Purer Lifestyle

Ich arbeite mich gerade – mühsam – durch die letzten zwei Kartons an alten Unterlagen, Fotos, Zettel-Zeugs und so weiter… dann wäre auch diese Etappe geschafft. Dabei habe ich auch dieses Bild aus Malta von vor ca. 10 ~ 15 Jahren oder so gefunden. Wir waren damals recht weit abseits der Stadt, eigentlich am anderen Ende der Insel – und damals fuhren wie auf Kuba noch solche alten Oldtimer und Busse trotz des Rostes durch die Gegend. Genau nach meinem Geschmack!

Herrlich – ich wollte diesen Wagen hier unbedingt haben. Ein bisschen aufbauen, restaurieren und so… und dann auf einer Insel wie Malta – oder einer Gegend mit ähnlichem Flair – damit herum kurven. Mhhh, die gute, alte Zeit! Ich mag solche Autos wirklich gerne – auch wenn sie nicht mehr glänzen… aber dafür ein Leben und diese Art von Stimmung in sich tragen. Großartig!

Silvester

Eigentlich hatte ich heute schon mal einen Text in der Mittagspause tagsüber geschrieben – aber natürlich habe ich ihn dann am Handy aus Versehen gelöscht. Nun gut. Also heute ist Silvester, das futuristische Jahr 2012 beginnt in wenigen Stunden. Erst habe ich überlegt, ob ich so wie alle auch so was wie eine Jahresrückblick machen soll… habe mich aber dann dagegen entschieden. Stattdessen bleibt es bei einem kurzen, einfachen Blog-Eintrag.

Einfach gesagt – das Jahr 2011 war durchaus gut, lehrreich, spannend und hat neue Perspektiven eröffnet. Es ist viel passiert – nicht nur neue Wohnungseinrichtung, neue Lebensansichten, neue Pläne, neuer Job, neue Kollegen, neuer Alltag, neue Ideen und eine neue Lebensphilosophie, sondern auch so Stichwörter wie “Minimalismus” und “Soziales” haben mein Leben in den letzten Monaten geprägt. Und werden es zukünftig noch mehr.

Ich habe mit dem heutigen Tag fast 150 GB an Daten auf meiner Festplatte gelöscht, speziell durch das Löschen der alten Datenpakete des bisherigen Teamprojektes und dergleichen ist die Festplatte nun plötzlich wesentlich “leichter” und übersichtlicher geworden. Auch habe ich generell meine Email-Adressen reduziert – jetzt gibt es nur mehr 3 Stück, die alles abdecken. Endlich.

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Frei und unabhängig sein

Fortgehen

Mh. Wiedermal scheint es soweit zu sein und jemand aus dem Freundeskreis verlässt in einiger Zukunft vermutlich die Stadt. Irgendwie scheine ich ein Händchen dafür zu haben und prinzipiell immer Menschen kennen zu lernen, die einige Zeit darauf dann in neue Gefilde abwandern.

Warum dem so ist weiß ich nicht… aber es ist fast ein Standard geworden. Es gibt kaum noch Freunde in meinem Umkreis, die nicht fortgegegangen sind oder demnächst werden. Das wirft natürlich immer wieder die Frage auch nach dem “Was ist mit mir?” auf. Eine gute Frage, die unglaublich komplex, aber zugleich auch völlig banal ist. Fakt ist auf jeden Fall, dass man für so einen Schritt einiges an Mut aufbringen muss. Und auch Verstand und Vernunft mitbringen sollte. Wie wir wissen, habe ich da nicht all zu viel davon. Ich sage nur Insiderschmäh 10 MB Kopfspeicher und 256 Lebens-RAM.

Abschreckende Beispiele sind ja diverse deutsche TV-Reports, wo Menschen bei der Abwanderung begleitet werden und bei ihren neuen Schritten im fremden, fernen Land begleitet werden… aber oft entweder nur ein einziges Mal in ihrem Leben mal eben ganz kurz dort waren oder nicht mal die Sprache ansatzweise beherrschen, keine Ahnung der Gepflogenheiten oder der Behördenwege habe und nicht mal Kenntnisse über die Wohn- oder Lebenssituation. Solche Menschen sind nicht wagemutig, sondern – sorry – einfach nur dumm. Wer aber sich ein wenig damit auseinandersetzt und dann einen A- aber auch alternativen B-Plan hat – und auch wenn er zu meinem Freundeskreis gehört und ich diesen Menschen dann dadurch “verliere” – dann hat derjenige definitiv meinen Segen. Und das nicht nur deswegen, weil ich mich ein wenig darin selber entdecke… sondern auch, weil ich der Meinung bin, dass wir heute in einer Zeit leben, die es uns ermöglicht.

