Donnerstag 31. Dezember 2015

# Mal schauen, was das Postfach am letzten Tag des Jahres so bietet: Aha. Eine Rechnung. Noch eine Rechnung. Eine Information über das neue Kraftfahrerirgendwas-Gesetz, einen Hinweis auf eine Preiserhöhung, Werbung und nochmal Werbung. Mh, irgendwie war das früher schon anders.

08:50 Uhr | 31.12.2015 | 20151231084926.txt

# Grippe macht schon leicht latent aggressiv, das muss man mal ganz offen sagen. Da beginnen Mitmenschen anstrengend zu werden, vor allem rudert jeder in seinem Fahrtwasser, schaut aber nicht mal ansatzweise in die Richtung, in die er sich bewegt. Auch in Ordnung prinzipiell, wenn man nicht dabei ständig Anderen den Weg abschneidet oder mal eben rammt - noch dazu ohne es zu bemerken.

06:49 Uhr | 31.12.2015 | 20151231064614.txt

Mittwoch 30. Dezember 2015

# Wow. Ich bin beeindruckt, speziell von der Geschwindigkeit - OS.js ist eine auf Javascript (mmmh) basierende Desktop-Oberfläche. Mit Editor, Filebrowser, Musikplayer und so weiter und es läuft auch auf meinem alten Laptop flink und flüssig. Das Projekt schreitet also ganz schön voran und eine laufende Demo zum Ausprobieren kann man sich hier anschauen.

13:14 Uhr | 30.12.2015 | 20151230131124.txt

Dienstag 29. Dezember 2015

# Vor wenigen Tagen rund um Weihnachten wurde ich familiär darauf hingewiesen, dass eine Grippe beim Gegenüber am Werken ist und man deswegen sich mal wieder unter die Fittiche eines Arztes begeben wird. Mein erster Gedanke war "Großartig, dass man das immer dann hört, NACHDEM man sich bereits einige Zeit in der verseuchten Wohnung direkt neben diesem Menschen bewegt hat". Und mein zweiter Gedanke zu dem Thema gestern war "Oh - yeah, ich habe Grippe".
Ganz toll, genau das habe ich die Tage jetzt gebraucht - natürlich genau dann, wenn es gerade viel zu tun gibt und ich dringend fit sein sollte. Hust. Hust. Schnupf.

08:48 Uhr | 29.12.2015 | 20151229084420.txt

# Es wird immer verrückter - ein kleiner Blick nach England, wo man auf die glorreiche Idee gekommen ist, den Browser-Verlauf eines jeden Nutzers für mindestens ein Jahr zu speichern. Also jede Webseite, die man so besucht und so weiter. Yeah!
Aber es haben sich ein paar findige Leute gedacht, gut - wenn dem schon so ist, dann bitte gleichwertig auf allen Seiten. Und man hat die Politikerin und Ideengeberin Theresa May gebeten, deshalb auch mal ihren eigenen Verlauf zu präsentieren. Na und jetzt ratet mal...
"We have decided that your request is vexatious because it places an unreasonable burden on the department, because it has adopted a scattergun approach and seems solely designed for the purpose of ‘fishing’ for information without any idea of what might be revealed." \o/

08:43 Uhr | 29.12.2015 | 20151229082940.txt

Sonntag 27. Dezember 2015

# Der Nachwuchs kann einem schon leid tun... "Regierungsvertreter, Strafverfolger und Terrorismusforscher tagten am UN-Sitz in New York. Gefordert wurde mehr Überwachung, mehr Zensur und mehr Gegenpropaganda gegen Terroristen. Auch eine Neuformulierung der Meinungsfreiheit wurde angesprochen." Vor allem wachsen die mehr und mehr mit mobilen Geräten und damit Apps auf und kennen dadurch auch digital die "Freiheit" bei Tools immer weniger und weniger - und sind gewohnt, dass Alles vorgefertigt ist. Und das Wort Terrorist wird wohl ein gebräuchliches Alltagswort für all Jene, die nicht mit den vorgeschriebenen Meinungen konform gehen, ebenso für Rebellen und die Opposition. Die neue Welt.

