Muli schreibt...

Mittwoch 13. Jänner 2016

# In Deutschland wird das Ganze wenigstens offensiv abgeschmettert, in Österreich redet man ja nicht mal drüber. 3,28 Millionen Unterschriften - dafür ist jetzt keine Zeit.
Nachtrag: Erinnert mich an die ganzen EU-Ausstiegs-Begehren und so weiter in den Fuzos von Wien und Co... hat ja ganz viel bewirkt. Husthust.

# Sehr spannender Einblick bzw. Vergleich der amerikanischen und der deutschen Hacker-Kultur von Elliot Williams. Beides englischsprachig, aber gut lesbar auch ohne technische Kenntnisse: Hackers and heroes: A tale of two countries sowie der zweite Text Hackers and heroes: Rise of CCC and hackerspaces. Lesetipp!

# Da hat sich wieder mal einer die Mühe angetan und Alternativen an Programmen zusammengestellt, die auf Open Source Basis basieren. Guter Einblick und vielleicht für den einen oder anderen von Euch nützlich.

# "Österreich hat vor sechs Jahren den Export von 9.000 Splittergranaten nach Saudi-Arabien genehmigt. ... warum Österreich trotz der Menschenrechtslage in dem sunnitischen Königreich diese Genehmigung erteilt hat, antwortete Grundböck, das geschah in Absprache mit Außenministerium und Verteidigungsministerium." Aber wir in Österreich regen uns fleißig über Flüchtlinge und die südlichen Länder auf, die im Sumpf von Gewalt und Gesetzlosigkeit versinken. Aja.
Nachtrag: eine Grafik dazu.
Nachtrag: Ihr kriegt Granaten, wir das Abdullah-Zentrum.
Nachtrag: Und eine Antwort: "Das könne man nicht mit einer Armee gleichsetzen."

Dienstag 12. Jänner 2016

# Na, wer von Euch hat ein Modem von UPC? Sicherlich die Meisten in Wien... mehr oder weniger zwangsläufig. Falls ja, sollte man mal hier lesen: Sicherheitslücke verrät Passwörter von UPC-Routern und sich anschließend um die Absicherung kümmern (und daran denken, dass das neue Passwort dann auch auf den mobilen Geräten neu eingerichtet werden muss und so weiter).

Montag 11. Jänner 2016

# Mal wieder ein Blick zu unseren digitalen Vorbildern im Nachbarland, von denen unsere Regierung ja auch immer gerne abschaut: Vorratsdatenspeicherung ist für alle da! \o/
Nachtrag: Wieder einmal bin ich mir nicht sicher, ob es nun gut oder schlecht ist, Kommentare bei Blog-Beiträgen zuzulassen. Wirklichen Mehrwert bieten die beim obrigen Link ja nicht wirklich. Bin ich froh, dass ich mich nicht mit so einem Käse rumschlagen muss.

# Ich glaube ja, dass die Meisten zwischen "Simple living" und "Minimal living" keinen Unterschied machen oder es als ident wahrnehmen. Nur dem ist nicht so - in meinen Augen und wenn man es mal banal und trotzig wortwörtlich übersetzt. Minimal living kann man eher mit dem geringsten Ressourcen-Verbrauch gleichstellen... wenig bis kaum Dinge, kleine Wohnung, kein Auto, Verzicht auf viele Alltagsgegenstände und Geräte, usw. Bei Simple living hingegen, geht es eher darum, mit einfachem Aufwand zu leben, das schließt jedoch zum Beispiel keine große Wohnung aus. Man kann auch in einer 100m² Wohnung dem simple living frönen, während es bei der minimalen Variante eigentlich unpassend wäre.

Ist zwar alles nur eine Wortspielerei und mag Jeder anders interpretieren, aber ich persönlich sehe das eben als zwei verschiedene Schuhe. Kann man auch kombinieren prinzipiell, aber generell würde ich das als zwei getrennte Wege ausformulieren.

