Donnerstag 29. Juni 2017

In Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters, das sich überraschenderweise unermüdlich fortsetzt, möchte ich hier mal anmerken, dass ich ja mittlerweile für jede Webseite dankbar bin, deren Schriftgrad ein wenig größer als die einer Mikrobe ist. Selbst als ein ehemaliger Fanatiker in der verflossenen Zeit der digitalen Bits und Bytes, als man noch stolz 6px große Pixelschriften als Menü einsetzte und sich im Ruhm sonnte, wenn kleine Buttons mit 4px Buchstaben besetzt wurden, bin ich mittlerweile der Meinung, dass das einfach nur absurd ist. Und das sage ich auch, obwohl meine Augen bis heute ohne Brille mitspielen, ich noch nicht zu den Uhus gehöre, die in 10 Zentimeter Entfernung vor dem Monitor kleben und sich darin die Augen Tellergroß spiegeln. All das ist mir erspart geblieben, ich sehe nah und fern gut und die Abstriche gegenüber der Adleraugen-Jugend sind dem natürlichen Prozess des Lebens recht gut angepasst. Ich kann nicht klagen.

Aber wenn ich mich heute durch die Bloglandschaft lese, bin ich für klare, nicht zu klein, nicht zu groß und nicht zu kontrastlos geschriebene Wörter wirklich dankbar und fühle mich dann erst recht der Lesung dessen und dem Inhalt verpflichtet. Mittlerweile nutze ich ja auch Browser-Settings, die mir meine Schriftart setzen und die der Webseiten überschreiben. Aber das gelingt nicht immer.

Und nachdem ich selbst mein häufigster Korrektur-Leser bin, habe ich mal die Schriftgröße und den Zeilenabstand hier auch ein wenig erhöht. \o/

Dienstag 27. Juni 2017

Übrigens hatte ich vor einiger Zeit mal ein Holzstück in der Hand, so eine lange Kantleiste, wusste nicht so recht was ich damit tun könnte... und bin kurz darauf wie ein Indianer durch die Wohnung gestapft und habe imaginäre Fliegen mit Pfeil und Bogen gejagt. Eine Schnur und zwei Nägel machten es möglich. Auch wenn in ein paar Jahren bereits das 40. Lebensjahr auf mich wartet (erschreckend), bleibt das Kind in mir erhalten. Finde ich gut. Ja nicht den Fehler machen und noch schnell ein Erwachsener werden, der sich krampfhaft an seinem wackligen Konstrukt des Alltagsrealismus klammert und von Ängsten, Depressionen und Krankheit gebeutelt wird und alles todernst sieht. Das wäre das endgültige Ende. Tatsächlich sollte man genau die gegensätzliche Richtung anstreben, der einzige Fluchtweg in einen fröhlichen Alltag - weil besser wird es im späteren Erwachsenenleben ja auch nicht wirklich.

Nachtrag: Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass meine Überlebenskünste mit einer Bauholz-Jagdwaffe äußerst begrenzt sind. Es würde vermutlich für ein totes Suppenhuhn reichen. Aber für ein paar Sekunden Kopfkino war es in Ordnung, denn: wieder Lebenszeit gerettet! \o/

Ich sage es Euch. Mir geht das Bloggen schon ziemlich ab. Sowohl hier als auch da drüben, am anderen, den Meisten nicht weiter bekannten Ort, was jedoch natürlich durchaus auch Absicht ist. Aber ich komme einfach nicht dazu.

Momentan (eigentlich Dauerzustand) gelingt privat nur alles halb und angefangen, aber so wirklich abschließen lässt sich kaum Etwas, denn es fehlt schlicht und ergreifend die Zeit und ich stecke irgendwie fest. Die Altbau-Hitze, die sich im Sommer ansammelt, trägt auch nicht wirklich dazu bei und ich muss sogar ganz ehrlich sagen, dass eine gut laufende Computerkiste auch zum Verweilen, Surfen, Lesen und Nachdenken einlädt, aber Naturgemäß bedeutet das Zeitverlust auf der anderen Seite, die mir irgendwie fehlt. Dabei gibt es unendlich viele Worte und Kopfkonstruktionen, die man niedertippen und digital fixieren könnte, auch wenn sie keinen tatsächlichen Wert in sich tragen und auch keine Funktion im Weltgeschehen. Aber. Aber! Seufz. Ab nächster Woche beginnt ein weiterer, neuer beruflicher Schritt vorwärts, der vielleicht auch zeitlich ein wenig mehr Ruhe in sich bringt und vor allem neue Aufgaben, die bisher nebenbei gelaufen sind, aber zukünftig fokussiert und hauptsächlich erledigt werden können. Ob sich dann Worthülsen zum Befüllen hier finden werden?! Ich hoffe es. \o/

