Donnerstag 08. März 2018

# Ahhh, hat das gut getan. Heute unterwegs im Zug irgendeinen uralten Blog von 1999 gelesen und da merkt man, wie sehr sich auch das Bloggen verändert hat. Da wurde noch der Tagesablauf etwas detaillierter und viel offener beschrieben und manche Dinge, die damals noch komplett neu oder erst in Entstehung waren (wie Gnome und dergleichen), wurden richtig euphorisch gefeiert und hatten auch noch dieses "Da wird was komplett Neues gebastelt"-Feeling. Diese Zeit der Aufbrüche, Neuentdeckungen, wo noch nicht jedes humanoides Ei mal eben in das digitale Netz ging und mehr der Spaß, das "Erforschen" und Ausprobieren zählte. Da wollte man quasi noch wissen, wie die Dinge gehen... heute erwartet man es sich bereits. Auch so ein Unterschied, der Spuren hinterlässt.

Na wie auch immer, solche Lesereien tun immer gut, weil sie einen ein bisschen nostalgisch werden lassen (aber auf eine gute, unaufdringliche und angenehme Art und Weise) und zugleich animieren, sich auf das losere Bloggen zu konzentrieren.

Irgendwie muss ja ein Blog in der allgemeinen Sichtweise einen Sinn machen, ein Ziel verfolgen, ein Ergebnis bringen, Eigentherapie oder irgendwas in der Richtung, bis hin zu Anerkennung. Dabei ist das schnuppe, es muss einfach nur Spaß machen und das ist der (für mich) richtige Weg. So wie eine Kritzelei mal nebenbei in irgendein Buch oder Zeitung oder dass man Spaghetti stapelt oder in der Buchstabensuppe ein Wort zusammenschiebt oder das Papierkügelchen quer durch den Raum in den Mistkübel wirft. Sieht keiner wirklich, aber es macht für einen kurzen Bruchteil eines Lebensmoments einfach glücklich. Und davon braucht man viel und zugleich nicht wirklich was Anderes. \o/