Sonntag 24. September 2017

# Hach Käse... einer der letzten Haudegen ist gegangen. Ich empfehle die stimmungsvollen Live-Auftritt-Videos da und dort, verlinkt aber trotzdem dieses Video hier... war damals meine entdeckte zuerst Perle bei den Streifzügen durch die musikalischen Welt. Emotion, Stimmung und Stimme... Eigenschaften, die heute oft vielen Medien-gehypten Künstlern fehlen. Mh. /o\

Samstag 23. September 2017

# EU-Kommission versteckte unbequeme Piraterie-Studie zwei Jahre vor der Öffentlichkeit.

Und jetzt alle: Überraschung! \o/

Dienstag 19. September 2017

# Zum Abschluss des Tages noch schnell ein Video zum kleinen Lernen zwischendurch, denn Wissen schadet ja in diesem eintönigem Leben nie. Und das Ganze ist noch dazu von 1949, wenn man der Beschreibung Glauben schenken möchte, und noch dazu in meinen Augen ein gutes Beispiel dafür, wie man Wissen auf einfache und rudimentäre - und vor allem anschauliche - Art erklärt... denn nach den paar Minuten weiß wirklich Jeder und Jede, wie eine Automatik-Uhr denn da innen funktioniert (und das wissen generell nur wenige Menschen). Solche Videos fehlen mir übrigens heutzutage, denn bei modernen, schnell geschnittenen Computer-Animationen der heutigen Zeit bleibt das Verständnis viel zu oft - beobachtbar - auf der Strecke. Diese Art von Erklärung der alten Schule ist übrigens auch Etwas, das ich in dieser Form in meiner alltäglichen Arbeit zukünftig verstärkt einbringen möchte - ich glaube, das funktioniert deutlich besser, als irgendwelche visuell gestylten Anleitungen und Co.

Hier der Link: How a watch works - ist zwar in Englisch, aber auch ohne Sprach-Kenntnisse trotzdem klar und verständlich - nicht zuletzt, weil mit einem übergroßem, echtem Modell gearbeitet wird. Und nach dem Video weiß man auch, warum und wie sich der Minuten und Stundenzeiger dreht. \o/

# "Vier von fünf neuen Jobs sind Teilzeit oder befristet und meist niedrig entlohnt... Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer bis 25 in der Eurozone ist nur auf Zeit angestellt, in Spanien sind es sogar mehr als 70 Prozent... die Geschichte vom deutschen Jobwunder ist irreführend. So stieg zwar die Zahl der Erwerbstätigen von 2003 bis Ende 2016 um mehr als zehn Prozent von 39 auf 43 Millionen. Doch die zusätzliche Beschäftigung geht zum größten Teil darauf zurück, dass Vollzeitarbeitsplätze durch Teilzeit- und Minijobs ersetzt wurden. Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit stieg darum bis 2010 gar nicht, stattdessen wurde die Arbeit nur auf mehr Köpfe verteilt."

Europas neue Reservearmee (Anm.: geht über 4 Seiten)

Samstag 16. September 2017

# Endlich mal dazu aufgerafft, an die 2400 Fotos und Videos vom smarten Telefon zu überspielen bzw. zu löschen. Meine Güte, soviel Datenstaub... \o/

Nachtrag: Und weil ich so in Fahrt war, habe ich auch gleich am großen Rechner ebenso aufgeräumt und munter den digitalen Mistkübel befüllt und zwar so sehr, dass alleine das Entleeren dessen an die 10 Minuten gedauert hat. Willkommen zurück im Minimalismus... endlich wieder!

Mittwoch 13. September 2017

# Ich bin vor zwei Tagen wieder vom smarten Telefon auf meinen kleinen, billigen Plastik-MP3-Player umgestiegen. Keine Ahnung, irgendwie war der vorübergehend in der Versenkung. Und da merkt man wieder den Unterschied... soviel leichter, kleiner und blind in der Hosentasche zu bedienen und Aufladen wird damit zu einem alle zwei-drei Tage - bei beiden Geräten. Und auch viel angenehmer, am Smartphone mal eben im Zug zu surfen, die Kabel bleiben aber in der Hosentasche und man muss nicht ständig koordinieren, wo man wie nicht hängen bleibt am Rucksack. \o/

