Montag 21. September 2015

# Übrigens tippe ich die Texte am Smartphone auf zu kleinen Touch-Tasten und einer nervigen Autovervollständigung, die mal gut klappt, mal nicht. Rechtschreibfehler gehören hier also zum Standard. Bitte notieren und akzeptieren – ich werde nicht jeden Tippfehler immer ausbessern.

# Mal was Kritisches, weil alle Seiten beleuchtet werden müssen: Der ORF schreibt, dass der Jobmarkt aufgrund der Flüchtlinge sich kaum verändern, sondern einfach nur erweitern wird. Einfache Rechnung: mehr Menschen hier, brauchen mehr, also mehr Arbeitsplätze – am Schluss hat sich nicht viel geändert, deswegen ist unnötiger Stress bei dem Thema nicht angebracht (generell sehe ich das durchaus auch so bis zu einem gewissen Grad). Zugleich titelt die FAZ einen Vorschlag vom Ifo-Institut, dass man wegen der geringen Qualifikationen am besten… den Mindestlohn senken sollte. Aja. Da ist sie ja, die kleine, unauffällige Büchse der Pandora. Das Ausbeuten der Einwanderer wiederholt sich geschichtlich und zugleich schafft man dann bei Gelegenheit Einsparungsmöglichkeit im grauen Alltag.

# Jetzt habe ich zum ersten Mal den Flughafen an einem Montag Morgen vor sechs Uhr kennen lernen dürfen. Stau. Damit hätte ich – ganz ehrlich gesagt – nicht gerechnet, dass sich um die Zeit schon dort alles schiebt, drückt und lebt, als wäre es Freitag um 14 Uhr im Hochsommer. #lernfaktor

# Klassisches Bashing, aber muss sein – denn jahrelang hat man es ja andersrum hören dürfen: „Apples App-Store ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Der Hersteller räumte gestern den Vorfall ein, nachdem Cybersicherheitsfirmen erklärt hatten, dass in Hunderten Apps eine Schadsoftware gefunden worden sei.“ Es gibt eben kein sicheres System. Das gilt auch für Apple-Kram, nur das Akzeptieren ist für Viele so eine Sache.

Sonntag 20. September 2015

# Deutschland will nun Lager in Syriens Nachbarländern mit Soforthilfe unterstützen. Ein CDU-Politiker fordert, die Menschen bereits dort zu registrieren – um sie dann sicher nach Europa zu bringen. … Der Minister forderte zudem eine umfassende Strategie, um die Infrastruktur für Millionen von Menschen rund um Syrien zu verbessern. … ‚Wasserleitungen, Schulen, Gesundheitszentren und berufliche Ausbildung sind die Schlüssel, die auch den einheimischen Bevölkerungen helfen, dem Flüchtlingsdruck standzuhalten‘“ Öhm… ähm… wo bleibt der Aufschrei von vor ein paar Wochen~Monaten, als diese „radikale“ Idee erstmals erwähnt und sofort wieder als unmenschlich verworfen wurde? Lager. Registrierung. Investition. Dort! Oder ist das jetzt wieder angesehen? #EventMassenEmpörung

# In der Früh aufgewacht, weil die Katze mal wieder mit ihren Kilos vom Fensterbrett auf mich gesprungen ist. Nach dem Aufschrecken und klarer Sicht das nächste Problem: die war ausgesperrt und gar nicht im Zimmer. Wtf? Who’s there?! O_o

Samstag 19. September 2015

# „Wir haben geholfen, Tor-Zugänge in Frauenhäusern einzurichten, um den dorthin Geflüchteten einen geschützten Zugang zum Netz zu ermöglichen. Eine IP-Adresse aus einem Weblog oder einem Tracking-Pixel in einer E-Mail reicht unter Umständen aus, um den Verfolger wieder vor der Tür stehen zu lassen. Möchte einer der Spackeria-Streiter diesen Frauen erklären, dass sie das Internet dann eben nicht mehr benutzen können?.“ Zum Stichwort Aufhebung der Anonymisierung im Netz: Danke für diesen Beitrag. Zustimmung

# Nur so als Nachtrag zu f+f und wie schnell es gehen kann, vom Text-Olymp der Szene in den grauen Schatten zu purzeln. Caritas-Geschäftsführer schreibt seine Meinung. Update: auch auf anderen Blogs mehren sich die Stimmen, dort nicht mehr zu publizieren bzw. wurden alte Beiträge von manchen Autoren gelöscht. Hui. =)

