Sonntag 13. August 2017

# "Innenraumfilter sollen unangenehme Gerüche und Allergene aus der Atemluft entfernen. Besonders relevant ist das für Allergiker, vor allem die Autoindustrie arbeitet dazu an neuen Lösungen."

Da denkt man sich, dass man das Zeugs halt kennt und ein Alltagsding des Kommerzes ist. Aber wie könnte es anders sein... es gab bisher nicht mal ein Prüfsiegel dafür und die Hersteller testeten ihre Produkte selber. WTF?

Nachtrag: Wisst ihr, was ich auch noch so spannend finde? Dass diverse Rückrufe von Lebensmittel wegen irgendwelcher Produktionsproblemen oder Keimbelastungen oft nur auf irgendeinem verwischten Zettel windschief irgendwo an einer Wand nach der Kassa aufklebt sind. "Vor einem Verzehr wird gewarnt" - ist aber auch nur lesbar, wenn man genau dort gerade seine Lebensmittel einpackt und sie auch schon gekauft hat. Beim Eingang gut sichtbar zu befestigen.... vermutlich eine abwegige Idee.

Nachtrag: Erinnert mich an den Busfahrer letztens, der bei der nicht funktionierenden Türe den Aufkleber mit dem Hinweis nicht AUF den Druckknopf gut sichtbar und verständlich innen und außen klebte, nein... er klebt die beiden Hinweise einfach irgendwo auf die Scheibe, sogar schief und nicht ordentlich sichtbar im Alltagstrubel. Und natürlich standen bei der nächsten Station Menschen, die hektisch versuchten, durch diese Türe in den Bus zu kommen und verzögerten damit auch die Abfahrt von Station zu Station. Denkt denn gar keiner mehr mit? Oo

20:12 Uhr | 13.08.2017 | 20170813181258.txt

# Und zu dem Thema Armbanduhren muss ich ja auch noch nachwerfen, dass ich heute beim Stapfen durch den Wald immer wieder verstohlen auf die Vintage Casio geschaut und mich jedes Mal dabei - in mir zufrieden seufzend - gefreut habe. Herrliches Teil, ich mag sie wirklich sehr. Und in der Früh zudem konnte ich mich nicht mal wirklich entscheiden, welche ich denn überhaupt heute nehmen werde. So gehört sich das! \o/

19:57 Uhr | 13.08.2017 | 20170813175716.txt

# Ich war heute mit einem anderen Humanoiden in den Wäldern unterwegs und dabei sind wir mit der Problematik des Eschensterbens direkt konfrontiert worden. Massenabholzung von ganzen Waldbeständen, gesperrte Wege und Unmengen an Baumstämmen an Sammelstellen. Gerodete Waldränder und das Surren der Motorsägen. Tatsächlich irgendwie dramatisch, wenn man vor Ort ist und das Ausmaß sieht... zum Thema und gleiche Region: Eschensterben: Baum stürzte auf Haus.

Vor allem bin ich einer von der skeptischen Sorte, der solche Rodungen automatisch mit Grundstücksumwidmungen und dergleichen in Verbindung bringt und damit rechnet, dass im Zuge dieser Entwicklungen weitere Waldflächen oder Gebiete verloren gehen. Nicht nur für die Eschen, sondern auch für die Natur an sich. Ist ja dann oftmals verlockend für viele Besitzer, statt Aufforstung andere Wege zu suchen. Gibt sicherlich da und dort Schlupflöcher, die solche Eigentore der Menschheit ermöglichen. /o\

19:33 Uhr | 13.08.2017 | 20170813173350.txt

# So. Endlich habe ich mich überwinden können und das MediaWiki in die Mülltonne gekippt. Es ist wirklich so unglaublich, was alles an Schrott bei solchen Lösungen mitgeschleppt wird und wie sehr man sich darin (begeistert) verlieren kann. Nur ich will wieder mehr Einfachkeit im Leben. Einerseits, weil es gut tut, auf der anderen Seite, weil es immer auch eine Gegenbewegung zur alltäglichen Arbeit darstellt und die nötige Distanz zur Kopfarbeit ermöglicht und zugleich auch, weil ich mich aktuell wieder in einem Alter fühle, wo man zwar innerlich jung geblieben ist, aber trotzdem irgendwie seine Hausaufgaben endlich gemacht haben möchte. Und ich möchte auch immer einen Überblick über meine Dinge haben, denn nur so fühlt sich das Leben kontrolliert an - und das meine ich positiv besetzt in Form von "Man weiß, was man tut und will", inklusiver aller nicht geplanten Eventualitäten, die sich dann leichter handhaben lassen. Unterm Strich also Entspannung. War mit MediaWiki und dem ganzen Datenbank-Quatsch nicht möglich.