# Und wenn wir schon bei Marken sind, habe ja ein bisschen Windows zuhause laufen (aus beruflichen Gründen) und bin knapp an der unterschwelligen Aggression. In der Früh macht das Ding gerne seine Updates, Scans und Übertragungen an wen auch immer und diese Vorgänge lassen sich teilweise nicht abbrechen, während man nur ein paar stille Zeilen tippen möchte. Und das nervt. Der Hintergrund ist einfach - ich will in der Früh akustische Ruhe haben. Stattdessen schnurrt und rechnet die Kiste minutenlange "dezent" im Hintergrund vor sich hin und im Taskmanager springen lustige Prozesse hin und her. Schon alleine das nimmt mir die Lust augenblicklich. Ich hasse dieses Geräusch, generell gehen mir Computer-Geräusche im Alltag ziemlich auf den Keks. Ich will weder die Festplatte hören, noch den Lüfter noch sonstwas. Vor allem dann, wenn ich selber kein Teil dessen bin und es ohne mein Zutun werkt. Die Tastatur ist ok, weil sie ein direktes Feedback auf meine Eingabe gibt, absolut ok. Aber sonst... seufz. Ich glaube, ich werde mir heute Abend wieder eine Prise Puppy Linux oder dergleichen auf einen Stick klatschen. Oder was anderes Portables, das etwas mehr Kontrolle ohne Spezial-Tweaks meinerseits unterliegt. Außer ein paar Zeilen schreiben und mal ein Foto hochladen und etwas Surfen oder Youtube-Katzen-Fails-Videos schauen, tue ich ja eh nicht. Und den beruflichen Haufen werde ich doch wieder auf den Arbeitslaptop umlagern. Wie heißt es so schön? Plug and Play, bitte ohne - akustische - Komplikationen.

# Ich habe ja den großen Fehler gemacht, mal eben heute in der Früh einen Blick in die Technik-News der Welt zu werfen. Dort finden sich gerade hunderte Artikel rund um das neue Blabla von der Firma mit dem angebissenen Apfel. Und der nächste Fehler war dann, auch noch weiter in die Kommentare zu schauen. Du meine Güte, wie sehr kann man sich denn den Tag vermiesen? Verklärte Jünger und Anhänger vs. hippe Whatever-Fanboys. Uff, das nervt. Und das jetzt sogar ein fehlender Button als Revolution verteidigt wird oder ein randloses Display, tut irgendwie einfach nur mehr weh. Zudem dachte ich ja, dass man diese Phasen schon überwunden hat und man von dem ergebenen "Ich liebe es!" weggekommen und heutzutage in diesem Sektor eher bei "Aha, ja, das ist auch ok, so wie das hier oder das hier" angekommen ist. Aber nope, noch immer der gleiche Schmafu.

Nachtrag: Irgendwie fehlt mir dieses Marken-Gen. Bis heute kratzt mich der Firmenname, Marke, Logo oder was auch immer nicht und war auch noch kein Reiz, etwas deswegen zu kaufen (höchstens, es nicht zu kaufen). Bei mir muss das Ding funktionieren und im Idealfall habe ich mit dem Hersteller bereits mal gute Erfahrungen gemacht oder es ist leistbar zu einer vernünftigen "Ausgabe-Gewinn"-Rechnung. Aber wie sich das Ding nennt und ob dort alle mit weißen, schwarzen oder getupften Pullovern rumlaufen oder dergleichen und ob sie Marktführer sind oder nicht, ist irgendwie völlig schnuppe. Beispiel Converse-Schuhe... ja, ich habe auch welche, aber nicht wegen der Marke oder weil sie in sind, sondern weil ich als Jugendlicher mal welche hatte und deren Sohle ewig gehalten hatte. Das war die Zeit, wo man den Schuh weggeworfen hatte, weil er komplett verfärbt oder verwaschen war - heutzutage hingegen gehen die Schuhe bei mir deswegen flöten, weil die Sohlen schnell löchrig, brüchig oder ablösbar werden und zeitgleich oben das Material bricht. Also war der Kauf der Schuhe in Anlehnung als "Mh, mal schauen, damals hatten sie gehalten, vielleicht ist es ja bei denen, mit denen alle rumlaufen, jetzt auch so". Aber ob die jetzt Converse, Kontrast, Conrid, Kasterse oder was auch immer heißen und ob mindestens 20% der umgebenden Menschen auch damit rumlaufen, ist ja echt schnuppe.

