Minimales Organisieren

Irgendwie fehlt momentan ein wenig dieser Flow, der einem über die kleinen Alltagsfreuden und Hürden des Lebens schreiben lässt, vor allem wo beginnen und wo aufhören… ich kann nämlich jetzt schon sagen, dass der Sommer viel zu kurz war. Zuwenig genützt und es gab auch keinen Urlaub außerhalb des Landes. Tristesse und Fadesse muss man da wohl dazu sagen.

Leben mit Textdateien

Und so liegt man Abends da und überlegt, was man denn alternativ so tun könnte. Und da drängt sich doch wiedermal nach langer Zeit die Erkenntnis nach vor “Emanuel, was hast du bloß mit Deinem Laptop gemacht?” Sprach ich, setzte mich auf und begutachtete das Teil. Aufdrehen, starten und feststellen, so geht das einfach nicht… es muss etwas getan werden!

Weiterlesen…

Minimaler Laptop

Was gibt es Neues? Die letzten zwei-drei Tage habe ich vor allem damit verbracht, mein elektronisches Leben vom alten Stand-PC auf den Laptop umzulegen… und habe mich dabei aber selber überrascht – denn irgendwie war das alles schneller vorbei als gedacht. Im Endeffekt waren dazu eigentlich nur wenige Minuten und ein kleiner USB-Stick notwendig.

Auch sitze ich bereits vor dem Laptop, als wäre es nie anders gewesen, und auch die Programme und dergleichen sind somit 1:1 wie zuvor am alten Gerät vorhanden. Außer dem kleineren Laptop-Bildschirm unterscheidet sich also eigentlich nichts gegenüber früher – bis auf eine Sache… hier am Laptop ist nun alles wesentlich sauberer und organisierter.

Keine tausenden Ordner, unbekannte Dateien, vergessene Programme, ein zugemüllter Desktop und was weiß ich was. Auf das achte ich nun viel stärker als früher. Jedes Dateifutzel ist eines zu viel. Wir alle sind heutzutage sowieso schon unglaubliche Datenmüll-Erzeuger geworden… am PC zuhause und im sozialen Wolken-Netz im Internet. Überall lassen wir unsere Reste, Daten, Informationen und so weiter liegen, sichern sicherheitshalber immer alles in tausenden Backups – ohne uns aber je ernsthaft zu überlegen, ob das alles wirklich so seinen Sinn macht.

Weiterlesen…

Weg vom Tisch – endlich.

So, nach einer kleinen Pause melde ich mich wieder zurück – denn es war gestern soweit… nach all den Jahren verabschiede nun auch ich mich zum größten Teil von meinem klassischen Desktop-PC und gehe unter die mobilen Schlepptop-Schlepper. Genauer gesagt handelt es sich um ein Fujitsu Lifebook AH530 – natürlich nur in der einfachen und billigen Ausstattungsversions-Klasse – aber für meine aktuellen und zukünftigen Zwecke wirklich absolut ausreichend.

Und natürlich auch eine Erlösung – endlich losgerissen aus der Schildkrötenhaltung und fort vom immer gleichen Fleck – dem Platz, an dem ich seit praktisch 10 Jahren immer klebe. Das tut gut… mehr Flexibilität, bei schönem Wetter auch mal draußen, mal am Sofa, am Boden oder im Bett. Unter der Haube läuft übrigens ein klassisches Windows 7, allerdings wird es natürlich nicht lange dauern, bis ich ein Puppy Linux dazu klatsche, um noch mehr Spass zu haben.

Weiterlesen…

Meine Facebook-Alternative…

Treue Blogleser wissen ja, wie ich denke und so ticke – und auch, dass ich ein Fan von Textdateien bin. Und auch, dass ich auf Facebook und Twitter rumschwirre, wobei Ersteres eigentlich nur mehr aus “beruflichen” Gründen ist. Privat hätte ich es schon längst still gelegt. Nicht nur, dass es immer uninteressanter von den Inhalten wird, es reihen sich nur mehr Links an Links. Klar – ich mache da auch mit, aber zugegeben auch schon etwas sehr lustlos. Überfrachtet ist es auch. Ich hätte vielmehr Lust auf was völlig Anderes – hier mein Entwurf… :D

Und zwar auf eine Txt-basierende Community alias Facebook – aber ohne den mühsamen Bildi-Bildi-Foto-Foto-das-bin-ich-so-sexy-künstlerisch-Postings, es gibt nämlich generell keine Fotos (man kann in seinem Profil auf Flickr oder andere Foto-Sammlungen verlinken), keine Werbung, keine zusätzlichen Leisten, keine PopUp-Ebene und so weiter – sondern nur eine sich selber regelmäßig aktualisierende Textwall, auf der Statusmeldungen und Kommentare zu sehen sind. Dadurch, dass es keine Bilder gibt, würde sich 80% des Contents reduzieren. Man ist gezwungen zu lesen, sich mit dem Inhalt ernsthaft auseinander zu setzen – ja, richtig: LESEN!

Weiterlesen…

TXT-Wünsche

Liebes Christkind Weihnachtsmann Osterhase Storch Programmierer! Nachdem ich ja die letzten Jahre ein sehr braver Blogger war, wünsche ich mir bitte folgendes von Euch – und zwar eine neue TXT-basierende Blog-Engine.