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Leben, Freude und unbestimmte Definition

Mir ist heute wiedermal kein spannender oder reißerischer Titel eingefallen, mit dem ich jede Menge Leser hierher verführen könnte und die sich dann in meinen Worten lustvoll wälzen und sich wie kleine Kinder darüber freuen – und mir die Kommentare nur so nachwerfen.

Dazu bin ich zu wenig provokant zu viel zu brav und nett hier. Da müsste ich schon irgendwelche bösen und sinnvollen Sachen schreiben, über andere Blogger herziehen oder mich diversen Mann-Frau-Klischees hingeben. Nein, das funktioniert nicht, obwohl diese dunkle Seite da auch in mir drinnen steckt und oft raus möchte. Na, wie auch immer drehen wir uns noch am selben Fleck und hängen in der Einleitung fest, deswegen weiter im Text. Ich habe mit einem etwas entfernten Gotchi unlängst darüber gesprochen, was man bräuchte, um im Leben einigermaßen durchzukommen. Und wir sind beide auf 1200 Euro gekommen. Das wäre sozusagen der Minimal-Betrag, mit dem man zwar nicht auf großem Fuss leben könnte, aber auch nicht so wenig, dass man ständig Streß hat.

Nun gut… also 1200 Euro. Der Traum eines jeden wäre sicherlich, dass man einfach an der Türe einen Brief findet, in dem steht, dass man nun die nächsten 10 Jahre monatlich diesen Betrag auf das Konto überwiesen bekommt. Dafür muss man nichts anderes machen, als zum Beispiel jeden Tag einen kleinen Blogeintrag über sein Leben zu schreiben. Nun…. jaaaaa, ich bitte… mir schicken, DANKE!

Und wie es der Zufall so will, hat genau das der Blogger André gestern in seinen Blog geschrieben, vortrefflich ausgeführt und mit genau den selben Kopfideen, die ich jetzt hier festhalten wollte. Da er die Worte aber bereits passend und herrlich gut ausformuliert hat, empfehle ich jedem die Lektüre seines Beitrages. Zwar sind es bei ihm 8333 Euro – ich wäre eben auch mit dem kleineren Betrag zufrieden… Bei den Anmerkungen zu Hemingway und FAZ musste ich übrigens wirklich lachen… wie wahr, wie wahr. Gut, dass es nicht nur mir mit diesen Gedankengängen so geht!

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Statisch – auch mental.

Nachdem heute ein klassischer Samstag war – also sprich zeitig aufstehen, zeitig einkaufen gehen um den Massen zu entgehen (oha, fast eine Wortwiederholung), dann kurze Zeit später bemerken, dass man wie immer die Hälfte vergessen hat, also wieder runter stolpern. Dann natürlich auch eine Runde in der frischen Luft drehen, dann wieder heim, weil es ja eh viel zu kalt ist wiedermal und alles so grau ist und eben typisch Wien – wie immer, manche Sachen ändern sich nie – dann zuhause ein wenig einmummeln, Knabberzeugs futtern und am Computer ein wenig arbeiten. Etliche Interviews schreiben, Backups herumschieben und den zugehörigen Balken stundenlang zuschauen, daneben den TV rennen lassen, dann geht es weiter – es ist schon Nachmittag plötzlich – man schaltet den Kopf ab, beginnt die Tastatur zur Seite zu legen und versucht auch den Tag ein wenig zu genießen.