18:58 Uhr | 27.12.2015 | 20151227185421.txt

# Eigentlich hatte ich ja schon beim vorigen Jahreswechsel fest geplant, auf den 32c3 Hacker-Kongress des CCC nach Hamburg zu fahren. Warum ich das nicht getan habe und auch nicht mehr in den letzten Monaten~Wochen daran gedacht, erschließt sich mir selber nicht - wäre zudem auch eine großartige Möglichkeit gewesen, das Auto noch näher an die 200.000 Kilometer zu bringen und ein bisschen das eigene Nest zu verlassen. Schade. Aber das nächstes Mal dann... unbedingt.
Nachtrag: falls jemanden das Programm dort interessiert, hier die Übersicht.

18:43 Uhr | 27.12.2015 | 20151227183944.txt

# Ich richtige ja gerade etwas unsinnig ein Wiki auf einer alten Plattform ein und merke beim Anlegen der Seiten (da geht es um ein recht spezifisches Thema), wie schwer es geworden ist, sinnvoll Informationen zusammen zu tragen - ganz einfach, weil das Netz schon so groß und umfassend geworden ist, dass man eigentlich gar nicht mehr so genau beurteilen kann, was ist notwendig, was überhaupt relevant, was benötigt es noch und lohnt der Aufwand. Vereinfacht gesagt: es ist schwer geworden, heute noch Content zu erzeugen - weil alles, was einmal erfasst wurde, eben überall und jederzeit griffbereit im Netz vorhanden ist. Das frühere Verlieren von Informationen oder der begrenzte Zugang führten dazu, dass man viele Dinge immer wieder auf das Neue erfasste, behandelte und Ansichten dazu verfasste. Aber heute sind diese Inhalte konserviert und bedürfen nur mehr selten eine Erweiterung. Schwierig.

18:20 Uhr | 27.12.2015 | 20151227181305.txt

# Nach einem sonnigen Ausflug in den Westen des Landes mit sanften Hügeln und schönen Tälern und der anschließenden Rückkehr in das graue, neblige Wien (das immerhin dann doch noch etwas wärmendes Licht erhaschen durfte) tut es gut, wenn die Flimmerkiste kosequent Star Trek I bis VI nacheinander - ohne Pause - spielt.

18:11 Uhr | 27.12.2015 | 20151227180751.txt

# Formel E - quasi Elektro Formel 1 - Übertragung im TV. Eigentlich spannend, aber viel zu trocken und fad präsentiert. Und man müsste wirklich die Akustik der Fahrzeuge überarbeiten. Düstere, tiefere und kräftigere Geräusche - und die Formel E hätte ein ganz anderes, deutlich besseres Ambiente. Alles eine Frage der Akustik und Optik, denn vom Fahren her ist visuell nicht viel Unterschied zu anderen Rennserien und sie könnte tatsächlich eine Alternative zu der gehypten Formel 1 werden (hoffentlich).

11:30 Uhr | 27.12.2015 | 20151227112659.txt

Samstag 26. Dezember 2015

# Auch da bin ich ein wenig spät dran, aber falls sich jemand (ganz sicher) schon mal gefragt hat, warum bei Space X die Rakete unbedingt senkrecht landen muss, anstatt einfach und unkompliziert am Fallschirm zu landen und warum man das so groß feiert - dann empfehle ich diesen Beitrag bei Golem, der ausnahmsweise mal mehrere Gründe berücksichtigt: Falcon, warum hast Du so viele Triebwerke?

