderen raus schleudern. Aber es ist eh gut, dass ich mich einschränke. Team-Projekt, Blog und Textdateien. Die bewährte 3er-Regel.

Übrigens ärgere ich mich gerade, dass ich mir nichts zum Essen mitgenommen habe… denn sonst wäre ich jetzt schon längst beim Futtern und anschließendem Dösen. Mh, ich mag den Frühling. He – ich bekomme einen leichten Sonnenbrand auf den Armen… sehr witzig.

Mädchen-Galopp

Heute habe ich wieder den *Mädchen-Galopp* beobachten dürfen. Man merkt daran, dass der Sommer bereits in den Startlöchern scharrt. Denn dann beginnen sie alle in der Sonne wie junge Pferde zu galoppieren.

Es ist bereits eine etwas ältere Geschichte, aber vor etlichen Jahren bin ich im nahegelegenen Schloßpark ein wenig spazieren gegangen, als hinter mir die Laufschritte einer Frau zu hören waren. So weit nichts ungewöhnliches, denn Jogger und Joggerinnen gibt es hier täglich haufenweise… kein Grund also sich umzudrehen. Das Einzige, was mich dann aber plötzlich doch aufhorchen ließ, war, als der Laufschritt plötzlich ausfallend wurde und in einen Trab-Schritt überging. Klack, Klack, Klack-da-klack, Klack Klack,…. Und schon galoppierte zügig eine ältere Dame mit weißen Haaren und einem Zopf an mir vorbei. Sicherlich zwischen 60 und 80 Jahre alt, hüpfte und trabte sie fröhlich summend wie ein kleines Mädchen mit hohen Sprüngen an mir vorbei und verschwand langsam in der Ferne des langen Weges. Wie ein junges Fohlen.

Ein unglaublich schöner Moment von Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Unbeschwertheit. Ein paar andere haben eher skeptisch und verwundert geschaut, aber mir hat das gut gefallen… warum denn nicht? Ich finde es schön, wenn jemand in dem Alter noch diese kindlichen Züge in sich trägt und tragen kann – und es einfach auslebt.

Seitdem habe ich bereits mehrer solcher Frauen und Mädchen-Galopps beobachten dürfen, speziell im Frühling bzw. am Sommer-Anfang… dürfte so eine weibliche Geschichte sein – und gestern Abend ebenfalls wieder. Am Nachmittag waren Tofugotchi und ich auf einen kleinen Talk-Lebens-Chill mit Blick über die Stadt in der Sonne unterwegs, danach bin ich noch ein größeres Stück zu Fuss heimwärts gegangen. Und direkt vor mir – aus einem Supermarkt – spazierte ein Pärchen mit Einkaufssackerl aus der Schiebetüre und wanderte vor mir die selbe Seitengasse entlang. Ganz männlich schleppte der junge Freund etwas leise fluchend anscheinend sämtliche Einkaufssackerl und Getränke, während seine elegant-gestylte Lipgloss-Freundin mit Sonnenbrille, Luxusuhr, Handy und Autoschlüssel hinter ihm ging. Und dann plötzlich von einem Augenblick auf den anderen – unbemerkt von ihm – verfiel sie in diesen Galopp. Hüpfte und sprang wie ein 7-jähriges Mädchen von einem Bein auf das andere vorwärts, summte dabei ebenso fröhlich und tauchte in eine andere Welt ein.

Auch nett und zugleich witzig zu beobachten… beide dürften um die 30 gewesen sein – und als sie bei ihrem Auto ankamen, ließ sie sich nichts mehr anmerken und verhielt sich wieder völlig “normale”. Mich hatte sie übrigens auch nicht bemerkt.

Ich mag das. Diese durchgehende Leichtigkeit.

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