Irgendwie ist aber plötzlich trotzdem wieder Abend, es ist draußen dunkel geworden, im TV spielte es den ganzen NM außer Cartoons nichts sinnvolles, jetzt immerhin ein wenig 3sat mit einem Max Raabe-Konzert, ein paar Teelichter am Tisch und einem ganz kleinen Gläschen Wein, die Katzen schlafen daneben und man merkt, dass man nicht nur den Tag irgendwie eine Nuance schleifen hat lassen… was aber trotzdem irgendwie ok ist. Wozu gibt es die Wochenenden denn sonst? Könnte man ja gleich darauf verzeichten sonst. Ansonsten gab es vorhin ein wenig nebenbei rumsurfen und sich technisch schlau machen, da ja zudem einige “Kunden-”-Webseiten betreut werden müssen und Ältere zudem auf neue Systeme geswitcht werden – teilweise nach fast 5 Jahren – man kann sich vorstellen, was das ein Aufwand ist, aber ich habe immerhin zwei CMS-Engines gefunden, die alles vereinfachen und auch genug “Benutzerfreundlich” sind – und damit dann auch viel Einschulungszeit, Fragen und Probleme einsparen. Was mich dabei übrigens freut ist, dass immer mehr Blogger und Webseitenbastler Wege und Lösungen suchen, ihre Contents statisch zu generieren – ohne den ganzen Datenbank-Firlefanz und tausenden Programm-Elementen. Es entsteht eine immer größere Bewegung des Minimalismus – sehr fein.

Ansonsten regt sich nun der Wunsch nach einer Runde Donkey Kong – das Minenlevel, wo man mit der Lore durch die Schächte düst, einem guten Abendessen, etwas Soul, Funk und Classic-90er-HipHop mit dem Kopfnicker-Effekt, vermischt mit eben Max Raabe, Ikea-Duftlampen und einem alten Marsriegel, den ich abermals gefunden habe und der die Stimmung versüßen wird. Irgendwann dann geht’s ins Bett mit Bio-Kernöl-Chips, klassischem Chanson und Hello-Kitty-Kopfkissen-Bezug.

[Foto]

Irgendwie ist das gerade eine der unnötigsten Blogpostings, die ich hier je reingeklatscht habe. Aber macht ja nix. Liest eh keiner. Mhhhhh. Heute habe ich mich übrigens wiedermal gefreut, als ich über einen Blogger gestolpert bin (was liegt der auch im Weg rum), der treu seit fast 10 Jahren bloggt und vermutlich sein Layout nur einmal upgedatet hat in dieser Zeit. Beeindruckend – ich komme auf vermutlich auf 35 Layouts alleine in den letzten paar Jahren. Aber gut, das hat(te) ja mittlerweile ein Ende jetzt. Puh, Schwein gehabt, ich getrieben Seele. Merkbar aber auch – je weniger man sich dem visuellen bei einem Blog widmet, umso mehr bloggen die Leute auch “ernsthaftes”.

Ein warmer, beheizter Schwimmingpool mit Fackeln und Unterwasserlichtern, belegten Brötchen und Wein am Beckenrand, eleganter Musik die den Raum durchdringt und einfach nur treiben lassen mit dem Gesicht nach unten wie eine zwergandalusische Nacktschnecken-Schildkröte wäre auch fein irgendwie. Nur so nebenbei.

Hat übrigens irgendwer kapiert, dass auf dem Foto oben der Spongebob ebenfalls gerade sein Haustier pflegt? Garry, die Schnecke. Meine Ich-schlaf-mich-tot-Katze kratzt das aber gar nicht. Verdammt, ich verschlucke mich gerade an eingelegten Knoblauchzehen in Chili-Soße. Wollte auch eigentlich Brot dazu essen, aber ja, das ist halt so eine “Ich wollte halt”. Das sinnlose Posting zieht sich weiter. Ist da noch jemand dran? Tapfer. Sollte ich jemals wieder genug Geld haben und ich mir je wieder einen neuen Computer kaufen, dann defintiv einen mit passiver Kühlung, also ohne dem ganzen Lüftergeräusch und Co. Ich kann es nimma hören. Da schrummt eine entspannte Musik durch den Raum, die Katze schnurrt still vor sich hin und ich zerfließe vor lauter Hängen im Sessel und dann wird das Ganze untermalt von einem “BBBBBSSSSSSSSSSSSS”. Grausig. Wie wenn man hinterm Kühlschrank hausen würde. Ich hätte gerne ein kleines Blog-Teil – oh… ein iPad. Würg, das Apferl-Spielzeug, das vom Design den kleinen Kinder-Lern-Computern gleich kommt? Nein, danke, niemals. Aber vom Ideen-Ansatz her schon. Nein, noch besser – einfach eine Tastatur. Und aus. Es reicht ja für den Blog hier sogar ein Taschenrechner-Display theoretisch – halt nur um die ärgsten Rechtschreibfehler zu korrigieren, aber sonst geht es ja eh nur um’s tippen. Nachdenken oder Lesen tu ich ja eh nicht, wie man gerade merkt.

