Donnerstag 05. November 2015

# Als leicht grippaler Humanoid ist so ein Minibackofen in der Wohnung schon eine feine Sache. Vor allem dann, wenn er seit Jahren bereits treu und solide seine Aufgaben erfüllt. Gutes Teil und billig damals angeschafft. Tja - nach dem ominösen Kurzschluss im Wohnzimmer letztens und einigen halbgaren Speisen später, weiß ich jetzt auch, was nicht mehr so treu seine Dienste erfüllt... die oberen Heizstäbe. Dürften sogar gesprungen oder gebrochen sein von der Form her und haben sich verabschiedet.
Aber sapperlot nochmal... da schreiben andere Backofen-User des selben Produktes im Netz, dass auch bei ihnen kurz nach Ende der Gewährleistung die... oberen Heizstäbe flöten gegangen sind. Zufall eben. Denn wir wissen ja, dass es keine Sollbruchstellen gibt.

# Wisst ihr, was das Tolle an den elektronischen Preisetiketten in Regalen ist? Man spart durch das nicht mehr Ausdrucken, Austauschen, Sortieren und so weiter... glatt einen Lehrling oder gleich Angestellten, wenn man die Anderen von den Stunden her noch ein bisschen mehr komprimiert und das Regalbestücken auch noch optimiert.
Aber keine Angst - wir wissen ja: solche Techniken schaffen ganz neue Arbeitsplätze. Und so.
Update: Oh - Vollautomatisches Regalservice. Hüstel.
Update: Aja, genau... dazu noch passend der erste selbstfahrende LKW, der in den USA zugelassen wird.
Update: Einen Link hätte ich noch: Automatische Kasse - wird noch von Mitarbeitern bedient.
Update: Und Amazon erledigt das online auch gleich. Und da wiederum weise ich auf den Beitrag hier hin.
Fehlt jetzt eigentlich noch was? Aso, die Kunden ohne Arbeit, die sich ja die Produkte nicht leisten können. Wobei: auch dafür finden wir ganz sicher eine technische Lösung. Habt ihr Euch übrigens eh schon alle auf IT-Fachkräfte umschulen lassen? :)

# Oho? Aha! Richard Stallman gibt Emacs-Leitung ab. Gut, dass ich als DAU bei Nano picken geblieben bin.

# Mal ein kleiner, weiterer Einblick in Amazons Warensystem. Man beachte im Text den Spruch und dann die Arbeitsleistung.

# Weil ich kurz die Fotosammlung aktualisiert habe (es wird jetzt wieder bei jedem Neuladen der Übersicht jeweils ein anderes Zufallsvorschaubild gezeigt), bin ich wieder über die alten Glasplatten-Fotos gestolpert, die bereits vor Jahrzehnten auf einem Flohmarkt gekauft wurden und schließlich per Zufall in meinen Händen landeten. Ich hatte sie schon einmal in das Netz geworfen, um heraus zu finden, wer denn diese Menschen sind und was aus ihnen und ihren Nachkommen geworden ist.

Durch längere Bildrecherchen meinerseits damals hat sich gezeigt, dass einige Bilder anscheinend aus der Stadt Lwiw (Lemberg) sind, die in der westlichen Ukraine am Fluss Poltwa nahe Polen liegt. Ebenso stammt der Fußballklub Czarni aus der dortigen Gegend, er hatte von 1903 bis etwa 1939 Bestand, bevor er in den Kriegsjahren zwangsaufgelöst wurde.
Übrigens gehörte die Stadt Lemberg damalig bis 1918 zu der österreichischen Reichshälfte der Donaumonarchie Östereich-Ungarn, nach 1945 dann zur Sowjetunion und ab 1991 eben zur Ukraine.
Auf einem der Bilder sind zwei Frauen vor einem Denkmal zu sehen. Ganz unten ist groß der Name Boleslaw Lipski zu sehen - der Name gehört zu einem ehemaligen Leiter der Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung / Abteilung der Regierungsdelegation Pommern und Ostpreußen. Er wurde 1945 in einem Gefängnis in Moskau vermutlich ermordet, galt auch zudem als Rebell bzw. Aufständischer. Und so weiter halt...
Sollte jemand Ideen haben, wie man diese Spurensuche am besten und zielgerichtet weiterführen könnte - ebenso Einschätzungen zu Herkunft, Kleidung, Orte, Alter und dergleichen, würde ich mich sehr freuen... denn irgendwie würde ich gerne den Nachkommen diese Bilder in die Hand drücken. Jedoch weiß man natürlich nicht: Opfer des damaligen Krieges? Nutznießer? Unberührte? Denn Glasplatten in der Fotografie waren rund um das Jahr 1920 recht verbreitet noch, wurden aber dann ab 1930 zunehmend und recht schnell von den ersten 35mm-Kleinbild-Filmen ersetzt - fallen also noch in die Kriegsjahre.

# Guter, kurzer Text: Warum blogge ich eigentlich. "Weil es gut tut. Es tut gut, sich Dinge von der Seele zu schreiben, sie rauszulassen. Immer nur nachdenken macht mich bekloppt. Es ist eine Form der Verarbeitung und des Weiterentwickelns von Ideen, Emotionen und Gedanken. Daher ist das hier auch nicht immer nur neutral technisch, sondern auch persönlich."
Nachtrag aus den Kommentaren: "Gefühlsmäßig geht es mir immer wieder neu so, dass ich, wenn ich mich selber befrage, auf was ich verzichten könnte in Sachen Networks & öffentliches Leben. ..., dann könnte ich auf Facebook verzichten und auf Google+, ich könnte auch auf Twitter, Identica oder Diaspora verzichten. Das alles wäre extrem doof, aber so richtig gar nicht verzichten wollte ich auf mein Blog. Das Blog ist einfach meine Stimme im Netz. Diese Stimme mag objektiv nicht relevant sein."