Der Minimalist schaut, dass er so wenig wie möglich braucht, so wenig Fläche wie möglich belegt und so wenig Ressourcen wie möglich verschwendet und wirklich alles subtrahiert, das nicht einer absoluten Notwendigkeit im Leben entspricht. Der Simple-Fröner gönnt sich hingegen vielleicht eine große Wohnung oder sogar auch Loft, fährt vielleicht Auto und dergleichen - und subtrahiert stattdessen eher den Überfluss oder Komplexität bei Dingen. Statt der HighTech-Tisch-Variante mit elektrisch verstellbaren Dingen besitzt er einen einfach, gebauten Holztisch. Statt einem Bürosessel mit Luftkammer-Polsterung sitzt er auf einem einfach gezimmerten Stuhl. Und fährt ein altes, aber solides, analoges Auto, pflegt es gut und verzichtet auf einen modernen, digital fehleranfälligen Wagen mit Dutzenden Features. Der Minimalist hingegen sitzt am Boden auf einer Decke und fährt maximal mit seinem Fahrrad und den Öffis. So meine Sichtweise.

Sonntag 10. Jänner 2016

# Aja, heute beginnt übrigens auch mein erstes 30-tägiges Sport-Programm, um im bzw. ab dem Frühjahr wieder erneut fit zu sein. Harmlose Sachen, die einfach die Kondition aufrecht erhalten und sanft stärken - also kein Muskelpaket-Training (wäre auch sinnlos). Und wieder viel Wasser & vitaminreiche Säfte trinken, das tut ebenfalls immer gut.

# So, jetzt die zweite Raspberry Pi für eine Raumüberwachung mit Bewegungsmelder via motion eingerichtet. Aktiviert sich still von selber und speichert in Intervallen Einzel-Bilder auf einem externen Server und informiert zudem via Email. Kostengünstig mit der 30~ Dollar Raspberry (erste Version von anno dazumal) und einer sehr alten, kleinen Webcam von vor bald fast 10 Jahren, die glücklicherweise aber problemlos erkannt wird und ausreichend gute Bilder liefert. Low Budget wird zu High Tech.

Nachtrag: Jetzt noch so einrichten, dass ein einfacher Befehl reicht, um das System scharf zu stellen bzw. wäre ein einfacher Knopf oder Schalter zur Aktivierung auch eine nette Idee. Oder eine bewegliche Schutzklappe für die Kamera - kommt sich auf das Selbe raus eigentlich.

Samstag 09. Jänner 2016

# Das Nebelwetter heute morgen genützt und mit etwas Python und der Raspberry Pi sowie einem Touchdisplay ein WLAN-Radio zusammengeklopft. Funktioniert recht gut, fehlt nur noch ein passendes Gehäuse und kleinere Boxen bzw. Lautsprecher. Hier ein Foto, ein weiteres Foto und noch ein Foto sowie ein verwackeltes, kurzes Video.

Nachtrag: Das Abspielen, Pausieren, Stoppen, Sprung zum nächsten und vorherigen Sender sowie eine Lautstärken-Regelung sind mittels Buttons steuerbar (spricht mpc unter dem Skin an) und der Exit-Button beendet den Player und fährt das System herunter. Beim Hochfahren startet der Player automatisch und steht betriebsbereit zur Verfügung. Einen Bildschirmschoner habe ich mir bei zwei anderen Projekten abgeschaut, Favoriten, externen SSH-Zugriff oder lokale MP3s benötige ich nicht - deswegen ist alles ganz simpel und schlicht.

Nachtrag: Die Playliste bzw. Sender-Sammlung (österreichische, deutsche, italienische, russische und amerikanische Stationen) ist per Hand am Laptop zusammengestellt, auf die SD-Karte geklatscht und danach völlig banal und üblich mittels sudo mpc load xy geladen worden. Es gibt also keine eigene Verwaltung oder so, ist mir zu mühsam und rentiert sich nicht... wie oft ändert man schon die Sender-Liste? Eben.

Donnerstag 07. Jänner 2016

# "We are able to de-anonymize executable binaries of 20 programmers with 96% correct classification accuracy." Mahlzeit. Man kommt man der Identifikation wirklich nicht mehr aus. Alleine die Art und Weise wie man den Browser benützt, lässt sich heute bereits zuordnen, ebenso die Art, wie jemand Texte verfasst und schreibt und nun eben auch Programmierer. Mittlerweile kann man bald tatsächlich jeden und alles tracken oder identifizieren.
Oh wait.... kann man selber... nein, es sollte eher heißen "Die Anderen und die Dienste können..." (ಠ_ಠ)

