Montag 07. August 2017

# Mal schauen, wie lange es dauert, bis man aus dem hier einen neuen, billigen Trash-Horrorfilm "nach einer wahren Begebenheit" dreht? ^^

Nachtrag: Da gibt's ein bisschen mehr davon.

# Ist das den Menschen denn nicht klar? Wenn man in einem Auto die Klimaanlage einschaltet, dann macht die doch nur Sinn, wenn man auch die Fenster schließt. Denn nur dann ist es auch möglich, dass das System ausreichend und einigermaßen noch sinnvoll kühlt. Man lässt ja auch nicht die Kühlschrank-Tür im Sommer offen und erhofft sich dann bei geringem Strom-Verbrauch ein kühles Getränk?! Und wenn schon, stellt man dabei auch auf Umluft, damit die Luft leichter und schneller gekühlt wird, damit nicht ständig neue, warme Luft von außen in den Fahrgastraum eingesaugt wird, die erst von der Anlage ständig neu mühsam ununterbrochen runtergekühlt werden muss.

Wäre ja umgekehrt auch bei Warmwasser so. Wenn ich einen Kochtopf erwärme, dann lasse ich ja nicht ständig kaltes Wasser in den Topf nachlaufen. Auch setzt man einen Deckel auf, damit die Wärme gehalten wird und nicht kühle, neue Luft dazukommt bzw. warme Luft entweicht. Und beim Auto ist es genauso, nur eben anders rum. Aber anscheinend wird das nicht verstanden und man fährt lieber mit weit geöffneten Fenstern (schaut vermutlich besser aus oder so), schwitzend und frierend zugleich und mit dröhnender Klimaanlage - und solche Menschen wundern sich dann, wenn sie krank sind, Augenschmerzen haben oder Kopfweh. Lieber einfach alles zumachen und damit weniger kühlen und den warm-kalten Misch-Luftstrom~Zug aushalten müssen. /o\

# Weil es gerade Montag in der Früh ist und die halbe Stadt noch schläft, kann ich ja mal schnell los werden, dass mich meine Seiten schon wieder nerven. Also das Wiki zum Beispiel und optisch sowieso. Beruflich gehört dieses Metier aktuell auch wieder zu meinem Alltag und aus dem Grund habe ich mir auch mal wieder den Kopf um diese Dinge stundenlang zerbrochen und bin zu dem Schluss gekommen (nachdem ich privat woanders und auch beruflich doch wieder Doku- und LionWiki nutze), dass das mit MediaWiki nicht geht. Also gehen schon, läuft ja, aber die Tatsache, dass hier über tausend Dateien für ein bisschen Text mit Links im Einsatz sind, ist einfach so absurd und verkehrt, dass es mich richtig schüttelt. Es fühlt sich halt vertraut an und ich kenne das Teil in und auswendig, deswegen bin ich gut darin, dieses Manko mal zu "übersehen", aber je mehr Zeit in das Land zieht, umso anstrengender wird der Gedanke und ich will ihn loswerden.

Und weil der gestrige Abend etwas verhaut war, weil ich nahrungstechnisch auf das falsche Pferd gesetzt hatte, habe ich mich mal wieder durch diverse "andere" Lösungen der Webseiten-Erstellung geklickt, denn irgendwie habe ich nach bald 20 Jahren auch schon alle Varianten und Ideen durch und bin etwas gelangweilt davon. Beginnt beim Single-File-Script wie Blosxom, das ja hier etwas gebastelt läuft und läuft und läuft (und das ohne Updates oder Alltagsbetreuung) bis hin zu Schwergewichten wie eben MediaWiki, Drupal und andere Irrtümer der Menschheitsgeschichte, weiter zu mittleren Varianten wie Redaxo und Co.-Frameworks. Wordpress und dergleichen und die ganzen Millionen an Github-Static-Engines lassen wir gleich mal weg, weil die haben wir hier ja eh schon zu Tode gekaut und ausreichend genutzt.