Schon alleine das Löschen der tausenden Dateien am Server ist absurd gewesen, vor allem in Anbetracht dessen, dass ich ja danach reumütig und am Boden kriechend zum bekannten LionWiki zurückgekehrt und dem Ding wegen seiner nicht vorhandenen Komplexität einfach so sehr dankbar bin. Ich habe es umarmt und geschluchzt. Außerdem bin ich ebenso im Staube wieder zur Fotosammlung gerobbt, habe den Header und die Fußzeile geküsst, mich dabei vielfach entschuldigt und erneut erkannt, wie durchdacht das primitive Bollwerk der Bilderausgabe mit etwas Code eigentlich so ist. Das dramatische Leben einer humanoiden Flocke zwischen Milliarden anderer Menschen.

Abermals - und zum gefühlten - 400. Mal haben wir also ein weiteres Mal gelernt, dass die Lösung schon lange in meiner Hand lag, ihr das auch wusstet und Euch beim Lesen meiner Einträge das "eh schon dachtet". Soll heißen, das Wiki ist wieder genau da, wo wir begonnen haben, wo ich schon x-mal war, abermals den Sinn verstehe, jedes Mal wie ein Zugvogel wieder genau an der Stelle lande und mich dabei jedes Mal wundere, warum ich denn je weg geflogen bin und was eigentlich mein inneres Problem ist - wenn wir mal das Unstete beiseite lassen. ^^

Somit ist das Wiki wieder minimal geworden und die Fotosammlung unverändert und läuft weiter. Die Ersparnis an Datenstaub, Aufwand und Zeit ist enorm und das Schreiben in das primitive Textfeld ist sowohl am Rechner als auch Smartphone ein Vergnügen. Schnell, flott und leichtgewichtig. Eine frische Sommerbrise hat die Serverfestplatten endlich erreicht. So wie jedes Jahr. \o/

Nachtrag: Ich sollte auf der Seite unten noch einen Tageszähler einbauen, wie lange die Seite visuell unberührt ist. "Seit x Tagen nicht mehr geändert". ^^

19:18 Uhr | 13.08.2017 | 20170813171846.txt

Donnerstag 10. August 2017

# Nun gut. Ich habe das Fieber überstanden und konnte es begrenzen. Aber wie konnte denn das nur geschehen? Zwei Aktionen und Angebote im Netz und ein nicht vorhandenes Kindheitstrauma oder so müssen nun als Rechtfertigung dienen, dass das hier passiert ist. Die kleine Gute-Nacht-Geschichte für den heutigen, gewittrigen Abend. ^^

21:49 Uhr | 10.08.2017 | 20170810194920.txt

# Könnt ihr Euch noch an die Schlagzeilen vor Kurzem erinnern, als in der "EU" und auch auf Landesebene mit ernster, entschlossener und klarer Miene unzählige Male in die Kameras und über Titel verkündet wurde, dass es völlig ausgeschlossen und absolut undenkbar ist, dass auch bei uns belastete Eier auftauchen können? Dass wir viel strengere Kontrollen haben, gar keine Eier von dort beziehen und Gütesiegel und was weiß ich alles und solche Dinge gibt es bei uns nicht? Ja?

Gut, nun tun wir aber alle ganz überrascht, ok?

Fipronil-Eier: Erstmals Verdacht in Österreich - "Es soll sich um mehrere hundert Kilogramm handeln. Diese gingen von dort weiter an Gasthäuser und Restaurants."

Nein? Doch! Oohhhhhhh! \o/

17:30 Uhr | 10.08.2017 | 20170810153045.txt

Mittwoch 09. August 2017

# Ich muss noch zu der Hörbuchgeschichte was loswerden... Bei so langen Laufzeiten wird ja gerne mal eben mokiert, dass Passagen sich zu sehr in Details verlieren oder viele Dinge zu ausführlich beschrieben werden.