Samstag 24. Juni 2017

Hach ja. Sommer. Hitze. Schweiß. Eine riesige Wespe im Wohnzimmer. Fangen. Fangen. Faaaangen. Fangen..... Herr Gott nochmal.... FANGEN. Fangen.... Du ** Ding...... fangen. Freilassen. Noch mehr Schweiß. Kaputt. Keuch. Sommer! >_<

Geleakte Dokumente: Kritik an EU-Japan-Handelsabkommen.

"Von mehr Transparenz, die die EU nach der Kritik an den Verhandlungen der Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und mit Kanada (CETA) versprochen hatte, kann keine Rede sein. ... Laut Greenpeace könnten die in JEFTA vorgesehenen Sonderklagerechte für ausländische Investoren noch problematischer ausfallen als in CETA."

"Auf Nachfrage von ORF.at wollte ein Sprecher der Kommission nicht auf den Stand der Verhandlungen eingehen. ... Auch auf die inhaltlichen Knackpunkte wollte der Kommissionssprecher nicht eingehen. Auch nicht darauf, ob es bei einem der umstrittensten Punkte, dem Schiedsgericht, das beide Seiten im Falle von Streitfällen anrufen können sollen, eine Einigung gibt."

Nein? Doch. Ohhhhhh! \o/

Also ich habe ja jetzt eine Woche lang den Vivaldi unter Windows durchgehend intensiv weiterverwendet und ich muss sagen, es ist ok und ich habe mich umgewöhnt. Er hat sich doch ein wenig gegenüber dem letzten Versuch verbessert und trägt auch ein bisschen den Hauch vom damals geliebten Opera in sich. Ist also ok, kann man schon sagen. Auf die technischen Hintergründe achte ich allerdings nicht mehr, also keine Ahnung, was dagegen oder dafür spricht - er muss sich halt gut anfühlen und das tut das Ding durchaus und vor allem fällt er nicht auf. Eine wichtige Eigenschaft.

Ob es tatsächlich Sinn macht, kann man eigentlich auch nicht sagen, denn Chrome bietet prinzipiell alles, was man so braucht, aber vermutlich ist das auch einfach die übliche, willkommene Veränderung im Alltag. "Mal was Anderes". \o/

Auch mag ich das etwas kantigere Outfit (allerdings im dezenten und unauffälligen Grau) und vor allem die integrierten Mausgesten, an die man sich sehr schnell (wieder) gewöhnt. Auch die frei belegbaren F-Tasten sind für mich sehr schmackhaft. Vielleicht geht das sogar auch unter Chrome, aber dort wäre es mir zumindest nicht bewusst aufgefallen. Also wieder einen Schritt zurück zur Opera-Zeit.

Nachtrag: Übrigens war diese Zeit damals meine Goldgräber-Zeit. Damals gab es ein Projekt nach dem Anderen, das Netz war noch anders gestrickt und Alles hatte so einen aufregenden Touch. Da wurde damals noch nicht konsumiert, sondern erforscht. Ein bisschen wie MTV und Viva anno dazumal vs. heute (gibt's den Sender überhaupt noch?). \o/

Freitag 23. Juni 2017

Ich hatte ja letztens im Nachtrag auf ein Hörbuch hingewiesen.

