Dienstag 24. November 2015

# Mal ein wenig Interessantes rund um Raketenabstürze und deren Softwarefehler: "Die neunziger Jahre waren die finanziell verlustreichsten in der Raumfahrt. Eine Mission nach der anderen scheiterte. Es wurden neue Raketen eingeführt, und sie explodierten oder gerieten außer Kontrolle." sowie dann weiter "Mit der beschränkten Rechenleistung früherer Jahre hätte es dieses Problem nie gegeben. Die exponentiell wachsende Rechenleistung der Hardware ermöglichte erst den Luxus, solche unnötigen Programmteile auszuführen." Ein schönes Beispiel für ein zuviel an Features und zuwenig Minimalismus in der IT-Welt, wenn man sich austoben kann und zuwenig testet. Sollten sich viele Webseiten (-Betreiber) glatt auch mal zu Herzen nehmen.

# Seltsame Momente des Lebens, wenn man sich über den Gaszähler-Tausch freut... weil der neue Zähler schöner ausschaut als der Alte. Endlich kein fades Grau mehr, sondern wieder ein sattes, kräftiges Grün und mehr Ecken und Kanten.

# Einreise verweigert: "Dem Vernehmen nach fürchtet man, dass Hazek als Opfer politischer Repression, einmal eingereist, um politisches Asyl ansuchen könnte."
Ähm? Das selbe, doppelte Spiel wie zum Beispiel bei Snowden... da wird groß von Menschlichkeit und Co. geredet und Züge mit Flüchtlingen werden durchgewunken und begrüßt, aber solche Menschen bekommen dann keine Möglichkeit dazu - weil es politisch von Nachteil sein könnte. Schon absurd alles und zeigt schön auf, wie perfide die gobale Spielwiese ist.

# Und wieder geht eine Firma den Bach runter - in dem Fall EverythingMe, die einen "Launcher" für Android-Smartphones entwickelt hat. So weit so uninteressant für mich und Euch... aber erstaunlich ist, dass für diese App über 35 (!) Angestellte an Bord sind bzw. waren. WTF?! Für einen Launcher??
Das klassische Beispiel von Größenwahn, Wachstum über der Vernunft und zuviel Träumerei. Zwar ist oder war die App recht erfolgreich, aber finanziell schaut es eben anders aus und für eine "kleine" (temporäre) Applikation auf einem Handy so ein Unternehmen auf die Beine zu stellen, ist nicht nur (ja!?) riskant, sondern schon auch mehr als nur fragwürdig?! Das sollte doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass sich das kaum lohnen oder ausgehen wird auf Dauer - vor allem, wenn man sich mal die Zielgruppe anschaut, die äußerst sparsam und knickrig mit dem Geld in den App-Stores umgeht und das Ökosystem bei Smartphones sich zudem laufend ändert, Innovation aufsaugt und gleich von sich aus dann integriert... Mh, ich verstehe solche Höhenflüge wirklich nicht. Vermutlich hätte das Ganze mit 2-3 Leuten gut und relativ solide laufen können. So zählt es halt ebenso zu den aufgeblasenen Hipster-Projekten, die dann schlicht und ergreifend in der Realität ankommen. Mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen bei sowas.

Montag 23. November 2015

# Ahh. Erst dachte ich, dass meine Augen fehlerhaft sind und es sich um einen biologischen Datenfehler handelt. Aber nein: NodeOS - Das Linux für und mit Node.js. Bbbrrrr. Wie man auf so eine Idee kommen kann, weiß ich auch nicht - außer dass ich Kopfschmerzen beim Gedanken daran bekomme. Das ist so, als würden findige Bastler eine Mauer nicht aus Ziegeln und Mörtel bauen, sondern mit Fingerspitzen-Tupfen aus Uhu. Weil es halt gerade hip und toootal dynamisch ist und außerdem ALLE von Node.js reden.
Nachtrag: Einer der User hat recht: "Erinnert sich noch jemand an Ruby on Rails?" Hrhrhrhr.

# Ha, Twitter deaktiviert die Counter-Anzeige bei den Share-Buttons. Endlich hört sich mal der Quatsch mit den "Wer hat mehr "Likes/Shares" auf unter den Usern... gezwungenermaßen. Aber ob das nicht zu einer Stolperfalle für Twitter wird? Mir ist's recht. :)
Oh, ist sowieso am schimmeln.

