Freitag 20. November 2015

# Ok. Ich gebe mich geschlagen... ich habe ja einige Zeit ein anonymes PasteBin auf meinem Server laufen lassen und es als Service für mich und Andere angeboten (zweiter Versuch). Natürlich immer in dem Bewusstsein, dass Bots, ScriptKiddies und unfreundliche Menschen sowas zumüllen. Jetzt habe ich aber bei einer Art von "Routine-Check" erneut festgestellt, dass das Ausmaß deutlich größer als befürchtet ist und zudem sind auch einige unsympathische Links aufgetaucht, die wiederum zurück zu meinem Service führen. Und damit ist der Punkt erreicht, wo das so nicht mehr läuft, denn als kleines Licht im digitalen Netz ist man rechtlich verloren, wenn es hart auf hart kommt - und speziell bei der Sichtweise der Gerichte heutzutage und auch der Tatsache der emotionalen Debatten über illegale Inhalte und so weiter (Stichwort Musikindustrie oder auch Terror und Rassismus oder Mobbing) ist mir das den Aufwand und den Nutzen nicht mehr wert.
Ich habe deswegen das Tool ersetzt und verzichte auf Verschlüsselung, Selbstzerstörung nach dem ersten Mal lesen und so weiter. Leider und es frustet enorm. Aber wenn man nicht alles heute hinter Passwort-Phrasen versteckt und stündlich kontrolliert, ist man gegen diesen Schwall an Schwachsinn einfach machtlos.
Ich versuche es jetzt nochmal mit einem One-File-Pastebin, das alle Einträge als öffentliche, einfache Text-Dateien ablegt und beobachte mal. Immerhin kann jetzt niemand die Verschlüsselung ausnützen und "Blödsinn" auf meinem Server treiben... unbewusst oder mit Vorsatz. Aber freie und freundliche Services... vergesst es. Das geht nur mehr intern oder in Form von Downloads... aber nicht als aktives Online-Tool. Die Zeiten sind traurig geworden.
Nachtrag: also auch das Neue ist nicht vor Spam geschützt, aber es bietet zumindest einen Einblick, was sich tut - dann kann man auch besser dagegen vorgehen. Aber natürlich... ja, es ist ein sinkendes Schiff und wird auf ein rein privates Service hinauslaufen.

16:23 Uhr | 20.11.2015 | 20151120162317.txt

# Da werden sicher viele begeistert mitmachen: "Der NoobGuide für IT-Anfänger erklärt die unter anderem die Grundlagen von DDoS-Attacken, WLAN Deauthentication, das Knacken von Passwörtern und andere wichtige Komponenten des Hackens. Für etwas Fortgeschrittener erklärte der ReporterGuide, wie man einen Bot baut, um automatisch IS-Konten enttarnen zu lassen und der SearcherGuide zeigt, wie man Anonymous helfen kann, noch mehr IS-Webseiten, -konten und -informationen aufzuspüren." Operation #OpISIS - was aber viele Anfänger dann wohl nicht bedenken in ihrem Anti-Terror-Eifer ist, dass DDoS-Attacken und so weiter rechtlich da und dort empfindlich belangbar sind. Trifft man den falschen Server oder einen HoneyPot oder wird vielleicht sogar in die Irre geführt und der Eifer im Hintergrund für das genaue Gegenteil verwendet, tritt man sich mit Pech einen ordentlichen Nagel ein. Also Obacht.

13:15 Uhr | 20.11.2015 | 20151120131017.txt

# Bug-Meldung: Cat sitting on keyboard crashes lightdm

10:58 Uhr | 20.11.2015 | 20151120105742.txt

Donnerstag 19. November 2015

# So. Noch ein paar solche Meldungen und man sollte das "Internet" wirklich abdrehen und nie wieder reinschauen... mein Kopf beginnt gerade enorm zu schmerzen. Und der Frustpegel ertränkt sich schon am eigenen Mitleid: Kriminologe gibt Computerspielen eine Mitschuld am Terror.
Nachtrag: Dazu hat ein User übrigens mal schon vor Jahren ein großartiges Antwort-Kommentar verfasst alias "Gut, Computerspiele sind also schuld an der heutigen Gewalt. Ok. Wäre aber interessant, was man dann eigentlich so früher gespielt hat - in Zeiten der Kreuzzüge, den unzähligen Stellungsschlachten, im Hundertjährigen Krieg, Bürgerkriegen bis hin zum ersten und zweiten Weltkrieg und so weiter, in Zeiten, wo man Hunderte, Tausende und Millionen von Menschen geteilt, geviertelt, verbrannt, erstochen, erhängt, gekreuzigt, ertränkt und gerädert hat... Mühle? Halmer?"