WTF? Warum höre ich mir dann so Etwas an? Und was erwartet man sich denn? Das ist ja das Feine daran, dass man nicht nur mal schnell einen Schinken vorgesetzt bekommt, der da mal eben zügig abgehandelt wird... sondern dass man sich eben auch in der Geschichte langsam verlieren kann und damit beschäftigt ist? Das ist doch der - ähem - Sinn von Hörbüchern...? \o/

Ich kaufe mir ein Buch ja auch zum Lesen. Und beschwere mich ja dann doch nicht, dass da soviele Seiten sind. Wer Fast Food zum Lesen oder Hören benötigt und nicht in der Lage ist, Geschichten über Tage oder Wochen hinweg mit Unterbrechungen zu folgen, der soll es halt von Grund auf lassen.

Oder ganz dramatisch: hat es selber in der Hand solche Passagen zu... überspringen! Ja, wirklich! Eigenverantwortung und so, kennt man das denn überhaupt noch? /o\

06:23 Uhr | 09.08.2017 | 20170809042335.txt

# Ist ja eh mal wieder bereits auf mehreren Seiten aufgepoppt, aber es schadet nie, diese Dinge auch wirklich zu lesen und sich klar zu machen, wie der heutige Alltag so ausschaut: Trained A Computer To Search For Hidden Spy Planes. This Is What We Found.

"The FAA registration documents for Global Geo Mapping included a contact phone number that’s actually a spoof: It’s owned by Universal Studios and used in movies."

"We were initially baffled by some of the aircraft the algorithm flagged: They included one plane that identified itself as a powered parachute, and another as a small drone owned by a photographer. The location of their circling paths, and some digging into the history of the aircraft registrations, solved the mystery. They were U-28A spy planes operated by US Air Force Special Operations Command from its base at Hurlburt Field in the Florida Panhandle."

Klassiker eben. \o/

05:32 Uhr | 09.08.2017 | 20170809033236.txt

Dienstag 08. August 2017

# Ich habe das Hörbuch schon damals im Nachtrag erwähnt und jetzt "endlich" leider fertig gehört... und ich muss nochmal sagen, wie großartig es ist! Auch und speziell der Epilog am Ende mit einem direkten Grundsatz zur Religion und deren Grenze bei dem Auftauchen einer unbekannten, neuen Lebensform, die nach anderen Maßstäben arbeitet und die durch ihre Existenz die Regeln mehr sprengt, als man im ersten Moment vielleicht mal eben im Kopf konstruiert, ist eine feine und für mich lobenswerte Sache. Kritik pur.

Das Buch deckt zudem alles ab... Mensch, Biologie, Wissenschaft als solches, Gesellschaft, Klimawandel, Meer, Forschung, Naturkatastrophen, Politik, das Versagen der Gemeinschaften und Bündnisse, zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte und immer wieder Exkursionen in Überlegungen und Gedankenspielen zu der Spezies Mensch prinzipiell und seinem begrenzten Verständnis und Vorstellungen, aus deren Käfig er nicht flüchten kann, weil er es gar nicht zu begreifen vermag - und behandelt eine fiktive Geschichte so detailliert, dass es streckenweise auch eine Dokumentation sein könnte, die auch Hand und Fuß hat. Zwar macht die Geschichte im letzten Drittel einen Schwenk in die tatsächliche Fiktion, die ist aber glücklicherweise von Dingen wie Fantasy oder Star Trek oder dergleichen weit weg. Im Grunde ein Buch, das auf unserer tatsächlichen Erde in unserer Zeit spielt, mit realer Basis und deren gedanklichen Vervollständigung einer etwaigen Zukunft mit äußerem Einfluss.

Kann also wirklich nur nochmal dieses Hörbuch in der langen 38-Stunden-Form empfehlen - es lädt damit ein, über Wochen hinweg beispielsweise den Arbeitsweg täglich akustisch gut auszufüllen und den Geist dabei anzuregen und die Sichtweise seiner selbst als kleiner Partikel in der weiten Welt ein wenig sachlicher zu definieren. Top! \o/

22:31 Uhr | 08.08.2017 | 20170808203116.txt

# "Die Renitenz gegenüber der Macht preist man beim Menschen völlig zu Recht als Mut – warum also nicht auch bei der Katze? Die Katze als autonomes, freies und antikapitalistisches Wesen sollte heute gefeiert werden."