# Sehr gute Ausführung und trifft den Punkt mit der nicht gewollten Eigenverantwortung sehr gut (und ich möchte hier den Fokus auf zum Beispiel naturwissenschaftliche Dinge legen wie Zoologie, Ökologie und so weiter): "Das Konzept der erlernten Hilflosigkeit zieht sich hier quer durch die Gesellschaft und plötzlich fühlen sich 99% der Bevölkerung als Opfer des Bankensystems. Eines der sicher vielfältigen Motive dafür, sich gegen das Erlernen mathematischen Fähigkeiten zu entscheiden, scheint mir die damit steigende Verantwortung zu sein. Ernsthaft Verantwortung zu übernehmen ist derzeit aber völlig out, Opfer sein hingegen total in. Die Geringschätzung für Menschen die sich mathematische Fähigkeiten (und darüber hinaus auch naturwissenschaftliche, abseits der Biologie) aneignen würde ich recht stumpf mit narzisstischen Motiven und Kognitiver Dissonanz begründen." Den kompletten Beitrag lesen.

# Noch ein Einblick in die Welt der Verschlüsselung, Sicherheiten und anderen digitalen Blasen, die so gerne platzen... ein Blick in die Geschichte:
"In the safety critical systems domain there was an enormous focus on systems engineering at every stage in development and a great deal of rigour was involved in developing requirements and in translating these into forms from which designs could be developed and then measured for conformance. There was an equally rigorous approach to the documentation of the design itself, and to the development and management of the interfaces and the design specifications for the component parts and in the development, documentation and operation of the systems tests and systems monitoring both during development and in eventual operation."
"In the security critical systems domain, however, there was none of this rigour at a systems engineering level with the result that systems were 'put together' rather than being designed. And there was no senior management Board that had resonsibility for approving the operational deployment of security critical systems."
Und das Prinzip der Nachlässigkeit gilt sicher heute auch noch in den meisten Konzernen, Unternehmen, Behörden und Militär - wie man ja oft genug mitbekommt.

# Eh schon vergrippt sein und dann in der Nacht mit offenen Fenstern schlafen plus (!) gleichzeitig einheizen, ist nicht nur ökologischer Schwachsinn... sondern auch Raubbau am eigenen Körper. Aua. Schnauf. Röchel.

# Neue Pläne für "Bundestrojaner" in Österreich: Aus dem Justizministerium (BMJ) kam auf Anfrage von ORF.at dazu am Mittwoch eine indirekte Bestätigung und ein Dementi. ... Damit wird folgender Sachverhalt beschrieben: Die Behörden infizieren einen Rechner mit einem Trojaner-Schadprogramm und übernehmen damit die Kontrolle über den befallenen PC. Technisch ist damit Vollzugriff auf alle Komponenten des PCs gemeint, das Auslesen aller Speichermedien, wie etwa der Festplatte, ist dabei selbstverständlich inkludiert. Dauert noch etwas, kommt aber sicher.

Mittwoch 04. November 2015

# Öhm... und jetzt traue sich das mal einer bei uns in Österreich: Blaue Schafe gegen Fremdenhass.

Dienstag 03. November 2015

# Der Videotipp des heutigen Tages: Codegirl: Die Dokumentation über programmierende Mädchen kann man sich jetzt bis zum 5. November noch auf Youtube anschauen. "By 2017, the app market will be valued at $77 Billion. Over 80% of these developers are male. The Technovation Challenge aims to change that by empowering girls worldwide to develop apps for an international competition. From rural Moldova to urban Brazil to suburban Massachusetts, CODEGIRL follows teams who dream of holding their own in the world’s fastest-growing industry. The winning team gets $10K to complete and release their app, but every girl discovers something valuable along the way."

# Und was halt die freudige Masse der Empörten nicht einplant vermutlich, dass man durch den Druck des Fingerzeigens dem Gesetzgeber wieder ein weiteres Loch zur Verfügung stellt, mal eben nach Bedarf gegen "unbeliebte" Inhalte vorzugehen. Und dabei wissen wir alle eigentlich, dass damit langfristig nicht nur Hass und Hetze gegen Flüchtlinge gemeint sind. Man weicht die Büchse der Pandora zu den eigenen Ungunsten weiter und weiter auf und freut sich noch darüber.

# "Die Düse des Triebwerks der ersten Stufe verursachte ein Drehmoment, das nicht ausgeglichen werden konnte. Die Stufe fing an, sich zu drehen. Wegen der Rotation wurde der Treibstoff im Tank an die Wände gedrückt und gelangte nicht mehr zum Ansaugstutzen des Triebwerks." Spannende Dinge und Probleme aus der Raumfahrt, an die man vermutlich auch eher selten denkt.

# Autobahn. Leichter Nebel. Viel Verkehr. LKWs. Ein kleines, graues Auto rollt vor uns gemächlich gegen Osten. In einem Tempo, so dass auch Sattelschlepper bereits überholen. Und je näher ich komme, umso klarer wird die Aufschrift auf dem Fahrzeug... "Radio Maria" - der kirchliche Lokalsender des Landes.
Mhm, sollten die nicht endlich besser auf der Überholspur sein, anstatt alle an sich vorbei ziehen zu lassen und zu blockieren? Nein, nein... kein Bashing. Nur bittere Ironie. =)
Wobei: Radio Maria Italien trennt sich wegen Kritik an Papst Franziskus von zwei katholischen Intellektuellen.


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