18:40 Uhr | 19.11.2015 | 20151119183425.txt

# Ja bravo - es wird immer idiotischer: "Der bisher gültige Grundsatz, dass Datensparsamkeit das Übermaß der Dinge ist, der hat sich überholt, der muss weg".

18:31 Uhr | 19.11.2015 | 20151119183054.txt

# Ich habe übrigens in den letzten Wochen auch den Rest von Verschlüsselung und die dafür speziellen Tools für meine privaten, lokalen Daten auf meinen Geräten endgültig über den Zaun geworfen und verzichte mittlerweile vollständig darauf. Die wenigen Accounts und dazu bestehenden Passwörter beschränken sich auf eine kleine, überschaubare Anzahl und die dort gespeicherten Daten obliegen sowieso nicht meiner Kontrolle oder sind nicht aufschlussreicher als ein Telefonbuch mit Name und Adresse... der Rest ist mit einer Zwei-Faktor-Verschlüsselung "geschützt", also soll heißen über Handy-Freischaltung oder Doppelpassphrasen bzw. Einwegpasswörtern in verschiedenen Varianten.
Aber ein eigener TrueCrypt-Container oder Keepass, Lastpass und so weiter findet man mittlerweile nicht mehr bei mir. Stattdessen versuche ich private Daten so gut es geht, einfach von den Online-Geräten fernzuhalten und nur eine minimale Basis eines Datenstamms am Arbeitsgerät zu speichern. Damit lässt sich nicht nur jederzeit ohne besondere Verluste das Gerät ohne Sicherung neu aufsetzen oder komplett ersetzen, sondern auch ein Hack, Crack oder dergleichen verursacht nur einen eher geringen "Impact". Das sensibelste Dokument auf meinem Rechner ist vermutlich ein Lebenslauf, weil er mein komplettes bisheriges Dasein abbildet - nur der findet sich sowieso da und dort auf den Servern von verschiedenen Firmen (mal gut, manchmal schlecht abgesichert), aber ebenso bei Behörden wie Finanzamt, Versicherungsträger und so weiter.
Private Fotos hingegen werden extern gespeichert und Zugangspasswörter werden auch nur auf das Minimalste reduziert abgelegt und nur mehr teilweise synchronisiert. Emails sichere ich ebenso gar nicht mehr - ausgenommen wirklich wichtige Dinge mit Bezug auf rechtliche Wirksamkeiten und dergleichen - ansonsten heißt es: rigoros Datenstaub löschen.
Generell fühlt sich ein leeres System nicht nur besser an, sondern auch sicherer - und eingeschränkt werde ich dabei ebenso nicht, da ja alle Daten einfach nur extern gelagert sind - also ohne Anwender-Verlust. Auch schränke ich für mich selber zusehends den Umfang eigener Webseiten mehr und mehr ein - der Blog hier ist eigentlich quasi die letzte Bastion meinerseits, die sich gegen diese Entwicklung in mir sträubt. Standhaft. Aber die Sinnfrage stellt sich immer öfter.

12:10 Uhr | 19.11.2015 | 20151119111612.txt

# Amüsant ist es ja schon... in vielen Kreisen wird heiß über Verschlüsselung mit Blick auf den Terror diskutiert und einerseits wird nicht genug verschlüsselt (sagen die Einen) oder man muss diesen Verschlüsselungswahn aufbrechen (sagen die Anderen) - und dann sind alle irgendwie echauffiert darüber, dass anscheinend ein unverschlüsseltes SMS bei den Anschlägen mitspielte... gut, jetzt mein Senf:
Wenn ich einen Anschlag durchziehen wollen würde, dann würde ich weder etwas verschlüsseln, noch gesicherte Kanäle, Foren, Chats und Co. verwenden oder genau darauf achten, dass ich abseits der Pfade unterwegs bin... sondern genau das Gegenteil machen - ich würde mich in der Masse ganz öffentlich verstecken:

"Hallo Karli! Du, geh ma heute fort? Wir haben Karten für das Konzert! YOLO! Kommt einfach mit - bitte!!!! Wir freuen uns. Und nimm gleich die Pralinen wegen dem Purzeltag später mit (da seid ihr eh dabei, oder???)! Und denk auch an das Parfüm für Sarah, sie freut sich sicherlich! ;) Später holen wir noch Herbert ab und gehen vielleicht in eine Bar? Da kommt ihr eh auch mit, oder? Vielleicht in die kleine Französische da beim Eck von letztens? Würdet ihr gerne da hin gehen? Hoffentlich ist aber heute Abend nicht so viel los, wegen dem Stadion daneben - aber wer weiß, wir können ja mal schauen - vielleicht seh ma sogar einen echten Fußballspieler irgendwie - yeah, Autogramme!!! gröl :D:D lol! Na gut, ich hole Euch um 18 Uhr ab und dann lassen wir die Purzel-Party steigen (verrate das ja nicht Sofie!) - wenn's passt, ja!!? Salü, Günther!"

Das Ganze noch über ein Wertkarten-Handy (oder auch nicht) und fertig. Solche Nachrichten schwirren jeden Abend tausendfach in jeder Stadt weltweit herum... wozu da was technisch verschlüsseln oder kompliziert (angeblich) über Spiele-Netzwerke bei der Playstation kommunizieren, wenn es ja auch direkt geht?

Nachtrag: Es wurde ja Sony bzw. das Playstation-Netzwerk angeprangert, dass Terroristen über die Online-Chats im Spielenetzwerk miteinander kommunizieren und das nur schwer zu überwachen ist. Auch wurden ebenso Kommunikaionswege aufgezeigt, wo ein Spieler zum Beispiel mit der Waffe während einer Runde in eine Hausmauer eine Nachricht oder geheimes Zeichen ballert. Solche Einschüsse in den Wänden verschwinden recht schnell wieder während des Spiels und irgendwelche Kugellöcher irgendwo in der Landschaft, wo sich 20 andere ahnungslose Mitspieler rumtummeln, bekommt naturgemäß kein Mensch mit. So weit so gut, so weit so richtig. Deswegen werden also jetzt solche Spiele angeprangert.
Mhm, da fällt mir doch glatt dieses Massen-Online-Spiel hier ein: America’s Army. Und ratet mal? Richtig, es wurde vom amerikanischen Militär in das Netz geworfen anno dazumal und ich darf Euch berichten, dass es nicht nur heftige Anwerbungs-Propaganda ist und versucht das Massentöten realistisch schmackhaft zu machen, sondern auch genau all diese Dinge ermöglicht, um mit etwas Rumballern zum Beispiel ungesehen zu kommunizieren. Oder sich abzusprechen... "Delta Bravo, schlagen wir um 1500 zu?" - "Roger, wir gehen über die Seiten rein, ihr platziert die Sprengfallen bei der Türe in der Kirche, ok?" - "Roger"... Spiel oder nicht Spiel? Und wer hat es in die Welt gesetzt? Die Länder, die nun darüber jammern oder eben mit dem mahnenden Finger auf Andere zeigen und dabei neue Gesetze in die Welt drücken, die uns allen langfristig selber auf den Kopf fallen.
Nachtrag: Warum sich aber junge Männer mitsamt der (gefälschten) Reisepässe in die Luft sprengen und das Wertkarten-Handy jedoch davor in einen Mistkübel werfen um anscheinend Spuren zu verwischen... das werden wir wohl nie erfahren.

08:47 Uhr | 19.11.2015 | 20151119082842.txt

Mittwoch 18. November 2015

# Weil gerade in den IT-News als "besserer" Open Source Nachfolger des NTP-Protokolls... die Webseite von NTPsec entspricht genau meinem bevorzugten visuellen und technischen Geschmack. Übersichtlich, lesbar, klar und ergiebig. Davon sollte sich mal die ganzen Agenturen und Designer der heutigen Web-Hipster-Szene ein Stück abschneiden. So geht Content.

20:29 Uhr | 18.11.2015 | 20151118202342.txt

# 😔

06:37 Uhr | 18.11.2015 | 20151118063749.txt

Dienstag 17. November 2015

# Und wiedermal Tmux für den produktiven Alltag heute verwendet und schlussendlich erneut nur für halb brauchbar befunden. Vielleicht liegt es auch am zu kleinen Laptop-Bildschirm und ganz sicherlich speziell am fehlenden Browser für die Konsole. Elinks und Co. sind praktisch und ich mag sie, aber im flotten Alltag doch zu wenig und die anderen Alternativen sind teilweise zwar prinzipiell gut, aber ohne ordentliche Script & Adblockern - und somit nicht zu gebrauchen. Seufz.