# Heute ist übrigens der erste Tag des Feldversuches, an dem ich die beiden Fernbedienungen für TV und Digi-Box weggeräumt habe. In den letzten Wochen ~ Monaten bestand mein TV-Programm fast nur mehr aus den drei ~ vier immer gleichen Kanälen: 13thstreet, SciFi, Kabel 1 Classics und KinoweltTV, also die paar wenigen Sender, die keine Werbung haben und mehr oder weniger diverse Old School Serien wie Columbo, Mord ist ihr Hobby, Straßen von San Francisco, Law & Order und so weiter pausenlos rauf und runter spielen oder oftmals diverse Kinofilme der vorherigen Jahre zeigen und manchmal auch Schwerpunkt-Tage haben (ganzer Tag nur Raumschiff Enterprise oder alle Jurassic Park Folgen plus ähnliche Dinofilme).

Dokus hingegen und so gehobene visuelle Literatur auf 3Sat oder Arte haben sich auch bei mir deutlich reduziert, ganz einfach deswegen, weil es da kaum noch etwas Neues gibt. Die x-te Politik-Doku langweilt mehr und mehr, auch liebe ich an und für sich herrliche Aufnahmen einer weiten Landschaft, wo ein Bären-Junges am Wildfluss gerade seinen ersten Lachs verzehrt oder eine Doku über ein indogenes Volk und dergleichen - das ist meines. Aber auf der anderen Seite habe ich schon so viel davon gesehen, dass ich etwas übersättigt bin, zumal es auch fast immer ein tragisches Ende hat. Das indogene Volk ist am Aussterben, die Bären sind die Letzten in diesem Landstrich, die Politik versinkt in Korruption und der Einblick in den Alltag irgendeines Künstlers auf der anderen Halbkugel ist spannend und inspirierend, aber so wirklich lebensverändernd ist es ja dann doch auch nicht.

Der TV ist also eher ein schlechtes Radio bei mir geworden und so richtig bewusst schaue ich sowieso schon seit Jahren nur mehr sehr selten. Also lass ich es mal eine Zeitlang gut sein. Auch hole ich mir meine Infos und meine Interessen sowieso mehr und mehr gezielt aus dem Netz und dort auch wesentlich direkter und aufmerksamer, weil bewusster.

Aber mal schauen, wie lange ich dieses Mal durchhalte - bisher bin ich nach einiger Zeit gescheitert. Ich werde protokollieren.

# Sehr gutes Zitat aus dem aktuellen Podcast bei Wrint: "Beispielsweise der Narzissmus. Vor 20 ~ 30 Jahren war das noch eine Persönlichkeitsstörung und heute ist das eine Voraussetzung." Trifft es irgendwie recht gut.

# Weil das immer wieder (gerade erst aktuell) diskutiert wird: Geräte halten oft länger, wenn man sie einfach laufen lässt. Angefangen von Standby bis hin zum vollständigen Betrieb. Über die ökologische Auswirkungen wegen des Verbrauches kann man reden, allerdings heißt eine längere Lebensdauer eines Gerätes auch natürlich weniger Ressourcen-Verbrauch, weniger Transporte und Abbau von Material und weniger Entsorgungsbelastung durch z.B. ein neues Gerät. Rechnet sich wohl recht gut auf, wenn man von niedrigen Spannungen ausgeht.

Vor allem bei älteren Geräten stößt man immer wieder auf Teile, die schon seit 5, 8, 10, 15 oder gar auch 25 Jahre lang problemlos laufen. Das beginnt bei Spiele-Konsolen, Fernseher, Musik-Anlagen, alten Laptops oder PCs, Waschmaschinen, Kühlschränken und so weiter. Bei den neueren Generationen findet man das mittlerweile nicht mehr so oft, einerseits weil sie von Grund auf nicht mehr auf lange Lebenszyklen ausgelegt sind, auf der anderen Seite veralten die "smarten Geräte" Softwaretechnisch mittlerweile eben so schnell, dass sie recht früh ausgetauscht werden (müssen).