Bin dann sogar noch mal wieder bei Desktop-CMS-Lösungen gelandet, die sich übrigens ganz schön gemausert haben und durchaus sauberen Code ausspucken... aber irgendwie hängt das ganze Konzept bei mir generell. Ich will kein administratives Backend am Server haben und keine hunderte Dateien, um mal eben eine Seite aktualisieren zu können. Zugleich habe ich aber auch keine Lust, jedes Mal eine Seite extra hochladen zu müssen oder von einem bestimmten Anbieter abhängig zu sein. Und Bilder zum Beispiel. Ich würde - sinnloserweise - viel öfter gerne die Fotos online aktualisieren. Aber schon das Hochladen und Reihen der Bilder und das Warten auf den abgeschlossenen Upload und dann das Einbinden der Bilder mit Markdown-Bausteinen oder via Button oder Multi-Selektion mit irgendeiner Gallery-Lösung... es ist komisch, aber mir erscheint das Alles so enorm schwerfällig. So unbeholfen und verhaut.

Ich vermute mal, dass es einfach an meinem Alter liegt und an der Tatsache, dass man eben Alles schon mal irgendwann gesehen und ausprobiert hat, aber zugleich lässt es das Problem weiterhin ungelöst. Ich will das MediaWiki drüben wieder weg haben, aber eine umständlichere Lösung will ich auch nicht. DokuWiki ist schon ok, aber die Medien-Verwaltung ist ziemlicher Schrott bei großen Mengen (in meinen Augen). LionWiki und Co. alles fein, aber da gibt es eben auch gar keine Medienverwaltung. Auch zach. Und wieder auf eine Blog-Engine oder das anstrengende Backen am Rechner, um dem losgelösten, statischen Rendern zu huldigen, freut mich halt auch nicht. Pures HTML per Notepad++ hatte ich mehrfach in den Fingern und simples Directory-Leben, aber da dann doch mal wieder alles Ändern nachträglich, weil einem erneut die Unzufriedenheit wegen einer Kleinigkeit packt, ist halt auch erschlagend und der manuelle, eingrenzende Upload vom eigenen Betriebsrechner nervt zusätzlich.

Gefangen in der Freiheit der Auswahl. \o/

Freitag 04. August 2017

# Gut, es nervt eine Kleinigkeit im Spiel der Humanoiden. Deswegen zur Klarstellung: dieses Rauspicken von Retro-Kram ist natürlich Gefühlsduselei von idealisierten Erinnerungen. Die schwarze Plastik-Casio beispielsweise ist zwar angeblich ein Klassiker, war aber damals auch nichts Anderes als sie heute ist. Billiges Plastik aus der Massenproduktion. Nichts Besonderes also. Genauso könnte man Autoreifen aus den 70ern sammeln oder Socken oder gar Kopfhörer aus dem 2002er-Jahr. Wert steht keiner dahinter, außer dem Kommerz an sich, der damit natürlich Geld macht. Klare Sache. Und es war weder was besser noch toller damals, auch wenn man es natürlich heutzutage romantisiert und recht bequem in dieser emotionalen Welle hinstellen kann - was ich auch hier im Blog immer wieder gerne tue.

Das ist mir natürlich durchaus bewusst, keine Frage. Allerdings ist es auch in Ordnung. Weil? Ganz einfach, weil es harmlos ist. Man pickt sich aus seiner Kindheit ein paar nette Dinge gedanklich raus, verknüpft sie mal eben mit Spaß, Abenteuer oder einem gelebten oder eben nie ausgelebten Stil und einer fiktiven Erfahrung, die durch Erinnerungs-Hörensagen-Schmalz sowieso immer in der Basis bereits verfälscht ist und lebt sie schlicht und ergreifend ohne therapeutisches Hinterfragen aus. Da passiert nichts dabei und es verschafft eine angenehme Stimmung, die sich leicht mit ein paar Klicks "beschaffen" lässt und einige Minuten mehr an Lebensfreude in seinem Hamsterrad konvertiert.