Ein Lob auf die Katze, das antikapitalistische Wesen.

06:49 Uhr | 08.08.2017 | 20170808044924.txt

Montag 07. August 2017

# Mal schauen, wie lange es dauert, bis man aus dem hier einen neuen, billigen Trash-Horrorfilm "nach einer wahren Begebenheit" dreht? ^^

Nachtrag: Da gibt's ein bisschen mehr davon.

18:04 Uhr | 07.08.2017 | 20170807160425.txt

# Ist das den Menschen denn nicht klar? Wenn man in einem Auto die Klimaanlage einschaltet, dann macht die doch nur Sinn, wenn man auch die Fenster schließt. Denn nur dann ist es auch möglich, dass das System ausreichend und einigermaßen noch sinnvoll kühlt. Man lässt ja auch nicht die Kühlschrank-Tür im Sommer offen und erhofft sich dann bei geringem Strom-Verbrauch ein kühles Getränk?! Und wenn schon, stellt man dabei auch auf Umluft, damit die Luft leichter und schneller gekühlt wird, damit nicht ständig neue, warme Luft von außen in den Fahrgastraum eingesaugt wird, die erst von der Anlage ständig neu mühsam ununterbrochen runtergekühlt werden muss.

Wäre ja umgekehrt auch bei Warmwasser so. Wenn ich einen Kochtopf erwärme, dann lasse ich ja nicht ständig kaltes Wasser in den Topf nachlaufen. Auch setzt man einen Deckel auf, damit die Wärme gehalten wird und nicht kühle, neue Luft dazukommt bzw. warme Luft entweicht. Und beim Auto ist es genauso, nur eben anders rum. Aber anscheinend wird das nicht verstanden und man fährt lieber mit weit geöffneten Fenstern (schaut vermutlich besser aus oder so), schwitzend und frierend zugleich und mit dröhnender Klimaanlage - und solche Menschen wundern sich dann, wenn sie krank sind, Augenschmerzen haben oder Kopfweh. Lieber einfach alles zumachen und damit weniger kühlen und den warm-kalten Misch-Luftstrom~Zug aushalten müssen. /o\

18:02 Uhr | 07.08.2017 | 20170807160222.txt

# Weil es gerade Montag in der Früh ist und die halbe Stadt noch schläft, kann ich ja mal schnell los werden, dass mich meine Seiten schon wieder nerven. Also das Wiki zum Beispiel und optisch sowieso. Beruflich gehört dieses Metier aktuell auch wieder zu meinem Alltag und aus dem Grund habe ich mir auch mal wieder den Kopf um diese Dinge stundenlang zerbrochen und bin zu dem Schluss gekommen (nachdem ich privat woanders und auch beruflich doch wieder Doku- und LionWiki nutze), dass das mit MediaWiki nicht geht. Also gehen schon, läuft ja, aber die Tatsache, dass hier über tausend Dateien für ein bisschen Text mit Links im Einsatz sind, ist einfach so absurd und verkehrt, dass es mich richtig schüttelt. Es fühlt sich halt vertraut an und ich kenne das Teil in und auswendig, deswegen bin ich gut darin, dieses Manko mal zu "übersehen", aber je mehr Zeit in das Land zieht, umso anstrengender wird der Gedanke und ich will ihn loswerden.

Und weil der gestrige Abend etwas verhaut war, weil ich nahrungstechnisch auf das falsche Pferd gesetzt hatte, habe ich mich mal wieder durch diverse "andere" Lösungen der Webseiten-Erstellung geklickt, denn irgendwie habe ich nach bald 20 Jahren auch schon alle Varianten und Ideen durch und bin etwas gelangweilt davon. Beginnt beim Single-File-Script wie Blosxom, das ja hier etwas gebastelt läuft und läuft und läuft (und das ohne Updates oder Alltagsbetreuung) bis hin zu Schwergewichten wie eben MediaWiki, Drupal und andere Irrtümer der Menschheitsgeschichte, weiter zu mittleren Varianten wie Redaxo und Co.-Frameworks. Wordpress und dergleichen und die ganzen Millionen an Github-Static-Engines lassen wir gleich mal weg, weil die haben wir hier ja eh schon zu Tode gekaut und ausreichend genutzt.