# Das muss man dreimal lesen. Ganz langsam, ja? „Microsoft baut sein eigenes Linux“ Nein? Doch! Ohhh!

# Ich muss mich ja erklären, falls da jemand was anderes liest. Heutzutage gibt es ja nämlich nur Schwarz und strahlendes Weiß… ich bin sehr wohl dafür, dass wir Flüchtlinge aus akuten Krisengebieten aufnehmen und ihnen eine Möglichkeit für eine zweite Chance im Leben einräumen. Ich sehe da auch keine Probleme, bei sinnvoller Betreuung und Integration. Und in Wirklichkeit können wir es uns problemlos leisten, es scheitert wenn dann einfach an den eigenen Strukturen, nicht an den Flüchtlingen. Das ist meiner Meinung nach nicht nur etwas menschlich Humanoides, sondern auch eine Verpflichtung, speziell dann, wenn man ja einen großen Teil seiner Rohstoffe, Wirtschaftsmärkte und Co. aus diesen Ländern abschöpft und sie schon früher systematisch zerlegt hat.
Dennoch habe ich mit dem schlichten „Alle Grenzen für Alle auf“ das Problem, dass es für Viele wie die ersehnte Lösung für alle Probleme ist… und das ist mir zu kurzsichtig.

# Wollt ihr mal meine Sichtweise dieser Welt sehen, also aus meinen Augen schauen und mit meinem Verstand? Ungefähr so erlebe ich zur Zeit vor allem das soziale Netz, News und Politik. Mich auch.

# Ich war ja gestern zum ersten Mal seit Jahren wieder am Flughafen, Jemanden abholen, und war ganz überrascht, wie stark sich dort alles verändert hat. Nicht unbedingt mein Geschmack, denn zumindest die Ankunftshalle mit ihren schwarzen Böden und so, erinnert tatsächlich an die düsteren, futuristischen 80er-Verfilmungen, wo Menschen nur mehr Teil der Technik sind. Das hätte man doch auch freundlicher hinbekommen?
Außerdem jetzt mal ganz ehrlich – zwei Ankunfts-Türen mit Ausgang zur rechten und linken Seiten…? Wie die Hühner in einem Stall sind wir alle gestanden und haben von rechts nach links im Sekundentakt kollektiv genickt und geschaut – Fehlkonzept.

# „Bundeskanzler Werner Faymann drängt auf ein mit bis zu fünf Milliarden Euro dotiertes Soforthilfepaket für Flüchtlingslager in der Region rund um Syrien.“ Nein? Doch! Ohhh! Na sowas aber auch, man erinnere sich noch vor ein paar Wochen, wo die Idee, ein Lager direkt vor Ort ja als völlig abwegig und unmenschlich galt.Tja, so dreht sich der Wind von heute auf morgen. Event-Politik eben. Und noch ein Zitat: „Es muss an die Wurzel des Problems gegangen werden“ – sap­per­lot nochmal, jetzt hör aber auf!

# Was ich für unglaublich spannend halte, sind die aktuellen Aufnahmen von Pluto: so wie dieses Foto. Das ist deswegen so großartig für mich, weil ich als Kind ein altes Buch geschenkt bekommen hatte, in dem der damalige Wissensstand aller „9“ Planeten aufgelistet war, Saturn, Uranus und so weiter – mit Zeichnungen und ersten, sehr groben Pixel-Aufnahmen bzw. Radar-Bildern. Theorien über Ringe und mathematische Grundlagen von Monden da und dort, mit denen ich natürlich nichts anfangen konnte. Und Pluto war da ebenfalls dabei – aber nur mit einer Seite und eigentlich als völlig unbekannter Klumpen, wo außer Mutmaßungen nichts vorhanden war. Und für mich war da die Zukunft, wo man hinfliegt, weit weg und unrealistisch bzw. absolut futuristisch...
Und nun bin ich 34 und schaue auf ein scharfes Bild aus 4,8 Milliarden Kilometer Entfernung, mit Bergen, die an die 3500 Meter hoch sind und sowas wie Packeis – es könnte glatt eine Luftaufnahme aus der Antarktis sein, aber sie ist vom Pluto. Ich bin wirklich in eine großartige Epoche geboren worden!

# Und ich rede mir immer wieder den Mund fusslig und erkläre, dass es wichtig ist, Backups zu machen, die Passwörter zu ändern und bitte das Ganze auf einen internen Server zu schieben. Antwort meistens: Jaja. „Tatsächlich wurde auch in den vergangenen zwei Jahren jedes zweite österreichische Unternehmen Opfer eines Spionageangriffs. 3,1 Prozent aller betroffenen Firmen erlitten Schäden von über einer Million Euro".


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