Also ja - wer mit einer Raiders-Kappe rumläuft, eine Casio-Taschenrechner-Uhr trägt, vielleicht noch eine Plastik-Lederjacke und Schallplatten zuhause an die Wand hängt, während er mit Converse durch die Stadt stapft, mag sich lächerlich machen in Augen vieler anderer, zukunftsorientierten, modernen Menschen mit dem gewissen, reifen Blick nach vorne, die dabei in der Gegenwart und Zukunft zugleich leben... nur auf der anderen Seite tut es niemanden weh und der Betreffende ist (vermutlich) eben ein wenig mehr glücklich als zuvor. So what? Ist ja umgekehrt nichts Anderes. Ob man sich die neueste Smartwatch kauft oder das kleinste, schnellste und zugleich größte Smartphone und den neuesten Trend aus dem Katalog trägt, macht ja eigentlich genau das Gleiche unter dem Summenstrich. Ebenso, wer immer dem selben Stil folgt oder der eleganten und ruhigen Nebenlinie oder zum Trotz den Plastik-Pünktchen-Regenstiefel-ich-zieh-mir-das-alte-Geschirrtuch-Leibchen-an-zum-Einkaufen-Style. Alles Schmafu in Wirklichkeit und genauso wenig Wert oder relevant wie die anderen Formen. Die Welt war immer schon ein Kreisel, der, wenn er sich ausgedreht hat, mit einem künstlichen Schwung wieder von vorne beginnt und sich erneut wieder im... Kreis dreht.

Wenn ich persönlich Jemanden sehe, der irgendein Old-School-Ding trägt, ist es manchmal durchaus amüsierend, oft sogar etwas peinlich - aber zugleich freue ich mich für ihn (und ich für mich, weil es mich ja selber erfreut). Aber mehr ist da auch nicht dahinter.

Nachtrag: Ja, ich baue hier natürlich vor, damit ich dann - wenn irgendwann dann endlich alle Uhren-Päckchen finalerweise da sind - ich es auch rechtfertigen kann und ihr keine ach so intelligenten, durchdachten, welterfahrenen Argumente der Tiefenpsychologie oder Finanzberechnung oder Sinn-Begründung habt, mit denen ihr dann angeben könnt und mir meine Uhren durch den Spielverderber-Kakao zieht - um wiederum Euer scharfsinniges, reifes Ego zu beglücken. Den Gefallen tue ich Euch nicht. Ha! \o/

Nachtrag: Und in Eurem tiefsten Herzen geht es Euch nämlich nicht anders und surft selber im Netz nach dem Kram. I know that!

Donnerstag 03. August 2017

# Unlängst ein Gespräch mit Jemanden über alternative Medizin in all ihren Formen gehabt - und dabei wurde vom Gegenüber ein kurzes und bündiges Resümee gezogen:

"Da gibt es Leute, die glauben an einen Gott. An Etwas, das sie noch nie in ihrem gesamtem Leben gesehen haben, zudem nicht einmal angreifen und auch nicht messen können. Dieses Etwas hat angeblich die Erde plus das Universum innerhalb weniger Tage mal eben so erschaffen, füllt Körper und Geist mit einer Art von kosmischer Energie und der Kontakt mit dem Wesen tritt dabei über geistige Gebete und Meditation sowie Gedankenübertragung ein. Man beruft sich dabei auf ein geschriebenes Buch von Menschen, die man nie persönlich kennengelernt hat und deren Entstehungsgeschichte man nur vom Hörensagen kennt... und trotzdem vertrauen Menschen weltweit diesem "Gott" eher, als einer zum Beispiel naturnahen Heilung, die seit Jahrtausenden da und dort in verschiedenen Völkern praktiziert und gelebt wird und/oder ganz ohne Gift und Chemie von Grund auf auskommt. Es ist völlig absurd."

Da kann man nicht mal was drauf sagen... denn es stimmt. Es ist wirklich absurd, wo es manchmal Grabenkämpfe gibt (und nein, ich rede da nicht von Wasserfläschchen mit ein paar verdünnten Tropfen und Co. - you know what I mean. Kein Esoterik-Bla. Ich rede von einer Medizin, die mehr und näher an der Natur ist, als Chemiebomben in kleinen, runden, gepressten Formen).

# Oje, da ist ja noch was passiert! Wie konnte denn das nur geschehen?! \o/

Schaut mal, das hat mir der Postbote gebracht - Foto und Foto. Ich kann da gar nichts dafür. Wirklich! Das kommt davon, wenn man eine Katze hat und sie mal alleine lässt. Und das Schlimme ist, dass seit einiger Zeit ein weiteres Päckchen da draußen in der Warteschleife hängt und irgendwann mal ebenso hier landen wird. Ojemine!