Bin dann sogar noch mal wieder bei Desktop-CMS-Lösungen gelandet, die sich übrigens ganz schön gemausert haben und durchaus sauberen Code ausspucken... aber irgendwie hängt das ganze Konzept bei mir generell. Ich will kein administratives Backend am Server haben und keine hunderte Dateien, um mal eben eine Seite aktualisieren zu können. Zugleich habe ich aber auch keine Lust, jedes Mal eine Seite extra hochladen zu müssen oder von einem bestimmten Anbieter abhängig zu sein. Und Bilder zum Beispiel. Ich würde - sinnloserweise - viel öfter gerne die Fotos online aktualisieren. Aber schon das Hochladen und Reihen der Bilder und das Warten auf den abgeschlossenen Upload und dann das Einbinden der Bilder mit Markdown-Bausteinen oder via Button oder Multi-Selektion mit irgendeiner Gallery-Lösung... es ist komisch, aber mir erscheint das Alles so enorm schwerfällig. So unbeholfen und verhaut.

Ich vermute mal, dass es einfach an meinem Alter liegt und an der Tatsache, dass man eben Alles schon mal irgendwann gesehen und ausprobiert hat, aber zugleich lässt es das Problem weiterhin ungelöst. Ich will das MediaWiki drüben wieder weg haben, aber eine umständlichere Lösung will ich auch nicht. DokuWiki ist schon ok, aber die Medien-Verwaltung ist ziemlicher Schrott bei großen Mengen (in meinen Augen). LionWiki und Co. alles fein, aber da gibt es eben auch gar keine Medienverwaltung. Auch zach. Und wieder auf eine Blog-Engine oder das anstrengende Backen am Rechner, um dem losgelösten, statischen Rendern zu huldigen, freut mich halt auch nicht. Pures HTML per Notepad++ hatte ich mehrfach in den Fingern und simples Directory-Leben, aber da dann doch mal wieder alles Ändern nachträglich, weil einem erneut die Unzufriedenheit wegen einer Kleinigkeit packt, ist halt auch erschlagend und der manuelle, eingrenzende Upload vom eigenen Betriebsrechner nervt zusätzlich.

Gefangen in der Freiheit der Auswahl. \o/

05:41 Uhr | 07.08.2017 | 20170807034114.txt

Freitag 04. August 2017

# Gut, es nervt eine Kleinigkeit im Spiel der Humanoiden. Deswegen zur Klarstellung: dieses Rauspicken von Retro-Kram ist natürlich Gefühlsduselei von idealisierten Erinnerungen. Die schwarze Plastik-Casio beispielsweise ist zwar angeblich ein Klassiker, war aber damals auch nichts Anderes als sie heute ist. Billiges Plastik aus der Massenproduktion. Nichts Besonderes also. Genauso könnte man Autoreifen aus den 70ern sammeln oder Socken oder gar Kopfhörer aus dem 2002er-Jahr. Wert steht keiner dahinter, außer dem Kommerz an sich, der damit natürlich Geld macht. Klare Sache. Und es war weder was besser noch toller damals, auch wenn man es natürlich heutzutage romantisiert und recht bequem in dieser emotionalen Welle hinstellen kann - was ich auch hier im Blog immer wieder gerne tue.

Das ist mir natürlich durchaus bewusst, keine Frage. Allerdings ist es auch in Ordnung. Weil? Ganz einfach, weil es harmlos ist. Man pickt sich aus seiner Kindheit ein paar nette Dinge gedanklich raus, verknüpft sie mal eben mit Spaß, Abenteuer oder einem gelebten oder eben nie ausgelebten Stil und einer fiktiven Erfahrung, die durch Erinnerungs-Hörensagen-Schmalz sowieso immer in der Basis bereits verfälscht ist und lebt sie schlicht und ergreifend ohne therapeutisches Hinterfragen aus. Da passiert nichts dabei und es verschafft eine angenehme Stimmung, die sich leicht mit ein paar Klicks "beschaffen" lässt und einige Minuten mehr an Lebensfreude in seinem Hamsterrad konvertiert.