Nachtrag: Ein anderes Beispiel ist die Geschichte mit der Seiko-Uhr. Das Ding ist absolute Massenware, das Uhrwerk selber sowieso vom Fließband aus dem asiatischen Raum und Millionenfach oder noch mehr im Umlauf und überall in den Online-Shops mal eben zu bestellen. Diese Uhrserie ist billig, leicht zu erwerben und sie hat(te) ein gutes Preisleistungs-Verhältnis. Und das ist der Hauptgrund. Wenig Geld für viel Leistung bzw. auch qualitatives Aussehen. Aber die Marke Seiko selber ist halt auch nur eine Marke irgendeines kommerziell agierenden Konzerns. Wenn es die nicht mehr gibt oder plötzlich eine neue Firma auftaucht, die sich Miauwerkuhr nennt oder was auch immer, aber Gleichwertiges anbieten, dann ist eher die Frage, ob das Logo auf der Uhr verdaulich ausschaut. Mehr aber auch nicht.

Nachtrag: Aber dieses "Fan" sein, fehlt mir auch bei Bands oder anderen Dingen. Ja, ich bin ein Fan von Zelda oder Nintendo, aber eher wegen der Erinnerungen und der verbundenen Emotionen, aber die Marke, deren Geschichte, Herkunft oder was auch immer sonst noch so dahinter steht, berührt mich nicht weiter. Bei Musikbands bin ich generell schlecht - ich kenne kaum die Namen oder Gruppenbezeichnungen, dafür kenne ich die Lieder bzw. Melodien. Wer das aber singt oder spielt, sprich ob Michael Jackson oder Beatles oder Miles Davis oder Skrillex.... wenn kratzt das? Der Name ist für mich eher die Suchmöglichkeit nach ähnlicher Musik bei Bedarf, aber der Rest... puh?! Wie man völlig ausflippen kann, wenn sein Idol auf der Bühne steht oder nur vorbeigeht... keinen Plan, erschließt sich mir nicht. Oder auch Menschen wie Konrad Lorenz oder solche Typen aus der Forschung - klar interessieren sie mich und ja, ich schaue mir auch deren Biografien an, aber eher aus Interesse an der Materie und der Entstehung dazu. Aber der Mensch als solches ist so wie die Marke sekundär und etwas, das kommt und geht. Das Resultat zählt.

Nachtrag: Natürlich kauft man aber auch Dinge, die man aus dem Alltag (Marke) kennt. Aber das ist halt wie mit einem Wegweiser. Wenn man zwei Abzweigungen hat und zur nächsten Stadt will und bei einem Weg steht "Hasenstadt, 2 km" und auf dem anderen "Igeldorf, 3 km" geht man halt zu Hasenstadt bzw. kauft das Ding. Ob das Igeldorf aber vielleicht größer und schöner ist, weiß man dann meistens nur durch Zufall. Aber deswegen ist man kein treu ergebener Fan von dem Einen oder Anderem.

Nachtrag: Das Alles ist auch ein Mitgrund, dass ich oft^absolut keine Ahnung habe, von wem oder was meine Kleidung, Shampoo oder was auch immer ist, weil es mich nicht interessiert oder mir schlicht und ergreifend auch nicht merke - was oft Unverständnis hervorruft. Hätte ich ein Parfüm, wüsste ich vielleicht maximal, wo ich es gekauft hätte. Aber das war es dann auch schon... ^^

Dienstag 12. September 2017

# Nicht weiter interessant zum Lesen und schon durchgekaut, aber diese kleine Textsammlung ist ja auch sowas wie ein Tagebuch und somit will ich es festhalten. Ich bin nämlich, zumindest abseits von der nervenden Digital-Welt, den klassischen Weg der üblichen Nerds gegangen - und zwar bei den Uhren. Ich habe ja da mit den Plastik-Casios um wenige Euros vor einiger Zeit begonnen, wie so mancher Leser, Leserin, Lesex, Lesums und was auch immer vielleicht noch wissen, und bin dann mittlerweile und schlussendlich bei einer klassischen Seiko-Automatik-Uhr gelandet. Seitdem habe ich dieses Ding nicht mehr abgelegt und nun verstehe ich auch die Anderen aus diversen Foren, die genau den gleichen, bei ihnen halt früheren, Weg 1:1 beschrieben und sogar mit den gleichen Marken bzw. Uhren und dass wenn man einmal umgestiegen ist, einfach nicht mehr wegkommt und endgültig verfallen ist (und als nächster Schritt dann im ultimativen Verderben landet). Irgendwie macht eine Automatik-Armbanduhr vielleicht nicht Zeitlich in der heutigen Zeit einen Sinn, weil unrunde Zeiten und man nicht mit der Genauigkeit von Quarz mithalten kann und immer wieder nachstellen muss, aber alles Andere fühlt sich nun plötzlich einfach charakterlos an. Genieße zwar am Wochenende die kleinen Casios just for fun und ist perfekt, aber im grauen Alltag der Hamsterräder will ich da meine kleine Automatik am Armgelenk spüren und fühle mich ihr tatsächlich verbunden. Absurd, weil auch nur mickriger Kommerz aus dem Massenkonsum, aber immerhin. Wenig Geld, viel Gefühl, das schaffen viele andere Dinge nicht. Und jetzt schweige ich wieder zu diesem Thema, um Euch nicht weiter zu nerven! \o/