Wenn man nun diese Schlagzeilen liest... GENAUSO HAT ES AUCH IM BUCH BEGONNEN. \ô/

Sonntag 18. Juni 2017

Und wenn wir schon bei Natur, ökologischen Themen und so weiter sind. Mein Auto ist gestern - nicht unerwartet - so richtig schön durch die Pickerlprüfung geflogen und steht mal still. Bei bald 200.000 Kilometer aber auch kein Wunder und es handelt sich eben um die klassischen Verschleißteile Betriebs- und Feststellbremse, die neu gemacht werden müssten. Man muss aber sagen, dass das Fahrzeug dennoch treu ist und auch seitens des Technikers als durchaus solide und ansonsten in gutem Zustand bezeichnet wird. Und dieses Modell aus der Serie gehört auch in Foren zu Dauerläufern mit Kilometerständen ab 200t ~ 250t. Ob und wie ich aber da weitermache, weiß ich dennoch noch nicht. Eigentlich ist ein Auto in der Stadt wirklich schwachsinnig, wenn man gute Anbindungen vor der Haustüre hat. Der Kostenfaktor und auch Stressfaktor im Alltag mit ununterbrochenen Staus, Werkstatt, ständiger Parkplatz-Suche, Kratzern, Rempeleien, Treibstoffkosten und so weiter, steht eigentlich nicht wirklich in Relation zu dem Freizeitvergnügen, das man punktuell für wenige Stunden mal am Wochenende hat. Und darüber muss ich nachdenken. /o\

Nachtrag: Abgesehen von der Relation Marktwert vs. zu erwartende Lebensdauer vs. Reparatur-Kosten.

Als Kind war ich ja eine richtige Leseratte und verschlang damals ein Buch nach dem Anderen, vorwiegend Texte über Forschung, Wissenschaft, Entdeckungen und all diese Dinge, die in irgendeiner Form einen realen Bezug oder Hintergrund hatten. Auch bei Science-Fiction und anderen, fiktiven Geschichten war es mir immer wichtig, dass ein starker technischer, wissenschaftlicher, medizinischer und so weiter Bezug vorhanden war. Es musste sozusagen greifbar und möglich sein. Und es war für mich selbst ebenso die Zeit der Entdeckungen neuer Welten, Lebewesen, Sterne und meiner eigenen Position in dieser Welt.

Doch dann tauchte der Lebensabschnitt mit täglicher Arbeit, dem Stress des Erwachsenen-Seins und auch der gewissen Frustration darüber auf, dass der Mensch den Fokus ununterbrochen verliert und sich selber tagtäglich in das Bein schießt. Entweder durch Ignoranz, Raubbau und des "Vergessens". Da kommt der Punkt, wo man Geschichten und das Thema zu all diesen Dingen nicht mehr wirklich sehen mag, weil es einfach nur traurig und müde macht. Und abseits von Makro~Nano~Mikro~Biologie, Quantenphysik und Supercomputer sowie globalen, ökologischen Diskussionen um ungreifbare, politische Inhalte, von denen sich ein Individuum nicht betroffen fühlt, tut sich heutzutage nicht mehr wirklich viel in der Öffentlichkeit und auch eher selten mittlerweile in der Literatur - wenn man reißerische Themen in kommerziellen Fachpublikationen oder Boulevard-Magazinen weglässt.

Aber das Feuer in mir ist nie wirklich erloschen und als ich vor einiger Zeit so nebenbei mal wieder über Hans Hass gestolpert bin und dann weiter zu Jacques-Yves Cousteau, dann wieder im Kreis zurück zu Konrad Lorenz, Otto König, Werner Fend, weiter zu den anderen Klassikern wie David Attenborough... verschlinge ich wie in den alten Tagen eine Dokumentation nach der Anderen und deren zugehörigen Literatur. Fühlt sich wirklich gut an - auch wenn es erschreckend und dramatisch ist, wie sehr sich die Welt gegenüber den letzten 20~30~40 Jahren geändert hat. Speziell wenn man Fotos und Filmaufnahmen von damals vs. heute sieht. Veränderungen, die radikal sind, aber trotzdem so schleichend, dass sie nicht bewusst auffallen... Stichwort Zitronenfalter, was ich hier schon mehrfach ausgeführt hatte. Wenn man etwas nicht kennt oder vergisst, dann vermisst man es auch nicht.