Also ja - wer mit einer Raiders-Kappe rumläuft, eine Casio-Taschenrechner-Uhr trägt, vielleicht noch eine Plastik-Lederjacke und Schallplatten zuhause an die Wand hängt, während er mit Converse durch die Stadt stapft, mag sich lächerlich machen in Augen vieler anderer, zukunftsorientierten, modernen Menschen mit dem gewissen, reifen Blick nach vorne, die dabei in der Gegenwart und Zukunft zugleich leben... nur auf der anderen Seite tut es niemanden weh und der Betreffende ist (vermutlich) eben ein wenig mehr glücklich als zuvor. So what? Ist ja umgekehrt nichts Anderes. Ob man sich die neueste Smartwatch kauft oder das kleinste, schnellste und zugleich größte Smartphone und den neuesten Trend aus dem Katalog trägt, macht ja eigentlich genau das Gleiche unter dem Summenstrich. Ebenso, wer immer dem selben Stil folgt oder der eleganten und ruhigen Nebenlinie oder zum Trotz den Plastik-Pünktchen-Regenstiefel-ich-zieh-mir-das-alte-Geschirrtuch-Leibchen-an-zum-Einkaufen-Style. Alles Schmafu in Wirklichkeit und genauso wenig Wert oder relevant wie die anderen Formen. Die Welt war immer schon ein Kreisel, der, wenn er sich ausgedreht hat, mit einem künstlichen Schwung wieder von vorne beginnt und sich erneut wieder im... Kreis dreht.

Wenn ich persönlich Jemanden sehe, der irgendein Old-School-Ding trägt, ist es manchmal durchaus amüsierend, oft sogar etwas peinlich - aber zugleich freue ich mich für ihn (und ich für mich, weil es mich ja selber erfreut). Aber mehr ist da auch nicht dahinter.

Nachtrag: Ja, ich baue hier natürlich vor, damit ich dann - wenn irgendwann dann endlich alle Uhren-Päckchen finalerweise da sind - ich es auch rechtfertigen kann und ihr keine ach so intelligenten, durchdachten, welterfahrenen Argumente der Tiefenpsychologie oder Finanzberechnung oder Sinn-Begründung habt, mit denen ihr dann angeben könnt und mir meine Uhren durch den Spielverderber-Kakao zieht - um wiederum Euer scharfsinniges, reifes Ego zu beglücken. Den Gefallen tue ich Euch nicht. Ha! \o/

Nachtrag: Und in Eurem tiefsten Herzen geht es Euch nämlich nicht anders und surft selber im Netz nach dem Kram. I know that!

21:10 Uhr | 04.08.2017 | 20170804191023.txt

Donnerstag 03. August 2017

# Unlängst ein Gespräch mit Jemanden über alternative Medizin in all ihren Formen gehabt - und dabei wurde vom Gegenüber ein kurzes und bündiges Resümee gezogen:

"Da gibt es Leute, die glauben an einen Gott. An Etwas, das sie noch nie in ihrem gesamtem Leben gesehen haben, zudem nicht einmal angreifen und auch nicht messen können. Dieses Etwas hat angeblich die Erde plus das Universum innerhalb weniger Tage mal eben so erschaffen, füllt Körper und Geist mit einer Art von kosmischer Energie und der Kontakt mit dem Wesen tritt dabei über geistige Gebete und Meditation sowie Gedankenübertragung ein. Man beruft sich dabei auf ein geschriebenes Buch von Menschen, die man nie persönlich kennengelernt hat und deren Entstehungsgeschichte man nur vom Hörensagen kennt... und trotzdem vertrauen Menschen weltweit diesem "Gott" eher, als einer zum Beispiel naturnahen Heilung, die seit Jahrtausenden da und dort in verschiedenen Völkern praktiziert und gelebt wird und/oder ganz ohne Gift und Chemie von Grund auf auskommt. Es ist völlig absurd."

Da kann man nicht mal was drauf sagen... denn es stimmt. Es ist wirklich absurd, wo es manchmal Grabenkämpfe gibt (und nein, ich rede da nicht von Wasserfläschchen mit ein paar verdünnten Tropfen und Co. - you know what I mean. Kein Esoterik-Bla. Ich rede von einer Medizin, die mehr und näher an der Natur ist, als Chemiebomben in kleinen, runden, gepressten Formen).

18:40 Uhr | 03.08.2017 | 20170803164039.txt

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