# Endlich wird mal diese ganze Emotions-Empörungsschiene auf's Abstellgleis geschoben und vernünftig argumentiert: "Allerdings ist die Anorexie keine neue Erkrankung, während Germany 's Next Topmodel eine relativ neue Erscheinung ist", sagt Zipfel und erinnert daran, dass schon vor 500 Jahren hungernde Frauen bekannt waren. "Die Motive verändern sich, aber nicht die Ursachen", sagt Zipfel. Während vor Jahrhunderten wohl als Motiv mitschwang, Unabhängigkeit gegenüber Obrigkeiten und Männern zu erreichen, mögen es heute medial vermittelte Schönheitsideale sein....Inzwischen weiß man, dass die Krankheit familiär gehäuft auftritt und erblich ist." Predige ich ja schon seit Jahren. Danke.

# Mariahilferstraße. Stand mit bärtigen Männer und Koran in der Hand. Für jeden kostenlos zu haben. Klassisches Diskussionsthema in Zeiten wie diesen, aber nennt sich eben zugleich Vielfalt. Der Stand auf Rollwägelchen mit "Jesus liebt Euch" und Hinterfragung der wissenschaftlichen Evolution steht übrigens auch nur ein paar Meter weiter entfernt. Wie auch immer: eine Dame bleibt stehen, schaut kurz auf den Stand, auf die Männer, beugt sich leicht nach vor und ruft "Ich bin römisch-katholisch!!" und geht wieder wortlos weiter.
Momente, in dem einen das eigene Land peinlich wird. Warum macht man das? Warum, warum nur? Kopf > Tischplatte.
Update: Wien: Koran-Verteilungen sollen verboten werden - öhm... aber warum nur die? Was ist mit den anderen Dingen wie "Erwachet" oder die Bibelstände mit der "anderen Schöpfungsgeschichte" und so weiter? Gewalt und Missbrauch findet sich bei Allen. Also entweder man ist offen für Toleranz und Vielfältigkeit... oder eben konsequent. Sorry, aber so ein Larifari-Mal so und so und wie es gerade Stimmungsmäßig passt, ist und bleibt einfach unsauber.

# Tja... ähm: Tot geglaubte Chinesin lebte zehn Jahre in Internet Cafes. "Nach einem Streit mit ihren Eltern sei die damals 14-Jährige von zu Hause weggelaufen. Bei einer Routine-Kontrolle in den frühen Morgenstunden wurde sie nun am 20. November von der Polizei aufgegriffen und auf die Polizeistation gebracht. Dort gab Xiao Yun an die letzten zehn Jahre in Internet Cafes gelebt und einen gefälschten Ausweis dafür benutzt zu haben. Tagsüber habe sie ihr Lieblingsgame CrossFire gespielt, in der Nacht in den Toilettenanlagen geschlafen.".
So ging es mir letztes Mal mit Youtube. Nur einmal kurz am Abend angeklickt und dann... alle Anderen gealtert und alles so komisch rundherum. Mh.