Nachtrag: Keine Ahnung, warum ich das hier festhalten wollte, aber dazu hat man eben ein digitales Logbuch. Eine kurze Momentaufnahme des eigenen Lebens. \o/

Nachtrag: Übrigens höre ich gerade das Buch "Der Schwarm" in Hörbuch-Form (Hörprobe vorhanden). Großartig! Wissenschaftlicher Einschlag, gepaart mit ausführlichen Schilderungen, Fiktion und Momente im Leben verschiedener Menschen - und der Natur. Kann ich nur empfehlen, vor allem in der ungekürzten Form mit 38 Stunden, es ist wirklich gut. Auch werden grundsätzliche Fragen von Mensch, Natur und dem dauerhaften Zwiespalt anschaulich und so nebenbei mal eben als Randnotiz verarbeitet.

Samstag 17. Juni 2017

Du meine Güte... weil ich gerade ein wenig über den Browser Vivaldi gelesen habe... da fällt mir ein... da gab es ja noch... Firefox!1!! Gibt es den denn noch überhaupt? Schon lange nichts mehr darüber gehört oder gesehen - zumindest in meinem privaten und beruflichen Alltag. ^^

Nachtrag: Und ja, ich teste mal wieder den Vivaldi-Browser so nebenbei. Just for fun. \o/

Donnerstag 15. Juni 2017

Zum ersten Mal in diesem Jahr war ich schwimmen... ungewohnt, aber gut. Kleine Miniwellen im Gesicht, Segelboote am Horizont und blauer Himmel, durchkreuzt von weißen Kondensstreifen und untermalt von dem Gekreische von Möwen. Das ist Sommer. \o/

Mittwoch 14. Juni 2017

Was ja den Alltag wirklich traurig macht ist, dass ich mir gerade einen alten Doku-Film über das Meer und frühe Expeditionen anschaue, den es heutzutage sonst nirgendwo mehr gibt... weder im TV, noch zu kaufen oder dergleichen. Aber dafür auf einer Webseite mit pornografischen Hintergrund, so dass mich die ganze Zeit während dem Anschauen im Eck ein aufgetakeltes Bild einer woherauchimmer-Schönheit anstarrt und auch sonst leicht bekleidete Humanoide sich reihenweise im Hintergrund präsentieren. Der Stellenwert der visuellen Wissenschaft heutzutage. -.-

Dienstag 13. Juni 2017

Der Lärm in der Großstadt ist wirklich manchmal unerträglich. Baustellenlärm, Flugzeug, Motorrad, Müllfahrzeug sowie irgendein Quietschen. Sehr anstrengend.

Montag 12. Juni 2017

Ja... und wenn wir schon dabei sind: "Wer Gesichter von Kunden mit einer Kamera erfasst, betreibt nicht automatisch eine Verarbeitung personenbezogener Daten. Dieser Ansicht ist jedenfalls der Bayerische Datenschutzbeauftragte und erlaubt Real den Einsatz der umstrittenen Technologie - Real darf an Supermarktkasse Gesichter scannen."

Na dann. Nicht so schlimm, denn "Nach Angaben von Real werden die Daten für rund 150 Millisekunden im Speicher vorgehalten, nach der Analyse werden die erhobenen Metadaten an den Server des Unternehmens weitergegeben." - und wir wissen alle, das Metadaten ja ganz harmlos und nutzlos sowie automatisch und sowieso anonym sind. /ironieoff \o/

Cyber, Cyber, Cyber. "Fortgeschrittene Malware soll Energieversorgung der Ukraine gekappt haben" \o/

Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass es schon auch interessant ist, diese zur lebendig gewordenen Fiktionen aus meiner Kindheit nun in der Realität zu lesen. Als hätte man als Kind ein Science Fiction-Buch gelesen und dann wacht man plötzlich mittendrin auf und es ist aber kein Traum.

Nachtrag: Da muss ich glatt an den guten, alten Schwarzenegger-Film "Last Action Hero" denken... Du meine Güte, hatte ich damals diesen Ausschnitt geliebt. So wie dem Kleinen geht's mir heute mit den Nachrichten. ^^


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