Und nein, ich will kein Perl, Ruby, Django oder dergleichen verwenden. Und nein, wehe ihr kommt mit dieser idiotischen Idee von SQL-Datenbanken, um ein paar Text-Dateien anzuzeigen. Und nein, ich will keine ****-Smarty-Template-Engine. Und nein, ich will kein sonstiges Template-Framework und keine zusätzlichen Controller und Modul-Einheiten. Und schon gar keinen WYSIWYG-Editor. Und ohne extra Outliner-Tools arbeiten. Und nein, ich brauche keine Plugins! Ja. Ernsthaft! JA, ERNSTHAFT! Notepad zum Schreiben reicht.

Weiterlesen…

Emacs

Ein wenig Geek-Stuff zwischendurch wieder. Ich schreibe das am Besten immer gleich am Anfang dazu, damit all jene, die sich für so was gar nicht interessieren, den Eintrag gleich überspringen können. Wer aber brav mitgelesen hat (also die sympathischen Schleimer unter Euch), der hat ja mitbekommen, dass ich meine Organisation des Alltages in Textdateien ausgelagert habe.

Ich habe übrigens letztens noch geschrieben, dass ich nur eine einzige Textdatei verwende, musste aber aus Synchronisationsgründen das Ganze doch splitten, damit ich sensible und weniger sensible Daten voneinander leichter trennen kann.

Weiterlesen…

Leben in einer Single-Textdatei

Ich versuche es wieder. Nachdem ich ja nicht nur meine Wohnung minimalisiere in den letzten Wochen und Monaten, sondern auch sonst generell versuche, viele Dinge zu vereinfachen oder besser zu strukturieren, habe ich mich nach dem letzten Eintrag wieder ein wenig mit der Philosophie des “Organisierens” auseinander gesetzt… und für mich beschlossen, dass ich mich so wie früher dem Prinzip des “Big-ass plain text file” bzw. “Life inside one big text file” widmen werde.

Elektronischer Old-School-Organizer im 90er-Jahre-Style… aber die funktionieren auch am besten, vor allem weil sie mit dem handgeschrieben geführten Filofax anno dazumal recht ident sind. Diese Organizer waren schließlich eigentlich auch nichts anderes, als eine große “Datei” aus zusammengehefteten Zetteln.

Ein einfaches Beispiel, wie so eine Text/Txt-Datei im Groben ausschauen könnte… im Bild hier mit einigen aufgeklappten Unter-Punkten, in denen sich dann weiter Unterteilungen bzw. die Einträge befinden. Ich habe meinen tatsächlichen Txt-Organizer allerdings ein wenig anders strukturiert und folge eher dem klassischen rohen, zeitlich chronologischem GTD-Prinzip.

Denn das hat eigentlich auch früher am besten funktioniert – auch wenn man sich im Vorfeld recht genau Gedanken machen muss, was man wie aufbaut – allerdings hatte ich damals ja auch das Folding von Textelementen noch nicht so wirklich für mich entdeckt. Folding ist in dem Fall übrigens nichts anderes, als das Zusammenklappen bzw. Ein/Ausblenden von Textabschnitten in einer Datei – nicht jeder Texteditor ermöglicht das, Emacs zum Beispiel schon… und den habe ich ja bereits lieb gewonnen, wie wir ja bereits nun wissen.

Soll heißen, ich kehre (wiedermal wie so oft) dahin zurück, wo ich bereits war… an den Anfang, wo alles gut und besser lief – und viel unkomplizierter und wesentlich schneller. Ich lasse mich nämlich ja auch leider gerne zu leicht verführen und dem unstetigen Geiste hingeben – und verliere mich dann in irgendwelchen modernen Organizer-Tools… für nichts. Also auf Deutsch gesagt heißt das nun nichts anderes, als dass ich meine Termine, Aufgaben, Kontakte, das Journal, Notizen, Webseiten-Sammlungen, Ideen und sonstiges alles in einer einzigen Datei sammle. Einmal monatlich werden alte Beiträge nach Datum in eine zweite Datei (Archiv) verschoben – speziell bei Terminen und sonstiges. Und natürlich gibt es ein Backup davon.

Der große – damals vor Jahren schon in meinem alten Blog breit ausgeführt – Vorteil ist, dass wenn ich eine Information suche… sie leicht zu finden ist. Es kann sich nur in dieser Datei am Computer befinden… und nicht in einem Outlook, Webmail, Handy oder in der x-Datei XY irgendwo auf der Festplatte. Emacs bietet weiters eine gute und schnelle Suchmöglichkeit, speziell in Kombi mit den halb-automatisierten Tags/Schlagwörtern sowie Datum/Zeitstempel und dergleichen bei den Einträgen. Ich verzichte übrigens (vorläufig) ganz bewusst auf einige Features des Org-mode-Zusatzes von Emacs.

“Aber die Datei wird ja dann ziemlich groß?” – Ja, sicherlich… aber hier kommt der Zeitumstand einem zu Gute… im Jahr 2012 lassen sich einfache Textdateien auch mit tausenden von Zeilen auf halbwegs modernen Computern im Sekundenbereich öffnen. Und mit einer Archivierung/Auslagerung alter Abschnitte sowieso.

Sehr gut. So macht mir das Spass… Wieder etwas vereinfacht – und ich greife auf etwas, das ich selber bereits gut erprobt habe, zurück. Modernes Retro.