07:12 Uhr | 26.12.2015 | 20151226071041.txt

Freitag 25. Dezember 2015

# Ein kleiner Service-Eintrag: wenn Ihr mal zum Beispiel Bilder von Euch oder ähnliches in Google findet, die Ihr weghaben wollt, dann bietet sich Googles Removal Seite an. Funktioniert aber nur, wenn das Bild auf der entsprechenden Webseite/Plattform/Account bereits nicht mehr vorhanden ist und sozusagen in der Google Bildersuche nur mehr als veraltete Dateileiche/Verlinkung angezeigt wird.
Ich entferne ja zur Zeit sukzessive Fotos von mir oder lasse sie entfernen bzw. löschen, sperre sie und so weiter. Alte Jugendsünden quasi, wo man noch der Meinung war, man muss jedem gleich von Haus aus zeigen, wer man ist, was man wo wie gerade macht und dergleichen... in der Zukunft wird es mein Konterfeit und Co. jedoch - zumindest von meiner Seite aus - nicht mehr im Netz geben. Sollte es dann auftauchen, lässt sich wesentlich "leichter" der Ursprung sowie Uploader festlegen bzw. feststellen. Es reicht schließlich schon, wenn die Behörden meine Daten im Netz versehentlich verstreuen oder Firmendatenbanken aufgrund schlechter Absicherung platzen... da muss ich nicht auch noch selber aktiv den Datenberg vergrößern bzw. erweitern.

18:58 Uhr | 25.12.2015 | 20151225184154.txt

# Generell ist ja die amerikanische Weihnachtsgeschichte mit dem alten, bärtigen Typen schon eine seltsame Sache. Zudem verlernen Kinder heutzutage sowieso den Umgang mit Traditionen. Das Christkind kennt eh keiner mehr von den jüngeren Massen-Kids und auch sonst entwickelt sich da eine neue Zukunft. Formulieren wir das zu einem zukünftigen Zeitungsbericht, der in den nächsten Generationen dann vermutlich nicht mal mehr Kopfschütteln auslösen wird, sondern eher so "Typisch. Man muss wirklich schon alles zusperren und absichern heutzutage, echt!":

Einbruch mit Schlitten als Fluchtfahrzeug
Wie die Polizei in Guntramsdorf NÖ mitteilte, konnte am heiligen Abend ein 70-Jähriger Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden. Der Mann war mit einer Kopfbedeckung und einem aufgeklebten Bart maskiert, als er in das Haus der Familie Bauer am Rande von Guntramsdorf eindrang. Er verschaffte sich über eine offene Dachluke Zugang und versuchte in weitere Folge durch den Rauchfang in das Wohnzimmer einzudringen. Als die beiden Kinder des im Haus lebenden Ehepaars den Mann an ihrer Wäsche entdeckten, alarmierten die von den Schreien aufgeweckten Eltern umgehend die Polizei und ergriffen in den Vorgarten die Flucht. Ein Einsatzkommando der WEGA sowie mehrere Streifen aus Baden, Wr. Neustadt und Wien-Umgebung konnten den Mann bereits nach wenigen Minuten während eines Fluchtversuches über den Dachsims eines Nachbarhauses festnehmen.
Polizeikommissar Rudolf S.: "Im Zuge der Amtshandlung konnten die Kollegen einen älteren Verdächtigen festnehmen, der sich bis jetzt jedoch schweigsam zeigte. Momentan prüfen wir die Personalien und seine Herkunft, konnten hierbei aber noch keine Details in Erfahrung bringen, aber die Vermutung ist, dass es sich hierbei um einen Grenzgänger handelt. Auch macht der Tatverdächtige einen verwirrten Eindruck und äußert sich immer wieder mit Rufen und versuchte, einen Beamten mit einer Hand-Glocke außer Gefecht zu setzen. Vermutlich ist diese Person über Deutschland eingereist, da sprechen wir aber noch mit den Kollegen aus Bayern. Unsere Beamten vor Ort konnten zudem umfangreiches Diebesgut sicherstellen, darunter Fernsehgeräte, Smartphones und andere, hochpreisige Elektronik, Parfüm, Markenkleidung sowie Nahrungsmittel, vermutlich aus einem vorherigen Einbruch in einem Supermarkt in der Nähe. Das Diebesgut befand sich auf einem Schlitten auf dem Garagendach mit eingespannten Rentieren davor. Ein Sachverständiger des örtlichen Tierschutzverbundes prüft momentan eine Überstellung in das Tierschutzhaus Wien, außerdem wird der Verdächtige neben dem Einbruch damit auch wegen Misshandlung von Tieren angezeigt. Wir müssen aber auch zugeben, dass die Kollegen ganz schön überrascht waren, als sie die Tiere bei der anschließenden Routinekontrolle des Wohnhauses entdeckten - das hatten wir zuletzt vor fast 8 Jahren, kommt also nicht so oft vor. Was der Tatverdächtige mit dem Schlitten und den Tieren vor hatte, ist uns noch nicht klar, es liegt aber die Vermutung nahe, dass das Fell der Tiere über der Grenze zu hohen Preisen am Schwarzmark verkauft wird, ebenso das Fleisch - das kommt immer wieder vor. Zeugen haben uns zudem informiert, dass sie auch zwei kleinwüchsige Personen wahrnehmen konnten, momentan läuft diesbezüglich eine Fahndung - die umliegende Bevölkerung wird deswegen von uns aufgefordert, in den nächsten Stunden ihre Wohnungen beziehungsweise Häuser nach Notwendigkeit nicht zu verlassen. Informationen über eine Bewaffnung der Personen liegen allerdings nicht vor." Im Einsatz ist neben den umliegenden Polizeidienststellen zudem auch noch der Polizeihubschrauber "Libelle 3" aus Wien, um bei der Suche mittels Infrarot und Wärmebild zu unterstützen. Generell gilt, dass es rund um die Weihnachtszeit immer wieder zu Dämmerungseinbrüchen kommt, die Polizei hat deshalb dazu auch eine neue -Informationsseite- eingerichtet und steht ebenso telefonisch für eine Beratung zur Verfügung. Verkehrsinfo: Der Verkehr auf der B17 wird bei Guntramsdorf zur Zeit immer wieder für Fahrzeugkontrollen angehalten - es wird deshalb empfohlen, großräumig auszuweichen.