Nachtrag: Aber man muss schon zugeben, dass die Timex recht sympathisch, absolut zeitlos und freundlich wirkt (bin schon verliebt), während die Retro-Casio mit ihren 4 (eigentlich 30~) Weltzeiten sowieso absolut universal ist. Eben ein 80er-Klassiker. ♥

Nachtrag: Wie treue Leser richtig erkennen, hat sich hier jemand einige Kindheitstage in einem sommerlichen Kompensationsschub mit geringem Aufwand geholt (siehe auch da). Schon ok. Man lebt ja nur einmal (bewusst). \o/

Nachtrag: Hach, warum kann man denn nicht zwei gleichzeitig tragen? Foto. Keine Ahnung, warum mir sowas plötzlich gefällt, aber ich habe gelernt, dass Bauchentscheidungen generell nicht zu hinterfragen sind, weil es keine Antwort gibt. Es muss sich nur richtig anfühlen.

Sonntag 30. Juli 2017

# Ich war heute kurz auf einer naturbelassenen Wiese (Smartphone-Schnappschuss). Trocken, nicht unbedingt ansehnlich, sondern eher so eine bräunliche, "fade" Trockenwiese mit langen Gräsern halt, ein paar Sträuchern und so weiter. Aber egal, wo man hingeschaut hat, überall fanden sich reichhaltig Insekten in allen Varianten - riesige, seltene Schmetterlinge, Grillen, Käfer, Fliegen und so weiter. In Massen und die ganze Wiese bebte.

Ganz im Gegensatz zu den grünen, herrlichen, weitläufigen Rasenflächen der dortigen Villengegend, mit ihren Blumen, gekürzten Rasen und edlen Ziersträuchern, die optisch Alles an Stil beinhalten... nur eben kein Leben. Völlige Todeszone. Wie ein künstlicher Park aus Plastik.

Problem an der Sache: in Relation zur Menschenvariante beträgt die Fläche der echten Wiese vermutlich gerade mal 5% dort. \o/

# "Die Liste der Studien lässt sich nahezu endlos erweitern - „Über-dem-Durchschnitt-Effekt“ (Above Average Effect) nennt das die Wissenschaft. 93 Prozent aller Autofahrer schätzen etwa ihre Fahrkünste überdurchschnittlich hoch ein, 94 Prozent glauben, sie arbeiten besser als die meisten anderen. In Sachen Gesunheitsrisiken sehen sich fast alle Menschen weniger gefährdet als andere. Und, besonders treffend: Die meisten Menschen denken, sie können sich besser selbst einschätzen als andere."

Schöner, netter, besser.

Mittwoch 26. Juli 2017

# Gestern zur Abwechslung noch in der Stadt gewesen, dann spät heimgekommen und dabei entdeckt, dass der hiesige Supermarkt doch noch offen hat... also reingehuscht, eingekauft und ein obligatorisches Papiersackerl genommen, nachdem es ja keine mehr aus Plastik gibt. Schon ok, Natur, Ressourcen und was auch immer - wir kennen ja die endlosen Diskussionen dazu.

10 Minuten später auf der Straße stehend am Asphalt das Zeugs zusammensuchen, weil das Sackerl (ach so, ich habe ja auch deutsche Leser... na dann: Tüte) gerissen ist. Auf einen Schlag der komplette Boden und das bei einer Belastung, die ca. dem Viertel von dem entspricht, was ich normalerweise in ein Plastiksackerl stopfe. Schon mühsam. Und auch nicht das erste Mal. Die sollten lieber mal 3D-Essensdrucker für zuhause entwickeln. Und Katzenfutter-Drucker. Danke.

Dienstag 25. Juli 2017

# \o/ Und wenn wir schon beim Insektensterben sind:

"Männer in den westlichen Industrienationen produzieren laut einer neuen Studie heute um fast 60 Prozent weniger Spermien als noch vor 40 Jahren."

Sonntag 23. Juli 2017

# "Man müsse nur die Augen schließen und lauschen. Leiser sei der Sommer geworden, beinahe still. Immer seltener höre man das Summen der Bienen, das Brummen der Hummeln, das Zirpen der Grillen. Sie werden weniger. Sie sterben lautlos. Entomologen jedenfalls sind zutiefst beunruhigt. Denn Mitteleuropa erlebt gerade ein beispielloses Massen- und Artensterben der Insekten. Scharenweise sind in den vergangenen Jahren Hummeln, Libellen, Schmetterlinge, Falter, Mücken und Käfer verschwunden.

