Donnerstag 07. Juni 2018

# "DSGVO: Union will teure Abmahngebühren rasch aussetzen. Geplant sei, Abmahngebühren vorübergehend – also beispielsweise für ein Jahr – auszusetzen. Dadurch entfalle der wirtschaftliche Anreiz für Kanzleien und Vereine, und die Unternehmen hätten Zeit, die neuen Anforderungen umzusetzen." bei Heise.

Die NEUEN Anforderungen. Mhmhmhmhm. Schauen wir mal kurz nach... aja, da haben wir es ja: "DSGVO Inkrafttreten: 24. Mai 2016, Umsetzungszeitraum bis 25. Mai 2018". Und dass man Daten schützen sollte und keinen Schindluder damit treibt und man nicht Jeden und Jede zu Tode tracken sollte und sich Gedanken macht, wie man mit Kundendaten extern und intern umgeht und wo wer wie auf die Daten Zugriff hat und überhaupt benötigt und auf welcher Grundlage... sollte das nicht eigentlich eine Selbstverständlichkeit und Grundsatz sein? Gut, ist es natürlich nicht, willkommen im Netz, aber dass man dann von einem Gesetz überrollt und überrascht wird, ist schon fragwürdig. Was hat man denn gedacht? Dass alles immer so bleibt, wie es ist... bei dem Thema? Das war sogar ohne das Thema DSGVO absehbar, dass sich da mal die Anforderungen ändern werden und man als Firma am Besten unterwegs ist, wenn man sich von Anfang an gut aufstellt. Schon aus Eigeninteresse.

Für mich ist das Alles nur ein Mimimi-Geseiere. Dass die DSGVO nicht wirklich viel Neues bringt, denn etliche Dinge waren so oder so schon lange geregelt und wurden halt kaum exekutiert, ja klar... darüber kann man schimpfen. Aber dass man mit seinen eigenen Daten rumstrampelt und rumsudert, dass es jetzt so kompliziert ist mit Daten da und dort... jo mein, darüber sollte man sich doch von Grund auf Gedanken machen. Und wenn man es nicht tut oder sich nicht drum kümmern will oder es ignoriert, darf ich aber nicht jammern. \o/

Und ja, man muss ja immer den ersten Stein auf sich selber werfen. Ich hatte ja früher vor Jahren auch mal da und dort Tracking-Tools oder auch hier Google Schriften eingebunden und dergleichen... aber immerhin war mir immer bewusst, dass es eigentlich unsauber und nur so halb ok ist alles, sowie dass die genauen Folgen nicht ganz absehbar sind. Das Wissen war natürlich vorhanden und ich habe persönlich meine Konsquenzen gezogen, so weit es halt geht und auch mein Verständnis der Materie ermöglicht. Aber darüber jammern, dass ich diese Dinge jetzt nicht mehr darf, das geht gar nicht. Manchmal muss man halt auch in den sauren Apfel beißen und nach alternativen Lösungen suchen oder bestimmte Dinge von Grund auf hinterfragen.

Lächerlich finde ich zum Beispiel diverse Schreiberlinge im Netz, die jetzt alle "vorsichtshalber" ihren Blog abgedreht haben. A: warum erst jetzt? und B) warum denn? Sucht man halt ein Template, dass nicht heimtelefoniert, verzichtet man halt auf irgendwelche Tracking-Tools und Kommentare kann man auch immer noch umgestalten. Und ist ja auch nicht so, dass es so schwierig ist, denn das Netz platzt vor Anleitungen, Plugins und auch die Provider bieten Support. In meinen Augen Kindergarten. Und ja, Foren haben es da schwieriger, darüber kann man streiten, aber mit passenden Nutzungsbedingungen genauso möglich und es bietet eine willkommende Möglichkeit, externe Bibliotheken und die Cookie-Seuche einzuschränken. Es reichen ja meistens eh ein-oder zwei Cookies im Alltag aus... und nicht 25. ^^