Ein Dauerbetrieb (wie z.B. im Standby) erspart dem Gerät generell die Vielzahl der belastenden "Neustarts", soll heißen die hohe Spannungsspitzen, die beim Einschalten (und Ausschalten) entstehen und durch das Teil jagen und auch der Abbau der Komponenten verlangsamt sich etwas (ja, auch elektronische Bauteile bauen tatsächlich im Laufe der Jahre Stück für Stück physikalisch ab - durch Temperatureinwirkungen, Luftfeuchtigkeit bzw. Trockenheit, Sonnenlicht, chemische Einflüsse, usw...). Zudem leben vor allem nicht unüberraschend und naturgemäß auch die Teile länger, bei denen nur wenige, bewegliche Teilen verbaut sind und die, die bewegt werden, nur selten überhaupt genutzt werden müssen (beispielsweise Einschaltknopf) oder die sehr rudimentär gebaut sind (Öffnungsmechanismus eines CD-Spielers). Am besten fährt man also, in dem man ein Teil einfach ansteckt bzw. in den Betrieb stellt und es dann in Ruhe lässt - oder alternativ nur selten verwendet und das sanft und vorsichtig. Und es keinen allzu großen Temperaturschwankungen bei der Lagerung oder Betrieb gibt und auch die Luftfeuchtigkeit konstant ist (Fensterplatz = schlecht). Und Batterien immer raus bei längeren Pausen. Aber das weiß man ja eh.

Übrigens leben klassische Festplatten auch länger, wenn sie einfach im Dauerbetrieb laufen (WENN sie für den Dauerbetrieb ausgelegt sind). Jeder Neustart verkürzt bei denen Lebenserwartung, deswegen "berechnet" man auch bei Festplatten die erwartbare Laufzeit zumeist anhand der Betriebsstunden und auch der Neustarts. Je seltener ein Computer rauf und runtergefahren wird oder von schlafenden Standby zum laufenden Betrieb wechselt (und die Festplatte jedes mal wieder anfahren muss und sich die Temperaturen dabei ebenso ändern), umso länger hält das Ding. Ausnahmen bestätigen immer die Regel natürlich.

Nachtrag: es geht hier nur um ältere, "statische" Geräte, bei den Neuen ist das nicht mehr so einfach, weil zum Beispiel heutige Netzteile viel "komplexer" aufgebaut sind, kleiner und weniger Raum zwischen den Teilen im Innenleben vorhanden ist und sie für schnelle sowie höhere Leistung ausgelegt sind - sich also auch schneller erwärmen und somit flöten gehen. Auch diverse Neu-Geräte mit Lüftern und Kühlung haben das Problem, dass sie auf Dauer da nicht mithalten können. Gleiches gilt für Speichergeräte, die ständigen Lese/Schreib-Zugriffen ausgesetzt sind, usw... und bei alten PCs zum Beispiel kann die Wärmeleitpaste trocken werden, der Staub langsam eine hauchdünne, aber dichte, statisch wirksame Schicht auf den Boards bilden, usw. Alles nicht so einfach. Auch sollten Akkus in Laptops zum Beispiel nicht ständig geladen werden. Hängt man eh am Netz, dann Akku raus und die eher kühl lagern.

Nachtrag 2: Wie richtig angemerkt wurde, betrifft die Langlebigkeit auch meistens eher Geräte, die unter nicht allzu hoher Spannung laufen, weil dort die Schwankungen geringer sind, aber auch die Wärmeentwicklung. Interessant auch die Ergänzung: "Trafos haben eine Temperaturklasse und halten bei der angegebenen Temperatur dann im Schnitt 10 Jahre. Wenn der Trafo nur 10° Grad kühler läuft, verdoppelt sich seine Haltbarkeit. In Benutzung lohnt es sich, ihn nicht dauern an der Leistungsgrenze und damit Temperaturgrenze zu fahren.... Früher hat man alles 2fach überdimensioniert, da man keine Temperatursimulationen und dergleichen kannte. Heutzutage kann man halt so eng dimensionieren, dass bei Nennbetrieb das Gerät nach einer Garantiezeit +10% flöten geht."

Nachtrag 3: etwas Lesestoff zu Transistor Aging.

Mittwoch 06. Jänner 2016

# Oh. Ich kannte diese Seiten tatsächlich noch nicht... aber sie sind großartig. Sehr fein.
This is a motherfucking website sowie This is still a motherfucking website.
Nachtrag: Dennoch gefällt mir weiterhin die erste Variante viel besser.

 1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76   77   78   79   80   81   82   83   84   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107  108  109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   135   136   137   138   139