... Im Dezember 2013 entschloss sich der Verein, eine seiner Entomologischen Mitteilungen herauszugeben. "Ermittlung der Biomassen flugaktiver Insekten im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch in den Jahren 1989 und 2013", hieß der sperrige Titel. Der Inhalt allerdings hatte es in sich: Mehr als drei Viertel aller Insekten sind verschwunden – und das in weniger als 25 Jahren."


Der Bestand sei um achtzig Prozent geschrumpft. Leute! \o/

Samstag 22. Juli 2017

# "Geht es nach Token Hu, dann erinnern Deutschlands Straßen schon bald ein bisschen mehr an China. Dort knattern schon seit Jahren kaum noch Roller durch die Großstädte – sie surren. Mehr als 20 Millionen Roller mit elektrischem Antrieb wurden allein vergangenes Jahr in der Volksrepublik verkauft – Tendenz steigend." Schon komisch, dass der Alltag dort damit trotzdem klappt, während hier wir in Europa bei solchen Dingen aufstöhnen und gleich jammern und alles mal ablehnen. \o/

# Wie gesagt, die Gesellschaft rutscht wieder auf den alten Stand zurück: Nur noch jedes zweite Kind lernt schwimmen.

Mittwoch 19. Juli 2017

# Und wenn wir schon beim rücksichtslosen, desinteressierten und raubbauenden Naturvernichtungs-Menschen sind, dann passt mein frisch aufgerissenes Paket an Ressourcenverschwendung auch gleich gut dazu. Treue Leserinnen und Leser - und Lesex und Lesianer und Lesoloten und was auch immer es noch so heutzutage gibt - werden sich vielleicht noch an den Eintrag hier erinnern, wo ich die vergangene Kindheit aktuell und recht kommerziell auf Billig-Niveau kompensiere und mich darüber freue.

Sie ist da - Foto und Foto - und ich bin tatsächlich sehr zufrieden. Körperlich Baujahr 81, aber geistig in den 80ern-90ern somit. So soll es sein und nur so schafft man die Etappe des Alltaglebens. Und der Tragekonform ist ebenso angenehm, er ist nämlich nicht präsent, da sich der Körper die Uhr(en) so schnell aneignet, dass man sie nach 10 Minuten bereits wieder "vergisst". Fein.

Nachtrag: Und der Taschenrechner ist auch da. Und ebenso auch die kleine, runde Uhr, die ich vermutlich nur selten oder nie tragen werde, aber sie passt hervorragend zu dem Metall-Wecker aus einem großen, schwedischen Einrichtungshaus - Foto. \o/

# Yeah. Unsere Zukunft, die Sichtweise auf unsere Erdkugel und das kollektive Miteinander ist gesichert!

"Türkei speckt Darwins Evolutionstheorie in Lehrplänen ab - Naturgeschichte, Evolutionsbiologie und die historische Entwicklung dieser Theorie würden dagegen künftig nur noch an Universitäten gelehrt, wo es einen detaillierteren Biologieunterricht gebe."

\ironieoff

Nachtrag: Wisst ihr, was mich so fertig macht? Dass man nach Jahrhunderten an dunkler Weissagung, religiösen Fuchteln und gesellschaftlichen Zwängen es in eine relativ aufgeklärte Welt geschafft hat, aber sich das Ganze in den letzten ~10 Jahren plötzlich überall wieder zurück entwickelt oder "Altes" wieder vergessen wird. Mir fällt das auch bei manchen Studien auf, die oft die gleichen Inhalte haben, wie Studien, die schon vor 20~30 Jahren durchgeführt wurden, aber nun plötzlich als Hipster-Neuentdeckung gelten. Also entweder Wissen geht weiter verloren oder man tritt gefühlt auf der Stelle (und nein, es gibt auch noch andere Gebiete, nicht nur der obligatorische medizinische Fortschritt, der immer als positives Beispiel herangezogen und ausgeschlachtet wird). Ich glaube ja, dass man in 20-30 Jahren in der Masse wieder auf dem Stand der 50er sein wird - zumindest in vielen wissenschaftlichen Bereichen des allgemeinen Wissens.