12:01 Uhr | 25.12.2015 | 20151225114029.txt

# Ohne Schnee wirkt Weihnachten noch künstlicher, als es eigentlich eh schon ist. Und was wirklich unglaublich nervt, sind diese Millionen an Weihnachtswünschen im Netz, die sich überall die User gegenseitig um die Ohren schlagen. Das ganze Jahr ignoriert man sich im günstigsten Fall höflich oder lebt in der Masse als Schwarmintelligenz (oder so ähnlich halt), aber rund um die Weihnachtszeit wünscht man dann persönlich voller Kraft und Freude jedem umstehenden Leser "Alles Gute" und "Frohes Fest" und sonstige Worthülsen, die heutzutage aus den Marketingabteilungen entfleuchen und damit am Leben erhalten werden. Oder wünschen sich Menschen unter der Woche im normalen Alltag auch "Alles Liebe!" und "Alles Gute für Dich und Deine Liebsten!"...?
Wäre mir noch gar nicht aufgefallen.
Dann die Weihnachtsmärkte. Jeder zweite Stand führt Dinge, die eigentlich nichts mit Weihnachten zu tun haben. Stoffpuppen. Plüschtiere. Tee. Glasfiguren. Holzschuhe. Plastiktiere. Und so weiter... Und diesen Trend findet man jetzt auch bei den alten, traditionellen Märkten mehr und mehr. Nur weil der Stand ganz nostalgisch mit viel Holz, Sandelholzgeruch und Teelichtern geschmückt ist, werden die Massenindustrie-Papierlampen aus China, die man das ganze Jahr auch bei Ikea, Interior und Co. kaufen kann, deswegen nicht weihnachtlicher, romantischer oder herziger. Aber ja, vielleicht bin ich auch einfach der falsche Typ für das Alles - denn bei den Meisten funktioniert es recht gut.

11:36 Uhr | 25.12.2015 | 20151225112820.txt

# Falls jemand mal wieder ins Kino gehen möchte und etwas aus österreichischer Hand sehen und sich zugleich auch einen Eindruck über unseren Alltag verschaffen will, hier ein Tipp: Alles unter Kontrolle.

09:29 Uhr | 25.12.2015 | 20151225092914.txt

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