18:00 Uhr | 17.11.2015 | 20151117175722.txt

# Na gut... es gibt noch eine Sache, die einem zum Schmunzeln anregt: Eltern und die Technik. In dem Fall hat der Gute die GoPro verkehrt montiert. Den ganzen Urlaub lang. Angeblich. Dumdidum.
Nachtrag: Aber ja - das das Ganze ein viraler Werbegag ist oder ähnliches... ich denke die Chancen liegen (hoffentlich!) bei 99,5%.

17:48 Uhr | 17.11.2015 | 20151117174643.txt

# Es ist schon schlimm, wenn man seine eigenen Ansprüche an andere Menschen selber nicht erfüllt. Auf jeden Fall mehr als umgekehrt.

12:22 Uhr | 17.11.2015 | 20151117122138.txt

# Kopf und Tischplatte haben ja heute noch nicht so wirklich zusammen gefunden, aber wenigstens gibt es jetzt einen Grund dafür: das Wort des Jahres ist... ein Emoji. Ja, ein Smilie. Und kein Wort. Und ist aber Wort des Jahres! Kinder, die Welt steht nicht mehr lange! \o/

12:05 Uhr | 17.11.2015 | 20151117120247.txt

# Wobei man ja sagen muss, dass das zumindest schon ein wenig amüsant ist - auch wenn es das eigene Tellerrand-Denken der Europäer selber wiederum aufzeigt.

11:58 Uhr | 17.11.2015 | 20151117115758.txt

# Ich habe mich dazu entschlossen, beim Zoologie-Projekt mal für zwei-drei Tage zu pausieren und in der Zeit ein Besucher-Tracking zu analysieren, um ein Gefühl zu bekommen, wie es denn da eigentlich so ausschaut. Die Gründe dafür sind vielfältig - in letzter Zeit gibt es nämlich immer weniger News in dem Bereich und vor allem beginnen sie sich sehr deutlich zu wiederholen und uninteressant zu werden... momentan sind an die ~550 Einträge zusammen gekommen und es scheint sich langsam zu erschöpfen - mit dieser inhaltlichen Tatsache hatte ich gar nicht gerechnet. Zeigt aber auch zugleich, wie mau es da draußen bei diesem Thema geworden ist.
Außerdem möchte ich mal wissen, ob es denn überhaupt Nerds gibt, die auf der Seite auch Links anklicken. Bei zwei kleineren Portalen weiß ich, dass sie das Ding als Ressourcen-Quelle verwenden, allerdings wären mir die Beiden - ohne dass man das falsch verstehen soll - nicht wert genug für einen dauerhaften Betrieb. Und ständig alte News~Links immer wieder als etwas Neues aufgegossen zu verkaufen... da will ich auch nicht mitspielen, denn das ist genau die Seuche der heutigen Zeit bei "wissenschaftlichen" Themen, die noch kaum Mehrwert vermittelt und die Leute langweilt. Das Thema Zoologie ist wirklich sehr dünn geworden heutzutage, vor allem wenn man wissenschaftliche Fachpublikationen und die paar wenigen, fokussierten Blogs in der deutschsprachigen Szene mal so weg rechnet (die ja sowieso eigenen Bestand haben und sich auf eine kleine Handvoll beschränken).
Das ist schon sehr frustrierend irgendwie und paradox. Früher hatte ich immer das Gefühl, dass jeder kleine Schritt und jede Seite einen weiteren Schritt in Summe für alle ermöglicht - aber nun? Es tritt irgendwie auf der Stelle, auch dadurch, dass Webseiten-Inhalte als solches immer weniger Impact verursachen. Auch in meinem Umkreis... früher gab es ständig Jemanden im Umfeld, der etwas Spannendes online stellte oder ein Projekt durchführte - davon ist irgendwie kaum mehr etwas übrig geblieben. Die Wenigen, die noch da sind, sind da, weil sie eben schon seit Jahren laufen... aber so ganz frisch und neu? Oder gar wirklich relevant? Fällt mir nichts ein. Auch graben Facebook und Co. immer weiter spürbar Themenbereiche und Gebiete ab. Eine Tragödie und auf der anderen Seite eben Fakt und ist so.
Und ich frage mich: liegt das nur an mir, nur an dem Alter oder doch an der realen Tatsache dieser Dinge? Und ja, viele Dinge widersprechen sich massiv. Schon alleine dieser Blog mit diesem Text.

11:30 Uhr | 17.11.2015 | 20151117112257.txt

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