Verlorene Dokumentation

Das wird jetzt einer dieser altvaterischen Einträge, die nur solche Blogger schreiben können, die ständig jammern, dass ja alles früher besser war und so. Ich weiß. Man sollte immer nach vorne schauen und es tun sich ja auch immer wieder neue, andere Chancen auf, aber ich sudere jetzt trotzdem mal ein bissl rum und schwelge in der unnützen Nostalgie.

Und zwar darüber, dass das Zeitalter der Naturdokus immer mehr und mehr verschwindet. Und nein, ich meine damit jetzt nicht die quietschbunten und Action-geladenen Reality-TV-Doku-Serien, wo ein begnadeter Selbstdarsteller der Spannung wegen Spinnen futtert oder sich in Mäusekot suhlt… sondern – Achtung, jetzt kommt ein echt hartes, grausames Wort, also besser die Augen zu machen – Dokus, die noch etwas von “Bildung” in sich tragen. Jaja, Bildung. Kennt das Wort noch jemand? Bissl verstaubt ist es ja tatsächlich. Also solche Dokus, die ernsthafteres und vor allem detaillierteres Wissen verbreiten. Starker Tobak, ich geb’s ja zu – klingt schon langweilig, wenn man es hier nur so liest.

Wer von den alten Semestern unter Euch kann sich noch so an Filme beziehungsweise Serien wie “Werner Fend – Mein Dschungelbuch” oder die Nachmittags-ORF-Sendung mit Konrad Lorenz und seiner Graugans erinnern? Oder an einen der Klassiker wie “Paradies der Tiere”? Kaum noch jemand, oder? Es hat sich wirklich viel geändert.

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Alle für einen, einer für…?

Frisch via Fefe gerade gefunden, gelesen und gedacht – wenn das, was ich da gerade lese, stimmt… tja, dann passt das Posting (Absurde Datenschutz-Diskussion) von heute, das ich eigentlich unter dem Titel “Aufgeben” veröffentlichen wollte, erst recht. Der globale Internet-Schalter ON/OFF. Er wird ist Realität.

Aber lest mal selber den ganzen Text. Zur kurzen Erklärung – mit Whois kann man abfragen, wem ein Domain und dergleichen gehört, bei wem er läuft und all diese Dinge. Also wer steht sozusagen dahinter.

Versucht den Text zu verstehen – und was das bedeutet…!

Absurde Datenschutz-Diskussion

Zugegeben – man wird schon etwas müde im Laufe der Zeit. Dieses ewige Diskutieren rund um die Themen Datenschutz, Privatsphäre, ACTA, SOPA, Vorratsdatenspeicherung und so weiter… kann schon recht anstrengend und immer öfter auch hoffnungsloser werden. Alle reden davon, aber ändern tut sich nichts.

Bei der Re:publica, zu der ich übrigens gerne gegangen wäre, gab es anscheinend einige Diskussionen dazu – bei der FAZ findet man diesen folgenden und sehr guten Einwand:

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Abends…

… noch schnell ein kleines Update vor der kurzen Nacht. Die letzten zwei-drei Tage war es hier etwas still, denn ich habe neben dem langen Routine-Alltagseinsatz auch meine kleine Freizeit damit verbracht, ein Forum für eine kleine Online-Gruppe einzurichten und lange aufgeschobene Mails abzuarbeiten. Das war schon länger fällig und es tut gut, da wieder bei null zu sein.

Community memory terminal

Die Sache mit dem Forum passt amüsanterweise recht gut zu einer aktuellen Begebenheit… treue Leser hier kennen mittlerweile sicherlich das Textfile-Archiv von Jason Scott und unter anderem gibt es in seinen zigtausenden Text-Sammlungen Auszüge aus der BBS-Zeit anno dazumal – also vereinfacht gesagt, aus der Zeit, als Diskussionsforen noch so was wie Mailboxen waren und man sich zuhause langwierig mittels Telefon in eine DOS-ähnliche Oberfläche einwählen musste…

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Geeks und Nerds II

Als Zusatz zu dem vorgestrigen Eintrag “Geeks und Nerds” vom 28. April 2012 auf ARTE möchte ich kurz noch zwei Dokus nachträglich anführen… einerseits weil die ARTE-Sendung eben ein wenig zu “verspielt” und laut Grisu auch nicht ganz korrekt war – und zudem weil ein wenig die Ernsthaftigkeit und auch der gesamte Hintergrund bzw. deren weiterführende Bedeutung etwas fehlt.

Commodore64withdisk

Einerseits die PBS Dokumentation “Hackers: Wizards of the Electronic Age” aus dem Jahre 1984 von der ersten Hacker-Konferenz in Kalifornien… In 26 Minuten bekommt man nicht nur einen kleinen, netten Retro-Einblick in die Computerwelt anno dazumal, sondern findet natürlich auch so manches Klischee an Nerds bzw. Geeks bestätigt – allerdings in einem etwas sympathischeres Ton… und all das vor allem auch mit dem Hintergrund, dass Einige der gezeigten “Hacks” für uns heute völlig selbstverständliche geworden sind und in Alltags-Programmen seit dem Einzug gehalten haben.

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ARTE TV: Geeks und Nerds

Wer die gestrige Sendung auf ARTE verpasst hat – bitteschön. Die ersten ein-zwei Minuten sind unnötig, danach wird’s etwas interessanter. Einzig schade ist, dass es etwas zu wenige Interview-Partner sind und die technische Geschichte bzw. der Hintergrund dazu ein wenig zu kurz kommt. Aber trotzdem – als kleine “Weiterbildung” schadet es nicht. Die große Frage ist jetzt nur noch – bin ich ein Geek oder ein Nerd? Oder gar nichts davon? Generell kann man die ganze Sendung übrigens bzw. das Thema wirklich recht gut tiefenpsychologisch aufarbeiten…

Die Sendung direkt auf ARTE anschauen – hier klicken. Dauer 52 Minuten.

Fade Nocken

Ich muss ja mal so ganz nebenbei sagen, dass ich es wirklich sehr schade finde, dass es kaum jemanden in meinem nahen privaten und ganz persönlichen Freundeskreis gibt, der bloggt. Ein paar Ansätze hat es mal da und dort gegeben, aber im Endeffekt ist nie was draus geworden.

Zwar bin ich so oder so in der Blogosphäre und da und dort auch näher mit anderen verknüpft, aber es wäre schon irgendwie noch eine Spur feiner, wenn auch nahe Umstehende in meiner privaten Welt auch ihren Senf eintippen würden. Passiert aber nicht… und das Wenige, dass man so auf Facebook oder Google+ lesen kann ist halt auch nicht gerade berauschend oder nahrhaft genug, um mental satt zu werden.

Schade, dabei hätten so viele von Euch spannende Dinge zu erzählen… Sonnenschein über das Leben in fremden Ländern, Marygotchi über Kunst und Filmdrehs, Tofugotchi über herzige Geschichten und leckere Rezepte, Mike über Games und Partys, Miaugotchi über ökologischen Anbau und Ressourcen-Alternativen, Grisu über die Welt von Comics und Filme und so weiter und so fort…

Tja. Fade Schnuffis.