# Hach ja, die lieben Systeme der digitalen Welt. Ich könnte sie alle reihenweise in die Tonne werfen und bin ja schwer genervt von dem Kram. Momentan kümmere ich mich um die Digitalisierung von Wissen, klassisch wandert der Inhalt in eine Datenbank und wird ausgelesen und dann wieder formatiert im Browser ausgeworfen und so weiter - natürlich mit Zillionen an Zusatztools, Bibliotheken, Javascript-Kram und so weiter, also Dinge, wo man sich den örtlichen Voraussetzungen beugen muss. Aber es macht mich unrund.

Habe also mal wieder Zeit rund um dieses Thema im Netz verloren, weil ich meine Neugierde ausleben und wissen wollte, was es denn da draußen in der weiten Welt noch so an Tools (mal wieder) gibt... zum Beispiel an Text-Editoren und portablen Office-Lösungen, die auch einen HTML-Export intus haben. Einiges ausprobiert, Vieles detaillierter getestet, aber das Fazit ist vernichtend... der ausgeworfene Schmafu ist grauenhaft, spaghettisiert, verworren und man folgt allen Regeln, nur nicht den Standards. Nicht brauchbar, dabei wäre es mein Ziel gewesen, ein Word-ähnliches Tool zu nutzen, dass mir dann aus den Überschriften ein verlinktes Inhaltsverzeichnis erstellt und die jeweiligen Kapitel als einzelne HTML-Seiten speichert und alles querverlinkt. Klingt aufwendig, wäre und ist es eigentlich nicht wirklich. Geht nämlich sogar mit den Standard-Office-Lösungen teilweise (Libre, usw...), aber die Ergebnisse sind eben dramatisch und lassen sich auch nicht mit Templates koordinieren oder zusammenfassen.

Falls also jemand ein gutes Dokumentations-Ding abseits von Wiki-Lösungen kennt, die eine statische Ausgabe auswerfen und nicht HelpNDoc und dergleichen heißt (wäre das was ich möchte, nur zu teuer für meinen Zweck), sogar portabel ist und ohne vorherige Inputs auskommt alias WinHelp und Co., sondern einen Editor von Haus inkludiert, dann her damit. Und nein, kein Kompilieren in der Konsole oder über irgendwelche Node.js und andere Geschichten, sowie lauffähig auf einem Standard-Windows-PC ohne großartige Systemrechte. Und ab diesen Voraussetzungen wird es bereits in der Vielfalt sehr mau... seufz. \o/

Nachtrag: Da muss ich ja noch nachwerfen, dass ich mich auch durch ganz alte Tools geklickt habe, also so diese Lösungen aus den Windows-95 bis 200er Zeiten und man kann sagen was man will, die damaligen Ansätze waren viel vernünftiger, klarer und simpler - interessanterweise hat sich an den Ergebnissen heutzutage nichts geändert, außer, dass alles viel komplizierter, abhängiger und aufwendiger ist. Der Inhalt ist jedoch der Gleiche... da sieht man wieder schön, wie der Kommerz nicht nur schaffen, sondern auch verhunzen und unterbinden kann. Genervt bin.

Samstag 09. September 2017

# Weil ich es eh schon vor Tagen in meiner digitalen Text-Sammlung drüben eingeschrieben haben, verlinke ich den Eintrag nun noch hier offen einsehbar, damit der analogen Liebe ein wenig gehuldigt wird und ihr vielleicht auch angesteckt werdet und das Fieber der Interessen erleidet. Den zweistelligen Luxus hier in diesem Fall leiste ich mir nämlich ganz bewusst, denn der restliche Alltag ist sowieso von puristischer Lebensweise geprägt - ein kollektives Frühstück außerhalb in der Beinahe-Innenstadt mit etwas Ei, Oliven, Humus und Tomaten sowie Fladenbrot und indischem Tee mit einer Prise Zimt um 6 Euro plus 3 Euro für das Geschlürfe war da die letzten Wochen schon die große Ausnahme und erkaufter Lebensflair der Extravaganz. Aber man kommt ja zu Nichts sonst im Hamsterrad mit seinen Wegstrecken, also sind solche Momente rar gesäht und genehmigt. \o\

Wie dem auch sei, habe ich mir also etwas Geld und Zeit gegönnt und diese Kombination zusammen hat zu diesem analogen Exemplar geführt. Sie ist wunderbar.