Sonntag 22. November 2015

# Es ist soweit... nicht nur am Schneeberg liegt die erste weiße Schicht. Winter.

Samstag 21. November 2015

# Tag 5 an dem ich ohne Salz koche. Schon wieder beim Einkaufen vergessen...

# Die Dunkelziffer von infizierten Zahlungsterminals ist in Wirklichkeit sicher gigantisch... da ist so ein "kleiner" Vorfall wie das verseuchte Kassensystem bei einer US-Luxushotelkette wohl nur die Spitze des Eisbergs. Ich denke mir das ja eigentlich prinzipiell, speziell bei so kleinen Dingen wie irgendeine schludrige Automaten-Tankstelle am Stadtrand, ein abgeblätterter Supermarkt im Niedrig-Lohn-Bezirk, der dreckige, freistehende Bankomat im Foyer eines Geschäftes, bei Zigarettenautomaten in irgendeiner Seitengasse (verwende ich allerdings nicht) oder in kleinen Kaffeehäusern oder Selfmade-Shops, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen... bei denen ist sicherlich nicht die nötige Sicherheit gegeben bzw. in der Form umsetzbar, so dass Manipulationen ausgeschlossen sind - bei all den genannten Fällen lässt sich vermutlich recht leicht ein Abgriff der Daten nicht nur in physischer Form durchführen (Kamera, Scanner, Kopie der Magnet-Signatur), sondern recht sicher auch digital in der Nacht oder im laufenden Betrieb mit einem kleinen Chip oder eben frei liegendem Anschluss ermöglichen - durch Kunden oder Angestellte oder irgendwelche gebuchten Techniker, die dann "mehr" machen als gedacht.
Irgendwo gab es ja mal den Hinweis, dass so gut wie jedes dritte oder gar zweite Unternehmen in Österreich bereits Opfer von Angriffen war, aber nur ein geringer Bruchteil überhaupt eine Ahnung davon hat, geschweige denn so einen Vorfall dann meldet oder gar ernst nimmt - vor allem weil das grundlegende Verständnis an sich dafür fehlt. Alles ein Grund, warum ich dem Zahlen mit Karte gerne ausweiche und lieber auf Bargeld setze. Bietet eine bessere, vernünftigere Kalkulation des eigenen Budgets und hilft eben auch, Manipulationen (eher) aus dem Weg zu gehen. Externe Online-Zahlungen erledige ich vorwiegend mit einer Prepaid-Kreditkarte - ohne Überzugmöglichkeit oder direkter Verbindung zur Alltagsbank.
Aber generell bin ich gespannt, was sich noch so alles auf dem Sektor entwickeln wird - also in Form von sozusagen neuen Angriffsvektoren: da werden sicherlich im Laufe der Zeit viele neue Abenteuer für die Kunden auftauchen. Und so manche Ersparnisse und Träume dabei auch verloren gehen, wenn mal alles weg ist oder damit "Blödsinn" getrieben wird. Denn Bargeld stirbt in Europa ja dennoch weiter aus und die Anzahl der Terminals und Netzwerke steigt dafür.

# Es gibt ja im Netz diverse Blogs mit vegetarischen Gerichten und Verfeinerungstipps - also eigentlich Tausende davon, wenn man sich ehrlich ist. Eigentlich schön und eine feine Sache... aber das hilft alles nichts, wenn die Gerichte jedesmal wie erbrochenes Katzenfutter mit bröckliger Milch und Haarbällchen ausschauen. Gebt Euch doch mehr Mühe bitte!

# "Ein aktueller Unfall mit einem teilweise autonomen Auto vermittelt einen Eindruck dessen, wohin die Reise geht. Das Modell verfügte über einen Spurhalteassistenten, der Fahrer fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf eine Ortschaft zu. Kurz vor dem Ortseingang erlitt er einen Hirnschlag. Doch sein Fuß blieb auf dem Gas, das Auto raste softwaregesteuert durch das Dorf und tötete eine Frau mit ihren zwei Kindern. Der Fahrer überlebte." Was hätte das autonome Auto getan? Gar nichts, denn es darf unter der Rechtslage gar nicht fahren somit. Spannendes Thema.
Nachtrag: Die Kommentare dazu sollte man auch ein wenig durchstöbern.

# Man kann es sich ja bei Online-Projekten heute aussuchen: entweder sie werden von Bots und Dummköpfen im Sekundentakt niedergewalzt oder missbraucht, sie klappen nur mit aggressiven Marketing, Ausnützen aller SEO-Quatsch-Techniken und massiver Streuung auf allen Social-Network-Kanälen oder man trifft das absolut unikate Thema, über das sonst noch nie jemand etwas geschrieben hat (mmhmmmmm) und knüpft bewusst seine Fäden rundherum. Oder hat eben schon vor Jahren damit begonnen und seinen Platz gefestigt. Oder man verpackt etwas Altes ganz neu mit den modernsten Webtechniken und redet den Leuten ein, dass das alles eine ganz neue Idee ist. Bbbrrrr.
Die Zeiten, wo man einfach sein Hobby oder Interesse mal eben zwischendurch online gestellt hat und im Laufe der Zeit sammeln sich ähnlich Interessierte rundherum an, zeigen Neugierde, Aktivität und Mitwirkung, sind definitiv vorbei (wenn man mal den Technikkram oder Schmafu weglässt). Das Netz ist wirklich zu groß geworden - der Gewinn an Vielfalt schränkt es zugleich ein.


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