Ich habe mir gestern - so nebenbei übrigens - irgendwo alte Schwarzweiß-Aufnahmen aus Europa angeschaut, wo Frauen verhaftet werden, weil sie einen "Bikini" anhaben oder ein kurzes Kleid und man denkt sich "Naja, damals in den 30ern und so" - dann liest man das Datum und es steht 1968, 1976 und lauter so absurde Sachen, wo man sich wirklich fragt, was das nur für eine unglaublich verklemmte Zeit da und dort war? Ein freies Frauenbein, ein freier Rücken oder auch die Idee, dass man sich von kleinen Mikroben zu irgendwelchen behaarten Säugetieren dann weiter zu Menschen entwickelt hat und solche Dinge, die eigentlich banal und in sich bedeutungslos für das Individuum sind, aber so einen massiven Aufruhr verursachen und Empörung und was weiß ich... mich fasziniert und stößt es zugleich massiv ab. Und das Schlimme daran ist ja auch, dass unter den diversen Deckmänteln ja erst recht schmutzig, pervers, hinterhältig oder gierig gehandelt wurde. Egal ob religiös abgesichert oder aufgrund der "Sitte und des Moral". Und diese Diskussion, dass wir aus einer Form Gottes direkt gegossen wurde, hält auch nur solange man nicht auf unterschiedliche Menschengattungen zeigt - da fehlen dann plötzlich die Argumente und es wird in anderem Maß gewertet.

Nachtrag: Mich erinnert das manchmal an rechte oder linke Radikale, die was von Moral und Sitten faseln und die "Ordnung ihrer besseren Welt" muss wieder her - und selber wird gesoffen, randaliert, gegrölt, andere Menschen werden verletzt und Egoismus wird ausgelebt, indem man seinen Standpunkt theatralisch in Szene setzt.

Nachtrag: Da war ja unlängst irgendwo eine (vermutlich unseriöse) Umfrage bei Jugendlichen, nach der immer Weniger generell über Verhütung, die Regel und Aids wissen oder sich einfach nicht darüber reden trauen oder es gar als gar"peinliches Thema und als uncool" abtun. Ich dachte ja eigentlich, dass sich das heutzutage ins Gegenteil verkehrt hat und man damit recht locker umgeht, aber vermutlich ist der visuelle Impact, den junge Menschen heute mit Tops, kurzen Hosen und langen Beinen und 3-Kilo-MakeUp verkörpern, auch nur die schreiende Fassade. Irgendwo war ja mal eine Auflistung, dass Jugendliche zwar beispielsweise immer früher Sex haben, aber es zugleich bei immer Weniger auch tatsächlich passiert - und die große Masse insgeheim erst viel später damit beginnt. Visuelle, öffentliche Fassade vs. Realismus eben.

Nachtrag: Und bei der Natur ist es ja auch so eine Sache... man frage mal heute in der Masse über das Zusammenwirken von Insekten und Lebensgrundlage des Menschen. "Jo, scho irgendwie wichtig, Bienen und so, hob i glesen, wegen dem Honig, gö?! Und wegen den Blumerl und so. Jo, des ist sicherlich wichtig".... mehr findet man da teilweise nicht und das bisschen wird von wenigen Schlagzeilen geformt und am Leben gehalten. Aber in der Masse kratzt das den Stadtmenschen überhaupt nicht. Irgendein Käfer oder eine Raupe, pfff. Da wird eher die Frage gestellt "Naja, aber ist DAS Insekt denn auch überhaupt wichtig?", die tragischerweise in sich schon das Problem ausformt und impliziert. Es war früher auch nicht gut, da hat man die Natur erst recht unwissentlich versaut, aber es wurde vor 2~3 Jahrzehnten kurz besser - und hat sich aber genauso schnell wieder verloren.

Naja, man kann stundenlang über das Problem seufzen, bringt aber nichts und man ist ja auch selber Teil des Kollektives und trägt zur Ursache bei... es lohnt nicht und zugleich ist hier der Schwanz, in den man sich selber beißt. Und solche Schulbuchänderungen in Teilen von der Türkei, dem bisherigen Europa, aber auch bei den Amis und vielen anderen Ländern, lässt auch noch zusätzlich einen schalen Geschmack zurück. /o\


 1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17  18  19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76   77   78   79   80   81   82   83   84   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   135   136   137   138