Dieses Hobby macht übrigens schon fast soviel Spaß wie das "Rumcomputern" und "Gameboyen" in den alten Freak-Tagen und ist sogar billiger, einfacher und netter. Zumindest ist mein Stresslevel hier eindeutig niedriger und seitdem auch sehr wohl gestimmt. Der surrende Lebenslauf im Kreis erfreut das Herz oftmals im Stundentakt, so zum Beispiel wenn man tagsüber in einer Besprechung seine Augen unauffällig am Handgelenk entlang streifen lässt und kurz schmunzelt oder beim Sweater die kaum auffallende Ausbuchtung berührt und mehr weiß, als alle Anderen rundherum und die Freude in ihre mentalen Formen gegossen wird.

Nachtrag: Und das, obwohl dieses Dokument der Zeit ein farbiges Element aufgesetzt am Ziffernblatt trägt, welches ich üblicherweise aus Prinzip verabscheue, da ich damit augenblicklich Ramsch- und Proletariertum verknüpfe und lauthals innerlich über so ein Niveau normalerweise lache. Aber im gesetzten Alter darf man durchaus über die eigenen Stränge schlagen und den kindlichen Weltmann für ein paar Sekunden aufflackern lassen. Es ist in Ordnung so. \o/

Donnerstag 31. August 2017

# "Der Wiener Filmemacher und Mitgründer des Filmmuseums, Peter Kubelka, bezeichnet Wohnungskatzen gern als die Kuschelprostituierten des Menschen." Unrecht hat er damit wohl nicht. /o\

Montag 28. August 2017

# Gerade keine Zeit für lange Worte, aber schnell mal noch nebenbei vor dem Einschlafen und falls jemand etwas Ruhe und Ausklang zum heutigen, langen Tag sucht - und auch wenn man über den optischen Geschmack definitiv streiten kann - das Video hier mit den mittleren Abschnitten und der Handarbeit ist auf jeden Fall faszinierend anzusehen.

# Vielleicht liegt es daran, dass ich unausgeschlafen und leicht genervt bin... aber wenn man sich die Gesichter der Menschen im Zug so anschaut, ihre Mimik, ihr Verhalten alleine und gegenüber Anderen, ist irgendwie klar, dass bei einem Zusammenbruch der Gesellschaft sich diese Humanoiden in Gruppen zusammenrotten und marodierend durch die Straßen ziehen würden.

Bei Manchen hat man das Gefühl, dass sie nur darauf warten, dass die gesellschaftliche Klammer versagt und eine gewisse Konsequenzlosigkeit eintritt.

Sonntag 27. August 2017

# Übrigens - weil ich mich in Abendstunden oder auch zeitig in der Früh oft durch das Netz klicke und man sich dort anschauen kann, wie sehr wir alle dem Kommerz unterliegen und uns leiten sowie an der Nase führen lassen (muss mich da zur Zeit bei den Uhren zusammenreißen), möchte ich eine kleine Lanze brechen und zur Abwechslung mal an die einfachen Dinge des Lebens erinnern. So zum Beispiel an dieses Kochfeld - das Foto - das meine Wohnung treu und zuverlässig bereichert. Ich habe die vor vielen Jahren bereits online um ungefähr 25 Euro (wenn ich es richtig im Kopf habe) erstanden und seitdem tatsächlich tagtäglich in Verwendung. Wie man am Foto eventuell erkennen kann, meistens die linke, größere Platte.

Das Teil ist robust, massiv und schwer, auch unkompliziert, da es nur den Drehregler und eine LED-Lampe gibt. Und Ende. Das war es und mehr kann sie auch nicht. Sie ist vielleicht nicht unbedingt die Schnellste in Relation zu den modernen, tollen Kochfeldern mit Touch-Funktion - aber dafür zerbricht da nichts, Kratzer sind nur schwer möglich und sogar wenn, völlig bedeutungslos, es kann kaum Etwas kaputt gehen, denn das Innenleben besteht eigentlich nur aus dem Schleifregler und den Platten an sich, plus noch ein paar Widerstände und das war es eigentlich schon. Sehr puristisch.