Ah, ich mache da mal einen Absatz, sonst sind’s immer so lange Absätze, die keiner liest oder schafft. Heutzutage muss man ja die Anforderungen gering halten. So. Morgen gibt’s wieder was sinnvolles, ich verspreche es! Übrigens ist das “Mobile Theme” für die mobile (oha!) Surfer (ihr Sunnyboys und Girls mit den Brettern) nochmal vereinfacht worden. Jaja. Wisst ihr, was ich gerne hätte? So eine alte klassische Schreibmaschine… nur statt dem Papier halt mit elektronischer Ausgabe bzw. speichern in eine Textdatei. Aus. Gute Nacht virtuelles Netz. Kopfchaos-Wirrwarr. Katzen mögen keine Knoblauchzehen. Katzen würden Marsriegel kaufen. Werbung Ende.

Ende für einen Neuanfang

Unabhängig vom Titel – treue Blogleser-Seelen wissen ja, dass sich meine Wohnung der Aufgabe verschrieben hat, mich auszutrocknen und zu mumifizieren. Sie saugt jede Feuchtigkeit aus den Poren und wenn man sich nicht in der gefüllten Badewanne in der Nacht einlegt, genügt ein leichter Stubser der Katzen in der Früh, um schlagartig zu Staub zu verfallen.

Da trifft es sich damit gut, dass es heute Nacht geregnet hat. Heißt zwar, dass ich mich gerade dennoch gerädert und fertig fühle (war die Nacht zu kurz oder zu emotional?), aber immerhin fühle ich mich jetzt wie ein – zumindest sehr kleines – Löschpapier mit ein paar Tropfen Wasser. Immerhin, ich zerbrösel heute nicht kiloweise. Ich bräuchte das irgendwie jede Nacht… geht das? Nachtregen – mit so glitzernden Wassertropfen im Sternenlicht. Mh, klingt nett.

Nicht nur das Wetter bricht gerade von Sonnenschein, blauen Himmel und frühlingshafter Wärme auf Regen und grauem Wien-Wetter um, sondern auch im direkten Umfeld verändern sich gerade einige Dinge.

Anscheinend kommen wir alle in ein Alter, wo man einen anderen Drive hat und jeder seinen eigenen “Flow” bzw. Weg auf eine andere Art und Weise bestreitet – auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und vor allem *unterschiedlichen* Zielen – und die sind nicht immer unbedingt kompatibel mit den Bedürfnissen, Anforderungen, Wünschen oder einer Gruppierung. Und dann heißt es Entscheidungen zu treffen, sich neu auszurichten, Grundlegendes zu verändern, neue Wege zu wagen oder den einen oder anderen auch einfach zu beenden. Zu beenden um nicht stehen zu bleiben. Kryptisch und nicht näher ausführbar sage ich, dass ich mich heute Nacht für den letzten Punkt – das Beenden – entschieden habe. Keine leichte Entscheidung, aber eine Wichtige und auch schon längst überfällig. Was das jetzt genau bedeutet, ist nur für mich relevant und bedarf keiner weiteren Ausführung hier.

Aber ich werde hier bewusst ein größeres Kapitel im Leben abschließen und mich damit demnächst neuen und unabhängigen Wegen widmen. Soviel dazu. Keine Angst – der Blog ist nicht gemeint, schließlich hat der eine wichtige Funktion für mich.

Ich kann mich übrigens erinnern, dass ich früher oft einfach so in den Regen raus gegangen bin. Sogar stundenlang… ihn einfach genossen habe… das werde ich heute wieder tun. Den Kopf gedanklich reinigen. Eine Spur wärmer wäre aber trotzdem nett. Frühling, bist Du eh noch auf dem Weg?