Und läuft über die Steckdose, wo ich eine Mehrfachverbindung mit einem Kippschalter dazwischen im Einsatz habe. Wenn ich die Wohnung verlasse, ist das Ding auch vollständig aus und Stromlos. Kein Standby, kein digitales Innenleben und noch dazu: portabel. Ich kann das Teil überall hinstellen, auf der Küchenplatte nach rechts oder links, ohne, die schöne Arbeitsholzplatte zu zerschneiden und mühsam darunter zu verkabeln, zu silikonisieren und blabla, aber genauso kann ich im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer kochen, wenn ich mal Lust dazu habe. Und bei einem Umzug würde ich das Teil in den Rucksack packen und auf Wiedersehen!

Und sogar wenn das Teil mal kaputt geht und sich das Problem nicht lösen lässt - komplett verschmort zum Beispiel - dann ist eine Neuanschaffung unkompliziert, recht schmerzlos und schnell erledigt. Manche Menschen zahlen ab 100 Euro aufwärts für Kochfelder, viele oft sogar 300 oder 400 Euro, die ihnen dann aber nach zwei Jahren mit dem ersten geschmiedeten Topf zerbrechen, bei denen sie zudem eh nur meistens maximal zwei Kochfelder tatsächlich gleichzeitig nutzen und die oftmals nach 5 Jahren generell kaputt sind und mühsam über Garantie und Co. ausgetauscht oder repariert werden. Ich schätze, dass meine Kochplatte jetzt die 5 Jahres-Grenze erreicht hat... Bin mir aber nicht mehr sicher, aber bei dem Preis fahre ich auf jeden Fall auf der günstigen Schiene, sogar wenn das Ding heute noch seinen Geist aufgibt. Beispielsweise alle 5 Jahre 25 Euro, da komme ich preislich auch gegen eine Marke an, die 10 oder auch 20 Jahre durchgehend die Küche ergänzt, aber drei Stellen aus dem Geldbörserl verschluckt. Und das emaillierte Metallgehäuse bei meiner Wühlkistenplatte lässt sich auch materialtechnisch und ressourcenschonend - Stichwort Nachhaltigkeit - einschmelzen und wiederverwerten, ebenso wie das Innenleben der Kabel. Und die Produktion von solchen Platten ist auch recht simpel, da es nur sehr wenige Teile sind. Was will man mehr?

Das mal nur so am Rande und als Wort zum heutigen Tage (wie dramatisch) - Qualität und Sinnhaftigkeit findet man also nicht nur im oberen Preissegment. \o/

Nachtrag: Natürlich hat sie visuell ein paar von Suppen und Co. eingebrannte Gebrauchsspuren, aber das ist einfach das Alltagsleben und hat nichts mit der Funktionalität zu tun - sowas stört mich überhaupt nicht. Gefällt mir sogar mehr, als eine aalglatte Keramik-Oberfläche, wo man sich vor jedem Kratzer und Fingerabdruck fürchtet oder insgeheim dann ärgert. Die Platte lässt sich nämlich übrigens auch mit einem Stahlwolle-Schwamm hervorragend und seit Jahren bereits gut reinigen. Und sie kann vor allem eines: einen Topf erhitzen, während andere noch ihre Platte einstellen und Zeiten programmieren. ^^

Nachtrag: Kluge Geister werfen jetzt sicherlich noch das Argument in den Raum, dass solche Gusseisen-Kochfelder energietechnisch ordentlich verlieren, weil es länger zum Aufheizen dauert und die Abkühlphase auch meistens nicht sinnvoll genutzt wird. Ja und nein. Ich denke, das hängt vor allem vom persönlichen Umgang damit ab. Ich nutze beispielsweise die Nachhitze zum Aufwärmen eines Zusatzes recht oft und das Aufheizen selber lässt sich - dank Gas-Durchlauferhitzer bei der Wasserzufuhr, wo bei Bedarf fast kochendes Wasser aus der Leitung strömt - stark reduzieren, zudem - wenn wir schon rechnen - müsste man dann wirklich alle Faktoren miteinbeziehen. Von der Produktion, dem Aufbau, dem technischen Aufwand bei der Herstellung der einzelnen Komponenten eines modernen Kochfeldes vs. gestampftes und gepresstes Gusseisen-Kochfeld und so weiter.


 1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14  15  16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76   77   78   79   80   81   82   83   84   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   135   136   137   138